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Humanitäre IDF-Hilfsmissionen retten die Welt

30. Januar 2020

Simon Plosker, HonestReporting, 20. Januar 2020

Soldaten, Reservisten und ständiges Personal retteten bei humanitären IDF-Hilfsmissionen weltweit tausende Menschen und behandelten sie medizinisch. Die erste Mission gab es 1953; die jüngste endete am 14. Dezember 2019. Der Ethos der IDF – des Staates Israel – lautet, dass menschliches Leben an erster Stelle steht. Die Such- und Rettungsteams des Heimatfront-Kommandos, Ärzte und anderes militärisches Personal reagierten schnell, effektiv und mitfühlend auf Naturkatastrophen und andere Krisen. Die IDF blieb Tage, Monate oder Jahre lang vor Ort. Die humanitäre Hilfe der DF für syrische Zivilisten, unten beschrieben, lief 5 Jahre lang.

Arten von Naturkatastrophen und anderen Krisen

  • Erdbeben
  • ein Taifun
  • ein Tsunami
  • Hochwasser
  • Bürgerkriege
  • ein geborstener Staudamm
  • ein eingestürztes Gebäude
  • Bomenanschläge

Menschen, nicht Politik

Die IDF schätzt menschliches Leben höher ein als politische oder religiöse Differenzen. Humanitäre Hilfe der IDF gründet auf jüdischen Werten. UNO-Botschafter Danny Danon sprach 2019 bei einer Ausstellung über Israels humanitäre Hilfe und Anstrengungen:

Für Israel hat Menschenleben immer Vorrang vor Politik. Die jüdische Tradition lehrt: Wenn man ein Leben rettet, dann ist das so als rettet man das gesamte Universum. Krisen und Tragödien machen keinen Unterschied, also können wir das auch nicht. Lasst uns Leben mit allen notwendigen Mitteln schützen und zusammen bauen wir eine stärkere und fürsorglichere Welt.

Schnelles Eingreifen

Die Hilfsmission der IDF war die erste vor Ort, als bei der US-Botschaft in Kenia 1998 eine Bombe explodierte und nachdem in Mexiko 2017 zwei Erdbeben 469 Menschen töteten und 250.000 Menschen obdachlos zurückließen (s. IDF-Internetseite). Danon sagte:

Trotz Jahren der Provokation und Raketenangriffe ist Israel immer als erstes da, wenn es um Menschenleben geht.

Mexico Stadt, 2017

Juan Ramón de la Fuente, Botschafter bei den Vereinten Nationen, sprach bei der UNO-Ausstellung. Er sagte:

Andere Länder können „absolut“ von Israels schneller Reaktionszeit und seiner Fähigkeit lernen vor Ort zu sein, Feldlazarette zu bauen und die notwendigen menschlichen Ressourcen und Infrastruktur nur Stunden nach einer Naturkatastrophe irgendwo in der Welt vor Ort zu haben.

Höchst effektiv

Zehn Experten aus dem Heimatfront-Kommando sorgten vom 4. bis 14. Dezember 2019 humanitäre Hilfe der IDF in Albanien, nachdem ein Erdbeben mehr als 50 Menschen tötete und 3.000 verletzte. Die IDF berichtete, dass als Folge der Hilfe Schulen und Krankenhäuser wieder öffneten und mehr als 1.600 Familien in ihre Häuser zurückkehrten.

Fürsorge

Humanitäre Hilfe der IDF verkörpert die Hingabe des Staats Israel sich um andere zu kümmern. De la Fuente sagte, Israels Hilfe unterscheide sich von der der anderen 25 Staaten, die Hilfe nach Mexiko schickten, nachdem zwei aufeinander folgende Erdbeben 2017 nicht nur für Israels „koordinierte Bemühungen Lebensmittel, Matratzen und Decken zu schicken“, sondern auch für Premierminister Netanyahus persönlichen Besuch in Mexiko und den Einsatz von 72 Ingenieuren, Rettern und anderen Experten, die die betroffenen Gebiete besuchten und Hilfe boten. De la Fuente sagte:

Wir honorieren mit unserem tiefsten Dank die Hilfe, die aus Israel kam. Die Unterstützung, die wir aus Israel erhielten, sticht aus verschiedenen Gründen heraus. Noch einmal Danke für Ihre Solidarität, Ihre effiziente Hilfe und vor allem für Ihre Freundschaft.

Nach der Hilfsmission in Albanien vom Dezember 2019 twitterte die IDF:

Nach einem verheerenden Erdbeben in Albanien schickten wir unsere Soldaten, um dem albanischen Volk in der Zeit der  Not zu helfen. Weil Freunde das tun.

Mitfühlende Langzeit-Hilfe

Das längste humanitäre Hilfsprogramm der IDF – Hilfe für Syrer – dauerte 5 Jahre. Es begann 2013 und endete 2018. Viele Aspekte dieses Projekts demonstrieren das Mitgefühl der IDF. Die Initiative begann, nachdem ein verletzter Mann über die Grenze kam um medizinische Behandlung zu erbitten. IDF-Personal behandelte ihn und während der nächsten fünf Jahre viele andere Syrer. Oberstleutnant Dr. Tomer Koller war medizinischer Offizier der Division Baschan auf den Golanhöhen. In einem auf der IDF-Internetseite veröffentlichten Artikel vom April 2017 sagte er:

Angesichts der in Syrien stattfindenden Gräueltaten… bieten die IDF-Soldaten verletzten Syrern medizinische Hilfe, wie wir es seit mehr als vier Jahren gemacht haben. Die Behandlung von verwundeten Syrern verläuft durchgehend und wird fast täglich durchgeführt. Es ist unsere Pflicht als Mitglieder des medizinischen Korps die Verletzten zu behandeln – sowohl die Verbündeten als auch den Feind. Für uns sind es verletzte Menschen, die Hilfe brauchen. Rund 2800 verletzte Syrer sind nach Israel gekommen, um medizinische Versorgung zu erhalten und die Zahl steigt weiter.

Die IDF berichtete, dass 2016 in israelischen Krankenhäusern 600 Syrer behandelt wurden.

2016 schuf das IDF-Nordkommando die Operation Guter Nachbar. Das war eine Initiative, durch die „die humanitären Hilfsbemühungen ausgeweitet“  wurden, laut IDF-Internetseite auf 200.000 Einwohner des südwestlichen Syrien. Die Operation Guter Nachbar koordinierte medizinische, infrastrukturelle und zivile humanitäre Hilfe. Über dieses programm hatten mehr als 4.900 verletzte Syrer – darunter 1.300 Kinder – Zugang zu medizinischer Behandlung in Israel. Sanitäter behandelten Syrer an der Grenze und brachten sie dann in israelische Krankenhäuser. Die IDF baute an einem Militärposten auf den Golanhöhen nahe der Grenze ein Feldlazarett. 7.000 Patienten wurden in der Tagesklinik medizinisch behandelt. Sicherheit war ein wichtiges Anliegen.

Oberstleutnant A. sagte:

 Wir haben an jedes Sicherheitsdetail dieser Anlage gedacht. Wir haben einen sicheren Bunker, den Notfall-Mitarbeiter nutzen können, Sicherheitswachen patrouillieren die Gegend und operative Aktivitäten in dem Bereich, die es dem Lager ermöglicht selbst jenseits des Zauns in absoluter Routine zu arbeiten.

Zwei medizinische Anbieter beschrieben ihre Erfahrungen. Sie sprachen während der Operation Guter Nachbar mit IDF-Reportern:

Aufgrund meiner 20-jährigen medizinischen Karriere kann ich wirklich sagen, dass die medizinische Versorgung, die unseren Nachbarn hier im  Norden Israels gegeben haben, eine der bedeutendsten Bemühungen ist die Bedürftigen zu behandeln, die ich je erlebt habe“, sagte Oberst Dr. Noam Fink, chefmedizinischer Offizier des Nordkommandos. „Ich hoffe zutiefst, dass unser Beitrag eine direkte Wirkung auf das Leben unserer syrischen Nachbarn hat.“

Eine Sanitäterin der Golani-Brigade, Feldwebel Aviya, behandelte täglich verletzte Syrer. Sie beschrieb ihre erste Begegnung als Sanitäterin:

Mein Team und ich wurden gerufen, um einen 10-jährigen syrischen Jungen zu behandeln, der durch eine Explosion auf der anderen Seite der Grenze schwer verletzt worden war. Als wir ihn trafen, waren seine Augen tränenunterlaufen und er stand unter Schock wegen allem was um ihn herum geschah – er war verletzt und durcheinander. Wir leisteten ihm Erste Hilfe und bereiteten ihn für eine schnelle Evakuierung in ein Krankenhaus in Israel vor. Als wir mit der Behandlung fertig waren, schaute das Kind auf und gab uns dieses kleine, schüchterne Lächeln. Ich verstand, dass wir gerade das Leben dieses Kindes gerettet haben könnten, aber nicht weniger wichtig: Wir schufen diese Brücke zwischen zwei Welten. Das ist das Schöne daran, Teil dieses Teams zu sein.

Während die Mitarbeiter der IDF humanitäre Hilfe leisteten, kümmerten sie sich um die Grundbedürfnisse der Einzelnen. Essen, Sauberkeit, die Möglichkeit zu spielen. Oberstleutnant A. beschrieb die Erfahrungen der Syrer in der Klinik. Er sagte:

Nehmen Sie z.B. eine syrische Mutter, die mit ihren Kinder kommt. Am Ende des Tages verlässt sie die Klinik mit gesünderen Kindern und einem Hilfskit des Staates Israel, zu dem Lebensmittel, Hygiene-Grundprodukte und Medikamente gehören. Zu einem Tag in der Klinik gehören auch Zeit im Spielzimmer und eine heiße Mahlzeit.

Zusätzlich zur medizinischen Versorgung gehörte zur humanitären Hilfe der IDF in der Operation Guter Nachbar infrastrukturelle und zivile Hilfe: Kraftstoff zum Heizen, Betreiben von Brunnen und Backöfen, außerdem Generatoren, Wasserleitungen und Schulausstattung. Zur zivilen Hilfe gehörten 40 Tonnen Mehl für Bäckereien, 225 Tonnen Lebensmittel, 12.000 Pakete Babynahrung, 1.800 Pakete Windeln, 12 Tonnen Schuhe und 55 Tonnen warme Kleidung.

Die humanitäre Hilfe der IDF bei der Operation Guter Nachbar veranschaulicht das Mitgefühl und den Moralkodex, der die IDF und die israelische Gesellschaft leiten.

Koller sagte:

Die Geschichte der Behandlung all derer, die sie brauchten, ist eine Geschichte der Barmherzigkeit und des Moralkodex der IDF. Obwohl wir darauf achten nicht in die internen Kämpfe in Syrien verwickelt zu werden, steht die Behandlung einer verletzten Person, die Hilfe braucht – ungeachtet der Nationalität oder von welcher Seite der Grenze sie kommen – über allem und das ist das, wer wir als Gesellschaft sind.

Die IDF beendete die Operation Guter Nachbar 2018, nachdem der syrische Diktator Baschar Assad die Kontrolle über das südwestliche Syrien zurückerlangte.

28 weitere humanitäre IDF-Hilfsmissionen

  • 1953, Ionische Inseln, Griechenland: Erdbeben. Mehr als 1.000 Tote. Die Marine half Überlebenden und stellte medizinische Hilfe zur Verfügung.
  • 1975, Kambodscha: Flüchtlinge vor dem Krieg zwischen Vietnam und Kambodscha. Einen Monat lang stellte ein Team in Lagern lebenden Flüchtlingen medizinische Hilfe zur Verfügung.
  • 1985, Mexiko: 4 Erdbeben, mehr als 10.000 Tote. Medizinische und Rettungsteams – 350 Reservisten wurden innerhalb von drei Tagen nach dem Erdbeben einberufen.
  • 1988, Armenien: Erdbeben. Fast 60.000 Menschen starben. Rettungsmannschaften retteten 14 Personen und hielten sie am Leben, bis sie in Krankenhäuser gebracht wurden. Medizinischer Nachschub.
  • 1989, Rumänien: Krawalle. Ärzte, Chirurgen und 8t medizinische Ausrüstung sowie Lebensmittel.
  • 1992, Kroatien: Bürgerkrieg. 13t humanitäre Hilfe.
  • 1994, Argentinien: Terroranschlag au feine große jüdische Organisation. 85 Tote, hunderte verletzt. Rettungs- und andere Teams.
  • 1994, Goma, Demokratische Republik Konto: Flüchtlinge aus dem Bürgerkrieg in Ruanda. Ein 270 Personen starkes Team auf einer 40-tägigen humanitären Mission der IDF – Feldlazarett, Ausrüstung, Lebensmittel und Kleidung.
  • 1998, Kenia: Bombenanschlag nahe der US-Botschaft in Nairobi. IDf schickt 170: Rettungsmannschaften und Mediziner.
  • 1999, Mazedonien: Flüchtlingskrise. IDF schickt 60, erstellt ein 100-Betten-Feldlazarett.
  • 1999, Türkei: Erdbeben. Heimatfront-Kommando rettete 12 Überlebende und baute ein Feldlazarett auf. Sie behandelten 1.200 Personen, führten 40 Operationen durch, brachten 15 Babys zur Welt.
  • 1999, Griechenland: Erdbeben. Rettungsmannschaften – stellten schweres Gerät bereit.
  • 2001, Indien: Erdbeben. Rettungsmannschaften bauten ein 100-Betten-Feldlazarett, behandelten 1.300, führten 52 Operationen durch, brachten 12 Babys zur Welt.
  • 2004, Ägypten: Terroranschlag. Medizinische und Rettungsmannschaften, blieben 3 Tage lang.
  • 2004, Sri Lanka: Erdbeben, Tsunami und Überschwemmungen. Ärzte, ein Mitglied eines Rettungsteams und ein Repräsentant des Außenministeriums. Medizinische und anderer Nachschub wurden geschickt.
  • 2005, New Orleans, USA: Hurricane Katrina. 80 Tonnen humanitäre Hilfe.
  • 2006, Kenia: ein Gebäude stürzte ein. IDF schickte 80 Rettungsleute.
  • 2010, Haiti und Dominikanische Republik: Erdbeben. IDF-Teams retteten Überlebende, bauen ein Feldlazarett. Behandelten mehr als 1.100 Patienten, führten 319 Operationen durch und brachten 16 Babys zur Welt, darunter drei mit Kaiserschnitt.
  • 2010, Kolumbien: Hochwasser und Erdrutsche. Medizinische Versorgung. 50t Ausrüstung: 20t Lebensmittel, 5.000 Medizin-Kästen, 2.000 Decken, 1.000 Ponchos, 1.000 Matratzen und 100 Zelte. Medizinische Versorgung.
  • 2011, Japan: Erdbeben und Tsunamiwellen. IDF errichtete eine Klinik mit Spezialisten für Kinderheilkund, Chirurgie, Entbindungen, Gynäkologie und eine Station für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, eine für Optometrie, ein Labor, eine Apotheke und eine Intensivstation. 220 Personen wurden behandelt.
  • 2011, Türkei: Erdbeben. IDF behandelte Überlebende.
  • 2012, Bulgarien: Terroranschlag. Hisbollah zündete eine Bombe an einem Bus mit 42 Israelis. Medizinische Versorgung und Hilfe beim Transport von Verletzten.
  • 2012, Ghana: Einsturz eines großen Kaufhauses. Experten mit Spezialisierung und Ausrüstung. 78 Personen gerettet.
  • 2013, Philippinen: Taifun. IDF schickte 148 Personen für Rettung und ärztliche Versorgung. Sie bauten ein „fortschrittliches Feldlazarett mit mehreren Abteilungen, ausgerüstet mit etwa 100t humanitärer und medizinischer Hilfe aus Israel“.
  • 2015, Nepal: Erdbeben. Ein Team aus 260 Rettungs- und medizinischem Personal. Sie bauten ein „hochmodernes“ Feldlazarett mit vielen Abteilungen. 1.600 Patienten behandelt, acht Babys zur Welt gebracht und 85 Operationen durchgeführt. Die IDF schickte 95t humanitäre Hilfe.
  • 2016 – 2018, syrische Grenze/Golanhöhen: Operation Guter Nachbar.
  • 2017, Mexiko: Erdbeben: Die IDF schickte 70 Helfer, darunter 25 Ingenieure zur Schadensfeststellung. Sie reisten am ersten Abend des jüdischen Feiertags Rosch HaSchanah nach Mexiko.
  • 2018, Golanhöhen: Rettung der Mitglieder der humanitären Organisation Weißhelme und ihrer Familien aus Syrien.
  • 2019, Brasilien: Zusammenbruch eines Staudamms. Verwendung von Marine-Sonar, Drohnen und zellularer Ortungstechnologie.
  • 2019, Albanien: Erdbeben. Ein Team au 10 Mann vom Heimatfront-Kommando. Resultat: Krankenhäuser und Schulen öffneten wieder und mehr als 1.600 Personen konnten wieder nach Hause ziehen.

IDF-Fotos von Soldaten, Reservisten und festen Personal offenbaren die machtvolle humanitäre Verbindung, die über die humanitäre Hilfe der IDF gebildet worden ist. Ein Arzt lächelt, als er ein Kleinking im Arm hält. Ein Kind umarmt einen Soldaten. Vier Israelis – einer davon trägt Handschuhe – betrachten freudig eine Mutter und ihr Neugeborenes. Das nächste Mal, wenn eine Natur- oder andere Katastrophe irgendwo in der Welt eintritt, sehen Sie in die Nachrichten. Die IDF könnte schon da sein.

Israels unverhältnismäßige Zivilverteidigung

19. Dezember 2019

Paul Shindman, HonestReporting, 21. November 2019

Israelis rennen während eines palästinensischen Raketenangriffs auf Beer Sheva am 23. März 2011 in Deckung. (Foto: Menahem Kahana/AFP, via Getty Images)

Unverhältnismäßig ist Israels Verteidigung seiner Zivilbevölkerung, nicht die Taktik der IDF.

Jedes Mal, wenn die Hamas und der Islamische Jihad Raketen auf israelische Städte feuern, sind die Nachrichten voll von Bildern des Abwehrsystems Eiserne Kuppel, die die einfliegenden Bomben abfängt, von Experten, die ihre Analyse abgeben, Bilder der verursachten Schäden und Berichte aus Krankenhäusern zum Status der Verletzten.

Seit 2006, als die Hamas die Kontrolle über den Gazastreifen mit Gewalt übernahm, hat es mehrere große Ausbrüche, darunter die IDF-Operationen Gegossenes Blei, Wolkensäule und Fels in der Brandung, dazu zahlreiche Konflikte von weniger großer Intensität. Bei diesen Gewaltausbrüchen schossen die Hamas und andere Terrororganisationen tausende Raketen auf Israel und die IDF schlug mit gezielten Angriffen auf Terrorziele zurück. Bei den größten IDF-Operationen von 2008/09, 2012 und 2014 schickte Israel auch Bodentruppen in den Gazastreifen.

Zwangsläufig werden von den Auslandsmedien Vergleiche zwischen den Opfern beider Seiten gezogen, allerdigns in der Regel ohne jeglichen Kontext oder Erklärung. Viel zu oft greifen Redakteure eines der übermäßig missbrauchten Modewörter auf, unverhältnismäßig.

Um zu verstehen, warum es oft eine unverhältnismäßige Zahl an Opfer gibt, braucht es einige Erklärungen. Aber infolge der begrenzten Sendezeit und unerbittlichen Wortzählungen werden diese Gründe allgemein nicht angeführt. Die Öffentlichkeit versteht nicht, warum Israel hat, was eine unverhältnismäßig geringe Opferzahl zu sein scheint.

Die Bedrohung für Israels Bevölkerung

Seit dem ersten Hamas-Raketenangriff im Jahr 2001 ist Israel aus dem Gazastreifen von rund 20.000 Raketen und Mörsergranaten getroffen worden. Die weit überwiegende Mehrheit ist auf zivile Ziele gerichtet und es wurden mehr als 50 Menschen getötet, hunderte verletzt und hunderte Häuser und Geschäfte zerstört.

Selbst als Gazas Wirtschaft verfaulte, investierten Hamas und der Islamische Jihad hunderte Millionen Dollar in die Entwicklung von Raketen, die bis nach Haifa reichen, womit mehr als sechs Millionen Israelis bedroht sind.

Das ständige Raketenfeuer auf die Bevölkerungszentren zwang Israel zur Entwicklung von Strategien, um mit den Angriffen umzugehen. Die Ergebnisse haben trotz der Salven eine beeindruckende Reduktion der zivilen Opfer gezeigt.

Verfahren zur Verteidigung der Zivilisten

Die israelische Regierung und Vertreter des Verteidigungsapparates haben schon immer die Bedeutung der Zivilverteidigung begriffen; seit 1948 hat es in den meisten Gegenden Bunker gegeben. Die Verwendung von Kurzstreckenraketen durch die Hamas erforderte allerdings neue Maßnahmen.

Die Behörden für die Zivilverteidigung erkannten, dass der Hauptfaktor für die Vermeidung von Opfern das Verhalten der Zivilbevölkerung ist, die „erzogen“ und trainiert werden muss, um auf Raketenangriffe zu reagieren.

Die  Hauptmaßnahmen der Zivilverteidigung sind:

  • Die Zivilisten werden instruiert sofort auf die Alarme zu Luftangriffen zu reagieren und Schutz zu suchen. Die Bürger wissen, dass sie in Bunker rennen, in armierte Räume, Treppenhäuser oder, wenn sie im Freien überrascht werden, sich auf den Boden zu legen und zu schützen. Bürger in allen angegriffenen Städten und Orten werden über die Zeit instruiert und wissen, wie viel Zeit sie haben um Schutz zu suchen, wenn der Alarm losgeht: nur 15 bis 90 Sekunden.
  • In stark angegriffenen Bereichen wie Sderot, wo die Einwohner nur 15 Sekunden oder weniger Vorwarnzeit haben, sind Spielplätze und Bushaltestellen umgebaut worden und dienen als armierte Beton-Bunker.
  • Schulen und Krankenhäuser nahe der Grenze zum Gazastreifen sind mit armiertem Beton bedeckt worden, um Schüler und Lehrer tagsüber vor Raketenangriffen zu schützen.
  • Als die Raketensalven aus dem Gazastreifen besonders intensiv waren, befahl die Zivilverteidigung den Einwohnern innerhalb von sieben Kilometern vom Gazastreifen in den Bunkern zu bleiben. Alle Kindegärten, Schulen und Universitäten im einem 40km-Radius bleiben geschlossen und diesen Zivilisten wird gesagt, sie sollen in der Nähe von Bunkern bleiben.
  • Israel veranstaltet jedes Jahr einwöchige Zivilverteidigungsübungen mit Schulen, an Arbeitsplätzen, Heimen, Verwaltungen Krankenhäusern, um die Bürger zu trainieren, wie sie sich während Angriffen verhalten sollen. Und jedes Jahr machen Schulen Sonderübungen, bei denen Raketenangriffe und Erdbeben simuliert werden.

In Sderot dienen aus armiertem Beton gebaute Geräte auf Spielplätzen gleichzeitig als Bunker.

Die Ergebnisse sind dramatisch effektiv.

In dutzenden Vorfällen wurden Häuser, wo Raketen explodierten, nur Sekunden zuvor evakuiert und die Einwohner suchten Schutz.

Zum Beispiel erwachte im Oktober 2018 eine Mutter in Beer Sheva um 3:40 Uhr morgens durch eine Warnsirene. Sie hatte nur 60 Sekunden, um ihre drei Kinder aufzuwecken und in den Bunker zu kommen. Als sie gerade die Tür zu ihrem Bunkerraum schloss, zerstörte eine Rakete ihr Haus, aber sie entkamen unbeschadet.

Nach drei Tagen Raketenangriffen im November 2019 gab das Heimatkommando der IDF eine Erklärung aus, die die Zivilbevölkerung lobte. „Sie haben die Anweisungen aufmerksam befolgt, Sie haben die Richtlinien eingehalten und sich um Ihre persönliche Sicherheit gekümmert“, heiß es in der Erklärung.

* * *

Zusammen mit dem oben Beschriebenen schließen Israels Verteidigungsmaßnahmen drei weitere Fakten ein: ein fortschrittliches Frühwarnsystem, das Raketenabwehrsystem Eiserne Kuppel und neue Militärtaktiken, die akkurat auf militärische Ziele schießen.

Das Warnsystem Roter Alarm

Die Israelischen Verteidigungskräfte stationierten das Frühwarn-Radarsystem „Farbe Rot“ (Hebräisch: Tzewa Adom), um einfliegende Raketen zu entdecken. Bevor das System installiert wurde, hatten die Einwohner Israels nahe der Gaza-Grenze keine Warnung und Raketen konnten jederzeit detonieren. Viele Zivilisten wurden getötet oder verwundet.

Dieses Alarmsystem wurde erstmals 2004 in Sderot stationiert; es gibt den Einwohnern bis zu 15 Sekunden um Schutz zu finden, bevor die Rakete explodiert. Ortsansässige haben sich auf das System eingestellt, sie fangen an zu rennen, wenn sie den „Klick“ hören, wenn die Lautsprecher des Systems einen Sekundenbruchteil vor dem Ertönen der aufgezeichneten Stimme hören, die „Roter Alarm, Roter Alarm“ verkündet.

Das nationale Frühwarnsystem wurde ausgeweitet und 2012 fertiggestellt. Das System „Farbe Rot“ wird in der Nähe zum Gazastreifen verwendet, während andernorts traditionelle Luftschutzsirenen genutzt werden.

Das System ist nicht nur an landesweite Fernseh- und Radiosendungen gekoppelt, um automatisch einen Alarm und den angegriffenen Ort zu verkünden, sondern reicht bis zum Internet und auf Telefone. Das Land ist heute in 1.700 Zonen aufgeteilt, so dass Alarme nur in Bereichen ertönen, wo Raketeneinschläge unmittelbar bevorstehen.

Eiserne Kuppel

Um sich gegen Kurzstrecken-Artillerieraketen zu verteidigen, die sich gegen Personen richten, entwickelte Israel ein neues Abwehr-System, das als „Eiserne Kuppel“ bekannt ist. Das verwendete System nutzt fortschrittliches Radar um einfliegende Raketen zu verfolgen und ihren Einschlagsort zu bestimmen. Das löst für die Gemeinden das System Roter Alarm aus, auf die geschossen wird.

Innerhalb von Sekunden startet die Eiserne Kuppel gelenkte Raketen, die die einfliegenden Raketen abfangen. Wenn jedoch die Eiserne Kuppel berechnet, dass die angreifenden Raketen in offenem Gebiet landen werden, schießt es keine Abfangrakete.

Das bahnbrechende Verteidigungssystem bekämpft die Bedrohung durch Kurzstreckenraketen und 155mm-Artilleriegranaten. Das System versucht den Gefechtskopf des Ziels über einem neutralen Gebiet zu sprengen, womit es den Kollateralschaden in städtischen Regionen reduziert.

Das System Eiserne Kuppel hat hunderte Raketen erfolgreich abgefangen, die auf israelische Städte zielten; es hat eine berichtete Erfolgsrate von mehr als 90%.

Dieses System ist eigentlich Teil von Israels dreistufigem Radar-Abwehrsystem. Während die Eiserne Kuppel Kurzstrecken-Raketen bekämpft, bekämpft „Davids Schleuder“ (auch als Zauberstab bekannt) Mittelstrecken-Raketen mit einer Reichweite von 40 bis 300km. Der „Pfeil“ ist konzipiert, um ballistische Langstrecken-Raketen zu bekämpfen.

Israels Eiserne Kuppel

Palästinensische Opfer

Zu begreifen, was hinter den „unverhältnismäßigen“ Opfern steckt, heißt auch zu verstehen, warum die Zahl bei den Palästinensern höher ist.

Während die palästinensische Autonomiebhörde ein bescheidenes Budget für die Zivilverteidigung in der Westbank hat, gibt die Hamas nichts dafür aus. Der Gazastreifen hat keine Bomben-Schutzräume oder ein Frühwarnsystem, aber nicht wegen fehlendem Geld oder Ressourcen. Ein typischer Hamas-Terrortunnel kostet schätzungsweise 4 bis 10 Millionen Dollar. Während der Operation Fels in der Brandung im Jahr 2014 entdeckte die IDF 18 Tunnel, die mit geschätzten 800.000t Beton gebaut wurden. Der Journalist Liel Leibovitz wies darauf hin:

Um Dubais Burj Khalifa, den höchsten Turm der Welt zu bauen, wurden 110.000t Beton gebraucht. Die Hamas hätte sich daher sieben solche Monströsitäten leisten können und immer noch einige tausend Dutzend Tonnen übrig gehabt. Hätte sie z.B. Kindergärten mit Bombenschutzräumen bauen wollen, wie Israel sie für die belagerten Bürger von Sderot baute – immerhin haben bekannte Militärstrategen wie Jon Stewart die letzte Woche damit verbracht zu verkünden, dass Gazas Bürger nichts hatten, um sich vor Israels Artillerie in Sicherheit zu bringen – dann hätte die Hamas ihre Reste dazu nutzen können etwa zwei zu errichten, die so groß sind wie das Stadion der New York Giants sind. Und das sind nur 18 Tunnel. Ägypten behauptete vor kurzem, dass es auf seiner Seite weitere 1.370 zerstört hat. Das ist eine Menge Beton.

Darüber hinaus gibt es beträchtliche Dokumentation des Raketenfeuers der Hamas aus zivilen Gebieten und die Lagerung von Waffen in Krankenhäusern, Moscheen und Schulen. Statt Zivilisten zu beschützen, sagte der damalige UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon, verwandelte die Hamas Schulen „in potenzielle militärische Ziele und gefährdete das Leben unschuldiger Kinder“.

Die IDF tut was sie kann, um palästinensische Opfer zu minimieren. Mit Luftüberwachung rund um die Uhr werden Raketen schießende Trupps identifiziert und unter Verwendung von Präzisionsmunition statt Feldartillerie angegriffen. Gezielte Angriffe sind so gestaltet, dass sie nur Kombattanten treffen und das Risiko für nahe dabei befindliche Zivilisten minimieret wird.

Israelischen Luftangriffen gehen oft automatisierte Telefonanrufe, SMS oder abgeworfene Flugblätter voraus, die die Palästinenser warnen Gefahr aus dem Weg zu gehen. Eine weitere von der IDF übernommene, einzigartige Taktik ist das „Anklopfen auf dem Dach“. Vor dem Beschuss eines Gebäudes wirft ein Pilot eine laute, nicht tödliche Bombe ab, um palästinensischen Zivilisten vorab zu warnen. In eingen Fällen wurden Angriffe wegen der Anwesenheit von Zivilisten abgebrochen.

Während diese Warnungen viele palästinensische Leben gerettet haben, bezeichnet die Hamas sie als psychologische Tricks und drängt die Palästinenser regelmäßig sie zu missachten. Und in einigen Fällen veranlassten die Warnungen die Palästinenser sogar auf die Dächer der Gebäude zu gehen, die das Ziel waren, um als menschliche Schutzschilde zu dienen.

Wenn die palästinensischen Opfer im vollgestopften Gazastreifen unverhältnismäßig zahlreich sind, muss man sich da wirklich noch wundern?


Bild: Spielplatz in Sderot, via
YouTube/aquafountain

Der Guardian behauptet, das israelische Militär habe eine Palästinenserin vergewaltigt

2. März 2016

Simon Plosker, HonestReporting, 26. Februar 2016

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UPDATE

HRsuccess2Kurz nach Veröffentlichung dieses Beitrags reagierte der Guardian und änderte die Unterüberschrift:

Gericht sagt, PTBS-Aussage hätte im Falle von Odeh zugelassen werden sollen. Odeh sagt, ihr Geständnis bzgl der Bombenlegung von 1969 sei das Resultat von Vergewaltigung und Folter durch das israelische Militär gewesen.

Zwar stehen die Behauptungen der Frau immer noch in gedruckter Form da, aber immerhin werden sie nicht mehr als Tatsache hingestellt.

* * *

Eine Reuters-Story im Guardian über eine palästinensische Aktivistin, der Einwanderungsbetrug zur Last gelegt wird, da sie den US-Behörden nicht mitteilte, dass sie wegen einer Bombenlegung in einem Supermarkt im Jahr 1969 mit zwei Todesopfern im israelischen Gefängnis saß, enthält folgende Passage:

Die 68jährige Rasmieh Yousef Odeh sagte, ihr Geständnis über die Bombenlegung war das Resultat schrecklicher Folter durch das israelische Militär, einschließlich Vergewaltigung und Elektroschocks.

Es stimmt — es ist Odeh, die diese Behauptungen aufstellt. Aber über diese blanken Behauptungen hinaus gibt es keinerlei Beweise.

Die Unterüberschrift des Guardian stellt diese Behauptungen jedoch als Tatsache dar:

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Das sind ernste Anschuldigungen, aber das ist eben alles, was sie sind: Anschuldigungen. Und als solche sollten sie nicht so dargestellt werden, als handle es sich um erwiesene Tatsachen.

Das ist nicht nur unprofessionelle Redaktionsarbeit auf Seiten des Guardian — zu behaupten, die IDF habe vergewaltigt, kommt einer Verhetzung gleich.

Wir haben den Guardian aufgefordert, diese Unterüberschrift abzuändern.

Oberst Richard Kemp: Israelischer Pilot hat Angriff in Gaza 17 Mal abgebrochen um Zivilisten zu schützen – Das jüdische Volk sollte stolz sein auf den Staat Israel (INTERVIEW)

13. August 2014

Deborah Danan, The Algemeiner vom 30. Juli 2014

Grade zurück von einer weiteren Reise nach Sderot und mit Diskussionen mit israelischen Soldaten in der Aufmarschzone in der Nähe von Gaza, ist Oberst (a.D.) Richard Kemp, der frühere Kommandant der britischen Streitkräfte in Afghanistan, mit The Algemeiner zu einem Interview zusammengesessen.

Deborah Danan: Was denken Sie warum die internationale Gemeinschaft derart lautstarken Widerstand gegen die Aktionen der IDF in Gaza ausdrückt?

Oberst Richard Kemp: Nun, der Startpunkt für so viele Weltmedien, Meinungsmacher, politische Führer, NGOs, Menschenrechtsgruppen, wird immer der sein, dass was immer Israel auch tut, es ist falsch. Es wird als der Unterdrücker der Palästinenser angesehen, illegaler Besetzer – sogar von Gaza trotz dem Rückzug vor 9 Jahren – und dann hast du von Anfang an einen Nachteil. Dann fügen wir die Tatsache hinzu, dass die israelischen Militäroperationen gegen die Hamas unvermeidbar zivile Opfer verursacht. Der Grund dafür ist, dass die Hamas sie als Schlüsselelement einsetzt – wahrscheinlich DAS Schlüsselelement ihrer Strategie – Menschliche Schutzschilde. Sie wollen Israel ködern und dazu zwingen, Zivilisten zu töten. Und deshalb sieht man Bilder toter Babies, toter Jungs am Strand, von Frauen, die um ihre Kinder schreien, und keine Realität kann diese Bilder überwinden. Es ist auf eine Weise verständlich, weil es herzzerreissend ist, ich habe aus erster Hand gesehen, was Schrapnell einem Baby antun kann, und es ist entsetzlich, und das Problem ist, dass es keine Referenz gibt, kein Verständnis für die Tatsache, dass der einzige Grund, weshalb diese Kinder getötet wurden, die Aggression der Hamas gegen Israel ist.

DD: Haben Sie irgendwelche Empfehlungen, was Israel tun könnte, um diese Sichtweise zu verändern?

RK: Israel tut sehr viel von dem, was es tun kann; offensichtlich benötigt es effiziente und gewiefte Medienkenner, um die Verzerrungen, die in den internationalen Medien so verbreitet sind, zu kontern. Aber natürlich ist Israel da ebenfalls im Hintertreffen, weil, während Israel vielleicht das Bedürfnis versteht, mit einer raschen Widerlegung oder einer Botschaft der Wahrheit über das, was tatsächlich im Konflikt passiert ist, muss es immer noch zutiefst wahrhaftig sein den Fakten gegenüber und kann sich keine Fehler und keine Übertreibung erlauben. Die Hamas auf der anderen Seite kann sagen was immer sie will, und keiner fordert sie heraus, oder wenn doch, dann spielt es keine Rolle für sie weil sie niemandem Rechenschaft schuldig sind.

Für mich liegt das wichtigste, was Israel tun kann, nicht bei den Massen, sondern bei den Entscheidungsträgern, bei den Führern dieser Welt; letztendlich ist es deren Einstellung und ihr Verständnis, das die Art formt, wie der Westen nach Israel blickt.

DD: Welche spezifischen Schritte unternehmen die USA und Grossbritannien, um zivile Opfer zu vermeiden?

RK: Sie haben restriktive Angriffsregeln in Konflikten, wo es ein erhebliches Risiko gibt, dass Zivilisten getötet werden könnten, beispielsweise in Irak, Afghanistan und Nordirland. Sie treiben einen grossen Aufwand, um das Minimum an Verlust von Menschenleben bei der zivilen Bevölkerung sicherzustellen, einschliesslich Überwachungen, um die An- oder Abwesenheit von Zivilisten sicherzustellen, angemessene Munition einzusetzen – beispielsweise keine massiven Bomben fallen zu lassen, wenn es ein Risiko gibt, nebenan Zivilisten zu töten, und manchmal entscheidet sich die Armee dafür, mit Bodentruppen einzugreifen, um den Kollateralschaden von Luftangriffen zu vermeiden. Oder zum Beispiel, wenn man ein Objekt aus allen Rohren schiessend angreifen möchte, aber man denkt, dass noch Zivilisten in der Nähe sind, dann schiesst man nicht bis man ganz genau weiss, dass man ein definitiv feindliches Ziel vor sich hat, was natürlich die eigenen Truppen in den Nachteil versetzt, aber es ist ein Risiko, das man eingeht, um Menschenleben zu schützen.

Vor drei Tagen habe ich mit einem israelischen Piloten geredet, der mir erzählt hat, dass er am selben Morgen ein feindliches Ziel insgesamt 17 Mal abgebrochen hat, weil Zivilisten in der Zielzone waren, und letztendlich hat er die ganze Operation abgebrochen. Ich fragte ihn, ob das nicht frustrierend gewesen sei? Sein Antwort war einfach nein. Und das ist, für mich, eines der besten Dinge an den IDF – dass das letzte, was sie tun wollen, ist, eine Bombe ins Ziel zu werfen und das dann auf ihrem Gewissen lasten zu haben für den Rest ihres Lebens. Und es war dasselbe mit Kindersoldaten. Ich sprach mit Soldaten, die in Gaza kämpften, und mehrere von ihnen sagten mir: ‚Wir kennen die Einsatzregeln, aber selbst ohne sie ist es immer in unserem Hinterkopf, dass wir keine Zivilisten töten können.‘ Sehen Sie, für sie hat das nichts mit Befehlen zu tun, es ist einfach immer da im Vordergrund. Wer reden über [Reservisten, die] einfache Künstler, Metallarbeiter, Musiker, sie sind keine Killer. Sie haben absolut kein Bedürfnis danach, Zivilisten zu töten. In der Tat, in Sachen verletzte Zivilisten ist die Einstellung der IDF-Soldaten das genaue Gegenteil des Images, mit denen sie vor der Welt porträtiert werden.

DD: Erzählen Sie uns mehr über das Verhältnis von Zivilen zu Kämpfern in Konflikten seit dem zweiten Weltkrieg.

RK: Seit dem 2. WK war der Durchschnitt 3 zivile Tote für jeden getöteten Kämpfer. In manchen Konflikten war die Zahl höher, 4 oder 5 tote Zivilisten für jeden Kämpfer. Bei der Operation ‚gegossenes Blei‘ und ‚Säule der Verteidigung‘ war es 1-zu-1 — und diese Zahl wurde auch von den Palästinensern bestätigt. Natürlich kann ich das Verhältnis dieser Operation nicht sagen, weil sie noch nicht zuende ist. Was aber entmutigend ist, ist die Bereitschaft der Medien, ganz einfach die Anzahl getöteter Zivilisten in Gaza zu berichten, sowie die Anzahl getöteter Kinder – Zahlen die nur von palästinensischen medizinischen Autoritäten stammen, die von der Hamas kontrolliert werden. Ich weiss nicht, ob sie stimmen oder nicht, aber man muss Annahmen machen, in Anbetracht der in der Vergangenheit nachgewiesenen Fälschungen von Opferzahlen. Es ist aber sehr gut möglich, dass wir am Ende dieses Konfliktes ein Verhältnis sehen, das höher ist als 1-zu-1, und wenn dies der Fall ist, dann dürfte das auf zwei Gründe zurückzuführen sein: Der eine ist dass die Hamas aus ‚Säule der Verteidigung‘ und ‚gegossenes Blei‘ gelernt hat, ihre Kämpfer und Waffen besser vor israelischen Luftangriffen zu schützen, einschliesslich in Untergrund-Tunnels, und zum Zweiten wissen sie von ‚Säule der Verteidigung‘, wie viel Zugkraft man kriegt, wenn man Zivilisten tötet — und natürlich wollen sie daraus profit schlagen.

DD: Nach Ihrer Schätzung, wie viel Schaden hat die Hamas verursacht durch Raketen, die zu kurz flogen und innerhalb der Grenzen von Gaza niedergegangen sind?

RK: Das weiss ich nicht — ich könnte auf keinen Fall schätzen, wie hoch das insgesamt läuft. Jedoch offensichtlich haben wir grade erst gesehen, dass eine Hamas-Rakete auf dem Al Shifa Spital und dem Al Shati Flüchtlingslager gelandet ist. Es gibt keinen Zweifel dass ihre zu kurz gelandete Munition ernsthafte zivile Schäden anrichtet.

DD: Welches ist die britische Einstellung zum Krieg in Gaza, und denken Sie, dass sich diese in den letzten paar Operationen verändert hat?

RK: I denke, dass die Menschen in Grossbritannien schwer beeinflusst wurden von den Fotos von toten Kindern, von Hamas-Propaganda, die, natürlich, gefälschte Fotos von toten Kindern beinhaltet — einschliesslich Fotos von toten israelischen Kindern, die als tote palästinensische Kinder dargestellt werden. Die Familie Fogel wurde als palästinensische Familie dargestellt. Um Ihnen die Dummheit der Leute, die sowas tun, zu zeigen: Auf dem Bild kann man sogar eine Menorah sehen. Diese Art Zeugs beeinflusst die britischen Menschen, plus die schrillen Stimmen vieler aus der muslimischen Bevölkerung in England, die aufgebracht sind über die Anzahl ihrer getöteten Brüder in Gaza — die aber anscheinend keinerlei Empörung zeigen gegenüber den 190’000 in Syrien getöteten. Keine Proteste, keine Empörung dort, nichts. Die Einstellung der britischen Öffentlichkeit insgesamt ist negativ. Jedoch war die Einstellung des Premierministers [David Cameron] viel unterstützender, als wir in den anderen beiden Gaza-Konflikten gesehen haben. Trotzdem denke ich, dass die britische Enthaltung bei der Abstimmung über die Resolution der UNHRC mit der Verurteilung Israels und einer Untersuchung von Kriegsverbrechen ein Akt moralischer Feigheit Grossbritanniens ist, und einer, der die ansonsten starke Unterstützung von Israel durch die Regierung unterminiert hat. Wenn politische Führer Israel sagen, es müsse mehr Anstrengungen unternehmen, um zivile Opfer zu vermeiden — und damit insinuieren, dass Israel nicht genug tut und irgendwie glücklich ist damit, zivile Opfer zu verursachen — diese Art Botschaft ermutigt die Hamas, mit ihrer Strategie der menschlichen Schutzschilde weiterzufahren und ausserdem ermutigt sie weitere Extremistengruppen rund um die Welt, es ihnen mit derselben Strategie gleichzutun. Und das führt zum Tod von unschuldigen Menschen. Ban Ki Moon ist dessen schuldig, David Cameron ist dessen schuldig, Barack Obama ist dessen schuldig.

DD: Wie hat die britische Armee in Afghanistan von der Expertise der israelischen Armee profitiert?

RK: Es gibt viele Elemente, die die Briten von der israelischen Armee übernommen haben. Eines davon sind Methoden, zivile Opfer zu reduzieren, die wir in Afghanistan gesehen haben, wo Briten die Taktik übernommen haben, Flugblätter über Zielen abzuwerfen mit potentiellen Zivilisten in Reichweite. Britische Soldatenleben wurden auch dadurch gerettet, dass israelische Schlachtfeld-Medizintechnik zum Einsatz kam, und ebenfalls durch israelische Anti-Bomben-Technologie, das heisst, technologische Ausrüstung, die improvisierte Sprengfallen wie Strassenrandbomben stoppt oder entdeckt. Britische Soldatenleben wurden und werden in Afghanistan durch diese Technologie gerettet. Darüber hinaus ist die Kooperation zwischen britischen und israelischen Nachrichtenoperationen sehr hoch und das hat nicht nur das Leben von Soldaten sondern auch von britischen Zivilpersonen gerettet. Nebenbei unterstützen britische Soldaten und Ex-Soldaten Israel und die IDF sehr stark weil, im Gegensatz zu vielen Zivilpersonen verstehen sie die Bedrohung, der Israel gegenübersteht und die Taktiken, die von der Hamas eingesetzt werden, weil dieselben Taktiken auch von den Taliban benutzt werden und, als Reaktion darauf müssen britische Soldaten die Taktiken der IDF benutzen, um sie zu bekämpfen.

DD: Haben Sie zum Schluss eine Botschaft an das jüdische Volk?

RK: Ich würde sagen, das jüdische Volk sollte sehr stolz sein auf den Staat Israel,d sie sollten ihr bestes Versuchen, die schreckliche Anti-Israel-Propaganda zu ignorieren, die es nur darauf angelegt hat, der Verschwörung zur Vernichtung des Staates Israel beizutragen. Ich selber bin persönlich empört über die schockierende antisemitische Gewalt und Verbalattacken, die durch diesen Konflikt gegen Juden ausgelöst worden sind, speziell in Paris und Deutschland, aber auch in Grossbritannien und anderen Ländern — es absolut niederträchtig und sollte von den Autoritäten auf das Energischste bekämpft werden.

Israel ist das einzige Land in der westlichen Welt heute, das für seine Moral und für seine Werte aufsteht gegen den Ansturm des internationalen Jihad.

Die Wahrheit noch mehr verdrehen: Haaretz und IDF-Untersuchungen bei Soldaten

2. November 2012

HonestReporting Media BackSpin, 2. November 2012

Simon Plosker, Chefredakteur von HonestReporting

Anfang Oktober 2012 brachte Haaretz einen Bericht mit folgender verstörenden Schlagzeile:


Professor Asa Kasher (Abbildung links), israelischer Preisträger und Autor des Code of Ethics der IDF, hätte nach Darstellung von Haaretz den Standpunkt vertreten, dass

…medizinische Experimente an Soldaten wünschenswert und auch gerechtfertigt sind. Kascher erklärte, dass „die Beteiligung von eingezogenen oder Reservedienst leistenden Soldaten an medizinischen Versuchen im militärischen Rahmen zum Zwecke der Schlagkraft oder deren Aktivierung durchgeführt werden muss. Im Fall eines medizinischen Versuchs dürfen nur Gesichtspunkte zur Stärkung der Schlagkraft in Erwägung gezogen werden. Das Ziel eines medizinischen Versuchs muss [allein] dem Wohle der Soldaten dienen.“

Kurze Zeit nach Aufdeckung des unprofessionell und unethischen Stücks Journalismus von Haaretz, das in verfälschender Weise die Ergebnisse einer Umfrage als Beleg für israelische Apartheid uminterpretierte, schrieb Professor Kasher uns (HonestReporting) an, um seine eigenen Erfahrungen mit Haaretz zu schildern:

Vor wenigen Wochen erschien in Haaretz ein „Bericht“ eines gewissen Chaim Levinson, der mir die Behauptung in den Mund legte, dass die IDF Experimente an Soldaten vornehmen würde, wenn es denn zum Wohle des Militärs wäre. Damit zog er sofort die Aufmerksamkeit der Haaretz-Freunde auf sich – auf einer palästinensischen Webseite wurde dies mit einem Foto von Nazi-Medizinern goutiert.

Zunächst wurde dies ohne Rücksprache mit mir veröffentlicht, da Haaretz nicht in der Lage gewesen sei, mich zu kontaktieren, wie sie behaupteten. Das war eine glatte Lüge, da ich, wie üblich, immer leicht zu erreichen gewesen wäre. Ich schickte ihnen eine Richtigstellung zu, die sie nicht veröffentlichten. Nachdem ich protestierte, baten sie mich um eine Stellungnahme und veröffentlichten diese. In meiner Antwort wies ich ihre Behauptungen entschieden zurück und teilte den Lesern mit, dass sie mich bezüglich der Dokumente kontaktieren könnten und selbst nachvollziehen sollten, wie Haaretz lügt. Viele folgten diesem Aufruf und waren schockiert, nachdem sie den riesengroßen Unterschied zwischen [meiner (bd)] Dokumentation und dem „Bericht“ realisierten.

Das Dokument [erhältlich mittels E-Mail-Anfrage an Professor Kasher hier] handelte von einer ethischen Diskussion über medizinische Versuche, die Soldaten miteinschließt. Ich erstellte es auf Antrag eines Bezirksgerichtspräsidenten. Dabei führte ich eine lange Reihe von Bedingungen an, die als Vorraussetzung für medizinische Untersuchungen dienen müssen und den Soldaten ethisch korrektes Verhalten vorschreiben. Die Bedingungen stützen sich auf medizinische Ethik, wissenschaftlich-medizinische Versuche unter ethischen Bedingungen und militärischer Ethik. Mein Dokument listet zahlreiche Voraussetzungen auf.

Der Reporter nahm sich ein Beispiel davon heraus, stellte es verzerrt dar und präsentierte es als Fakt. Ich habe gesagt, dass „zum Wohl des Militärs“ das Wohl der Soldaten in ihrer Individualität betrifft. Und ich erwähnte dies neben den notwendigen Bedingungen. Haaretz stellte dies so dar, als wäre es allein schon ausreichend.

Obwohl mein Dokument seitdem öffentlich einsehbar ist und ich den Bericht zurückgewiesen hatte, haben Haaretz und deren Reporter sich geweigert (Wer ist dort übrigens – nebenbei gesagt – nicht Reporter für medizinische oder militärische Fragen, sondern vielmehr Reporter für Siedlungsthemen…), den Text umzuformulieren und sich selbstverständlich auch nicht entschuldigt.

Im Lichte dieses jüngst offenbarten Verhaltens stellt sich die Frage: „Warum sind wir davon nicht überrascht?“

Waren die Aktivisten wirklich unbewaffnet?

16. April 2012

HonestReporting Media BackSpin, 16. April 2012

Dieses Bild machte im Internet die Runde:

Es stammt offensichtlich von derselben Protestaktion, bei der ein IDF-Soldat gezeigt wurde, der einem Demonstranten mit seinem Gewehr ins Gesicht schlug. Viele gehen davon aus, dass der Demonstrant ein Messer in der Hand hält.

Nahmen die Demonstranten wirklich an einem „Friedensmarsch“ teil, wie dargestellt in den Medien, oder treffen Behauptungen zu, dass das Video zum Ereignis selektiv bearbeitet worden war?

Bleiben Sie dran für neue Informationen zum Thema.

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Nachtrag (bd):

Niemand rechtfertigt per se –  auch ich nicht -, dass Aktivisten, oder wie immer sie sich auch nennen oder tarnen mögen, von der IDF körperlich verletzt werden, auch wenn sie sich gewaltbereit zeigen.

Aber auch hier gilt, dass Ursache und Wirkung auseinander gehalten werden müssen und dass auf „Aktivisten“-Aggression auch staatliche Ordnung reagieren muss, so wie bei uns in Deutschland und überall in demokrastischen Staaten selbstverständlich auch.

Medien-Nebelwand fesselt der IDF die Hände

26. Januar 2012

Pesach Benson, HonestReporting Media Backspin, 26. Januar 2012

Hier haben wir ein klassisches Beispiel dafür, wie Medienberichterstattung der IDF die Hände fesselt.

Die IDF diskutiert den Gebrauch von Phosphorgranaten bei zukünftigen Aktionen im Gazastreifen. Nach Angaben der Jerusalem Post konzentriert sich die Debatte auf negative PR, nicht operationelle Überlegungen.

Die Granaten – made in U.S.A. und von der NATO für Einsätze genehmigt – dürfen in besiedeltem Gebiet eingesetzt werden, um Ziele zu illuminieren oder zu markieren und um eine Nebelwand für die eigenen Truppen zu schaffen. Doch die Armee-Oberen machen sich nicht darum Sorgen.

Die JPost schreibt:

Bilder explodierender Granaten – die wie weißer Phosphor erscheinen – kamen während der Operation Gegossenes Blei in der Presse weit verbreitet vor und die IDF brauchte Tage, bevor sie bestätigte, dass sie im Gazastreifen Granaten einsetzte, die weißen Phosphor beinhalteten…

Die Nutzung der Granaten wird als entscheidend in der Unterstützung von Bodenoperationen in städtischem Gelände wie Gaza und dem Libanon angesehen, aber in der IDF gibt es eine fortgesetzte Diskussion darum, ob sie in einer zukünftigen Operation im Gazastreifen eingesetzt werden sollte, da sie in Israel möglicherweise Public Relations-Schäden verursachen könnte.

Anfang des Monats enthüllte die Jerusalem Post, dass der Generalstab der IDF das Kommando Süd angewiesen hatte, Vorbereitungen für eine groß angelegte Operation im Gazastreifen innerhalb der nächsten Monate zu treffen.

„Es steht außer Frage, dass die Nutzung der Granaten Israels Image unglaublichen Schaden zufügte, da eine Reihe von NGOs behaupteten ihr Gebrauch sei ein Kriegsverbrechen“, sagte diese Woche ein Vertreter des Verteidigungsministeriums.

Wollen wir die Luft etwas reinigen.

  1. Der Gebrauch von Phosphorgranaten innerhalb angemessener Vorgehensweisen ist legal.
  2. Die IDF schoss sich selbst ins Knie, wenn sie anfangs den Gebrauch von Phosphor abstritt, als die Times of London die Sache erstmals aufbrachte.
  3. Der Medien-Hype insistierte, dass Israel absichtlich Phosphorgranaten in großer Menge einsetzte, um Menschen zu schädigen und Gebäude zu zerstören.
  4. Die Armee maßregelte zwei höhere Offiziere, weil sie in einem Fall den Gebrauch der Granaten unangemessen befahlen.

Ich wünschte oft, dass die IDF der öffentlichen Meinung sensibler anginge. Dieser Fall gehört nicht dazu. Phosphorgranaten einzusetzen sollte eine rein operationelle Frage sein. Das System muss nur gestrafft werden, um den IDF-Repräsentanten zu erlauben, dass sie rasch und genau reagieren.

Die Palästinenser haben keine Hemmungen, weißen Phosphor in ihre Granaten zu füllen. Erst diesen Monat schlugen zwei Phosphorgranaten im westlichen Negev ein. Die Hamas schuf weder eine Nebelwand noch markierte sie ein Ziel.

Die Moral von der Geschicht‘: Die Meinungsmache-Spielchen der Medien können der IDF erfolgreich die Hände fesseln.

(Bild via YouTube/babySmokesTooMuch)