Archive for the ‘Chaoten / Anarchisten’ category

Tod eines palästinensischen Steinewerfers bringt neuerliche falsche Schlagzeilen

12. Juli 2015

Simon Plosker, HonestReporting, 5. Juli 2015

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Das Steinewerfen der Palästinenser ist eine Gewalttat und hat bereits Israelis getötet. Es ist daher wenig überraschend, dass die IDF-Soldaten im abgebildeten Fahrzeug zurückfeuerten, nachdem die Steinewerfer Warnschüsse ignoriert und ihren Angriff fortgesetzt hatten.

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Im Verlauf dieses Vorfalls wurde einer der Steinewerfer angeschossen, und er starb an seinen Verletzungen.

Einige Medien ignorierten die mit Steinewerfen einhergehende Gewalt und wählten Schlagzeilen, welche die Story verzerrten.

Die New York Times:

Israelische Streitkräfte töten palästinensischen Teenager im Westjordanland

Israelische Streitkräfte töten palästinensischen Teenager im Westjordanland

AFP:

Israelische Soldaten töten palästinensischen Teenager im Westjordanland

Israelische Soldaten töten palästinensischen Teenager im Westjordanland

Die Irish Times:

Palästinensischer Protestler im Westjordanland erschossen

Palästinensischer Protestler im Westjordanland erschossen

International Business Times:

Israelischer Offizier tötet 17jährigen Palästinenser wegen Steinewerfens

Israelischer Offizier tötet 17jährigen Palästinenser wegen Steinewerfens

Obwohl der Palästinenser mit der Gewalt begann und das Leben von IDF-Soldaten bedrohte, entfernten die New York Times und AFP jeglichen Kontext und legen nahe, ein palästinensischer Teenager sei ohne jeden Grund (außer vielleicht Boshaftigkeit) von der IDF “getötet” worden.

Bei der Irish Times wird der Steinewerfer zu einem “Protestler”, der sich vor dem geistigen Auge der Leserschaft höchstens des friedlichen Marschierens mit einem Plakat in der Hand schuldig gemacht hat. Die International Business Times beschwört Bilder einer Exekution herauf, die wegen einer kleinen Gesetzesübertretung durchgeführt wurde.

Vergleicht obige Schlagzeilen mit einigen der vernünftigeren Sorte:
Israelischer Offizier tötet steinewerfenden palästinensischen Jugendlichen im Westjordanland
Palästinenser nach Steinewerfen auf israelisches Fahrzeug getötet

Dies sind nur die jüngsten Beispiele in einer ganzen Serie falscher Schlagzeilen, insbesondere von AFP, welche die Israelis als bösartige Aggressoren hinstellen und palästinensische Angreifer als unschuldige Opfer israelischer Strafaktionen.

Filmemacher: Islamischer Staat ist näher an Israel, als viele glauben

7. Juni 2015

Alex Margolin, HonestReporting, 3. Juni 2015

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Laut dem Journalisten und Dokumentationsfilmer Itai Anghel hat der Islamische Staat (IS) in nur vier Monaten Gebiete größer als Großbritannien eingenommen, ein in der Geschichte noch nie dagewesener Durchmarsch.

Und IS-Kämpfer sind näher an Israel, als viele glauben, so Anghel. “Ich rede über die Halbinsel Sinai”, sagte er. “Ein Großteil des Sinai nennt sich IS. Und Ägypten hat Angst, dort hineinzugehen.”

Anghel sprach am Dienstag vor der HonestReporting-Mission darüber, wie sich der IS formiert hat und wie er operiert. Er lernte diese Lektionen aus erster Hand, da er aus Syrien und dem Irak berichtete und gefangene IS-Kämpfer und kurdische Soldaten interviewte. Letztere sind die einzige Gruppe, welche bislang das Vorrücken der IS eindämmen konnte.

Während einem seiner Streifzüge durch Syrien letztes Jahr gab es plötzlich die Nachricht, einer seiner Kollegen, James Foley, sei vom IS gefangengenommen und enthauptet worden.
Zu der Zeit war Anghel nur ca. anderthalb Kilometer weg. Später interviewte er einen gefangenen IS-Kämpfer, der sagte, er habe absichtlich stumpfe Messer für die Enthauptungen benutzt, um den Schmerz zu vergrößern. Anghel sagte, er habe das Interview einige Minuten unterbrechen müssen, da er an die Tragödie seines Freundes Foley denken musste.

Anghel sagte, der IS habe jede Absicht, bis weit über Syrien hinaus vorzudringen – in den Libanon, nach Jordanien und Israel, auch als die Levante bekannt, um in der gesamten Region ein Kalifat zu errichten. Für Israel besteht die rote Linie laut Anghel im Fall Jordaniens vor dem IS. “Sobald Jordanien zum IS wird, wird es zu Israels Problem”, sagte er.

Gemäß Anghel kann der Aufstieg des IS auf die amerikanische Invasion des Irak und das Versagen der USA, eine funktionierende Armee als Ersatz für die US-Soldaten aufzustellen, zurückgeführt werden. Er merkte an, die Angehörigen der Baathisten-Streitkräfte Saddam Husseins seien aus der neuen Armee ausgeschlossen worden, und ihre Verärgerung – gemeinsam mit Rivalitäten zwischen den verblieben sunnitischen, schiitischen und kurdischen Streitkräften – habe zum Versagen der irakischen Armee beigetragen.

Er zeigte ein Bild der IS-Streitkräfte, wie sie eine große Zahl Araber in Zivilkleidung exekutierten. Er sagte, die Hingerichteten seien Angehörige der irakischen Armee gewesen, die zu entfliehen hofften, indem sie ihre Uniformen ablegten und sich unter die Ortsansässigen mischten.

“Als sie auf den IS trafen, rannten sie davon. Sie sagten, warum soll ich als Sunnit kämpfen, wenn alle davonrennen? Und das Unglück ist, dass sie nicht nur wegrennen, sondern dass sie all die hochentwickelten schweren Waffen zurücklassen, welche die USA ihnen gegeben hatte, damit sie die stärkste Macht in der Region darstellen. Alle diese Waffen fallen dem IS in die Hände. Und der IS ist ausgesprochen reich, da sein Eroberungsfeldzug mit voller Absicht in jener Region stattfand, in welcher es im Irak das meiste Öl gibt.”

Und was den Nahen Osten betrifft: Dieser befindet sich in einem irreversiblen Zustand der Veränderung. “Den Irak gibt es nicht mehr, Syrien gibt es nicht mehr. Niemand wird diese Territorien vollständig kontrollieren können, selbst wenn Assad durchhält”, so Anghel.

Itai Anghel ist einer der Sprecher der HonestReporting-Mission, die vom 2. bis 8. Juni in Israel stattfindet. Andere Sprecher sind z. B. Oberst i.R. Miri Eisin, die über die Herausforderungen spricht, denen Israel bald gegenüberstehen wird, dann der Jerusalem-Post-Reporter Lahav Harkov, der über die neue Knesset spricht, und Neil Lazarus, der Training für Aktivisten bietet. Zudem untersucht die Gruppe die Thematik der Beduinen im Negev und macht eine Reise durch den Gush-Etzion-Block.

Anghels Vortrag wurde in den Studios von i24 News in Tel Aviv gehalten. Die Gruppe machte eine Führung durch diesen topmodernen Sender, welcher auf Englisch, Französisch und Arabisch sendet und das öffentliche Bild von Israel in der Welt verändern will.

Hat die israelische Polizei die „al-Aqsa-Moschee erstürmt“?

10. November 2014

Simon Plosker, HonestReporting, 6. November 2014
(Übersetzung: Yvaine de Winter)

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Der Tempelberg ist bei der Gewalt, die Jerusalem aktuell heimsucht, zu einem zentralen Unruheherd geworden. Und einige Medienberichte, angefeuert von unverschämten Behauptungen von Palästinensern und Jordaniern, erwecken den Eindruck, Israel habe einen heiligen islamischen Ort angegriffen oder entweiht.

Das Wall Street Journal berichtet:

Hayel Dawood, der jordanische Minister für islamische Angelegenheiten, beschuldigte Israel des Angriffs auf die al-Aqsa-Moschee auf dem Tempelberg, die drittheiligste Stätte des Islam. Der Waqf, eine Jordanien angehörige muslimische Religionsbehörde zur Verwaltung der Stätte, sagte, Funken von israelischen Blendgranaten hätten ein Feuer in der Moschee entfacht, und laut Herrn Dawood seien Teppiche und zwei Kronleuchter in Flammen aufgegangen.

Wären Sie ein Leser des Daily Telegraph, wäre das gewiss glaubwürdig, denn deren Bericht enthält das folgende Video mit dem dramatischen Titel „Gewalt bei der Erstürmung der al-Aqsa-Moschee durch die Polizei“:

(Für das Video bitte hier klicken, es ist am Anfang der verlinkten Seite.)

Die Story enthält auch folgendes Foto mit Bildunterschrift:

Palästinenser räumen Trümmer in der al-Aqsa-Moschee nach Zusammenstößen zwischen steinewerfenden Palästinensern und israelischen Sicherheitskräften.

Palästinenser räumen Trümmer in der al-Aqsa-Moschee nach Zusammenstößen zwischen steinewerfenden Palästinensern und israelischen Sicherheitskräften.

Es ist leicht zu erkennen, wie man glauben kann, die israelische Polizei sei verantwortlich für Schaden an der Moschee, insbesondere weil die einzige Bezugnahme auf das Foto und Video im Text des Daily Telegraph die folgende ist:

Zuvor wurde ein Palästinenser bei schweren Unruhen nahe der al-Aqsa-Moschee, einer der heiligsten Stätten des Islam, die auf der von Juden Tempelberg genannten Anhöhe steht, von einem Gummigeschoss und Tränengas schwer verletzt, die von der israelischen Grenzpolizei in die Moschee geschossen worden waren.

Zwar führte auch das Wall Street Journal die Anschuldigungen Jordaniens und des Waqf in seinem Artikel an, aber anders als der Daily Telegraph untersuchte es den fraglichen Vorfall etwas genauer:

Israel bestritt, dass es für das Feuer verantwortlich war, und beschuldigte arabische Protestanten, die während Unruhen vom Inneren der Moschee aus Böller auf Polizisten warfen. Die Polizei sagte, sie seien einige wenige Meter in die Moschee eingedrungen und hätten von außen die Tür zugemacht.

Die Polizei sagte, maskierte Palästinenser hätten nach Beginn der Besuchszeit für Nichtmuslime einen Steinhagel auf sie geworfen und Hunderte Böller abgefeuert. Im nachfolgenden Handgemenge hätten sie die Tür zur Moschee geschlossen, in welcher die Protestanten Deckung gesucht hätten.

Der Eingang wurde jedoch durch Hindernisse offengehalten. Die Polizei sagte, sie habe sich einige Meter in die Moschee hineinbewegt, um die Demonstranten innen einzuschließen.

Der Bericht der New York Times enthielt auch die folgenden Informationen:

Von der israelischen Polizei gefilmtes Videomaterial zeigt maskierte Palästinenser, wie sie vom Inneren der al-Aqsa-Moschee aus Steine und Böller auf die Polizisten werfen, und zwar beim offensichtlichen Versuch, jüdische Besucher vom Betreten des Geländes abzuhalten, nachdem einige Israelis am Mittwoch dortige Gebete gefordert hatten.

Man sah die Polizei einige Schritte innerhalb der Moschee, wie sie Möbel beseitigten, welche von den Protestanten als Barrikade benutzt wurden, damit die Tür nicht geschlossen werden konnte. Ein Polizeisprecher, Micky Rosenfeld, sagte, die Polizei habe Blendgranaten verwendet, bestritt jedoch, dass sie tief in die Moschee gegangen wären.

Was jedoch in keinem Bericht vorkommt, ist die Beurteilung der israelischen Sicherheitsdienste, dass der Aufruhr auf dem Tempelberg im Voraus geplant war, wobei Steine, Böller und Molotowcocktails in der al-Aqsa-Moschee gelagert wurden, um die israelische Polizei und Besucher auf dem Gelände anzugreifen. Es gab keine „Erstürmung“ der Moschee durch die Polizei. Statt dessen war es das Ziel gewesen, die Moscheetüren zu schließen, um die Aufständischen im Innern zu belassen und das Werfen der Steine, Böller und Molotowcocktails zu beenden, wodurch wieder Frieden auf dem Tempelberg einkehren konnte.

Die Szenen mit Trümmern und Möbeln im Video und auf den Begleitfotos sind das direkte Resultat der palästinensischen Inbeschlagnahme von allem, was sie als Barrikade benutzen konnten, um eine polizeiliche Intervention zu verhindern. Während Israel der Entweihung der Moschee beschuldigt wird, sollte man sich vielmehr fragen, warum die palästinensischen Aufständischen offenkundig so wenig Achtung bzw. Respekt vor ihrer eigenen heiligen Stätte haben, dass sie sie für Gewaltzwecke missbrauchen konnten.

Ein weiteres Video der israelischen Polizei zeigt deutlich, wie palästinensische Aufständische die Moschee entweihten.

Wenn man das Video des Daily Telegraph ansieht und die Zusammenhänge kennt, so verleiht dies der israelischen Version der Dinge die weit größere Glaubwürdigkeit. Wenn man sieht, wie in der Moschee Böller losgelassen werden, ist es nicht schwer, sich vorzustellen, wie das Feuer ausgebrochen sein könnte.

Der Daily Telegraph jedoch versagt darin, im Artikel einen Kontext für das Video oder das Foto zu bieten. Statt dessen hat es das Blatt geschafft, Benzin auf das Feuer zu gießen, das zur Zeit in Jerusalem lodert.

Bild: CC BY-SA Andrew Shiva via Wikimedia Commons

Das B in BDS steht für Blacklisting, nicht für Boykott

29. Oktober 2014

Alex Margolin, HonestReporting, 28. Oktober 2014
(Übersetzung: Yvaine de Winter)

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Der Israelboykott der BDS-Bewegung ist praktisch gesehen eine „schwarze Liste“, um Israel von der Weltbühne zu fegen.

Es ist gut dokumentiert, dass die Bewegung vor allem dazu dient, antiisraelische Propaganda zu verbreiten. Es wird Zeit, Wörter zu gebrauchen, die die wahre Natur jener Bewegung wiedergeben.

Die wirtschaftlichen, kulturellen und akademischen Boykottaufrufe gegen Israel haben in jenen Bereichen praktisch keine anderen Auswirkungen, als dass sie Israels Namen schlechtmachen. Aber der Gebrauch des Begriffs „Boykott“ verleiht der Bewegung einen Anschein der Rechtmäßigkeit, den sie nicht verdient.

Wie formulierte es eine Studentengruppe, als herauskam, dass sie für ihre Boykottaufrufe gegen Israel israelische Webtechnologie benutzten? „BDS ist eine Taktik, kein Prinzip.“ Es ist eine Taktik für die Verbreitung von Hass, nicht für die Förderung von Frieden und Versöhnung.

Verträte die Bewegung tatsächlich ein Prinzip und würde für Menschenrechte oder für Gerechtigkeit eintreten, würden seine Unterstützer überall für diese Werte kämpfen. Doch nur Israel ist das Ziel der BDS-Kampagnen, was beweist, dass es sich tatsächlich um eine schwarze Liste handelt und nicht um einen Boykott im Namen irgendeiner Gerechtigkeit.

Die Bewegung behauptet, eines ihrer Kernziele sei der Kampf für die Rechte von Arabern, die in Israel leben. Aber ihre Liste von Erfolgen zeigt keinerlei Zusammenhang mit ihren angeblichen Zielen. Sie zeigen lediglich Erfolg beim Anschwärzen von Israel, aber den praktischen Interessen der Palästinenser wird in keiner Weise gedient.

Wie Langzeitaktivist Todd Gitlin diese Woche im Tablet-Magazin bemerkt:

Die Menschenrechte der Palästinenser in Israel müssen sicherlich verteidigt werden, und eine Kampagne zu diesem Zweck ist gerechtfertigt. Wie es möglich sein soll, dass ein Israel, welches mit der Abwehr von Sanktionen und Boykotten beschäftigt ist, palästinensische Rechte stärker achtet, erschließt sich mir nicht. Wo sind Beweise dafür, dass sich die israelische Behandlung seiner arabischen Minderheit verbesserte, jetzt nachdem die BDS-Bewegung Erfolge gefeiert hat?

Die Bemühungen, Israel durch das Blacklisting praktisch in die Nichtexistenz zu treiben, zeigt sich deutlich am akademischen Israelboykott der American Studies Association. Der Verband stellte klar, jeder Israeli könne an der kommenden Konferenz teilnehmen, sogar Benjamin Netanyahu, solange er oder sie als Einzelperson teilnimmt und nicht als Israeli. „Mit anderen Worten, Premierminister Netanyahu kann kommen, aber wir schreiben seinen Titel im Programm als Herr Netanyahu, und auf seinem Namensschild steht Benjamin Netanyahu“, sagte der verantwortliche Direktor der ASA, John Stephens, der Website Inside Higher Ed.

Die ASA nennt das einen Boykott, aber es ist in Wirklichkeit die Aussage, Israelis verdienten keinen Platz am Tisch, ähnlich wie eine schwarze Liste sagt, dass einige Leute in bestimmten Situationen als unerwünscht betrachtet werden.

Es ist Zeit, BDS mit einem Begriff zu beschreiben, der ihre Diskriminierung Israels, ihre Verletzung der akademischen Freiheit und ihre Dämonisierung eines jeden, der mit dem jüdischen Staat in Verbindung steht, angemessen wiedergibt.

Das B in BDS steht für Blacklisting, nicht für Boykott.

Robert Fisk identifiziert sich mit Terroristen

18. Juni 2013

HonestReporting Media BackSpin, 18. Juni 2013

Keine Ahnung, warum Robert Fisk sich nun auf das Newseum einschießt. Das in Washington beheimatete Medienmuseum hatte mit seiner Entscheidung, neben gefallenen Journalisten auch palästinensische Terroristen zu ehren, Empörung ausgelöst.

Newseum lenkte ein und das Programm lief ohne eine Erwähnung der Hamas-Kameraleute Mahmoud Al-Kumi und Hussam Salama ab (vor einem Monat). Die beiden starben während des letztjährigen Gaza-Konflikts bei einem israelischen Luftangriff.

In Blogger-Dimensionen gedacht handelt es sich hier um einen großen Zeitraum, aber Fisk hat zur Kontroverse doch noch etwas beizutragen. Der Independent-Kolumnist schreibt:

Wenn man in der Datenbank der Organisation nach den Namen Salama und Al-Kumi sucht, erhält man die Auskunft “Journalist nicht gefunden”, sagt er. Das “Newseum” hat sie ein zweites Mal getötet.

Fisk setzt also Verbrecher und Terroristen mit sich selbst gleich. Es wäre nicht das erste Mal, dass er so vorging. 2001 schrieb Fisk, nachdem er von afghanischen Flüchtlingen beinahe totgeschlagen worden war:

Und ich wiederhole: Wenn ich ein Afghane im Flüchtlingslager gewesen wäre, hätte ich genau so auch gehandelt. Ich hätte Robert Fisk angegriffen. Oder jeden anderen Westler, der mir begegnet wäre.

Fisk ist so weltoffen, dass er seinen Verstand aufgibt. (Bild via Flickr/mohamedn)

Journalisten und NGOs ziehen in einer geschlossenen Facebook-Gruppe über Israel her

29. Mai 2013

HonestReporting Media BackSpin, 29. Mai 2013

Nach der Veröffentlichung des Al-Dura-Reports durch die israelische Regierung berichtet die Online-Zeitung Washington Free Beacon über eine geschlossene Facebook-Gruppe, in der Journalisten und so genannte Funktionäre für “Menschenrechte” eine antiisraelisches Online-Hasskampagne gestartet haben:

In einer geschlossenen Facebook-Gruppe für Auslandskorrespondenten, bekannt als „Vulture Club“, spotteten Journalisten und Aktivisten über den Report, griffen die IDF an und behaupteten, dass pro-israelische Lobbyisten die Medienberichterstattung manipulieren würden.

Peter Bouckaert, ein hochrangiger Funktionär von Human Rights Watch, wies den Bericht als “typische IDF Lügen” zurück.

“Wie üblich dauert es bei denen lange Zeit, bis sie die Unwahrheit konstruiert haben”, so Bouckaert.

Heftig kritisierte Bouckaert auch die New York Times wegen ihrer Berichterstattung über den Report.

“Es ist wirklich kein guter Journalismus, dies abzuschreiben, so, als ob ginge es hier um glaubhafte Vorwürfe, dabei handelt es sich aber um Lug und Trug“, schrieb er.

Auch Korrespondenten zahlreicher anderer Medien, darunter Associated Press und AFP, trugen dick auf.

“Die Lobby verwendet all ihre Kraft und ist in der Lage, sich zu ihrem Vorteil in die meisten englischsprachigen Zeitungen [sic] und in die NY Times reinzudrängen“, schrieb ’El Mundo’-Reporter Javier Espinosa. “Israelische Botschaften nutzen ihre Kontakte zu diesen Zeitungen und erteilen ihre Erlaubnis für die Veröffentlichungen der Informationen.”

“Dies führt zu noch mehr Unglaubwürdigkeit der Medien und zu noch mehr Verschwörungstheorien, da wir als Propagandasprachrohre missbraucht werden“, fügte Espinosa hinzu.

Der Fotojournalist Jerome Delay von Associated Press (AP) schrieb: “Die IDF glaubt zum Beispiel, dass die Erde flach ist.”

Den vollständigen Artikel und den Facebook-Thread bitte hier lesen. Die Webseite der Gruppe um Peter Bouckaert kann man hier aufspüren.

Palästinensische Brandbombenwerfer nutzen Journalisten als menschliche Schutzschilde

27. Mai 2013

HonestReporting Media BackSpin, 27. Mai 2013

Unten ein sehr aufschlussreiches Video, das Palästinenser dabei zeigt, wie sie Brandbomben auf israelische Soldaten werfen und sich dann hinter Reportern verstecken.

Man kann nicht genau erkennen, wann und wo das Video gedreht wurde, aber The Commentator hat es gestern auf YouTube eingestellt.

Diese Brandbomben werfenden Palästinenser nutzen eindeutig die Anwesenheit der Reporter aus. Man könnte es auch “Kollateralschäden sind zu erwarten” nennen.

Wir alle wissen, wem man die Schuld zuschreiben wird, wenn ein ausländischer Reporter verletzt wird, der solch einen Zusammenstoß filmt.*

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*Abgesehen davon scheinen sich die Reporter nicht so ganz unfreiwillig bei den radikalen Palästinensern aufzuhalten: von ihrer Position aus gesehen geht es ihnen allein darum, die Reaktion der IDF-Soldaten zu dokumentieren. Würden sie von der gegenüberliegenden Seite aus filmen, sähe man noch besser, wie viele Palästinenser an diesen Gewaltakten beteiligt sind, was wahrscheinlich nicht im Interesse dieser Journalisten ist.

Die meisten der hier agierenden Reporter sind Palästinenser und dienen als so genannte Stringer (Freie Mitarbeiter) für westliche Medien/Nachrichtenagenturen (bd).


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