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Medien-Spickzettel 7. November 2011

7. November 2011

HonestReporting Media BackSpin, 7. November 2011

Alles, was Sie zur Medienberichterstattung über Israel wissen sollten.

Zur Dringlichkeit des iranischen Nuklearprogramms

Bis der IAEA-Bericht im Laufe dieser Woche veröffentlicht wird können wir nur Fragen stellen.

Dan Williams (Reuters) fragt: Hat der Iran den Begin-Doktrin ein Ende gesetzt?

• Amir Taheri fragt: Könnte den Mullahs zurzeit ein Angriff sogar gelegen kommen?

• Tim Marshall (Sky News) fragt: Irans Bombe: zu 90% fertig?

• Uzi Rubin fragt: Stellt die Shahab-3 Rakete wirklich einen Grund zur Besorgnis dar?

• Lesen Sie in der Washington Post über  die Helfershelfer beim iranischen Nuklearprogramm

AP: Die Staaten am Persischen Golf stimmen Israels Warnungen insgeheim zu.

Das Russell-Tribunal zu Palästina

• Das südafrikanische Schablonendenken ist gesund und munter wie eh und je, was sich daran zeigt, wie die Personen, die im selbstgerechten Russell Tribunal aktiv sind, nun auf Richter Richard Goldstone einprügeln. Er hatte die Stirn zu sagen, dass es in Israel keine Apartheid gibt. (Hat tip: Elder of Ziyon).

• Die Durban Daily News Features lässt zum Thema Russell Tribunal David Saks und Nurit Peled-Elhanan in ihren jeweiligen Gastbeiträgen gegeneinander antreten.

Weitere Beiträge bitte hier lesen. [In Englisch]

Warum die NY Times Goldstones Gastbeitrag nicht veröffentlicht hat (Teil 2)

5. April 2011

HonestReporting Media BackSpin, 5. April 2011

Ben Smith von Politico hat wegen der Nichtveröffentlichung von Goldstones Gastbeitrag Kontakt mit der New York Times aufgenommen. Smith schreibt:

Times-Sprecherin Eileen Murphy mailt: “Wir haben tatsächlich am 22. März eine Vorlage von Richard Goldstone bekommen, aber das Stück weist keinerlei Ähnlichkeit mit dem auf, was in der Washington Post am Sonntag veröffentlicht wurde.“

Das klingt seriöser als die fünf Gründe, die ich gestern in Betracht gezogen hatte.

4 Gedanken zu Goldstones „Mea Culpa“

3. April 2011

HonestReporting Media Backspin, 3. April 2011

Vier Gedanken zu Richter Richard Goldstones Mea Culpa. Sein An-die-Brust-schlagen in der Washington Post ist schwach, aber dennoch von Bedeutung:

1. Goldstone rudert deutlich zurück

Wenn er Israel loben wollte, weil es die Forderungen seines Berichts erfüllte (die Operationen der Armee zu untersuchen und Veränderungen zum Schutz von Zivilisten umzusetzen), dann hätte es gereicht zu sagen: „Ich bin zufrieden mit Israels Antwort auf meine Empfehlungen.“

Man kann aber nur ernstes Bedauern hören, wenn er stattdessen sagt: „Hätte ich damals gewusst, was ich jetzt weiß, wäre der Goldstone-Bericht ein anderes Dokument geworden.“

2. Klopfe dir selbst auf die Schulter

Die Online-Gemeinschaft der Israel-Unterstützer – Blogger, Leser, Aktivisten, jeder, der in der Schule, auf der Arbeit den Mund aufmachte usw. verdient Anerkennung dafür, die Frage nicht ruhen zu lassen und den Druck aufrecht zu erhalten.

Ich weiß nicht, warum Goldstone sich entschied das jetzt zu schreiben, aber ich muss annehmen, dass etwas aus der Konversation dabei eine Rolle spielte. (Meiner bescheidenen Meinung nach war bereits im letzten Januar erkennbar, dass im Gemüt des Richters etwas im Gang war. Maurice Ostroff sah die Zeichen…)

3. Die Rolle der Medien

Auf Israel wurde gewaltig eingeprügelt, weil es Mohammed el-Dura „getötet“ habe, Palästinenser in Jenin massakriert, willkürlich Zivilisten im Gazastreifen beschossen haben soll usw. usw. usw. Ein französisches Gericht entlarvte schließlich France 2’s Bilder des „Mordes“ an al-Dura, während die UNO schließlich zugab, dass es in Jenin kein Massaker gab. Erst jetzt distanziert sich Goldstone von seinem Bericht.

Warum springen die Medien so schnell auf den Zug auf, der auf Israel einprügelt, statt einen kritischen Blick auf all die Vorwürfe zu werfen? Wie viel Leben muss noch verloren werden, wie viel politischer Schaden muss noch angerichtet werden, bevor die großen Medien einen langen, strengen Blick auf sich selbst werfen?

4. Was bedeutet das für die Zukunft?

Das Palestinian Center for Human Rights beschuldigt die Hamas, sie gefährde die Zivilisten des Gazastreifens. Die Washington Post veröffentlichte Landkarten der Bunker und Waffenlager der Hisbollah – von denen sich viele in zivilen Gegenden befinden.

Ob nun die nächste Runde der Kämpfe im Gazastreifen oder im Libanon stattfindet – wir wissen, dass Israel wieder wegen des Beschusses von Zivilisten Prügel seitens der Großen Medien beziehen wird.

Goldstone: Nur Vorschriften befolgt

9. Mai 2010

HonestReporting Media BackSpin, 9. Mai 2010

YNet News mit tieferen Einblicken zu Richard Goldstones umstrittener juristischer Bilanz während der Apartheid-Ära.

Yedioth Ahronoths Nachforschungen zeigen, dass Goldstone mindestens 28 schwarze Beschuldigte zum Tod verurteilt hatte. Die meisten waren des Mordes für schuldig befunden worden und hatten Revision eingelegt. Damals machte er ganz deutlich, dass er hinter der Exekutionspolitik stehe – mit der Begründung, sie entspräche der Forderung der Gesellschaft, dass für Verbrechen, die sie zu Recht als grauenhaft einstufe, ein Preis zu zahlen sei.

Einen anderen Urteilsspruch, bei dem er die Hinrichtung eines jungen Schwarzen festsetzte, der einen weißen Restaurantbesitzer ermordet hatte, erklärte Goldstone damit, dass die Todesstrafe vermutlich die einzige Bestrafung sei, die Verbrechen wie dieses verhindere.

Goldstone behauptet, er habe das Apartheidsystem von innen heraus reformieren wollen. Dieser kurze Textauszug sagt viel darüber aus, wie erfolgreich er war:

Erst 1994, als Nelson Mandela das Amt des Staatspräsidenten übernahm, wurde die südafrikanische Verfassung geändert und die Todesstrafe abgeschafft. Hunderte Häftlinge, die im Todestrakt saßen, wurden verschont, darunter auch einige, für deren Verurteilung Goldstone selbst verantwortlich gewesen war.

Dazu passend: Wer ist Goldstone, dass er über Israel urteilen darf?

Wer ist Goldstone, dass er über Israel urteilen darf?

6. Mai 2010

HonestReporting Media BackSpin, 6. Mai 2010

Die hebräischsprachige Ausgabe von Yediot Ahronoth berichtet, dass Richter Richard Goldstone 28 schwarze Südafrikaner in den sicheren Tod schickte, als sie während der Apartheid-Ära vor ihm im Gerichtssaal erscheinen mussten.

Und nun, da Yediot und die Blogosphäre Fragen aufwerfen, „was Goldstone eigentlich dazu berechtigt, mit seinem einseitigen Bericht über den Gazakrieg Israel zu verurteilen“, gießt der Jurist mit seiner Replik weiteres Öl ins Feuer.

Zunächst zu Yediots Nachforschungen, die in der morgigen Printausgabe (Freitag) komplett veröffentlicht werden. Jerusalem Central (via Israel Matzav) mit Details vorab:

Yediots Ermittlungen zufolge bestätigte Goldstone die Todesurteile an mindestens 28 angeklagten Schwarzen, die Einspruch gegen ihre Strafen eingelegt hatten (die meisten wegen Mord), und er bekräftigte seine Beihilfe für die Todesurteile in seinen Entscheidungen so, wie er es im Falle eines jungen schwarzen Mannes, der wegen der Erschießung eines weißen Restaurantbesitzers zum Tode verurteilt worden war, schriftlich begründete: „Die Todesstrafe muss den Forderungen der Allgemeinheit genügen, dass Vergeltung für Verbrechen geübt wird, die die Menschen mit Fug und Recht als grauenhaft ansehen“.

Goldstone „erklärte, dass der Galgen die einzige abschreckende Bestrafung in solchen Fällen gewesen ist“, und er schrieb: „Zorn ist ein relevanter Faktor bei der Auferlegung einer angemessenen Strafe“.

Wow! Ein international prominenter Jurist sagt, dass Zorn ein „relevanter Faktor“ bei der Entscheidung für eine angemessene Bestrafung ist? Oh, das klingt wirklich unangemessen, oder nicht? Wenn ein israelischer Richter so eine Behauptung von sich gäbe, könnten Sie sich dann nicht lebhaft vorstellen, welche Empörung dies beim UN-Menschenrechtsrat oder bei Human Rights Watch auslösen würde?

Goldstone antwortete im Gespräch mit Haaretz, dass er nur ein braver Junge gewesen sei, der sich an die Vorschriften gehalten habe:

„Damals ging das Gesetz davon aus, dass bei  strafverschärfenden Umständen die Todesstrafe obligatorisch sei“, so Goldstone. „Mein Bedauern bezüglich der Vorgänge damals gilt genauso wie heute und meine Haltung dazu hat sich nicht geändert. Es war [für mich] unangenehm, an einem Prozess mit Todesstrafe beteiligt zu sein – damals wie heute. Und ich war immer gegen dieses Strafmaß. Aber als ich mein Richteramt annahm war ich dem Amtseid verpflichtet.“

Das stinkt ganz gewaltig nach Heuchelei. Erst gestern schaltete Goldstone in der Comment is Free-Rubrik* (CiF) des Guardian auf stur:

“Meiner Meinung nach würde ich heucheln, wenn ich mich weiterhin gegen Verletzungen des Internationalen Rechts und für die Straffreiheit bei Kriegsverbrechen weltweit ausspräche, gleichzeitig aber den Mund hielte, wenn es um Israel ginge, nur weil ich Jude bin.“

Entschiedener Widerspruch!

Goldstones Heuchelei bestand in der aktiven Teilnahme – und das auch noch sehr penibel – in einem Prozess, der in sehr unfairer Weise Schwarze zum Tode verurteilte, und darüber hinaus darin, dass er scheinheilig Israel dafür verurteilte, dass es sich gegen 8 Jahre Raketenbeschuss wehrte.

Yediots morgen (vollständig) erscheinender Bericht wird die Leser sicher nachdenklich stimmen. Bleiben Sie also bitte dran.

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*Hinweis [bd]: bei CiF treiben jede Menge übler Antisemiten ihr Unwesen. Und der Guardian denkt nicht im Traum daran, diese Rubrik endlich auszumisten. Warum sollte er auch, passt es doch in sein Konzept.

Human Rights Watch genauer unter die Lupe genommen

29. März 2010

HonestReporting Media BackSpin, 29. März 2010

Noch vor wenigen Monaten wäre es undenkbar gewesen, dass eine große Tageszeitung wie die Sunday Times of London einen kritischen und umfassenden Bericht über Human Rights Watch (HRW) veröffentlichen würde.

Dies liegt nicht allein an Marc Garlasco (HRWs still und heimlich entlassener Militärexperte; Mere Rhetoric hatte über seine peinliche Kollektion von Nazi-Devotionalien berichtet) oder Joe Stork (stellvertretender HRW-Chef, der einmal das Blutbad von München in einem linksradikalen Blatt pries), Sarah Leah Whitson (mit einer umstrittenen Geldbeschaffungsvisite in Saudi-Arabien) oder Richter Richard Goldstone (ein Interessenkonflikt zwang ihn, aus dem Vorstand von HRW auszuscheiden).

An der Geschichte ist mehr dran als dieses Viererspiel:

Human Rights Watch leistet wertvolle Arbeit, aber seine Kritiker stellen beunruhigende Fragen, die über Garlascos Hobby oder Geldsammeln bei den Saudis hinausreichen. Warum wird so viel Aufwand in die Veröffentlichung vermuteter Menschenrechtsverletzungen in manchen Ländern investiert, in anderen aber nicht? Warum scheint HRW so leichtgläubig auf Aussagen von Zivilisten in Regionen wie Gaza oder Afghanistan zu hören und ist gleichzeitig so skeptisch, wenn Uniformierte sich äußern?

Durchaus möglich, dass Organisationen wie HRW, die auf die Medien angewiesen sind, um ihr Profil zu schärfen und damit ihr Spendeneinkommen zu sichern, sich zu sehr auf Gegenden konzentrieren, wo die Medien sowieso häufiger präsent sind.

Ja, HRW ist auf die Medien angewiesen, um das eigene Profil zu stärken. Und wenn’s um Israel-Bashing geht liefert HRW genau das, was die Nachrichtenagenturen am meisten bevorzugen, etwas, was NGO-Monitor als Halo-Effekt bezeichnet:

Der Beleg zeigt, dass viele Journalisten schlicht und einfach NGO-Berichte ohne Hinterfragung oder Nachprüfung übernehmen. Dies ist bekannt als „Halo-Effekt“ und verletzt sowohl die journalistische Ethik, die Skepsis und unabhängige Überprüfung erfordert, sowie den Standard bei der Verwendung von anderen Quellen, auch regierungsamtlichen. Aber wenn „hoch anerkannte Menschenrechts-Watchdogs“ wie Amnesty International oder HRW ein Statement herausgeben, neigen Journalisten dazu, Voreingenommenheiten zu ignorieren und sie als Fakt zu wiederholen.

Lesen Sie den Beitrag bitte vollständig.

Wie Goldstone zum nützlichen Idioten im Kampf gegen Israel wurde

12. Januar 2010

HonestReporting Media BackSpin, 12. Januar 2010

Bevor Richter Richard Goldstone von der UNO zum leitenden Ermittler in Sachen so genannter israelischer Kriegsverbrechen ernannt  worden war, betrachtete der Guardian die bisherige Arbeit Goldstones und seine Ambitionen mit unglaublicher Verachtung. Hillel Neuer schreibt:

Wie gesagt, es ist bemerkenswert zu beobachten, wie Goldstone von bestimmten Kreisen nur deshalb gefeiert wird, weil es dazu nutzt, Israel aufs Korn zu nehmen…

Interessant jedoch, dass, als es keinen Anlass dafür gab, Israel aufzuspießen, derselbe Guardian einmal Richard Goldstone beschuldigte,  eine „viel gerühmte gerichtliche Untersuchungskommission“ zu leiten, die „kläglich scheiterte“ und ein „Mülleimer“ sei, der von der südafrikanischen Regierung benutzt wurde; von Goldstones „verstörender“ Praxis „unverhohlener politischer ’Abhängigkeit’“, bezogen auch auf „seine nervige Art, die politischen Repräsentanten in seine Untersuchungsarbeit hineinzuziehen“, und diese Ambitionen zu hegen, um Boutros-Boutros Ghali als UNO-Generalsekretär zu beerben.

Vollständiger Text [In Englisch]

Leseempfehlungen heute

8. November 2009

HonestReporting Media BackSpin, 8. November 2009

Analysis: Abbas Stepping Down
The Goldstone Illusion
IDF Colonel Discusses Dilemmas of Warfare
Hezbollah Gears Up For New War
We Need „A Street,“ Not J Street
Saudi Cast Lead

CNN verwässert israelische Antwort

30. Oktober 2009

HonestReporting Media BackSpin, 30. Oktober 2009

Lesen Sie die neueste Medienkritik von HonestReporting:

Warum unterschlägt CNN die israelische Reaktion auf einen mangelhaften Amnesty-Report?
CNN Waters Down the Israeli Response

Und weshalb erscheint das Wort “Hamas” kaum im Text des Goldstone-Reports?
Goldstone Report in the Clouds

Was würden Sie Richard Goldstone gerne fragen?

22. Oktober 2009

HonestReporting Media Backspin, 21. Oktober 2009

Sollte ich jemals mit Richard Goldstone in einem Aufzug festsitzen, würde ich ihm gerne diese drei Frage stellen:

  • Was meinten Sie, als sie dem Foward sagten, „wäre das ein Gericht, wäre nichts bewiesen“?
  • Glauben Sie wirklich, dass die Sie jetzt in der UNO unterstützenden Regime der arabischen und der Dritten Welt zulassen werden, dass dieser Prozess ein Präzedenzfall wird, der gegen die sudanesischen Verbrechen in Darfur verwendet werden kann?
  • Glauben Sie wirklich, dass, indem Sie Israel und die Hamas auffordern Untersuchungen einzuleiten, deren juristische und Prozessabläufe gleichgesetzt werden können? Wenn ja, können Sie irgendeine glaubwürdige Ermittlung der Hamas anführen? Wenn nein, warum rufen Sie überhaupt beide Seiten auf, Ermittlungen anzustellen?

Was würde SIE Goldstone fragen, hätten Sie die Gelegenheit?

Goldstones schräges Rechtsempfinden

17. September 2009

HonestReporting Media BackSpin, 17. September 2009

In heutigen Gastkommentarteil der NY Times verteidigt Richard Goldstone seinen fehlerhaften Bericht. Ich möchte einen Ausschnitt besonders herausheben:

Leider halten Israel und die Hamas traurige Rekorde, was die Nachforschungen in ihren eigenen Streitkräften betrifft. Ich weiß von keinem einzigen Fall, in dem ein Hamas-Kämpfer bestraft wurde, weil er eine Rakete absichtlich auf ein ziviles Ziel in Israel abgeschossen hatte – im Gegenteil: Die Hamas-Führer loben immer wieder solche Taten. Wenn Israel damit begonnen, Untersuchungen zu den Anschuldigungen über Menschenrechtsverletzungen durch seine Streitkräfte in Gaza nachzugehen, kann man nicht davon ausgehen, dass dies seriös und objektiv abläuft.

Die Gleichsetzung, die Goldstone hier zwischen israelischer Justiz und Gerechtigkeit á la Hamas herstellt, ist ein schlechter Witz. Welche Möglichkeit einer rechtlichen „Regressforderung“ hat Gilad Shalit, um seine “Festsetzung“ im so genannten Rechtssystem von Gaza anzufechten?

HRW suspendiert Garlasco

15. September 2009

HonestReporting Media BackSpin, 15. September 2009

Human Rights Watch beurlaubte seinen Militäranalysten Marc Garlasco. Dazu die NY Times:

Montagnacht änderte die Gruppe ihren Kurs und suspendierte ihn bei weiterlaufendem Gehalt wegen „eines schwebenden Verfahrens“, so Carroll Bogert, stellvertretende HRW-Direktorin.

„Wir haben Fragen, ob es neue Erkenntnisse gibt“, sagte sie.

Langsam wird’s aber auch Zeit. HRW hat immer die Prügel eingesteckt, seit Mere Rhetoric ans Licht brachte, dass Garlasco eifriger Sammler von Nazi-Devotionalienstücken ist, ein mehr als 400 Seiten umfassendes Buch zum Thema geschrieben und in Web-Foren Hunderte Kommentare unter dem Pseudonym Flak88 veröffentlicht hatte.

Das Durcheinander bei HRW konnte für die UNO und Richard Goldstone zu keinem schlechteren Zeitpunkt kommen. In den nächsten Tagen soll der südafrikanische Richter seinen Bericht über das militärische Vorgehen der IDF während des Gaza-Krieges veröffentlichen. Human Rights Watch hatte sich vehement für die UN-Untersuchung stark gemacht, und Goldstone war Vorstandsmitglied. NGO-Monitor fasst den Interessenkonflikt zusammen:

Human Rights Watch spielte eine zentrale Rolle bei der Bildung der Mission und der Förderung antiisraelischer Voreingenommenheit. Die Ernennung Goldstones, der im Vorstand von HRW saß und für HRW zahlreiche Statements gegen Israel verfasste, festigte diese Verbindung. Einige HRW-„Untersuchungsberichte“ wurden während dieses Zeitraums veröffentlicht, um für Goldstone und seine Kollegen mehr Munition zu liefern.

Bleiben Sie dran….