Archive for the ‘Medienwelt’ category

Wessen Zweistaatenlösung ist das? Medien im Urlaub, während palästinensische Autonomiebehörde arabisch-israelischen Politiker wegen Anerkennung des jüdischen Staates angreift

13. Januar 2022

Akiva Van Koningsveld, HonestReporting, 26. Dezember 2021

Der israelisch-arabische Politiker Mansour Abbas, Parteichef der Ra’am (in der Vereinigten Arabischen Liste) und Mitglied der Regierungskoalition in Israel, tätigte neulich eine einfache Äußerung, die Israels Existenz als jüdischer Staat anerkannte, was mit dem UNO-Teilungsplan von 1947 im Einklang steht:

„Israel wurde als jüdischer Staat geboren. Und es war die Entscheidung des jüdischen Volks einen jüdischen Staat zu gründen“, stellte Abbas auf Hebräisch fest. „Die Frage lautet nicht: ‚Welche Identität hat der Staat?‘ So wurde der Staat geboren und so wird er bleiben […] Das ist die Realität. Es geht nicht um die Frage der Identität des Staates – sondern wie der Status der arabischen Bürger darin aussehen wird.“

Übersetzung [aus dem Hebräischen ins Englische]: Israellycool

Abbas‘ Äußerung schien der ablehnenden Charta seiner Partei zu widersprechen, ebenso wie frühere Kommentare und sie brachte ihm in Israel Lob ein, manche bejubelten die Rede als „historisch“. Am 23. Dezember druckte die führende israelische Zeitung Ma’ariv sogar eine Karikatur, die Theodor Herzl, einen der Gründerväter des Zionismus, zeigte, wie er den arabischen Politiker in sein Kult-Porträt von 1897 einlud: „Komm, hier ist Platz“, sieht man Herzl hier zu Abbas sagen.

Derweil zog Abbas‘ Bemerkung zur Unterstützung der Koexistenz rasch den Zorn von Vertretern der palästinensischen Autonomiebehörde (PA) in der Westbank auf sich. In einer Erklärung verurteilte Ramallah wütend, was es als „unverantwortliche Äußerungen“ bezeichnete, die „im Einklang mit den Extremisten in Israel stehen die Palästinenser zu vertreiben und den Status der gesegneten Al-Aqsa-Moschee sowie die Geschichte des palästinensischen Volks zu schädigen“.

PA-Präsident Mahmud Abbas beschuldigte den Führer der Ra’am „die Lügen der zionistischen Bewegung“ zu wiederholen und sagte, Mansour Abbas „vertritt nur sich selbst“, wenn er davon spricht Israels Existenz als jüdischer Staat zu akzeptieren. „Sein Schicksal und das Schicksal von Leuten wie ihm wird im Mülleimer der Geschichte sein“, fügte die herrschende Fatah-Fraktion hinzu.

Die Hamas, von den USA als Terrororganisation eingestuft und die den Gazastreifen beherrscht, ging ähnlich auf Ra’am los, wobei sie „den palästinensischen nationalen Konsens“ betonte, „der die zionistischen Behauptungen zurückweist und verurteilt“.

Internationale Nachrichtenmedien widmeten den Worten von Mansour Abbas und der folgenden palästinensischen Raserei sehr wenig Aufmerksamkeit. Tatsächlich ignorierten Reporter wichtiger Publikationen die Story. Weil die internationale Gemeinschaft versucht die Gespräche im Hinblick auf die Lösung des arabisch-israelischen Konflikts über eine Zweistaatenlösung wieder in Gang zu bringen, ist diese Story aber höchst relevant.

Bloßgestellt: Die Ablehnung der Existenz Israels durch die palästinensische Autonomiebehörde

Auf Twitter drückte der ehemalige US-Nahostgesandte Dennis Ross es so aus: „Wenn die PA 2 Staaten akzeptiert, warum [Mansour] Abbas attackieren? Was er sagte ist mit 2 Staaten im Einklang.“ Scheinbar ist kein Mainstream-Journalist bereit diese zentrale Frage zu stellen, da sie die Weigerung der PA Israel Existenz als jüdischer Staat innerhalb welcher Grenzen auch immer entlarven würde.

Am 21. Dezember forderte HonestReporting CNN heraus, nachdem dort ein Beitrag veröffentlicht wurde, der PA-Präsident Abbas als aktiv beteiligt an Friedensgesprächen mit Israel dargestellt wurde, die regelmäßig nicht durch einen Fehler seinerseits fehlgeschlagen seien. Der Sender verfehlte es, die gewalttätige Verweigerungshaltung – verkörpert durch ununterbrochene Hetze gegen Israel – zu erwähnen, die Abbas‘ 17-jährige Herrschaft prägte.

Aber CNN ist da nicht allein. Immer und immer wieder haben führende Medienorgane bei Ramallahs israelfeindlicher Rhetorik weggesehen, selbst wenn palästinensische Offizielle sich nicht einmal bemühten ihre ultimativen Ziele zum jüdischen Staat zu verbergen. Früher im Jahr erschien ein offizieller Fatah-Vertreter im PA-Fernsehen und erklärte, die Palästinenser würden „[Israel] weiterhin bis zur Befreiung Palästinas mit nackter Brust entgegentreten – Palästinas vom [Mittel-] Meer bis zum Fluss [Jordan], Palästina ist arabisch und islamisch. Es wird unser bleiben.“

Vor zwei Monaten eröffnete die PA in Tunesien ein neues diplomatisches Büro, dessen Eingang eine gigantische Landkarte von „Palästina“ ziert, die Israel komplett auslöscht. Laut Palestinian Media Watch „lautet die Botschaft der Landkarte natürlich, dass Israel kein Recht hat zu existieren und dass das Ziel der PA die Souveränität über das gesamte Gebiet ist“.

Der jüdische Staat hingegen setzt seine Versuche fort Frieden mit seinen arabischen Nachbarn zu schließen, wobei auf die Bereitschaft Zugeständnisse zu machen hingewiesen wird. Jerusalem hat mit Ägypten und Jordanien Friedensabkommen geschlossen und vor kurzem unter der Schutz der Abraham-Abkommen die Beziehungen zu vier arabischen Staaten normalisiert.

Trotzdem wird Mahmud Abbas als „einer der Architekten der Zweistaatenlösung“ beschrieben (Wall Street Journal, 12. Mai 2021), während Israel beschuldigt wird „eine international gestützte Zweistaatenlösung … zunehmend unmöglich zu machen“. (Associated Press, 27. Oktober 2021)

Eine weitere von den Medien betriebene Taktik

Neben der Vertuschung der gewalttätigen Verweigerungshaltung der PA besteht eine weitere von den Medien betriebene Taktik darin, die Verantwortung für das Scheitern der Friedensgespräche von Ramallah auf Jerusalem abzulenken. Durch die Wiederholung von Standartklauseln wie „… neue Premierminister Naftali Bennett ist gegen palästinensische Unabhängigkeit“ (Associated Press, 9. Dezember 2021) schreiben die Medien die Schuld für das Fehlen sinnvoller Verhandlungen Israel zu.

Seit der Vereidigung der ideologisch vielfältigsten Regierung in der Geschichte Israels unter der Führung von Naftali Bennett und Yair Lapid am 13. Juni 2021 haben bedeutende Nachrichtendienste wie die Associated Press und Reuters Bennetts politische Gegnerschaft zur Gründung eines Palästinenserstaats mindestens 68-mal ausführlich beschrieben. Und das, obwohl Lapid vor der internationalen Gemeinschaft im Juli seine Unterstützung einer Zweistaatenlösung erklärte. Es ist wichtig festzuhalten, dass es Yair Lapid war, Parteichef der Zentrumspartei Yesch Atid, der 2023 das Amt des Premierministers übernehmen wird, der Israels aktuelle Regierung bildete.

Doch trotz der Existenz einer starken Bereitschaft auf Seiten der israelischen Regierung das Leben der palästinensischen Araber zu verbessern, wird Mahmud Abbas – im 17. Jahr einer Amtszeit, die vier Jahre hätte dauern sollen – nicht dafür zur Verantwortung gezogen, dass er zu Gewalt gegen den einzigen jüdischen Staat der Welt aufstachelt und diese unterstützt.

Es ist an der Zeit, dass die Medien anerkennen, wer wirklich für die Verhinderung einer friedlichen Lösung des Konflikts verantwortlich ist.

Ausgelöscht: Wie Landarten genutzt werden, um die Existenz Israels zu untergraben

6. Januar 2022

Rachel O’Donoghue, 27. Dezember 2021

„Amazing Women of the Middle East“ beschreibt 25 berühmte Frauen, darunter historische Persönlichkeiten wie Kleopatra und Nefertiti.

Nicht dabei ist jedoch der Staat Israel. Die farbenfrohe Landkarte des Nahen Ostens im Buch entfernte jegliche Erwähnung der jüdischen Heimat; stattdessen wurde das ganze Land als „Palästina“ gekennzeichnet.

Diesen Monat nahm Kanadas größter Buchladen Chapters Indigo die Ausgaben des Kinderbuchs aus seinen Regalen, nachdem David Koren, Canadian Director of Hasbara Fellowships, es entdeckte und Indigo direkt kontaktierte.

Die Reaktion von Chapters Indigo war eine lobenswerte: Das Unternehmen erkannte an, dass der Verkauf des Buchs gegen die Firmenpolitik verstieß und hatte damit das Problem in Ordnung gebracht.

Das ist nicht das erste Mal, dass Israel von Landkarten des Nahen Ostens gelöscht wurde.

Die irreführende Landkarte von Vogue Arabia fasst Fuß

Es handelt sich um ein Problem, das wiederholt auftritt und während diese Vorfälle manchmal ehrliche Fehler sind, stellen sie bei anderen Gelegenheiten einen hinterhältigen Versuch dar die Legitimität des Staats Israel zu untergraben. Landkarten sind eine Aufzeichnung der Geschichte und von daher ist die Entfernung Israels ein Leugnen der Realität, dass das jüdische Volk in seinem uralten Heimatland lebt.

Im Mai entfachte ein Mitglied der New York State Assembly Verurteilungen, darunter von eigenen Kollegen, als sie ein Bild teilte, das den gesamten jüdischen Staat als „Palästina“ kennzeichnete.

Das Timing des Tweets der Demokratin Phara Souffrant Forrest war besonders wichtig: Er kam inmitten des elftägigen, von der Hamas initiierten Konflikts gegen Israel. Die von den USA als Terrororganisation eingestufte Gruppe wurde mit dem vorrangigen Ziel der Auslöschung des jüdischen Staates gegründet worden.

Forrests Abgeordneten-Kollege Daniel Rosenthal stellte damals fest: „Genauso wie die Hamas will meine Abgeordneten-Kollegin Israel von der Landkarte wischen.“

Es scheint jedoch so, dass Forrest die irreleitende Landkarte eigentlich von einer anderen Quelle klaute, nämlich von Vogue Arabia.

Die sogenannte „Mode-Bibel“ hatte genau dasselbe Bild eines mit Blumen geschmückten Israel auf ihrer Instagram-Seite und auf ihrer Internetseite gepostet, zusammen mit einer Bildunterschrift, die den israelisch-palästinensischen Konflikt als „zentrales“ Problem beschrieb. Sie behauptete, die Illustration sei von einem Künstler in der Türkei als Reaktion darauf geschaffen worden, dass „Palästina nicht in Google Maps enthalten ist“.

Google hat allerdings die Behauptung bereits widerlegt, das „Palästina“ bewusst aus den Landkarten der Region gestrichen wurde und erklärt, dass es keinen allgemeinen Konsens dazu gibt, wie die Grenzen eines potenziellen palästinensischen Staates aussehen würden; man wies darauf hin, dass die Bereiche der Westbank und des Gazastreifens mit gestrichelten Linien markiert worden waren.

Trotz Empörung von Usern der sozialen Medien, die die Veröffentlichung des Versuchs des Untergrabens der Legitimität des jüdischen Staates beschuldigte, bleibt das Bild bis heute auf dem Instragram-Account von Vogue Arabia stehen.

Dieses Bild hat ein leeres alt-Attribut; sein Dateiname ist voguearabia.20-07-19.jpg.

2019 entschuldigte sich Neuseelands Einwanderungsminister bei Israels Botschafter im Land, nachdem sein Ministerium eine Landkarte produzierte, die die Grenzen von vor 1967 nutzte, um die Region darzustellen, womit der jüdische Staat ausgelöscht wurde.

Itzhak Gerberg schrieb einen Brief an Iain Lees-Galloway, in dem er die Landkarte als Beispiele für Antisemitismus und die Aufstachelung zu Hass gegen Israel brandmarkte. In Reaktion darauf sagte Lees-Galloway, das Diagramm sei sofort entfernt worden und entschuldigte sich dafür für Verärgerung gesorgt zu haben; erfügte hinzu: „Die Landkarte war eindeutig ungenau und kennzeichnete den Staat Israel nicht so, wie es hätte sein sollen.“

Beunruhigenderweise war der Vorfall mit der falschen Karte als Teil eines „Fact Sheet“ von Immigration New Zealand (IMZ) über palästinensische Flüchtlinge produziert worden; ein Sprecher des IMZ sagte, das Dokument sei erstellt worden, um mehr Information zu Neuseelands Flüchtlingsprogramm zu bieten. Kurz gesagt: Sie war für eine Internetseite bestimmt, die eine zuverlässige Informationsquelle sein sollte.

Zahlreiche Nachrichtenanbieter sind auch der Verwendung von Landkarten schuldig gewesen, die die Region falsch darstellen.

Zum Beispiel veranlasste HonestReporting 2015 CNN ein Bild zu entfernen, dass dort zu einem Artikel mit dem Titel „Beyond ISIS: 2015’s scariest Geopoltical hot spots“ gebracht wurde. Auf der gelöschten Landkarte war das Wort „Israel“ durch „Palästina“ ersetzt worden.

Die gemeinnützige Medienorganisation NPR entschied sich 2016 ebenfalls eine Zeichnung der Region zu verwenden, die mit Fehlern durchsetzt war, darunter die Umbenennung Israels zu „Palästina“. Leser beschwerten sich schnell bei der Organisation, die eine Erklärung ausgab, die eine bestürzende „Anzahl von Fehlern“ in dem Bild zugab.

Das oben Beschriebene ist nur eine Hand voll an Beispielen dafür, wie Israels bloße Existenz als Staat des jüdischen Volks bestritten worden ist. Sie dienen jedoch als Erinnerung daran, dass manche, die gegen den jüdischen Staat opponieren, geschichtliche Aufzeichnungen umschreiben möchten, um die Öffentlichkeit in die Irre zu führen und ihre israelfeindlichen Absichten zu fördern.

Die selektive Empörung der Medien: AP-Fotograf in Jerusalem verletzt vs. Israeli von palästinensischen Terroristen ermordet

23. Dezember 2021

HonestReporting, 19. Dezember 2021

Ein palästinensischer Fotograf von Associated Press (AP) namens Mahmud Illean wurde am 17. Dezember durch israelische Polizisten verletzt, als er von den jüngsten wöchentlichen Proteste im ostjerusalemer Viertel Scheik Jarrah/Schimon HaTzadik berichtete. Illean soll mit Prellungen im Gesicht nach Hause gegangen sein und unter Kopf- und Rückenschmerzen leiden. Die israelische Polizei erklärte, dass der Vorfall von den betreffenden Behörden untersucht werden wird.

An dem Tag, an dem der Vorfall sich ereignete, prangerten AP, ABC News und Newsweek die Polizei direkt wegen der Misshandlung des Fotografen an. Die Berichte enthielten Verurteilungen durch zahlreiche Organisationen, Details der Verletzungen Illeans und seine Aussage, was geschehen sei.

Dieselben Medien brauchten hingegen mehr als zwei Tage, um auch nur die verstecktesten Hinweise auf die Tötung des 25-jährigen Religionsschülers Yehuda Dimentman und die Verletzungen seiner zwei Kameraden, die sie am 16. Dezember in der Westbank erlitten. Ein palästinensischer Schütze stand neben der Straße und schoss auf das Fahrzeug als Dimentman nahe des Außenpostens Homesch in der nördlichen Westbank vorbeifuhr. Dimentman, Vater eines Kleinkindes, erlitt eine lebensgefährliche Halswunde und wurde von Sanitätern kurz nach Wiederbelebungsversuchen für tot erklärt.

Dieser tödliche Anschlag in der Westbank ereignete sich vor Illeans Begegnung mit israelischen Polizisten in Jerusalem.

Trotz der ungleichen Natur dieser Vorfälle hat der Tod von Yehuda Dimentman im Vergleich zur Berichterstattung über Illeans Tortur während einer gewalttätigen palästinensischen Demonstration herzlich wenig Aufmerksamkeit erhalten.

Tatsächlich kam APs erste Bestätigung der tödlichen Schüsse erst als Teil eines größeren Textes mit dem Titel „Siedler greifen palästinensische Dorfbewohner nach Tötung in der Westbank an“. Der Artikel beginnt mit der Aussage: „Jüdische Siedler platzten am Freitag in mehrere Dörfer in der besetzten Westbank hinein.“ Erst dann fügt Associated Press an: „Die Angriffe erfolgten einen Tag nachdem palästinensische Bewaffnete einen Israeli bei einem Schieß-Hinterhalt in dem Gebiet töteten.“

Von daher war der von AP für den palästinensischen Terroranschlag dargebrachte Kontext Teil einer breiteren Ablehnung israelischer Politik – daher die Leugnung der Zentralität des Mordes an einem jungen Vater. Noch Besorgnis erregender ist, dass AP-Autor Jack Jeffrey andeutete, Dimentmans Ermordung sei irgendwie eine logische Folge von „unzulässigem“ Siedlungsbau.

Dimentmans Auto kam unter Beschuss, nachdem er ein jüdisches Seminar im Außenposten Homesch verließ, einer ehemaligen Siedlung, die als Teil des Rückzugs Israels aus dem Gazastreifen 2005 evakuiert wurde. In den letzten Jahren haben Siedler an der Stelle wieder einen nicht genehmigten Außenposten errichtet, einen von Dutzenden Außenposten in der Westbank, die von der israelischen Regierung als illegal angesehen, aber oft toleriert werden.

Von AP wurde später ein weiterer Bericht veröffentlicht und von ABC News zwei Tage nach den Schüssen verwendet. Der Artikel, der einmal mehr Dimentmans Tod herabsetzte, trug die Überschrift „Israelische Armee verhaftet 4 Verdächtige bei tödlichen Westbank-Schüssen“. Das Opfer wird lediglich einmal erwähnt, als Teil einer breiteren Kritik des jüdischen Siedlungsvorhabens in der Westbank: „Yehuda Dimentman (25)“, heißt es in dem Artikel, „wurde getötet und zwei weitere bei Homesch verwundet, das von der israelischen Regierung als illegal betrachtet wird.“

Bis zum 19. Dezember hatte Newsweek, das die Prellungen im Gesicht des Fotografen lauthals verurteilte, es nicht für erwähnenswert gehalten den kaltblütigen Mord und die Verletzung israelischer Bürger zu berichten.

Für AP, ABC und Newsweek war der Tod von Yehuda Dimentman nur insofern berichtenswert, als diese bekannten Nachrichtenorganisationen die Story als Mittel dafür nutzten das Narrativ jüdischer Siedlergewalt und die angebliche Unterstützung dieser Gewalt durch die israelische Regierung zu puschen, die die gewalttätige palästinensische Reaktion provozieren soll. All das sind Behauptungen, die zu widerlegen HonestReporting geholfen hat (siehe hier, hier, hier, and hier).

Mahmud Illeans Zusammenstoß mit der israelischen Polizei, der sich ereignete, nachdem er sich in eine hoch explosive Situation begeben hatte – in der Menschen randalierten, Drohungen aussprachen und Stühle auf Polizisten warfen – verdient natürlich eine Untersuchung.

Doch Yehuda Dimentman hatte nicht vor, sich in Gefahr zu begeben. Er wurde kaltblütig auf seinem Weg nach Hause von mindestens einem palästinensischen Angreifer in einem Akt ermordet, der nur als Terrorismus beschrieben werden kann. Seine zwei Kameraden wurden durch von den in der Absicht zu töten geschossenen Kugeln zerstörtes Glas verletzt..

Offenbar kann sogar die menschliche Tragödie israelischer Opfer palästinensischer Terroranschläge von den Medien so verdreht werden, dass sie es so erscheinen lassen, als ob irgendwie das Opfer Schuld hat.

Hass lehren: Medien blind für PA-Hetze, als bei Terrorverdächtiger (14) „gewalttätige“ Schulbücher gefunden wurden

16. Dezember 2021

Rachel O’Donoghue, HonestReporting, 12. Dezember 2021

Als bei einer Verdächtigen bei einem Terroranschlag Lesematerial gefunden wurde, das Gewalt gegen genau die Leute propagiert, die das Ziel dieses Verbrechen waren, sollte man diese Tatsache für auffällig und berichtenswert halten. Leider scheint es so, dass Reuters und andere Publikationen, die den Messeranschlag auf eine israelische Frau vor ihren fünf Kindern durch eine palästinensische Jugendliche letzte Woche scheinbar vernünftig zu erklären versuchten, sehr zugeknöpft sind, was die Berichterstattung darüber angeht, dass die Teenagerin im Besitz einer Reihe PA-Schulbücher gefunden wurde, die Aufstachelung zu Gewalt beinhalten.

Reuters sah sich letzte Woche breiter Verurteilung ausgesetzt, nachdem sie einen Artikel mit der Schlagzeile veröffentlichten: „Palästinensisches Mädchen steht vor Vertreibung aus Jerusalem wegen Verdacht auf jüdische Nachbarin eingestochen zu haben“; dieser wurde kritisiert, weil der Leser damit stillschweigend eingeladen wurde, für das mögliche Motiv der Terrorangreiferin Sympathie zu empfinden. Wie HonestReporting damals hervorhob, wurde eine Version der Story der Nachrichtenagentur von zahlreichen internationalen Medien weiter veröffentlicht, so bei Yahoo News und France24.

Dennoch lehnen es diese prominenten Nachrichtenorganisationen ihr Vorgehen aufgrund der jüngsten Entwicklung zu ändern.

Die gemeinnützige israelische Watchdog-Gruppe IMPACT-se, die Bildungsquellen auf extremistisches Material hin beobachtet, deckte auf, dass die 14-jährige Tatverdächtige bei ihrer Verhaftung Bücher dabei hatte, die „gewalttätige“ Inhalte haben, darunter Leseverständnis-Übungen, die Terroranschläge auf israelische Zivilisten als „Grillparty“ beschrieben.

Eine weitere Lektion, angeblich um Kinder Statistik zu lehren, verweist auf die von Israel getöteten „Märtyrer“, während ein Text in Sozialwissenschaften bewaffneten Widerstand als „legitim“ und „natürlich“ bezeichnet.

IMPACT-ses CEO Marcus Sheff sagte als Kommentar zu dieser beunruhigenden Entdeckung:

Es ist schwer sich eine tragischere Metapher für den dreisten Antisemitismus und Ermutigung zu Gewalt im palästinensischen Lehrplan vorzustellen, als ein 14-jähriges palästinensisches Mädchen, das auf eine erkennbare Jüdin einsticht, während es die aufstachelnden Schulbücher der PA in ihrem Rucksack mit sich trägt. Diese Schulbücher sind von der PA strategisch gestaltet worden, um bei 1,3 Millionen Kindern eine Kultur von Hass und Gewalt zu schaffen.

Dass so viele Medien sich entschieden haben diese bemerkenswerten Fakten zu ignorieren, ist leider Teil eines Musters, vor der Hetze der palästinensischen Autonomiebehörde die Augen zu verschließen.

Einmaleins des Hasses: Schulbücher der Palästinensischen Autonomiebehörde

HonestReporting hat zum Beispiel ausführlich beschrieben, dass PA-Schulbücher junge Menschen in die von der United Nations Relief and Works Agency for Palestine Refugees (UNRWA) betriebenen Schulen ausbilden, Material beinhalten, das antisemitisch war, verurteilte Terroristen „verklärte“ und Verweise auf den jüdischen Staat aus Landkarten beseitigte.

Im April verurteilte das EU-Parlament die UNRWA für ihre Aufstachelung zu Hass und Gewalt in ihren Schulbüchern. Im Juni stellte ein von der Europäischen Union in Auftrag gegebener Bericht fest, dass PA-Schulbücher zu Gewalt gegen Israelis ermutigen und antisemitische Botschaften enthalten. Im September sagte das EU-Parlament, es werde anfangen die Gelder, die das Flüchtlingshilfswerk der UNO erhält, von der Beseitigung der Hetze gegen den jüdischen Staat aus den palästinensischen Schulbüchern abhängig machen.

Was in Büchern gelehrt wird, bleibt nicht in Büchern

Und der Hass, der in Schulbüchern auftaucht, bleibt nicht dort. Im Verlauf der letzten Wochen hat es einen Besorgnis erregenden Anstieg der Zahl der Terroranschläge in Israel gegeben, darunter die tödlichen Schüsse auf Eli Kay in Jerusalems Altstadt am 21. November.

Solche Anschläge sind ausnahmslos als Vorfälle mit „einsamen Wölfen“ beschrieben worden, womit suggeriert wird, die Tätern seien nicht unterstützt und sie seien nicht ermutigt worden, die gewalttätigen Akte auszuführen (siehe hier und hier).

Aber die Einzeltäter-Etikettierung dient ungewollt dazu die Tatsache zu verbergen, dass diese Terrorakte nicht in einem Vakuum begangen werden: Sie sind untrennbar mit einer Kultur der Hetze verbunden, die von einer Führung betrieben wird, die die Palästinenser radikalisiert.

Ein Beispiel: Kurz nachdem der 26-jährige Kay vom Hamas-Mitglied Fadi Abu Schkahaydam niedergeschossen wurde, wurde der ehemalige PA-Sprecher Nour Odeh damit zitiert, dass er Israel für den Anschlag  verantwortlich machte – eine Sichtweise, die offenkundig sinnbildlich für die Haltung der palästinensischen Autonomie steht.

Dennoch zeigen die Daten von HonestReporting in den Dutzenden Medienberichten über diesen aktuellen Anschlag, dass die sogenannte „Geld für Mord“-Politik der PA, die Terroristen und ihre Familien für die Ermordung israelischer Zivilisten belohnt, nicht ein einziges Mal erwähnt wird.

Dadurch, dass sie die Zahlung von Gehältern an Terroristen der PA nicht berichten, verweigern die Medien den Lesern und Zuschauern auch Wissen darüber, wie diese Gelder sonst hätten ausgegeben werden können: für den Bau neuer Krankenhäuser, zur Versorgung bedürftiger Palästinenser und für die Reform der Lehrpläne – angefangen mit der Beseitigung des Hasses auf Israel und die Förderung von Terror.

Wenn Reuters und andere glauben, es sei bemerkenswert, dass die Familie eines Mädchens, das beschuldigt wird eine jüdische Mutter niedergestochen zu haben, vor der Zwangsräumung steht, warum denken sie nicht, dass es gleichermaßen bedeutend ist, wie die Verdächtige über ihre Schulbücher gehirngewaschen wurde?

Zeit für ein faktenbasiertes Gespräch über israelische „Sieder-Gewalt“

8. Dezember 2021

Akiva Van Koningsveld, The Altemeiner, 3. Dezember 2021 (HonestReporting, Nov. 24, 2021)

Israelische Soldaten bewachen beim Dorf Mugeibila in Nordisrael einen Zaun zu Judäa und Samaria als Teil der Suche zur Ergreifung von sechs palästinensischen Terroristen, die zuvor aus dem Gilboa-Gefängnis entkamen; 9. September 2021 (Foto: Reuters/Ammar Awad/File Photo)

„Hassverbrechen sind die Wurzel, aus der Terrorismus erwächst und wir müssen das ausmerzen.“ – der israelische Verteidigungsminister Benny Gantz

„Unser Widerstand in den besetzen Landstricken richtet sich gegen die Symbole der Besatzung. Ob es die [jüdischen] Siedler sind, ihre Farmen, ihre Armee oder all ihre Bälger und sonstiges.“ – derGeneralsekretär Fatah (der herrschenden Palästinenserfraktion), Jibril Rajoub

Diese beiden Zitate legen die krassen Unterschied dazwischen offen, wie Israelis und wie Palästinenser Gewalt gegen Zivilisten in der Westbank sehen, einem Gebiet, das auch unter seinem biblischen Namen Judäa und Samaria bekannt ist.

Offizielle Vertreter Israels haben scharf verurteilt, was manche als jüdische Terrorakte bezeichnet haben. Derweil ermutigt die Palästinenserführung zu und unterstützt ausdrücklich Anschläge auf alle Israelis, einschließlich der Juden, die in Gemeinden jenseits der Grünen Linie leben.

Bedenkt man jedoch die Art und Weise, wie viele Medienorganisationen zu dem Thema berichten, könnte einem vergeben werden, dass man glaubt, das Gegenteil sei wahr.

Dieses Jahr produzierten 23 der weltweit am weitesten verbreiteten Publikationen und Presseagenturen, darunter die Washington Post, die Associated Press, der Guardian, CNN und andere, 45 Berichte zum Thema israelischer „Siedlergewalt“.

Das vorherrschende Narrativ lautet, dass 2021 einen „drastischen Anstieg“ (The Independent) von Angriffen erlebt hat, die von Juden gegen Palästinenser verübt wurden und dass Jerusalem „Siedlergewalt als ‚wichtiges Informationsmittel‘ nutzt, um Palästinenser von Acker- und Weideland zu vertreiben“ (Associated Press).

Tatsächlich haben die führenden Nachrichtenorgane der Welt 2021 mehr Artikel über jüdische Gewalt in der Westbank veröffentlicht als in den drei Jahren davor zusammen (41). Obwohl es in den letzten Monaten mehrere weithin verurteilte Vorfälle gab, führt eine Überprüfung offizieller Daten nicht notwendigerweise zu dem Schluss, dass das Phänomen wesentlich zugenommen hat.

Abgesehen davon hat HonestReporting wiederholt betont, dass alle Gewalt gegen Zivilisten verurteilt werden muss, Punkt – egal, wer der Täter ist.

Aber jede Analyse oder Diskussion des Themas sollte auf Fakten basieren.

In der Tat ist es an der Zeit tiefer in die Sache der „Siedlergewalt“ einzutauchen.

Nach Angaben von im letzten Monat veröffentlichten offiziellen Zahlen sind zwischen dem 1. Januar und dem 11. November von der israelischen Polizei 21 Vorkommnisse von „Reibereien“ (eine einzigartige statistische Kategorie) zwischen Israelis und Palästinensern in der Westbank registriert worden – ein Rückgang um 19,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Darüber hinaus registrierte die Polzei einen 61-prozentigen Rückgang der sogenannten „Preisschild-Anschläge“, die sich allgemein gegen arabisches Eigentum richten.

Die Polizei stellte keine offiziellen Daten zu Steinwurf-Anschlägen auf palästinensische Fahrzeuge zur Verfügung. Vor zwei Jahren wurde ein israelischer Minderjähriger aus Kokhav HaSchahar angeklagt, weil er eine Palästinenserin durch das Werfen eines Felsbrockens auf das Auto tötete, in dem sie fuhr.

Im Kontext der aktuellen Erntezeit im Oktober/November verzeichnete die Polizei 43 Vorfälle „nationalistischer Verbrechen“ (eine weitere Kategorie), eines mehr als 2020. Gleichzeitig hielt der Bericht fest, dass die Zahl der Anklagen für araberfeindliche Verbrechen sich verdoppelt hatte; 32 Anklagen wurden gegen israelische Einwohner von Judäa und Samaria erhoben.

„[Jüdische] Aktivisten haben mehr Angst und sind vorsichtiger“, wurde ein Polizeisprecher des Armeeradios zitiert. Er schrieb den Gesamtrückgang aller Vorfälle mit „Siedlern“ in der Westbank dem Einsatz von Administrativanweisungen durch die israelischen Sicherheitskräfte und weiterer „Sicherheitsinstrumente“ gegen jüdische Extremsten zu.

Vielleicht das  Wichtigste, während die Zahl der angezeigten Vorfälle über das vergangene Jahr hinweg ziemlich gleich blieb, ist, dass die Fälle der Anklagen mit jüdischen Tätern beträchtlich zunahmen, was nahelegt, dass die israelische Polizei abgestimmte Bemühungen unternimmt, um das Phänomen auszumerzen.

Das läuft natürlich dem vorherrschenden Medien-Narrativ zuwider.

Polizeistatistiken sind zwar ungenau, weil  es nicht angezeigte Fälle geben dürfte, aber sie bieten einen allgemeinen Überblick der bestehenden Realität und Trends. Die Lage ist jedoch unvorstellbar differenziert und schwer zu fassen. Zum Beispiel zeigten die letzen Monat von der IDF veröffentlichten Daten 67 Vorfälle von „Siedlergewalt“ im Zusammenhang mit der palästinensischen Olivenernte, aber israelische Journalisten stellten schnell heraus, dass das Verteidigungsestablishment in seine  Zahlen Anzeigen einschließt, die letztlich widerlegt wurden (dieses Jahr rund 10 bis 15 Fälle).

Währenddessen ist die OCHA-OPT-Datenbank der UNO, die von mehreren internationalen Medien zitiert wird, genauso unzuverlässig. So schrieb die Watchdog-Gruppe NGO Monitor aus Jerusalem letztes Jahr:

[UN-OCHA] … präsentiert [palästinensische] Terroristen als Opfer und listet Zuhause, beim Einkaufen oder an Bushaltestellen wartend erstochene Israelis als Opfer von „Siedlergewalt“.

Trotz der Mehrdeutigkeit haben Nachrichteberichte fast einheitlich als Tatsache dargestellt, dass von Juden initiierte Störungen „zunehmen“ (NBC News), eine „starke Zunahme (Washington Post) erkannt oder „in die Höhe geschossen“ sind (Foreign Policy). Die meisten der Artikel, die „Siedlergewalt“ erwähnen (29 von 45) haben ihre Wurzeln offensichtlich in von der EU unterstützten, randständigen NGOs erstellten Berichten.

Ende 2019 stellte Brüssel einem Projekt namens „A Symbiotic Relationship in the West Bank: Holding Israeli Authorities Accountable for Settler Violence“ (Eine symbiotische Beziehung in der Westbank: Die israelische Obrigkeit für Siedlergewalt zur Verantwortung ziehen) mehr als $335.000 zur Verfügung, das im Verlauf der letzten zwei Jahre von B’Tselem und Breaking the Silence angeführt wird und das viele Beobachter als unverhohlen israelfeindlich einstufen (siehe hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier). Eines der Ziele der Unterstützung bestand darin „internationalen und israelischen Entscheidungsträgern und der Öffentlichkeit“ gegenüber angebliche Menschenrechtsverletzungen zu enthüllen, „die von Siedlern an Palästinensern verübt wurden“.

B’Tselem seinerseits hat von Anfang 2020 bis September diesen Jahres insgesamt 451 Fälle von dem dokumentiert, was sie als „Siedlergewalt gegen Palästinenser und ihr Eigentum“ bezeichnen. HonestReporting konnte keine zusammengefassten Daten zu den Zahlen solcher Vorfälle für den davor liegenden Zweijahres-Zeitraum feststellen.

Im Gegensatz dazu verzeichnete der Shin Bet (Israels Geheimdienst) allein im Oktober 2021 mehr als 100 palästinensische Terroranschläge in Judäa und Samaria. 2020 registrierte der Sicherheitsdienst fast 800 Akte palästinensischen Terrorismus in dem Gebiet. Weitere 424 „signifikante Anschläge“ wurden vereitelt.

Trotzdem ist die Berichterstattung der Medien über „Siedlergewalt“ sprunghaft angestiegen – während die zugehörigen Statistiken relativ stabil bleiben und von den Vorfällen palästinensischer Gewalt total in den Schatten gestellt werden – wobei die Schlagzeilen behaupten, die israelischen Verteidigungskräfte seien „beteiligt“ daran Palästinensern zu schaden und Artikel die Vorstellung propagieren, israelische Radikale würden „nicht dem Staat trotzen, sondern nach seiner Pfeife tanzen“.

Und das, obwohl der israelische Außenminister Yair Lapid und Verteidigungsminister Benny Gantz vor kurzem gelobten jüdische „Terroristen“ ihrer gerechten Strafe zuzuführen und das israelische Parlament vor kurzem ein Treffen einberief, um genau dieses Thema zu diskutieren.

Was ebenfalls unerwähnt bleibt: dass Einzelne, die mit B’Tselem und Breaking the Silence in Verbindung stehen, mehr als einmal beschuldigt worden sind Ereignisse zu erfinden (siehe z.B. hier und hier). Nach Zeugenaussagen ehemaliger IDF-Soldaten haben sich B’Tselem-Aktivisten sogar palästinensischen Steinwerfern angeschlossen. Ihre „Ermittlungen“ sind trotzdem von Publikationen weltweit für bare Münze genommen worden.

Die Europäische Union spielt auf mehr als eine Weise eine fragwürdige Rolle bei der Propagierung des dubiosen Narrativs. Bereits 2011 postulierte ein von EU-Vertretern in Ramallah und Jerusalem erstelltes Positionspaper, dass „das Nichtvorhandensein von Schutz oder Rechtsmitteln“ gegen Gewalt die Palästinenser dazu treibt „beim Versuch ihre Lage zu verbessern zunehmend andere Mittel zu unterstützen.“ [Hervorhebung  hinzugefügt]

Sprung zum 17. November 2021, als die EU-Delegation bei der palästinensischen Autonomiebehörde auf twitter behauptete, sie sei Zeuge gewesen, wie „mehrere israelische Siedler“ Steine auf vorbeifahrende Autos warfen. „Solche Anschläge müssen verhindert werden und die Täter müssen schnell ihrer gerechten Strafe zugeführt werden“, hieß es in dem Post.

In Antwort auf Fragen von HonestReporting lieferte ein EU-Vertreter in Tel Aviv die folgende Erklärung:

Am Mittwoch [17. November] gegen 12:20 Uhr warf eine Gruppe israelischer Siedler Steine auf vorbeifahrende Autos auf einer stark befahrenen Straße 60 nahe der Mikhmas-Kreuzung. Ein Angestellter des Büros des Repräsentanten der EU in Ostjerusalem kehrte in einem EU-Fahrzeug aus Ramallah nach Ostjerusalem zurück, das beinahe von Steinen getroffen wurde, aber der Fahrer schaffte es umzukehren und den Ort des Vorfalls zu verlassen. Einige der Fahrzeuge vor dem EU-Fahrzeug wurden von Steinen getroffen. Der Vorfall wurde den israelischen Behörden gemeldet.

Der offizielle Vertreter antwortete allerdings nicht auf Rückfragen, wie genau die Identität der Angreifer bestätigt wurde. In der Vergangenheit haben palästinensische Steinewerfer, die nach Autos mit israelischen Nummernschildern Ausschau hielten, auch palästinensische und UNO-Fahrzeuge getroffen.

Im Zuge der Recherche von HonestReporting sagte ein Sprecher der israelischen Polizei, dass zwar tatsächlich zahlreiche Anzeigen zu Steinwürfen in derselben Gegend eingegangen seien, aber keine Verdächtigen festgestellt wurden. „Das ist eine Gegend, in es der sowohl Araber als auch Juden gibt und es gibt keine Möglichkeit zu wissen, wer die Tat beging“, betonte der Sprecher.

Trotz der offensichtlich fehlenden Beweise erlangte der anklagende Post der EU in den sozialen Medien schnell mehr als 150 Retweets, darunter von Omar Schakir von Human Rights Watch; einem Angestellter von Al-Haq, einem Professor der City University New York, und zahlreichen europäischen Gesandten bei der palästinensischen Autonomiebehörde.

Wie schon erwähnt kam der EU-Tweet imitten grassierender palästinensischer Anschläge überall in Judäa und Samaria. „Wir erleben eine Zunahme an Steinwürfen und anderen Terrorvorfällen durch arabische Randalierer“, schrieb Bürgermeister Israel Ganz vom Regionalrat Binyamin am 19. November auf Facebook und stellte heraus, dass mehrere jüdische Einwohner von Ma’ale Levona – 19 km südlich von Nablus – im Verlauf der Vorwoche Verletzungen erlitten hatten.

Fakt ist: Am Tag des EU-Tweets wurde Berichten zufolge ein israelisches Mädchen bei einem arabischen Steinwurf-Angriff nahe der Gemeinde Alon Schwut verletzt. Etwa zur gleichen Zeit wurde bei Ma’ale Levona ein israelischer Bus getroffen; lokale Quellen sagten, es war der siebte ähnliche Vorfall innerhalb von 24 Stunden. Einen Tag später wurden Palästinenser aus A-Lubban al-Scharqiyah auf Video festgehalten, wie sie Steine auf Israelis warfen.

Es fällt auf, dass die EU, B’Tselem und Breaking the Silence dazu noch keine Berichte ausgegeben oder es verurteilt haben.

HonestReporting hat im Verlauf der letzten Monate eine Serie von Untersuchungen zu von der PA unterstütztem Terrorismus gegen die jüdische Bevölkerung in Judäa und Samaria erstellt (siehe hier, hier und hier) und wir haben die EU wiederholt aufgerufen diese sinnlose Gewalt zu verurteilen.

Bis heute kann die Europäische Union entweder als unvoreingenommener Vermittler agieren, der anstrebt die friedliche Koexistenz zwischen Israelis und Palästinensern zu fördern, in welchem Fall sie allen Extremismus verurteilen müsste, oder sie kann ein einseitiges Narrativ begünstigen, das den jüdischen Staat für die komplexe und oft sprunghafte Lage in den umstrittenen Gebieten verantwortlich macht.

Und natürlich gilt dasselbe Neutralitäts-Prinzip für die Medien, die die ganze Geschichte berichten sollten, statt dubiose Behauptungen zu puschen, die von der Datenlage nicht voll gestützt sind.

Die Fälschungen der Palästinenserführer bleiben von den Medien unwidersprochen

25. November 2021

Gidon Ben-Zvi, HonestReporting, 17. November 2021

Da eine zunehmende Menge an Beweisen die antike Verbindung des jüdischen Volks zum Land Israel bestätigt (siehe hier, hier, hier, hier und hier), stellen Palästinenserführer weiter unverschämte Behauptungen auf, mit denen die historischen Aufzeichnungen verdreht werden sollen. Und weil prominente Palästinenser nicht zur Rechenschaft gezogen werden, sind die Medien bei der dauerhaften Fortsetzung dessen mitschuldig, was auf ein israelfeindliches Narrativ hinausläuft.

Falsche Behauptungen, die die Geschichte als Waffe benutzen

PA-Präsident Mahmud Abbas ist mit der Behauptung aktenkundig geworden, dass die Palästinenser die Nachkommen des kanaanitischen Stamms der Jebusiter seien. Aber während Juden und Jebusiter noch bis ins 11. Jahrhundert v.Chr. in Israel als Nachbarn nebeneinander lebten, eroberte König David Jebus dann und machte es irgendwann zwischen 1005 und 999 v.Chr. zu seiner Hauptstadt Jerusalem. Danach wird die Spur kalt. Es gibt nirgendwo eine weitere Erwähnung der Jebusiter; es sind keinerlei Artefakte oder Dokumente gefunden worden.

Mit anderen Worten: Es gibt keine Beweise, die die Behauptung eines Fortbestands der Jebusiter bis zu den Palästinensern stützen.

Die Grundlagen der Geschichte umzuschreiben fällt Palästinenserführern scheinbar leicht. 2018 sagte der ehemalige Chefunterhändler und Generalsekretär des Exekutivkomitees der palästinensischen Befreiungsorganisation, Saeb Erekat:

Ich bin der Sohn Jerichos. Ich bin 10.000 Jahre alt … Ich bin der stolze Sohn der Netufianer und der Kanaaniter. Ich bin 5.500 Jahre hier gewesen, bevor Joschua Ben-Nun kam und meine Heimatstadt Jericho niederbrannte. Ich werde mein Narrativ nicht ändern.

Aber wie kann Erekats angebliche Verbindung zum Land zeitlich vor die islamische Eroberung zurückreichen, die 2.000 Jahre später stattfand, als man den biblischen Josua annimmt? Tatsächlich kamen viele Palästinenser aus dem gesamten Nahen Osten ins osmanische und in das von den Briten beherrschte Palästina, gemeinsam mit dem frischgebackenen zionistischen Vorhaben, das im späten 19. Jahrhundert begann.

Weniger lange zurück sagte der PA-Mufti von Jerusalem, Scheik Muhammad Hussein, im September 2021 in einem  Interview auf Palestine TV, Palästina sei die Geschichte hindurch von verschiedenen Nationen besetzt worden, aber das palästinensische Volk sei seit der Ära der Kanaaniter immer im Land geblieben. Er sagte weiter, dass „die Unwahrheit enden wird“.

Manipulation der Palästinenserführung in Sachen Juden: ein „ausgestorbener arabischer Stamm“

Falsche Behauptungen wie die Erwähnten gehen Hand in Hand mit einer weiteren Taktik, die von Palästinenserführern eingesetzt wird, die Auslöschung bekannter Verbindungen zwischen dem jüdischen Volk und dem historischen Israel.

Das Fatah-Revolutionsrats-Mitglied Bakr Abu Bakr verwies einst auf die „Kinder Israels“ als eines „arabischen Stammes, der ausgestorben ist“; er fügte hinzu: „Die gegenwärtigen Einwohner unseres Landes, die der jüdischen Religion nahe stehen, haben keine Verbindung zu ihnen.“

Hinweise aus der palästinensischen politischen Klasse sind von Akademikern aufgenommen worden. Der palästinensische Historiker Dr. Aschraf Al-Qasas sagte in einem Interview mit Alkofiya-TV aus dem Gazastreifen am 2. November: „Juden sind Überschuss und konnten sich nicht in die Gesellschaft integrieren. … Die Juden waren ein Haufen Müll, den ihr loswerden wolltet … und das macht ihr, indem ihr sie auf die Nachbarn abladet, die ihr hasst: die Muslime.“

Der palästinensische Historiker Dr. Ashraf al-Qasas: Die Juden waren „ein Haufen Müll“; die Europäer versuchten sie loszuwerden, indem sie sie auf die Araber abluden.

Mahmud Abbas betrieb diese Sorte Negierungsideologie, als die Administration Trump im Dezember 2017 Jerusalem als Israels Hauptstadt anerkannte. In einer Rede konterte Washingtons Schritt mit einer Äußerung, es habe bis zur zionistischen Bewegung nie ein jüdisches Jerusalem gegeben.

Während des Camp David-Gipfels 2000 bestritt Palästinenserführer Yassir Arafat bekanntlich, dass es jemals ein jüdischer Tempel auf dem Tempelberg stand – ein Mikrokosmos seiner Leugnung der historischen jüdischen Verbindung und Anspruch der Juden auf das Land Israel. Stattdessen bestand er darauf, dass der wahre Tempel in Nablus in der Westbank gebaut wurde. Die Tatsache, dass er sogar grundlegende jüdische Geschichte in der Region nicht akzeptierte, wurde sowohl von den Israelis als auch von der Administration Clinton als Zeichen betrachtet, dass der PLO-Führer nicht nach Treu und Glauben verhandelte, trotz des großzügigen Friedensangebots, das vorgelegt wurde. Ein paar Monate nachdem die Gespräche zwischen Jerusalem und Ramallah in einem Fehlschlag endeten, brach eine abgestimmte Kampagne palästinensischen Terrorismus aus, die als Zweite Intifada bekannt wurde.

Zu einigen der ungeheuerlichsten Verbrechen der UNESCO an der Geschichte gehören:

  • Israel mit Worten zu tadeln, die jüdische heilige Stätten in Jerusalem und Hebron als palästinensisch beschrieben.
  • Verabschiedung einer Resolution, die den uralten jüdischen Tempel in Jerusalem einzig als Haram al-Scharif und den Platz vor der Westmauer als al-Buraq-Platz bezeichnete – die jeweiligen muslimischen Namen dieser Orte.
  • Erklärung des Orts, der von Juden wie von Muslimen als Grabstätte der biblischen Patriarchen Abraham, Isaak und Jakob wie ihrer Frauen verehrt wird, zu einer „gefährdeten palästinensischen Welterbestätte“.

Unter Anführung systematischer Voreingenommenheit verließen Israel und die USA 2017 die UNESCO. „Die UNESCO ist ein Gremium, das ständig die Geschichte umschreibt, darunter durch Auslöschen der jüdischen Verbindung zu Jerusalem“, wurde Israels UNO-Botschafter Danny Danon damals zitiert.

PA-Verweigerungshaltung: Von der Antike ins Hier und Heute

Der britische Philosoph Edmund Burke schrieb einmal: „In der Geschichte wird ein großer Band für uns zur Lehre ausgebreitet, der aus den Fehlern der Vergangenheit und aus den Schwächen der Menschheit das Material der zukünftigen Weisheit schöpft.“

Damit, dass sie die Augen vor der Vergangenheit verschließen legitimieren die Medien die palästinensische Verweigerungshaltung gegenüber der Koexistenz mit Israel:

Mahmud al-Habbasch, Berater des PA-Präsidenten für religiöse Angelegenheiten: „Israel führt einen regelrechten Krieg gegen die Al-Aqsa-Moschee. Terroristische Siedler schänden tagtäglich ihre Höfe und Plätze.“


PA-Premierminister Muhammad Schtayyeh erklärte im September letzten Jahres, dass es keine andere Wahl geben wird als in der Palästinenserfrage zurück auf den Anfang 1948 zu gehen und dass das palästinensische Volk in dieser Situation eine einzige, vereinte Führung „vom Fluss bis zum Meer“ haben wird. Er sagte auch, dass Israel dazu bestimmt ist „demografisch zu sterben, weil das jüdischen Menschenreservoir in der Welt dahinschwindet“.

„Vom Fluss bis um Meer“ ist ein Ruf zu den Waffen für die palästinensische Kontrolle über das gesamte Territorium Israels, vom Jordan bis zum Mittelmeer.

Mit der Schmälerung, sogar Übertünchung der jüdischen Geschichte machen es die großen Medien noch schwerer auf das Material, die Fehler der Vergangenheit und Schwächen der Menschheit zurückzugreifen, die als Anleitung dienen könnten, damit Israelis und Palästinenser endlich ihren Jahrzehnte alten Konflikt lösen.

Medien beschuldigen Israel Jerusalems „Status Quo“ zu verletzen; schauen bei Auslandsregierungen weg, die das tatsächlich tun

18. November 2021

Gidon Ben-Zvi, HonestReporting, 11. November 2021

Praktisch ohne internationale Berichterstattung unternehmen Länder vom Iran über die Türkei bis zu Jordanien Initiativen, die Israels Souveränität über Jerusalem, der Hauptstadt des jüdischen Staats, schwächen sollen. Prominente Nachrichtenmedien haben diese Realität ignoriert und stattdessen Israel ständig als den brüchigen „Status quo“ in der heiligen Stadt gefährdend dargestellt (siehe hier, hier, hier und hier).

Mit der Fehlcharakterisierung von Israels Kampf zum Schutz seiner Bürger in Jerusalem als angebliche Misshandlung örtlicher Palästinenser geben große Nachrichtenmedien Gruppen und Regierungen Carte Blanche, die danach streben Israels legitime Ansprüche auf die Stadt zu untergraben.

Und wenn diese Auslands-Einflüsse – die in Wirklichkeit Provokationen sind – nicht angegangen werden, könnte das einmal mehr Gewalt an Brennpunkten zur Folge haben.

Jordanische Einmischung in Jerusalem

Israelische Medien berichteten diese Woche, dass in Jordanien eine Spendenkampagne mehrere Millionen Schekel erbrachte, angeblich um Häuser alter palästinensischer Einwohner Jerusalems zu renovieren, insbesondere von solchen, die nahe des Tempelbergs leben.

Allerdings erklärte Majed Al-Tabbaa, der Präsident der jordanischen Ingenieursvereinigung, die die Initiative anführt, ihren Zweck so:

„Die Kampagne ist Jordaniens Antwort auf die Balfour-Erklärung, die es den israelischen Besatzungsbehörden erlaubte eine nationale Heimstatt auf palästinensischem Land zu errichten.“ Er [Al-Tabbaa] sagte, das Projekt spiegele nicht nur die Haltung der Ingenieursvereinigung, sondern die des „gesamten jordanischen Volks“ und repräsentiere die „Gefühle der Einwohner gegenüber der Al-Aqsa-Moschee“.

Die führenden Medienorgane der Welt versäumten es über ein solch problematisches Projekt zu berichten, obwohl sie reflexhaft weiter die palästinensische Gewalt auf dem Tempelberg herunterspielen. Das Verständnis der Medien für die Realität ist derart verzerrt, dass die New York Times am 24. August eine Story über jüdisches Gebet auf dem Tempelberg brachte, in der nicht einmal erwähnt wurde, dass dieser Ort der heiligste des Judentums ist.

Die Ambitionen der Türkei in Jerusalem

Die Machenschaften Jordaniens sind aber nur die Spitze des Eisbergs. Während des von den Terrorgruppen des Gazastreifens initiierten, elf Tage dauernden Konflikts forderte der türkische Außenminister Mevlut Cavusoglu konkrete Maßnahmen, die Israel abschrecken und die Hamas unterstützten. Insbesondere drängte Cavusoglu die islamische Welt eine internationale Steitmacht nach Jerusalem zu schicken.

Tatsächlich hat die Regierung des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan sich schon seit Jahren in die politischen und sozialen Angelegenheiten Jerusalems eingemischt. Zu diesen subversiven Aktivitäten gehört die Finanzierung – in einer Größenordnung von mehr als $40 Millionen – von Reisen palästinensischer Jugendgruppen zu radikal-islamischen Konferenzen in der Türkei und dass Palästinenser mit Bussen nach Jerusalem gekarrt werden, um jüdische Besucher des Tempelbergs zu belästigen.

Als Ergebnis sind überall in Ost-Jerusalem türkische Flaggen zu sehen. Fotos des extrem israelfeindlichen und offen antisemitischen Erdoğan zieren Geschäfte in der gesamten Altstadt.

Angriffe von PA, Hamas auf Israels Souveränität

Während des Konflikts im Mai stellten die Medien fast uniform und falsch die Aggression der Hamas als Reaktion auf Bemühungen der israelischen Polizei dar, massive „Proteste“ von Palästinensern in Jerusalem, auch auf dem Tempelberg, niederzuschlagen. Tatsächlich drohten der politische Hamas-Chef Ismail Haniyeh und der Militärkommandeur der Terrorgruppe, Muhammad Deif, in Jerusalem Chaos und Verwüstung zu verursachen, wenn die israelische Regierung die gerichtlich angeordnete Räumung arabischer Familien aus besetzten, Juden gehörenden Häusern in Ost-Jerusalems Viertel Scheik Jarrah/Schimon HaTzadik ausführt.

Wie von HonestReporting berichtet, wies Haniyeh palästinensische Einwohner von Scheik Jarrah an den Kompromiss des israelischen Obersten Gerichtshofs abzulehnen, der den gärenden Disput gelöst hätte; Grundlage für die Anweisung war, Israel sei „ein illegales Gebilde auf unserem [palästinensischen] Land“.

Derweil forderten die Palästinensischen Nationalen und Islamische Kräfte – eine Koalition, zu der die Hamas, die Volksfront zur Befreiung Palästinas und der Palästinensische Islamische Jihad gehören – ebenfalls, dass der Vorschlag des Gerichts abgelehnt wird.

Gleichzeitig wurden durch die palästinensische Autonomiebehörde, die von den Medien ständig und fälschlich als gemäßigte Organisation dargestellt wird, Vereinbarungen zwischen Ramallah und Jerusalem durch politische Aktivitäten in der gesamten Hauptstadt Israels verletzt. In der weit verbreiteten Berichterstattung über Scheik Jarrah wird nicht gesagt, dass es offiziellen PA-Vertretern, die die palästinensischen Familien ebenfalls unter Druck setzten den Kompromiss abzulehnen, verboten ist „Bedrohung und Einschüchterung von Einwohnern Jerusalems zu betreiben“.

Darüber hinaus fordern vom israelischen Parlament verabschiedete Inlands-Gesetze, dass die PA erst eine Erlaubnis erhalten muss, wenn sie im souveränen Israel mit „Aktivitäten mit politischer oder Regierungs-Eigenschaften“ aktiv sein will.

Tendenziöse Berichterstattung normalisiert palästinensische Ablehnung von Koexistenz

Indem über das Untergraben der Stabilität Jerusalems durch externe Kräfte nicht berichtet wird, die an Israels Souveränität über die Stadt kratzt, haben die Medienorgane entscheidenden Kontext eines komplexen Problems gelöscht.

Das vielleicht bedeutendste Ergebnis dieses journalistischen Vergehens ist, dass man der PA die Verweigerung durchgehen lässt. Denn während viele darauf bestehen, dass Jerusalem im Fall eines Friedensabkommens zwischen Israel und den Palästinensern geteilt werden muss, macht Ramallah keinen Unterschied zwischen den östlichen und westlichen Teilen der Stadt.

2020 machte Mahmud al-Habbasch, einer der Berater von PA-Präsident Mahmud Abbas, in einem Fernsehinterview deutlich, dass „Jerusalem und Palästina“ befreit werden und „uns allein gehören wird“.

Die Weigerung der Medien irgendetwas davon zu berichten hat den Angriff auf Israels Souveränität über seine Hauptstadt praktisch legitimiert.

Die anhaltende Manipulation des „Status quo“ durch Akteure des Auslands und die offensichtliche Vertuschung ihrer Verbündeten in den Medien hat der Koexistenz erheblichen Schaden zugefügt.

Sollten Nachrichten mit Ausgewogenheit berichtet werden? Die Antwort könnte Sie überraschen

4. November 2021

David Pomerantz, HonestReporting, 24. Oktober 2021

Am Wochenende kennzeichnete Israel offiziell sechs verschiedene Nichtregierungs-Organisationen als Terrorgruppen. Die Schlagzeile der Associated Press lautet: „Israel ächtet Rechtegruppen, unterstellt Terrorismus“ (Hervorhebung hinzugefügt).

Die AP machte mit dem Zitat von Kritikern weiter, die sagten, der Schritt solle „Menschenrechts-Beobachtung mundtot machen“ und Kritiker Israels „bestrafen“. Der weit verbreitete Nachrichtendienst schloss sogar eine Erklärung von B’Tselemen ein, die es einen Akt nannte, „der totalitäre Regime charakterisiert, mit dem eindeutigen Ziel diese Organisationen zu schließen“.

Dieses Framing bereitet die Bühne für eine Vielzahl anderer Gruppen weltweit Erklärungen abzugeben wie die der International Human Rights Clinic an der Harvard Law School, in der es heißt, sie „steht solidarisch mit der palästinensischen Zivilgesellschaft und ruft die israelische Regierung auf ihre Entscheidung der Kriminalisierung prominenter Menschenrechtsorganisationen zurückzunehmen“.

Ken Roth von Human Rights Watch protestierte gegen die Entscheidung und nannte die Gruppen „stolze Partner“; er griff Israel verbal mit Anschuldigungen von „Verbrechen gegen die Menschheit“ und „Apartheid“ an.

Das Menschenrechtsbüro der UNO in Ramallah behauptete, Israel versuche „völlig friedliche und legitime Aktivitäten“ von „Menschenrechtsgruppen“ einzuschränken und sogar das US-Außenministerium gab eine Stellungnahme ab, die Klärung forderte.

AP muss eine Art „Ausgewogenheit“ angerechnet werden, weil sie beide „Seiten“ zitiert, aber es gab einen entscheidenden Aspekt, den AP in ihrer Berichterstattung komplett auslässt: die faktische Wahrheit.

Macht „Ausgewogenheit“ guten Journalismus?

Um diese Frage zu beantworten, stellen Sie sich vor, in der Geschichte ginge es nicht um Politik, sondern darum, wer das Baseballspiel von gestern Abend gewann: Ein Kommentator sagt, es waren die Atlanta Braves, ein anderer sagt die LA Dodgers. Können Sie sich vorstellen, dass ein Sportreporter einfach „beide Seiten“ zitiert und das Publikum staunen lässt? Was ist mit einem Börsenstand oder einem Wetterbericht?

Natürlich ist das Beispiel absurd – nicht weil es falsch ist Ausgewogenheit zu haben, sondern weil in diesem Fall der Journalist Zugang zu etwas Besserem hat: Verlässliche, unabhängige Daten, die jeder überprüfen kann. Wenn also ein Journalist irgendwelche Zweifel hat, könnte er oder sie vorliegendes Videomaterial des Spiels ansehen und unabhängig bestätigen, dass Atlanta mit 4:2 gewonnen hat.

Natürlich wird ein Journalist in einigen Fällen nicht die vollständigen Informationen haben und muss sich daher auf konkurrierende Berichte verschiedener Quellen verlassen.

Dieser Fall gehört nicht in diese Kategorie.

Von den Daten zur Wahrheit

Israel hat erklärt, dass es aufgrund als geheim eingestufter Informationen handelt und es ablehnt weitere Details zu veröffentlichen, was einem Journalisten nicht viel gibt, mit dem er arbeiten kann. Es hätte allerdings, ganz ähnlich wie das Nachsehen des Gewinners des Baseballspiels von gestern Abend, nur bescheidener Recherche bedurft, um zu bestätigen, dass sie einschlägigen NGOs tatsächlich eng mit Terrorismus verbunden sind – auf Grundlage öffentlich zugänglicher Daten.

Zum Beispiel:

Zusätzlich zu dem oben beschriebenen sind viele Persönlichkeiten dieser Organisationen wegen Terrorakten verhaftet worden, in manchen Fällen viele Male und zahlreiche Fälle wurden von Israels unabhängiger Justiz entschieden.

Die PFLP bestritt ihre Beziehungen zu den verschiedenen NGOs nicht. Im Gegenteil: Ein Sprecher der Terrororganisation, Kayed al-Ghoul, erklärte:Ddie Palästinenser „sind stolz auf die Beziehungen aller ihrer Söhne zu jeder nationalen Gruppe, die Widerstand gegen die Besatzung leistet, einschließlich der Volksfront zur Befreiung Palästinas.“

Jenseits der Ausgewogenheit: Journalismus und Ethik

Es gibt Orte auf der Welt, an denen Diktaturen und Tyrannen wirklich Polizeibefugnisse nutzen, um legitime Menschenrechtsorganisationen zu schließen. Solche Organisationen mit Typen wie der PFLP und ihre Partner in einen Topf zu werfen schädigt der Sache der Menschenrechte in aller Welt.

In einer Welt der Rund-um-die-Uhr-Nachrichten und kurzen Abgabefristen arbeiten Journalisten unter erheblichen Beschränkungen an Zeit und Ressourcen. Dennoch brauchte HonestReporting weniger als zwei Stunden, um diese Recherche durchzuführen und wir komplettierten sie weit vor unserer eigenen Veröffentlichungsfrist. (Und mit dem Risiko das Offensichtliche zu sagen: Unser Budget ist weit niedriger als das einer typischen Mainstream-Nachrichtenagentur!)

Die Ethik fordert mehr als reine „Ausgewogenheit“, sie fordert, dass ein Journalist der Wahrheit so nah wie möglich kommt.

Medien löschen jüdische Verbindung zu neu entdecktem Weingut in Israel

21. Oktober 2021

Gideon Ben-Zvi, HonestReporting, 12. Oktober 2021

Israelische Medien berichteten diese Woche von der Entdeckung eines riesigen, 1.500 Jahre alten Weinpresse-Komplexes in Yavne, der rund 2 Millionen Liter Wein im Jahr herstellen konnte. Die größte Winzerei aus der byzantinischen Ära wurde von Archäologen der Israelischen Antikenbehörde ausgegraben.

Die tiefe jüdische Verbindung zum antiken Yavne spielte eine große Rolle in der lokalen Berichterstattung der Geschichte:

In der Mischna [der jüdischen mündlichen Tradition] heißt es, dass die jüdische Führung nach der Zerstörung Jerusalems [im Jahr 70 n.Chr.] nach Yavne zog und dass die Weisen von Yavne ein einem Weinberg lebten und die Thora studierten. Die Ausgrabungen zeigten eine Fortsetzung der Existenz der Weinindustrie an dieser Stelle über viele Jahrhunderte, sagten die Archäologen.

Tatsächlich verlegte Rabban Yochanan ben Zakkai den Sanhedrin, das oberste Gericht und das gesetzgebende Gremium für alle mit der Halacha  für alles, was mit der Halacha (dem jüdischen Recht) zu tun hat, nach der Zerstörung Jerusalems durch die Römer nach Yavne.

Aber während israelische Nachrichtenorganisationen diesen notwendigen Kontext brachten, verwässerten ihn die prominenten Agenturen Associated Press (AP), Agence France-Presse (AFP) und Reuters zusammen mit der BBC und der Times (GB) oder löschten die Verbindung zwischen dem Ort dieser historischen Entdeckung und der Verbindung des jüdischen Volks zu Israel komplett.

Keine Juden hier: APs und Reuters‘ krasse Auslassung

Der Text von Associated Press, geschrieben von Tsafrir Abayow, enthält die Worte „Jude“, „jüdische“ oder „Judentum“ nicht. Und die Begriffe „Israel“ und „israelisch“ werden einzig in Bezug auf das moderne Land erwähnt, in dem die Winzerei ausgegraben wurde. Der Bericht von Reuters, geschrieben von Ari Rabinovitch (überarbeitet von Jeffrey Heller und Ed Osmond) folgt im Grunde derselben redaktionellen Linie, auch wenn die Schlagzeile des Artikels das Heilige Land erwähnt.

AFPs uralte „jüdische Siedlung“

Der Text der AFP geht einen Schritt weiter; er nutzt den zeitgenössischen, politisch aufgeladenen Begriff „Siedlung“, um eine antike jüdische Gemeinde zu beschreiben: „Die Anlage in Yavne, südlich von Tel Aviv, war in biblischen Zeiten eine jüdische Siedlung und eine Schlüsselstadt nach der Zerstörung Jerusalems im Jahr 70 n.Chr.“

Die Berichterstattung von AFP wirft die Frage auf: Schüssel für wen?

BBC täuscht 400 Millionen Menschen, die Times (GB) erwähnt den Islam, nicht das Judentum

Dann gibt es die BBC. Der jede Woche von mehr als 400 Millionen Menschen gesehene Sender bietet eine interessante Geografiestunde: „Das Endprodukt war als Gaza- und Aschkelon-Wein bekannt, nach den Häfen, über die er nach Europa, Nordafrika und Kleinasien exportiert wurde.“ Aber Yavne, das als bedeutendster Ort in der nachbiblischen jüdischen Geschichte nach Jerusalem gilt, ist nur ein Anhängsel.

Der Text der BBC verweist nur einmal auf Yavne, als „südlich von Tel Aviv“ gelegen.

Die Times (GB) schafft es die BBC zu übertreffen: Der von Anshel Pfeffer eingereichte Bericht vermerkt die islamische Verbindung zu der Gegend, nicht aber die jüdische: „… Im byzantinischen Osten kam ein großer Teil des Weins aus diesem Küstenstreifen, bevor die Produktion im siebten Jahrhundert mit der muslimischen Eroberung aufhörte.“

Die Washington Post kriegt es hin

Einer der 1.300 Kunden der AP ist die Washington Post (WaPo), die eine eigene Autorin damit beauftragte die Geschichte zu berichten.

In einem Artikel mit dem Titel In Israel wurde ein 1.500 Jahre alter Weinbetrieb gefunden. Experten sagen, es handelt sich um die größte bekannte Winzerei aus dieser Zeit vermeidet die Autorin Jaclyn Peiser die oben erwähnten Tricks: „Yavne ist dafür bekannt vor 2.000 Jahren ein Zufluchtsort für jüdische Führer gewesen zu sein, als die Römer Jerusalem zerstörten. Sie bildeten einen neuen Ort für Studien – nach Angaben der Archäologen in einem Weinberg.“

Hut ab vor der Washington Post, dass sie in diesem Fall die Ausnahme ist.

Das Auslassen jeglicher Hinweise auf die Verbindung des jüdischen Volks zu Yavne entspricht in der Tat der offensichtlich übergeordneten Politik vieler Nachrichten-Organe „unbequeme“ Fakten – historisch oder modern – einfach zu ignorieren, die die uralten Verbindungen des jüdischen Volks zu Israel bestätigen.

Eilmeldung, Medien: Israels arabische Minderheit identifiziert sich nicht „weitgehend als Palästinenser“

14. Oktober 2021

Akiva Van Koningsveld, HonestReporting, 6. Oktober 2021

In Übereinstimmung mit der Theorie der Intersektionalität haben Soziologen im Verlauf der letzten Jahrzehnte zunehmend den Wert der Eigendefinition von Identität als Mittel zur Stärkung betont. Kolumnisten für Zeitungen wie der New York Times haben argumentiert, dass es für Minderheiten entscheidend ist „Rassenidentitäten zu negieren, die unser Erbe, Kultur und Erfahrung spiegeln, wozu gehört, wie andere uns wahrnehmen“.

Warum sind dann, wenn es um Araber in Israel geht, internationale Medienorgane anscheindend erpicht darauf deren Identität an ihrer statt sie zu definieren?

Zum Beispiel beschrieb Tom Bateman, Nahost-Korrespondent der BBC, in der Berichterstattung über die Verbrechenswelle in mehrheitlich arabischen Orten in Israel diese Orte als „Israels Palästinenserstädte“. Organe wie die New York Times, die Washington Post und NBC News haben die größte Minderheit des Landes ebenfalls als „Palästinenser in Israel“ beschrieben. Genauso prominente Einzelne wie die US-Kongressabgeordnete Ilhan Omar (hier) und Ken Roth von Human Rights Watch (hier).

Die Beschreibung der arabisch-israelischen Identität läuft nicht nur den Fakten vor Ort zuwider – Araber werden gleiche Rechte gewährt und sie sind Bürger des Staates Israel, nicht eines nicht existenten „Palästina“ – missachtet aber, dass die überwiegende Mehrheit von ihnen sich nicht als „Palästinenser“ identifiziert.

Die Daten zeigen stattdessen, dass sie sich in erster Linie als „israelische Araber“ oder schlicht „Israelis“ betrachten.

Experten haben in der Tat begonnen zu bemerken, dass diese sich vertiefende Integration in die israelische Gesellschaft Einfluss auf die Art hat, wie arabische Israelis sich selbst sehen. Der Pluralism Index, zusammengestellt vom Jewish People Policy Institute in Jerusalem, verzeichnete letztes Jahr einen starken Rückgang der Zahl von Menschen in Israel, die ihre Hauptidentität als „palästinensisch“ betrachten.

Die Wahlen von 2021 brachten die arabischen Parteien und Wähler dem Status vollständiger Partner im israelischen politischen Spiel enger zusammen. Das ist auch wahrscheinlich ein Ausgang von Prozessen, die im Index vom letzten Jahr festgestellt wurden, als wir einen dramatischen Anstieg im Anteil der arabischen Israelis berichteten, die ihre Hauptidentität als „israelisch“ definieren und einen entsprechend starken Rückgang beim Anteil derer, die sich als „palästinensisch“ definieren. [Pluralism Index 2021]

Nach Angaben der Studie sagten 51 Prozent der Nichtjuden in Israel, sie identifizierten sich als „arabisch-israelisch“, verglichen mit nur 7 Prozent, die sagten, sie betrachteten sich hauptsächlich als „palästinensisch“. Zusätzlich beschrieb sich knapp ein Viertel der Nichtjuden schlicht als „israelisch“.

Die Studie bat die Probanden auch anzugeben, wie sehr sie dem Satz „Ich fühle mich als echter Israeli“ zustimmen. Die meisten Araber antworteten damit, dass sie der Äußerung entweder voll zustimmten (65%) oder eher zustimmen (33%).

Eine ähnliche Studie aus dem Jahr 2017, durchgeführt von Sharahit, einer israelischen NGO, die Koexistenz fördert, stellte fest, dass nur 14,6 Prozent der arabischen Israelis sich als „palästinensisch“ identifizieren.

Dennoch sind manche Aktivisten nur allzu scharf darauf Israels größte Minderheit mit ihren arabisch-palästinensischen Brüdern in der Westbank und dem von der Hamas kontrollierten Gazastreifen zusammenzuwerfen. Der israelische Araber Yoseph Haddad erfuhr dieser aus erster Hand im Sommer, als er einer Frau widersprach, die darauf bestand ihn gegen seinen Willen als Palästinenser zu bezeichnen.

>>Vor ein paar Tagen gingen meine Verlobte und ich bei einem Besuch in Österreich ins Konzert. Als eine neben mir sitzende junge Frau mich am Telefon auf Arabisch reden hörte, fragte sie, woher ich komme. Ich antwortete „Israel“. Sie sagte: „Sie meinen Palästina.“<<
>>Ich antwortete: „Nein, nein, ich bin aus Israel. Ich bin ein israelischer Araber.“ Kurz gesagt: Sie machte die ganze Sendung hindurch ein sauertöpfisches Gesicht. Als wir am Ende der Sendung aufstanden, sagte ich ihr mit einem großen Lächeln: „Ich hoffe, ich treffe Sie in Israel.“ Ich genoss, wie ihr Gesicht aussah, nicht weniger als die gesamte Sendung…<<

Unabhängigkeitserklärung garantiert „volle und gleichberechtigte Staatsbürgerschaft

Der aktuelle Zustand der komplexen Beziehung zwischen Israel und seiner arabischen Bevölkerung kann nur durch das Objektiv der Geschichte voll verstanden werden. Obwohl Juden seit der Zerstörung des zweiten Tempels (70 n.Chr.) immer im Heiligen Land anwesend gewesen sind, haben Christen und muslimische Araber auch hunderte von Jahren in der Region gelebt. Tatsächlich wurde die Al-Aqsa-Moschee, der drittheiligste Ort des Islam, nach der muslimischen Eroberung Jerusalems im siebten Jahrhundert auf den Ruinen des jüdischen Tempels gebaut.

Für diese nichtjüdischen Einwohner ist jedoch das Konzept einer nationalen „palästinensischen“ Identität nicht existent.

Um Faiz El-Khouri, den ersten syrischen Repräsentanten bei den Vereinten Nationen zu zitieren (1947):

Ich denke die meisten von Ihnen, wenn nicht sogar alle, wissen, dass Palästina eine syrische Provinz gewesen ist. Es gibt dort geografische, historische, rassische und religiöse Verbindungen. Es gibt keinerlei Unterschied zwischen den Palästinensern und den Syrern und ohne die Balfour-Erklärung und die Bedingungen des [britischen] Mandats würde Palästina heute eine syrische Provinz sein, wie es früher war.“

Im Gefolge des Zweiten Weltkriegs und den Schrecken des Holocaust nahm die jüdische Einwanderung ins Mandat Palästina stark zu. 1948, am Vorabend der Unabhängigkeit Israels, war das damals von den Briten verwaltete Territorium zwischen dem Mittelmeer und dem Jordan Heimat für rund 630.000 Juden und mehr als einer Million Araber.

Ein Jahr davor hatten die Vereinten Nationen für die Teilung des Mandats Palästina in separate jüdische und arabische Staaten und Einrichtung Jerusalems als internationale Stadt unter der Schirmherrschaft der UNO gestimmt. Die jüdischen Führer nahmen den Vorschlag an, aber das Hohe Arabische Komitee lehnte alle Kompromisse ab. Dem folgten Angriffe auf jüdische Gemeinden und Viertel.

Als die britischen Streitkräfte im Mai 1948 abzogen, rief David Ben-Gurion die Gründung des Staates Israel aus, was Ägypten, Jordanien, Syrien, den Libanon und den Irak veranlasste in den neuen jüdischen Staat einzumarschieren. Was folgte, war der tödlichste Krieg in Israels moderner Geschichte, der 1949 formell mit einer Reihe von Waffenstillstandsabkommen endete.

Gegen Ende des Konflikts gab es in Israel rund 160.000 arabische Einwohner. Der Historiker Benny Morris hielt später fest, dass Ben-Gurion „apriori keine Absicht hatte die Araber zu vertreiben und während des Kriegs gab es keine Vertreibungspolitik“. Trotzdem verließen viele ihre Heime – entweder in Reaktion auf die Aufrufe arabischer Führer oder um sich vor den vorrückenden Armeen zu schützen. In einigen Fällen wurden Araber von jüdischen Kämpfern mit Gewalt vertrieben.

Trotzdem rief Israels Unabhängigkeitserklärung „die arabischen Einwohner des Staats Israel auf … am Aufbau des Staates auf Grundlage voller und gleichberechtigter Staatsbürgerschaft und gebührender Repräsentation in all seinen vorläufigen und dauerhaften Institutionen aufzubauen“. Ben-Gurions Appell gab Erklärungen früherer Zionisten wie Ze’ev Jabotinsky wieder, der damit zitiert wird, dass das Territorium von „Eretz Yisrael [das Land Israel]“ sich für „eine Million Araber, für eine Million ihrer Nachkommen, für mehrere Millionen Juden – sowie für Frieden“ eignet.

Jede Menge arabische Erfolgsgeschichten in Israel

Heute gibt es 1.956.000 Araber in Israel, sie stellen 21,1 Prozent der Gesamtbevölkerung. Während Israel, wie jede Demokratie, seine Defizite und Herausforderungen hat, ist die Annahme vernünftig, dass die Vision der Gründerväter Israels verwirklicht worden ist. Die Mitglieder der arabischen Minderheit z.B. haben Posten in allen Zweigen der Regierung – von der Knesset bis zum Obersten Gerichtshof – sowie einflussreiche Posten in allen Bereichen von Kultur, Medien, Sport usw. …

Man muss nicht lange suchen, bis man aktuelle Beispiele arabisch-israelischer Erfolgsgeschichten findet. Im Juni machte der Parteichef von Ra’am (Vereinigte Arabische Liste) Geschichte, als seine islamistische Partei einen Koalitionsvertrag unterschrieb, um sich an der Regierung zu beteiligen. Kaum einen Monat später ernannte Israel seinen ersten arabisch-israelischen Vizepräsidenten.

Arabische Israelis spielten auch eine bedeutende Rolle bei der erfolgreichen Gefangennahme palästinensischer Terroristen, die im September aus einem israelischen Gefängnis entkamen. Nach Angaben von Polizeiquellen riefen „dutzende Araber“ an, um zu melden, dass sie die gefährlichen Entflohenen gesehen hatten, was schließlich zu ihrer Festnahme führte. „Überall, wohin sie sich wandten, lehnten arabische Bürger sie ab und riefen die Polizei“, kommentierte Omer Barlev, Minister für öffentliche Sicherheit, damals. „Großen Respekt für all die verantwortungsbewussten Bürger!“

Israels sozialer Zusammenhalt ist allerdings gebrechlich. Während des von der Hamas initiierten elftägigen Konflikts im Mai verübten arabische Randalierer, was als „Pogrome“ in Lod, Akko, Jaffa, Haifa und anderen sogenannten gemischten Gemeinden beschrieben wurde. Auch Juden griffen in mehreren Fällen Araber an. Aber in einem Schritt, der vorrangige arabisch-jüdische Kooperation demonstrierte, gelobte Mansour Abbas hierauf, dass arabische Israelis Bemühungen „anführen“ würden Synagogen zu reparieren, die bei der Gewalt beschädigt wurden.

Trotz unregelmäßiger, wenn auch nicht besonders einzigartiger Schwierigkeiten betrachten die meisten Araber sich als Mitglieder der Gesellschaft. Das passt zwar nicht in das böswillige Narrativ, dass Israel ein „Apartheidstaat“ ist, aber die Fakten sprechen für sich.

Genau genommen haben Israels Araber für sich selbst gesprochen – und die Medien sollten so viel Verantwortung zeigen ihnen zuzuhören und entsprechend zu berichten.

Palästinenser gegen alle anderen: Die selektive Empörung der Medien, wenn Israel nicht beteiligt ist

30. September 2021

HonestReporting, 26. Juli 2021

Im April 2015 gab Ahmed Tibi, ein Mitglied der Arabischen Gemeinsamen Liste des israelischen Parlaments, eine gewichtige Erklärung ab, mit der er die Kriegsverbrechen des Islamischen Staats (ISIS) an der syrisch-palästinensischen Bevölkerung verurteilte. „Was im Lager Yarmuk geschieht, ist ein Verbrechen gegen die Menschheit“, sagte er unter Bezugnahme auf die gewalttätige Übernahme des Flüchtlingslagers nahe Damaskus nur wenige Tage zuvor.

„Mehr als tausend Palästinenser wurden getötet“, versicherte Tibi.

Es fällt auf, dass diese Äußerung von praktisch allen Medien außerhalb Israels ignoriert wurde; die einzige Ausnahme war der Washington Examiner, der als einige große Nachrichten-Website Tibis Kommentare erwähnte. Die Tatsache, dass die Kommentare nicht berichtet wurden, war besonders bemerkenswert, wenn man im Hinterkopf hat, dass die Medien oft und ausgiebig alle seine Behauptungen über angebliche, von Israel begangene Verbrechen an Palästinensern berichteten (siehe z.B. hier, hier und hier).

Offenbar verdienen angebliche Verbrechen, die von Israel an Palästinensern begangen werden, mehr Aufmerksamkeit der Medien als tatsächliche Gräueltaten, die von anderen Akteuren an ihnen begangen werden.

Bevor 2011 der syrische Bürgerkrieg ausbrach, war Yarmuk Heimat für rund 160.000 palästinensische Flüchtlinge und ihre Nachkommen, was es zur größten solchen Gemeinschaft im Land macht. Das Lager wurde ursprünglich 1957 gegründet und hatte das Ziel arabische Flüchtlinge vor Israels Unabhängigkeitskrieg von 1948 zu beherbergen, bei dem fünf arabische Armeen den jungen jüdischen Staat angriffen.

Der syrische Bürgerkrieg zerstörte Yarmuk komplett. Bis Januar 2019 waren nur ein „paar Dutzend Familien“ im Lager übrig, es gab nur noch ausgebombte Gebäude und Schutt.

Nach Zusammenstößen zwischen Kräften von Anhängern und Gegnern Baschar al-Assads verhängte die syrische Regierung eine Belagerung des Bereichs. Zwischen Juli 2013 und Februar 2014 verzeichnete Amnesty International 194 Tote in Yarmuk, darunter 12 Babys, sechs Kinder und 41 alte Menschen. Zwei Drittel verhungerten; andere starben wegen fehlender medizinischer Behandlungen. In den folgenden Jahren brachten sich intensivierende Zusammenstöße, Luftangriffe und Artilleriebeschuss weitere Zerstörung und trieben die Todesopfer in Yarmuk auf geschätzte 1.458 hoch.

„Der syrische Präsident Baschar al-Assad hat mehr von uns getötet als Israel es in seinem letzten Krieg gegen den Gazastreifen gemacht hat“, sagte ein palästinensischer Flüchtling der New York Times am 16. Dezember 2012.

Eine große Datenanalyse durch HonstReporting offenbart hingegen, dass die meisten prominenten Medienorgane diese palästinensischen Toten weitgehend übersehen haben. Zum Beispiel erwähnten, als das syrische Regime während einer einwöchigen Bombardierungskampagne auf Yarmuk 20 Zivilisten tötete, nur fünf Artikel die getöteten palästinensischen Zivilisten.

Dann übernahmen während des Angriffs der Regierung auf Yarmuk im April 2015 Terroristen des Islamischen Staats für kurze Zeit die Kontrolle über das Lager. Nach Angaben des Botschafters der Palästinensischen Befreiungsorganisation in Syrien, Anwar Abed al-Hadi, hat ISIS palästinensische Bewohner „hingerichtet, geköpft und vergewaltigt“. Diese Behauptungen wurden von palästinensischen Quellen vor Ort bestätigt, erhielt jedoch wenig bis keine Aufmerksamkeit seitens der Mainstream-Medien.

Die Verbrechen von ISIS an Palästinensern beschränkten sich nicht auf den Angriff auf Yarmuk. Nach Angaben von UNRWA, der UNO-Organisation für palästinensische Flüchtlinge, töteten Bomben des Islamischen Staats von Januar bis Juni 2016 in der Umgebung von Qabr Essit – einem weiteren Flüchtlingslager in den Außenbezirken von Damaskus – mindestens 36 Palästinenser.

Eine Analyse von HonestReporting stellte fest, dass diese palästinensischen Opfer von ISIS-Gräueltaten von großen Medien wie der New York Times, der Washington Post, CNN, Los Angeles Times, Associated Press, Reuters, der BBC und anderen nicht ein einziges Mal erwähnt wurden.

Bei Verbrechen der Hamas gegen die Palästinenser wegsehen

Genauso schienen viele Medienorgane Verbrechen einen Persilschein zu geben, die von der Hamas an Palästinenser begangen werden, also von der Terrororganisation, die den Gazastreifen seit mehr als einem Jahrzehnt regiert. Am 24. Juli 2021 riefen Palästinenser in der Küstenenklave die Hamas und andere bewaffnete Gruppen auf, aufzuhören Waffen in Wohngebieten zu lagern. Der seltene Aufschrei folgte einer großen Explosion im Al-Zawiya-Markt in Gaza Stadt, bei dem eine Person getötet und 14 weitere verletzt wurden.

Obwohl mehrere Medien schnell über die Explosion berichteten (siehe hier, hier und hier), entschieden sie sich später die Nachrichten über die wahrscheinliche Beteiligung palästinensischer Terrorgruppen zu ignorieren.

Tatsächlich offenbart eine Untersuchung der journalistischen Berichterstattung über den Gazastreifen ein Muster selektiver Berichte, wenn es um palästinensisches Leid geht. Als zum Beispiel ein Gaza-Teenager letztes Jahr von einem Sprengsatz getötet wurde, an dem er arbeitete, wurde in den Medien dieser Vorfall nicht erwähnt, der offenbart, wie die Terrorgruppen im Gazastreifen Minderjährige für sich rekrutieren – eine Tat, die ein Kriegsverbrechen darstellt.

Und im Kontext des Gaza-Konflikts vom Mai 2021 gingen Organe wie die New York Times einen Schritt weiter: Sie spielten aktiv die Verbrechen der Hamas an deren eigener Bevölkerung herunter (siehe hier und hier).

Das syrische Regime und Terrororganisationen wie ISIS und Hamas sind für ihre völkermörderischen Taktiken und Menschenrechtsverletzungen bekannt. Dennoch scheinen große Nachrichtenorgane anscheinend blind gegenüber dem Leid gewöhnlicher Palästinenser, die in ihr Fadenkreuz geraten.

Die Medien-Apathie erstreckt sich allerdings auch auf vom Westen unterstützte Regierungen. Zum Beispiel geht es Palästinensern nicht sonderlich besser, die unter der autoritären Herrschaft der palästinensischen Autonomiebehörde (PA) in der Westbank leben. Aber während der Tod von Nizar Banat, einem palästinensischen Menschenrechts-Aktivisten, der in PA-Gewahrsam starb, Anfang des Monats beträchtliche Berichterstattung erhielt (siehe hier, hier und hier), war die den Menschenrechtsverletzungen der PA gewidmeten Aufmerksamkeit flüchtig.

Wo waren diese Presseorgane, als die USA Ramallah beschuldigten gegen Teilnehmer des Wirtschafts-Workshops „Frieden zu Wohlstand“ in Bahrain vorzugehen – und sie in einigen Fällen folterte – ein Paukenschlag von einem Vorwurf, der nur in Israel Schlagzeilen machte?

Wenn Israel nicht beteiligt ist, scheint Schweigen eher die Faustregel zu sein als die Ausnahme. Es scheint fast so, als ob einige palästinensische Leben mehr zählen als andere.

Warum ignorieren die Medien „andere“ Menschenrechtsprobleme der Palästinenser?

19. August 2021

Rachel O’Donogue, HonestReporting, 11. August 2021

Die Nachrichten-Berichterstattung über die vermeintlichen schrecklichen Lebensbedingungen, die die Palästinenser in der Westbank und dem Gazastreifen ertragen müssen, ist nicht schwer zu finden. In der Folge des von der Hamas initiierten ausgewachsenen Konflikts mit Israel im Mai konzentrierten sich zahlreiche in hoch gehandelten Publikationen veröffentlichte Artikel auf die Nöte, denen die Gazaner ausgesetzt sind, die zufälligerweise unter einer Terrorherrschaft leben (siehe hier, hier und hier).

Wie leider nicht anders zu erwarten war, ignorierte ein Großteil der Berichterstattung die Rolle, die die Hamas sowohl bei der Schaffung als auch der Beibehaltung der elenden Zustände spielte, die die Einwohner des Strips durchmachen. In der Tat wäre der Gazastreifen in weit besserer Verfassung, würde die Hamas z.B. zustimmen Israel zwei israelische Bürger, die seit mehr als fünf Jahren als Geiseln gehalten werden, sowie die sterblichen Überreste zweier IDF-Soldaten zurückgeben. Denn dann wäre Jerusalem geneigt mehr Hilfe anzubieten und wäre weit flexibler, was Nachkriegs-Wiederaufbaubemühungen in der Enklave angeht.

Darüber hinaus möchten viele Medienorgane gerne die Tatsache begraben oder völlig ignorieren, dass zwar die meisten Gazaner in Armut leben, die Hamas aber den unehrenhaften Status einer der reichsten Terrororganisationen der Welt genießt. Dank der großzügigen Finanzierung durch den Iran streichen die Herrscher des Gazastreifens ungefähr $700 Millionen pro Jahr ein – eine stolze Summe, die es ihr erlaubt die Munition zu beschaffen, die sie gewohnheitsmäßig in stark bebauten zivilen Bereichen oder unter Schulen und  Krankenhäusern lagert, statt sie in zivile Infrastruktur oder Programme zur Verbesserung des Lebens der gewöhnlichen Leute zu investieren.

Eine Fülle Spaltenplatz wurde auch aktuell der Affäre Scheik Jarrah/Schimon HaTzaik gewidmet (siehe hier und  hier) – praktisch ein Eigentumsstreit, der sich um arabische Mieter dreht, die ihren Mietzahlungen nicht nachkommen wollen – der die Aufmerksamkeit der Welt einfing, weil er eine weitere Gelegenheit war Israel als Aggressor gegen wehrlose Palästinenser hinzustellen.

Letzte Woche ist Israel nach dem Ausbruch von Feindseligkeiten entlang seiner Nordgrenze zum Libanon einmal mehr in die internationalen Schlagzeilen geraten. Über von palästinensischen Terrorgruppen sowie zuletzt der Hisbollah beanspruchte Raketenangriffe sowie die Vergeltungs-Artillerie- und Luftangriffe der IDF wurde weithin berichtet.

Hisbollah schießt Raketen nach Israel, es droht eine riskante Eskalation.
Hisbollah, Israel beschießen sich in gefährlicher Nahost-Eskalation

Was aber in diesen Artikeln kaum eine Erwähnung wert war: Der Libanon steht derzeit infolge einer wirtschaftlichen und politischen Krise am Rande des völligen Zusammenbruchs. Darüber hinaus gibt es kaum einen Verweis auf die Rolle des iranischen Terrorstellverteters Hisbollah bei der Vertiefung der entstehenden Katastrophe, darunter die Ablehnung eines umfassenden Rettungsprogramms des Internationalen Währungsfonds.

Vielleicht am auffälligsten überhaupt ist das Fehlen jeglicher Artikel der Mainstream-Presse, die die Aufmerksamkeit auf die am schlimmsten von der Notlage betroffene Gruppe im Libanon lenkt – die dort lebenden Palästinenser.

Die Misere dieser 300.000 Personen starken Bevölkerung aus hauptsächlich „Flüchtlingen“ kann nicht untertrieben werden: Ihnen werden zahlreiche Berufsbereiche verwehrt, in vielen Fällen dürfen sie kein Land besitzen und ihnen wird der Zugang zu Bildung vorenthalten. Wohlfahrtsorganisationen haben festgestellt, dass ihre bereits schlimme Lage noch von der andauernden Krise des Landes verschlechtert wurde und heute viele nicht einmal genug zu essen haben.

Es sind jedoch keine Artikel zu diesem Thema in irgendeiner der Mainstream-Publikationen erschienen, die normalerweise jede wahrgenommene Ungerechtigkeit an Palästinensern so gerne herausstellen. Nach Angaben von HonestReportings eigenen Daten wurden palästinensische Flüchtlinge im Libanon von allen Nachrichtenseiten in den USA in den letzten 30 Tagen insgesamt nur 86-mal erwähnt. In demselben Zeitraum wurde über Palästinenser im Gazastreifen mehr als 5.000-mal geschrieben.

Genauso schweigen die sozialen Medien – besonders Promis, die so stolz auf sich sind, dass sie die Ungerechtigkeiten der Welt herausstellen – über die Verschlimmerung des Problems.

Ein typisches Beispiel: Das Supermodel Bella Hadid nutzte diese Woche ihre Instagram-Plattform und deren fast 50 Millionen Follower, um gleichzeitig ihr Cover-Fotoshooting für die Vogue anzukündigen und ein „freies Palästina“ zu fordern. Trotz der Tatsache, dass ihr Vater einst kurz als Flüchtling im Libanon war, bevor er in die USA auswanderte und ein Immobilien-Magnat wurde, hat sie sich mit diesem Thema noch nicht gesondert beschäftigt.

Gibt es irgendeine Vermutung, warum die Medien sich entscheiden dieses Palästinenser-Thema zu ignorieren, aber eine Vielzahl Artikel über die Einwohner des Gazastreifens abzuliefern?

Die Bomben in Gaza, von denen Ihnen nichts berichtet wurde, weil sie nicht ins israelfeindliche Narrativ der Medien passte

12. August 2021

Akiva Van Koningsveld, HonestReporting, 9. August 2021

Am Freitagabend erschütterte eine Explosion das Bianco Beach Resort im Gazastreifen, ein luxuriöser Honigtopf, der erst vor einem Monat eröffnete. Während palästinensische Quellen keine Opfer berichtete, beschädigte die Druckwelle die Außenmauer den Urlaubsort, was Teile der Mauer einstürzen ließ.

Wahrscheinlich haben Sie nichts davon gelesen, weil kein großes Medienorgan über den Anschlag berichtete. Die UNO hat keine Nachforschungen eingeleitet und Human Rights Watch war nirgendwo zu finden.

Der einfache Grund: Israel war nicht beteiligt. Palästinensische Terroristen – mutmaßlich mit Verbindungen zu vom Islamischen Staat inspirierten Gruppen – legten die Bombe im Bianco Beach Resort, nachdem der Veranstaltungsort es ablehnte Forderungen nachzugeben ein gemischtgeschlechtliches Konzert abzusagen.

Das Palestinian Center for Human Rights (PCHR) in Gaza, das, dies muss gesagt werden, eine weltweite Kriegskampagne gegen Israel führt, gibt an:

Herr Suhail al-Saqqa, der Eigentümer des Resort, erklärte, dass eine Person gegen 19.30 Uhr am Mittwoch, 4. August 2021 ankam; er identifizierte isch und forderte die Mitarbeiter auf eine Party abzusagen, die für Donnerstag, 5. August geplant war. […]

Es sollte beachtet werden, dass ein Reihe Aktivisten kurz, nachdem die geplante Party angekündigt wurde, in den sozialen Medien eine Hetzkampagne gegen das Resort starten

Zu den Aktivisten in den sozialen Medien gehörte eine Person, das Resort besuchte und die Verwaltung aufforderte, die Veranstaltung abzusagen. Zusätzlich postete dieselbe Person in den sozialen Medien, nachdem die Explosion stattfand, eine Erklärung, dass er davor gewarnt hatte die Party zu veranstalten.“

Das PCHR warnte, dass auch gegen weitere Partys vorgegangen werden könnte, was „Terror unter unschuldigen Bürgern“ auslösen könnte und das Wirtschaftswachstum schädigt, was letztlich zum Verlust von Arbeitsplätzen führen könnte.

Derweil verurteilte auch der Palästinensische Verband der Restaurants, Hotels und Tourismusdienste den Bombenanschlag ebenfalls und bezeichnete ihn als „unmoralisch“.

Das Bianc Beach Resort besteht aus mehreren Villen mit privaten Schwimmbecken, Hotelsuiten, einem Restaurant und mehr. Ein Werbevideo auf seiner Facebookseite zeigt Gäste, die üppige Mahlzeiten und den Strand genießen.

Die Eröffnung des Luxusresorts hob die große Ungleichheit im Gazastreifen hervor, wo zwischen 600 und 1.200 Millionäre ein komfortables Leben führen, während die gewöhnlichen Bürger unter der Herrschaft der Hamas leiden.

[im Original ist hier ein Video von MEMRI eingefügt, das das Resort zeigt]

Große Meiden zitierten wiederholt das PCHR, als es Israel während des von den Terrororganisationen im Gazastreifen initiierten elftägigen Konflikts im Mai des Begehens von Kriegsverbrechen beschuldigte (s. z.B. hier, hier und hier). Wenn hingegen palästinensische Extremisten für die Terrorisierung von Zivilisten in der Küstenenklave verantwortlich sind, sind Publikationen wie die New York Times, Associated Press und die Irish Times plötzlich ganz abgeneigt die Äußerungen von PCHR zu veröffentlichen.

Der „Blackout“ erinnert an einen ähnlichen Vorfall der letzten Zeit. Am 24. Juli 2021forderten Palästinenser im Gazastreifen die Hamas und andere bewaffnete Gruppen auf die Lagerung von Waffen in Wohngebieten einzustellen. Dem seltenen internen Aufschrei folgte eine schwere Explosion auf dem A-Zawiya-Markt in Gaza Stadt, die einen Menschen tötete und 14 weitere verletzte.

Obwohl verschiedene Medien zügig von der Explosion berichteten (siehe hier, hier und hier), entschieden sie sich in der Folge dafür die Nachrichten über die Beteiligung lokaler Terrororganisationen zu ignorieren; und das sogar, nachdem der Palästinensische Islamische Jihad ausdrücklich die Verantwortung für das übernahm, was er als „tragischen Vorfall“ bezeichnete.

Dieses Bild hat ein leeres alt-Attribut; sein Dateiname ist hr.21-08-09.jpg.

Während Israelis und Frieden anstrebende Palästinenser alle Opfer des Extremismus sind, der von Terrororganisationen befürwortet wird, ist glasklar, dass die Medien nur daran interessiert sind, wenn es ein Prisma gibt, durch das man den jüdischen Staat verantwortlich machen kann.

Experten: Antizionismus und Antisemitismus auf twitter haben Auswirkungen auf die reale Welt

15. Juli 2021

Rachel O’Donoghue, HonestReporting, 11. Juli 2021

Twitter hat eine gut dokumentierte Geschichte antisemitische Einträge auf seiner Plattform zuzulassen. Es gibt zahlreiche Beispiele, die in dem Forum geblieben sind, auch nachdem sie den Moderatoren gemeldet wurden: von judenfeindlichen Sprachbildern bis zu 9/11-Verschwörungstheorien die Juden für die entsetzlichen Terroranschläge vom 11. September 2001 verantwortlich machen.

Während des 11 Tage dauernden Konflikts zwischen Israel und der Hamas, der im Mai ausbrach, grassierten auf Twitter zügellos judenfeindliche Meinungen. Nach Angaben der Anti-Defamation League (ADL), die daran arbeitet Antisemitismus und Extremismus zu bekämpfen, gab es vom 7. bis 14. Mai 17.000 Tweets, die den Satz „Hitler hatte recht“ oder Variationen davon verwendeten.

Die Verbreitung von Antisemitismus auf Twitter kann ins wirkliche Leben überlaufen, mit sehr realen Konsequenzen für Juden, insbesondere diejenigen, die physisch angegriffen worden sind.

Juden in den USA wurden während und nach dem Konflikt zwischen Israel und der Hamas ins Ziel genommen; die ADL registrierte eine Zunahme von Antisemitismus-Meldungen um 75 Prozent, zu denen Fälle von Vandalismus, Belästigung und Angriffen gehören. ADL-CEO Jonathan Greenblatt beschrieb die Entwicklung als einen „gefährlichen und drastischen Anstieg judenfeindlichen Hasses“.

Trotz der angeblichen Verpflichtung Twitters hart gegen antisemitisches und Hassreden vorzugehen, scheint es so, dass nicht genug getan wird. Zum Beispiel wurde die Präsidentin der Grünen Partei der USA, Cynthia McKinney, heftig kritisiert, weil sie am 28. Juni ein Bild postete, in dem es hieß „Zionisten haben das gemacht“, dazu ein Bild der früheren Twin Towers in New York City.

Twitters Reaktion kann einen vom Glauben abfallen lassen.

Nachdem der Tweets kurzzeitig als Beispiel „derben politischen Kommentars“ wurde, entfernte die Plattform den Post nach einem Aufschrei aus dem gesamten politischen Spektrum. Der anstößige Tweet erschien allerdings nur Stunden später wieder und war zur Zeit der Veröffentlichung dieses Artikels immer noch auf Twitter vorhanden.

Holly Huffnagle, US-Direktorin für die Bekämpfung von Antisemitismus des American Jewish Committee, warnte vor den Folgen solcher Tweets im richtigen Leben: „Juden sind mit jeder Sekunde weniger sicher, in der Twitter Antisemitismus erlaubt auf seiner Plattform zu bleiben. Zum Mindesten sollte der Tweet mit einer Warnung versehen werden, z.B. ‚Sie sind dabei eine Verschwörung/Desinformation zu sehen‘.“

Es ist klar, dass ein omnipräsenter Gigant der sozialen Medien wie Twitter die Pflicht hat gegen die Verbreitung von antisemitischem Hass vorzugehen.

Was online geschieht bleibt nicht immer online.

5 Arten, wie die Medien die Berichterstattung zum Konflikt zwischen Hamas und Israel verdrehen

1. Juli 2021

Emanuel Miller, HonestReportig, 20. Mai 2021

Das Thema Israel und die Palästinenser ist bekanntermaßen umstritten. Ein kleiner Zusammenstoß in Jerusalem hat das Potenzial weltweit Schlagzeilen zu generieren, im gesamten Nahen Osten die Stimmung aufzuwühlen und im Gegenzug zu mehr Kämpfen und sogar Krieg zu führen.

Das ist der Grund, weshalb es unerlässlich ist, dass die Medien die Story akkurat berichten. Aber Nachrichtenorgane verdrehen immer wieder Geschichten, die mit dem Konflikt zu tun haben.

Hier sind fünf Arten, wie die Nachrichtenorgane das weiterhin tun:

1. Israel wird für palästinensische Gewalt verantwortlich gemacht

Ab Beginn der jüngsten Eskalation ist Israel für die Entscheidungen der palästinensischen Terroristen verantwortlich gemacht worden. Bedenken Sie zum Beispiel die Schlagzeile der New York Times, die nahelegt, dass Raketenfeuer aus dem Gazastreifen in Reaktion auf das Handeln israelischer Sicherheitskräfte in Jerusalem erfolgte: „Nach Razzia auf Aqsa-Moschee, Raketen aus Gaza und israelische Luftangriffe“.

Wiederholt haben Journalisten die Entscheidung der Hamas Projektile auf israelische Zivilisten im ganzen Land zu schießen als Reaktion auf eine israelische „Razzia“ manipuliert. In Wirklichkeit waren israelische Sicherheitskräfte gezwungen die Moschee zu betreten, nachdem Palästinenser sie in eine Festung verwandelt hatten, in der sie Steine und Felsbrocken horteten, die auf Juden geworfen werden sollten, sowie Feuerwerkskörper als behelfsmäßige Raketen verwendeten. Gleichzeitig bewarfen Araber an zahlreichen Orten jüdische Fußgänger und Autofahrer massiv mit Steinen und versuchten mindestens einen Juden nahe des Tempelbergs zu ermorden. Ungeachtet der „Razzia“ hatte die Hamas keine Rechtfertigung auf israelische Zivilisten zu schießen. Zu suggerieren, dass Raketenangriffe durch palästinensische Terroristen erfolgten, „nachdem“ Israel gewalttätige Randalierer niederzwingt, bringen – ob nun absichtlich oder böswillig – Ursache und Wirkung durcheinander.

Vor kurzem nahm der Komiker John Oliver einen Beitrag auf, in dem er Israel beschuldigte im Gazastreifen „Kriegsverbrechen“ und „Kindermord“ zu begehen. Aber die Verantwortung für den Tod von Zivilisten im Gazastreifen liegt bei der Hamas, die einen Modus Operandi hat militärische Anlagen in dicht besiedelte Wohngebieten zu platzieren. Das Völkerrecht ist hierzu sehr klar: Die Hamas, nicht Israel, ist für die Opfer verantwortlich, die das Ergebnis ihrer Verwendung von Palästinensern als menschliche Schutzschilde sind.

2. Es wird nicht beachtet, dass aus dem Gazastreifen auf israelische Zivilisten gefeuerte Raketen Kriegsverbrechen sind

Es ist erstaunlich, dass das betont werden muss, aber Medienberichte über die jüngste Runde der Feindseligkeiten zwischen Israel und der Hamas haben es üblicherweise versäumt Letztere wegen Kriegsverbrechen anzuprangern. Jedes Mal, wenn eine Rakete aus dem Gazastreifen gewollt israelische Zivilisten treffen soll, ist das ein Kriegsverbrechen. Jedes Mal, wenn eine Rakete aus einer dichtbesiedelten zivilen Gegend im Gazastreifen abgefeuert wird, ist auch das ein Kriegsverbrechen.

Rund 4.000 Raketen sind im Verlauf der 10 Tage nach Israel geschossen worden. Nur weil das weiter passiert, heißt das nicht, dass es irgendwie akzeptabler und weniger ein Kriegsverbrechen ist. Das macht es schlimmer. Und indem versäumt wird diese Taten als solche zu beschreiben, erlauben die Medien den Terroristen weiter zu schießen, ohne dass öffentlich Druckgegen sie aufgebaut wird, im Gegensatz zum massiven öffentlichen Druck auf Israel, es solle nicht weiter zurückzuschlagen.

3. Kaschieren der chronologischen Abläufe, falsche Äquivalenzen ziehen

Die aktuelle Runde der Gewalt kann auf eine Reihe willkürlicher Angriffe von Palästinensern auf israelische Juden Mitte bis Ende April zurückverfolgt werden. Die Angriffe wurden gefilmt und auf der Video-Plattform TikTok verbreitet. Bilder der nicht provozierten Angriffe gingen viral, veranlassten zusätzliche Nachahmungsangriffe auf israelische Zivilisten, führten dazu, dass eine kleine Zahl randständiger jüdischer Aktivisten als „Vergeltung“ Araber angriff.

Zwei auffällige Tatsachen wurden in den Berichten jedoch nicht erwähnt:

  1. Die Gewalt wurde von den Arabern initiiert.
  2. Die Zahl der verwerflichen und weithin verurteilten Angriffe, die von Juden begangen wurden, wurde von den durch Araber begangenen weit übertroffen.

Stattdessen tendieren die Medien dazu beide in einen Topf zu werfen, wobei sie es oft versäumen deutlich zu machen, wie die Gewalt begann. Diesbezüglich betitelte die New York Times einen ihrer Artikel zum Thema mit „Zusammenstöße zwischen Israelis und Palästinensern um Jerusalems Altstadt“. Das schafft eine falsche Äquivalenz. Gleichermaßen wurde ein Bericht von CBS überschrieben mit: „Beamte verletzt, 40 in Jerusalem verhaften, als jüdische Hardliner-Gruppe und Palästinenser während des Ramadan mit Polizei zusammenstoßen“.

Israelis und Palästinenser um Jerusalems Altstadt zusammen. Die Gewalt brach aus, als eine extremistische jüdische Vorherrschaftsgruppe durch die Stadt marschierte und „Tod den Arabern“ skandierte.

Derweil veröffentlichte die Huffington Post einen Artikel mit der Schlagzeile: „Israelische Extremistengruppe skandiert ‚Tod den Arabern‘ bei Jerusalemer Protesten“; und Australiens ABC News brachte einen Artikel mit dem Titel: „Warum skandieren Mobs in Jerusalem ‚Tod den Arabern‘?“ Beide konzentrierten sich auf die jüdischen Extremisten, während sie das größere Problem des arabischen Rowdytums ignorieren.

4. Palästinensische Gewalt wird heruntergespielt und ausgelöscht

Medienanalysten haben schon lange festgestellt, dass palästinensische Gewalt in Medienberichten regelmäßig nicht als solche bezeichnet wird. Oft wird das unter Verwendung von Modifikatoren wie „Israel sagte“ gemacht. In anderen Fällen haben Redakteure und Journalisten effektiv palästinensische Kriegslust verschwiegen, indem sie von „Angriffen“ sprachen, ohne die dafür Verantwortlichen zu benennen. Nehmen Sie z.B. die Schlagzeile der BBC: „Israel schließt nach Mörserangriff Gaza-Grenze“. (Die Schlagzeile wurde später abgeändert, nachdem der Artikel wichtige Veränderungen erfuhr.)

Die BBC versagt in einer Reihe von Fällen. Erstens identifiziert sie nicht, dass die Hamas dafür verantwortlich war. Zweitens macht sie nicht ersichtlich, wo der Angriff stattfand: an einem Grenzübergang und zu einer Zeit, in der dort humanitäre Hilfe weitergeleitet wurde.

Genauso haben die täglichen Briefings der New York Times oft die Folgen und das Ausmaß des palästinensischen Terrorismus bagatellisiert, wobei manchmal „vergessen“ wurde die palästinensischen Angriffe einzubeziehen.

(Sie konnten das gesamte Update im Daily Briefing der New York Times lesen und keine Ahnung haben, dass die Hamas heute hunderte Raketen auf israelische Zivilisten schoss.)

Vergleichbare Probleme wurden in der britischen Berichterstattung beobachtet, wobei ein Bericht Ashlie Blakelys von der Manchester Evening News falsch nur „hunderte Raketen“ beschrieb, die auf Israel geschossen wurden, während die Zahl weit höher lag, deutlich in die Tausende. Ihre Formulierung versäumte es auch deutlich zu machen, dass die Hamas auf Zivilisten schoss, während Israel Hamas und andere Terroristengruppen ins Visier nahm.

Seit letztem Montagabend hat die militante Palästinensergruppe Hamas hunderte Raketen auf Israel geschossen, dessen Militär mit unablässigem Beschuss des Gazastreifens durch Panzer und Luftangriffe reagierte.

All das oben Beschriebene kann mit Artikeln verglichen werden, die sich auf die israelische Reaktion auf Raketenangriffe konzentrieren.

Beispielsweise veröffentlichte die New York Times am 18. Mai in allen Einzelheiten, dass das einzige Coronavirus-Testlabor im Gazastreifen unbrauchbar gemacht wurde – aber erst ganz spät in dem Text wurde deutlich, dass das Labor nicht von Israel beschossen wurde, keinen beträchtlichen Schaden erlitt und innerhalb von ein paar Tagen wieder im Einsatz sein würde. Aller angerichtete Schaden war das Ergebnis eines Angriffs, der auf der anderen Straßenseite erfolgte.

5. Terroristen und Zivilisten zusammenzählen

Seit dem jüngsten Gewaltausbruch haben einige Nachrichtenorgane aus dem Zusammenhang genommene Opferzahlen veröffentlicht. Betrachten Sie z.B. die Schlagzeile unten, die der Guardian produzierte: „Konflikt Israel-Gaza: 200 Palästinenser innerhalb einer Woche getötet, sagt Funktionär

Diese Formulierung wurde vom New Yorker wiederholt, der beschrieb, dass „zweihundert Palästinenser getötet worden sind, darunter Dutzende Kinder“.

Die problematische Terminologie erschien überall in den Medien; eine Schlagzeile von Fox News anfangs der Woche lautete: „Gaza-Funktionäre: Opferzahl durch israelische Angriffe steigt auf 43.

Es ist unerlässlich, dass die Leser begreifen, dass zivile Opfer komplett die Schuld der Hamas sind, weil sie das Feuer auf Israel eröffnete und jeder bedauernswerte Vorfall, bei dem Zivilisten im Nebel des Krieges gestorben sein können, letztlich die Folge der Entscheidung der Hamas war einen Krieg zu beginnen.

Zusätzlich ist die fehlende Klarheit bezüglich getöteter Zivilsten und Kombattanten die Schuld der Hamas, des Islamischen Jihad und anderer Terrororganisationen, deren Mitglieder es verfehlen sich von der urbanen Umgebung zu unterscheiden, aus der heraus sie regelmäßig agieren. Im Gazastreifen agierende Journalisten werden von der Hamas darin behindert ihren Job zu tun; Reporter werden von ihr drangsaliert und bedroht, wenn sie den Missbrauch von Zivilisten aufdecken. Da sie nicht in der Lage sind ihren Job frei zu erledigen, müssen Journalisten sich auf die von der Hamas betriebenen Ministerien verlassen.

Indem sie es unterlassen zu erwähnen wie viele der in Gaza Getöteten bestätigte Terroristen oder solche zu sein verdächtig sind, tragen die Nachrichtenseiten zu falschen Anschuldigungen bei, Israel „massakriere“ Gazaner.

Faktencheck: Repräsentiert der israelische Premierminister Naftali Bennett „hauptsächlich jüdische Westbank-Siedler“?

23. Juni 2021

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Akiva Van Koningsveld, HonestReporting, 15. Juni 2021

Die Vereidigung der neuen, von Premierminister Naftali Bennett geführten israelischen Regierung, eine Entwicklung, die Benjamin Netanyahus 12-jährige Amtszeit beendete, ist auf der ganzen Welt weithin berichtet worden. Kurz vor der Vertrauensabstimmung am Sonntag betonte Bennett, dass seine Regierung einen breiten Querschnitt der israelischen Bürger repräsentiert, die von Ofra [ein Gemeinde in der Westbank] bis Tel Aviv und von Rahat [einer Beduinenstadt im Negev] bis nach Kiryat Schmona reicht.

Trotzdem haben zahlreiche Medien behauptet, Bennetts Hauptwählerschaft bestehe aus den Israelis, die als Ultranationalisten bezeichnet werden oder jenseits dessen wohnen, was allgemein als die „Grenzen von vor 1967“ bezeichnet wird.

Beachten sie zum Beispiel den folgenden Satz, der in einem von Associated Press produzierten Artikel auftauchte: „Bennett (49) ist ein ehemaliger Stabschef Netanyahus, seine kleine Partei ist bei religiösen Juden und Siedlern der Westbank beliebt ist.“ [Hervorhebung hinzugefügt]

Die israelische Journalistin Noga Tarnopolsky trieb diese Behauptung einen Schritt weiter, als sie in The Daily Beast schrieb, Yamina repräsentiere „zumeist jüdische Siedler der Westbank“. Ebenso behauptete Jeff Halper von The Nation, Bennetts Basis bestehe aus „religiösen Siedlern“.

Wählerdaten aus der Wahl vom März, die Bennett an die Macht brachte, beweisen hingegen, dass diese Behauptungen schlichtweg falsch sind.

Tatsächlich lebt die Mehrheit derer, die für Bennett stimmten, nicht in der Westbank. Mehr als 75 Prozent der Stimmen für Yamina wurden von israelischen Bürgern abgegeben, die in Städten und Orten innerhalb der Grünen Linie liegen, zum Beispiel Petah Tikva, Tel Aviv, Rischon LeZIon, Netanya und Haifa. Weitere 14,5% kamen per Briefwahl von israelischen Diplomaten im Ausland, Soldaten, Häftlingen und Krankenhauspatienten. Bei der Wahl im März stimmten auch diejenigen, die wegen des Coronavirus in Quarantäne waren, mit diesen sogenannten Doppel-Briefumschlägen ab.

Stimmen für die Partei Yamina (Wahl vom März 2021)

Tatsächlich wurden nur 10% der gesamten Stimmen, die Yamina einfuhr, in der Westbank abgegeben; nur etwa 13 Prozent aller Stimmen, die von in der Westbank lebenden Israelis abgegeben wurden, gingen an Bennett. Genauer gesagt erhielt Yamina die meisten Stimmen aller Parteien in nur 21 von 126 jüdischen Gemeinden in der Westbank. Weit beliebter waren die Partei Religiöser Zionismus (führender Stimmengewinner in 51 Orten) und Netanyahus Likud (37).

Daher ist die Behauptung Bennett repräsentiere „zumeist Westbank-Siedler“ schlicht falsch. Etwas anderes zu behaupten, stellt sogar ein weiteres Beispiel für faulen Journalismus dar, weiteren Beweis, dass Reporter einmal mehr falschen Narrativen vertrauen statt sich damit zu abzugeben tiefer in den Zahlen zu graben.

Wie immer offenbaren Fakten die wahre Geschichte.

Faktencheck: Wollen die Palästinenser wirklich nur „Ostjerusalem“?

17. Juni 2021

Emanuel Miller, HonestReporting, 10. Juni 2021

Es ist übliche Praxis, dass Nachrichtenorgane Standardklauseln kopieren – geschriebene Texte, die in neuen Kontexten oder Anwendungen ohne wesentliche Änderungen am Original wiederverwendet werden. Im Kontext von Zusammenstößen oder Gewalt in Jerusalem fügen die Medien oft eine Zeile oder einen Absatz am Ende des Berichts ein, so wie in diesen Beispielen:

(Associated Press, June 7, 2021) … während die Palästinenser Ostjerusalem als Hauptstadt ihres zukünftigen Staates haben wollen…
(Reuters, June 7, 2021) … die Palästinenser, dass Ostjerusalem die Hauptstadt eines Staates ist, den sie in der von Israel besetzten Westbank und dem Gazastreifen gründen wollen…
(CNBC, May 10, 2021) … die Palästinenser wollen Ostjerusalem als Hauptstadt eines Staates…

Die Leser sind derart daran gewöhnt diese Worte zu sehen, dass sie anfällig dafür sind solche Absätze nur oberflächlich zu überfliegen. Und aus einer Perspektive der Medieneinseitigkeit scheinen sie harmlos und sogar ausgewogen. Aber sind sie das wirklich?

Zeit für eine Überprüfung.

Die territorialen Ziele der palästinensischen Autonomiebehörde

PA-Präsident Mahmud Abbas hat sich zwar tatsächlich für die Gründung eines „unabhängigen palästinensischen Staates mit Ostjerusalem als seiner Hauptstadt“ ausgesprochen, aber er hat sich wiederholt widersprochen und seine Abneigung preisgegeben das Ziel der Eroberung der gesamten heiligen Stadt nicht aufzugeben.

In einem im August 2019 auf Abbas‘ Facebookseite hochgeladenem Video, das von MEMRI übersetzt wurde, kann man Abbas sagen hören: „Diejenigen, die in diesem Land fremd sind, haben keine Rechte daran… Jerusalem gehört uns, ob sie es ihnen nun gefällt oder nicht.“

Als seine Worte Mitglieder der Menge veranlassten die Parole zu skandieren „Wir marschieren nach Jerusalem, Millonen von Märtyrern“, antwortete Abbas: „Wir werden in Jerusalem einziehen: Millionen von Kämpfern!“

Während Abbas öffentliche Lippenbekenntnisse für die Idee Seite an Seite lebender zweier Staaten abgibt, verrät seine Rhetorik auf Arabisch öfter, als dass sie es nicht tut, seinen Wunsch ganz Jerusalem unter palästinensische Kontrolle zu bringen.

Im Juli 2018 berichtete die palästinensische Nachrichtenagentur WAFA, Abbas habe erklärt, dass Jerusalem die „ewige Hauptstadt der Palästinenser“ sei und dass es „keine Kompromisse“ geben könne. Genauso erklärte er auf einer Pressekonferenz im März 2020 Unterstützung für palästinensische Frauen, die israelische Soldaten drangsalieren; er sagte, das würde helfen „unseren unabhängigen Staat mit Jerusalem als Hauptstadt zu erreichen“. Ostjerusalem wurde nicht erwähnt.

Abbas‘ Worte werden von anderen palästinensischen Politikern, Beratern und religiösen Führern wiederholt, die die „Befreiung“ von Jerusalem und mehr gefordert haben.

Im August 2020 sagte Mahmud Al-Habbasch, ein Berater von Abbas, in einem Fernsehinterview, „Jerusalem und Palästina“ würden von der Besatzung befreit werden und ausschließlich den Palästinensern gehören. „Palästina und Jerusalem werden alleine uns gehören“, sagte Al-Habbasch. Mit Verwies auf Israels Existenz als „Besatzung“ fügte er hinzu: „Diese Besatzung wird verschwinden, wie alle anderen vor ihr.“

In jüngerer Zeit, als im Mai 2021 die Kämpfe zwischen Israel und der Hamas tobten, sagte Musa Al-Rajabi, stellvertretender Sekretär des Fatah-Zweigs Schuafat und Beit Hanina (zwei Viertel in Jerusalem) gegenüber dem PA-Fernsehen: „Jerusalem wird nicht zustimmen zweigeteilt zu werden. Jerusalem gehört uns. Jerusalem ist arabisch, islamisch und christlich“, berichtete Palestinian Media Watch“.

„Wir werden sie weiter konfrontieren … bis zur Befreiung ganz Palästinas; Palästinas vom [Mittel-] Meer bis zu Fluss [Jordan], Palästina, das arabisch und islamisch ist. Es wird unser bleiben“, fügte Al-Rajabi an.

Solche Gesinnungen sind für Fatah-Vertreter normal. Fatahs Zentralratsmitglied Tawfiq Tirawi zum Beispiel postete im Februar 2020 ein Video auf seinem Facebook-Profil, in dem er behauptet: „Unser palästinensisches Land reicht vom Fluss bis zum Meer … das ist alles Waqf-Land.“

Der verstorbene PLO-Chefunterhändler Saeb Erekat sagte gegen über der PA-Tageszeitung Al-Hayat Al-Jadida im Juni 2017: „Wir arbeiten daran die Besatzung zu beenden, um die Souveränität des Staats Palästina zu verwirklichen, dessen Hauptstadt Jerusalem ist.“

Am bemerkenswertesten ist vielleicht, dass Erekat sich im April 2019 im PA-Fernsehen an das erinnerte, was er gegenüber Abbas 2008 während der Verhandlungen mit Israel sagte: „Olmert will dir 20 Quadratkilometer geben, so dass du [den Palästinensern] sagen kannst: ‚Ich habe mehr als die Gebiete von 1967 bekommen.‘“ Dennoch wurde das großzügige Angebot abgelehnt – weiterer Beweis, dass die Palästinenser weniger an einer Rückkehr in die Linien von vor 1967 und letztlich an der totalen Auslöschung Israels interessiert sind.

Hamas

Die offizielle Haltung der Hamas ist von Anfang an klar gewesen. Die Hamas-Charta wurde am 18. August 1988 veröffentlicht. Das Dokument setzt sich aus 36 einzelnen Artikeln zusammen, von denen alle das grundlegende Hamas-Ziel der Vernichtung des Staates Israel durch Jihad (islamischer „Heiliger Krieg“) propagieren. Die folgenden Auszüge veranschaulichen die Sichtweise der Hamas auf die Zweistaatenlösung:

„Die Islamische Widerstandsbewegung ist eine bedeutende palästinensische Bewegung, deren Treue Allah gehört und deren Lebensweise der Islam ist. Sie strebt danach das Banner Allahs über jedem Zentimeter Palästinas zu hissen.“ (Artikel 6)

„Israel wird existieren und das weiter tun, bis der Islam es auslöscht, so wie er andere vor ihm ausgelöscht hat.“ (Präambel)

„Das Land Palästina ist eine islamische Waqf [Heiliger Besitz], zukünftigen muslimischen Generationen geweiht bis zum Tag des Jüngsten Gerichts. Niemand kann es oder irgendeinen Teil davon aufgeben oder es oder einen Teil davon verlassen.“ (Artikel 11)

Diese Äußerungen sind im Lauf der Jahre regelmäßig durch weitere Erklärungen gestützt worden. 2017 zum Beispiel protestierte Hamas-Führer Ismael Haniyeh gegen den damaligen Präsidenten Donald Trumps Ankündigung, die USA würden Jerusalem als Israels Hauptstadt anerkennen. „Diese Entscheidung stellt das offizielle Ende der Verhandlungen dar. Jerusalem ist palästinensisch, arabisch und islamisch“, sagte Haniyeh gegenüber Al-Jazira. „Diese Entscheidung wird die Realität in Jerusalem und an seiner Geschichte nichts ändern.“

Ein jüngeres Beispiel der Nichtbereitschaft der Hamas die Bildung eines Palästinenserstaats an der Seite Israels zu billigen, ist in den Worten des ranghohen Hamas-Vertreters Mahmud Al-Zahar zu finden, der in einem auf Al-Jazira TV (Qatar) am 25. Mai 2021 ausgestrahlten Interview sagte: „Dieses Land ist für eine Zweistaaten-Lösung nicht geeignet. Es heißt entweder – oder.“

In Bezug auf die Existenz Israels als „Besatzung“ fügte Al-Zahar hinzu: „Entweder die Besatzung bleibt für immer, eine Option, die völlig unvorstellbar geworden ist – oder diese Besatzung wird beseitig und jeder [Israeli] wird seiner Wege gehen“, bevor er vorschlug, Netanyhau „sollte nach Amerika gehen“ und Lieberman „sollte nach Russland gehen“.

Der Islamisch Jihad

Ähnliches gab es von anderen palästinensischen Gruppierungen. Im November 2019 sagte zum Beispiel Khader Habib, Führer des Islamischen Jihad, in einer Rede, die im Alghad-TV (VAE/Ägpyten) ausgestrahlt wurde, Israel werde verschwinden und Jerusalem und Palästina gehörten den Palästinensern. „Euer [zionistisches] Gebilde wird verschwinden und wir werden bleiben, so Allah will, Palästina gehört uns. Jerusalem gehört uns.“

Obwohl kleiner als die Hamas, ist der Palästinensische Islamische Jihad sogar die ältere Organisation. Er ist am stärksten im Gazastreifen vertreten, wo er sich regelmäßig an Raketenangriffen auf Israel beteiligt und sich der Vernichtung Israels durch Jihad sowie der Gründung eines islamischen Palästinenserstaats vom Fluss bis zum Meer verschrieben hat.

Die Gründungscharta des Islamischen Jihad erklärt öffentlich seinen „Jihad gegen die jüdische Existenz in Palästina“ und erinnert seine Anhänger: „Der Jihad ist die Verpflichtung eines jeden Muslims und muss sofort ausgeführt werden, ungeachtet der Bildung eines islamischen Staates.“

Religiöse Führer

In einer Rede in der Al-Aqsa-Moschee im Februar 2020 sagte Scheik Mohammed Ayed: „Verkündet die Gründung des Kalifats! Marschiert auf Jerusalem! Marschiert zu Al-Aqsa-Moschee und befreit sie! Nehmt Rache an ihnen, macht euch auf den Weg nach Rom und dann auf den Weg zum Weißen Haus, zu diesem Trump, zu Putin und zu andern. Lasst uns die Erde erobern… das bedeutet die gesamte Welt und wir werden sie alle durch die Gerechtigkeit des Islam erobern und beherrschen!“

Im Mai 2021 sprach Imam Yussuf Makharzah an derselben Stelle in einer Freitagspredigt, die im Al-Waqiyah-TV der Hizb ut-Tahrir (im Libanon) ausgestrahlt wurde; er sagte der versammelten Menge: „Die Juden werden nicht einmal Teil unserer Überlegungen sein, denn sie stehen zu niedrig, sind zu unwürdig und zu erbärmlich. Rom wird erobert werden, so Allah will.“

Seine Worte ähnelten denen des palästinensischen Scheiks Abu Hanifa Awda, der in einer weiteren Ansprache in der Al-Aqsa-Moschee, die am 2. Juni 2019 ins Internet hochgeladen wurde, sagte: „Jerusalem ist dort, wo die Banner des Kalifats wehen werden“. „Von hier werden Armeen ausziehen, um die Welt zu erobern!“, rief Abu Hanifa aus, bevor er auflistete, wie die muslimischen Armeen angreifen werden: „Eine Brigade wird Palästina befreien… eine siebte Brigade wird Rom belagern. Eine achte Brigade wird das Weiße Haus schwarz machen. Eine neunte Brigade wird die Jizya-Kopfsteuer über London verhängen.“

Eine Ansprache des palästinensischen Politologen Scheik Ahmed Al-Khatwani vom Januar 2020 in der Al-Aqsa-Moschee bestätigte diese Sichtweise. „Palästina kann nicht wirklich die Existenz von zwei Staaten unterstützen. Die Realität in Palästina – was Geografie und Bevölkerung angeht – sieht so aus, dass es hier keine zwei Staaten geben kann. Entweder wird es einen jüdischen Staat geben oder einen islamischen. Wir haben für keinen Staat Platz außer für einen islamischen Staat.“

Schluss: Medienwahrheit, nicht tatsächliche Wahrheit

Nach Durchsicht zahlreicher Quellen ist erwiesen, dass viele Palästinenser den klaren Wunsch hegen einen souveränen Palästinenserstaat oder einen muslimischen Staat in dem Gebiet zwischen Jordan und Mittelmeer zu gründen und damit den Staat Israel auszulöschen. Extremisten wie die Mitglieder der Hamas und des Islamischen Jihad sind offen gegen das Konzept eines dauerhaften Friedens mit Israel. Selbst die moderateren Elemente wie die in der Fatah, die von Verpflichtung zum Friedensprozess reden, erklären auch wiederholt, dass das gesamte Land „palästinensisch“ ist. Ihre Ideologie ist die der Vertreibung, nicht des leidenschaftlichen Wunsches Seite an Seite mit ihren jüdischen Nachbarn zu leben.

In einigen Fällen reden religiöse Führer offen in Begriffen, die westliche Beobachter als denen von ISIS-Anhängern ansehen würden: Verweise auf die Gründung eines Kalifats, was bedeutet, dass nicht nur der jüdische Staat bedroht ist, sondern auch Rom, das Zentrum der Christenheit und sogar die Hauptstädte der Welt wie London und Washington.

Von daher ist der oft wiederholte Satz „Die Palästinenser wollen Ostjerusalem als Hauptstadt eines zukünftigen Staates“ stark irreführend und gründet nicht in der Realität. Obwohl er zahllose Male wiederholt worden ist, gibt er schlicht nicht die Fakten wieder und Journalisten, die diesen Satz recyceln, verraten – ungeachtet ihrer Absicht – das Vertrauen ihrer Zuhörer und Leser durch fundamentale Falschdarstellung der wahren Ziele der Palästinenser. Die Resultate dieser Falschinformation sind sehr real: Es wird öffentlich und international Druck auf Israel aufgebaut Frieden mit einem „Friedenspartner“ zu schließen, der den jüdischen Staat von der Landkarte wischen will.

Warum ignorieren die Medien erneute palästinensische Rufe zu den Waffen gegen Israel?

10. Juni 2021

Akiva Van Koningsveld, HonestReporting, 6. Juni 2021

Trotz der aktuellen Waffenstillstandsvereinbarung zwischen den Terrororganisationen im Gazastreifen und Israel setzen Hamas und Fatah ihre Hetze fort die Palästinenser sollen die Waffen gegen den jüdischen Staat aufnehmen. Diese Aufrufe zur Gewalt schüren die Flammen des Konflikts in der Region.

Am 31. Mai drang ein Terrorist aus dem Gazastreifen nach Israel ein. Einmal auf israelischen Territorium, stach er auf einen Wachmann ein. Am selben Tag löste ein aus dem Gazastreifen gestarteter Brandballon ein Feuer aus. Nur Tage später forderte die Hamas zu einem „Tag des Zorns“ auf. Palästinenser in der Westbank folgen dem Aufruf am Freitag, an mehreren Orten gab es gewalttätige Zusammenstöße.

Dennoch erhalten diese beunruhigenden Entwicklungen reichlich wenig Berichterstattung seitens der Mainstream-Medien. Stattdessen legen die weltweit führenden Nachrichtenorgane den Schwerpunkt weiter auf Israel, es müssen die Waffenruhe mit den Terrorgruppen einhalten, die für die Vernichtung des jüdischen Staates eintreten. Derweil werden palästinensische Provokationen, die darauf abzielen die Spannungen zu verschärfen und zu Gewalt aufzustacheln, schlichtweg ignoriert.

AP, Al-Jazira beschweren sich bitter, nachdem die Hamas-Militäreinrichtung, in der sie ihre Zelte aufgeschlagen hatten, von der IDF zerstört wurde

18. Mai 2021

Charles Bybelezer, HonestReporting, 16. Mai 2021

Die israelischen Verteidigungskräfte (IDF) zerstörten am Samstag ein Gebäude im Gazastreifen, in dem die lokalen Büros mehrerer internationaler Medienorgane untergebracht waren, darunter Associated Press (AP) und Al-Jazira. Der israelische Angriff kam während intensiver Kämpfe mit der Hamas – die von den meisten westlichen Ländern als Terrororganisation eingestuft wird, auch von den den Vereinigten Staaten – die im Verlauf der sechs Tage davor mehr als 2.500 Geschosse auf den jüdischen Staat abgefeuert hatten.

Entscheidend ist, das die IDF vorab vor dem Angriff warnte – in Form von Telefonanrufen und später durch eine Rakete, die „auf dem Dach anklopfte“ und praktisch keinen Schaden anrichtete – um den Zivilisten genug Zeit zu geben den zwölfgeschossigen Komplex zu verlassen; und das aus einem Gebäude, von dem die IDF hinterher in einer Erklärung angab, dass Mitglieder des Geheimdienstes der Hamas von dort aus agierten. Der Hamas wurde damit vorgeworfen Journalisten als „menschliche Schutzschilde“ zu benutzen, während die gut belegte Tatsache betont wurde, dass die „Terrorgruppen vorsätzlich ihre Militärbasen in den Kern der [Zivil-] Bevölkerung im Gazastreifen platziert“.

Tatsächlich ist es kaum vorstellbar, dass die Entscheidungsträger, insbesondere bei Al-Jazira, einer Tochter von Qatar, nicht die leiseste Ahnung davon hatten, dass ihr Büro in Gaza sich in demselben Hochhaus befand wie Mitglieder einer von Doha mit dutzenden, wenn nicht hunderten Millionen Dollar jedes Jahr unterstützten Organisation.

Auf jeden Fall sollte es Journalisten nicht überraschen, dass die Hamas ihre Sicherheit dadurch gefährdet, dass sie sie in die Schusslinie bringt.

Trotzdem wurde Mostefa Souag, amtierender Generaldirektor des Senders al-Jazira, hinterher folgendermaßen zitiert:

Wir rufen die internationale Gemeinschaft auf solch barbarisches Handeln zu verurteilen … Wir fordern sofortiges internationale Handeln, um Israel für seine bewusst gegen Journalisten und die Medieneinrichtungen gerichteten Schüsse zur Verantwortung zu ziehen…

Darauf könnte man antworten: „Wie genau beschoss die IDF bewusst Reporter, wenn sie sie vorher über den Angriff informierte – obwohl das zu tun bedeutete, dass auch die Hamas-Agenten die Möglichkeit hatten das Gelände zu verlassen?

Derweil veröffentlichte der Präsident und CEO von Associated Press, Gary Pruitt, folgende Stellungnahme:

Wir sind bestürzt und entsetzt, dass das israelische Militär das Gebäude beschießt und zerstört, in dem APs Büro und andere Nachrichtenorgane in Gaza untergebracht waren. Sie haben seit Langem gewusst, wo unser Büro ist und wussten, dass dort Journalisten waren.

Wir erhielten eine Warnung, dass das Gebäude getroffen werden wird… Ein Dutzend AP-Journalisten und Freischaffende befanden sich im Gebäude und wir konnten sie glücklicherweise rechtzeitig herausbringen.

Jen Psaki, die Sprecherin des Weißen Hauses, fiel auf den sozialen Medien sofort ein:

Wir haben den Israelis direkt kommuniziert, dass die Sicherheit von Journalisten und unabhängigen Medien eine vorrangige Verantwortung darstellt.

Vielleicht hat Psaki Pruitts Presseerklärung nicht gelesen. Darüber hinaus ist HonestReporting nicht bekannt, dass in Gaza seit dem Ausbruch des Konflikts am letzten Montag irgendein Journalist verletzt wurde, ein kleines Wunder, wenn man bedenkt, wie dicht die Bevölkerung in diesem Bereich ist und angesichts der schieren Menge an Projektilen, die von dort nach Israel geschossen wurde.

Jetzt zum einschlägigen Internationalen Recht, das, kurz gesagt, Angriff auf nicht militärische Stellen untersagt, aber auch erklärt, dass eine Stelle nicht mehr als „zivil“ gilt, wenn Kriegsinstrumente dort platziert werden. Ausführlicher sieht man das in Artikel 52 des Zusatzprotokolls I der Vierten Genfer Konvention [S. 40 des PDF-Dokuments – heplev]:

1. Zivile Objekte dürfen weder angegriffen noch zum Gegenstand von Repressalien [Vergeltungsmaßnahmen – heplev] gemacht werden. Zivile Objekte sind alle Objekte, die nicht militärische Ziele im Sinne des Absatz 2 sind.

2. Angriffe sind streng auf militärische Ziele zu beschränken. Soweit es sich um Objekte handelt, gelten als militärische Ziele nur solche Objekte, die auf Grund ihrer Beschaffenheit, ihres Standorts, ihrer Zweckbestimmung oder ihrer Verwendung wirksam zu militärischen Handlungen beitragen und deren gänzliche oder teilweise Zerstörung, deren Inbesitznahme oder Neutralisierung unter den in dem betreffenden Zeitpunkt gegebenen Umständen einen eindeutigen militärischen Vorteil darstellt.

3. Im Zweifelsfall wird vermutet, dass ein in der Regel für zivile Zwecke bestimmtes Objekt, wie beispielsweise eine Kultstätte, ein Haus, eine sonstige Wohnstätte oder eine Schule, nicht dazu verwendet wird, wirksam zu militärischen Handlungen beizutragen.

Zusätzlich bekräftigt das humanitäre Gewohnheits-Völkerrecht dasselbe Konzept: Nämlich dass der Angriff auf zivile Stellen zwar verboten ist, diejenigen, die für Militäroperationen verwendet werden aber nicht als solche gelten.

Insbesondere heißt es dort (Regel 8. Definition militärischer Ziele):

Insofern werden, was Ziele angeht, militärische Ziele auf diejenigen Objekte beschränkt, die durch ihre Natur, Standort, Zweck oder Verwendung einen effektiven Beitrag zum militärischen Handeln leisten und deren teilweise oder komplette Zerstörung, Einnahme oder Neutralisierung unter den gegebenen Umständen des Zeitpunkts einen definitiven militärischen Vorteil bieten.

Von daher kann also kaum argumentiert werden, dass die IDF das Völkerrecht verletzte, indem sie ein Gebäude beschoss, aus dem die Menschen heraus waren und das mutmaßlich von der Hamas für ihren Aggressionskrieg gegen Israel eingesetzt wurde.

Dass einige Medien darüber hinaus vom israelischen Militär Beweise fordern, ist Messen mit zweierlei Maß, das nur in eine Richtung angewandt wird. Beispielsweise verbreiten Nachrichtenagenturen gewohnheitsmäßig Opferzahlen, die vom von der Hamas kontrollierten Gesundheitsministerium in Gaza zur Verfügung gestellt werden, ohne sie faktisch zu überprüfen und ohne anzugeben, dass dieses Gremium eine lange Geschichte der gewollt Irreführung der Öffentlichkeit hat.

Gleichermaßen aufschlussreich ist, dass Nachrichtenorgane, die anscheinend in Bezug auf die Einsatzregeln der IDF voreilige Schlüsse zogen, sich beschwert haben, sie wären hereingelegt worden zu berichten, dass das israelische Militär am letzten Freitag eine Bodenoffensive im Gazastreifen begonnen habe.

Die angebliche Irreführung, eine oft im Kampf verwendete Taktik, kam in Form eines Tweets der IDF nur Stunden, bevor rund 160 Kampfjets losgeschickt wurden, um aus der Luft ein als „Metro“ bezeichnetes, massives unterirdisches Tunnelnetzwerk im Gazastreifen anzugreifen, das voller Hamas-Terroristen war, die eine Bodenoffensive erwarteten, die nicht kam.

IDF Luft- und Bodentruppen greifen derzeit im Gazastreifen an.

AP muss man zugute halten, dass sie – anders als die New York Times und die Washington Post – keinen ungenauen Bericht über die nicht existente Mission brachten; und zwar nach Durchführung grundlegender journalistischer Verfahren. Eigentlich war jeder mit einer allgemeinen Einsicht in Jerusalems politische und militärische Politik und Strategie gegenüber der Hamas von Anfang an skeptisch, was grünes Licht der Regierung für eine voll entfaltete Bodenoffensive so früh in der laufenden Konfrontation angeht.

Dafür brauchte HonestReporting rund fünf Minuten Anfragen an aktuelle und ehemalige Regierungs- und Militärvertreter, um festzustellen, dass die Wahrscheinlichkeit eines solchen Ereignisses bei fast Null lag – und dass israelische Truppen, wären sie im Gazastreifen, den Auftrag gehabt hätten, eine präzise taktische Mission durchzuführen (d.h. mit einer begrenzten Zahl von Spezialkräften eingedrungen wären), wovon niemand – wenn überhaupt – bis zu ihrem Abschluss etwas gehört hätte.

Allerdings wird von vielen Auslandsjournalisten offenbar kein grundlegendes Verständnis der Dynamiken des Konflikts gefordert; stattdessen werden einige auf den letzten Drücker nach Israel eingeflogen, um über ein Aufflammen in einem Jahrzehnte alten Krieg zu berichten, von dem sie anscheinend nur in der oft voreingenommenen Medienindustrie lesen, in der sie arbeiten.

HonestReporting fühlt mit Journalisten, die in einem Kriegsgebiet arbeiten und verstehen, warum der Vorfall von Samstag einen Angst-Nerv getroffen haben kann. Aus diesem Grund betonen wir, dass die Verantwortung direkt auf die Schultern der Hamas gelegt werden sollte, einer Organisation mit wenig, wenn überhaupt Interesse für Menschenleben, wie ihre elende Geschichte der Installation von Militäreinrichtungen in zivilen Bereichen bestätigt.

Das wurde anscheinend leider heute einmal mehr bewiesen.

Medien verpassen die eigentliche Story bei den palästinensischen Krawallen auf dem Tempelberg

13. Mai 2021

Emanuel Miller, HonestReporting, 9. Mai 2021

Am Freitag skandierten tausende Moscheebesucher gewalttätige Parolen, während sie auf dem Tempelberg randalierten, dem heiligsten Ort des Judentums, auch Standort der Al-Aqsa-Moschee, dem drittheiligsten Ort des Islam. Mehr als 200 Palästinenser und 17 israelische Polizisten wurden bei den daraus resultierenden Zusammenstößen verletzt.

Aber das war nicht das, wie die Medien die Geschichte berichteten.

Wenn man irgendeinen Bericht der New York Times, der BBC, des Guardian, der Washington Post oder der Associated Press liest, dann könnte einem vergeben werden zu glauben, dass palästinensische Moscheebesucher von unbarmherzigen israelischen Sicherheitskräften misshandelt wurden.

Eine solche Darstellung ist nicht nur eine Verzerrung der Fakten, sondern trübt auch das Gesamtbild.

In den Berichten ausgelassen: palästinensische Kampfrufe

„Ya Qassam, Ya Habib/Bombardiert, bombardiert Tel Aviv.“                     

Das waren die Worte von den Lippen nicht hunderter, sondern tausender Palästinenser, die sich auf dem Tempelberg versammelt hatten, um den letzten Freitag des Monats Ramadan zu begehen.

Das waren nicht die einzigen Gewaltworte: Der bekannte alte Kehrreim „Mit unserer Seele, mit unserem Blut werden wir dich erlösen, Al-Aqsa“ wurde ebenfalls wiederholt skandiert.

Das vielleicht ungeheuerlichste Beispiel kam in einem Beitrag von NPR, in dem Parolen erwähnt wurden – aber nur die einer kleinen Gruppe jüdischer Extremisten während der letzten Wochen (Minute 2:40 im Audio-Clip). Die auf Arabisch von tausenden muslimischer Moscheebesucher während der Zusammenstöße am Freitagabend gesungenen Parolen wurden hingegen nicht als erwähnenswert betrachtet.

Während dies von den Medien fast nicht berichtet wurde, sollte Reuters als eines der wenigen gelobt Nachrichtenorgane gelobt werden, das die Aufstachelung zu Gewalt erwähnte.

Derweil beschrieb die selbsternannte „Friedens“-Organisation IfNotNow das Hassreden als „inspirierenden … palästinensischen Widerstand“.

Grob vereinfachendes Framing des „Konflikts im Scheik Jarrah um Land“

In den letzten Tagen hat eine juristische Debatte über das Schicksal von ein paar Immobilien im Viertel Schimon HaTzadik/Scheik Jarrah in Ostjerusalem international Schlagzeilen gemacht. Es ist zwar klar, dass dieser Fall von Randalierern in Jerusalem als Sammelruf benutzt wird, aber Medienberichte haben das Narrativ so weit übersimplifiziert, dass die palästinensische Intoleranz praktisch ignoriert wird.

Ein von der BBC nach den Krawallen am Freitagabend veröffentlichter Artikel dient als perfektes Beispiel. Er begann mit der Dokumentation der Zahlen der Verletzten und führte die von jeder Seite eingesetzten Waffen an, womit der Eindruck vom „mutigen“ palästinensischen Underdog entstand, der brutalen israelischen Sicherheitskräften die Stirn bot:

Mindestens 163 Palästinenser und sechs israelische Polizisten sind bei Zusammenstößen in Jerusalem veröffentlicht worden, sagen palästinensische Sanitäter und die israelische Polizei. Die meisten wurden an der Al-Aqsa-Moschee verletzt, wo israelische Polizei mit Gummigeschossen und Blendgranaten schoss, während die Palästinenser Steine und Flaschen warfen.

Der nächste Absatz gestaltet das Thema vor dem Hintergrund eines anderen:

Wegen der möglichen Zwangsräumung von Palästinensern von Land, das jüdische Siedler beanspruchen, haben Spannungen zugenommen.

Heruntergespielt: palästinensische Gewalt

Eine weitere anscheinend unangenehme, von den Medien ignorierte Tatsache ist, dass palästinensische Randalierer große Felsbrocken auf den Tempelberg brachten und in der Al-Aqsa-Moschee versteckten. Videos der Zusammenstöße zeigen auch Palästinenser, die Feuerwerkskörper als Waffen verwenden, was die israelische Grenzpolizei zwang Schilde einzusetzen, um sich zu schützen. Es scheint auch so, dass Laser eingesetzt wurden, um die Beamten abzulenken und zu verwirren. (Das im Original hier gezeigte Video konnte ich leider nicht einbinden.)

Diese von der israelischen Polizei zur Verfügung gestellten Videobilder sind von unschätzbarem Wert, weil sie den Zuschauern hilft sachgemäß zu verstehen, was im von der Washington Post verwendeten Leitbild eingefangen wurde. Die Bildbeschreibung der Post lautete: „Palästinenser reagieren, als israelische Polizei während Zusammenstößen auf dem Gelände, das die Al-Aqsa-Moschee in Jerusalems Altstadt beherbergt, Blendgranaten verschießt.“

Das Bild zeigt hingegen sehr deutlich Feuerwerkskörper, die in der Luft explodieren, am wahrscheinlichsten die von den Palästinensern eingesetzten – mit der Aussicht israelische Sicherheitskräfte zu verletzen – die eine Reaktion auslösten.

Und während Blendgranaten von den Sicherheitskräften tatsächlich manchmal zur Zerstreuung der Menge eingesetzt wurden, sieht es in Wirklichkeit so aus, wenn sie explodieren.

Es scheint daher klar zu sein, dass die Bildbeschreibung der Post falsch ist.

Nicht berichtet: der palästinensische Machtkampf

Vielleicht zum ersten Mal überhaupt wurden am Wochenende auf dem Tempelberg Hamas-Flaggen gehisst. Die Terrororganisation, die den Gazastreifen beherrscht, hat sich Israels Vernichtung verschrieben und zeigt in Jerusalem Wirkung.

Die Flaggen sollten für sich selbst sprechen, schließlich repräsentieren sie eine völkermörderische Gruppe. Aber es gibt einen weiteren Blickwinkel zu diesem Vorfall.

Wie weithin erwartet, sagte PA-Präsident Mahmud Abbas vor kurzem die Parlamentswahlen ab, die ursprünglich für den 22. Mai angesetzt waren. Seitdem haben die Spannungen zwischen Abbas‘ Fatah, die praktisch die Westbank per Erlass regiert, und der Hamas zugenommen. Als Reaktion hat die Hamas die Hetze gegen den jüdischen Staat gesteigert, was viele Analysten als Versuch interpretierten ihr öffentliches Profil durch Demonstration ihrer nationalistischen Aufrichtigkeit zu verbessern.

Leider wird den Lesern regelmäßig detaillierte, nuancierte Berichterstattung zum eineinhalb Jahrzehnte dauernden innerpalästinensischen Konflikt vorenthalten. Das hat fundamentale Fehlwahrnehmungen zur Beziehung zwischen Israel und den Palästinensern wie auch zwischen den Palästinensern selbst zur Folge. In diesem Fall ist die Folge klar: Die Leser bleiben darüber fehlinformiert, was wirklich die jüngste Eskalation der Gewalt in Jerusalem verantwortlich ist.

(Bilder: Getty Images, Emmanuel Dunand)