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Verkehrte Wirklichkeit: Reuters stellt Israel als Aggressor gegen die Terrororganisation Hisbollah dar

25. Februar 2021

Akiva van Koningsveld, HonestReporting, Feb. 18, 2021

Israels Militär führte vor kurzem im Norden des Landes ein überraschendes Manöver der Luftwaffe durch, als Vorbereitungen für eine mögliche zukünftige Konfrontation mit der im Libanon sitzenden Hisbollah, die von den USA, Israel und mehreren europäischen Nationen als Terrororganisation ausgewiesen wurde. Die „Rose von Galiläa“ genannte Übung testete die Möglichkeit der israelischen Luftwaffe die Luftüberlegenheit zu behalten und Informationen zu sammeln.

Die Übung erfolgte zwei Wochen, nachdem die Hisbollah Raketen auf eine israelische Drohne schoss und nur Tage, nachdem ein israelischer Geheimdienstbericht warnte, die Hisbollah werde wahrscheinlich zum ersten Mal seit dem Zweiten Libanonkrieg im Jahr 2006 eine „beschränkte Offensive“ gegen Israel beginnen.

Hassan Nasrallah, der Führer der iranischen Stellvertretergruppe, reagierte auf die Übung einmal mehr mit der Drohung Israel zu vernichten. Reuters hingegen berichtete in einem kurzen Artikel mit dem Titel „Libanons Hisbollah-Chef warnt Israel nach der Übung ‚Kampftage‘“ über die Ereignisse von dieser Woche wie folgt:

Hisbollah-Chef Sayyed Hassan Nasrallah aus dem Libanon warnte Israel am Dienstag vor Drohungen unter Hinweis auf Übungen der israelischen Luftwaffe, die Anfang des Monats stattfanden; er warnte, ein Angriff würde erwidert.

Die 200 Worte lange Meldung lässt nicht nur wichtige Teile der Drohungen Nasrallahs aus, sondern auch die Basisfakten zur Hisbollah und dringend benötigten Kontext zu ihrem Jahrzehnte alten Konflikt mit dem jüdischen Staat. Damit spielt Reuters – eine der größten Nachrichtenagenturen weltweit – die Gefahr herab, die für Israel von der Terrororganisation für Israel ausgeht.

Der Zweite Libanonkrieg und asymmetrische Kriegsführung

7. November 2019

Dov Lipman, HonestReporting, 27. Oktober 2019

Ein israelischer Polizist rennt nur Momente nach einer Salve Katjuscha-Raketen der Hisbollah an einem brennenden Strommast vorbei, die während des zweiten Libanonkriegs am 13. Juli 2006 Nahariya trafen. (Foto: Roni Schutzer/Getty Images)

Lange vor dem zweiten Libanonkrieg, schon 1968, nutzte die palästinensische Befreiungsorganisation den südlichen Libanon als Startrampe für Raketenangriffe auf israelische Städte. Die Israelischen Verteidigungskräfte waren 1982 in den Libanon vorgestoßen, um die Terror-Infrastruktur zu zerstören, die für diese Angriffe verantwortlich war; dann zog sie sich im Jahr 2000 nach Unterdrückung der Bedrohung ab.

Aber in den darauf folgenden Jahren rüstete die Terrororganisation Hisbollah mit der militärischen und finanziellen Unterstützung durch den Iran auf. Ab dem Jahr 2000 bis zum Sommer 2006 griff die Hisbollah Israel mit Artillerie und grenzüberschreitenden Vorstößen circa 200-mal an, tötete Dutzende Israelis und verletzte mehr als 100.

Hisbollah löst den Zweiten Libanonkrieg aus

Am 12. Juli 2006 schossen Hisbollah-Terroristen in einem nicht provozierten Angriff Raketen aus dem Südlibanon auf israelische Grenzstädte, wodurch fünf israelische Zivilisten verletzt wurden.

Dieser Raketenangriff war eine aber nur Ablenkung für einen anderen Angriff.

Bei einem sorgfältig geplanten Überfall schoss eine Hisbollah-Einheit eine Panzerbekämpfungs-Rakete auf zwei IDF-Fahrzeuge, die an der israelisch-libanesischen Grenze Patrouille fuhren. 3 israelische Soldaten wurden getötet. Die Hisbollah entführte zwei israelische Reservesoldaten – den 31-jährigen Doktoranden am Technion und frisch verheirateten Ehud Goldwasser sowie den 26-jährigen Jurastudenten Eldad Regev. Fünf weitere IDF-Soldaten wurden im Libanon bei einem sofortigen Versuch die entführten Soldaten zu retten getötet.

Eldad Regev und Ehud Goldwasser

Israel begann Hisbollah-Ziele zu bombardieren, ebenso Brücken und Straßen im Libanon; damit sollte verhindert werden, dass die Hisbollah die entführten Soldaten weit von der Grenze weg schafft.

Der zweite Libanonkrieg war in vollem Gange.

Die Hisbollah kündigte an, dass sie Goldwasser und Regev freilassen würde, wenn Israel libanesische „Gefangene“ frei ließe, die in Israel festgehalten wurden. Auf der Liste der Hisbollah stand auch Samir Kuntar, der für einen besonders grausamen Anschlag von 1979 verantwortlich war. Kuntar drang aus dem Libanon nach Israel ein, brach in ein israelisches Wohnhaus ein, entführte den 31-jährigen Danny Haran und seine vierjährige Tochter Einat. An einem nahe gelegenen Strand erschoss Kuntar Danny; dann tötete er Einat, indem er ihren Kopf gegen die Felsen schlug.

Israel betrachtete die Entführung von Regev und Goldwasser durch die Hisbollah als Kriegsakt, verhängte eine Luft- und Seeblockade über den Libanon, begann massive Luftangriffe auf Hisbollah-Ziele, gefolgt von einer Bodeninvasion.

Raketenangriffe auf Israel

Vom Iran und Syrien bewaffnet bombardierte die Hisbollah israelische Städte mit Raketen. Während des einmonatigen zweiten Libanonkriegs feuerte die Hisbollah mehr als 4.000 Raketen auf israelische Städte – über 100 pro Tag. Etwa ein Viertel landete in zivilen Bereichen von Haifa, Kiryat Schmona, Safed, Tiberias und Nazareth. Eine Million Israelis musste in der Nähe von Luftschutzbunkern bleiben und 250.000 Einwohner waren gezwungen die Städte im Norden in Richtung sicherer Gebiete außerhalb der Raketenreichweite  zu verlassen.

Die Raketenangriffe der Hisbollah verursachten in Israel zahlreiche Waldbrände. Es wird geschätzt, dass es 50 bis 60 Jahre dauern wird die 16.500 Morgen vernichteter Wälder wiederherzustellen.

Einwohner von Nahariya mussten während der Angriffe der Hisbollah mit Katjuscha-Raketen aus dem Libanon 2006 in einem Luftschutzbunker bleiben. (Foto: Mosche Milner, Gefälligkeit des israelischen GPO.)

Die Hisbollah startete diese Raketen aus zivilen Bereichen im südlichen Libanon und lagerte ihre Munition in Wohngebieten. Das gefährdete die libanesische Bevölkerung, weil Israel versuchte die Raketen und ihre Abschussrampen zu zerstören. Israel warf Flugblätter ab, die die Zivilisten informierten, sie sollten Bereiche verlassen, die es bombardieren musste.

Während Menschenrechtsorganisationen wie Human Rights Watch und Amnesty International Israel wegen der Beschießung libanesischer Zivilisten und der Anwendung von unverhältnismäßiger Gewalt verurteilten, fasst Washington Post-Kolumnist Richard Cohen zusammen, warum die Anschuldigungen haltlos waren:

Die schrecklichen Konsequenzen von Verhältnismäßigkeit sind so klar, dass man sich fragt, ob das nicht nur ein Feigenblatt für allgemein antiisraelische Gefühle ist. Jeder, der sich im Nahen Osten ein wenig auskennt, weiß, dass Verhältnismäßigkeit Wahnsinn ist. Für Israel, ein kleines Land in Reichweite, wie wir herausfinden, einer aus dem Hinterhof eines Feindes gefeuerten Rakete, ist Verhältnismäßigkeit nicht nur nicht anwendbar, sondern Selbstmord. Das Letzte, was es brauchen kann, ist ein Abnutzungskrieg. Es reicht nicht, diese oder jene Raketenbatterie auszuschalten. Es muss Abschreckung wieder herstellen: Gibst du mir eine Ohrfeige, werde ich die das Licht ausknipsen.

Israel braucht dringend solche Abschreckung, seit es im Jahr 2000 aus dem Libanon und – vor kurzem – aus dem Gazastreifen abzog. Im Libanon geriet es praktisch in einen proportionalen Kreislauf aus Zuschlagen und Zurückschlagen mit der Hisbollah. Das kostete Israel 901 Tote und die Hisbollah verkündete 1.375, zu nahe an Pari, um eine nachhaltige Unterscheidung zu schaffen. Wie immer die Zahlen aussahen, es ändert die Tatsache nicht, dass israelische Wehrpflichtige oder Reservisten nicht glauben, dass Tod und Märtyrertum dasselbe sind. Auf Juden warten im Himmel keine Jungfrauen.

Eine Artillerieeinheit der IDF feuert 2006 von einer Stellung an der Nordgrenze auf Hisbollah-Ziele. (Foto: Mosche Millner, Gefälligkeit des GPO)

Die israelische Regierung erklärte wiederholt, sie kämpfe nicht gegen den Libanon, sondern nur gegen die Terrorinfrastruktur der Hisbollah. Da sich Waffenlager, Raketenwerfer sowie Kommando- und Kontrollzentren in oder sehr nahe von Häusern, Krankenhäusern, Schulen, Moscheen und allgemeiner Infrastruktur befanden, war der Schaden für den Libanon erheblich und unvermeidlich.

Die israelische Luftwaffe flog während des Monats der Kämpfe 11.897 Kampfeinsätze – mehr als während des Yom Kippur-Kriegs und fast doppelt so viele Einsätze wie im ersten Libanonkrieg. Die IDF verschoss 170.000 Artilleriegranaten, mehr als doppelt so viele wie während des Yom Kippur-Kriegs. 130.000 Häuser im Libanon in dem Bereich, aus dem Raketen gefeuert wurden, wurden beschädigt. 650 Kilometer Straßen, 73 Brücken und 900 Wirtschaftsgebäude wurden zerstört. Dank der Hisbollah-Doktrin sich in Zivilisten einzubetten wurde der zweite Libanonkrieg eine Fallstudie asymmetrischer Kriegsführung. Dr. Shaul Shay erklärte asymmetrische Kriegsführung so:

In asymmetrischen Konflikten sind demokratische Staaten – die typischerweise gewisse moralische Werte hoch halten – gezwungen, nichtstaatliche Akteure zu bekämpfen, die sich nicht an rechtliche oder humanitären Verpflichtungen gebunden verstehen. Trotz der gegenteiligen Propaganda schätzt Israel menschliches Leben wert, während nichtstaatliche Akteure wie die Hamas oder Al-Qaida regelmäßig humanitäre Prinzipien als bewusste Strategie missbrauchen, indem sie sowohl ihre eigene Zivilbevölkerung als auch die des sich verteidigenden Staates größeren Risiken aussetzen. Dass solche Terrorgruppen wie Hamas und Hisbollah aus dicht besiedelten Gebieten heraus agieren, illustriert diese Tatsache.

Israel erhielt breite Unterstützung, von westlichen Ländern bis zu arabischen Staaten. Saudi-Arabien erklärte, die Hisbollah sei allein verantwortlich für den Krieg. Die Vereinigten Arabischen Emirate Bahrain, Ägypten, Jordanien, Kuwait, der Irak und die Palästinensische Autonomiebehörde stimmten der saudischen Beschreibung des Angriffs der Hisbollah auf Israel als „unerwartet, unangemessen und unverantwortlich“ zu.

Nachbermerkungen zum Krieg

Während des Krieges wurden 121 IDF-Soldaten und 46 israelische Zivilisten getötet, davon 19 israelische Araber. Mehr als 4.000 Israelis wurden verletzt. Israel tötete mindestens 600 Hisbollah-Terroristen und verletzte 1.500. Um die 500 Libanesen starben während der Kämpfe und mehr als 2.500 wurden verletzt. Die Kämpfe endeten am 14. August mit einem von der UNO vermittelten Waffenstillstand. Der UNO-Sicherheitsrat genehmigte die Resolution 1701, die die Entwaffnung der Hisbollah forderte, den Rückzug der IDF aus dem Libanon und dass die libanesischen Streitkräfte und eine vergrößerte UNIFIL (United Nations Interim Force in Lebanon) im südlichen Libanon stationiert werden sollten.

Leider erklärten sowohl die libanesische Armee als auch UNIFIL, dass sie nichts tun würden um die Hisbollah zu entwaffnen. Wie erwartet bewaffnete die Hisbollah sich wieder und nur zehn Jahre nach dem Krieg hatte sie bereits 100.000 Raketen, die jeden Ort in Israel erreichen können. 2019 entlarvte und neutralisierte die IDF eine Reihe von die Grenze querenden Tunneln der Hisbollah, von denen UNIFIL eingestand, dass sie die Resolution 1701 verletzen.

Hisbollah-Führer Hassan Nasrallah sagte New TV in einem Interview vom 27. August 2006: „Wenn es auch nur eine einprozentige Chance gegeben hätte, dass die Gefangennahme vom 11. Juli zu dem geführt hätte, was geschah, hätte ich das gemacht? Ich würde sagen nein, absolut nicht.“

Noch trauriger ist, dass Israel nicht in der Lage war, die gefangenen Soldaten zu finden. Da man nicht wusste, ob Goldwasser und Regev noch lebten, stimmte Israel zwei Jahre später einem Gefangenenaustausch zu, der die Freilassung von Samir Kuntar beinhaltete. Die Tür des Fahrzeugs, in dem die beiden israelischen Soldaten sich befanden, öffnete sich und zwei Särge wurden herausgeholt, die die sterblichen Überreste der beiden Soldaten beinhalteten.

Es gab zwar erhebliche Kritik aus dem israelischen politischen und zivilen Establishment bezüglich der Schwierigkeit, die eine mächtige Armee hatte eine kleinere und weniger gut ausgerüstete Terrororganisation wie die Hisbollah zu besiegen, aber israelische Offizielle weisen auf die Tatsache hin, dass die starke Antwort der IDF die israelische Abschreckung wiederherstellte.

Große Momente der plausiblen Möglichkeit etwas abzustreiten nach Art der Hisbollah

3. September 2013

Pesach Benson, HonestReporting.com, 3. September 2013

Die Hisbollah sagt, sie werde aus  Syrien gegen Israel Vergeltung üben, wenn der Westen interveniert. Naharnet griff arabische Medienberichte auf.

Die Quelle sagte, die Hisbollah wolle den Libanon nicht in die „militärische Initiative“ involvieren, die auszuüben sie sich entschied.

Großartige Idee. Dann kann die IDF einen Präventivangriff auf die Hisbollah von Syrien, der Türkei oder vielleicht sogar dem Irak aus führen, damit Israel nicht auch in dieses Schlamassel verwickelt wird.

IDF mit neuer Info-Website zur Hisbollah

18. Juli 2013

HonestReporting Media BackSpin, 18. Juli 2013

Die IDF hat offiziell eine neue Webseite eingerichtet, die über Terror und Ideologie der Hisbollah informiert.

Die neue Website liefert eine Vielzahl von Informationen über die libanesische Terrororganisation, einschließlich ihrer Entstehungsgeschichte, Ideologie, Führung und kriminelle Aktivitäten. Sie berichtet über die Aktivitäten der Hisbollah im Libanon und in Syrien, ihre Anschläge gegen Israel sowie ihren Terroranschläge und Beteiligung an anderen Verbrechen im Ausland.

„Die Hisbollah ist einer der aktivsten Terrororganisationen weltweit und hat erfolgreich ein globales Terror-Netzwerk aufgebaut. Die lange Liste der Verbrechen umfasst Selbstmordanschläge, Flugzeugentführungen, Morde, Waffenschmuggel und Raketenangriffe auf Zivilisten“, so zu lesen auf der neuen Webseite.

Das Datum der Webseitenfreischaltung ist nicht zufällig: in diesem Monat jährt sich die Vereitelung eines Hisbollah-Anschlages auf Zypern; 7 Jahre zuvor führte die Hisbollah einen Anschlag auf israelischem Gebiet durch (an der Nordgrenze), der zum zweiten Libanonkrieg führte; und weiterhin kämpfen Hisbollah-Milizen im syrischen Bürgerkrieg an der Seite des Assad-Regimes.

Besuchen Sie die Info-Webseite der IDF zur Hisbollah hier.

Hat die Hisbollah Giftgas eingesetzt?

20. Juni 2013

HonestReporting Media BackSpin, 20. Juni 2013

Hinweis: Der von mir (bd) übersetzte Text ist Teil des Israel Daily News Stream vom heutigen Donnerstag (oberer Abschnitt)

Die Hisbollah wird beschuldigt, Giftgas eingesetzt zu haben. Dazu die Freie Syrische Armee gegenüber Al Arabiya:

Die Ortschaft Zamalka bei Damaskus wurde gezielt mit chemischen Waffen angegriffen, wobei mehrere Menschen umkamen und weitere Erstickungsanfälle erlitten, so die Aussage der oppositionellen Aktivisten.

Bisher wurde das von keiner unabhängigen Stelle verifiziert. Hat die Hisbollah nun den Zugang zu chemischen Waffen und ist sie technisch in der Lage, Massenvernichtungswaffen einzusetzen? Und sind die Rebellen mittlerweile so verzweifelt, dass sie Israel mit einer Lüge in den Konflikt hineinziehen wollen?  Oder was sonst? Das könnte heikel werden…

News zu Israel und Nahost am 6. Juni 2013

6. Juni 2013

HonestReporting Media BackSpin, 6. Juni 2013

Alles, was Sie über die heutige Berichterstattung zu Israel und Nahost wissen sollten. Auch bei Facebook.

Die heutigen Top-Themen

1. Syrische Soldaten und Rebellen kämpfen um die Kontrolle beim israelischen Grenzübergang Kuneitra. Heute Morgen übernahmen die Rebellen die Kontrolle, aber die Armee eroberte den Grenzübergang zurück. Dort wurden die UN-Truppen abgezogen. Die Schlacht hielt während dieses Postings noch an. Kuneitra ist der einzige Grenzübergang zwischen Israel und Syrien.

2. Die IDF stellte eine neue Kompanie auf, die israelische Soldaten beim Kampfeinsatz filmen soll. Die Jerusalem Post zitierte IDF-Sprecher und Brigadegeneral Yoav Mordechai anlässlich einer Ansprache an die Soldaten bei einer Zeremonie, in der er das Ziel für die Bedeutung ihrer Arbeit herausstellte:

„Neben den militärischen Erfolgen spielt die Wahrnehmung eine entscheidende Rolle. Man kann den Kampf gewinnen, ihn aber auch [im Kampf um die öffentliche Wahrnehmung] verlieren.“

3. Präsident Obama ernannte Samantha Power zur Botschafterin bei den Vereinten Nationen. The Lede nimmt Bezug auf eine israelische Leiche in ihrem Keller, aber einige schwergewichtige Unterstützer Israels, darunter Senator John McCain, Joe Lieberman und Alan Dershowitz, gaben The Cable gegenüber an, dass sie sich [zum Positiven (bd)] gewandelt habe, und dass Powers Ansichten zu Menschenrechten und Interventionen eine sehr gute Chance bedeuteten, die UN wachzurütteln.

Israel und die Palästinenser

JTA: In der südfranzösischen Stadt Belfort soll ein Platz nach Yasser Arafat benannt werden:

Belforts Bürgermeister Etienne Butzbach bemerkte in einem am Montag in der Online-Ausgabe der Lokalzeitung L’alsace veröffentlichten Artikel, dass die Hommage an Arafat „im Zusammenhang mit dessen Unterzeichnung der Osloer Abkommen erfolgt.“

Butzbach, ein Sozialist, reagierte damit auf Proteste jüdischer Vertreter der Stadt, die anmerkten, dass die Ehrung Arafats einer Zustimmung für Terror gleichzusetzen wäre. Belfort hat bereits einen seiner öffentlichen Plätzen nach dem ermordeten israelischen Premierminister Yitzhak Rabin benannt.

• Lesenswert: Happy Israel: Warum die Zeit für den jüdischen Staat arbeitet.

• Kolumnistin Trudy Rubin im Philadelphia Inquirer mit Überlegungen zum Friedensprozess.

Arabischer Winter

• US-Geheimdienste gehen davon aus, dass nun drei russische Kriegschiffe im Mittelmeer mit Waffen für Syrien unterwegs sind, darunter wahrscheinlich S-300-Raketen. CNN mit Details.

Will sich die Hisbollah auf den syrischen Golanhöhen breitmachen?

Saudi Gazette mit einem demaskierenden Leitartikel zur Rolle der Hisbollah.

Die Hisbollah wird nicht mehr überzeugend als Verfechter der arabischen Sache darstellen können. Sie wird nicht mehr vorgeben können, dass ihre Leute für den Rest der arabischen Welt sterben.

Irland führt eine Gruppe von EU-Ländern an, die sich gegen eine Listung der Hisbollah als terroristische Vereinigung stellen.

• Weitere Kommentare und Analysen siehe NY Times, McClatchy News, Tablet und Daily Star.

WikiLeaks: Umgang mit Medien, Hisbollah Style

5. September 2011

HonestReporting Media BackSpin, 5. September 2011

Wir wussten um den groben Umgang der Hisbollah mit westlichen Medien. Selbst Nic Robertson gab zu, während des Libanon-Krieges 2006 Werkzeug der Hisbollah gewesen zu sein.

WikiLeaks zeichnet nun ein noch düsteres Bild im Fall Taher Abbas, eines Journalisten, der das Pech hat, ausgerechnet im Beiruter Stadtteil Dahiya zu leben, wo die Hisbollah ihren Stützpunkt hat.

Einer vertraulichen Depesche zufolge, die im Jahr 2009 von Michele Sison, US-Botschafterin im Libanon, an das State Department gesendet worden war, drangsalierten Hisbollah-Leute wiederholt einen libanesischen Reporter, der wegen seiner Verachtung gegenüber der schiitischen Organisation bekannt war.

Sison berichtete, dass, nachdem Taher Abbas (er berichtet für die in London ansässige Zeitung Asharq Al-Awsat), aus den USA anlässlich der Berichterstattung über die letzte Präsidentschaftswahl zurückgekommen war, Besuch von drei Hisbollah-Funktionären bekommen hatte, die ihn zu seiner Arbeit und seiner Familie verhört hatten. Sie fragten ihn, welche Autos er und seine Frau führen, wo die Kinder zur Schule gingen und ob er über einen Internetanschluss verfüge. Sie befragten ihn sogar über die politischen Anschauungen seiner achtjährigen Tochter.

[…]

Die unheimliche Begegnung mit den Hisbollah-Agenten war mit dem Verhör nicht abgeschlossen: Abbas berichtete, dass man ihn bespitzelte und seine Telefone anzapfte. Abbas Freunde sagten ihm zudem, dass die schiitische Organisation Spione in Wohnhäusern seiner Nachbarschaft installiert hatte, die jede Auffälligkeit weitergaben.

Auch wenn es im Fall Abbas nicht so gewesen sein mag, wie oft praktiziert: Journalisten finden sich oft mit den Einschüchterungsversuchen seitens der Hisbollah ab, um ja nicht ihre [persönlichen (bd)] Kontakte zu verlieren. Ein klassisches Beispiel dafür ist CNN im Irak, wie selbst dessen ehemaliger Direktor Eason Jordan einräumte. Allerdings – so sagt Michael Totten – sei der Verlust des direkten Kontakts mit der Hisbollah „keine große Sache.“

So funktioniert eben der Umgang der Hisbollah mit westlichen Journalisten. Ich möchte sagen, dass ich überrascht bin, wenn nicht noch mehr Journalisten so etwas in ihren Artikeln ansprechen. Aber die meisten Journalisten schreiben keine Berichte, die aus erster Hand stammen. Brachenübliche Regeln ermöglichen es ihnen [deshalb (bd)] in der Regel nicht, über solche Vorfälle zu schreiben.

Auch wenn es schon Jahre her ist, dass die Hisbollah westliche Journalisten entführt oder körperlich misshandelt hat, dürften einige Angst haben, eine iranische Proxy-Miliz zu provozieren, die von der Regierung der Vereinigten Staaten als terroristische Organisation eingestuft wird. Die Hisbollah teilte mir mit, dass ich auf einer offiziell geführten schwarzen Liste stehe (d.h. sie werden mir keinerlei Interviews oder Referenzen mehr geben), weil ich über sie in der Vergangenheit geschrieben habe.

Einige Journalisten wollen die Brücken zu ihren eigenen Kontakten nicht abbrechen, damit die eigene Arbeit nicht erschwert wird. Darüber mache ich mir selbst keine Gedanken. Letztes Jahr habe ich ein Interview mit Mohammad Afif geführt, einem hochrangigen Hisbollah-Funktionär. Aber es war nutzlos und überhaupt nicht wert, veröffentlicht zu werden. Mein Übersetzer sagte mir, dass das, was Afif sagte, Wort für Wort exakt abgestimmt war mit dem, was die Hisbollah jeden Tag über ihre eigenen TV-Kanal Al Manar verbreitet. Der Abbruch von Kontakten zu diesen Leuten spielt [also] keine große Rolle.

Kleiner Trost für Taher Abbas. Er lebt in Dahiya.

Ich lade palästinensische Journalisten ein, die in unmittelbarer Nachbarschaft zu Hamas oder Fatah leben, in der [unserer] Kommentarsektion ihr Mitleid zu bekunden.

Vier Hisbollah-Leute wegen Hariri-Ermordung angeklagt

1. Juli 2011

HonestReporting Media BackSpin, 1. Juli 2011

Wie das UN-Sondertribunal für den Libanon in seiner Anklageschrift mitteilt, werden vier Hisbollah-Leute wegen des Mordes an Rafik Hariri beschuldigt. Gulf News schreibt dazu:

Auch wenn die Namen der Beschuldigten weder von [Generalstaatsanwalt; bd] Saeed Mirza oder anderen libanesischen Offiziellen herausgegeben wurden, zitierten Medien ‚zuverlässige’ Quellen, dass die vier Genannten zum Sicherheits- und Militärapparat der Hisbollah gehören. Die Quellen nannten Mustafa Badr Al Deen, Salim Al Ayyash, Hassan Aineysseh und Assad Sabra. Die vier Namen können von anderen Quellen nicht bestätigt werden. Ihr Aufenthaltsort sei unbekannt, so Insider….

Experten zufolge hat der Libanon 30 Tage Zeit, die Haftbefehle zu vollstrecken. Wenn die Verdächtigen innerhalb dieser Frist nicht festgenommen werden sollten, wird das Sondertribunal die Anklage öffentlich machen und die Beschuldigten auffordern, vor Gericht zu erscheinen.

Die Daily Star widmet sich einer genaueren Betrachtung der Vier. Die interessantesten Leckerbissen: Badr Al Deen ist Hauptverdächtiger und hat sich um die Ausbildung von Imad Mughniyeh* „verdient“ gemacht. Und Ayyash besitzt einen US-amerikanischen Pass.

Ich denke, dass, falls die Hisbollah geplant hätte, mit Anschlägen auf Israel vom Sondertribunal abzulenken, die Aufstände in Syrien diesen Schachzug zum Scheitern verurteilt haben.

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*Mughniyeh wird auch mit 9/11 in Verbindung gebracht [bd].

Die windschiefen Prioritäten der BBC

14. Juni 2011

HonestReporting Media BackSpin, 14. Juni 2011

Gerade jetzt bietet der Nahe Osten jede Menge wichtiger Nachrichtenstories. Tausende syrische Zivilisten fliehen über die türkische Grenze, um Bashar Assads mörderischer Niederschlagung von Protesten gegen seine Regierung zu entkommen. Im Libanon ist eben eine von der Hisbollah dominierte Regierung ernannt worden.

Doch was ist das zweitwichtigste Thema auf der News Online-Homepage der BBC? Ein von der UNRWA veröffentlichter Bericht über Arbeitslosigkeit im Gazastreifen.


Das sagt eine Menge aus über die windschiefe Wahrnehmung der BBC für Prioritäten, wenn es um Nahost geht. Und die Geschichte selbst stimmt perfekt mit der Weltsicht der BBC überein, in der die Palästinenser – diesmal die Hamas – in keinerlei Weise für die Sorgen der palästinensischen Menschen verantwortlich gemacht werden dürfen.

Für beide – UNRWA und BBC – ist nur ein Part für die wirtschaftliche Misere in Gaza verantwortlich: Israel. Vielleicht denken beide darüber nach, ob die Gazaner besser damit dran wären, wenn die Hamas entschiede, bezüglich der Anhäufung von  Waffen ihr Wort zu brechen und zuzulassen, dass vom Gazastreifen aus Raketen auf zivile israelische Ziele abgefeuert werden. Vielleicht wäre dann eine israelische Blockade obsolet.

Ist es ein Zufall, dass diese Geschichte es in die Schlagzeilen-News der BBC geschafft hat? Oder könnte es damit zu tun haben, dass UNRWA-Sprecher Christopher Gunness, der den Bericht an die BBC und andere Medien zugespielt hatte, rein zufällig ein ehemaliger Mitarbeiter der BBC ist?

WikiLeaks: Menschliche Schutzschilde aus Syrien schützen Hisbollah-Stützpunkte

9. Dezember 2010

HonestReporting Media BackSpin, 9. Dezember 2010

Die neueste WikiLeaks-Enthüllung kann man bei NaharNet nachlesen:

Falls Raketen auf israelische Zivilisten in Tel Aviv runterregnen sollten, hätte Israel ausreichend mächtige Motive, wie im Jahr 2006 Syrien aus dem Konflikt heraus zu halten, aber es könnte auch mit zwingenden Gründen konfrontiert sein, Stützpunkte der Hisbollah in Syrien ins Visier zu nehmen, die sich inner- oder außerhalb bevölkerter Areale befinden„, sagte der Diplomat in der undichten Depesche, die den Titel „Ist jetzt die Zeit gekommen, die Hisbollah zusammen mit Syrien fertig zu machen?“ trägt.

 

Lieb von der Hisbollah, ihre menschlichen Schutzschild-Truppen um Syrer zu erweitern. Während des zweiten Libanonkrieges veröffentlichte die australische Sunday Herald-Sun Fotos, die Vorstadtkrieger der Hisbollah zu outen.*

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*Vielleicht wird sich dann auch wieder der mexikanische Karikaturist Antonio Neri Licon zu Wort melden (bd).

WikiLeaks: Al-Manar-Anteilseignern drohen Sanktionen

8. Dezember 2010

HonestReporting Media BackSpin, 8. Dezember 2010

Die US-Botschaft in Beirut empfahl finanzielle Sanktionen gegen 38 Anteilseigner des Hisbollah-Senders Al-Manar. Dazu die Daily Star:

„Ihre Einstufung wird unsere Anstrengungen verstärken, die Hisbollah und deren Institutionen zu diskreditieren sowie ihren Unterstützern den Zugang über US-amerikanische Finanzinstitutionen zu verbauen“, so die Depesche. „Außerdem wird die Publizität, die damit einhergeht, andere Libanesen zweimal über Verwicklungen im Zusammenhang mit Hisbollah-nahen Institutionen nachdenken lassen. Aus Angst vor Ausweisung könnten sich zukünftig manche Leute vorsichtiger verhalten, was ihr Erscheinen in Al-Manar-Fernsehprogrammen betrifft.“

Schneidige Depesche, aber was ist mit dem Recht auf freie Meinungsäußerung, das von Hisbollah-Apologeten ins Feld geführt wird?

Wie ein US-Beamter der Washington Times gegenüber 2006 erklärte:

„Jede Organisation, die von einer Terrorgruppe geführt wird – ob sie sich als Wohltätigkeitseinrichtung, Wirtschafts- oder Medienunternehmen tarnt – ist ebenso schuldig wie die Terrorgruppe selbst“, sagte Stuart Levey, Unterstaatssekretär im Finanzministerium und zuständig für die Verfolgung der Geldwäsche von Terrororganisationen.

WikiLeaks: Der Iran schmuggelte Waffen in Ambulanzfahrzeugen an die Hisbollah

30. November 2010

HonestReporting Media BackSpin, 30. November 2010

Aus der Müllkippe der letzten WikiLeaks-Stücke kommen einige schlüpfrige Leckerbissen zum Vorschein. Ein Telegramm aus dem US-Außenministerium, das im Guardian veröffentlicht wurde, belegt, dass der Iran während des Libanonkrieges im Jahr 2006 Waffen und Spione in Ambulanzfahrzeugen schmuggelte.

Nach Angaben einer im Telegramm zitierten Quelle:

Der iranische Rote Halbmond [IRC; bd] ermöglichte zum wiederholten Male das Einsickern von Offizieren der Quds Force (Anm.: Spezialeinheit der Revolutionsgarden [bd]) in den Libanon während des Israel-Hisbollah-Krieges an Sommer 2006. Obwohl [Name entfernt] während des Konflikts nicht in den Libanon reiste, wiederholte er ständig, dass die einzigen echten in den Libanon entsandten IRC-Offiziellen [Details entfernt] waren, alle anderen waren iranische Revolutionsgardisten, Sicherheitsbeamten und Offizielle des Geheimdienstministeriums.

[Name entfernt] sagte weiter, dass die IRC-Lieferungen für medizinischen Bedarf auch dazu dienten, den Waffentransport zu tarnen. Er sagte, dass der IRC [Details entfernt] mitbekam, wie  zusammen mit den medizinischen Hilfsgütern Raketen in das Flugzeug verladen worden waren. Das Flugzeug war augenscheinlich schon „halbvoll“ beladen, als alle anderen medizinischen Güter eintrafen.

Das gibt mir zu denken, was die pseudohumanitären Hilfsflotillen betrifft….

Räumt die Hisbollah ein, dass sie Hariri ermordet hat?

24. November 2010

HonestReporting Media BackSpin, 24. November 2010

YNet News bezieht sich auf das Zitat des Tages:

Walid Sukkarieh, Hisbollah-Mitglied des Parlaments, gab am Mittwoch eine ungewöhnliche Erklärung ab, als er sagte, dass „selbst wenn die Hisbollah Rafik Hariri ermordet hätte, haben wir kein Interesse an einer Zerstörung des Libanon“, so die in London ansässige Tageszeitung Al-Sharq Al-Awsat.

Selbst wenn?

Nasrallah schwitzt wegen dieser CBC-Dokumentation wohl mehr als ich vermutet hatte.

Libanon: Bevorstehender Showdown führt das Land an den Abgrund

10. November 2010

HonestReporting Media BackSpin, 10. November 2010

Dieser Bericht der Beiruter Tageszeitung Daily Star trägt dramatische Züge: Das libanesische Kabinett möchte die Kontroverse über „falsche Aussagen“ auflösen, indem es erwägt, sie an den Obersten Richterrat des Libanon zu verweisen. Dabei steht viel auf dem Spiel:

Eine Abstimmung im Kabinett bzw. deren Scheitern könnte das Land in seine schwerste Krise seit Mai 2008 stürzen und die Regierung „der nationalen Einheit“ bedrohen.

Die von der Hisbollah angeführte Koalition des 8. März spekuliert darauf, dass die Frage der falschen Zeugenaussagen zur internationalen Untersuchung bezüglich der Ermordung des ehemaligen Premierministers Rafik Hariri im Jahr 2005 an den Obersten Richterrat verwiesen wird, um das Sondertribunal zum Libanon (STL) auszuhebeln.

Premierminister Saad Hariri und seine Verbündeten wollen eine Abstimmung vermeiden und drängen darauf, dass der Fall an den Richterrat verwiesen wird, nachdem das STL seine Anklageschrift in dieser Sache formuliert hat (Heraushebung durch mich; [bd]). Die Hisbollah fürchtet, dass das Anklageverfahren einige Namen ihrer Mitglieder aufzählen wird….

Noch ist unklar, welche Seite in der Lage ist, sich die absolute Mehrheit der Stimmen im vorliegenden Fall zu sichern.

Vom eigens einberufenen UNO-Tribunal zum Libanon wird weit erwartet, dass in naher Zukunft Hisbollah-Figuren angeklagt werden.

Wie nicht anders zu erwarten beschuldigt die Hisbollah Israel.

Iranischer Waffenschmuggel: Weltweite Präsenz

2. November 2010

HonestReporting Media BackSpin, 2. November 2010

Kompliment an James Hider für seine Untersuchung zum weltweit betriebenen iranischen Waffenschmuggel. Es geht hierbei nicht nur um eine in Nigeria abgefangene Lieferung von Schusswaffen und Raketen:

Die Aufbringung der Waffen, unter denen sich auch Mehrfach-Raketenwerfer für den Typ Katyuscha befanden, unterstreicht Befürchtungen, dass der Iran ein weltweit operierendes Netz für die Verbreitung von Waffen und den Export von Terroristen installiert. Israel ist beunruhigt, dass Teheran an weltweit existierenden Schwachpunkten Fuß fassen wird, die bisher von Drogenkartellen genutzt wurden….

Das Ausmaß der vom Iran unterstützten Netzwerke für den Waffenschmuggel wurde im Juli demonstriert, als die mexikanische Polizei berichtete, dass sie den Kopf einer Hisbollah-Zelle in Tijuana an der Grenze zu den USA festgenommen hatte, was Besorgnisse ausgelöst hatte, die Militanten könnten Routen für den Drogen- und  Personenschmuggel dazu nutzen, um in den Vereinigten Staaten einzusickern.

Der Iran hat aus seiner Absicht, seinen weltweiten Einfluss auszudehnen, kein Hehl gemacht; auch aus seiner verstärkten Zusammenarbeit mit Venezuelas Präsident Hugo Chavez, einem erklärten Feind der USA und Mitglied der OPEC.

Hider merkt auch frühere Vorfälle an, darunter:

Die Waffenlieferung auf dem Frachter Francop, der 500 Tonnen Waffen für die Hisbollah an Bord hatte.

• Ein kürzlich gesprengter iranisch-italienischer Schmuggelring

• Eine in Thailand abgefangene Waffenlieferung, ebenfalls bestimmt für die Hisbollah.

• Ein für Gaza bestimmter Waffentransport, von israelischen Drohnen im Sudan zerstört.

Und Anfang des Jahres befasste sich die NY Times näher mit iranischen Strohfirmen, die das Katz-und-Maus-Spiel zusätzlich erschweren.

Dazu passend: Nigerian Weapons Haul Shows Lengths Iran Will Go to Supply Hamas

Leseempfehlungen 17. Oktober 2010

18. Oktober 2010

HonestReporting Media BackSpin, 18. Oktober 2010

The Undeniable Jewish State
Democracy and ethnic distinctiveness are perfectly compatible.

Hezbollah Chief ‚Deceived‘ Iran Leader With Gun Gift
‚Najad went to Lebanon, and all he got was a lousy FNFAL 7.62 rifle — out of use since ’74 . . .

General Dayton Ends his Tenure, Replaced by US Air Force General
Who is Michael Moeller, and what does he bring to PA security training?

No Ceasefire Means No Peace In War On Israel
Rupert Murdoch speaks out on the war against Israel.

Hisbollah bastelt an neuer Medien-Nummer

3. Oktober 2010

HonestReporting Media Backspin, 3. Oktober 2010

Während seines bevorstehenden Besuchs im Libanon will Mahmoud Ahmadinejad Israel symbolisch steinigen.

Machen Sie sich auf eine wie auch immer geartete libanesische Medien-Nummer gefasst, die Israel wieder einmal aufspießen soll.

Schon einmal in diesem Jahr inszenierte die libanesische Armee zusammen mit der Hisbollah einen Grenzkonflikt im Zusammenhang mit einer Routinewartung der israelischen Armee dort, und wir stellten Fragen bezüglich einer Medienabsprache wegen der Anwesenheit einer großen Zahl internationaler Fotografen vor Ort.

Mir ist klar, dass die Hisbollah für Ah-madinejads Sicherheit im Südlibanon sorgen wird. Sie wird viel Aufwand damit verbringen, die Mainstream-Medien zu kontrollieren, wenn sie selbst(!) eigens ausgestellte Presseausweise verteilt.

Die Hisbollah wird entscheiden, wer über Ahmadinejads Besuch berichten darf; sie wird die Pässe der Berichterstatter kopieren, Gebühren erheben (was rechtliche Fragen bezüglich westlicher Nachrichtenagenturen aufwirft, wenn sie einer ausgewiesenen Terrororganisation Geld zukommen lassen), den Korrespondenten Aufpasser an die Seite stellen und Medienbeschränkungen erlassen, wie es ihr in den Kram passt.

Dazu passend: Ich war ein Werkzeug der Hisbollah

Leseempfehlungen 3. Oktober 2010

3. Oktober 2010

HonestReporting Media Backspin, 3. Oktober 2010


S
derot Going Bankrupt: A Hamas Victory?

PA Maintains Refugees in Balata Ghetto

Preacher: My Own Church Uses Charitable Donations In Vendetta Against Israel

Will Abbas, Too, Order Hamas to Carry Out Terror Strikes?

Student’s Summer Internship With the IDF Civil Administration

Speculation on Israeli Involvement in Stuxnet Attack

Blogger Who Visited Israel Faces Execution in Iran

5 Myths About Middle East Peace

A National Economy — Without the Nation

Confront Hezbollah as an Institution, Not as a Community

Würde die Hisbollah die Gaza-Flottille sabotieren?

27. Juni 2010

HonestReporting Media BackSpin, 27. Juni 2010

Dazu Con Coughlin im Daily Telegraph:

Auch wenn es unglaublich klingen mag: meine libanesischen Quellen berichten mir, dass hochrangige Hisbollah-Funktioäre erwägen, Sprengsätze einzusetzen, die sie während des Libanonkrieges 2006 von den Israelis erbeutet hatten, um eines der Schiffe, die sich auf dem Weg nach Gaza befinden, damit in die Luft zu jagen und Israel dafür die Verantwortung zuzuschanzen.

Auch wenn es weit hergeholt scheint: angesichts der Spannungen zwischen dem Iran und Israel, die sich wegen Teherans Weigerung, von seinem Urananreicherungsprogramm abzulassen, einem kritischen Punkt nähern, kann ich mir gut vorstellen, dass der Iran die Hisbollah dazu ermutigen würde, sich auf eine solch drastische Aktion einzulassen, die die Aufmerksamkeit vom Iran ablenkt. Im unsichtbaren schmutzigen Krieg zwischen Israel und dem Iran, in dem iranische Atomwissenschaftler regelmäßig verschwinden und unerklärliche „Zwischenfälle“ in iranischen Nuklearanlagen passieren, gehe ich von jeder Möglichkeit aus – selbst dass die Hisbollah ein Schiff in die Luft jagt, das für die verbündete Hamas bestimmt ist.

Weit hergeholt?

Es gibt immer wieder Déjà-vu-Erlebnisse.

Leseempfehlungen

10. Juni 2010

HonestReporting Media BackSpin, 9. Juni 2010

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