Archive for the ‘Mitmachen’ category

Auslandspresse-Chef: keine Medienvoreingenommenheit gegenüber Israel?!

24. Februar 2016

Simon Plosker, HonestReporting, 21. Februar 2016

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Luke Baker, Chef des Reuters-Jerusalembüros und aktueller Vorsitzender von Israels Foreign Press Association (FPA), ist in den letzten Wochen selbst zum Nachrichtenthema geworden, statt nur Nachrichten zu machen. Nach einer haarsträubenden CBS-Schlagzeile entschied das Pressebüro der israelischen Regierung, der Berichterstattung der Auslandspresse über palästinensischen Terrorismus etwas kritischer gegenüberzustehen.

Baker erschien vor einem Unterausschuss des Foreign Affairs and Defense Committee der Knesset, welche die Auswirkungen der Medienvoreingenommenheit untersucht — was Baker übrigens eine „Hexenjagd“ nannte. Das Meeting erwies sich aber als harmlos.

Und ein weiterer unglückseliger Vorfall brachte Israels Haltung gegenüber der Auslandspresse ins Rampenlicht: das Festhalten von William Booth, dem Bürochef der Washington Post, durch die in Jerusalems Altstadt stationierte Grenzpolizei.

Anbetrachts all dessen ist Luke Baker zum Vorzeigemann der Auslandspresse geworden, die gegen eine scheinbare „Hexenjagd“ Israels auf die internationalen Medien kämpft. In einem Interview mit Globes (einem israelischen Finanzblatt) wurde er gefragt, ob er der Ansicht sei, es gebe auf Seiten der Auslandsmedien eine gewisse Voreingenommenheit in ihrer Israelberichterstattung. Hier seine Antwort:

Ich bin jetzt seit 20 Jahren Journalist von Beruf, und ähnlich wie ich sind viele der hier hergeschickten Journalisten sehr erfahren. Ich arbeite mit äußerst professionellen Journalisten, die die Komplexität der Story einem internationalen Publikum zu erklären versuchen. Die Israelis glauben, wir würden ihre Haltung nicht adäquat wiedergeben, aber das ist es auch nicht, weswegen die Journalisten hier sind. Ich erkenne bei der Auslandspresse keine Unausgewogenheit. Es gibt Storys, die sich sehr schnell entwickeln, und die Berichte geben die Entwicklungen vor Ort wieder — es gibt einen Bericht über Todesopfer, und ganz am Anfang weiß man einfach nicht, wer tot ist und von welcher Seite er ist, aber du versuchst, das Geschehen so schnell wie möglich zu erklären. Die Vorwürfe, wir seien voreingenommen, nerven. Wenn es Fehler gibt, dann werden sie so schnell wie möglich berichtigt. Den Vorwurf der Unausgewogenheit weise ich zurück.

Behauptet Baker hier tatsächlich, es gebe keinerlei Voreingenommenheit in den Medien? Und sagt er hier auch, die Auslandsmedien würden sich korrigieren, wenn sie etwas falsch berichtet haben? Sieht man sich die schiere Zahl der Vorfälle an, bei denen HonestReporting und andere Gruppen intervenierten und die Medien zu einer Korrektur zwangen, so stellt sich heraus: Bakers Aussage ist komplett falsch.

lukebakertwitterFalls Baker seine Hypothese testen will, laden wir ihn ein, das Material auf der HonestReporting-Website zu sichten, das sich im Lauf der letzten 15 Jahre angesammelt hat.

Baker sagt auch, die Journalisten wären nicht hier, um die Haltung der Israelis wiederzugeben. Trifft dies tatsächlich zu, dann sollten die Auslandsjournalisten aber auch nicht das palästinensische Narrativ übernehmen!

Wir sollten nicht vergessen, dass Baker höchstpersönlich vor kurzem der Einseitigkeit bezichtigt wurde, nämlich im Oktober 2015, als er fälschlicherweise behauptete, israelische verdeckte Ermittler würden palästinensische Jugendliche bewusst zum Steinewerfen aufstacheln, was der Polizei einen Vorwand gäbe, die Steinewerfer festzunehmen. Hat Baker das je korrigiert oder sich dafür entschuldigt? Nein.

Selbst im Globes-Interview macht Baker einen Fehler, wenn er sagt, William Booth sei „inhaftiert“ worden. Als angeblich professioneller Journalist sollte er wissen, wie wichtig akkurate Sprache und Terminologie sind. Booth wurde vorübergehend für eine Befragung festgehalten, aber nie formell unter Arrest gestellt oder irgendeiner Sache angeklagt, bevor er freigelassen wurde. Soviel zur Genauigkeit.

Und auch der Nachrichtendienst Reuters wurde zu zahlreichen Gelegenheiten dabei ertappt. Wie war das zum Beispiel im November 2015, als Reuters eine palästinensische Autoramm-Attacke, bei welcher israelische Soldaten verletzt wurden, mit der Schlagzeile „Palästinenser stirbt bei Ramm-Attacke“ versah und dieses dann zu korrigieren gezwungen wurde?

Und was war mit der irreführenden Schlagzeile, Benjamin Netanyahu habe gedroht, auf steinewerfende palästinensische Kinder schießen zu lassen? Auch hier war Reuters zu einer Korrektur gezwungen worden.

Im Lauf der Jahre war Reuters immer wieder Thema bei HonestReporting, und 2011 zog eine akademische Studie den Schluss, die Reuters-Berichterstattung über den Nahostkonflikt sei systematisch mit Propaganda durchsetzt und beeinflusse die Leserschaft, sich auf die Seite der Palästinenser und der arabischen Staaten gegen Israel zu stellen.

Bakers dubiose Behauptungen zeigen exakt, warum eine Organisation wie HonestReporting gebraucht wird. Nicht nur sind die Auslandsmedien unfähig, ihre Voreingenommenheiten und Fehler selbständig zu korrigieren, sondern (ausgehend von Bakers Kommentaren) es weigern sich sogar einige Vertreter besagter Medien, das Problem überhaupt anzuerkennen. Dass Baker gegenwärtig der Kopf der FPA ist, setzt dem ganzen dann nochmal die Krone auf.

Luke Baker schätzt es nicht, wenn man ihn kritisiert. Er sagt: „Die Vorwürfe, wir seien voreingenommen, nerven.“ Es tut uns leid, Luke, aber es scheint, dass wir Ihnen auch weiterhin auf die Nerven gehen müssen!

Joe Hyams, der Geschäftsführer von HonestReporting, sagt hierzu:

Angesichts aller Beweise für das Gegenteil ist es unglaublich, dass Luke Bajer, der Repräsentant der Auslandspresse in Israel und Kopf einer angeblich glaubwürdigen Nachrichtenagentur das himmelschreiende Problem bei der Medienberichterstattung über Israel nicht erkennen will. Und es ist unglaublich arrogant zu behaupten, die Auslandsmedien würden sich selbst korrigieren, wenn fehlerhaft berichtet wird. Medienbeobachter wie HonestReporting sind absolut notwendig, um sicherzustellen, dass die Medien wirksam überwacht und zur Verantwortung gezogen werden, wenn sie Unwahrheiten berichten.

Wollen auch Sie helfen, Luke Baker darauf hinzuweisen, dass die Medien sehr wohl gegenüber Israel voreingenommen sind? Wir würden uns freuen, wenn Sie folgende Petition mitunterzeichnen: hier klicken. Vielen Dank!

Nissans GPS-App kann Israel nicht finden

18. Februar 2016

Daniel Pomerantz, HonestReporting, 15. Februar 2016

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Ein HonestReporting-Fan (und begeisterter Nissanfahrer) sah, dass die mobile App namens NissanConnect in der Länderliste Israel einfach auslässt.

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Diese Entwicklung ist befremdlich, denn Nissan wird seit 1991 in Israel verkauft und ist dort ausgesprochen beliebt.

Nissans Website enthält Israel, und Israels Beziehungen zu Japan, dem Heimatland des Unternehmens, sind positiv.

Was ist also mit Nissans Karten los?

Ein genauerer Blick auf NissanConnect zeigt, dass diese App über ein Unternehmen namens „Nissan Middle East“ seinen Weg nach Israel fand. Das genannte Unternehmen hat seinen Sitz in Dubai. Obwohl Israel eine diplomatische Mission im Bereich erneuerbare Energieprojekte in den Vereinigten Arabischen Emiraten hat, haben die beiden Länder keine diplomatischen Beziehungen, und die VAE erkennt die Existenz Israels offiziell nicht an.

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Nissans japanisches Hauptquartier weiß eventuell gar nichts davon, dass sein Nahost-Zweig entschieden hat, einen der besten Nissan-Märkte aus seiner eigenen mobilen App zu löschen.

Sagen wir es Nissans Welthauptquartier also einfach. Schließen Sie sich an? Bei Twitter ist Nissan erreichbar unter @nissan oder http://twitter.com/Nissan

CBS News verpasst Israel ein blaues Auge

8. Februar 2016

Pesach Benson, HonestReporting, 3. Februar 2016

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Update: CBS News änderte die Schlagzeile ab. Sie lautet nun wie folgt:

Palästinenser greifen 2 israelische Beamte an, bevor sie getötet werden

* * *

Drei mit Messern, Schusswaffen und Rohrbomben bewaffnete Palästinenser gingen zum Damaskustor in Jerusalem, um Israelis zu ermorden.

Als sie von Polizisten aufgehalten wurden, die an ihnen verdächtiges Verhalten bemerkten, griffen die Palästinenser sie an. Die schnelle Reaktion der Polizisten hat heute eine Menge Blutvergießen verhindert.

Wenn ich durch die Schlagzeilen auf Twitter, Facebook, Google News usw. blättere, sehe ich Schlagzeilen wie diese hier:

Reuters: Israelische Polizistin stirbt bei Anschlag durch Palästinenser, drei Angreifer getötet

AFP: Bei Anschlag in Jerusalem Polizistin getötet, Angreifer erschossen

BBC: Anschlag in Jerusalem: israelische Grenzpolizistin stirbt nach Schüssen

Leider ragt eine vollkommen unprofessionelle Schlagzeile von CBS News aus den anderen Schlagzeilen hervor wie ein hässliches blaues Auge.

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3 Palästinenser getötet, während die tägliche Gewalt weitergeht

Es ist dieselbe müde alte Story: Israelis sind Mörder. „Während die tägliche Gewalt weitergeht“ ist unpersönlich und unentschuldbar.

Es ist ein blaues Auge für Israel und ein blaues Auge für die Leser, die Besseres verdienen als das.

Der HonestReporting-Geschäftsführer Joe Hyams sagte:

CBS versagte nicht nur bei der Erfüllung ihrer Journalistenpflichten, sondern haben sich anderen kläglich gescheiterten Schlagzeilenmachern angeschlossen, die Terroristen zu Opfern machten. Die Medien müssen für den nicht wiedergutzumachenden Schaden, den sie anrichten, zur Rechenschaft gezogen werden. Terror ist Terror, und die Gewalt in Jerusalem, Paris und San Bernardino mit anderen Maßstäben zu messen ist nicht hinnehmbar. Es ist Zeit, sich gegen den institutionellen Antiisraelismus aufzulehnen, der die Büros viel zu vieler Medien weltweit befallen hat.

Hierzu gibt es einen Brief an den Präsidenten von CBS News, David Rhodes — bitte unterzeichnet ihn mit Namen und E-Mail-Adresse; je mehr mitmachen, desto wirksamer ist er.

Die Wahrheit reicht nicht aus

3. Januar 2016

Elijah Granet, HonestReporting, 3. Januar 2016

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Der folgende Gastbeitrag wurde von Elijah Granet verfasst, HonestReportings Gewinner des Blankfeld Award 2014/15. Momentan studiert Elijah Politikwissenschaften an der Columbia University und den Talmud am Jewish Theological Seminary in New York City.

Die Wahrheit über Israel ist selbstverständlich von enormer Wichtigkeit. Das meine ich nicht philosophisch, sondern in dem Sinne, dass die hartnäckigen Lügen über Israel dem Land schaden können, wohingegen die Wahrheit überzeugende Argumente für das Land Israel liefert. Diskussionen über Israel sollten ehrlich, gerecht und akkurat sein, und das gilt insbesondere für die Medien, da sie enormen Einfluss besitzen.

Um die BDS-Bewegung und andere eingefleischte antiisraelische Gruppen zu überwinden, reicht die Wahrheit jedoch nicht aus.

Die BDS-Bewegung wärmt viele abgedroschene Lügen über Israel immer wieder auf, verfolgt damit aber ein bestimmtes Ziel: Sie möchte die öffentliche Meinung nicht nur gegen Israel wenden, sondern erreichen, dass die Leute sogar Angst bekommen, Israel in einer Diskussion überhaupt zu erwähnen.

Die große Mehrheit der Weltbevölkerung kümmert sich nicht sonderlich um Israel und weiß recht wenig über das Land. Tatsächlich verfolgen nur wenige die Feinheiten der politischen Situation ihres eigenen Landes, vom Nahen Osten ganz zu schweigen. Ich würde sogar soweit gehen zu sagen, dass die große Mehrheit Israel nicht einmal auf der Landkarte finden würde.

Genau aus diesem Grund reicht die Wahrheit nicht aus. In einer Zeit, in welcher alles, was mit Israel zu tun hat, „kontrovers“ ist, und alles, was auch nur am Rande mit Israel zu tun hat, Protesten und Boykotten unterworfen ist, ignorieren die meisten vernünftigen, uninformierten Leute israelbezogene Themen einfach. Denn wenn man weder mit Israel vertraut ist noch sich sonderlich darum kümmert, ist es am besten, das Thema gänzlich zu meiden und die Unmengen an Gehässigkeit zu vermeiden, die mit diesem „irrelevanten“ Thema verknüpft sind.

Und das hat sehr reale Konsequenzen, wenn die BDS ihre üblichen Tricks versucht. Wird gegen einen Laden protestiert, wird er boykottiert und belästigt, weil er israelische Produkte verkauft, ist die Wahrheit dessen Inhabern nicht wichtig. Was wirklich zählt, ist, dass der Laden unbehelligt weiterbesteht, und am besten und schnellsten geschieht das, indem man dem BDS-Druck nachgibt. BDS ist durchweg lauter und aggressiver als die Freunde Israels, und daher gewinnt BDS.

Ich will nicht sagen, dass die Freunde Israels so laut und zerstörerisch wie die BDS-Horde werden sollten. Uninteressierten gilt die Wahrheit über Israel nichts. Was zählt, ist, was mit ihnen geschieht, wenn sie es mit Israel bzw. Israelthemen zu tun haben. Interessierte, die sich die Fakten über Israel genau angeschaut haben, werden jedoch für ihre Sichtweise aufstehen, egal wieviel Krach die BDS-Bewegung macht. Leider leben wir jedoch in einer Welt gleichgültiger Menschen, und daher gewinnt meist der Krach und nicht die Wahrheit.

Wie kriegt man dann die Menschen dazu, die Wahrheit wahrzunehmen? Indem man sie an Israel und seinen Themen interessiert macht.

Zuallererst — und am wichtigsten überhaupt — müssen wir Uninteressierte in Interessierte verwandeln. Öffentliche Aufklärung über alle Aspekte Israels einschließlich allem, was überhaupt nicht mit dem Nahostkonflikt zusammenhängt, ist einer der besten Wege, um emotionale und intellektuelle Verbindungen zu Israel zu fördern. Und was noch besser ist: BDS-Proteste gegen solche Versuche, Informationen über Israel zu vermitteln, sind vollkommen ineffektiv. Zum einen zeigen diese Proteste, wie launenhaft die BDS-Bewegung ist. Beispielsweise verteilten Pro-Boykott-Gruppen an der Columbia University, wo ich studiere, den Campus mit Flyern, in welchen sie gegen einen Versuch protestierten, Israels humanitäre Bemühungen im Ausland bekannt zu machen. Selbst ein Uninteressierter und Uninformierter kann sehen, wie komplett lächerlich solche „Proteste“ sind. Zum anderen ist die Reaktion von Leuten, die von der öffentlichen Debatte bzw. „Kontroverse“ über Israel angeregt werden, nach dem Stichwort „Israel“ zu googeln. Auch hier wird die Wahrheit wieder wichtig, und HonestReportings Bemühungen haben hier große Auswirkungen. Unser hypothetischer Googler wird zweifellos über viele verschiedene Artikel über Israel stolpern, und es ist sehr wichtig, dass er dann Fakten findet und keine Voreingenommenheit.

Natürlich wird es Leute geben, die man durch solche Informationsbemühungen nicht erreicht, aber auch sie können umgestimmt werden. Da wir Israel für diese Leute nicht in den Vordergrund bringen können, müssen wir es eben in den Hintergrund bringen und so normal machen, dass Boykotte oder Dämonisierungen Israels befremdend wirken und nicht die Normalität darstellen. Drücken wir es anders aus: Kein Ladenbesitzer würde Menschen nachgeben, die einen Boykott portugiesischer Produkte fordern, egal wieviel Krach sie auch machen. Uninteressierte müssen Israel als ein normales, hochentwickeltes, westliches Land sehen, bevor BDS seine aggressiven Dämonisierungen veranstaltet. BDS will Israel „besonders“ machen; wir müssen uns bemühen, Israel normal zu halten. Das ist eine subtile und schwierige Bemühung, die von einer Sicherstellung der breiten Verfügbarkeit von Produkten made in Israel bis hin zu subtilen Dingen gehen kann wie z. B. dass eine israelische Flagge in jeder Anreihung von Flaggen oder Hebräisch in jeder Aufzählung von Sprachen vorkommt. So albern und seltsam sich das vielleicht anhört, aber diese Art Hintergrundbotschaft ist vielleicht der einzige Weg, Uninteressierte nicht von den lauten Lügen umstimmen zu lassen.

Keiner dieser Versuche lenkt von der Tatsache ab, dass die Wahrheit über Israel, wie bereits erwähnt, von immenser Wichtigkeit ist. Ehrlichkeit, Akkuratesse und Gerechtigkeit in Diskussionen über Israel sind wichtig für den Schutz des Landes vor den bösartigen und hartnäckigen Versuchen, sein Image in der Öffentlichkeit zu zerstören, und ohne die Wahrheit kann keine Bemühung Israel vor seinen Feinden schützen. Gleichermaßen reicht die Wahrheit in einer Welt, die sich zum größten Teil nicht um ein winziges Land mit geringer Bevölkerung schert, nicht aus. Nur wenn die Freunde Israels die Wahrheit mit Aufklärung und Normalisierung koppeln, können sie die Welle der Dämonisierung und der Verleumdungen gegen den jüdischen Stadt stoppen.

Terror ist Terror — korrekt?

16. November 2015

Yarden Frankl, HonestReporting, 16. November 2015

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Die Medien sollten den Begriff „Terrorismus“ verwenden, wann und wo auch immer unschuldige Männer, Frauen und Kinder von politischen bzw. religiösen Extremisten ermordet werden.

Wenn Sie dem zustimmen, dann schreiben Sie bitte Ihren Namen in diese Liste.

Herzlichen Dank.

HonestReporting lagert Kommentare auf Facebook aus

18. Juli 2013

HonestReporting Media BackSpin, 18. Juli 2013

Wie viele unserer Leser schon bemerkt haben, hat HonestReporting diese Woche in seiner Kommentar-Rubrik eine Änderung vorgenommen. Während die Leserbriefe bisher noch unter unseren Artikel erschienen, werden sie nun auf Facebook statt auf unserer Webseite gehostet.

Wir meinen, dass es für diese Änderung mehrere Argumente gibt:

Anonyme Beiträge werden ausgeschlossen, da man bei Facebook seinen echten Account angeben muss. Zweitens wird dadurch ein Maß an Verantwortung hergestellt, das unserer Ansicht nach für einen konstruktiven Gedankenaustausch von entscheidender Bedeutung sein kann. Drittens gibt diese Variante den Lesern die Möglichkeit, einen eigenen Kommentar auf ihrer persönlichen Facebook-Seite zu teilen, was mehr Reichweite erzielt als ein Hosting alleine von unserer (englischsprachigen) Webseite. Dadurch können mehr Menschen über unsere Arbeit erfahren.

Als Nachteil könnte natürlich gesehen werden, dass die Einrichtung eines Facebook-Accounts erforderlich ist, um einen Kommentar hinzuzufügen. Und auch wenn man berücksichtigt, dass die überwiegende Mehrzahl unserer Leser bereits ein Konto bei Facebook eingerichtet hat, ist es möglich, dass einige unserer Leser nicht dazu zählen. Die Einrichtung eines Facebook-Accounts ist jedoch sehr einfach. Und wer Facebook aus Gründen der persönlichen Datensicherheit nicht verwenden will, könnte dennoch ein Konto ohne Angabe von privaten Daten oder Updates einrichten. Man könnte z.B. das Konto schlicht inaktiv führen und nur dann verwenden, um Websites wie die unsere oder eine wachsende Zahl von anderen Seiten auf der gleichen Plattform zu besuchen, darunter beispielsweise The Times of Israel.

Wer noch keinen Account bei Facebook hat kann ihn hier einrichten.

Wir hoffen daher, dass sich noch mehr interessierte Menschen zu unseren medienkritischen Beiträgen und Blogposts äußern, und wir hoffen, dass dieses neue auf Verantwortlichkeit fußende Element zu einem respektvolleren Umgang miteinander führt und unsere Webseite auch für weitere Leser attraktiv macht. Wir verpflichten uns zum Aufbau einer Leserschaft, die an einer fairen Berichterstattung über Israel interessiert ist, und wir wollen einen Raum schaffen, in dem sich unsere Leser ermutigt fühlen, ihrer eigenen Meinung Ausdruck zu verleihen.

i24 Nachrichtenkanal gestartet

18. Juli 2013

HonestReporting Media BackSpin, 18. Juli 2013

Am gestrigen Mittwoch ging i24news ans Netz – Israels Antwort auf Russia Today, France 24 und Al-Jazeera. Dazu i24-Geschäftsführer Frank Melloul:

Die Aufgabe von  i24news besteht darin, internationale Nachrichten sowie alle Facetten der israelischen Gesellschaft aus einer neuen Perspektive zu beleuchten. Diese neue Variante fehlt in der heutigen schnelllebigen Channel-Zapping-Kultur.

i24news wurde in Englisch, Französisch und Arabisch etabliert, um eine neue Stimme aus dem Nahen Osten zu präsentieren, die sich auf die zwei Säulen Unabhängigkeit und Öffentlichkeit stützt. i24 will Israel mit der Welt und die Welt mit Israel verbinden.

In einer Gemeinschaftsredaktion produzieren aus Jaffa rund 150 Journalisten verschiedener Nationalitäten und Religionen gleiche Inhalte (News, Talkshows, Nachrichtenmagazine): ein Symbol für die soziale, kulturelle und religiöse Vielfalt in der israelischen Gesellschaft.

Als einer der ersten großen globalen Medienkanäle des digitalen Zeitalters startet i24news im Web, dann über Satellit, ADSL und Kabel.

Wir wünschen i24news alles erdenklich Gute. Zur Verfolgung der Liveberichterstattung bitte hier klicken.


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