Archive for the ‘Israel’ category

Ein Fall von Kulturvandalismus gegen Israel

4. März 2015

Alex Margolin, HonestReporting, 2. März 2015

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Eines der heimtückischsten Elemente der BDS-Strategie ist die Forderung nach kulturellem Boykott. Es schadet Israels Image, von Kulturveranstaltungen in der ganzen Welt ausgeschlossen zu werden, und es schadet israelischen Künstlern, Schriftstellern und anderen, wenn sie von Menschen, die angeblich nur nicht mit Israels Politik einverstanden sind, wie Aussätzige behandelt werden.

Aber was passiert, wenn ein BDS-Unterstützer bzw. ein Israelgegner von einer Mainstream-Zeitung eine Plattform zur Verfügung gestellt bekommt, um eine israelische Produktion zu kritisieren, so wie Martha Schabas in der Globe and Mail? Das könnte noch schlimmer sein als kultureller Boykott – es könnte eine Form des Kulturvandalismus sein.

Schabas, freischaffende Tanzkritikerin für die Zeitung, kritisierte vor kurzem ein israelisches Tanztheaterstück namens Marathon, einen einstündigen Kommentar über das Leben in Israel, in welchem die drei Hauptfiguren stets in Bewegung sind. Auf ihrem Twitter-Feed hatte sich Schabas zuvor über Israels „Kriegsverbrechen“ und die SodaStream-Fabrik in „illegalen Siedlungen im Westjordanland“ geäußert. So ist es nicht verwunderlich, dass Schabas von der israelischen Produktion nicht beeindruckt war.

Das Stück, das „die Wunden der modernen israelischen Gesellschaft“ zu enthüllen vorgibt, zeígt drei weiße jüdische Künstler, die in einem Kreis herumrennen und Platitüden über ihre jeweiligen Schwierigkeiten ausrufen. Ich könnte versucht sein zu bemängeln, dass Marathon eine unerhört einseitige Sicht der israelischen Wunden bietet, aber ich fürchte, diese Beschwerde wäre irreführend – denn selbst die privilegierte Perspektive erfährt eine seichte Behandlung.

Schabas scheint an den Wunden der Israelis völlig desinteressiert. Was sie an dem Stück stört, ist, dass es die politischen Fragen auslässt, die ihr wichtig sind.

Wenn es so klingt, als sei Marathon zu unintelligent, um beleidigend zu sein, so bin ich noch nicht bereit, es vom Haken zu lassen. Natürlich muss nicht jedes Theaterstück über die israelische Gesellschaft die zwei Millionen Araber erwähnen, die ein Viertel seiner Einwohner ausmachen (über die vier Millionen in den besetzten Gebieten spreche ich gar nicht), oder über die 60.000 afrikanischen Asylbewerber, denen die Arbeitserlaubnis und der Flüchtlingsstatus verwehrt wird und die oft auf unbestimmte Zeit festgehalten werden. Aber ein Stück, das laut dem Pressematerial „die Tiefen des israelischen Bewusstseins“ auslotet und die Themen Land, Sicherheit und den existenziellen Überlebenskampf berührt, macht mit dem, was es auslässt, ein recht vorbelastetes Statement.

Das gleiche kann man von Schabas und ihrer Kritik sagen. Natürlich wird nicht jede Kritik einer Theaterproduktion die Fragen behandeln, die vom fraglichen Stück angesprochen werden. Aber eine Kritik, die im Grunde eine politische Attacke auf Israel durch das Medium einer Kritik an einer israelischen Tanzproduktion ist, hat keinen Platz im Feuilleton einer Mainstream-Zeitung.

Die Kritik hatte so viele Leserbeschwerden zur Folge, dass der Public Editor der Zeitung, Silvia Stead, prüfte, ob Schabas überhaupt mit dieser Theaterkritik beauftragt hätte werden sollen. Nach Rücksprache mit dem Kulturredakteur der Zeitung, Jared Bland, dem es offenbar nichts ausmacht, dass jemand mit antiisraelischer Haltung eine israelische Produktion kritisiert, zieht Stead die zahme Schlussfolgerung: „Die Autorin sollte ihre Kommentare zügeln, jetzt da sie für The Globe arbeitet.“

Diese Schlussfolgerung lässt Schabas für die Nutzung ihrer Position zu einem Angriff auf Israel vom Haken. Leider ist die Theatertruppe das eigentliche Opfer, denn sie wird in den Medien verrissen, weil sie nicht auf die politische Ausrichtung der Autorin passt. Zu schade, dass sie die Aufführung nicht einfach nur boykottierte.

Dammbruch: palästinensische Lüge entlarvt

24. Februar 2015

Simon Plosker, HonestReporting, 23. Februar 2015 / Übs: YdW

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Das kürzliche stürmische Wetter in Israel und angrenzenden Gebieten hat in Gaza zu weiten Überflutungen geführt. Den Palästinensern und ihren Medienunterstützern genügt es jedoch nicht, den starken Regen dafür verantwortlich zu machen – nein, Israel muss irgendwie beschuldigt werden.

Al-Jazeera:

Überschrift: Gazabewohner fliehen vor Überflutungen durch Öffnung israelischer Dämme Unterüberschrift: Palästinenser wurden aus ihren Häusern evakuiert, nachdem israelische Behörden eine Reihe von Dämmen geöffnet haben, welche das Gaza-Tal überfluteten

Überschrift: Gazabewohner fliehen vor Überflutungen durch Öffnung israelischer Dämme
Unterüberschrift: Palästinenser wurden aus ihren Häusern evakuiert, nachdem israelische Behörden eine Reihe von Dämmen geöffnet haben, welche das Gaza-Tal überfluteten

Wenigstens 80 palästinensische Häuser wurden überflutet, nachdem der Wasserpegel nach der Öffnung mehrere Dämme durch israelische Behörden im Gaza-Tal (Wadi Gaza) fast drei Meter erreichte und Familien zur Evakuierung zwang…

Brigadegeneral Said Al-Saudi, Leiter der Zivilschutzbehörde in Gaza, sagte zu Al Jazeera: „Letzte Nacht öffnete Israel ohne Vorwarnung Wasserdämme, was zu schweren Schäden an Dörfern in Gaza nahe der Grenze führte. Über 40 Häuser wurden überflutet, und 80 Familien befinden sich als Folge davon derzeit in Notunterkünften.“

Er fügte hinzu, dass sich die Dammöffnung negativ auf die lokale Landwirtschaft auswirken würde, da die Überschwemmungs auch Geflügel– und Tierfarmen in Gaza in Mitleidenschaft gezogen hat.

„Wir appellieren an Menschenrechtsorganisationen und internationale Rechtsorganisationen, dass sie intervenieren, um ähnliche Aktionen in Zukunft zu verhindern.“

RT (Russia Today):

Israel öffnet Dämme und zwingt Hunderte Gazabewohner aus ihren überfluteten Häusern (Fotos)

Israel öffnet Dämme und zwingt Hunderte Gazabewohner aus ihren überfluteten Häusern (Fotos)

Es ist nicht das erste Mal, dass israelische Behörden die Dämme zum Gaza-Tal geöffnet haben. Fast jedes Jahr öffnet Israel ohne Vorwarnung die Schleusentore ihrer Dämme in Richtung Gaza, um massive Mengen überschüssigen Wassers abzulassen, das sich während schwerer Regen– oder Schneefälle in der Naqab-Region angesammelt hatte.

Maan News:

Hunderte Palästinenser fliehen, nachdem Israel Dämme in Richtung Gaza-Tal öffnete

Hunderte Palästinenser fliehen, nachdem Israel Dämme in Richtung Gaza-Tal öffnete

Der Sprecher der Zivilschutzbehörde in Gaza, Muhammad al-Midana, warnte, es könne weiteres Leid geben, wenn Israel weitere Dämme in diesem Gebiet öffnen würde. Er sagte, das Wasser fließe aktuell mit hoher Geschwindigkeit von der israelischen Grenze durch das Tal ins Mittelmeer.

Natürlich hat diese Story in antiisraelischen sozialen Medien die Runde gemacht. Man kann sie jedoch leicht widerlegen, da es sich um eine schamlose Lüge handelt. Das Büro des COGAT-Sprechers (COGAT = Coordination of Government Activities in the Territories) teilte HonestReporting mit:

Die Behauptung ist völlig falsch, denn in Südisrael gibt es keinerlei Dämme. Aufgrund der jüngsten Regenfälle wurden die Wasserströme in der Region überflutet ohne jegliche Verbindung zu irgendwelchen Aktionen seitens des Staates Israel.

Vor dem Sturm genehmigte COGAT die Überführung von vier Wasserpumpen der palästinensischen Wasserbehörde von Israel nach Gaza zur Verstärkung der 13 bereits im Gazastreifen befindlichen Pumpen, um möglichen Überflutungen im Gebiet Herr zu werden.

Das ist nicht das erste Mal, dass die Palästinenser diese Lüge verbreitet haben. Zuletzt geschah dies 2013 während einer ähnlichen Schlechtwetterperiode.

UPDATE

Sogar die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua hat diese Lüge nachgeplappert. Xinhuas Jerusalembüro wurde informiert.

Israel öffnet Dämme, überflutet Gaza

Israel öffnet Dämme, überflutet Gaza

Bild: CC BY-SA HonestReporting, Hintergrunddesign von Freepik

Die verzerrten Holocaust-Lektionen des Guardian

2. Februar 2015

Simon Plosker, HonestReporting, 27. Januar 2015 / Übs: YdW

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Zeitgleich zum internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust veröffentlichte der Guardian ein Editorial, das einen Einblick in dessen spezielle Ideologie gewährt.

In Bezug auf Holocaust-Überlebende:

Sie sprechen jetzt, da sie bald nicht mehr sprechen können werden. Auch sprechen sie zu einem Europa, in welchem sich Minderheiten aufs Neue bedroht fühlen: Jüdische Gemeinschaften sind von einer neuen Verunsicherung ergriffen, muslimische Gemeinschaften spüren den langsamen Anstieg von Feindseligkeiten im Fahrwasser von Dschihadisten-Gewalttaten wie dem Massaker bei Charlie Hebdo. Natürlich ist die geringe Beimischung rechtsradikaler Parteien von Chrysi Avgi (Goldene Morgenröte) in Griechenland bis hin zu Swoboda (Freiheit) in der Ukraine weit von einem Wiederaufleben des Faschismus entfernt. Wir sind nicht auf dem Weg zu einem neuen Auschwitz. Aber das liegt zum Teil daran, dass wir uns an das erinnern, was damals geschehen ist.

Nur europäische Synagogen mussten aus Sicherheitsgründen geschlossen werden. Nur jüdische Gemeindegebäude, Schulen und Kindergärten benötigen scharfe Sicherheitsvorkehrungen. Moscheen blieben offen, und abgesehen von einigen kleineren Fällen der Beschädigung von Eigentum sind es nicht Muslime, die auf europäischem Boden ermordet wurden.

Aber der Guardian behandelt sowohl Juden als auch Muslime als Opfer in einer unangebrachten moralischen Gleichschaltung.

Und was ist mit der „geringen Beimischung rechtsradikaler Parteien“? Der Guardian erkennt nicht, dass es nicht die Bedrohung durch Neonazis oder Faschisten ist, die die größte Gefahr für jüdische Gemeinschaften in Europa darstellt, sondern die Konvergenz aus Linksradikalen und islamistischen Extremisten, die ihren Judenhass in exakt jene Sprache des Antizionismus kleiden, welcher der Guardian bereitwillig eine Plattform bietet.

Als wolle das Editorial diesen Punkt unterstreichen, heißt es dort:

Israel selbst, das erst spät zu seiner Abrechnung mit den damaligen Geschehnissen in Europa gefunden hat, wurde manchmal von Menschen geführt, die seine Verletzlichkeit auszunutzen gewillt waren, aber das bedeutet nicht, dass diese Verletzlichkeit nicht tief empfunden würde: Ein Volk, das sich beinahe der Ausrottung ausgesetzt sah, kann nicht dafür getadelt werden, wenn es sein Schicksal nie wieder in fremde Hände legen möchte. Die Araber hingegen können nicht für ihr Gefühl getadelt werden, dass die europäische Blutschuld an den Juden mit dem bezahlt wurde, was sie als ihr Territorium betrachten.

Also folgert der Guardian, israelische Führer hätten zuweilen den Holocaust missbraucht und ausgenutzt, um die Handlungen Israels zu entschuldigen. Dann entschuldigt der Guardian die Weigerung der Araber, die Rechtmäßigkeit eines jüdischen Staates im Nahen Osten anzuerkennen, indem er sagt, die Schaffung des modernen Staats Israel sei ein Resultat europäischer Schuld aufgrund des Holocausts und nicht die unausweichliche Selbstbestimmung eines eingeborenen Volkes in seinem Heimatland.

Trotz all der Lippenbekenntnisse zu jüdischem Leid kann der Guardian sein antiisraelisches Dogma und seine Rolle bei der Förderung ebenjenes Zustands der Verletzlichkeit, dem sich Juden in Europa heute ausgesetzt sehen, nicht verbergen.

Und just in dieser Woche schreibt der preisgekrönte Autor Howard Jacobson im Independent über die Art und Weise, wie die „Aber-Brigade“ zugibt, etwas könnte eine Gräueltat darstellen, gefolgt vom Wort „aber“ und dann einer Einschränkung, die ihnen gerade in den Sinn kommt. Und genau das tat der Guardian – der Holocaust war eine Gräueltat, „aber“ Israels Handlungen und Rechtmäßigkeit sollten trotzdem in Frage gestellt werden.

Die New York Times kann ihre Verachtung nicht verbergen

27. Januar 2015

Simon Plosker, HonestReporting, 26. Januar 2014 / Übs: YdW

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HonestReporting erwähnte schon öfters den „Halo-Effekt“, durch den sogenannte Menschenrechtsorganisationen und linke NGOs von den Medien als völlig untadelig angesehen werden und jenseits jeglicher Kritik stehen. Diese nichtstaatlichen Organisationen und mit ihnen in Verbindung stehende Persönlichkeiten erhalten von den Medien generell einen Freibrief. Dies gilt jedoch nicht für NGOs, die als proisraelisch wahrgenommen werden.

Und so ist es auch mit der New York Times und Jodi Rudorens Profil von Nitsana Darshan-Leitner von Shurat HaDin, dem Israel Law Center, das Gerechtigkeit für Israelis und andere Opfer von Terror oder von Terrorförderern wie dem Iran erwirken möchte.

Darshan-Leitner ist eine geschätzte Gastsprecherin bei den zweimal im Jahr stattfindenden „Missionen“ von HonestReporting.

Wir erwarten von Rudoren keine Lobeshymnen, aber wir sollten es auch nicht einfach so hinnehmen, dass ihr Artikel gespickt ist mit so vielen Negativa, wie es überhaupt geht. Nitsana Darshan-Leitner und Shurat HaDin werden mit einem solchen Grad an Skepsis behandelt, dass es schon an Feindseligkeit grenzt.

Hier ein Beispiel:

Gerichte weisen ihre Argumente regelmäßig zurück. Zirka 90% der 1,6 Milliarden US-$ Strafe bei Säumnisurteilen gegen Angeklagte, die nicht vor Gericht erschienen sind, z. B. Iran, Syrien, Nordkorea und die militante Palästinensergruppe Hamas, sind nicht bezahlt worden. Die Angriffe gehen weiter, und sie reicht weiterhin Klagen ein (und schreibt Nachrichtenblätter).

Und:

Aber Robert J. Tolchin, ein Anwalt aus New York, der mit Frau Darshan-Leitner zusammenarbeitet, nannte sie eine „Visionärin“, die sich nicht scheue, in „Guerilla-Rechtsstreits“ zu treten.

Ein Beispiel hierfür ist ihr (erfolgloser) Versuch, Israel zu zwingen, Palästinenser im Gazastreifen zu retten, die für ihre Kollaboration exekutiert werden sollten. Oder als sie (erfolglos) forderte, Jahre nach einer Reihe tödlicher Schießereien Straßensperren aufrechtzuerhalten, damit Palästinenser nicht die Straße 443 im Westjordanland benutzen können.

Angesichts der vielen Erfolge, zu denen Darshan-Leitner ihren Anteil beigetragen zu haben behauptet, stehen hier nur Fälle im Vordergrund, die sie nicht gewonnen hat.

Und was soll man aus folgenden Worten schließen?

„Nitsana betrachtet Situationen und sieht Argumente und Sachverhalte, welche die meisten Anwälte nicht sehen“, sagte Herr Tolchin, dessen Zimmergenosse an der juristischen Fakultät der Bruder des Ehemannes von Frau Darshan-Leitner ist.

Hier wird impliziert, dass Tolchins Fürsprache nur vorsichtig aufgenommen werden sollte, da er irgendeine unbedeutende persönliche Verbindung über zwei Ecken mit Darshan-Leitner hat.

Vielleicht könnten wir sagen, dass es sich hier tatsächlich um professionellen Journalismus seitens Rudoren handelt, denn sie gräbt tief, um eigennütziges Interesse aufzuspüren oder die Glaubwürdigkeit ihrer Interviewpartner zu untersuchen. Es gibt hier nur ein Problem – dieser Grad an investigativer Skepsis ist nur für eine Seite reserviert.

Was geschieht, wenn Rudoren es mit einer antiisraelischen NGO zu tun hat? Im Mai 2014 hoben wir eine Story von Rudoren über die sogenannte „Nakba“ der Palästinenser hervor, wo sie sich stark auf eine radikal antiisraelische NGO namens Zochrot bezog, die laut Rudoren „das Rückkehrrecht von Millionen palästinensischen Flüchtlingen und ihren Nachkommen einfordert“.

Wie HonestReporting bemerkte, scherten Zochrots antizionistische Aktivitäten Rudoren nicht im geringsten. Beispielsweise unterstützten sie eine Einstaatenlösung und das Ende der jüdischen Souveränität sowie die Produktion eines hochgradig verstörenden Videos mit einem radikalen Aktivisten, der das Holocaustmahnmal Yad Vashem besuchte, in die Rolle des „Holocaust“ schlüpfte und behauptete, dies sei „das allerbeste“, das dem jüdischen Volk jemals passiert sei.

Wie kommt es dann, dass sich Jodi Rudorens Profil einer zionistischen Aktivistin einer proisraelischen NGO auf Negatives konzentriert und sie völlig zerpflückt, während eine radikale Organisation vom anderen Ende des politischen Spektrums mit Samthandschuhen angefasst wird?

Man kann nur den Schluss ziehen, dass es sich hier um ein Beispiel für die Offenlegung von Rudorens Sympathien handelt, verraten durch einen simplen Vergleich mit früheren Artikeln und der offenkundigen antiisraelischen Haltung der New York Times allgemein.

Daily Telegraph: Israel besetzt noch immer den Südlibanon

21. Januar 2015

Simon Plosker, HonestReporting, 20. Januar 2015 / Übs: YdW

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Ein Selfie von Miss Israel direkt neben Miss Libanon bei einem Miss-Universe-Wettbewerb hat international Schlagzeilen gemacht. Der Grund hierfür war die säuerliche Reaktion von Miss Libanon und vielen ihrer Landsleute. Wir hätten nicht gedacht, dass HonestReporting darüber berichten muss, aber der Daily Telegraph hat einen Artikel veröffentlicht, in dem die tieferen Gründe hinter dem Selfie-Zoff angesprochen werden.

Darin steht auch folgender Kommentar von George Asseily, dem Vorsitzenden des Center for Lebanese Studies:

Der Grund ist, dass Libanon Israel beschuldigt hat – und noch immer beschuldigt -, einen Krieg gegen libanesische Zivilisten zu führen. 2006 gab es sehr viel Zerstörung, und seither hat sich die Beziehung nicht verbessert, da Israel noch immer Teile des Südens besetzt und den Rückzug verweigert, obwohl es sich um libanesisches Gebiet handelt.

Leider findet der Daily Telegraph keine erklärenden Worte für Asseilys Anschuldigung, und daher glaubt der gewöhnliche Leser jetzt, Israel besetze libanesisches Gebiet.

In Wahrheit ist das nicht der Fall. YNet News erklärt:

Die Schebaa-Farmen sind ein kleines Gebiet von ungefähr 28 km² an der Grenze zwischen Israel, Libanon und Syrien. Es liegt auf einem Berg etwa 1.500 m über dem Meeresspiegel und bietet einen Ausblick über das libanesische Bekaa-Tal. Seit dem Sechstagekrieg im Jahr 1967 hielt Israel diese relativ hohe Gegend, die ihm gewisse Vorteile in geheimdienstlicher und strategischer Hinsicht bietet. (…)

Schebaa wurde 1974 von den Vereinten Nationen als Teil der von Israel besetzten syrischen Golanhöhen anerkannt. Im Mai 2000 zog sich Israel nach 18 Jahren aus dem Südlibanon zurück. Libanons Hisbollah behauptete, der Rückzug sei unvollständig, da Schebaa sich auf libanesischem – nicht syrischem – Territorium befände. Diese Behauptung gibt Hisbollah einen Grund, um weiter gegen die israelischen „Besatzer“ vorzugehen. In einem Interview mit The Media Line im Jahr 2004 zu diesem Thema sagte Ghasan Al-Ezzi, Professor für Politologie an der Libanesischen Universität in Beirut, die Bürger des Libanon lebten und arbeiteten auf den Schebaa-Farmen, aber das ändere nicht die Tatsache, dass die Region in den Augen der internationalen Gemeinschaft unter syrischer Souveränität stehe.

Wenn sogar die UN anerkennt, dass Israel nicht länger libanesisches Gebiet besetzt, warum kann dann der Daily Telegraph das nicht klarstellen?

UPDATE

Der Daily Telegraph hat Folgendes ergänzt:

Israel besetzt die Region der Schebaa-Farmen, die sowohl vom Libanon als auch von Syrien beansprucht werden.

Soweit es uns betrifft, ist diese Erläuterung nicht hinnehmbar und versagt völlig darin, ein legitimes Gegengewicht zu Asseilys Behauptung aufzustellen oder Klarheit zu schaffen. HonestReporting wird weiter hierüber berichten.

Hat jemand Raketen gesehen?

7. Januar 2015

Yarden Frankl, HonestReporting, 06. Januar 2015
(Übersetzung: Yvaine de Winter)

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Die New York Times stellt den Gaza-Konflikt weiterhin als den krönenden Abschluss gegenseitiger Entführungen und Morde dar. Und schon wieder vergessen sie den massiven Raketenbeschuss zu erwähnen, dem Israel unterlag und der schlussendlich eine israelische Antwort erzwang.

Die Times schreibt:

Nachdem die Leichen der Jungen in einem Graben bei Hebron gefunden wurden, entführten drei jüdische Extremisten einen palästinensischen Teenager aus seinem Ostjerusalemer Stadtviertel und verbrannten ihn laut der israelischen Behörden bei einem augenscheinlichen Racheanschlag bei lebendigem Leib; sie wurden des Mordes angeklagt.

Kurz danach begann der 50 Tage dauernde Krieg, der fast 2.200 Menschen im Gazastreifen und über 70 auf israelischer Seite das Leben kostete.

Wir haben es bereits gesagt, und wir sagen es wieder. Über den Konflikt zu schreiben, ohne die Raketen zu erwähnen, die der israelischen Militäroperation vorausgingen, ist ganz einfach eine Lüge.

Bevor Israel einen einzigen Schuss nach Gaza abgegeben hat, hatte die Hamas Raketen auf grenznahe jüdische Gemeinden abgefeuert. Diese Raketenangriffe waren eine klare Kriegshandlung, und es existiert kein Land auf diesem Planeten, das sich nicht im Recht gesehen hätte, zurückzuschlagen.

Aber die bloße Möglichkeit, dass Israels Handlungen in Gaza gerechtfertigt hätten sein können, passt einfach nicht ins Narrativ der Times, nämlich ins Narrativ eines außer Kontrolle geratenen Kreislaufs der Gewalt. Also tun sie so, als hätte es die Raketen nie gegeben (ganz ähnlich wie sie während des Konflikts so getan hatten, der Einsatz menschlicher Schutzschilde der Hamas und deren Einschüchterung von Journalisten würden nicht existieren).

Durch das Weglassen der Raketenangriffe fehlt ein wesentliches Element des Konflikts. Aber das ist die New York Times, die sich immer und immer wieder durch ihre einseitige Sicht hervortut.

Die Dishonest Reporting Awards 2014: Warum die Gaza-Kriegsberichterstatter gewonnen haben

25. Dezember 2014

Pesach Benson, HonestReporting, 23. Dezember 2014
(Übersetzung: Yvaine de Winter)

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Dishonest Reporter Award 2014: Gaza-Kriegsberichterstatter

Wir hatten die HonestReporting-Leser gebeten, die Preisträger des diesjährigen Dishonest Reporter Award zu wählen, und der Konsens-„Gewinner“ war die New York Times.

Und es gab viele Gründe, sich dieser Mehrheitsmeinung anzuschließen (mehr dazu hier).

Aber je stärker wir die Berichterstattung über den 50tägigen Konflikt in Betracht zogen, desto mehr realisierten wir, dass diese Sache weit größere Bedeutung hat als die Times. Und bei derart vielen Fällen von schlechtem Journalismus reichte das Herausstellen einer einzigen Zeitung oder Person nicht mehr.

Deshalb haben wir die New York Times hintangestellt.

Was also waren die größten Probleme mit den Berichterstattern des diesjährigens Gaza-Konflikts?

 

Fallschirmjournalismus

Verstärkungspersonal – Freiberufler, Promijournalisten, Wanderreporter und aus anderen Büros abgezogene Mitarbeiter zur Verstärkung der Kriegsberichterstattung – übertrafen zahlenmäßig die regulär in Israel stationierten ausländischen Reporter.

Der Knackpunkt bei diesen „Fallschirmjournalisten“ ist, dass sie so gut wie keine Hintergrundinformationen besitzen und nur begrenzte Verbindungen zu Quellen in den Konfliktgebieten haben, in die sie geschickt werden. Das Pressebüro der israelischen Regierung sagte, es habe sich zusätzlich zu den etwa 750 akkreditierten Auslandsjournalisten, die sich bereits im Land aufhielten, um 777 ausländische Reporter gekümmert, die als Verstärkung in die Region geschickt worden waren.

Die Kritik des erfahrenen in Jerusalem stationierten Reporters Matthew Kalman am Fallschirmjournalismus im Nahen Osten (Monate vor dem Konflikt) war außerordentlich weitsichtig:

„Stellen Sie sich vor, ein Russisch sprechender Reporter landet in Texas, spricht nur Russisch, aber versucht sich an der Analyse, am Kommentieren und an der Berichterstattung über amerikanische Politik; und das ist die Situation, die wir im Nahen Osten haben“, so Kalman.

Denn Themen wie beispielsweise Jerusalems Ansätze zur Konfliktbewältigung („Rasenmähen“) und das Endziel der Hamas (die Zerstörung Israels wie von S. E. Cupp dargelegt) erhielten keine große Aufmerksamkeit.

Fazit: Die Hälfte der über Operation Protective Edge berichtenden Reporter hatte keine Ahnung vom Konflikt.

 

Einschüchterung der Medien

Die Hamas hat zugegeben, Reporter eingeschüchtert zu haben. Und aus gutem Grund.

Es lag nicht im Interesse der Hamas, dass die Welt Bilder von Raketen aus zivilen Gebieten sieht, bewaffnete Kämpfer in Zivil oder Schulen, Moscheen und Krankenhäuser, die als Deckung für Tunnels, Waffenlager und Scharfschützenpositionen eingesetzt wurden. Eine kleine Handvoll Reporter übte Kritik an dieser Rücksichtslosigkeit und diesem Betrug, aber das waren Ausnahmen.

Die Einschüchterung betraf etwas anderes: das völlige Fehlen jeglicher Fotos und Videos von Hamas-Kämpfern.

Das Fehlen von Bildern von bewaffneten Männern im dicht besiedelten Gazastreifen trifft den Kern der Doktrin der Hamas, Menschen als lebende Schutzschilde zu verwenden, was die Kollateralschäden bei IDF-Einsätzen absichtlich in die Höhe treibt. Die Hamas setzt darauf, dass die Welt Israel verurteilt, wenn die zivilen Opfer zunehmen.

Die bemerkenswertesten Aufnahmen, die die Hamas die Welt nicht sehen lassen wollte, kamen durch Neu-Delhis NDTV zustande. Dieses filmte eine Raketeneinheit, wie sie eine Abschussrampe neben einem Hotel aufbaute, in dem ausländische Journalisten untergebracht waren. Bezeichnenderweise wurde das Video nicht freigegeben, bevor das NDTV-Team wieder sicher zuhause in Indien war.

Palästinensische Fotografen unter Hamas-Aufsicht verfügen nicht über den Luxus, Gaza verlassen zu dürfen. Ausländische Fotografen dürften bewusst darüber hinweggesehen haben oder ließen sich von der Hamas in die Irre führen. Vielleicht glauben auch einige Fotografen da draußen, eine Vertuschung sei gerechtfertigt, um der palästinensischen Sache zu helfen. Der ehemalige Associated-Press-Korrespondent Matti Friedman führte ebendiese Beobachtung in einem vielbeachteten Exposé über Medienbefangenheit im „Tablet“-Magazin an:

Tatsache ist, dass die Einschüchterung durch Hamas überwiegend irrelevant ist, weil die Aktionen der Palästinenser irrelevant sind: Die meisten Reporter im Gazastreifen glauben, ihr Job bestehe darin, israelische Gewalt gegen palästinensische Zivilisten zu dokumentieren. Das ist die Quintessenz der Israel-Story. Außerdem arbeiten Reporter mit Deadlines, sind oft gefährdet, und viele sprechen die Sprache nicht und haben nur eine sehr ungefähre Vorstellung, was abgeht. Sie hängen von ihren palästinensischen Kollegen ab und von den Mittelsmännern, die entweder Angst vor Hamas haben oder Hamas unterstützen oder beides. Reporter brauchen keine Hamas-Aufpasser, um sie von Tatsachen wegzuscheuchen, die die einfache Story trüben können, die zu berichten sie hierher geschickt wurden.

Es ist kein Zufall, dass die wenigen Journalisten, die über Hamaskämpfer und Raketenwerfer in zivilen Gebieten in diesem Sommer berichtet haben, in der Regel nicht zu den großen Nachrichtenorganisationen mit starken und permanenten Operationen im Gazastreifen gehörten, wie Sie vermutet haben könnten. Meistens waren es rauflustige Randfiguren und Neuankömmlinge – ein Finne, eine indische Crew und ein paar andere. Diese armen Seelen haben das Memo nicht erhalten.

(Anm.d.Übs.: Die Übersetzung der oberen beiden Absätze stammt vom Blog beer7.wordpress.com – vielen herzlichen Dank!)

Peter Beaumont vom Guardian legte die Signifikanz näher dar:

In den meisten von mir begleiteten Kriegen begegnet man einer der beiden Parteien, oft beiden, aber in Gaza, wo der Tod vom Himmel fällt, sind die Kämpfer weitgehend unsichtbar bis auf die Wirkung ihrer Waffen. Im Ergebnis sieht man den Krieg in Gaza durch das Prisma des Leidens der Opfer – ein Konflikt, in dem diejenigen fehlen, die gewillt sind, rationale Erklärungen zu liefern.

Wir erkundigten uns über unsere Kontakte, ob es Journalisten gebe, die ihre Fotos oder Videos veröffentlichen wollen – aber niemand meldete sich.

 

Strittige Opferzahlen

Opferzahlen und die Einteilung in Zivilisten und Kombattanten gingen entweder auf Hamas-Angaben oder auf Zahlen der UN zurück. UN-logo

Das unglückselige Problem mit den UN-Zahlen war, dass sie von dubiosen nichtstaatlichen Organisationen kamen, die Israel gegenüber feindselig eingestellt sind, z. B. dem Palästinensischen Zentrum für Menschenrechte (PCHR). (Anmerkung: Steven Stotsky dekonstruierte dieses Problem, nachdem er einen genaueren Blick auf das PCHR geworfen hatte.)

Ja, eine unabhängige Verifizierung der Opferzahlen in den schwierigen Umständen des Gazakrieges ist eine gewaltige Aufgabe.

Doch bedenken Sie: Indem der Faktencheck palästinensischen und israelischen Gruppen überlassen wurde, reduziert sich der Journalismus von Gewissheit zu Behauptungen aus dritter Hand (z. B. vom Al-Mezan-Zentrum für Menschenrechte und vom Meir-Amit-Informationszentrum über Geheimdienste und Terrorismus). In der Theorie sollten die großen Medien die Behauptungen der jeweils anderen ins Gleichgewicht bringen. Doch kann man sich nicht darauf verlassen, dass die Auslandspresse so arbeitet. In einem Folgeartikel in „The Atlantic“ erklärte Matti Friedman, warum Israels Seite der Geschichte nicht dieselbe Behandlung erfährt:

Während meiner Zeit bei der Presse lernte ich, dass unsere Beziehung zu diesen Gruppen keine journalistische ist. Meine Kollegen und ich analysierten und kritisierten sie nicht. Vielen ausländischen Journalisten waren sie keine Ziele, sondern Quellen und Freunde – in gewisser Hinsicht waren sie Kollegen in einer informellen Allianz. Diese Allianz besteht aus Aktivisten und internationalen Mitarbeitern der Vereinten Nationen und der NGOs; das westliche diplomatische Korps, insbesondere in Ostjerusalem; und ausländische Reporter. (Es gibt auch eine lokale Komponente aus einer geringen Zahl israelischer Menschenrechtsaktivisten, die zum Großteil von europäischen Regierungen finanziert werden, und palästinensischen Mitarbeitern der Palästinenserbehörde, der NGOs und der UN.) . . .

In diesen Zirkeln ist eine Abneigung gegenüber Israel meiner Erfahrung nach zu etwas zwischen einem akzeptierten Vorurteil und einer Vorbedingung für den Eintritt in jene Zirkel geworden. Ich spreche hier nicht von einer kritischen Einstellung gegenüber der israelischen Politik oder der ungeschickten heutigen Regierung, sondern von dem Glauben, dass die Juden Israels in gewissem Maße ein Symbol für die Missstände der Welt sind, insbesondere jener, die mit Nationalismus, Militarismus, Kolonialismus und Rassismus einhergehen . . .

Und das führt uns zu…:

 

Opferzahlen als moralisches Barometer

Immer wieder sahen wir Infografiken, Editorials, Schlagzeilen und simple Einzeiler, die den Eindruck vermittelten, palästinensische Zivilisten würden den Hauptanteil der Opferzahlen stellen. Israel hingegen wurde von den großen Medien als blutrünstig und inkompetent dargestellt. Jon Snow von Channel 4 beschuldigte Israel beiderlei, während er den israelischen Sprecher Mark Regev interviewte.

Im Kern wurden die Opferzahlen zu einem falschen moralischen Barometer, was später von Leuten wie Oberst Richard Kemp, Eric Yoffie und Bret Stephens entlarvt wurde. Letzterer brachte es im Wall Street Journal auf den Punkt (abrufbar über Google News):

Wenn in chaotischen Umständen minutiös genaue Statistiken bereitgestellt werden, weist dies darauf hin, dass diese Statistiken wertloser Müll sind. Stützt sich eine Nachrichtenorganisation ohne jedwede Klärung auf Daten eines bürokratischen Organs einer Terrororganisation, dann liegt auch da etwas im Argen.

Aber nehmen wir um der Diskussion willen einfach mal an, dass die Zahlen stimmen. Bedeutet das, dass die Palästinenser die hauptsächlichen Opfer und die Israelis die hauptsächlichen Täter in diesem Konflikt sind? Mit dieser dumpfen Logik möchten wir vielleicht auch die Moralitäten im Zweiten Weltkrieg neu bewerten, wo über 1 Mio. deutsche Zivilisten durch alliierte Hand zu Tode kamen, verglichen mit nur 67.000 britischen und 12.000 amerikanischen Zivilisten.

Der wahre Nutzen der Opferzahlen ist, dass sie Reportern und Kommentatoren, die diese Zahlen anführen, die Chance einräumen, Israel indirekt die Schuld zuzuweisen, wobei gleichzeitig den Fragen über die letztendliche Verantwortung für die Tötungen ausgewichen wird.

Da ein Bild mehr wert ist als tausend Worte, erhält der „Columbus Dispatch“-Cartoonist Nate Beeler das letzte Wort.

Bild: Die zivilen Opferzahlen in Gaza nehmen weiterhin in obszöner Weise zu, während Israel behauptet, es gehe gegen sogenannte geheime „Terrortunnel“ vor…

Bild: Die zivilen Opferzahlen in Gaza nehmen weiterhin in obszöner Weise zu, während Israel behauptet, es gehe gegen sogenannte geheime „Terrortunnel“ vor…

 

Was dies alles bedeutet

Die Medienberichterstattung während Operation Protective Edge trug zur dramatischen Zunahme des Antisemitismus in Europa, Australien, auf US-Campussen, in Südafrika und Südamerika bei. Allein Großbritannien erlebte einen Anstieg um 500 Prozent.

Auch die antiisraelische BDS-Bewegung erlebte ein Comeback.

Und Israel verweigert die Kooperation mit einer von William Schabas angeführten UN-Untersuchung, einem kanadischen Professor für Menschenrechte und internationale Gesetze, der seinen eigenen Groll auf Israel hegt.

2014 neigt sich seinem Ende zu, und alle Akteure ziehen Schlussfolgerungen und bewegen sich vorwärts. Hamas baut wieder an ihren Terrortunneln, hält Militärübungen ab und bewaffnet sich neu. Der US-Militärführer General Martin Dempsey sagte, das Pentagon lerne von der IDF, wie man zivile Opfer minimiere und mit Terrortunneln umgehe. Des weiteren zog die IDF den Schluss, dass die Hisbollah womöglich grenzüberschreitende Tunnel gegraben hat.

Nur die Zeit wird zeigen, ob die großen Medien dazugelernt haben – wenn überhaupt.

Bild: CC BY-NC-SA Truthout/Lance Page via flickr und HonestReporting.com


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