Archive for the ‘Sonstiges’ category

Newsweeks Apartheid-Schlagzeile und die Reaktion eines Journalisten

12. April 2016

Simon Plosker, HonestReporting, 10. April 2016

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Bei Newsweek erscheint eine regelmäßige Kolumne namens „Tel Aviv Diary“ von Marc Schulman, der seine persönlichen Ansichten über das Leben in Israel beschreibt. In seinem jüngsten Beitrag schreibt er über die aktuelle Kontroverse, ausgelöst durch einen israelischen Untersuchungsbericht, dass jüdische Mütter in israelischen Krankenhäusern ein separates Zimmer bekommen, wenn sie nicht mit israelischen Arabern zusammenliegen wollen.

Das Thema wurde durch Kommentare von Knessetmitglied Bezalel Smotrich und seiner Frau verschärft, die von Politikern sowohl aus dem linken wie aus dem rechten Spektrum zurückgewiesen wurden, darunter auch von Bildungsminister Naftali Bennett, dem Vorsitzenden von Smotrichs Partei HaBayit haYehudi.

Angesichts der unangenehmen Natur der Thematik und des möglichen Schadens für Israels Ansehen in der Welt formulierte Marc Schulman seinen Beitrag auf faire und ausgewogene Weise — was sehr für ihn spricht.

Leider gilt das nicht für die Schlagzeile:

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Im zweiten Absatz stellt Schulman klar, die Trennung von Juden und Arabern habe „stattgefunden, obgleich es der offiziellen Politik des Gesundheitsministeriums und der offiziell verkündeten Politik der Geschäftsführung jedes der betroffenen Krankenhäuser entgegensteht“.

Dies und die anschließende öffentlichte Entrüstung reicht, um zu zeigen, dass „Apartheid“ ganz gewiss keine offizielle Staatspolitik ist und auch nicht vom israelischen Volk gestützt wird.

Scheinbar beschwor die Schlagzeile einen Sturm auf den Autor Marc Schulman herauf, der auf seinem persönlichen Blog wie folgt darauf reagierte (Hervorhebungen von uns):

Ich glaube, ich habe recht gute Arbeit geleistet, indem ich die Fakten dargelegt habe, ohne gegenüber den meisten Akteuren übermäßig kritisch zu sein, und ich habe Bildungsminister Naftali Bennett sogar in ein relativ schmeichelhaftes Licht gerückt. Daher war ich von den Kommentaren sehr überrascht, die der Artikel hervorgebracht hat. Aber ich hätte gar nicht überrascht sein brauchen, nachdem ich die Schlagzeile gesehen habe. Vielleicht sollte ich anmerken: Ich habe keinerlei Kontrolle über die Schlagzeile, etwas, was einzelne Kritiker nicht zu erkennen scheinen. Wir schreiben eine Story, und die Redakteure oder die Schlagzeilenschreiber formulieren die Schlagzeile. Hierfür suchen sie nach etwas, das eine Verbindung mit der Story hat und die Leute zum Anklicken und Lesen des Artikels bewegen soll. In jenen Tagen, in welchen die Medien vor allem auf Papier verbreitet wurden, wurde die Schlagzeile als wichtig betrachtet, als ein Weg, die Aufmerksamkeit des Lesers zu erregen. Heute ist sie noch weit wichtiger — denn die Leser lesen in den Medien nicht mehr linear wie früher, sondern überfliegen die Schlagzeilen und suchen sich dann die Storys aus, die ihr Interesse erweckt haben.

Zwar war ich mit der Schlagzeile „Apartheid in der Entbindungsstation“ nicht einverstanden, aber es ist eine wirksame Schlagzeile und spiegelte zumindest bestimmte Aspekte der Story. Natürlich ist Wirksamkeit eine Funktion der Resultate, und dieser Artikel führte gewiss zu dem Ausmaß an Leserschaft und Interaktion, die sich eine webbasierte Nachrichtenorganisation wünscht. Mein Redakteur und der Chef von Newsweek schrieben mir sogar ein E-Mail und dankten mir darin für den Artikel. Ist die Schlagzeile hundertprozentig zutreffend? Nein. Israel innerhalb der Grenzen von 1967 ist kein Apartheid-Staat. Araber können jeden Beruf ergreifen, überall hingehen, überall leben. Gibt es in der israelischen Gesellschaft Rassismus und Diskriminierung? Ja, so wie in praktisch jeder Gesellschaft. Sind Apartheid, Rassismus und Diskriminierung im Gesetz kodifiziert? Nein. Natürlich ist die Lage im Westjordanland ganz anders, aber das gehört in einen anderen Artikel. Was jedoch stimmt, ist, dass es in unserer Situation eines immerwährenden Krieges viel zu leicht ist, in die Falle zu laufen und ein Apartheidstaat zu werden.

Zwar ist Schulman nicht für die Handlungen der Newsweek-Redakteure verantwortlich, aber er hat im Grunde zugegeben, dass trotz der im Artikel erwähnten Fakten die Prioritäten des Blattes darin lagen, das Wort „Apartheid“ in der Schlagzeile zum Generieren möglichst vieler Leser zu missbrauchen. Der Gebrauch dieses Wortes ist beleidigend und ein kruder Versuch (wie Schulman selbst zugibt), auf Kosten der Akkuratesse Traffic zu generieren.

HonestReporting weist diese unethische und unprofessionelle Praxis zurück und vertritt die Ansicht, die Newsweek-Schlagzeile solle abgeändert werden.

Comedian opfert die Wahrheit für Comedy

29. Februar 2016

Zahava Raymond, HonestReporting, 25. Februar 2016

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Im Toronto Star stand ein Video mit dem „Comedian“ Scott Vrooman, der sich über Kanadas Gesetzesvorstoß gegen BDS lustig machte: „Parlamentsdebatte über Israel verfehlt das Thema„.

In Wirklichkeit ist es Vrooman, der das Thema in vielfacher Hinsicht verfehlt. In einem schon früher auf der Website des Toronto Star veröffentlichten Video, das sich Kritik von HonestReporting Canada anhören musste, verbog Vrooman komplett die Fakten, um Israel so hinzustellen, als töte das Land mit voller Absicht unbewaffnete palästinensische Zivilisten.

Sein neuestes Video ist ein weiterer Fehlschlag — auch dieses opfert die Wahrheit für einen krampfhaften Versuch, „witzig“ zu sein.

Vrooman behauptet, die BDS-Bewegung könne unmöglich antisemitisch sein, da sie — wie er sarkastisch anmerkt — von „vielen tausend offenbar antisemitischen Juden“ unterstützt wird. Dies soll absurderweise bedeuten, dass ein Jude unmöglich des Antisemitismus beschuldigt werden kann, wenn er exakt dieselben Ansichten nichtjüdischer Antisemiten vertritt. Und es ignoriert die Tatsache, dass es die grundlegende Natur von BDS ist, Antisemitismus anzufachen, und zwar völlig ungeachtet des persönlichen Hintergrunds seiner Anhänger.

Im Begleiteintrag in seinem Blog, welcher den gesprochenen Text des Videos enthält, verlinkt Vrooman die Jewish Voice for Peace. Das ist eine extreme Organisation, die offen sagt, sie würde ihre behauptete jüdische Identität bewusst zum Abschmettern von Anschuldigungen des Antisemitismus einsetzen, da dies sonst ihre Position schwächen würde. JVP haben ihre Feindschaft gegenüber Israels bloßer Existenz bewiesen und haben ebenso die hetzerische Unterstellung der Palästinenser verbreitet, Israel bedrohe die Al-Aqsa-Moschee — eine der Rechtfertigungen auf Seiten der Palästinenser, dass sie israelische Zivilisten abschlachten.

Für Vrooman gilt der Spruch „selig sind die geistig Armen“. Vollkommen naiv behauptet er, die Haltung der BDS sei im Einklang mit der offiziellen Politik Kanadas, da beide…:

…denken, die Besatzung Gazas und des Westjordanlands sowie die dortigen Siedlungen seien illegal, und beide wollen Rechte und einen Staat für die Palästinenser.

Was ihm nicht bewusst ist — oder was er einfach ausklammert: Die BDS-Bewegung sagt klipp und klar, dass sie einen Palästinenserstaat will, der den jüdischen Staat ersetzt. Also keinen, der neben ihm besteht.

Und er sagt, Kanada ignoriere zwar Israels „kriminelles Verhalten“, aber:

Die BDS-Bewegung versucht etwas, das wirklich funktionieren könnte: Bestrafung.

Es stimmt, dass die BDS-Bewegung Israel straft, aber nicht für sein „kriminelles Verhalten“, sondern für seine bloße Existenz und weil es die Frechheit besitzt, sich gegen Terror zu verteidigen. Diesen blenden BDS-Anhänger gerne aus, wenn sie ihn nicht sogar ausdrücklich gutheißen.

Vrooman stellt Israels Demokratie in Frage und sagt: „Eine Demokratie herrscht nicht über eine Gruppe von Menschen, der nicht zu wählen erlaubt ist.“ Vrooman ist eindeutig verwirrt. Palästinenser, die keine israelischen Staatsbürger sind, haben das Wahlrecht bei palästinensischen Wahlen (falls sie sich mal für eine Wahl entscheiden — Abbas ist aktuell im 11. Jahr seiner 4jährigen Amtszeit), haben Zugang zu palästinensischen Sozialleistungen und müssen sich an die palästinensischen Gesetze halten. Und natürlich wählen israelische Araber bei israelischen Wahlen, und arabische Parteien und Politiker sitzen in der Knesset.

Vrooman zerrt die Aussage eines IDF-Befehlshabers im Libanonkrieg 2006 aus jeglichem Zusammenhang und beschuldigt damit Israel des willkürlichen Bombardements von Zivilisten. Israel zielt nicht auf Zivilisten, Punkt!

Er behauptet, die wahre Bedrohung durch die BDS-Bewegung sei Folgendes:

Sie droht die Israel-Story zu verändern, und zwar von der armen kleinen Nuklearmacht, die einfach nur Frieden will, zu einer Story, welche die Wirklichkeit spiegelt.

In Wirklichkeit liegt die wahre Bedrohung durch BDS darin, dass die „Wirklichkeit“, die die Bewegung propagiert, Israel als jüdischen Staat beenden würde.

Soll Vrooman das doch mal in einem Video thematisieren und versuchen, das „lustig“ zu machen.

Nissans GPS-App kann Israel nicht finden

18. Februar 2016

Daniel Pomerantz, HonestReporting, 15. Februar 2016

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Ein HonestReporting-Fan (und begeisterter Nissanfahrer) sah, dass die mobile App namens NissanConnect in der Länderliste Israel einfach auslässt.

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Diese Entwicklung ist befremdlich, denn Nissan wird seit 1991 in Israel verkauft und ist dort ausgesprochen beliebt.

Nissans Website enthält Israel, und Israels Beziehungen zu Japan, dem Heimatland des Unternehmens, sind positiv.

Was ist also mit Nissans Karten los?

Ein genauerer Blick auf NissanConnect zeigt, dass diese App über ein Unternehmen namens „Nissan Middle East“ seinen Weg nach Israel fand. Das genannte Unternehmen hat seinen Sitz in Dubai. Obwohl Israel eine diplomatische Mission im Bereich erneuerbare Energieprojekte in den Vereinigten Arabischen Emiraten hat, haben die beiden Länder keine diplomatischen Beziehungen, und die VAE erkennt die Existenz Israels offiziell nicht an.

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Nissans japanisches Hauptquartier weiß eventuell gar nichts davon, dass sein Nahost-Zweig entschieden hat, einen der besten Nissan-Märkte aus seiner eigenen mobilen App zu löschen.

Sagen wir es Nissans Welthauptquartier also einfach. Schließen Sie sich an? Bei Twitter ist Nissan erreichbar unter @nissan oder http://twitter.com/Nissan

Verschobene Prioritäten in der Times of London

21. Januar 2016

Simon Plosker, HonestReporting, 20. Januar 2016

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Die Times of London war eines der großen Mainstreammedien, welche den brutalen Mord an Dafna Meir und den Anschlag auf die schwangere Michal Froman ignoriert hatten. Es fällt ausgesprochen schwer zu verstehen, warum keiner der beiden grausamen Vorfälle der Times of London eine Erwähnung wert waren.

Und noch schwerer fällt es zu verstehen, warum der Times-Korrespondent Gregg Carlstrom anstelle der palästinensischen Terroranschläge auf israelische Juden hierüber schreibt:

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Ein solcher Artikel wird veröffentlicht, und der Mord an Dafna Meir wird vollkommen verschwiegen? Warum? Was hat diese Story an sich, dass sie Carlstroms Interesse erregt hat? Ist dies ein Beispiel für das fast besessen wirkende Bedürfnis der Medien und anderer, Israels Unvollkommenheiten zu fokussieren und aufzublasen?

Dass diese Story den Holocaust anspricht und unehrliche Israelis zum Thema hat, gibt einer Theorie der europäischen Voreingenommenheit gegenüber Israel Vorschub, die da lautet, Europäer erleichterten ihre Schuld bezüglich des Holocaust, indem sie israelische und jüdische Moral (bzw. deren Fehlen) dem Staate Israel und den Juden vorhalten.

Sagen wir es deutlich — Israel ist nicht kritikbefreit, und seine Unvollkommenheiten sollten nicht vor der Welt verborgen bleiben.

Die Story erschien auch im Daily Telegraph und in der International Business Times. Aber zumindest haben beide genannten Medien über die palästinensischen Messerattacken berichtet.

Dass Gregg Carlstrom und die Times of London die Anschläge ignoriert haben, ihnen die illegale Preisgestaltung israelischer Schulausflüge nach Polen jedoch eine Meldung wert waren, offenbart einfach nur deren verschobene Prioritäten, wenn es um Israel geht.

Palästinensische Hipster mit Tattoos und Piercings?

7. Januar 2016

Yarden Frankl, HonestReporting, 5. Januar 2016

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Einige Journalisten würden die palästinensische Gesellschaft am liebsten so darstellen, als sei sie modern und linksgerichtet, vertrete progressive Werte und sei keineswegs von ihrem Konflikt mit Israel besessen. Beispielsweise beschreibt dieser New-York-Times-Artikel eine Szene, in welcher (sich selbst so bezeichnende) junge Palästinenser in Haifa in Tanzclubs herumhängen, Alkohol trinken und kein Problem mit öffentlichen Zärtlichkeiten homosexueller Pärchen haben. Für sie zählt die Kultur, nicht die Politik.

Sie waren bei den vielen frisierten, gepiercten und tätowierten Frauen und Männern, die Haifas soziale Szene bilden, welche an die finanzstarken Hipster aus Tel Aviv erinnert. Aber hier sind die coolen Kids Palästinenser, und sie haben ein selbstbewusstes Arabermilieu gebildet, das säkular, feministisch und schwulenfreundlich ist.

Keinerlei Erwähnung des Israelkonflikts. Einfach nur progressive Jungs und Mädels, die in Clubs herumhängen.

Aber kurz nach der Veröffentlichung des Artikels schrieb Ayed Fadel, der im Artikel umfangreich zitiert wurde, einen Facebook-Beitrag. Darin beklagte er sich, die New York Times hätte seine Aussagen völlig aus dem Zusammenhang gerissen:

Ich fand den Artikel in Wirklichkeit verstörend. Er beschreibt bestimmte Aspekte und lässt so viele andere aus, die ich beim Interview erwähnt habe, dass er die modernen Palästinenser im Endeffekt in einem „westlichen“ Licht darstellt, das weiße Leser glücklich macht und sagen lässt: „Oh, sie sind genau wie wir!“ Nein, wir sind überhaupt nicht wie sie, wir sind total anders und stecken tief in der Scheiße, und uns so darzustellen ist beleidigend.

… Es fehlen so viele wichtige Punkte, dass dieser Artikel seicht, beleidigend und entwürdigend wirkt. Und es fehlen 90% des Interviews, wo wir darüber gesprochen haben, wie die Kultur des kulturellen Widerstands wächst…

Ich weiß nicht, ob das, was ich jetzt schreibt, alles im Artikel Geschriebene ansprechen kann, aber ich kann hoffentlich die Situation erklären und zeigen, dass es eine Falle der weißen Medien war. Die wollen uns immer als coole Hipster voll mit Tattoos und Piercings darstellen — weit entfernt von der Realität, in der wir uns befinden und gegen die wir jeden Tag kämpfen!

Wie denkt Ayed wirklich? Hier einige Beiträge von seiner Facebook-Seite:

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Aus irgendeinem seltsamen Grund schafften es Fadels Ansichten über Israel nicht in den Artikel. Vielleicht kamen sie ja in den 90% des Interviews zur Sprache, die laut ihm ausgelassen wurden?

Diaa Hadid ist die Times-Korrespondentin, die den Artikel geschrieben hat. Folgendes stammt vom Blog Israellycool („New York Times Employs Veteran of Anti-Semitic Website„):

Trotz einiger Artikel über das Versagen der Palästinenserbehörde, seine Stromrechnung zu bezahlen, und über die palästinensischen Araberinnen, die Juden auf dem Tempelberg belästigen, ist Hadid einfach nur ein Teil des Hamas-Propagandateams namens „Jerusalembüro der New York Times“. Das sollte nicht überraschen, wenn man ihre Vergangenheit bei Electronic Intifada und bei der Palästinensischen Gesellschaft für den Schutz der Menschenrechte und der Umwelt betrachtet.

Electronic Intifada ist eine Hass-Seite, welche die Hamas unterstützt. Der Antisemitismus seines Gründers Ali Abunimah ist gut dokumentiert. Abunimahs Unterstützung für die Hamas wurde auf einem YouTube-Video verewigt. Eine andere EI-Reporterin erklärt stolz auf Twitter: „Objektivität ist Bullshit“. Hadid schrieb zwischen 2002 und 2003 mindestens sieben Artikel für EI.

Es überrascht nicht, dass Hadid nur das wahrnahm, was sie wahrnehmen wollte, und dass sie nur das schrieb, was sie über die Leute schreiben wollte. Aber wenn eine ihrer Hauptquellen sagt, dass 90% des Gesagten ausgelassen wurde, ist das eine schrillende Alarmglocke, dass den Lesern nicht alles gesagt wird.

Daily Mail korrigiert „Siedlungs“-Fehler

23. Dezember 2015

Simon Plosker, HonestReporting, 21. Dezember 2015

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Die Berichterstattung der Daily Mail über den Tod des bekannten Terroristen Samir Kuntar enthielt in den Unterüberschriften einen groben Fehler:

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Wie im Artikel selbst bestätigt, verübte Kuntar seine grausamen Morde in der nördlichen Küstenstadt Naharija und nicht „in einer Siedlung“, wie in den Unterüberschriften zu lesen stand.

HonestReporting hat Mail Online kontaktiert, und der Fehler wurde beseitigt.

Video: Israel nicht länger dämonisieren, sondern von Israel lernen

26. November 2015

Yarden Frankl, HonestReporting, 19. November 2015

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Auf Fox News interviewte Megyn Kelly die unverblümte Kritikerin des Islam Ayaan Hirsi Ali über die Reaktion des Westens auf die Terroranschläge in Frankreich. Ihre wichtigste Botschaft war:

Wir sollten mit der Dämonisierung von Israel aufhören und anfangen, von Israel zu lernen.

Ihre schlüssige Argumentation ist, dass Israel gelernt hat, wie man islamischen Terrorismus bekämpft und Massenanschläge wie diejenigen in Paris verhindert. Zwar gibt es keine Garantien, aber Israel hat gelernt, dass der Schlüssel zur Verhinderung dieser Art von Anschlägen in nachrichtendienstlichen Erkenntnissen, beständiger Aufmerksamkeit und schnellen und tatkräftigen Reaktionen liegt.

Aber nur allzu oft geißeln die Medien Israel für angeblich „unverhältnismäßige“ Reaktionen auf Terrorismus. Unzählige Artikel in den großen westlichen Medien haben gefordert, dass Israel bei der Bekämpfung von Terror Mäßigung beweist. Einige haben den Terror wegen ihrer Ansicht nach „rechtmäßigem Groll“ gerechtfertigt, so als wollte man sagen, Israel müsse nur die Forderungen der Terroristen erfüllen, und schon würden die Angriffe aufhören.

Aber wie Ali sagt: Israel weiß, dass Terrorismus vor allem anderen auf Hass beruht. Da kann man nicht diskutieren und argumentieren. Man muss ihn aggressiv bekämpfen und besiegen.

Wenn doch nur mehr Journalisten auf Ali hören würden:


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