Archive for the ‘Die Welt und Nahost’ category

Einblick in ein verzerrtes Weltbild

6. Februar 2016

Aviva Klompas, HonestReporting, 2. Februar 2016

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Stéphane Dion (CC Chris Slothouber)

Der kanadische Außenminister Stéphane Dion veröffentlichte vor kurzem die Art von angeblich “ausgewogenem” Statement, die bei politischen Führern grassiert, die sich zum israelisch-palästinensischen Konflikt äußern.

Hier ein Auszug: “Kanada sorgt sich über die anhaltende Gewalt in Israel und im Westjordanland. … Als fester Verbündeter und Freund Israels fordert Kanada, dass sämtliche Bemühungen unternommen werden, um die Aufhetzung und Gewalt zu reduzieren und eine Umgebung zu schaffen, die eine Rückkehr an den Verhandlungstisch erlaubt.”

Herr Dion mag sich sorgen, aber es scheint, dass er sich über alle möglichen verkehrten Dinge Sorgen macht. In den letzten vier Monaten gab es 177 Schießereien, Messerangriffe und Auto-Rammattacken, stets ausgeführt von Palästinensern und stets gegen Israelis.

Diese Anschläge führten zu 30 Todesopfern und fast 300 Verletzten. Die Hälfte der Opfer waren Zivilisten, u. a. eine Schwangere, die in einem Bekleidungsgeschäft gearbeitet hatte, eine sechsfache Mutter, die vor den Augen ihrer Kinder erstochen wurde, junge Eltern, die von Kugeln durchsiebt wurden, während ihre Kinder auf der Rückbank saßen, ein 15 Monate altes Baby und ein halbes Dutzend Über-70jährige.

Hätte Herr Dion wirklich seine feste Verbundenheit mit Israel beweisen wollen, hätte er die mutwillige Jagd auf Zivilisten klar und unmissverständlich verurteilt. Statt dessen springt der kanadische Außenminister auf den fahrenden Zug der internationalen Führer auf, derer Meinung nach die Siedlungen das Problem darstellen. Sein Statement schließt mit den Worten: “…fortgeführte israelische Siedlungen sind nicht hilfreich und stellen ernste Hindernisse auf dem Weg zu einem umfassenden, gerechten und dauerhaften Frieden dar.”

Nur zirka 4 Prozent der Israelis leben in Siedlungen, aber ihnen werden 100 Prozent der Probleme in die Schuhe geschoben. In seiner Rede vor dem UN-Sicherheitsrat sagte Generalsekretär Ban Ki-moon letzte Woche: “Es ist menschliche Natur, auf Besatzung zu reagieren, die oft als potente Brutstätte für Hass und Extremismus fungiert.” Die Botschaft des selbsternannten UN-Chefpsychologen ist klar — solange Israel den Palästinensern einen Staat verwehrt, muss es akzeptieren, dass seine Bürger ermordet und verstümmelt werden. Der Generalsekretär scheint vergessen zu haben, dass Israel den Palästinensern einen Staat angeboten hat, und zwar bei drei verschiedenen Gelegenheiten. Jedesmal schlug die Palästinenserführung das Angebot aus oder verließ den Verhandlungstisch.

Ebenso ignoriert der Generalsekretär bequemerweise die Tatsache, dass Israel 2005 jeden einzelnen Soldaten und jeden einzelnen Bürger aus dem Gazastreifen holte. Zurück blieben Tausende Gewächshäuser zur Stimulation der palästinensischen Wirtschaft, und zwar in der Hoffnung, dass ein Modell zweier friedlich nebeneinander lebender Völker geschaffen würde. Spulen wir ein paar Jahre vor, und die Terrororganisation Hamas ergreift die Macht im Gazastreifen und feuert Raketen nach Südisrael.

Und genau da liegt der Haken. Die internationale Gemeinschaft sympathisiert mit den Palästinensern, weil sie einen eigenen Staat wollen. Dabei ignorieren sie den beträchtlichen Teil der Palästinenser, welche einfach nur den jüdischen Staat vernichten möchten.

Wie sieht das Ergebnis aus? Die staatengeförderte antiisraelische Hetze geht unverändert weiter, die Palästinenserregierung belohnt weiterhin Terroristen und ihre Familien in äußerst großzügiger Weise, und diese sogenannten “Märtyrer” werden von der palästinensischen Gesellschaft weiterhin als Helden verehrt.

Nachdem der 16jährige Palästinenser Morad Adais in das Haus von Dafna Meir eingebrochen war und sie vor den Augen dreier ihrer Kinder brutal erstochen hatte, erklärte sein Vater: “Ich bin stolz auf meinen Sohn!” Berichte über diese haarsträubende Erklärung fand man fast ausschließlich in der jüdischen Presse, denn dass die palästinensische Gesellschaft den Tod zelebriert, passt nicht in das “David gegen Goliath”-Narrativ der Mainstreammedien.

Der Versuch, den Konflikt in dieses mängelbehaftete und simplifizierende Narrativ zu zwingen, ließ die Welt vergessen, wer das Opfer ist.

Nehmen wir zum Beispiel die Schlagzeile der New York Times vom 23. Januar: “Palästinensisches Mädchen, 13, von israelischem Wächter erschossen”. Die Autoren und Redakteure, welche für diese effektheischende Schlagzeile verantwortlich waren, fanden es unnötig, die höchst relevante Einzelheit mitzuerwähnen, dass das palästinensische Mädchen diesen Wächter erstechen wollte.

Statt ihren Lesern wichtige Einzelheiten zu verraten, packen die Medien die wertvollen Zentimeter ihrer Kolumnenspalten lieber mit Zahlenvergleichen der Toten voll. Seit im Oktober die sogenannte Messerintifada begonnen hat, wurden 90 Palästinensern bei Anschlagsversuchen erschossen und getötet — mehr als dreimal so viele wie die dabei ermordeten Israelis.

Und die Medien haben an diesem Unverhältnis einen Narren gefressen. Schließlich sind mehr Palästinenser getötet worden, das muss also bedeuten, dass Israel schuld ist! Diese Ableitung ist absurd. Gibt es einen anderen Ort auf dieser Welt, wo das Opfer beschuldigt wird, der Täter zu sein und sich etwas zu gut zu verteidigen?

Aviva Klompas

Aviva Klompas

Wir erleben ein allgemeines Gerangel, in welchem Staatsmänner und Journalisten die palästinensische Gewalt als “natürliche, wenn nicht sogar moralisch gerechtfertigte Antwort auf ‘Besatzung'” verteidigen. Den Konflikt durch diese verzerrte Linse zu betrachten, bedeutet den Schluss zu ziehen, dass es keine unschuldigen oder untadeligen Israelis gibt. So lange diese fehlgeleitete und kurzsichtige Vorstellung im Geist der Architekten und Autoren von Nahost-Ereignissen vorherrscht, gibt es wenig Hoffnung, eine konstruktive Lösung zu finden.

Aviva Klompas ist Redenschreiberin, Strategin und öffentliche Rednerin. Von 2013 bis 2015 diente sie als Direktorin für Redenschreiben bei der Ständigen Mission Israels bei den Vereinten Nationen. Sie tweetet unter @AvivaKlompas.

Doppelter Standard?

3. Februar 2016

Yarden Frankl, HonestReporting, 31. Januar 2016

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Ein Meinungsbeitrag von Roger Cohen in der New York Times unterstützt die vom amerikanischen Israelbotschafter Daniel Shapiro vorgebrachte Äußerung, Israel wende einen “doppelten Standard” an, wenn es um Israelis und Palästinenser in den umstrittenen Gebieten geht. Er schreibt:

Shapiro sagt das Offensichtliche. Israelische Siedler sind Bürger und genießen den vollen Schutz des Zivilrechts. Für die 2,8 Millionen Palästinenser im Westjordanland gilt das nicht.

Aber das ist nur die halbe Wahrheit. Das internationale Recht verlangt, dass Israel zwischen Palästinensern und Israelis unterscheidet. Botschafter Alan Baker vom Jerusalem Center for Public Affairs sagt:

Tatsächlich gibt es zwei Rechtsrahmen.

Derjenige, der von Israels Zivilverwaltung gegenüber den palästinensischen Bewohnern Judäas und Samarias angewendet wird, basiert auf den internationalen Normen in Bezug auf die Verwaltung von Gebieten, die nach einem bewaffneten Konflikt und vor der Formulierung eines Friedensabkommens besetzt oder verwaltet werden. Diese in den Haager Regeln von 1907 und in der Vierten Genfer Konvention von 1949 festgesetzten Regeln erlauben es einer Verwaltungsmacht bei der Verwaltung einer feindlichen lokalen Bevölkerung, verschiedene Beschränkungen der Grundfreiheiten zu verhängen, die in einem ordentlichen Zivilrechtssystem existieren. All dies ist einem dauerhaften Friedensarrangement anhängig, welches das Schicksal des Territoriums bestimmt.

Der zweite Rechtsrahmen umfasst die israelischen Bewohner von Städten, Dörfern und anderer Arten von Siedlungen innerhalb des Territoriums, die kein Teil der lokalen palästinensischen Bevölkerung sind und somit auf individueller Ebene dem israelischen Gesetz unterliegen. Als solches werden sie nicht von den erwähnten Beschränkungen betroffen, die ausschließlich für die lokale Bevölkerung des Gebiets gelten.

Im Gegensatz zu den Unterstellungen in Botschafter Shapiros Aussage basieren diese zwei Rechtsrahmen nicht auf irgendeinem doppelten Standard, sondern auf einer klaren Unterscheidung der Justizbehörden aufgrund der Vorgaben durch internationales humanitäres Recht und israelisches Gesetz.

Beide Rechtssysteme erfordern die strikte Einhaltung der Rechtsstaatlichkeit und der damit einhergehenden Regeln des Naturrechts. Jedes einzelne Verbrechen muss untersucht werden, und die Täter müssen vor das entsprechende Gericht gebracht werden.

Würde Israel seine Gesetze auf Palästinenser anzuwenden versuchen, würde dies in der Tat als Versuch betrachtet werden, eine Einstaatenlösung herbeizuführen und das Konzept eines “dauerhaften Friedensarrangements, welches das Schicksal des Territoriums bestimmt” zu verwerfen. Und das ist ganz offensichtlich nicht das, was Cohen glaubt.

Und wie Baker sagt, wird diese Unterscheidung in keinster Weise etwas anderes als die vollständige Untersuchung jedes Verbrechens ermöglichen. Doch statt spezifische Fälle anzuführen, nutzt Cohen einen Bericht von Human Rights Watch (HRW) als Quelle, eine Organisation mit berüchtigter Voreingenommenheit gegenüber Israel.

NGO Monitor hat zahlreiche Berichte über die Voreingenommenheit von HRW geschrieben:

Insbesondere weisen die Aktivitäten von HRW keinerlei professionelle Standards und Forschungsmethoden auf; sie zeigen einen Mangel an Kenntnissen im Völkerrecht und in bewaffneten Konflikten sowie eine tiefgreifende ideologische Voreingenommenheit gegenüber Demokratien im Allgemeinen und Israel im Besonderen.

Selbst Meinungsbeiträge sollten auf Fakten beruhen und den vollständigen Zusammenhang präsentieren. Quellen mit einer bekannten Agenda wie z. B. HRW sollten vermieden werden.

Der verschobene Fokus von Guardian und New York Times

30. Januar 2016

Yarden Frankl, HonestReporting, 26. Januar 2016

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Während wir dies schreiben, sind bereits einige Stunden seit dem Mord an der 24jährigen israelischen Frau Shlomit Krigman vergangen, die bei einem palästinensischen Terroranschlag erstochen wurde. Die Schlagzeilen von Guardian und New York Times blieben jedoch unverändert.

The Guardian:

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Die New York Times:

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Selbst wenn beide Schlagzeilen bald überarbeitet werden, um die tragische Entwicklung zu spiegeln, bleibt die Frage, warum sich die ursprünglichen Schlagzeilen auf die Angreifer konzentrieren und nicht auf die Opfer?

“Israelische Frauen Opfer von Terroranschlag” wäre eine akkuratere Schlagzeile.

Im Kontrast dazu hat der Guardian heute eine Schlagzeile für eine Story über eine Attacke in Schweden, die folgendermaßen aussieht:

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Warum der Unterschied in der Behandlung des Themas? Ist ein israelisches Terroropfer nicht dieselbe Berichterstattung wert wie ein schwedisches?

Schlichen sich diese Fehler durch die übergroße Eile ein, die beim Veröffentlichen einer Story an den Tag gelegt wird? Vielleicht. Aber wenn Eile ein solch großer Faktor ist, dann könnte man vernünftigerweise erwarten, dass die Artikel und Schlagzeilen bereits auf den neuesten Stand gebracht worden wären. Wenn man dann die konsistente Ausrichtung beider Blätter auf die Angreifer bei palästinensischen Terroranschlägen betrachtet und deren Fallenlassen der Opfer, dann scheint es, als ob beide Blätter genau diesen Stil bevorzugen.

***

UPDATE: Die New York Times hat den Artikel entsprechend überarbeitet, und der Guardian hat eine AP-Story veröffentlicht, in welcher der Tod von Shlomit Krigman beschrieben wird.

Die New York Times lässt das Messer fallen

25. Januar 2016

Yarden Frankl, HonestReporting, 24. Januar 2016

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Hier die Schlagzeile, mit welcher die New York Times anfangs einen Artikel über das Ergebnis eines fehlgeschlagenen palästinensischen Terroranschlags begann:

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Selbst die NYT erkannte irgendwann, wie komplett irreführend diese Schlagzeile war. Also fügten sie zwei Wörter ein, die einen großen Unterschied machen — obwohl sie auch “sagt Polizei” schreiben, um Zweifel zu wecken, ob das palästinensische Mädchen überhaupt ein Messer in der Hand gehalten hat. Die ursprüngliche Schlagzeile hatte keinen solchen Vorbehalt.

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Aber reicht dies aus? Zugegeben, es ist wichtig, dass die Times (im Nachhinein!) das Gefühl hatte, die Leser sollten wissen, dass das Mädchen ein Messer in der Hand hatte. Es wirft jedoch die Frage auf, warum der für die Schlagzeile Verantwortliche nicht klarstellte, dass sie getötet wurde, als sie das Messer gegen eine israelische Wache einsetzen wollte. Es steht ja im ersten Absatz: Sie wurde getötet, “nachdem sie mit einem Messer auf ihn zurannte”.

Aber wie viele Leute sahen die ursprüngliche Schlagzeile und schlossen aus ihr, ein Israeli hätte ein unschuldiges Mädchen erschossen?

Womöglich sollten wir der Times dankbar sein, dass sie wenigstens diesen schwachen Versuch zur Verbesserung der Schlagzeile unternommen hat. Bei Sky News Australia und auch im Australian sieht die bislang unveränderte Schlagzeile so aus:

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Weiter unten im Artikel nennt Sky folgende Einzelheiten:

Sie hielt ein Messer in der Hand, rannte auf einen Sicherheitsmann am Zugang zur Siedlung Anatot zu, und er eröffnete das Feuer.

Aber kein Mensch, der einfach nur die Schlagzeile liest, hätte auch nur den Schimmer einer Ahnung, was sich wirklich zugetragen hat.

Leider sind das einfach nur zwei weitere Beispiele der Bemühungen vieler Medien, die wahre Natur palästinensischen Terrorismus, dem Israel ausgesetzt ist, herunterzuspielen.

Palästinensischer Terrorismus keine Nachricht mehr wert?

19. Januar 2016

Simon Plosker, HonestReporting, 18. Januar 2016

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Selbst nach den haarsträubenden “Standards” palästinensischer Terroristen war der brutale Mord an einer israelischen Mutter Sonntagnacht in ihrem eigenen Zuhause besonders ruchlos. Dafna Meir, 38, war eine Krankenschwester, Mutter von vier Kindern und Pflegemutter von zwei weiteren.

Dass sie in der Siedlung Otniel in der Nähe von Hebron gelebt hat, sollte die Tat des Palästinensers, der in ihr Haus einbrach und sie erstach, in keinster Weise erklären, entschuldigen oder rechtfertigen. Laut den Berichten setzte sich Meir dem Angreifer tapfer zur Wehr und schützte damit drei ihrer Kinder, die sich zu jenem Zeitpunkt im Haus aufhielten. Die grausame Attacke wurde von ihrer 17jährigen Tochter miterlebt, die der IDF eine Beschreibung des Terroristen gab.

Angesichts der Natur der Attacke, des Tatorts, des relevanten Kontexts und der Tatsache, dass die Tochter Augenzeugin der Tat wurde, ist kristallklar, wer verantwortlich war. Nicht jedoch für die International Business Times:

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Warum steht das Wort “Palästinenser” in Anführungszeichen? Schon wieder scheint es, als wolle eine Zeitung die palästinensische Verantwortlichkeit für Terror verwässern.

Trotz dieser danebengegangenen Schlagzeile war die IBT eines der wenigen Mainstreammedien, welche den Terroranschlag überhaupt erwähnten. Bei CNN, NPR, Wall Street Journal, Times of London, Daily Telegraph, Guardian, Australian, Sydney Morning Herald und vielen anderen herrschte Schweigen.

Der Independent führte seine Basisdarstellung palästinensischen Opferleids unter der harten Hand Israels weiter und erwähnte den Terroranschlag in zwei Sätzen im 15. Absatz, quasi als Nachgedanke zu einem Bericht über palästinensische Gemeinden, die sich gegen die israelische Zerstörung der Häuser von Terroristen zusammentun.

Was die weitere Berichterstattung betrifft, so brachte Reuters (anders als die Associated Press oder AFP) nicht einmal einen einzeln stehenden Bericht über den Terroranschlag, sondern verpackte ihn als den “jüngsten Vorfall” in einem Sammelbericht über kürzliche Ereignisse.

Und die Berichterstattung der BBC enthielt praktisch keine Einzelheiten über den Mord, außer dass man Dafna Meir als Mutter Ende dreißig beschrieb. Statt dessen spiegelt die Schlagzeile das wahre Hauptaugenmerk der BBC — nämlich dass Dafna Meir in einer Siedlung lebte:

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Die kurze Schlagzeile auf der Nahost-Website der BBC ist noch übler:

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Die oben angeführte Berichterstattung bzw. Nichtberichterstattung wirft einige ernste Fragen für die Medien auf:

  • Wie blutrünstig muss ein palästinensischer Terroranschlag gegen Israelis denn sein, um einen Bericht zur Folge zu haben?
  • Warum spielen einige Medien noch immer die palästinensische Verantwortlichkeit für mörderischen Terrorismus herunter und stellen Palästinenser statt dessen als Opfer von israelischer Boshaftigkeit dar?
  • Warum sollte der Ort von Dafna Meirs Zuhause vom brutalen Mord an einer israelischen Mutter vor den Augen ihrer Kinder ablenken oder diesen rechtfertigen?

Leider kennen die die Antworten darauf wohl nur allzu gut.

CNN bewirbt politisierendes palästinensisches Museum

17. Januar 2016

Simon Plosker, HonestReporting, 14. Januar 2016

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CNN freut sich auf “9 der besten Attraktionen, die 2016 eröffnen“:

Von Amerikas größtem Museum für moderne Kunst bis hin zum neuesten Disney-Freizeitpark — 2016 wird ein tolles Jahr für Touristen weltweit, die nach dem nächsten großen Ding Ausschau halten.

Der Nahe Osten wird seinen fortschrittlichsten Schneepark in Doha bekommen.

Fans der “Tribute von Panem” können in Dubai in die Fußstapfen von Katniss Everdeen treten.

Und eine lebensgroße Replik von Noahs Arche wird sich über den blaugrünen Wiesen Nord-Kentuckys erheben. Sie wird die weltgrößte Holzstruktur der Welt sein.

Ein Blick auf diese und weitere wird in unserem Kulturkalender 2016 geboten, wo wir einige der meisterwartetsten Attraktionen weltweit beleuchten.

Keine der dort beschriebenen Attraktionen wie z. B. Shanghais Disneyland, ein Fußballmuseum in Zürich oder ein Kunstmuseum in San Francisco ist in irgendeiner Weise politisch. Außer einer:

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Simon Plosker, der leitende Redakteur von HonestReporting, kommentiert hierzu:

Allein schon das Eröffnungsdatum ist ein Indikator, wie politisch dieses Museum ist und wie die öffentliche Aufmerksamkeit rund um seine Eröffnung zweifellos zur Delegitimierung der Errichtung Israels missbraucht werden wird.

In einem Beitrag über kulturelle Attraktionen hat dieses palästinensische Museum nichts verloren. CNN beweist aufs Neue seine Sympathie für das palästinensische Narrativ zu Israels Nachteil.

Nach der kürzlichen Inklusion einer Karte bei CNN Money, auf der Israel durch “Palästina” ersetzt worden war, scheint es, als würde CNN bei jeder sich bietenden Gelegenheit palästinensische Propaganda verbreiten wollen, selbst an den unpassendsten Stellen.

Die Grüne Linie “zwischen Israel und Palästina” beim Independent

14. Januar 2016

Simon Plosker, HonestReporting, 13. Januar 2016

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Trotz der Ablehnungspolitik der Palästinenser und ihrem Terrorismus, trotz des weltweiten Dschihads und der beträchtlichen Gewalt, die den Nahen Osten und das Gebiet darum herum ergriffen hat, erregt nichts die Aufmerksamkeit der Medien mehr als israelische Siedlungen.

Jüngstes Ziel der palästinensischen Kampagne zur Isolation Israels ist die internationale Online-Unterbringungsgemeinschaft Airbnb, deren “Verbrechen” darin besteht, Unterkunfts-Inserate für israelische Gemeinschaften jenseits der Grünen Linie zuzulassen. Und noch schlimmer: Diese Siedlungen sind als israelisch gelistet!

Eines der Medien, das sich dieser Nicht-Story gewidmet hat, ist der Independent. Das Blatt beendet seinen Artikel mit folgender Aussage über die Stadt Efrat im Gush-Etzion-Block:

Die Siedlung befindet sich 12 km südlich von Jerusalem und 7 km östlich der Grünen Linie, der Grenze zwischen Israel und Palästina, auf die man sich beim Waffenstillstand von 1949 geeinigt hatte.

Nur dass es 1949 kein “Palästina” gab. Die Grüne Linie war eine Waffenstillstandslinie (keine permanente Grenze) und markierte einfach nur den Ort, an dem die israelischen und arabischen Armeen standen, als die Kampfhandlungen eingestellt wurden. Die heute als Westjordanland bezeichnete Gegend befand sich damals unter jordanischer Kontrolle, und es existierte schlichtweg kein “Palästina”, mit dem man sich einigen konnte.

Geschichtliche Fehler wie dieser tragen zu dem Mythos bei, das Gebiet, in welchem heute israelische Siedlungen existieren, sei vormals eine souveräne palästinensische Entität gewesen — trotz der Tatsache, dass dies während der gesamten Geschichte niemals der Fall war.

Wir haben den Independent um Korrektur gebeten.

UPDATE

HRsuccess2Nach unserer Beschwerde wurde der Satz überarbeitet und akkurater formuliert:

Die Siedlung befindet sich 12 km südlich von Jerusalem und 7 km östlich der Grünen Linie, der Demarkationslinie zwischen israelischem und palästinensischem Gebiet, auf das sich die israelischen Streitkräfte und die seiner Nachbarn (Ägypten, Libanon, Syrien und Jordanien) nach dem Arabisch-Israelischen Krieg beim Waffenstillstand von 1949 geeinigt haben.


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