Archive for the ‘Islamstaaten’ category

Dammbruch: palästinensische Lüge entlarvt

24. Februar 2015

Simon Plosker, HonestReporting, 23. Februar 2015 / Übs: YdW

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Das kürzliche stürmische Wetter in Israel und angrenzenden Gebieten hat in Gaza zu weiten Überflutungen geführt. Den Palästinensern und ihren Medienunterstützern genügt es jedoch nicht, den starken Regen dafür verantwortlich zu machen – nein, Israel muss irgendwie beschuldigt werden.

Al-Jazeera:

Überschrift: Gazabewohner fliehen vor Überflutungen durch Öffnung israelischer Dämme Unterüberschrift: Palästinenser wurden aus ihren Häusern evakuiert, nachdem israelische Behörden eine Reihe von Dämmen geöffnet haben, welche das Gaza-Tal überfluteten

Überschrift: Gazabewohner fliehen vor Überflutungen durch Öffnung israelischer Dämme
Unterüberschrift: Palästinenser wurden aus ihren Häusern evakuiert, nachdem israelische Behörden eine Reihe von Dämmen geöffnet haben, welche das Gaza-Tal überfluteten

Wenigstens 80 palästinensische Häuser wurden überflutet, nachdem der Wasserpegel nach der Öffnung mehrere Dämme durch israelische Behörden im Gaza-Tal (Wadi Gaza) fast drei Meter erreichte und Familien zur Evakuierung zwang…

Brigadegeneral Said Al-Saudi, Leiter der Zivilschutzbehörde in Gaza, sagte zu Al Jazeera: „Letzte Nacht öffnete Israel ohne Vorwarnung Wasserdämme, was zu schweren Schäden an Dörfern in Gaza nahe der Grenze führte. Über 40 Häuser wurden überflutet, und 80 Familien befinden sich als Folge davon derzeit in Notunterkünften.“

Er fügte hinzu, dass sich die Dammöffnung negativ auf die lokale Landwirtschaft auswirken würde, da die Überschwemmungs auch Geflügel– und Tierfarmen in Gaza in Mitleidenschaft gezogen hat.

„Wir appellieren an Menschenrechtsorganisationen und internationale Rechtsorganisationen, dass sie intervenieren, um ähnliche Aktionen in Zukunft zu verhindern.“

RT (Russia Today):

Israel öffnet Dämme und zwingt Hunderte Gazabewohner aus ihren überfluteten Häusern (Fotos)

Israel öffnet Dämme und zwingt Hunderte Gazabewohner aus ihren überfluteten Häusern (Fotos)

Es ist nicht das erste Mal, dass israelische Behörden die Dämme zum Gaza-Tal geöffnet haben. Fast jedes Jahr öffnet Israel ohne Vorwarnung die Schleusentore ihrer Dämme in Richtung Gaza, um massive Mengen überschüssigen Wassers abzulassen, das sich während schwerer Regen– oder Schneefälle in der Naqab-Region angesammelt hatte.

Maan News:

Hunderte Palästinenser fliehen, nachdem Israel Dämme in Richtung Gaza-Tal öffnete

Hunderte Palästinenser fliehen, nachdem Israel Dämme in Richtung Gaza-Tal öffnete

Der Sprecher der Zivilschutzbehörde in Gaza, Muhammad al-Midana, warnte, es könne weiteres Leid geben, wenn Israel weitere Dämme in diesem Gebiet öffnen würde. Er sagte, das Wasser fließe aktuell mit hoher Geschwindigkeit von der israelischen Grenze durch das Tal ins Mittelmeer.

Natürlich hat diese Story in antiisraelischen sozialen Medien die Runde gemacht. Man kann sie jedoch leicht widerlegen, da es sich um eine schamlose Lüge handelt. Das Büro des COGAT-Sprechers (COGAT = Coordination of Government Activities in the Territories) teilte HonestReporting mit:

Die Behauptung ist völlig falsch, denn in Südisrael gibt es keinerlei Dämme. Aufgrund der jüngsten Regenfälle wurden die Wasserströme in der Region überflutet ohne jegliche Verbindung zu irgendwelchen Aktionen seitens des Staates Israel.

Vor dem Sturm genehmigte COGAT die Überführung von vier Wasserpumpen der palästinensischen Wasserbehörde von Israel nach Gaza zur Verstärkung der 13 bereits im Gazastreifen befindlichen Pumpen, um möglichen Überflutungen im Gebiet Herr zu werden.

Das ist nicht das erste Mal, dass die Palästinenser diese Lüge verbreitet haben. Zuletzt geschah dies 2013 während einer ähnlichen Schlechtwetterperiode.

UPDATE

Sogar die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua hat diese Lüge nachgeplappert. Xinhuas Jerusalembüro wurde informiert.

Israel öffnet Dämme, überflutet Gaza

Israel öffnet Dämme, überflutet Gaza

Bild: CC BY-SA HonestReporting, Hintergrunddesign von Freepik

US-Luftangriffe auf ISIS und der Doppelstandard der Medien

10. November 2014

Jesse Lewis (Praktikant), Honest Reporting, 10. November 2014
(Übersetzung: Yvaine de Winter)

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In den letzten Monaten hat ISIS die Aufmerksamkeit von Medien, Politikern und der breiten Öffentlichkeit erregt, da die Terrororganisation bei ihrem Bestreben, ein islamisches Kalifat zu errichten, Unschuldige köpft und ermordet. Infolge der auf Video gebannten Enthauptungen amerikanischer und britischer Journalisten durch ISIS und deren immer größer werdende Kontrolle des Irak und Syriens haben die USA mit Luftschlägen begonnen, um die Bedrohung zu eliminieren.

Nicht nur tun sich die Medien damit schwer, diese Gruppe als Terroristen zu bezeichnen, auch die US-Luftschläge weisen große Ähnlichkeit mit Israels Operation Fels in der Brandung diesen Sommer auf. Eine Untersuchung zeigt deutlich den Doppelstandard, den wir im Falle von Israel leider nur allzu oft sehen.

Trotz Obamas Einstufung der ISIS als Terrorgruppe haben sich die großen Medien wie die New York Times, die LA Times und die Washington Post dem nie angeschlossen.

Die New York Times hält an der Bezeichnung „Militante“ fest und nimmt von deutlicherer Terminologie Abstand. Die Los Angeles Times bezeichnet ISIS als „brutale Militanten des Islamischen Staats“, und der Einschub „brutal“ ist wesentlich beim Verständnis ihrer Taktiken und bei der Unterscheidung dieser Gruppe von legitimen Armeen.

Zumindest hat die Bezeichnung „Militante“ eine leicht negative Konnotation, aber am 16. September schrieb die Associated Press, ein Luftschlag habe „einen bewaffneten LKW und Kämpfer getroffen“. Der Begriff „Kämpfer“ ist nicht nur neutral, sondern manchmal sogar positiv. Sind US-Bodentruppen, die diese islamische Bedrohung eliminieren wollen, nicht ebenfalls Kämpfer? Diese Terminologie vermenschlicht die ISIS und deutet an, die Gruppe habe einen greifbaren und rationalen Grund zum Kämpfen. Sie vergleicht die Handlungen der ISIS mit dem Militär zivilisierter und fortschrittlich denkender Nationen auf der ganzen Welt.

In keinem einzigen der zahllosen ISIS-Artikel dieser großen Nachrichtenportale wird die Gruppe als „Terroristen“ beschrieben. „Militante“ und „Extremisten“ sind die häufigsten Bezeichnungen, und während diese Worte zwar negativ konnotiert sind, zögern die Medien (oder haben zuviel Angst), diese Gruppe als das zu bezeichnen, was sie ist: Terroristen. Hinsichtlich Israel gebrauchen sie gedankenlos dieselben brandstiftenden Begriffe, die sie bei ISIS verwenden. In einem Meinungsbeitrag in der New York Times sagte Ali Jarbawi Folgendes über Israels angebliche „brutale Besatzung“:

In Israel gibt es nun eine extremistische, rassistische ideologische Strömung, die nicht nur den kürzlichen Angriff auf den Gazastreifen rechtfertigt, sondern sogar zum Gebrauch erheblicher, unverhältnismäßiger Gewalt gegen Zivilisten ermutigt, was zur Auslöschung ganzer Familien geführt hat.

Ja, er nennt Israel „rassistisch“ und „extremistisch“, dieselben Begriffe, die man zur Beschreibung von ISIS und deren barbarischer Taten gebraucht. Er benutzt dieselben Worte zur Beschreibung eines zivilisierten, fortschrittlichen Landes, das seine Bürger gegen ungerechtfertigte Terrorhandlungen verteidigt, wie für eine radikale Sekte, die Ungläubige sinnlos enthauptet, Frauen und Kinder ermordet und einige der gravierendsten Menschenrechtsverletzungen auf dem gesamten Planeten begeht.

Der Doppelstandard gegen Israel ist auch im Washington-Post-Artikel vom 23. September über den Beitritt von fünf islamischen Staaten bei den Luftschlägen gegen die ISIS zu spüren. Im Artikel steht:

US-Militärführer sagten am Dienstag, das Luftbombardement Syriens sei nur der Beginn eines längeren Einsatzes, der sich stoßweise über mehrere Monate ziehen wird und schwieriger werden wird, da die Militanten in bevölkerten Gebieten Deckung suchen.

Dies ist interessanterweise die einzige Erwähnung, dass Luftschläge über bevölkerten Gebieten stattfinden.

Diesen Sommer gab es jeden einzelnen Tag haufenweise Artikel in praktisch jedem einzelnen Medium, die sich damit beschäftigten, dass Israel bevölkerte Gebiete in Gaza angriff. Es wurde geschrien, wie teuflisch das sei, und es gab enorme Kritik über den Verlust unschuldigen Lebens in Gaza.

Aber bei der US-Offensive gegen die ISIS gibt es keinen vergleichbaren Aufschrei. Zwar ist es wichtig zu wissen, dass es nur sehr wenige westliche Journalisten in den von den USA bombardierten Gebieten gibt, aber trotzdem gibt es noch Luft für weitere Berichte und mediale Aufmerksamkeit. Dieser Mangel an Aufmerksamkeit spiegelt die Tatsache, dass es praktisch keinen öffentlichen Aufschrei gibt – keine Proteste, keine Forderung zur Eliminierung des amerikanischen Staates, keine Anschuldigungen von Brutalität und Rassensäuberung – alles Dinge, denen sich Israel täglich ausgesetzt sieht. Anders als im Falle von Israel werden jedoch keine Raketen auf amerikanische Wohnhäuser abgeschossen noch gibt es Tunnel in amerikanische Vorstädte, über welche die ISIS in Bevölkerungszentren einfallen und Zivilisten ermorden könnte. Zwei Amerikaner wurden auf ausländischem Boden enthauptet – eine schreckliche Tat und womöglich ein Grund für eine militärische Antwort, aber es gibt trotzdem keinen Vergleich zwischen der möglichen Bedrohung amerikanischen Lebens und der jeden einzelnen Tag höchst greifbaren Bedrohung israelischen Lebens.

Die International Business Times berichtet, dass ein einzelner US-Luftschlag am 18. Oktober 24 Tote zur Folge hatte. Warum bricht keine Lawine von Namen und Bildern quer über sämtliche internationalen Medien herein? Dies zeigt einen Doppelstandard, wo Israel an einem unmöglich hohen Standard gemessen wird und andere, in diesem Fall die USA, nicht.

Ich sage nicht, dass die USA ihren Einsatz gegen die ISIS abbrechen soll, aber ich glaube, wären die Medien konsistenter, dann sollte der Kollateralschaden aus diesen Angriffen ebenso viel – wenn nicht sogar mehr – Aufmerksamkeit erhalten wie Israels unvermeidliche Angriffe diesen Sommer.

Unterschlagung der Existenz Israels im Film: Es mit den Paramount Studios aufnehmen

2. Juli 2013

HonestReporting Media BackSpin, 2. Juli 2013

Es begann mit einem Artikel in der Times of Israel (TOI) über den neuen Horrorfilm World War Z. In diesem Beitrag wird beschrieben, dass ein Großteil des Filmes in Israel spielt (obwohl er in Wirklichkeit an anderer Stelle gedreht worden war.) Israel kommt im Film gut weg, doch im Artikel selbst fiel uns etwas auf: wenn der Film in der Türkei gezeigt wurde, war das Wort “Israel” in den Untertiteln herausgenommen und durch die türkischen Begriffe für „Nahost“ ersetzt worden.” TOI zufolge wurde der Film mit den Untertiteln direkt von Paramount freigegeben.

Mit anderen Worten: Paramount hat einen Horrorfilm gedreht und fürchtete, dass das Wort “Israel” für das überwiegend islamische Publikum eine Zumutung wäre. Sie hatten kein Problem damit, mit der Imagination von Menschenfleisch fressenden Zombies zu hantieren, die die Weltherrschaft an sich reißen wollen, aber dass es ein real existierendes Land namens Israel gibt, kam ihnen nicht in den Sinn.

Das Video wurde von HonestReporting erstellt.

Während wir sonst darum bitten, E-Mails an Nachrichtenmedien zu schreiben, um auf verfälschende Artikel hinzuweisen, haben wir diesmal vorgeschlagen, dass die Leser auf die Facebook-Seite von Paramount Pictures gehen, um dort Kommentare gegen die Entfernung des Wortes Israel zu schreiben.

Mit einer erstaunlichen Resonanz.

Die Paramount-Seite ist voll mit Einträgen von Menschen, die darauf Bezug nehmen und Einspruch gegen die Entfernung des Wortes Israel erheben. Sonst erschienen jedes Mal Unmengen von Kommentaren, wenn Paramount etwas postete, selbst wenn es um andere Filme ging.

Paramount mag darauf spekuliert haben, dass niemand von ihrem peinlichen Versuch Notiz nehme, Ärger bei einem bestimmten Publikum zu vermeiden, indem sie antiisraelischen Stimmungen nachgibt. Ihr Verweis auf die Substitution von Nahost für Israel als “regional bedingter Übersetzung“ lässt sie unprofessionell erscheinen. Aber wir können uns vorstellen, wie Paramount sich wohl fühlen würde, wenn ihre komplette Facebook-Seite von Menschen vereinnahmt werden würde, die sich über diese Causa beschweren.

Dieser Fall zeigt, wie soziale Medien einer mobilisierten Gruppe die Möglichkeit geben können, aufzustehen und sich Gehör zu verschaffen. Antiisraelische Verfälschungen gibt es nicht nur in den traditionellen Medien. Sie bahnen sich ihren Weg in allen denkbaren Facetten, besonders in der Populärkultur.

Umso mehr Grund dafür, dass diejenigen, die sich für Israel einsetzen, wachsam bleiben und schnell auf Fälle wie diesen reagieren. Große zahlenmäßige Beteiligung kann zu einem mächtigen Statement werden.

Alle, die dazu Kommentare geschrieben haben, machten einen guten Job. Bleibt nur auf die Einsicht von Paramount zu hoffen, dass, wenn sie Änderungen vornehmen, um eine bestimmte Gruppe nicht zu vergrätzen, sie unvermeidlich eine andere Gruppe angreifen, was sehr schade ist, weil nach Meinung vieler Beiträge zum Film Israel in einem sehr positiven Licht gezeigt werden soll.

Hat die Hisbollah Giftgas eingesetzt?

20. Juni 2013

HonestReporting Media BackSpin, 20. Juni 2013

Hinweis: Der von mir (bd) übersetzte Text ist Teil des Israel Daily News Stream vom heutigen Donnerstag (oberer Abschnitt)

Die Hisbollah wird beschuldigt, Giftgas eingesetzt zu haben. Dazu die Freie Syrische Armee gegenüber Al Arabiya:

Die Ortschaft Zamalka bei Damaskus wurde gezielt mit chemischen Waffen angegriffen, wobei mehrere Menschen umkamen und weitere Erstickungsanfälle erlitten, so die Aussage der oppositionellen Aktivisten.

Bisher wurde das von keiner unabhängigen Stelle verifiziert. Hat die Hisbollah nun den Zugang zu chemischen Waffen und ist sie technisch in der Lage, Massenvernichtungswaffen einzusetzen? Und sind die Rebellen mittlerweile so verzweifelt, dass sie Israel mit einer Lüge in den Konflikt hineinziehen wollen?  Oder was sonst? Das könnte heikel werden…

’Gemäßigt’ ist in Nahost ein schwammiger Begriff – fragen Sie mal bei Assad* nach

18. Juni 2013

HonestReporting Media BackSpin, 18. Juni 2013

Denken wir zurück an das Jahr 2000, als Baschar al-Assad Präsident von Syrien wurde. Da gab es Schlagzeilen wie diese von AP:


Laut CNN fand Assad Junior Gefallen an Windsurfen und Internet:


Die New York Times bezeichnete ihn als “schüchternen jungen Mediziner”, als einen “Mann der leisen Töne, schlaksigen Bachelor und Computerfreak.”


Heute sind wir schlauer.

Vielleicht sollten die internationalen Medien über die weit verbreitete Beschreibung des neu gewählten iranischen Präsidenten Rohani als “Moderaten” oder “Reformer”, wie bei PBS praktiziert, nachdenken:


Leider handelt es in Nahost bei ‘moderat’ oder ’gemäßigt’ um sehr schwammige Begriffe.

=====
*Dies gilt selbstverständlich auch für Verharmlosungen bei der Beschreibung von Terroristen in der Anti-Assad-Koalition, wenn von Rebellen, Aufständischen oder gar gänzlich euphemisierend Oppositionellen die Rede ist (bd).

News zu Israel und Nahost am 6. Juni 2013

6. Juni 2013

HonestReporting Media BackSpin, 6. Juni 2013

Alles, was Sie über die heutige Berichterstattung zu Israel und Nahost wissen sollten. Auch bei Facebook.

Die heutigen Top-Themen

1. Syrische Soldaten und Rebellen kämpfen um die Kontrolle beim israelischen Grenzübergang Kuneitra. Heute Morgen übernahmen die Rebellen die Kontrolle, aber die Armee eroberte den Grenzübergang zurück. Dort wurden die UN-Truppen abgezogen. Die Schlacht hielt während dieses Postings noch an. Kuneitra ist der einzige Grenzübergang zwischen Israel und Syrien.

2. Die IDF stellte eine neue Kompanie auf, die israelische Soldaten beim Kampfeinsatz filmen soll. Die Jerusalem Post zitierte IDF-Sprecher und Brigadegeneral Yoav Mordechai anlässlich einer Ansprache an die Soldaten bei einer Zeremonie, in der er das Ziel für die Bedeutung ihrer Arbeit herausstellte:

“Neben den militärischen Erfolgen spielt die Wahrnehmung eine entscheidende Rolle. Man kann den Kampf gewinnen, ihn aber auch [im Kampf um die öffentliche Wahrnehmung] verlieren.”

3. Präsident Obama ernannte Samantha Power zur Botschafterin bei den Vereinten Nationen. The Lede nimmt Bezug auf eine israelische Leiche in ihrem Keller, aber einige schwergewichtige Unterstützer Israels, darunter Senator John McCain, Joe Lieberman und Alan Dershowitz, gaben The Cable gegenüber an, dass sie sich [zum Positiven (bd)] gewandelt habe, und dass Powers Ansichten zu Menschenrechten und Interventionen eine sehr gute Chance bedeuteten, die UN wachzurütteln.

Israel und die Palästinenser

JTA: In der südfranzösischen Stadt Belfort soll ein Platz nach Yasser Arafat benannt werden:

Belforts Bürgermeister Etienne Butzbach bemerkte in einem am Montag in der Online-Ausgabe der Lokalzeitung L’alsace veröffentlichten Artikel, dass die Hommage an Arafat “im Zusammenhang mit dessen Unterzeichnung der Osloer Abkommen erfolgt.”

Butzbach, ein Sozialist, reagierte damit auf Proteste jüdischer Vertreter der Stadt, die anmerkten, dass die Ehrung Arafats einer Zustimmung für Terror gleichzusetzen wäre. Belfort hat bereits einen seiner öffentlichen Plätzen nach dem ermordeten israelischen Premierminister Yitzhak Rabin benannt.

• Lesenswert: Happy Israel: Warum die Zeit für den jüdischen Staat arbeitet.

• Kolumnistin Trudy Rubin im Philadelphia Inquirer mit Überlegungen zum Friedensprozess.

Arabischer Winter

• US-Geheimdienste gehen davon aus, dass nun drei russische Kriegschiffe im Mittelmeer mit Waffen für Syrien unterwegs sind, darunter wahrscheinlich S-300-Raketen. CNN mit Details.

Will sich die Hisbollah auf den syrischen Golanhöhen breitmachen?

Saudi Gazette mit einem demaskierenden Leitartikel zur Rolle der Hisbollah.

Die Hisbollah wird nicht mehr überzeugend als Verfechter der arabischen Sache darstellen können. Sie wird nicht mehr vorgeben können, dass ihre Leute für den Rest der arabischen Welt sterben.

Irland führt eine Gruppe von EU-Ländern an, die sich gegen eine Listung der Hisbollah als terroristische Vereinigung stellen.

• Weitere Kommentare und Analysen siehe NY Times, McClatchy News, Tablet und Daily Star.

Mursi: Die Juden verfälschten meine antisemitischen Kommentare*

25. Januar 2013

HonestReporting Media BackSpin, 25. Januar 2013

Nun, da die Bemerkungen des ägyptischen Präsidenten Mursi, in denen er Juden als “Nachfahren von Affen und Schweinen” bezeichnet hatte, auch von den Mainstream-Medien aufgenommen worden waren (besonders der New York Times), könnten sie nach dem Treffen amerikanischer Senatoren mit Mursi in Kairo weitere Kreise ziehen, wie The Times of Israel berichtete:

Erst verteidigte sich der ägyptische Präsident mit der Ausrede, dass er keine unterschwelligen negativen Gefühle gegenüber dem Judentum oder dem jüdischen Volk hege.

Dann startete er eine Schmährede wegen der israelischen Politik im Umgang mit den Palästinensern, so Senator Chris Coons gegenüber Foreign Policy [Anmerkung (bd): Coons ist Senator des US-Bundesstaates Delaware]). “Er versuchte zuerst, sich zu rechtfertigen….dann sagte er:  “Gut, ich denke, wir alle wissen, dass die Medien in den Vereinigten Staaten damit ein großes Geschäft gemacht haben, und wir wissen auch, dass die Medien der Vereinigten Staaten durch bestimmte Kräfte gesteuert werden und sie mich nicht positiv sehen’” erwähnte Coons gegenüber dem Nachrichtenblog des Magazins [Foreign Policy; Registrierung erforderlich (bd)].

Danach befragt, ob Mursi explizit die Juden als die Mächte bezeichnet hätte, die die amerikanischen Medien steuerten, antwortete Coons, dass alle Senatoren von dieser Implikation überzeugt gewesen wären. “Er hat nicht [die Juden] gesagt, aber ich registrierte, wie die anderen Senatoren ebenso wie ich körperlich zurückschreckten”, so Coons. “Ich war davon überzeugt, dass man keine andere Schlussfolgerung ziehen konnte.”

Halten wir also fest: Laut Mursi verfälschen die Juden seine antisemitischen Äußerungen.

Das kann man nicht einfach so erfinden. Aber werden die Mainstream-Medien darüber berichten?

Falls Sie Mursis Kommentar aus dem Jahr 2010 noch nicht gesehen haben sollten, bitte das Video anklicken:

———
* [Anmerkung (bd)]: Wie pervers Mursi tickt, erkennt man an seiner Formulierung, wie in der Headline zitiert.

Er geht also davon aus, dass man zwischen guten und weniger guten antisemitischen Kommentaren unterscheiden müsse. Antisemitismus sei also per se etwas Gutes und Ehrenwertes (womit er wiederum mehr oder weniger unausgesprochen mit vielen deutschen und anderen westlichen Verblendeten übereinstimmt; diese nennen es dann „Antizionismus“). Es käme nur darauf an, ihn richtig an den Mann zu bringen. Ist diesem Mann noch zu helfen?

Und dieser Geistesgestörte regiert nun ein Land, das vor tausenden Jahren eine der faszinierendsten Hochkulturen dieser Erde hervorgebracht hatte. Da sieht man wieder einmal, welche “Segnungen“ der Islam seit dem 7. Jahrhundert über den afrikanischen Kontinent gebracht hat (bd).


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