Archive for the ‘Islam+Islamisten’ category

Christian Science Monitor vergisst, dass die Hamas Gaza kontrolliert

24. Mai 2016

Daniel Pomerantz, HonestReporting, 19. Mai 2016

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Der Christian Science Monitor (CSM) brachte einen Artikel mit dem Titel „Musiker erheben ihre Stimme in einem Lied als Hilfe für die Kinder in Gaza.“

Aber statt ein Musikprojekt zu beschreiben, stellt der CSM die Natur von Gaza und Israel derart falsch dar, dass es dem Berufsstand des Journalismus die Schamesröte ins Gesicht treibt.

Erst einmal ist dort die gesamte Geographie falsch. Israel kontrolliert die Grenze zu Gaza? In Wirklichkeit hat Gaza zwei Grenzen: eine zu Israel und eine zu Ägypten. Die ägyptische Grenze ist noch beschränkter als die israelische, was an den permanenten Angriffen auf Ägypten vom Gazastreifen ausgehend liegt. Ebenso verschwieg der CSM die ständigen Angriffe auf Israel vom Gazastreifen aus.

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CSM verdreht Fakten und sagt, Israel beschränke die Importe nach Gaza. In Wirklichkeit beschränkt Israel die Bewegung von Waffen nach Gaza, liefert jedes Jahr aber Millionen Tonnen Nahrung, Baustoffe und Wasser und stellt Elektrizität zur Verfügung. Die Waffen, die Israel beschränkt, werden von Terrororganisationen zum Angriff auf israelische Zivilisten verwendet.

Danach sprengt CSM jeden noch verbliebenen Rahmen und thematisiert Gaza ohne jede Erwähnung seines allerwichtigsten Kontextes: nämlich dass die Terrororganisation Hamas Gaza kontrolliert.

Hamas unterdrückt die Palästinenser und arbeitet aktiv an der Zerstörung Israels und am Mord an allen Juden. (Hamas sagt dies öffentlich und bei zahlreichen Gelegenheiten; tatsächlich ist dies Bestandteil ihrer Charta.)

Die Hamas wird von Australien, Kanada, Ägypten, der EU, Israel, der UK und den USA als Terrororganisation eingestuft. Der andauernde Krieg dieser Terrororganisation gegen Israel und Juden ist der Grund, weshalb Israels Sicherheitsmaßnahmen überhaupt erst notwendig wurden, und er ist die Grundursache für das Leid sowohl von Palästinensern als auch von Israelis. CSM verliert kein einziges Wort hierüber.

CSM erwähnt nicht einmal das Wort „Hamas“, außer in einer nebensächlichen Erwähnung zum Ende des Artikels hin. Im Kontrast hierzu macht CSM Israel für die Situation in Gaza an fünf verschiedenen Stellen im Artikel verantwortlich.

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Und zu guter Letzt erwähnt CSM Opferstatistiken aus dem letzten Krieg zwischen Israel und Hamas. Die von CSM verwendeten Zahlen sind veraltet und falsch, aber was noch wichtiger ist: CSM erwähnt mit keinem Wort, dass die meisten Opfer in Gaza Kämpfer oder auch Zivilisten waren, welche die Hamas als menschlichen Schutzschild zum Schutz von Militärausrüstung und -personal missbrauchte.

Israels Kriegshandlungen mit der Hamas waren rein defensiver Natur, und israelische Zivilisten leben unter ständigem Raketenbeschuss aus Gaza, was den Krieg überhaupt erst notwendig machte. Wieder erwähnt CSM davon kein Wort.

Ganz flüchtig erwähnt CSM, einer der Teilnehmer bei diesem Musikprojekt sei Roger Waters, aber ganz getreu dem Verschweigen von Kontext erwähnt CSM mit keinem Wort Waters überschäumenden Antisemitismus einschließlich seiner öffentlichen Zurschaustellung von Hass und Lächerlichmachung Israels und des jüdischen Volks.

Vom Leid in Gaza zu sprechen, aber jede Erwähnung der Hamas zu unterlassen, ist so, als spräche man von den Anschlägen in Brüssel und Paris ohne die Erwähnung von ISIS oder über den 11. September 2001 in New York ohne die Erwähnung von Al-Qaida. Das ist nicht nur eine grobe Verzerrung der Realität, sondern eine Schande für den Berufsstand des Journalismus an sich.

Gaza-Karte: Public-Domain-Bild vom CIA World Factbook

Grafik der Anschläge von IDFBLOG.com

Titelbild: Abed Rahim Khatib /Flash90

Ist Jerusalem in Israel?

23. Mai 2016

Yarden Frankl, HonestReporting, 18. Mai 2016

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Ist die Altstadt Jerusalems in Israel?

Nicht wenn man der jüngsten Entscheidung der New Zealand Broadcasting Standards Authority (BSA) folgt.

ONE News New Zealand brachte im Oktober eine Sendung über die palästinensische Terrorwelle in Israel. Der Korrespondent schuf den Rahmen, indem er sagte:

Straßenblockaden wurden errichtet, und Tausende Polizisten und Soldaten patrouillieren durch Israel, während es eine Gewaltwelle aufzuhalten versucht. Beim jüngsten Angriff erstach ein Palästinenser eine 70jährige Frau, bevor er erschossen wurde.

Danach zeigte der Bericht Videomaterial, wie ein Terrorist nahe dem Damaskustor erschossen wurde. Die Texteinblendung im Video lautete „Jerusalem“.

Die Sendung führte zu einer Beschwerde der Wellington Palestine Group bei der BSA. Dort war man der Ansicht, die Leser würden zum Glauben verleitet werden, der Tatort und tatsächlich die ganze Stadt Jerusalem könnte womöglich in Israel liegen.

Die WPG behauptete:

Das Unvermögen von TVNZ [Television New Zealand], simple Geographie bei diesem Thema richtig darzustellen, lässt die Zuschauer die israelische Version glauben, Ostjerusalem sei rechtmäßiger Teil Israels und somit sei jeder Widerstand gegen die Besatzung illegitim.

Lassen wir mal beiseite, dass sie hier im Grunde das Einstechen auf eine 70jährige Frau als legitimen „Widerstand gegen die Besatzung“ bezeichnen — „simple Geographie“ zeigt, dass Jerusalem eine einzige Stadt ist. Es existiert keine separate geographische Bezeichnung „Ost“-Jerusalem. Die alte Waffenstillstandslinie von 1949, die die Stadt damals teilte, ist schon lange weg, und heute hätten Araber und Juden alle Mühe, genau aufzuzeigen, wo diese Trennung denn nun verlief.

Zudem ist die Behauptung, die Altstadt Jerusalems, das nationale, spirituelle und historische Herz des jüdischen Volkes, sei kein Teil Israels, völlig absurd.

Doch statt diese unverfrorene Behauptung sofort abzuschmettern, wurde sie von der BSA tatsächlich weitertransportiert: Dort instruierte man den Sender, künftig besser aufzupassen und nicht mehr anzudeuten, Jerusalem wäre ein Teil Israels.

Abschließend sagte die BSA:

Es existiert ein großes öffentliches Interesse, dass geographische Beschreibungen korrekt sind, wenn Vorfälle und der Konflikt in der Region beschrieben werden.

Dem stimmen wir zu.

Aber wir glauben, die BSA schlug der Realität ins Gesicht und tat das exakte Gegenteil, indem sie sich komplett auf die Seite einer Gruppierung schlug, die eine israelfeindliche Agenda verfolgt.

UNICEF und AFP: Israel der „Kindermörder“

18. Mai 2016

Simon Plosker, HonestReporting, 15. Mai 2016

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Bitte unterzeichnen Sie unseren Brief an Emmanuel Hoog, dem Geschäftsführer der AFP, den Sie in diesem Link ganz unten im Artikel finden!

Die unheilige Allianz zwischen antiisraelischen nichtstaatlichen Organisationen (NGOs) und der Presse ist in der AFP-Story mit dem Titel „Israelische Sicherheitskräfte ‚töteten 25 Palästinenserkinder‘ in drei Monaten, sagt UNICEF“ offenkundig.

Die Kinderbehörde der UN sagt, 25 palästinensische Kinder seien in den letzten drei Monaten des Jahres 2015 während einer Gewaltwelle getötet worden.

Ein UNICEF-Bericht sagte, man sei besorgt wegen der exzessiven Gewaltanwendung bei Vorfällen, in denen Palästinenserkinder, die angeblich Messerangriffe durchführten, von israelischen Sicherheitskräften erschossen wurden.

Laut dem Bericht sind über 1.300 palästinensische Kinder während der größten Zunahme der Attacken verletzt worden, fast alle davon im Westjordanland und in Ostjerusalem, während drei israelische Kinder im Westjordanland und in Westjerusalem verletzt wurden.

Zwar wird der Bericht der UNICEF zugeschrieben, aber die AFP versäumt zu erwähnen, dass es sich um das Vierteljahres-Mitteilungsblatt einer von der UNICEF geführten Arbeitsgruppe handelt, die ein wahrhaftiges Stelldichein von NGOs mit politisierten Aktivitäten gegen Israel darstellt:

Weder der Bericht selbst noch AFPs einseitige Berichterstattung geben vor, in irgendeiner Weise ausgewogen sein zu wollen. Statt dessen wird Israel als Mörder palästinensischer Kinder hingestellt:

Von den 23 getöteten Palästinenserkindern wurden 22 von israelischen Sicherheitskräften mit scharfer Munition getötet und eines durch israelische Siedler; es gab bislang keinerlei Festnahmen oder Anklagen in Bezug auf diese Morde.

Festnahmen oder Anklagen gibt es nur bei kriminellen Handlungen. Der UNICEF-Bericht macht hier also die pauschale Annahme, jeder Israeli, der einen Palästinenser im Alter zwischen 12 und 17 getötet hat, sei kriminell.

AFP schreibt:

UNICEF zitierte das Beispiel eines 17jährigen Mädchens, das am 25. Oktober in Hebron im Westjordanland „von IDF-Soldaten für eine Durchsuchung festgehalten, mit wenigstens fünf Kugeln erschossen und getötet wurde“.

„Die israelischen Behörden sagten, sie habe einen Polizisten zu erstechen versucht, aber ein Augenzeuge sagte aus, sie habe zum fraglichen Zeitpunkt keine Gefahr dargestellt, als sie erschossen wurde, und sie habe gerufen, dass sie kein Messer bei sich trage“, steht darin.

Hier ist die Implikation, ein hilfloses Palästinensermädchen sei aufgefasst und dann erschossen worden, während sie sich in der Obhut der IDF befand. Das ganze auf der Grundlage einer „Augenzeugen“-Aussage (vermutlich ein Palästinenser).

Hier die Art und Weise, wie am fraglichen Tag in der israelischen Presse über den Vorfall berichtet wurde:

Am Sonntag versuchte eine Terroristin Grenzpolizisten am Eingang zum Grab der Patriarchen in Hebron zu erstechen, nachdem sie den Argwohn der Beamten erregte.

Die Frau wartete darauf, die heilige Stätte zu betreten, verhielt sich aber auffällig. Sie wurde gebeten, sich auszuweisen, nahm aber plötzlich ein Messer heraus und lief schreiend auf die Polizisten zu.

Die Beamten schossen auf sie, und sie wurde getötet. Sie konnte niemanden verletzen.

Ist eine 17jährige mit einem Messer wirklich ein „Kind“ im reinsten Wortsinn? Hatten die israelischen Sicherheitskräfte ein unschuldiges Kind vor sich, als sie das Feuer eröffneten? Natürlich nicht, und ebensowenig wäre von ihnen erwartet worden, dass sie das Alter der Angreiferin berücksichtigen, während diese einen Terrorakt ausführt.

AFP fährt fort:

Ebenso zeigte sich die UNICEF besorgt über die Anzahl der palästinensischen Kinder im Alter zwischen 12 und 17, die von der israelischen Armee festgehalten werden.

Laut dem israelischen Gefängnisdienst stand die Zahl Ende Dezember bei 422, die höchste Zahl seit März 2009.

Vielleicht sollte die Zahl der palästinensischen Jugendlichen, die sich in Terroranschlägen oder in Gewalt gegen israelische Soldaten und Zivilisten betätigen, die wirkliche Besorgnis erregen. Sollte die UNICEF nicht ihre Besorgnis über die palästinensische Aufstachelung in sozialen Medien wie Facebook und Twitter ausdrücken, die bewirkt, dass solche jungen Menschen ihr eigenes und das Leben anderer gefährden?

Aber weder der UNICEF-Bericht noch AFP sind bereit, eine Alternative zu der Ritualmordlegende anzubringen, Israel würde palästinensische Kinder einfach auf verbrecherische Weise totschießen.

AFP kann über das Kontaktformular angeschrieben werden — https://www.afp.com/en/contact. Und UNICEF erreicht man für Beschwerden unter jerusalem@unicef.org

Bild: Messer-Vektor von Vecteezy

Der palästinensische Märtyrer vom Internationalen Tag der Pressefreiheit

9. Mai 2016

Pesach Benson, HonestReporting, 3. Mai 2016

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Israel hat eine viermonatige Verwaltungshaft von Omar Nazzal angeordnet. Bis vor kurzem war er Chef von Palestine Today, einem mit dem Islamischen Dschihad in Verbindung stehenden Fernsehsender, der auch mit der Volksfront zur Befreiung Palästinas (PFLP) zusammenarbeitete. Laut dem Shin Bet wurde Nazzal für seine „Involvierung in Aktivitäten von Terrorgruppen“ inhaftiert.

Aus der Berichterstattung von AFP erfährt man jedenfalls nicht das Ausmaß von Nazzals Terrorverbindungen. Nirgendwo steht „Islamischer Dschihad“ oder „PFLP“.

Warum die Auslassung?

Ich schätze mal, diese lästigen Details hätten AFPs lustvollere Perspektive kaputtgemacht, dass die Verwaltungshaft am Vorabend des Internationalen Tages der Pressefreiheit verhängt wurde.

Ooh.

Der Name Palestine Today war jüngst in den Medien, weil die IDF im März dessen Fernseh- und Radiosender abgeschaltet hat, weil dort zu Terroranschlägen auf Israelis aufgerufen wurde.

Ifj-2Nachdem die Internationale Journalisten-Föderation kritisierte, die Schließung verletze die Pressefreiheit, antwortete der israelische Abgeordnete Yair Lapid, ein ehemaliger Nachrichtensprecher, mit folgender bitterer Aussage:

„Der Islamische Dschihad benutzte Palestine Today zur Aufstachelung gegen Israel und zur Ermutigung zu Terroranschlägen. Der Senderleiter wurde der Mitgliedschaft des Palästinensischen Islamischen Dschihad überführt. Die Verbindung ist derart offensichtlich, dass es Ihre Motive in Frage stellt, warum Sie hier überhaupt die Handlung Israels verurteilen.“

Er fügte hinzu: „Die Pressefreiheit erstreckt sich nicht auf terroristische Propaganda und auch nicht auf jene, die zum Mord aufrufen. Die Inhalte von Palestine Today würden die redaktionellen Richtlinien keines einzigen Ihrer Mitglieder erfüllen. Ich war über 30 Jahre lang Journalist; und das ist kein Journalismus. Es ist keine Redefreiheit, es sind Hassreden. Sie verteidigen hier keine Pressefreiheit; sie verteidigen den Aufruf zum Mord.“

Seien Sie nicht allzu überrascht, dass Nazzal auch Mitglied des Sekretariats des Palästinensischen Journalistenverbands ist.

Und ebenso nicht, dass er gut mit einer Kamera umgehen konnte, so wie Hussam Salama und Mahmoud Al-Kumi, zwei Kameraleuten der Hamas, die bei einem israelischen Luftangriff getötet wurden. 2013 wurden die beiden beinahe als gefallene Journalisten geehrt.

Wer für Zeitungen, Websites, Fernseh- oder Radiosender arbeitet, die mit Terrorgruppen in Verbindung stehen, der praktiziert Propaganda und keinen Journalismus.

Bild: Vektoren von Vecteezy

Antiisraelische Tirade oder antisemitische Verleumdung?

5. Mai 2016

Yarden Frankl, HonestReporting, 3. Mai 2016

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Israelische Handlungen oder Politik zu kritisieren ist nicht antisemitisch.

Israel jedoch in einer hasserfüllten Tirade voller Wörter, die bei keinem anderen Land dieser Welt außer dem jüdischen Staat benutzt werden, zu dämonisieren, könnte sehr wohl antisemitisch sein.

Und das ist genau das, was Rachel Smalley, eine bekannte neuseeländische Journalistin, vor einigen Jahren beim 2014er Gaza-Krieg getan hat. (Dazu komme ich noch.) Jetzt behauptet sie, Beschuldigungen des Antisemitismus würden aus dem Rahmen fallen.

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Rachel Smalley

Sie gab einen Kommentar zu Naz Shah ab, einer britischen Abgeordneten, die vor kurzem für einen antiisraelischen Facebookbeitrag aus der Labour-Partei ausgeschlossen worden war. Und Smalley fragte im New Zealand Herald nach dem Grund:

Warum ist es so, dass Israelkritik so oft als Kritik am jüdischen Glauben ausgelegt wird? Man kann jede Regierung der ganzen Welt kritisieren, jedes Regime, jeden Staat, und es ist ganz normal — außer Israel. Man kann Israel nicht kritisieren, ohne dass man dafür angegriffen wird.

2014 war ich sehr kritisch mit der IDF, als sie eine UN-Schule in Gaza bombardierte, in der 3.000 Zivilisten Zuflucht gesucht hatten — und zwar trotz der Tatsache, dass die UN der IDF die Koordinaten viele, viele Male übermittelt hatte, um sicherzustellen, dass sie nicht zum Ziel wurde.

Trotzdem wurde die Schule bombardiert und Leute wurden getötet.

Und als ich Israel dafür kritisierte, war die Antwort außerordentlich. Die Briefe, die E-Mails, die Beleidigungen sprengten den Rahmen dessen, was ich vorher gekannt hatte — offenbar war ich Antisemitin!

Warum in aller Welt sollte man also denken, dass Smalleys Bemerkungen aus dem Jahr 2014 antisemitisch waren?

Fangen wir mit einem damaligen Facebookbeitrag ihrer Show an:

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Darüber hinaus zitierte das neuseeländische Blog Whale Oil Smalley mit den Worten:

Ich kann über die Lage in Gaza nicht mehr ausgewogen berichten, weil es dort einfach keine Ausgewogenheit mehr gibt. Israels Handlungen sind abscheulich. Das Morden, das Zielen auf Zivilisten, die Kleinkinder und Babys, die jeden Tag sterben. Es zeigt das israelische Regime, wie es wirklich ist — eine herzlose antipalästinensische Mordmaschine.

Israels Konflikt sollte mit der Hamas sein, ist es aber nicht. Der Konflikt besteht mit den Palästinensern. Fast zwei Millionen Menschen leben im Gazastreifen, gefangen und eingesperrt in einem 40 km langen und 10 km breiten Areal. Das Bombardement des Gazastreifens kommt dem Jagen eingesperrter Löwen in Südafrika gleich. Es gibt kein Entrinnen — es gibt nur Terror, während es Bomben und Kugeln regnet.

Die Israelis sagen, sie „bedauern“ es, wenn ein Zivilist getötet wird. Schwachsinn! Sie bedauern nichts. Palästinensisches Leben ist für sie bedeutungslos.

Das ist mehr als Kritik an einem Militärangriff, bei welchem leider auch Zivilisten getötet wurden. Das ist eine wutschäumende Dämonisierung Israels. Die vielsagendste Aussage ihrer gesamten Tirade ist vielleicht ihre Frage:

Gibt es in der heutigen Welt eine arrogantere und feindseligere Regierung?

Trotzdem ist Smalley erstaunt, dass einige Reaktionen auf ihren gehässigen Angriff sich des Antisemitismus beschuldigten.

Vergleichen wir es mit Smalleys Bericht über ein anderes Auslandsthema vor einigen Wochen: über den Konflikt in Syrien („Syrian Conflict Changing Our World„).

Nichts darüber, dass der Islamische Staat oder irgendeine der anderen Gruppen, die für Hunderttausende tote Zivilisten verantwortlich sind, „Mordmaschinen“ wären. Nichts darüber, dass Assads mordlüsternes Regime das „arroganteste und feindseligste der Welt“ wäre. Nichts davon, dass die Akteure in diesem vernichtenden Konflikt „syrisches Leben als bedeutungslos“ sehen würden.

Es ist nicht antisemitisch, dass Smalley Berichte ignoriert hat, wie die Hamas Schulen, Krankenhäuser, Privatwohnungen und Moscheen als Waffenlager missbraucht hat, von dort Raketen verschoss und die genannten Gebäude als Deckung für ihre Tunnel nutzten — dem wahren Grund für die große Zahl palästinensischer Opfer. Das zeigt einfach nur, dass sie schlampig arbeitet.

Aber wenn sie einseitigen, faktisch unwahren Journalismus mit Worten und Phrasen kombiniert, die sie nirgendwo sonst verwenden — das ist es, was den Menschen einen Grund gibt zu hinterfragen, ob sie nicht in Wirklichkeit Antisemitin ist.

Ob Smalley nun die Grenze zum Antisemitismus überschritten hat oder nicht, ihr wie ein Taschenspielertrick anmutender Versuch, ihre irreführenden Anschuldigungen in den Mantel „legitimer Kritik“ zu kleiden, ist unaufrichtig und hinterhältig.

CNN nennt Bombenterror einen „Busbrand“

22. April 2016

Daniel Pomerantz, HonestReporting, 19. April 2016

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Am Abend des 18. April jagten Terroristen einen israelischen Bus in Jerusalem in die Luft, wobei sie 21 Menschen verletzten, einige davon schwer. Einer befindet sich in kritischem Zustand.

CNNs Schlagzeile? „Mindestens 21 Verletzte bei Busbrand in Jerusalem, sagt Polizei“

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Aber das sagt der Polizeibericht gar nicht. Laut CNNs eigener Twitterbotschaft sagte die Polizei am Abend in Wirklichkeit, es gebe „keinen Zweifelt“, dass die Busexplosion in Jerusalem ein Anschlag gewesen ist.

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Weitere Quellen bestätigten, dass dies ein bewusster Anschlag auf Israelis war, darunter auch der US-Außenminister John Kerry, der den Terroranschlag eine „Greueltat“ nannte, und selbst CNNs eigenes Video bestätigt die Aussage der Polizei:

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Unser leitender Redakteur Simon Plosker sagte in einem Interview mit The Algemeiner: „Die CNN-Schlagzeile impliziert, dass der Bus spontan in Flammen aufging. Aber der Bus fing nicht einfach Feuer — es war eine bewusste Tat, und CNN erkennt das nicht an. Dass die Schlagzeile noch in dieser Form online ist, selbst nachdem Stunden vergangen sind, seit ein Terrorakt als Ursache für die Explosion bestätigt wurde, ist absolut haarsträubend.“

Der Algemeiner-Artikel wurde am Abend des 18. April veröffentlicht, ebenso wie der CNN-Tweet, der bestätigte, dass CNN sich über die vorsätzliche Natur dieses Anschlags bewusst war.

Doch selbst noch während wir diesen Artikel hier schreiben (19. April, Anm.d.Übs.), verkündet die CNN-Schlagzeile der Welt weiterhin, 21 Israelis seien bei einem „Busbrand“ verletzt worden.

Israel trifft Sicherheitsvorkehrungen, um exakt diese Art von Anschlägen zu verhindern. Aber wenn die Nachrichtenleser nicht einmal gesagt bekommen, dass es sich um Terroranschläge handelt, dann können die Medien Israels Bemühungen zum Schutz seiner Bevölkerung sehr leicht als unvernünftig oder unverhältnismäßig hinstellen.

Deswegen ist es so wichtig, CNN zur Verantwortung zu ziehen.

***

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Nach einer Beschwerde durch HonestReporting hat CNN seine Schlagzeile angepasst. Nun lautet sie: „Mindestens 21 Verletzte bei Busanschlag in Jerusalem, sagt Polizei“. Damit bestätigt CNN endlich, dass dieses Ereignis ein Anschlag war.

Bild: Nati Shohat/Flash90

Ist Australien schuldig im Sinne der Anklage?

18. April 2016

Yarden Frankl, HonestReporting, 12. April 2016

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Ein kürzlicher Meinungsbeitrag im Sydney Morning Herald von Paul Duffill, ein australischer Akademiker und BDS-Unterstützer, beschuldigt Australien einer Doppelmoral in puncto Menschenrechte, weil das Land es versäumt, israelische Siedlungen durchgängig zu verurteilen.

Im Artikel werden der Leserschaft folgende Hintergrundinformationen geboten:

Israels Siedlungen werden auf Land erbaut, das den Palästinensern 1967 weggenommen wurde.

Kein Wort darüber, dass Israels Kontrolle über diese Gebiete ein Resultat des Angriffs auf Israel im Jahre 1967 war. Kein Wort darüber, dass die umstrittenen Gebiete auch die Altstadt Jerusalems und Gush Etzion umfassen, also Orte, die bis 1948 historisch jüdische Gebiete waren — 1948 kam es zu einem Massaker an vielen der jüdischen Einwohner, und die Überlebenden wurden von den Arabern aus ihrem Zuhause vertrieben.

Und was noch beunruhigender ist: Der Artikel stellt die Siedlungen als Alleinschuldige für den mangelnden Fortschritt hin zu einem Friedensvertrag dar. Er ignoriert die Terrorwelle — Terror, der sich in keinster Weise nur auf die umstrittenen Gebiete beschränkt — und die unablässige Aufwiegelung und die Lobpreisung des Terrors seitens der Palästinenserbehörde.

Duffill hätte Israels zahlreiche Angebote erwähnen können, sich mit den Palästinensern zusammenzusetzen und direkte Friedensverhandlungen abzuhalten. Selbst als Premierminister Benjamin Netanyahu vor kurzem sagte, er würde seine Termine absagen, um sich jederzeit mit PA-Präsident Abbas zusammensetzen zu können, wurde dieses Angebot ignoriert.

Lieber stellte Duffill ein paar unzutreffende Behauptungen über die israelische Sicherheitsbarriere auf. Die Barriere — keine „Mauer“ — wurde weitestgehend entlang oder nahe der Waffenstillstandslinie von 1949 gebaut und nicht „quer durch das besetzte palästinensische Westjordanland“. Ebensowenig ist die Barriere „integraler Bestandteil von Israels Besatzung und Siedlungsaktivität“. Sie ist integraler Bestandteil von Israels Bemühungen, den aus den Palästinensergebieten überbordenden Terrorismus einzudämmen.

Noch schlimmer: Duffill vergleicht das demokratische Israel mit einigen der übelsten Menschenrechtsverletzer der Welt — einschließlich der Terrororganisation Hamas. Das ist jene Hamas, die nicht nur israelische Männer, Frauen und Kinder ermorden will, sondern die palästinensische Einwohner Gazas als menschliche Schutzschilde missbrauchte und Waffen in Schulen, Moscheen und Krankenhäusern lagerte.

Duffill ignoriert den Terror, die Aufhetzung und die Uneinsichtigkeit auf palästinensischer Seite und beschuldigt Israel, das einzige Friedenshindernis zu sein.

Wer ist hier also einer Doppelmoral schuldig?


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