Archive for the ‘Islam+Islamisten’ category

CNN nennt Bombenterror einen “Busbrand”

22. April 2016

Daniel Pomerantz, HonestReporting, 19. April 2016

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Am Abend des 18. April jagten Terroristen einen israelischen Bus in Jerusalem in die Luft, wobei sie 21 Menschen verletzten, einige davon schwer. Einer befindet sich in kritischem Zustand.

CNNs Schlagzeile? “Mindestens 21 Verletzte bei Busbrand in Jerusalem, sagt Polizei”

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Aber das sagt der Polizeibericht gar nicht. Laut CNNs eigener Twitterbotschaft sagte die Polizei am Abend in Wirklichkeit, es gebe “keinen Zweifelt”, dass die Busexplosion in Jerusalem ein Anschlag gewesen ist.

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Weitere Quellen bestätigten, dass dies ein bewusster Anschlag auf Israelis war, darunter auch der US-Außenminister John Kerry, der den Terroranschlag eine “Greueltat” nannte, und selbst CNNs eigenes Video bestätigt die Aussage der Polizei:

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Unser leitender Redakteur Simon Plosker sagte in einem Interview mit The Algemeiner: “Die CNN-Schlagzeile impliziert, dass der Bus spontan in Flammen aufging. Aber der Bus fing nicht einfach Feuer — es war eine bewusste Tat, und CNN erkennt das nicht an. Dass die Schlagzeile noch in dieser Form online ist, selbst nachdem Stunden vergangen sind, seit ein Terrorakt als Ursache für die Explosion bestätigt wurde, ist absolut haarsträubend.”

Der Algemeiner-Artikel wurde am Abend des 18. April veröffentlicht, ebenso wie der CNN-Tweet, der bestätigte, dass CNN sich über die vorsätzliche Natur dieses Anschlags bewusst war.

Doch selbst noch während wir diesen Artikel hier schreiben (19. April, Anm.d.Übs.), verkündet die CNN-Schlagzeile der Welt weiterhin, 21 Israelis seien bei einem “Busbrand” verletzt worden.

Israel trifft Sicherheitsvorkehrungen, um exakt diese Art von Anschlägen zu verhindern. Aber wenn die Nachrichtenleser nicht einmal gesagt bekommen, dass es sich um Terroranschläge handelt, dann können die Medien Israels Bemühungen zum Schutz seiner Bevölkerung sehr leicht als unvernünftig oder unverhältnismäßig hinstellen.

Deswegen ist es so wichtig, CNN zur Verantwortung zu ziehen.

***

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Nach einer Beschwerde durch HonestReporting hat CNN seine Schlagzeile angepasst. Nun lautet sie: “Mindestens 21 Verletzte bei Busanschlag in Jerusalem, sagt Polizei”. Damit bestätigt CNN endlich, dass dieses Ereignis ein Anschlag war.

Bild: Nati Shohat/Flash90

Ist Australien schuldig im Sinne der Anklage?

18. April 2016

Yarden Frankl, HonestReporting, 12. April 2016

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Ein kürzlicher Meinungsbeitrag im Sydney Morning Herald von Paul Duffill, ein australischer Akademiker und BDS-Unterstützer, beschuldigt Australien einer Doppelmoral in puncto Menschenrechte, weil das Land es versäumt, israelische Siedlungen durchgängig zu verurteilen.

Im Artikel werden der Leserschaft folgende Hintergrundinformationen geboten:

Israels Siedlungen werden auf Land erbaut, das den Palästinensern 1967 weggenommen wurde.

Kein Wort darüber, dass Israels Kontrolle über diese Gebiete ein Resultat des Angriffs auf Israel im Jahre 1967 war. Kein Wort darüber, dass die umstrittenen Gebiete auch die Altstadt Jerusalems und Gush Etzion umfassen, also Orte, die bis 1948 historisch jüdische Gebiete waren — 1948 kam es zu einem Massaker an vielen der jüdischen Einwohner, und die Überlebenden wurden von den Arabern aus ihrem Zuhause vertrieben.

Und was noch beunruhigender ist: Der Artikel stellt die Siedlungen als Alleinschuldige für den mangelnden Fortschritt hin zu einem Friedensvertrag dar. Er ignoriert die Terrorwelle — Terror, der sich in keinster Weise nur auf die umstrittenen Gebiete beschränkt — und die unablässige Aufwiegelung und die Lobpreisung des Terrors seitens der Palästinenserbehörde.

Duffill hätte Israels zahlreiche Angebote erwähnen können, sich mit den Palästinensern zusammenzusetzen und direkte Friedensverhandlungen abzuhalten. Selbst als Premierminister Benjamin Netanyahu vor kurzem sagte, er würde seine Termine absagen, um sich jederzeit mit PA-Präsident Abbas zusammensetzen zu können, wurde dieses Angebot ignoriert.

Lieber stellte Duffill ein paar unzutreffende Behauptungen über die israelische Sicherheitsbarriere auf. Die Barriere — keine “Mauer” — wurde weitestgehend entlang oder nahe der Waffenstillstandslinie von 1949 gebaut und nicht “quer durch das besetzte palästinensische Westjordanland”. Ebensowenig ist die Barriere “integraler Bestandteil von Israels Besatzung und Siedlungsaktivität”. Sie ist integraler Bestandteil von Israels Bemühungen, den aus den Palästinensergebieten überbordenden Terrorismus einzudämmen.

Noch schlimmer: Duffill vergleicht das demokratische Israel mit einigen der übelsten Menschenrechtsverletzer der Welt — einschließlich der Terrororganisation Hamas. Das ist jene Hamas, die nicht nur israelische Männer, Frauen und Kinder ermorden will, sondern die palästinensische Einwohner Gazas als menschliche Schutzschilde missbrauchte und Waffen in Schulen, Moscheen und Krankenhäusern lagerte.

Duffill ignoriert den Terror, die Aufhetzung und die Uneinsichtigkeit auf palästinensischer Seite und beschuldigt Israel, das einzige Friedenshindernis zu sein.

Wer ist hier also einer Doppelmoral schuldig?

BDS: Was schürt den Hass?

31. März 2016

Joe Hyams, HonestReporting / Times of Israel, 28. März 2016

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Folgender Meinungsbeitrag des HonestReporting-Geschäftsführers Joe Hyams erschien in der Times of Israel:

Warum die BDS-Bewegung von mehr als Antisemitismus, Geld und Böswilligkeit lebt.

Vor einigen Jahren erhielt ich eine Flugstunde zum Geburtstag. Mitten unter dem Flug fragte der Pilot, der mir vorher die Kontrollen überlassen hatte, eine einfache Frage: “Joe, was glauben Sie, ist die wichtigste Komponente des Flugzeugs, die uns hier und jetzt am Leben erhält?”

“Der Motor”, so meine intuitive Antwort, denn ich glaubte, dass uns nur anhaltende Fluggeschwindigkeit in der Luft hielt.

“Falsch”, sagte der Pilot und schaltete den Motor aus. “In diesem Augenblick sind die Flügel der Grund, dass wir hier oben bleiben. Wir können einige Zeit weitergleiten, ohne dass wir Treibstoff verbrauchen.” Sobald ich den Schock der plötzlichen unheimlichen Stille verarbeitet hatte, begriff ich sein Argument.

Das Flugzeug schlingerte, fiel aber nicht vom Himmel.

Es war eine wichtige Lektion, und zwar nicht nur über das Fliegen, sondern auch über Instinkt, Wahrnehmung und Intuition. Wenn es um die BDS-Bewegung geht, dann sehen wir Fanatismus und Antisemitismus als den Motor und vielleicht Geld und politische Doppelzüngigkeit als Treibstoff. Natürlich treiben diese Dinge die hässliche BDS-Maschinerie vorwärts und nach oben.

Aber diese Dinge sind nicht die “Flügel”, die BDS in der Luft halten.

Ich habe das Privileg, diesen Beitrag von der Jerusalemer Anti-BDS-Konferenz von Ynet und Yedioth Ahronoth zu schreiben, wo ich über HonestReportings einzigartige Erfahrungen beim Kampf gegen BDS sprach. Präsident Reuven Rivlin hatte die Eröffnungsworte dieser Konferenz gesprochen, und es steht dem Staat Israel und den Organisatoren von Ynet und ihrem Partner StandWithUs gut zu Gesicht, dass so viele Menschen zusammengekommen sind, um einer gemeinsamen Sache ernsthaft Gedanken zu widmen: gegen eine Hassbewegung zurückzuschlagen, die weiterhin in der Luft ist und von der viele den Eindruck haben, dass sie im Lauf der Zeit immer höher fliegt.

Präsident Reuben Rivlin eröffnet die Anti-BDS-Konferenz in Jerusalem

Präsident Reuben Rivlin eröffnet die Anti-BDS-Konferenz in Jerusalem (Foto: Joe Hyams)

Mein heutiger Vortrag konzentrierte sich auf zwei oft übersehene Komponenten, die hasserfüllte Bewegungen am Leben halten: a) die zunehmend visuelle Natur sozialer Medien und b) die elegante Leichtigkeit, mit welcher Freunde und Kollegen die Meinungen und Ansichten von Freunden übernehmen, ohne dass sie die Integrität jener Vorstellungen bezweifeln.

Neu im Zusammenhang mit BDS ist der große Sturm, den ein simplifiziertes und emotional anrührendes Narrativ in Kombination mit hochvisuellen Kommunikationskanälen wie Facebook, Twitter und YouTube entfacht. Die inhärente Falschheit des Narrativs, die Israel als Unterdrücker brandmarkt, entgeht dem Beobachter anfangs, da die ikonischen Repräsentationen machtvoll und oft emotional nahegehend sind.

Medienvoreingenommenheit ist nichts Neues und befeuert die Ausbreitung und den Einfluss von BDS nicht unmittelbar. Heutzutage können mehr Menschen andere in Echtzeit beeinflussen als jemals zuvor — und zwar professionell mit billigen und kostenlosen Mitteln, die noch vor 20 Jahren nur einer eng begrenzten nachrichtenproduzierenden Gemeinschaft vorbehalten waren.

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BDS-Social-Media-Workshop mit den Sprechern Amit Cotler, Ynet; Ido Daniel, Israeli Students Combating Anti-Semitism; Evyatar Gat; Mark Halawa; Joe Hyams, HonestReporting; Hen Mazzig & Emily Schrader, StandWithUs (Foto: Simon Plosker)

Der zweite unterschätzte Faktor, der BDS beflügelt, ist die kognitive Einfachheit, mit welcher wir hervorstechende Ideen akzeptieren und verinnerlichen. Wir alle lesen Nachrichten und neigen dazu, dem zu schnell Konsumierten zu vertrauen, wobei uns beim ersten Aufnehmen Voreingenommenheit und Falschaussagen entgehen. Es benötigt eine große Menge geistiger Arbeit, um gegen den Strom zu schwimmen und die uns vorgesetzten Ideen in Frage zu stellen, aber wir müssen uns solches Verhalten aneignen und andere dazu ermutigen. Wir wissen, dass unsere Kinder zu viel fernsehen und zu wenig lesen. Und es ist nicht weniger wichtig, sich für größere Beschäftigung mit den Kernthemen einzusetzen, die BDS diffamieren und damit Israel und das jüdische Volk beschämen will.

Joe Hyams und Roseanne Barr auf der Anti-BDS-Konferenz

Joe Hyams und Roseanne Barr auf der Anti-BDS-Konferenz (Foto: Joe Hyams)

Diejenigen von uns, die eine visuelle, kraftvolle und prägnante Gegenbotschaft formulieren wollen, müssen Überstunden machen und haben oft nur begrenzte Ressourcen zur Verfügung. Wir müssen zusammenarbeiten, Erkenntnisse teilen und uns gegenseitig unterstützen. Medium für Medium, Trend für Trend, Partnerschaft für Partnerschaft — wir lernen, in ihrem unglückseligen Spiel der vernünftige Feind zu sein.

Doch die kraftvollen Bilder im Verbund mit einem willigen Publikum sind eine echte Herausforderung, die man nicht einfach beiseiteschieben kann, nur weil es sich hier um eine asymmetrische Bedrohung handelt. Wir müssen uns bemühen sicherzustellen, dass die Bürger und Gemeinschaften auf der ganzen Welt hinter den moralischen und intellektuellen Abgrund sehen können, in welchem diese seichten Ideen letztlich ihr Ende finden werden. Unsere Arbeit soll den Hasskampagnen die heiße Luft verwehren, die sie zum Funktionieren brauchen, und wir brauchen strategisches Denken, um ihnen scharfen, kalten Gegenwind gegen ihre antifriedlichen, antifortschrittlichen Absichten zu bescheren.

Die von BDS vorgebrachten Aussagen sind falsch und verleumderisch. Die sozialen und psychologischen Faktoren anzuerkennen, die BDS am Laufen halten, ist der erste Schritt, diese Bewegung schnell wieder auf den Erdboden zurückzubringen.

AFP zelebriert Mord und Totschlag am Weltfrauentag

9. März 2016

Daniel Pomerantz, HonestReporting, 8. März 2016

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Am gestrigen Weltfrauentag brachte der Nachrichtendienst AFP einen Artikel, der die Frauen verurteilter palästinensischer Terroristen pries. Natürlich nicht von allen Terroristen, sondern nur von denen, die Israelis angegriffen haben.

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AFP beginnt mit der Feststellung: “Mehr als 7000 Palästinenser sitzen aktuell in israelischen Gefängnissen, 600 davon lebenslang.” Ein bezeichnendes Beispiel schamloser Medienvoreingenommenheit, denn AFP verschweigt, warum diese Insassen verurteilt wurden. Ebenso verschweigt AFP den Terror, den viele veranstaltet haben, und auch die Zahl der Todesopfer, die sie auf dem Gewissen haben.

Nichts über die israelischen Opfer oder ihre Familien, nichts darüber, dass die Palästinenserbehörde eingekerkerten Terroristen Summen zahlt, die sich weit jenseits dessen bewegen, was diese in Freiheit verdienen können, was einen starken wirtschaftlichen Anreiz zum Töten von Israelis bringt.

Danach schreitet AFP zu einer emotional aufgeladenen Fallstudie eines gewissen Ahed Abu Golmi, wobei nur ganz am Ende erwähnt wird, dass er für seine Rolle bei der Ermordung des israelischen Tourismusministers Rehavam Ze’evi im Jahr 2001 verurteilt wurde. (Existiert überhaupt ein Land auf dieser Erde, wo der Mörder eines Regierungsministers nicht im Gefängnis landet?) Wenig überraschend wird Ze’evis Familie im Artikel weder interviewt noch überhaupt erwähnt: Hinterbliebene waren seine Frau Yael und ihre fünf Kinder.

Auch über Khalida Muslih wird rührselig die Tränendrüse gedrückt, Ehefrau von Mohammed Muslih, der “neunmal lebenslänglich für tödliche Angriffe auf Israelis bekam”. Natürlich erfahren wir auch hier weder über die Anschläge noch über die Opfer irgend etwas. Statt dessen lesen wir:

Laut ihrer Aussage ist die Frau eines Gefangenen, der wegen eines Angriffs auf Israelis im Gefängnis sitzt, etwas, auf das man stolz sein kann, und sie wird ihre Haltung diesbezüglich niemals ändern.

Als ihr Mann 2002 verurteilt wurde, nur anderthalb Jahre nach ihrer Heirat, heulte sie vor Freude.

“All diese Jahre habe ich nicht das geringste bereut”, so Muslih, deren Sohn erst vier Monate alt war, als sein Vater ins Gefängnis kam.

“Ich war stolz darauf, die Frau eines Kämpfers zu sein, selbst wenn dies bedeutet, dass mir viele Dinge vorenthalten werden und mein Herz gebrochen wird.”

AFP verschweigt ebenfalls, dass 7.000 Gefängnisinsassen bei einer Palästinenserbevölkerung von 6,08 Mio. Menschen eine Quote von 1,15 pro 100.000 ergibt; eine der niedrigsten Quoten weltweit. Angesichts des Ausmaßes des Terrorismus, dem Israel ausgesetzt ist, ist dies ein erstaunlicher Wert. (Die mittlere Quote in Europa beträgt 98 pro 100.000, und die USA haben die weltweit höchste Quote mit 716 pro 100.000, über 600x höher als die Einkerkerungsquote der Palästinenser in Israel.)

Doch am unbegreiflichsten an diesem Artikel bleibt, wie es einem Journalisten in den Sinn kommen kann, die Lobpreisung der Frauen von Terroristen sei eine passende Art und Weise, den Weltfrauentag zu begehen.

Israelische Selbstverteidigung ist “tödliche Vergeltung”?

8. März 2016

Simon Plosker, HonestReporting, 3. März 2016

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Ein Guardian-Artikel beginnt mit dem folgenden Absatz:

Nach einer fünf Monate langen Gewaltwelle gegen israelische Bürger und andere Ziele, die mit tödlicher Vergeltung der Sicherheitskräfte beantwortet wurde, drohte Binyamin Netanyahu mit der Verbannung der Familien palästinensischer Attentäter nach Gaza.

Den Angaben zufolge stammt der Artikel von der Guardian-Redaktion und von Agenturen. Da wir keine große Presseagentur wie z. B. Associated Press, Reuters, AFP usw. finden können, die derartige Sprache benutzt, können wir getrost annehmen, dass es sich bei der “tödlichen Vergeltung” um eine bewusste Formulierungsentscheidung des Guardian handelt.

Die einfache Wörterbuchdefinition von Vergeltung lautet: “jemandem, der einen verletzt oder schlecht behandelt hat, etwas antun — sich an jemandem rächen”.

“Vergeltung” impliziert bösartige Absichten. Israel betreibt gegenüber Palästinensern keine Vergeltung. Und wenn israelische Sicherheitskräfte zur Verteidigung israelischer Bürger vor palästinensischen Terroristen oder Aufständischen aktiv werden, ist das nicht “bösartig”, sondern legitime Selbstverteidigung.

Ausdrucksweise ist wichtig. Palästinensische Taten werden als “Gewaltwelle” bezeichnet, israelische Gegenmaßnahmen als “tödliche Vergeltung”. Es ist genau diese Art von Sprache, welche die gegenwärtige palästinensische Terrorwelle verzerrt, Attentäter zu Opfern macht und Israelis zu Tätern.

Verirrte IDF-Soldaten von Randalierern und der Presse angegriffen

4. März 2016

Daniel Pomerantz, HonestReporting, 2. März 2016

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Was ist passiert?

Zwei israelische Soldaten fuhren versehentlich ins Qalandiya-Flüchtlingslager, weil ihr Waze-Navigationssystem gesponnen hat. Im Lager anwesende Palästinenser griffen die verirrten Soldaten an — mit Schusswaffen, Molotowcocktails und Felsbrocken. Die Soldaten verließen ihr Fahrzeug und flohen zu Fuß vor der potentiell tödlichen Attacke, bevor IDF-Kräfte zur Rettung eintrafen.

Dann griffen die Palästinenser die Rettungskräfte an und verletzten zehn. Zehn Palästinenser wurden beim Angriff auf die IDF-Soldaten verletzt, und ein Palästinenser wurde getötet, während er auf israelische Soldaten feuerte.

Wie sehen die Schlagzeilen aus?

Einige Schlagzeilen mit den dazugehörenden Fotos waren irreführend bis absolut surreal.

Die International Business Times beispielsweise titelte “Palästinenser getötet”, wobei sie verschwieg, dass der fragliche Palästinenser getötet wurde, während er aktiv IDF-Soldaten konfrontierte. Weiters sagt die Schlagzeile, die Soldaten hätten einen Aufstand verursacht, weil sie ihrem Navi gefolgt sind. In Wirklichkeit “verursachten” die Soldaten überhaupt nichts, sondern hatten sich einfach verirrt. Bewaffnete Palästinenser begannen dann mit dem Angriff.

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Der Guardian implizierte, die App-Nutzung der Soldaten sei der Grund für einen tödlichen Kampf gewesen. In Wirklichkeit führte die unprovozierte Attacke seitens bewaffneter Palästinenser unmittelbar zu diesem tödlichen Gefecht.

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Was ist die Hannibal-Prozedur und warum ist sie wichtig?

Die Rettungskräfte implementierten “Hannibal“, eine Prozedur zur Vermeidung von Kidnappings israelischer Soldaten, selbst wenn die Rettung das Leben des Soldaten gefährdet. Fliehen Entführer beispielsweise mit einem Auto, ist es den Rettungskräften laut den Regeln von Hannibal erlaubt, auf das Fahrzeug zu schießen, obwohl sich auch ein IDF-Soldat darin befindet.

Hannibal hat in der israelischen Gesellschaft zu Kontroversen geführt, weil die Prozedur israelische Soldaten möglicherweise der Lebensgefahr aussetzt.

Einige Medien wie z. B. Newsweek beschrieben Hannibal als “kontrovers” und “todbringend”, aber ohne richtigen Kontext, womit sie andeuteten, Hannibal sei besonders gefährlich für Zivilisten (statt für die angegriffenen Soldaten), und dass die Prozedur außerhalb der israelischen Gesellschaft für beträchtliche Kontroversen gesorgt hätte (was schlichtweg nicht stimmt).

(Anmerkung: Der Codename “Hannibal” wurde zufällig gewählt und hat nichts mit “Hannibal Lecter” oder dem karthagischen Feldherrn Hannibal zu tun.)

Welchen zusätzlichen Kontext sollte ich kennen?

Das Qalandiya-Flüchtlingslager liegt in “Area A” des Westjordanlandes, das sich unter palästinensischer Verwaltung und Sicherheitskontrolle befindet.

Die Palästinenserbehörde ist auch für die Polizei und die Sicherheit in der ganzen Area A verantwortlich. Das Qalandiya-Flüchtlingslager hat einen gewalttätigen, ungesetzlichen und terroristischen Ruf, und die palästinensische Polizei schert sich für gewöhnlich nicht im geringsten darum.

Haneen Zoabi: Israel angreifen ist meine ganz normale Tagesordnung

19. Februar 2016

Daniel Pomerantz, HonestReporting, 17. Februar 2016

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In einer aktuellen Newsweek-Kolumne veröffentlichte das israelische Knessetmitglied Haneen Zoabi eine Reihe irreführender Aussagen und glatter Lügen über Israel.

Dies reicht von erlogenen Behauptungen, israelische Soldaten hätten ein 15jähriges Mädchen ermordet, während es hilflos am Boden lag, bis hin zu vollkommen falschen Beschuldigungen über “Hinrichtungen” oder zu der surrealen Leugnung, die Juden hätten keinerlei Vergangenheit im Land Israel: Zoabis Text ähnelte mehr einem Fantasyroman. Für Zoabi war das aber ganz normale Tagesordnung.

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Wer Israel nicht kennt, ist oft überrascht davon, dass die Bevölkerung des Landes auch 1,7 Millionen Araber umfasst, volle Staatsbürger mit vollen und gleichen Rechten, und dass die arabischen Israelis mehrere politische Parteien unterhalten und 17 Sitze in der Knesset haben, einschließlich Zoabis Sitz.

Aber Haneen Zoabis Amtszeit als Knessetmitglied hat nicht viel gebracht. Zu ihren zweifelhaften Leistungen zählt z. B., dass sie 2010 auf der “Flotille” mitsegelte, die die israelische Seeblockade von Gaza durchbrechen wollte, welche das Schmuggeln von Waffen auf dem Seeweg in den Gazastreifen blockiert. Zoabis Versuch, diese Blockade zu durchbrechen, kann technisch als Kriegshandlung gegen ihr eigenes Land gesehen werden — oder anders gesagt: als Landesverrat. Allerwenigstens hat sie direkt versucht, ihre eigenen Mitbürger in Gefahr zu bringen.

Ebenso bemühte sie sich, die Menschen weltweit davon zu überzeugen, Israel sei ein “Apartheid-Staat” — und dies trotz der Ironie, dass sie höchstpersönlich die volle Staatsbürgerschaft besitzt und Knessetmitglied ist. Am letzten Jahrestag der Reichskristallnacht besuchte Zoabi Amsterdam und hielt dort eine Rede, in welcher sie Israel einer “ethnischen Säuberung nach dem Vorbild des Nazitums” beschuldigte.

Haneen Zoabi

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Überdies rechtfertigte sie die Vorstellung, dass israelische Araber ISIS beitreten, obwohl sie die IDF als “schlimmer als ISIS” bezeichnete, und sie traf sich provokanterweise mit den Familien von Terroristen, die Israelis ermordet hatten.

Zoabi hat den Israel hassenden Autor Ben White unterstützt, den Hassredner Scheich Raed Salah verteidigt und sich sogar mit der Terrororganisation Hamas verbündet. 2014 schrieb Zoabi einen Beitrag für eine Publikation der Hamas, in welcher sie Raketenangriffe rechtfertigte.

Haneen Zoabis Unglück ist nicht, dass sie ihrem eigenen Land Schaden zufügen will, und auch nicht, dass sie dafür permanent lügen muss. Ihr Unglück ist vielmehr, dass sie ihre einzigartig einflussreiche Stellung in der israelischen Regierung verspielt hat, um eine Kampagne diffamierender Propaganda zu fahren, statt dass sie sich um positive Veränderungen für die Menschen bemüht hätte, die sie gewählt haben.

Kurz gesagt — Zoabi hat ihre arabisch-israelischen Wähler zugunsten einer provokanten Selbstdarstellung im Stich gelassen. Und diese Woche für das vergängliche Rampenlicht einer Newsweek-Kolumne.

Bilder: CC BY Circuito Fora do Eixo; Zoabi via SocialTV


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