Archive for the ‘Israel’ category

Das B in BDS steht für Blacklisting, nicht für Boykott

29. Oktober 2014

Alex Margolin, HonestReporting, 28. Oktober 2014
(Übersetzung: Yvaine de Winter)

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Der Israelboykott der BDS-Bewegung ist praktisch gesehen eine „schwarze Liste“, um Israel von der Weltbühne zu fegen.

Es ist gut dokumentiert, dass die Bewegung vor allem dazu dient, antiisraelische Propaganda zu verbreiten. Es wird Zeit, Wörter zu gebrauchen, die die wahre Natur jener Bewegung wiedergeben.

Die wirtschaftlichen, kulturellen und akademischen Boykottaufrufe gegen Israel haben in jenen Bereichen praktisch keine anderen Auswirkungen, als dass sie Israels Namen schlechtmachen. Aber der Gebrauch des Begriffs „Boykott“ verleiht der Bewegung einen Anschein der Rechtmäßigkeit, den sie nicht verdient.

Wie formulierte es eine Studentengruppe, als herauskam, dass sie für ihre Boykottaufrufe gegen Israel israelische Webtechnologie benutzten? „BDS ist eine Taktik, kein Prinzip.“ Es ist eine Taktik für die Verbreitung von Hass, nicht für die Förderung von Frieden und Versöhnung.

Verträte die Bewegung tatsächlich ein Prinzip und würde für Menschenrechte oder für Gerechtigkeit eintreten, würden seine Unterstützer überall für diese Werte kämpfen. Doch nur Israel ist das Ziel der BDS-Kampagnen, was beweist, dass es sich tatsächlich um eine schwarze Liste handelt und nicht um einen Boykott im Namen irgendeiner Gerechtigkeit.

Die Bewegung behauptet, eines ihrer Kernziele sei der Kampf für die Rechte von Arabern, die in Israel leben. Aber ihre Liste von Erfolgen zeigt keinerlei Zusammenhang mit ihren angeblichen Zielen. Sie zeigen lediglich Erfolg beim Anschwärzen von Israel, aber den praktischen Interessen der Palästinenser wird in keiner Weise gedient.

Wie Langzeitaktivist Todd Gitlin diese Woche im Tablet-Magazin bemerkt:

Die Menschenrechte der Palästinenser in Israel müssen sicherlich verteidigt werden, und eine Kampagne zu diesem Zweck ist gerechtfertigt. Wie es möglich sein soll, dass ein Israel, welches mit der Abwehr von Sanktionen und Boykotten beschäftigt ist, palästinensische Rechte stärker achtet, erschließt sich mir nicht. Wo sind Beweise dafür, dass sich die israelische Behandlung seiner arabischen Minderheit verbesserte, jetzt nachdem die BDS-Bewegung Erfolge gefeiert hat?

Die Bemühungen, Israel durch das Blacklisting praktisch in die Nichtexistenz zu treiben, zeigt sich deutlich am akademischen Israelboykott der American Studies Association. Der Verband stellte klar, jeder Israeli könne an der kommenden Konferenz teilnehmen, sogar Benjamin Netanyahu, solange er oder sie als Einzelperson teilnimmt und nicht als Israeli. „Mit anderen Worten, Premierminister Netanyahu kann kommen, aber wir schreiben seinen Titel im Programm als Herr Netanyahu, und auf seinem Namensschild steht Benjamin Netanyahu“, sagte der verantwortliche Direktor der ASA, John Stephens, der Website Inside Higher Ed.

Die ASA nennt das einen Boykott, aber es ist in Wirklichkeit die Aussage, Israelis verdienten keinen Platz am Tisch, ähnlich wie eine schwarze Liste sagt, dass einige Leute in bestimmten Situationen als unerwünscht betrachtet werden.

Es ist Zeit, BDS mit einem Begriff zu beschreiben, der ihre Diskriminierung Israels, ihre Verletzung der akademischen Freiheit und ihre Dämonisierung eines jeden, der mit dem jüdischen Staat in Verbindung steht, angemessen wiedergibt.

Das B in BDS steht für Blacklisting, nicht für Boykott.

Meinungsseite der New York Times beschreibt Israel als rassistischen Staat

29. Oktober 2014

Simon Plosker, HonestReporting, 28. Oktober 2014
(Übersetzung: Yvaine de Winter)

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Nach dem Gazakonflikt diesen Sommer und den zunehmenden Spannungen zwischen Juden und Arabern steht seit kurzem Israels Behandlung seiner arabischen Minderheit im Vordergrund. Der israelische Präsident Reuven Rivlin unternahm große Anstrengungen, dieses unbestreitbare Problem in der israelischen Gesellschaft anzugehen.

Und hier mischt sich die New York Times ein – ihr Beitrag zur Debatte ist die Veröffentlichung der Meinung von Rula Jebreal, die dieses wichtige Thema angeht, indem sie eine extreme Agenda vorantreibt. Jebreal ist eine italienisch-palästinensische Journalistin, Roman– und Drehbuchautorin mit israelischer und italienischer Staatsbürgerschaft. Sie war eine Kommentatorin für MSNBC, und im Rahmen ihrer Arbeit rügte sie den Sender und andere US-Nachrichtensender in einer Liveausstrahlung, die US-Medien hätten sich im Gazakonflikt auf Israels Seite geschlagen.

Jebreal hat bereits bewiesen, dass sie beim Thema Israel noch ein paar offene Rechnungen hat, und so schreibt sie voller Eifer in der New York Times:

a) Sie beschuldigt Israel der absichtlichen Einführung von Gesetzen, die die Bürgerrechte seiner arabischen Minderheit beschneiden sollen.
b) Sie greift das Rückkehrgesetz als „diskriminierend gegenüber Arabern“ an.
c) Sie lässt wesentlichen Kontext aus, wenn sie sicherheitspolitische Gesetzgebung erwähnt, um israelische Gesetze als inhärent rassistisch darzustellen.
d) Sie beschreibt die IDF als von religiösen Soldaten dominiert, was wiederum zu religiös befeuertem Rassismus führe.
e) Sie stellt die Politik des israelischen Außenministers Avigdor Lieberman falsch dar.

Sie sagt:

Israel wird immer mehr zu einem Projekt ethnisch-religiöser Reinheit und Ausgrenzung.

Sie greift Israels Rückkehrgesetz an und verlinkt zu einer Datenbank mit „50 diskriminierenden Gesetzen“, die von der Adalah-Organisation unterhalten wird. NGO Monitor sagt: „Entgegen Adalahs ständigen Versuchen, Israel als antidemokratisch und rassistisch hinzustellen, einschließlich häufiger Veranstaltungen bei den Vereinten Nationen und anderen internationalen Plattformen, haben viele der aufgelisteten Gesetze nichts mit israelischen Arabern zu tun noch können sie als ‘diskriminierend’ beschrieben werden.

Zum Rückkehrgesetz sagen Alexander Yakobson und Amnon Rubinstein:

Es unterscheidet nicht zwischen Bürgern im Land. Es setzt die Staatsbürgerschaft von Nichtjuden in keiner Weise herab. Statt dessen ist es gänzlich nach außen gerichtet, an die Juden der Welt. Daher ist bei der Verurteilung des Rückkehrgesetzes die Behauptung stillschweigend inbegriffen, Israel sei die Bevorzugung von Juden in seinen Einwanderungs– und Staatsbürgerschaftsgesetzen verboten.

Sie fahren fort:

Sobald wir Israel als nationale Heimat des jüdischen Volkes und als die Verwirklichung seines Rechts auf Selbstbestimmung anerkennen , können wir ihm nicht das Recht verwehren, seine Türen für Angehörige ebenjenes Volkes zu öffnen. Das Rückkehrgesetz ist ein Repatriierungsgesetz (Rückkehr in ein nationales Heimatland). Seine Rechtmäßigkeit erwächst aus der Existenz des jüdischen Volkes als typisches Diasporavolk und der Existenz des Staates Israel als Nationalstaat jenes Volkes. Es ist das Recht eines Nationalstaats, Angehörigen seiner eigenen Ethnizität, die Bürger anderer Länder sind, eine bevorzugte Behandlung hinsichtlich Einwanderung und Erwerb der Staatsbürgerschaft angedeihen zu lassen.

Ist Jebreals Angriff auf das Rückkehrgesetz, einem zentralen Bestandteil der jüdischen Identität des israelischen Staates, ein Beweis, dass sie mit der Rechtmäßigkeit Israels als Nationalstaat des jüdischen Volkes ein Problem hat?

Jebreal schreibt:

Palästinensische Bürger Israels hingegen unterliegen einem Familienzusammenführungsverbot: Wenn sie einen Palästinenser aus der Westbank oder in Gaza heiraten, können sie wegen dem „Gesetz über Staatsangehörigkeit und Einreise nach Israel“ nicht in Israel leben.

Was sie nicht erwähnt, ist, dass dieses Gesetz, das als einstweilige Anordnung formuliert ist, aus legitimen Sicherheitsgründen im Verlauf der sogenannten Zweiten Intifada verabschiedet wurde. Die jüngste Erweiterung des Gesetzes wurde abgesegnet wie folgt:

Der Schin Bet ist der Ansicht, die Population derer, die um Familienzusammenführung bitten, stelle aufgrund der nachgewiesenen Bedrohung, solches könne bei der Durchführung von Terroranschlägen und bei Spionage helfen, ein Risiko dar.

Überdies ist er der Ansicht, das Sicherheitsrisiko nehme im Lichte regionaler Entwicklungen zu, wobei die Sicherheitslage im Gazastreifen, die Stärkerwerdung islamisch-extremistischer Gruppierungen, die permanente Natur der Hamasregierung in Gaza und die Stärkerwerdung des islamischen Dschihad betont werden.

Jebreal behauptet, selbst vor der Verabschiedung eines kontroversen Gesetzes sei es „Palästinensern praktisch verwehrt gewesen, eine Wohnung in einer mehrheitlich jüdischen Stadt zu kaufen oder zu mieten“. Tatsächlich wird das von ihr zitierte Zulassungsausschussgesetz in kleinen Dörfern und Gemeinden angewandt, die neue Bewohner schon immer auf der Grundlage selektiver Kriterien zugelassen haben. Im israelischen Gesetz gibt es nichts, das es einem arabischen Bürger des Landes verwehren würde, irgendwo Wohnraum zu kaufen oder anzumieten, auch in Städten mit jüdischer Mehrheit.

Jebreal behauptet weiter:

Das Bildungssystem führt zu weiterer ethnischer Separation. Abgesehen von einigen gemischten Schulen sind die meisten Bildungseinrichtungen in Israel in arabische und jüdische aufgeteilt.

Tatsächlich ist diese Aufteilung ein Resultat von Israels Bemühungen, Minderheitenrechte zu schützen, indem es seiner arabischen Bevölkerung die Gelegenheit gibt, gemäß seiner kulturellen Normen auf Arabisch zu lernen. Es ist keine negative Diskriminierungspolitik, wie Jebreal die Leser der New York Times glauben lassen möchte.

Jebreal äußert sich weiter zum Thema Bildung und Erziehung:

Laut Nurit Peled-Elhanan, einer Soziologieprofessorin an der Hebräischen Universität, die die umfassendste Untersuchung der Lehrpläne an öffentlichen Schulen Israels vorgenommen hat, gibt es in israelischen Schulbüchern keinen einzigen positiven Bezug auf Palästinenser. Palästinenser werden entweder als „arabische Bauern ohne Nationalität“ oder als schreckliche „Terroristen“ bezeichnet, wie Professor Peled-Elhanan in ihrem Buch „Palestine in Israeli School Books: Ideology and Propaganda in Education“ dokumentiert.

Tatsächlich wurde Peled-Elhanans Buch von Arnon Groiss, Forschungsdirektor im Center for Monitoring the Impact of Peace (CMIP-RA), gründlich widerlegt. Er schloss:

Es ist klar, dass Dr. Peled-Elhanan das Ziel hatte, die israelischen Lehrpläne als rassistisch hinzustellen. Motiviert von ihrer persönlichen politischen Agenda statt von Forschergeist, schoss sie ihren Pfeil ab und zeichnete danach ein Ziel darum herum – oder anders gesagt, sie brachte ihre vorgefasste Meinung vor und versuchte dann, Beweise dafür zu finden. Das war keine einfache Aufgabe, da israelische Schulbücher kein signifikant rassistisches Material beinhalten, aber dieses Problem schreckte sie nicht ab. Sie bemühte sich eindrucksvoll um angebliche Beweise, ungeachtet der Kosten. (…) Diese stark politisierte und somit einseitige Herangehensweise verzerrt das Material zu einem Bild, wie es ihr gefällt. Es handelt sich nicht um eine wissenschaftliche Arbeit.

Jebreal sagt:

Israels Absonderungssystem führte zu einer Situation, wo laut einer kürzlichen Umfrage 42% der Juden sagen, sie seien niemals einem Palästinenser begegnet.

Jebreal vergisst der Einfachheit halber, dass israelische Juden sorglos in palästinensischen Städten aßen und einkaufen, bis die Palästinenserbehörde entstand und es im Jahr 2000 zu einem Gewalt– und Terrorausbruch kam. Kein „Absonderungssystem“ hat zu diesen Umfrageergebnissen geführt, sondern es ist die inhärente Gefahr israelischer Tode durch palästinensischen Terror, die den Tagen ein Ende bereitete, als Juden und Araber sich noch frei untereinander bewegt hatten.

Jebreal stellt die bizarre Behauptung auf, ultraorthodoxe Juden spielten eine Schlüsselrolle in der IDF, und die israelische Armee sei von Religion beherrscht:

Die stärkere Integration ultraorthodoxer Juden nützt eindeutig den jüdischen Israelis, aber für palästinensische Bürger Israels bedeutet dies einen neuen religiös inspirierten Rassismus zusätzlich zur altbekannten säkularen Diskriminierung.

Was ist denn Jebreals Argument? Dass die arabischen Bürger Israels vom Dienst in der IDF ausgenommen sind, schützt sie vor der unbequemen Lage, die Waffe gegen ihre Cousins in den Nachbarländern ergreifen zu müssen. Israelische Araber können jedoch freiwillig in der IDF dienen, und viele Araber, insbesondere aus drusischen und beduinischen Gemeinschaften, dienen verdienstvoll. Es gibt keine Hinweise dafür, dass eine kleine Zunahme ultraorthodoxer Juden in der IDF „religiös inspirierten Rassismus“ fördert.

Jebreals Tirade geht weiter:

Stolz fördern die Führer des Landes eine Politik des Hasses. Israels Außenminister und Führer der säkular-nationalistischen Yisrael-Beiteinu-Partei, Avigdor Lieberman, vertrat einen Aufruf zum Boykott der Geschäfte palästinensischer Bürger Israels und wollte den „Transfer“ von Palästinensern verdächtigerweise für legal erklären lassen.

Keine dieser sogenannten „Politiken des Hasses“ sind Politik der israelischen Regierung, und Jebreal verschweigt wesentliche Zusammenhänge. Liebermans Boykottaufruf war speziell auf Geschäfte gemünzt, die bei einem allgemeinen Streik zur Unterstützung der Palästinenser in Gaza teilnahmen und die die Operation Fels in der Brandung verurteilten, nicht jedoch auf arabische Geschäfte generell.

Und Jebreal verlinkt sogar einen Artikel, der ihrer Behauptung, Lieberman fördere „Transfers“, direkt widerspricht. Der Bericht hält Liebermans Aussage klar fest, sein Plan würde die Verschiebung von Israels Grenzen beinhalten, nicht die Umsiedlung von Menschen, und er weist den Begriff „Transfer“ gezielt zurück. Des weiteren:

Dies wäre im Einklang mit internationalen Gesetzen unter der Bedingung, dass es mit Zustimmung der Palästinenser geschieht, niemanden ohne Staatsbürgerschaft lässt und einen Mechanismus für finanzielle Entschädigung vorsieht, ähnlich demjenigen, der 2005 bei den jüdischen Siedlern während Israels Rückzug aus dem Gazastreifen zum Einsatz kam.

Jebreal spricht sich also gegen Politik aus, die nicht israelischem Gesetz entspricht und die sich zu dieser Zeit nicht einmal auf dem legislativen Radar befindet.

Jebreal schließt:

Während Israel (wie die Vereinigten Staaten) behauptet, anderswo Rassismus und Menschenrechtsverletzungen zu verabscheuen, erlässt die politische Führung des Landes aktiv Gesetze, die ein tiefgreifendes institutionalisiertes Diskriminierungssystem garantieren. Was Israel jedoch braucht, ist eine Bürgerrechtsbewegung.

Wie oben dargelegt, fördert die politische Führung Israels kein „tiefgreifendes institutionalisiertes Diskriminierungssystem“. Statt dessen setzt sich Israel damit auseinander, wie es am besten garantieren kann, dass seine arabische Minderheit in den Genuss aller Möglichkeiten und legalen und demokratischen Rechte kommt, die Israels jüdische Bürger genießen.

Dass alle von Jebreal zitierten Gesetze ausgiebig von Israels Rechtssystem debattiert wurden und dass ein ausgedehntes Netzwerk nichtstaatlicher Organisationen sich für Israels Araber einsetzt, ist ein Zeichen, dass die Bürgerrechte in Israel sehr lebendig sind.

Die New York Times hat die Gelegenheit ergriffen, wieder einmal Israels Unzulänglichkeiten herauszupicken und so aufzublasen, dass ein ganzer Staat dämonisiert wird. Leider ist es mittlerweile genau das, was wir von dieser „maßgeblichen Zeitung“ erwarten.

Irischer Diplomat: Nur die Siedlungen sind das Problem

28. Oktober 2014

Simon Plosker, HonestReporting, 27. Oktober 2014
(Übersetzung: Yvaine de Winter)

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In der Irish Times formulierte der ehemalige irische UN-Botschafter Richard Ryan seine Meinung darüber, wie man Israels Sicherheit am besten garantieren könne. Aber was ist seiner Ansicht nach das größte Hindernis bei der Erreichung dieser Sicherheit und einer Zweistaatenlösung?

Aber hinter dem schrecklichen Szenario, das sich erneut vor unseren Augen aufgetan hat, entwickelt sich im Hintergrund weiterhin die vielleicht größte Bedrohung für echten und dauerhaften Frieden. Die israelische Siedlungspolitik – und sie ist nichts weniger als eine absichtliche, beständig fortgesetzte Politik – zerstört systematisch die Machbarkeit dieses einzigen übriggebliebenen Lösungsszenarios. Dieses in offizieller israelischer Politik begründete langsame Dahinkriechen über die Westbank erodiert jeden Tag die lebenswichtige Kartographie und Überlebensfähigkeit des entstehenden palästinensischen Staates, von dem die abschließende Lösung und auch Israels Sicherheit abhängen.

Die Jerusalem-Komponente (einschließlich Ostjerusalem) dieses Problems wird besondere und angemessen feinfühlige Aufmerksamkeit erfordern und auch erhalten. Doch jetzt ist es absolute Priorität, dass diese Westbank-Siedlungspolitik gestoppt und rückgängig gemacht werden muss. Ein israelisch-palästinensischer Staatsmann wüsste das, aber wo sind solche Staatsmänner?

Es ist völlig legitim, Israels Siedlungspolitik zu hinterfragen. Aber die Behauptung, sie sei „die größte Bedrohung für echten und dauerhaften Frieden“, entbehrt jeder Realität.

Nirgendwo in Ryans Artikel werden irgendwelche palästinensischen Verantwortlichkeiten für den Mangel an Frieden in der Region erwähnt. Nichts über Terrorismus, nichts über Aufwiegelung, nichts über interne palästinensische Konflikte.

Und letztlich kommt nichts von Ryan über die notorische Ablehnungshaltung der Palästinenser und das wahre Friedenshindernis – die Weigerung der Palästinenser, die Rechtmäßigkeit eines jüdischen Staates im Nahen Osten zu akzeptieren.

Für Richard Ryan sind nur die Siedlungen das Problem.

CNN: moralische Gleichwertigkeit bei toten Kindern

27. Oktober 2014

Simon Plosker, HonestReporting, 26. Oktober 2014
(Übersetzung: Yvaine de Winter)

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Der Tod eines jeden Kindes im israelisch-palästinensischen Konflikt ist unzweifelhaft eine Tragödie. Aber gibt es eine moralische Gleichwertigkeit zwischen einem drei Monate alten Baby, das von einem Terroristen ermordet wurde, und einem 14jährigen Palästinenser, der beim Werfen eines Molotow-Cocktails von der IDF getötet wird? Gibt es eine moralische Gleichwertigkeit zwischen israelischen Soldaten und palästinensischen Terroristen?

Laut der Berichterstattung von CNN gibt es sie.

Nun haben ein weiteres Mal Kinder auf beiden Seiten gewaltsam ihr Leben verloren, was die Herzen zerreißt und Feindseligkeiten schürt.

Eines der Getöteten war ein Kindergartenkind, ein anderes ein Baby, beide letzte Woche von Autofahrern überfahren.

Und am Sonntag betteten Palästinenser einen Teenager mit US-Wurzeln zur letzten Ruhe, den die IDF laut dem US-Außenministerium am Freitag in der Westbank erschossen hat.

Zwar wurden beide Kinder „von Autofahrern überfahren“, aber einer dieser Autofahrer war ein palästinensischer Terrorist, der mit voller Absicht Israelis umbringen wollte, als er sein Auto in eine Menschenmenge fuhr, die gerade aus der Jerusalemer Straßenbahn ausstieg. Der andere war laut CNN ein „israelischer Siedler“, und es handelte sich laut der palästinensischen WAFA-Nachrichtenagentur um eine absichtliche Tat.

Die israelische Polizei ist der Ansicht, es handele sich um einen Unfall. CNN verschweigt ebenfalls, dass der Israeli in der nächsten israelischen Gemeinde anhielt, den Fall zur Anzeige brachte und erklärte, er habe den Ort des Geschehens verlassen, um einer möglicherweise gefährlichen Ansammlung von Menschen zu entgehen, die sich dort versammelte.

Hört sich das nach jemandem an, der absichtlich palästinensische Kinder töten wollte?

Und wurde die Beschreibung des Israeli als „Siedler“ absichtlich gewählt, um eine Motivation für die Ermordung von Palästinensern anzudeuten?

Gleichermaßen stellt die Berichterstattung von CNN die israelischen Sicherheitskräfte so dar, als messe sie dem Leben der Palästinenser wenig Bedeutung bei. Natürlich war der Tod von Orwa Hammas vermeidbar gewesen, hätte er keinen Molotow-Cocktail geworfen. Aber Hammad wird als ebenso unschuldig beschrieben wie die drei Monate alte Chaya Zissel Braun, die im CNN-Bericht nicht einmal namentlich erwähnt wird.

Brauns Mörder Abdelrahman al-Shaludi wurde laut CNN von der Polizei beim Fluchtversuch „niedergeschossen“. Der Begriff „niederschießen“ bedeutet laut dem Macmillan Dictionary insbesondere im Journalisten-Jargon „jemanden beschießen und töten oder schwer verletzen, insbesondere jemand Unschuldigen oder jemand Unbewaffneten“.

Abdelrahman al-Shaludi wurde nicht kaltblütig von Israelis ermordet, auch nicht Orwa Hammad oder Einas Khalil, das fünf Jahre alte Opfer des Autounfalls mit Fahrerflucht.

Aber CNN schert das nicht. Bringen Palästinenser absichtlich israelische Kinder um, dann versucht sich CNN an einer falschen moralischen Gleichwertigkeit und stellt Israelis als kaltblütige Mörder palästinensischer Kinder hin. Nur so kann ein hilfloses drei Monate altes Baby in einem Kinderwagen mit einem Palästinenser gleichgesetzt werden, der Molotow-Cocktails schmeißt.

Bild: CC BY-NC flicks/Mitchell Joyce

BDS-Bezwinger der Woche: Eugene Kontorowitsch von „Volokh Conspiracy“

27. Oktober 2014

Alex Margolin, HonestReporting, 23. Oktober 2014
(Übersetzung: Yvaine De Winter)

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Das größte BDS-Versagen diese Woche war fraglos die verzweifelte, zusammenhanglose und letztlich unsinnige Reihe von Aussagen und Klarstellungen der American Studies Association (ASA) als Antwort auf Anschuldigungen, ihr akademischer Boykott Israels sei eine Form der Diskriminierung.

Die Gruppe bereitet ihre Jahreskonferenz im November vor, und ihre Politik bei israelischen Gelehrten, die an der Konferenz teilnehmen möchten, geriet unter Beschuss. Am Ende der Woche war nicht mehr klar, was die Gruppe mit ihrem Boykott wirklich will und wer das wirkliche Ziel ist.

Und die wesentlichste Ursache für die wirren Reaktionen der ASA waren die Beiträge von „Volokh Conspiracy“-Blogger Eugene Kontorowitsch, einem Professor an der Rechtsschule der Northwestern University. Der Blog wird von der Website der Washington Post gehostet, die diese Thematik der breiten Masse bekannt machte.

Kontorowitsch zeigte sehr anschaulich, wie man den Spieß umdrehen kann: Er übte Druck auf die Boykotteure aus und offenbarte den substantiellen Mangel im Kern ihrer Handlungen, was ihm bei uns den Titel des BDS-Bezwingers der Woche eingebracht hat.

Zwar war Kontorowitsch nicht für die initialen Anschuldigungen verantwortlich, die zu der nervösen Aktivität führten – diese Ehre gebührt dem American Center for Law and Justice -, aber seine Reihe von Kommentaren führte zu einer breiten Debatte über die Angelegenheit, die sich zu einem gewissen Grad auf negative Aspekte des akademischen Boykotts konzentrierte. In seinem ersten Beitrag von dreien bemerkte Kontorowitsch, die Behauptung der ASA, der Boykott gelte nicht einzelnen Israelis, sondern nur israelischen Institutionen und ihren Repräsentanten, schütze die Gruppe kaum vor Diskriminierungsvorwürfen:

Das Argument der ASA, man würde keine Israelis aussperren, sondern nur Israelis, die als Repräsentanten ihrer akademischen Institutionen teilnehmen, wird der Gruppe wahrscheinlich nicht viel helfen, denn Akademiker nehmen an akademischen Konferenzen normalerweise als Repräsentanten ihrer Institutionen teil. Jedenfalls kommt dieses Argument der Aussage gleich, die ASA diskriminiere nicht so sehr, wie sie hätte diskriminieren können, und das ist keine ratsame Verteidigung bei Diskriminierungsfällen.

Dieser Artikel führte zur ersten krampfhaften Verteidigung des verantwortlichen Direktors der ASA, John Stephens, der entgegen den Informationen auf der Website der Gruppe behauptete, jeder Israeli sei bei der Konferenz willkommen, selbst Repräsentanten israelischer Institutionen.

Stephens versuchte mich über die Politik der ASA in die Irre zu führen, und vermutlich versucht er das auch beim Westin-Hotel. Die eindeutige Politik ist, die Teilnahme von israelischen Gelehrten auf eine Weise zu begrenzen, der keine andere Nationalität ausgesetzt ist.

Als die ASA darauf bestand, israelischen Gelehrten würde es erlaubt, an der Konferenz teilzunehmen, sagte Kontorowitsch, die Position sei eine Umkehrung der ursprünglichen Position:

Klar ist, dass die ASA in einem vielfach publizierten Schritt entschieden hatte, einige israelische Gelehrte zu diskriminieren. Jetzt sagt die ASA, sie würde keine israelischen Gelehrten diskriminieren. Die Konferenz stünde „allen“ offen, so die Gruppe, sogar „Repräsentanten israelischer Institutionen“, wie mir der verantwortliche Direktor der ASA erklärte.

Schlussendlich veröffentlichte die ASA eine Pressemeldung mit der Erklärung, der akademische Boykott bestünde nach wie vor. Aber wenn alle, also auch Repräsentanten israelischer Institutionen, bei der ASA-Konferenz willkommen sind, so ist es klar, dass dieser Boykott nur eine weitere symbolische Geste ist. Und laut Kontorowitsch ist es eine Geste, die der BDS-Bewegung mehr schadet als nützt:

War die ursprüngliche Handlung der ASA wichtig für die Popularisierung solcher Boykotte (zumindest im engen Rahmen der Regionalwissenschaften), ist deren Umkehrung gleichermaßen wichtig für die Botschaft, dass solche Boykotte völlig inakzeptabel sind. Anderen akademischen Gruppen wird es nun extrem schwerfallen, guter Miene einen Boykott anzustrengen, von dem sich die ASA mit so vielen Mühen distanziert hat.

Terroranschlag in Jerusalem: irreführende Schlagzeilen

24. Oktober 2014

Simon Plosker, HonestReporting, 23. Oktober 2014

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Am Mittwochabend fuhr ein Palästinenser sein Auto absichtlich in eine Menschenmenge, die aus einer Jerusalemer Straßenbahn ausstieg, wobei er ein drei Monate altes Baby tötete und mehrere Menschen verletzte. Es handelt sich ganz eindeutig um einen Terroranschlag.

Erste Berichte hatten ausgesprochen irreführende Titelzeilen. Nehmen wir die erste Schlagzeile der Associated Press, die zu breiten Protesten führte:

Israelische Polizei erschießt Mann in Ost-Jerusalem

Israelische Polizei erschießt Mann in Ost-Jerusalem

Dass AP die Schlagzeile noch in derselben Stunde gegen das akkuratere „Palästinenser tötet Baby an Jerusalemer Haltestelle“ austauschte, deutet darauf hin, dass die Presseagentur erkannt hatte, dass sie mit ihrer ersten Schlagzeile falsch lag. Doch AP ist trotzdem verantwortlich für den immensen Schaden, den diese Schlagzeile verursachen kann. Was ist zum Beispiel mit den Medien, die nicht zögerten, die ursprüngliche Schlagzeile zu übernehmen, z. B. die türkische Daily Sabah? (H/T: Richard Behar)

Israelische Polizei erschießt Mann in Ost-Jerusalem

Israelische Polizei erschießt Mann in Ost-Jerusalem

HonestReporting kontaktierte AP Jerusalem direkt und bat um eine Erklärung. Hier die Antwort:

Die fragliche Schlagzeile war kurzlebig und wurde formuliert, als Einzelheiten über die Ereignisse noch knapp waren. Die Schlagzeile wurde nur ungefähr eine halbe Stunde später ersetzt, als AP Updates über den Vorfall, den Fahrer und das Opfer veröffentlichte. Die endgültige Version der Story und seiner Schlagzeile stellte klar, was geschehen war.

AP hat seinen Fehler korrigiert, aber die Berichterstattung der Agence France Presse (AFP) über den Terroranschlag ist im Vergleich womöglich noch schlimmer. Ich schreibe diesen Artikel ganze 17 Stunden nach ihrem Erstbericht, und noch immer hat AFP die folgende Schlagzeile:

Jerusalemer Fahrer erschossen nach Rammen von Fußgängern: Polizei

Jerusalemer Fahrer erschossen nach Rammen von Fußgängern: Polizei

Für die AFP also geht es nur um das Erschießen eines Fahrers statt um die Taten eines Terroristen. Zwar machte die AP einen ähnlichen Fehler, aber dieser wurde wenigstens korrigiert. AFPs Untätigkeit ist bezeichnend für ein Medium, das mit seiner antiisraelischen Einseitigkeit absolut kein Problem hat. Die Form erinnert an eine frühere AFP-Meldung: Vergleichen Sie obige Schlagzeile mit dieser hier, die nach einem Terroranschlag im Juli 2008 entstand, als ein palästinensischer Bulldozerfahrer einen israelischen Bus in Jerusalem rammte:

Jerusalemer Bulldozerfahrer erschossen: Polizei

Jerusalemer Bulldozerfahrer erschossen: Polizei

Ein weiterer Wiederholungstäter ist die BBC. In typischer Manier kann die BBC sich nicht dazu durchringen, einem Palästinenser die Verantwortung für einen Terroranschlag zu geben:

Neun Verletzte, als Auto Fußgänger an Jerusalemer Haltestelle erfasst

Neun Verletzte, als Auto Fußgänger an Jerusalemer Haltestelle erfasst

Selbst als bereits vollkommen klar war, dass dieser Vorfall kein einfacher Verkehrsunfall war, legte die BBC die Betonung auf das Fahrzeug und nicht auf den Fahrer, wobei sie sogar in Frage stellte, ob es sich um eine absichtliche Tat handelte, da sie um das Wort „Anschlag“ Anführungszeichen setzte:

Jerusalemer Auto-„Anschlag“ tötet Baby an Straßenbahnhaltestelle

Jerusalemer Auto-„Anschlag“ tötet Baby an Straßenbahnhaltestelle

Ein Blick auf die vorherige Berichterstattung der BBC über den Bulldozer-Terroranschlag zeigt wie im Fall der AFP einen durchgängigen Trend. Sehen Sie sich die Evolution dieser BBC-Schlagzeilen von März 2009 an:

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Und genau dasselbe gab es schon Wochen zuvor.

In jedem Fall, einschließlich dem letzten, stellen die BBC-Schlagzeilen Terroranschläge in Frage und lenken die Verantwortung auf das Fahrzeug statt auf den Palästinenser hinter dem Lenkrad.

Das oben Angeführte demonstriert, dass AFP und BBC unfähig oder nicht willens waren, ihre ursprüngliche Haltung aufzugeben, selbst dann noch, als weitere Informationen verfügbar waren. Ein weiteres Mal offenbart sich die tiefe antiisraelische Pathologie dieser Nachrichtenagenturen.

UPDATE
Was ist mit den Prioritäten des Independent los? Der Jerusalemer Terroranschlag ist ihnen nur ein paar Zeilen wert, und zwar nach sieben Absätzen in einem Artikel mit dieser Schlagzeile:

Israelische Soldaten gefilmt, als sie ‘einen 11jährigen palästinensischen Jungen, der des Steinewerfens beschuldigt wird, die Augen verbinden und festnehmen’

Israelische Soldaten gefilmt, als sie ‘einem 11jährigen palästinensischen Jungen, der des Steinewerfens beschuldigt wird, die Augen verbinden und ihn festnehmen’

Der Independent sagt, dass der palästinensische Junge, der Lernschwierigkeiten hat, 15 Minuten festgehalten wurde, bevor er seinem Vater übergeben wurde.

Es ist ein trauriges Zeugnis für den Mangel einer moralischen Richtschnur beim Independent, dass die Zeitung die 15minütige Festnahme eines palästinensischen Jungen für wichtiger und nachrichtenwürdiger bewertet als den Mord an einem drei Monate alten jüdischen Baby bei einem palästinensischen Terroranschlag.

ASA: Bibi bei Konferenz willkommen, nur nicht als Premierminister

24. Oktober 2014

Alex Margolin, HonestReporting, 21. Oktober 2014

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Gibt es einen Unterschied, ob Akademiker als Individuen an einer Konferenz teilnehmen oder ob sie die Universitäten, an denen sie lehren, „repräsentieren“?

Für die American Studies Association (ASA) gibt es diesen Unterschied. Die ASA führt diese Unterscheidung angesichts von Behauptungen an, sie wolle israelische Akademiker aufgrund derer nationaler Herkunft in unzulässiger Weise diskriminieren.

Die ASA machte 2013 Schlagzeilen, weil sie einen akademischen Boykott Israels unterstützte. Als Antwort darauf sprachen sich 250 Universitätspräsidenten gegen diesen Schritt aus und nannten ihn eine Verletzung der akademischen Freiheit.

Nun hat sich die Angelegenheit in eine Grundrechtsfrage verwandelt.

Die ASA bereitet sich auf ihre Jahreskonferenz im November vor, macht aber schon jetzt Schlagzeilen – aus den falschen Gründen. Das American Center for Law and Justice schrieb dem die Konferenz berherbergenden Hotel einen Brief mit der Warnung, es setze sich rechtlichen Gefahren aus, wenn Israelis ausgesondert und von der Konferenz ferngehalten würden.

Die ASA antwortete einmal, dann ein zweites Mal, um ihre erste Antwort richtigzustellen. Israelis könnten teilnehmen, würden aber als Individuen behandelt und nicht als Repräsentanten israelischer Institutionen. Selbst Benjamin Netanyahu könne der Konferenz beiwohnen, so ein Sprecher der ASA, „aber im Programm führen wir seinen Titel als Herr Netanyahu auf, und auf seinem Namensschild steht Benjamin Netanyahu“.

Mit anderen Worten, selbst Netanyahu ist auf einer Konferenz willkommen, die von einer Gruppe durchgeführt wird, die Israel boykottiert – solange niemand dazu gebracht wird zu glauben, er sei der Premierminister. Wenn niemand etwas sagt, vielleicht weiß es dann ja niemand.

Der Sprecher fügte hinzu: „Ich sollte betonen, dass die ASA niemanden anerkennen wird, der als offizieller Repräsentant [Israels] teilnehmen möchte.“

Dieses Manöver mag der ASA dabei helfen, zivilrechtlichen Prozessen zu entgehen, aber es wirft Fragen darüber auf, was die ASA wirklich erreichen will. Wird die Regelung so befolgt wie dargestellt, würde dies Israel im Grunde aus der öffentlichen Wahrnehmung löschen. Dies wäre etwas, das viel mit der palästinensischen Antinormalisierungsbewegung zu tun hätte, die jede Bemühung um Zusammenarbeit und Aussöhnung zwischen Israelis und Palästinensern verhindern will.

Es erinnert an einen Antinormalisierungsvorfall mit der pro-palästinensischen Reporterin Amira Hass, die zum Verlassen einer Konferenz an einer palästinensischen Universität gezwungen wurde, weil ihr Namensschild sie als jüdische Israeli kennzeichnete. „Ein Dozent sagte mir, hätte ich im Registrierungsformular nicht ‘Haaretz’ geschrieben, hätte ich bleiben können“, schrieb Hass nach dem Vorfall.

Der Boykott ist somit nichts weniger als ein Angriff auf Israels Legitimität. Aber wird es Teilnehmern aus anderen Ländern erlaubt, sich als Repräsentanten ihrer Universitäten zu identifizieren? Wenn ja, dann würden Israelis noch immer diskriminiert, aber die ASA käme damit durch.


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