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Israel trauert um drei ermordete Teenager, Medien veranstalten Sauerei

2. Juli 2014

Simon Plosker, HonestReporting.com, 1. Juli 2014

Israel betrauert den Verlust von Naftali Fraenkel, Eyal Yifrach und Gil-ad Shaar, die von Hamas-Terroristen ermordet wurden. Die Leichen der drei Teenager wurden Montagabend in Halhul, nördlich von Hebron entdeckt. Da wir unseren Sitz in Israel und viele unserer Mitarbeiter eigene Kinder haben, wird der Verlust hier bei HonestReporting gefühlt, wie das in ganz Israel und der jüdischen Welt der Fall ist.

Leider ist ein Teil der Medienberichterstattung mangelhaft. Wir zeigen hier einige er schlimmsten Übeltäter.

Israel will „Rache“

Der Christian Science Monitor veröffentlichte seinen Bericht unter der folgenden Schlagzeile:

Wird sich nach dem Fund dreier toter israelischer Teenager der Kreislauf der Rache verschärfen?

Was den Bericht selbst angeht, so ist er angefüllt mit von Vorurteilen geprägten Äußerungen:

Seit dem Verschwinden der Jungen hat die Westbank die Wiederbelebung der Kollektivbestrafung durch Israel erlebt.

Nach Angaben des CSM geht es bei Israels Operation sie zurückzubekommen also schlicht darum die Palästinenser zu bestrafen.

Der Eindruck israelischer Böswilligkeit und rachsüchtigem Verhalten geht weiter:

Derweil hat die israelische Öffentlichkeit hartes Handeln gefordert. Die jetzt noch stärkeren Kontrollen ihrer Bewegungen und mehr Toten unterworfenen Palästinenser haben geschäumt.

Und in einem weiteren Beispiel für unprofessionellen Journalismus berichtet der CSM unbegründete Gerüchte eines Vorfalls, den es nicht gab:

Es gibt Gerüchte über Mobs an Westbank-Siedlern, die sich versammeln, um Selbstjustiz-Anschläge gegen Palästinenser und palästinensisches Eigentum auszuüben.

Der CSM beginnt dann Opferstatistiken zu zitieren, die sich besonders auf Kinder und Teenager konzentrieren, um zu beweisen, dass es einen „Kreislauf der Gewalt“ und Rache gibt. Nach Angaben des CSM „geht das Töten auf beiden Seiten weiter“. Für nicht relevant betrachtet der CSM jedoch, dass es nur eine Seite in diesem Konflikt ist, die darauf erpicht ist um des Tötens willen zu töten. So wird die vorsätzliche Ermordung von Israelis durch palästinensische Terroristen moralisch dem Tod von Palästinensern bei Antiterror-Operationen der IDF gleichgestellt.

Sie können Ihre durchdachten Kommentare an den Christian Science Monitor schicken: letters@csmontor.com

Raketen werden nicht erwähnt

Nach Angaben der IDF führten nach mehr als 18 Raketen, die seit Sonntagabend auf Israel abgefeuert wurden, Flugzeuge der israelischen Luftwaffe am frühen Dienstagmorgen einen Präzisionsschlag gegen 34 Ziele im Gazastreifen aus.

Aber nirgendwo sind bei Sky News die Raketen auch nur erkennbar; dort wurden Raketenangriffe auf Israel überhaupt nicht erwähnt. Es geht nur um die drei ermordeten Jugendlichen:

Seit der Entdeckung hat es eine Reihe von Luftangriffen auf den Gazastreifen gegeben, darunter einen auf die südliche Stadt Khan Junis.

Eine „angebliche“ Entführung

Die Times of London lässt wissen:

Israel bereitete gestern Abend einen massiven Vergeltungsschlag gegen Gaza und die Westbank vor, nachdem die Leichen von drei Jungen im Teenageralter, die angeblich von palästinensischen Militanten entführt wurden, nach einer dreiwöchigen Suche gefunden wurden.

„Angeblich entführt“? Abgesehen von den Leichen der drei Jugendlichen – wie viel mehr Beweise braucht die Times, bevor sie das Offensichtliche schreibt?

Idiotische Vergleiche

Während Bürgerkrieg und Tod in großem Ausmaß im Nahen Osten stattfinden, wird Paul Whitefield von der Los Angeles Times komplett apokalyptisch:

Haben Sie Sorge wegen des Irak, Syriens oder der Bedrohung durch die ISIS? Nun, Sie sollten Ihrer Liste lieber das hier hinzufügen: eine neue israelisch-palästinensische Auseinandersetzung.

Doch es sieht nach einer Auseinandersetzung aus, die nur von einer Seite initiiert werden konnte – Israel:

Fassen Sie alles zusammen und was haben Sie? Jau, ein Rezept für mehr Kämpfe: ein weiterer israelischer Angriff auf den Gazastreifen, vermutlich, und vielleicht auch noch die Westbank. Ganz zu schweigen von einem weiteren Rückschlag für jegliche Hoffnung nach einer Regelung des lange laufenden israelisch-palästinensischen Konflikts.

Whitefield beschreibt sich selbst in seinem Twitter-Profil als „eine leicht schräge Sicht auf die Nachrichten vertretend“. Direkt aus der Quelle.

Fehlgeleitete Ausrichtung

Mx News, die Nachmittagsausgabe der australischen The Age, scheint sehr schräge Prioritäten zu haben. Was ist wichtiger: Drei ermordete Kids oder Ziegelsteine und Mörser?

Israel reißt Häuser ab

„Bombardierung“ von Häusern

Es ist schon eine wahre Übertreibung aus dem Abriss des Hauses eines Terroristen einem Bomben-Feldzug zu machen, aber Irlands RTE schafft es Bilder von F-16 statt von Bulldozern herbeizuzaubern:

Israels Armee bombardiert Häuser von Verdächtigen der Westbank-Entführung

Palästinensischer Politiker macht Israel für die Morde verantwortlich

Dr. Mustafa Barghouti beweist, dass die Palästinenser nicht in der Lage sind Verantwortung für irgendeinen Terrorakt zu übernehmen und macht auf BBC Newsnight Israel für den Tod der drei Teenager verantwortlich:

Zu allererst denke ich, dass der Hauptverantwortliche für den tragischen Tod, der geschah, Herr Netanyahu selbst ist. Er schickte diese Jungen als illegale Siedler in eine illegale Siedlung und er ist auch für den tragischen Tod von bisher mehr als zehn Palästinensern verantwortlich, die von seiner Armee getötet wurden, einschließlich dreier Kinder.

Das falsche Zitat Mick Jaggers verbreitet sich in den sozialen Medien

13. Mai 2014

Simon Plosker, HonestReporting.com, 12. Mai 2014 (übersetzt von Cora)

Als Besitzer eines Tickets für das Konzert der Rolling Stones nächsten Monat in Tel Aviv freue ich mich riesig, Mick Jagger und den Rest seiner legendären Rockband zuzusehen wie sie beides bekämpfen, ihr Alter und die BDS Kampagnen.

Da erstaunt es nicht, dass die Anwälte Israels das Konzert als eine monumentale Niederlage des BDS hinausposaunen, was dazu führte, dass folgendes Bild samt Aussage sich wie ein Buschfeuer in den sozialen Medien der pro-israelischen Gemeinde verbreitete.

„Wir wurden von der anti-israelischen Seite jede Menge beschimpft, beleidigt und zugetwittert; alles was ich dazu sagen kann:
Alles, was es wert ist getan zu werden, ist es wert, dass es übertrieben wird.
Deshalb haben wir uns entschlossen ein weiteres Konzert zu geben.“

Leider stimmt dieses Zitat nicht!

Obwohl es eigentlich ein bemerkenswert prophetischer Ulk-Artikel war, war dieses Zitat Teil einer Scherz-Geschichte aus „The Jewish Press“ für Purim 2013.

Israel ist ständig der Empfänger falscher oder zurechtgebogener Anti-Israel-Zitate die so ziemlich jedem zugeschrieben werden – von Nelson Mandela bis David Ben Gurion. Auch wenn die Verbreitung des falschen Mick Jagger Zitats in keinster Weise mit den böswilligen Absichten der Anti-Israel Aktivisten vergleichbar ist, ist es nichtsdestotrotz vernünftig, die Weiterverbreitung aufzuhalten.

Dieses Beispiel zeigt deutlich, wie leicht es ist, gefälschte Nachrichten online zu allgemein anerkannten Tatsachen zu machen.

Auch wenn Mick Jaggers Aussage nicht der Wahrheit entspricht, können wir uns doch auf echte Worte der Unterstützung freuen, wenn die Rolling Stones am 4. Juni in Israel aufschlagen werden.

Volltreffer: BBC korrigiert syrische Propaganda-Headline

10. Mai 2013

HonestReporting Media BackSpin, 10. Mai 2013

Am Montag hatten wir unsere Leser gebeten, wegen dieser Headline eine Beschwerde an die BBC zu richten:


Wir hatten darauf hingewiesen, dass bei der BBC die syrische Propaganda, in der suggeriert wurde, Israel arbeite mit Terrorristen zusammen, im Wortlaut übernommen worden war. Die BBC hat nun mit einer neuen Headline und Korrektur reagiert:

Korrektur (7. Mai 2013): die Überschrift dieses Berichts wurde geändert, um klarzustellen, dass die Behauptung, israelische Luftangriffe wären mit den Rebellen koordiniert worden, von den syrischen Behörden aufgestellt wurde.


Geänderte Headline übersetzt: Syrien behauptet, dass israelische Luftschläge „mit Terroristen koordiniert worden sind“

Auch wenn zu bedauern ist, dass syrische Propaganda als so berichtenswert befunden wurde und wir immer noch sehr unzufrieden sind mit der Berichterstattung selbst, bedeutet die aktualisierte Schlagzeile eine Verbesserung gegenüber dem Original.

Die BBC mag wohl nicht immer so auf Beschwerden reagieren, wie wir uns das wünschten, aber Ihre/Eure Aktionen beweisen, dass sie diese registriert. Gemeinsam können wir viel bewirken.

Die tägliche Dosis Schwachsinn vom PA-Regierungssprecher

11. Januar 2011

HonestReporting Media BackSpin, 11. Januar 2011

Der palästinensischer Regierungssprecher Ghassan Khatib zum Tod von Jawaher Abu-Rahma:

„Es gibt nur eine Botschaft, die sie damit aussenden, nämlich dass dies ein typischer Fall von Gasinhalation war“

Typischer Fall? Wie kann das möglich sein, wenn Tod durch Tränengas praktisch unbekannt ist?

Szenen aus dem größten Konzentrationslager der Welt

20. Juni 2010

HonestReporting Media BackSpin, 20. Juni 2010

In diesem Fall Kompliment an AP und AFP für die Hervorhebung der (Ernährungs-) „Krise“ in Gaza.

Die Bildbeschriftungen findet man bei den Links 1 2 3 4 5 und 6.

Dazu passend: Raketen verschießende Tunnelbauer und Gazas humanitäre Krise.

Zur Blockade des Gazastreifens auch ein guter Artikel von beer7.

Amnesty und die Mainstream-Medien als Wasserverschmutzer

27. Oktober 2009

HonestReporting Media BackSpin, 27. September 2009

Amnesty International veröffentlichte einen Bericht, der Israel beschuldigt, den Palästinensern illegal Wasser vorzuenthalten. Wieder einmal profitiert die Nichtregierungsorganisation vom Halo-Effekt, wenn Journalisten über Vorwürfe berichten, ohne kritisch nachzufragen.

Doch wirft der Report seinerseits Fragen zu Amnesty auf:

Beamte der israelischen Wasserbehörde erklärten der Jerusalem Post gegenüber, dass ihnen weder die Gelegenheit gegeben worden sei, die Amnesty-Nachforscher mit Informationen zu versorgen, noch auf die palästinensischen Vorwürfe zu reagieren. Sie sagen auch, dass die im Bericht angeführten Zahlen vollkommen falsch seien.

NGO-Monitor geht davon aus, dass der Amnesty-Report zeitlich so angesetzt war, dass er eine Boykottkampagne gegen Israel pushen sollte. Und tatsächlich startet nächste Woche in den USA eine Vortragsreise mit Omar Barghouti an der juristischen Fakultät (Loyola Law School) in Los Angeles mit dem Aufmacher „Palästina: Dursten nach Gerechtigkeit. Israels Kontrolle über das Wasser als Mittel der Apartheid und etnischen Säuberung.“

Zusätzlich zur weit verbreiteten Öffntlichkeitswirksamkeit, die durch AP, Reuters und die BBC erzielt wurde, schafften Amnesty und die Boykottbewegung einen Extrabonus zusammen mit der Times of London dank dieser alles übertreffenden Schlagzeile:

World Agenda: Palästinenser leiden unter israelischer Wasserfolter

Robin Shepherd nimmt das Thema auch auf. Lesen Sie dazu bitte The Issue of of Water Between and the Palestinians (pdf-Format), ein im März von der israelischen Wasserbehörde veröffentlichtes Dokument.

Medien geben radikalem Arzt Propagandaplattform

13. Januar 2009

HonestReporting Media BackSpin, 13. Januar 2009

Warum zitieren die Medien weiterhin den Propagandisten Mads Gilbert?

Lesen sie dazu mehr im neuen Kommuniqué von HonestReporting:

Medien geben radikalem Arzt Propagandaplattform

Ins Deutsche übertragen auf  Castollux.

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