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Der wahre Plan von Hamas und Islamischem Jihad für die Palästinenser nach Treffen von Abbas und Gantz entlarvt

9. September 2021

Rachel O’Donoghue, HonestReporting, 1. September 2021

Wenn es irgendwelche zusätzlichen Beweise gebraucht hätte, dass die Gaza-Herrscher der Hamas sich der Vernichtung Israels verschrieben haben und sich kein Bisschen um die Verbesserung der Lebensbedingungen der Palästinenser kümmern (s. z.B. hier und hier), dann kam der jüngste Beweis in einer Erklärung, die nach einem Treffen zwischen dem israelischen Verteidigungsminister Benny Gantz und PA-Präsident Mahmud Abbas am 19. August veröffentlicht wurde.

Über Gantz‘ und Abbas‘ tete-a-tete wurde weithin berichtet und es hatte offenbar eine Vereinbarung zu wirtschaftlichen Maßnahmen zur Folge, die den Palästinensern in der Westbank helfen sollen, darunter ein Darlehen von 500 Millionen Schekeln (€131,5 Millionen) gegen Steuern und Zolleinnahmen, die Jerusalem im Auftrag der PA einnimmt und überweist, die aber gemäß eines israelischen Gesetzes zurückgehalten werden, weil Ramallah mit der „Geld für Mord“-Politik monatliche „Gehälter“ an Terroristen und ihre Familien zahlt.

Ebenfalls vereinbart wurde eine Initiative, die weiteren 16.000 Palästinensern das Recht gibt in Israel zu arbeiten, dazu die Genehmigung palästinensischer Bauprojekte in Area C in der Westbank.

Das kommt vor dem Hintergrund der anhaltenden bitteren Rivalität zwischen der Hamas und der von der Fatah kontrollierten PA, die sich 2007 intensivierte, als erstere letzterer in einem brutalen inneren Konflikt die Kontrolle über den Gazastreifen entriss. Trotz dieser Fehde könnte man annehmen, dass die Hamas bereit wäre ihre Differenzen mit der PA im Kontext der Verbesserung des Lebens der Palästinenser beiseite zu stellen.

Das wäre ein Fehlschluss.

Stattdessen beschrieb Hamas-Sprecher Abd al-Latif al-Qanou das Treffen zwischen Gantz und Abbas als einen „Dolchstoß in den Rücken des palästinensischen Volks und was es geopfert hat“; er fügte hinzu, es sei ein „Verrat am Blut der Märtyrer“.

Ein weiterer Sprecher der in den USA als Terrororganisation eingestuften Gruppe beschuldigte Abbas der „Ermutigung der arabischen Länder die Beziehungen zu Israel zu normalisieren“. Diese Verurteilung ist köstlich, bedenkt man, dass die PA mehrere arabische Staaten heftig kritisierte, als sie vor kurzem unter der Schirmherrschaft der Abraham-Vereinbarungen diplomatische Beziehungen zum jüdischen Staat aufnahmen; und trotz der Tatsache, dass eine Quelle in der Nähe des israelischen Premierministers Naftali Bennett kategorisch bestritt, dass es irgendeinen „diplomatischen Prozess“ mit Ramallah gibt.

Die Äußerungen der Terrorgruppen bieten einen aufschlussreichen Blick auf ihre wahrlich eigennützigen Interessen: die Vernichtung Israels auf Kosten von Millionen von Palästinensern.

Natürlich hat die Hamas bei zahlreichen Gelegenheiten demonstriert, dass ihr eine Sorge um Zivilisten komplett fehlt. Zum Beispiel sind die Wiederaufbau-Bemühungen in der Küstenenklave wie die nach dem von den Palästinensern initiierten 11-tägigen Krieg gegen Israel im Mai durchweg dadurch behindert worden, dass die Hamas Hilfen für die Gazaner an sich selbst umleitet – eine Realität, die Israel gezwungen hat Maßnahmen einzuführen, um den freien Fluss von Geld und Nachschub in den Gazastreifen zu stoppen.

Derweil fährt die Hamas fort tödliche Krawalle an Israels Grenze mit den Streifen zu inszenieren, die unter dem Vorwand begannen den 52. Jahrestag eines Brandanschlags auf Jerusalems Al-Aqsa-Moschee durch den christlichen Extremisten Denis Michael Rohan zu begehen. Während der Australier später von einem israelischen Gericht als geistesgestört erachtet und in eine Psychiatrie eingewiesen wurde, benutzt die Hamas den Vorfall weiter dafür zu Gewalt aufzustacheln.

Darüber hinaus ist die Behauptung, das Treffen zwischen Gantz und Abbas sei ein Verrat an dem, was die Palästinenser „geopfert“ haben, hinterlistig. Sogenannte „Märtyrer“ gehen zwar bereitwillig mit Selbstmord-Anschlägen und Messerangriffen in den Tod gehen, dasselbe gilt aber nicht für die Zivilisten, die die Hamas gewohnheitsmäßig als menschliche Schutzschilde benutzt. Wie von HonestReporting bei zahlreichen Gelegenheiten bewiesen wurde, neigt die Terrororganisation dazu ihre Raketen in und unter Wohnhäusern, Krankenhäusern, Hotels und sogar Schulen zu verstecken.

Um es ganz klar zu sagen: Die vom Iran gestützten Hamas und Islamischer Jihad sind weder an Frieden interessiert noch am Wohlergehen des eigenen Volks.

Die Bomben in Gaza, von denen Ihnen nichts berichtet wurde, weil sie nicht ins israelfeindliche Narrativ der Medien passte

12. August 2021

Akiva Van Koningsveld, HonestReporting, 9. August 2021

Am Freitagabend erschütterte eine Explosion das Bianco Beach Resort im Gazastreifen, ein luxuriöser Honigtopf, der erst vor einem Monat eröffnete. Während palästinensische Quellen keine Opfer berichtete, beschädigte die Druckwelle die Außenmauer den Urlaubsort, was Teile der Mauer einstürzen ließ.

Wahrscheinlich haben Sie nichts davon gelesen, weil kein großes Medienorgan über den Anschlag berichtete. Die UNO hat keine Nachforschungen eingeleitet und Human Rights Watch war nirgendwo zu finden.

Der einfache Grund: Israel war nicht beteiligt. Palästinensische Terroristen – mutmaßlich mit Verbindungen zu vom Islamischen Staat inspirierten Gruppen – legten die Bombe im Bianco Beach Resort, nachdem der Veranstaltungsort es ablehnte Forderungen nachzugeben ein gemischtgeschlechtliches Konzert abzusagen.

Das Palestinian Center for Human Rights (PCHR) in Gaza, das, dies muss gesagt werden, eine weltweite Kriegskampagne gegen Israel führt, gibt an:

Herr Suhail al-Saqqa, der Eigentümer des Resort, erklärte, dass eine Person gegen 19.30 Uhr am Mittwoch, 4. August 2021 ankam; er identifizierte isch und forderte die Mitarbeiter auf eine Party abzusagen, die für Donnerstag, 5. August geplant war. […]

Es sollte beachtet werden, dass ein Reihe Aktivisten kurz, nachdem die geplante Party angekündigt wurde, in den sozialen Medien eine Hetzkampagne gegen das Resort starten

Zu den Aktivisten in den sozialen Medien gehörte eine Person, das Resort besuchte und die Verwaltung aufforderte, die Veranstaltung abzusagen. Zusätzlich postete dieselbe Person in den sozialen Medien, nachdem die Explosion stattfand, eine Erklärung, dass er davor gewarnt hatte die Party zu veranstalten.“

Das PCHR warnte, dass auch gegen weitere Partys vorgegangen werden könnte, was „Terror unter unschuldigen Bürgern“ auslösen könnte und das Wirtschaftswachstum schädigt, was letztlich zum Verlust von Arbeitsplätzen führen könnte.

Derweil verurteilte auch der Palästinensische Verband der Restaurants, Hotels und Tourismusdienste den Bombenanschlag ebenfalls und bezeichnete ihn als „unmoralisch“.

Das Bianc Beach Resort besteht aus mehreren Villen mit privaten Schwimmbecken, Hotelsuiten, einem Restaurant und mehr. Ein Werbevideo auf seiner Facebookseite zeigt Gäste, die üppige Mahlzeiten und den Strand genießen.

Die Eröffnung des Luxusresorts hob die große Ungleichheit im Gazastreifen hervor, wo zwischen 600 und 1.200 Millionäre ein komfortables Leben führen, während die gewöhnlichen Bürger unter der Herrschaft der Hamas leiden.

[im Original ist hier ein Video von MEMRI eingefügt, das das Resort zeigt]

Große Meiden zitierten wiederholt das PCHR, als es Israel während des von den Terrororganisationen im Gazastreifen initiierten elftägigen Konflikts im Mai des Begehens von Kriegsverbrechen beschuldigte (s. z.B. hier, hier und hier). Wenn hingegen palästinensische Extremisten für die Terrorisierung von Zivilisten in der Küstenenklave verantwortlich sind, sind Publikationen wie die New York Times, Associated Press und die Irish Times plötzlich ganz abgeneigt die Äußerungen von PCHR zu veröffentlichen.

Der „Blackout“ erinnert an einen ähnlichen Vorfall der letzten Zeit. Am 24. Juli 2021forderten Palästinenser im Gazastreifen die Hamas und andere bewaffnete Gruppen auf die Lagerung von Waffen in Wohngebieten einzustellen. Dem seltenen internen Aufschrei folgte eine schwere Explosion auf dem A-Zawiya-Markt in Gaza Stadt, die einen Menschen tötete und 14 weitere verletzte.

Obwohl verschiedene Medien zügig von der Explosion berichteten (siehe hier, hier und hier), entschieden sie sich in der Folge dafür die Nachrichten über die Beteiligung lokaler Terrororganisationen zu ignorieren; und das sogar, nachdem der Palästinensische Islamische Jihad ausdrücklich die Verantwortung für das übernahm, was er als „tragischen Vorfall“ bezeichnete.

Dieses Bild hat ein leeres alt-Attribut; sein Dateiname ist hr.21-08-09.jpg.

Während Israelis und Frieden anstrebende Palästinenser alle Opfer des Extremismus sind, der von Terrororganisationen befürwortet wird, ist glasklar, dass die Medien nur daran interessiert sind, wenn es ein Prisma gibt, durch das man den jüdischen Staat verantwortlich machen kann.

5 Arten, wie die Medien die Berichterstattung zum Konflikt zwischen Hamas und Israel verdrehen

1. Juli 2021

Emanuel Miller, HonestReportig, 20. Mai 2021

Das Thema Israel und die Palästinenser ist bekanntermaßen umstritten. Ein kleiner Zusammenstoß in Jerusalem hat das Potenzial weltweit Schlagzeilen zu generieren, im gesamten Nahen Osten die Stimmung aufzuwühlen und im Gegenzug zu mehr Kämpfen und sogar Krieg zu führen.

Das ist der Grund, weshalb es unerlässlich ist, dass die Medien die Story akkurat berichten. Aber Nachrichtenorgane verdrehen immer wieder Geschichten, die mit dem Konflikt zu tun haben.

Hier sind fünf Arten, wie die Nachrichtenorgane das weiterhin tun:

1. Israel wird für palästinensische Gewalt verantwortlich gemacht

Ab Beginn der jüngsten Eskalation ist Israel für die Entscheidungen der palästinensischen Terroristen verantwortlich gemacht worden. Bedenken Sie zum Beispiel die Schlagzeile der New York Times, die nahelegt, dass Raketenfeuer aus dem Gazastreifen in Reaktion auf das Handeln israelischer Sicherheitskräfte in Jerusalem erfolgte: „Nach Razzia auf Aqsa-Moschee, Raketen aus Gaza und israelische Luftangriffe“.

Wiederholt haben Journalisten die Entscheidung der Hamas Projektile auf israelische Zivilisten im ganzen Land zu schießen als Reaktion auf eine israelische „Razzia“ manipuliert. In Wirklichkeit waren israelische Sicherheitskräfte gezwungen die Moschee zu betreten, nachdem Palästinenser sie in eine Festung verwandelt hatten, in der sie Steine und Felsbrocken horteten, die auf Juden geworfen werden sollten, sowie Feuerwerkskörper als behelfsmäßige Raketen verwendeten. Gleichzeitig bewarfen Araber an zahlreichen Orten jüdische Fußgänger und Autofahrer massiv mit Steinen und versuchten mindestens einen Juden nahe des Tempelbergs zu ermorden. Ungeachtet der „Razzia“ hatte die Hamas keine Rechtfertigung auf israelische Zivilisten zu schießen. Zu suggerieren, dass Raketenangriffe durch palästinensische Terroristen erfolgten, „nachdem“ Israel gewalttätige Randalierer niederzwingt, bringen – ob nun absichtlich oder böswillig – Ursache und Wirkung durcheinander.

Vor kurzem nahm der Komiker John Oliver einen Beitrag auf, in dem er Israel beschuldigte im Gazastreifen „Kriegsverbrechen“ und „Kindermord“ zu begehen. Aber die Verantwortung für den Tod von Zivilisten im Gazastreifen liegt bei der Hamas, die einen Modus Operandi hat militärische Anlagen in dicht besiedelte Wohngebieten zu platzieren. Das Völkerrecht ist hierzu sehr klar: Die Hamas, nicht Israel, ist für die Opfer verantwortlich, die das Ergebnis ihrer Verwendung von Palästinensern als menschliche Schutzschilde sind.

2. Es wird nicht beachtet, dass aus dem Gazastreifen auf israelische Zivilisten gefeuerte Raketen Kriegsverbrechen sind

Es ist erstaunlich, dass das betont werden muss, aber Medienberichte über die jüngste Runde der Feindseligkeiten zwischen Israel und der Hamas haben es üblicherweise versäumt Letztere wegen Kriegsverbrechen anzuprangern. Jedes Mal, wenn eine Rakete aus dem Gazastreifen gewollt israelische Zivilisten treffen soll, ist das ein Kriegsverbrechen. Jedes Mal, wenn eine Rakete aus einer dichtbesiedelten zivilen Gegend im Gazastreifen abgefeuert wird, ist auch das ein Kriegsverbrechen.

Rund 4.000 Raketen sind im Verlauf der 10 Tage nach Israel geschossen worden. Nur weil das weiter passiert, heißt das nicht, dass es irgendwie akzeptabler und weniger ein Kriegsverbrechen ist. Das macht es schlimmer. Und indem versäumt wird diese Taten als solche zu beschreiben, erlauben die Medien den Terroristen weiter zu schießen, ohne dass öffentlich Druckgegen sie aufgebaut wird, im Gegensatz zum massiven öffentlichen Druck auf Israel, es solle nicht weiter zurückzuschlagen.

3. Kaschieren der chronologischen Abläufe, falsche Äquivalenzen ziehen

Die aktuelle Runde der Gewalt kann auf eine Reihe willkürlicher Angriffe von Palästinensern auf israelische Juden Mitte bis Ende April zurückverfolgt werden. Die Angriffe wurden gefilmt und auf der Video-Plattform TikTok verbreitet. Bilder der nicht provozierten Angriffe gingen viral, veranlassten zusätzliche Nachahmungsangriffe auf israelische Zivilisten, führten dazu, dass eine kleine Zahl randständiger jüdischer Aktivisten als „Vergeltung“ Araber angriff.

Zwei auffällige Tatsachen wurden in den Berichten jedoch nicht erwähnt:

  1. Die Gewalt wurde von den Arabern initiiert.
  2. Die Zahl der verwerflichen und weithin verurteilten Angriffe, die von Juden begangen wurden, wurde von den durch Araber begangenen weit übertroffen.

Stattdessen tendieren die Medien dazu beide in einen Topf zu werfen, wobei sie es oft versäumen deutlich zu machen, wie die Gewalt begann. Diesbezüglich betitelte die New York Times einen ihrer Artikel zum Thema mit „Zusammenstöße zwischen Israelis und Palästinensern um Jerusalems Altstadt“. Das schafft eine falsche Äquivalenz. Gleichermaßen wurde ein Bericht von CBS überschrieben mit: „Beamte verletzt, 40 in Jerusalem verhaften, als jüdische Hardliner-Gruppe und Palästinenser während des Ramadan mit Polizei zusammenstoßen“.

Israelis und Palästinenser um Jerusalems Altstadt zusammen. Die Gewalt brach aus, als eine extremistische jüdische Vorherrschaftsgruppe durch die Stadt marschierte und „Tod den Arabern“ skandierte.

Derweil veröffentlichte die Huffington Post einen Artikel mit der Schlagzeile: „Israelische Extremistengruppe skandiert ‚Tod den Arabern‘ bei Jerusalemer Protesten“; und Australiens ABC News brachte einen Artikel mit dem Titel: „Warum skandieren Mobs in Jerusalem ‚Tod den Arabern‘?“ Beide konzentrierten sich auf die jüdischen Extremisten, während sie das größere Problem des arabischen Rowdytums ignorieren.

4. Palästinensische Gewalt wird heruntergespielt und ausgelöscht

Medienanalysten haben schon lange festgestellt, dass palästinensische Gewalt in Medienberichten regelmäßig nicht als solche bezeichnet wird. Oft wird das unter Verwendung von Modifikatoren wie „Israel sagte“ gemacht. In anderen Fällen haben Redakteure und Journalisten effektiv palästinensische Kriegslust verschwiegen, indem sie von „Angriffen“ sprachen, ohne die dafür Verantwortlichen zu benennen. Nehmen Sie z.B. die Schlagzeile der BBC: „Israel schließt nach Mörserangriff Gaza-Grenze“. (Die Schlagzeile wurde später abgeändert, nachdem der Artikel wichtige Veränderungen erfuhr.)

Die BBC versagt in einer Reihe von Fällen. Erstens identifiziert sie nicht, dass die Hamas dafür verantwortlich war. Zweitens macht sie nicht ersichtlich, wo der Angriff stattfand: an einem Grenzübergang und zu einer Zeit, in der dort humanitäre Hilfe weitergeleitet wurde.

Genauso haben die täglichen Briefings der New York Times oft die Folgen und das Ausmaß des palästinensischen Terrorismus bagatellisiert, wobei manchmal „vergessen“ wurde die palästinensischen Angriffe einzubeziehen.

(Sie konnten das gesamte Update im Daily Briefing der New York Times lesen und keine Ahnung haben, dass die Hamas heute hunderte Raketen auf israelische Zivilisten schoss.)

Vergleichbare Probleme wurden in der britischen Berichterstattung beobachtet, wobei ein Bericht Ashlie Blakelys von der Manchester Evening News falsch nur „hunderte Raketen“ beschrieb, die auf Israel geschossen wurden, während die Zahl weit höher lag, deutlich in die Tausende. Ihre Formulierung versäumte es auch deutlich zu machen, dass die Hamas auf Zivilisten schoss, während Israel Hamas und andere Terroristengruppen ins Visier nahm.

Seit letztem Montagabend hat die militante Palästinensergruppe Hamas hunderte Raketen auf Israel geschossen, dessen Militär mit unablässigem Beschuss des Gazastreifens durch Panzer und Luftangriffe reagierte.

All das oben Beschriebene kann mit Artikeln verglichen werden, die sich auf die israelische Reaktion auf Raketenangriffe konzentrieren.

Beispielsweise veröffentlichte die New York Times am 18. Mai in allen Einzelheiten, dass das einzige Coronavirus-Testlabor im Gazastreifen unbrauchbar gemacht wurde – aber erst ganz spät in dem Text wurde deutlich, dass das Labor nicht von Israel beschossen wurde, keinen beträchtlichen Schaden erlitt und innerhalb von ein paar Tagen wieder im Einsatz sein würde. Aller angerichtete Schaden war das Ergebnis eines Angriffs, der auf der anderen Straßenseite erfolgte.

5. Terroristen und Zivilisten zusammenzählen

Seit dem jüngsten Gewaltausbruch haben einige Nachrichtenorgane aus dem Zusammenhang genommene Opferzahlen veröffentlicht. Betrachten Sie z.B. die Schlagzeile unten, die der Guardian produzierte: „Konflikt Israel-Gaza: 200 Palästinenser innerhalb einer Woche getötet, sagt Funktionär

Diese Formulierung wurde vom New Yorker wiederholt, der beschrieb, dass „zweihundert Palästinenser getötet worden sind, darunter Dutzende Kinder“.

Die problematische Terminologie erschien überall in den Medien; eine Schlagzeile von Fox News anfangs der Woche lautete: „Gaza-Funktionäre: Opferzahl durch israelische Angriffe steigt auf 43.

Es ist unerlässlich, dass die Leser begreifen, dass zivile Opfer komplett die Schuld der Hamas sind, weil sie das Feuer auf Israel eröffnete und jeder bedauernswerte Vorfall, bei dem Zivilisten im Nebel des Krieges gestorben sein können, letztlich die Folge der Entscheidung der Hamas war einen Krieg zu beginnen.

Zusätzlich ist die fehlende Klarheit bezüglich getöteter Zivilsten und Kombattanten die Schuld der Hamas, des Islamischen Jihad und anderer Terrororganisationen, deren Mitglieder es verfehlen sich von der urbanen Umgebung zu unterscheiden, aus der heraus sie regelmäßig agieren. Im Gazastreifen agierende Journalisten werden von der Hamas darin behindert ihren Job zu tun; Reporter werden von ihr drangsaliert und bedroht, wenn sie den Missbrauch von Zivilisten aufdecken. Da sie nicht in der Lage sind ihren Job frei zu erledigen, müssen Journalisten sich auf die von der Hamas betriebenen Ministerien verlassen.

Indem sie es unterlassen zu erwähnen wie viele der in Gaza Getöteten bestätigte Terroristen oder solche zu sein verdächtig sind, tragen die Nachrichtenseiten zu falschen Anschuldigungen bei, Israel „massakriere“ Gazaner.

AP, Al-Jazira beschweren sich bitter, nachdem die Hamas-Militäreinrichtung, in der sie ihre Zelte aufgeschlagen hatten, von der IDF zerstört wurde

18. Mai 2021

Charles Bybelezer, HonestReporting, 16. Mai 2021

Die israelischen Verteidigungskräfte (IDF) zerstörten am Samstag ein Gebäude im Gazastreifen, in dem die lokalen Büros mehrerer internationaler Medienorgane untergebracht waren, darunter Associated Press (AP) und Al-Jazira. Der israelische Angriff kam während intensiver Kämpfe mit der Hamas – die von den meisten westlichen Ländern als Terrororganisation eingestuft wird, auch von den den Vereinigten Staaten – die im Verlauf der sechs Tage davor mehr als 2.500 Geschosse auf den jüdischen Staat abgefeuert hatten.

Entscheidend ist, das die IDF vorab vor dem Angriff warnte – in Form von Telefonanrufen und später durch eine Rakete, die „auf dem Dach anklopfte“ und praktisch keinen Schaden anrichtete – um den Zivilisten genug Zeit zu geben den zwölfgeschossigen Komplex zu verlassen; und das aus einem Gebäude, von dem die IDF hinterher in einer Erklärung angab, dass Mitglieder des Geheimdienstes der Hamas von dort aus agierten. Der Hamas wurde damit vorgeworfen Journalisten als „menschliche Schutzschilde“ zu benutzen, während die gut belegte Tatsache betont wurde, dass die „Terrorgruppen vorsätzlich ihre Militärbasen in den Kern der [Zivil-] Bevölkerung im Gazastreifen platziert“.

Tatsächlich ist es kaum vorstellbar, dass die Entscheidungsträger, insbesondere bei Al-Jazira, einer Tochter von Qatar, nicht die leiseste Ahnung davon hatten, dass ihr Büro in Gaza sich in demselben Hochhaus befand wie Mitglieder einer von Doha mit dutzenden, wenn nicht hunderten Millionen Dollar jedes Jahr unterstützten Organisation.

Auf jeden Fall sollte es Journalisten nicht überraschen, dass die Hamas ihre Sicherheit dadurch gefährdet, dass sie sie in die Schusslinie bringt.

Trotzdem wurde Mostefa Souag, amtierender Generaldirektor des Senders al-Jazira, hinterher folgendermaßen zitiert:

Wir rufen die internationale Gemeinschaft auf solch barbarisches Handeln zu verurteilen … Wir fordern sofortiges internationale Handeln, um Israel für seine bewusst gegen Journalisten und die Medieneinrichtungen gerichteten Schüsse zur Verantwortung zu ziehen…

Darauf könnte man antworten: „Wie genau beschoss die IDF bewusst Reporter, wenn sie sie vorher über den Angriff informierte – obwohl das zu tun bedeutete, dass auch die Hamas-Agenten die Möglichkeit hatten das Gelände zu verlassen?

Derweil veröffentlichte der Präsident und CEO von Associated Press, Gary Pruitt, folgende Stellungnahme:

Wir sind bestürzt und entsetzt, dass das israelische Militär das Gebäude beschießt und zerstört, in dem APs Büro und andere Nachrichtenorgane in Gaza untergebracht waren. Sie haben seit Langem gewusst, wo unser Büro ist und wussten, dass dort Journalisten waren.

Wir erhielten eine Warnung, dass das Gebäude getroffen werden wird… Ein Dutzend AP-Journalisten und Freischaffende befanden sich im Gebäude und wir konnten sie glücklicherweise rechtzeitig herausbringen.

Jen Psaki, die Sprecherin des Weißen Hauses, fiel auf den sozialen Medien sofort ein:

Wir haben den Israelis direkt kommuniziert, dass die Sicherheit von Journalisten und unabhängigen Medien eine vorrangige Verantwortung darstellt.

Vielleicht hat Psaki Pruitts Presseerklärung nicht gelesen. Darüber hinaus ist HonestReporting nicht bekannt, dass in Gaza seit dem Ausbruch des Konflikts am letzten Montag irgendein Journalist verletzt wurde, ein kleines Wunder, wenn man bedenkt, wie dicht die Bevölkerung in diesem Bereich ist und angesichts der schieren Menge an Projektilen, die von dort nach Israel geschossen wurde.

Jetzt zum einschlägigen Internationalen Recht, das, kurz gesagt, Angriff auf nicht militärische Stellen untersagt, aber auch erklärt, dass eine Stelle nicht mehr als „zivil“ gilt, wenn Kriegsinstrumente dort platziert werden. Ausführlicher sieht man das in Artikel 52 des Zusatzprotokolls I der Vierten Genfer Konvention [S. 40 des PDF-Dokuments – heplev]:

1. Zivile Objekte dürfen weder angegriffen noch zum Gegenstand von Repressalien [Vergeltungsmaßnahmen – heplev] gemacht werden. Zivile Objekte sind alle Objekte, die nicht militärische Ziele im Sinne des Absatz 2 sind.

2. Angriffe sind streng auf militärische Ziele zu beschränken. Soweit es sich um Objekte handelt, gelten als militärische Ziele nur solche Objekte, die auf Grund ihrer Beschaffenheit, ihres Standorts, ihrer Zweckbestimmung oder ihrer Verwendung wirksam zu militärischen Handlungen beitragen und deren gänzliche oder teilweise Zerstörung, deren Inbesitznahme oder Neutralisierung unter den in dem betreffenden Zeitpunkt gegebenen Umständen einen eindeutigen militärischen Vorteil darstellt.

3. Im Zweifelsfall wird vermutet, dass ein in der Regel für zivile Zwecke bestimmtes Objekt, wie beispielsweise eine Kultstätte, ein Haus, eine sonstige Wohnstätte oder eine Schule, nicht dazu verwendet wird, wirksam zu militärischen Handlungen beizutragen.

Zusätzlich bekräftigt das humanitäre Gewohnheits-Völkerrecht dasselbe Konzept: Nämlich dass der Angriff auf zivile Stellen zwar verboten ist, diejenigen, die für Militäroperationen verwendet werden aber nicht als solche gelten.

Insbesondere heißt es dort (Regel 8. Definition militärischer Ziele):

Insofern werden, was Ziele angeht, militärische Ziele auf diejenigen Objekte beschränkt, die durch ihre Natur, Standort, Zweck oder Verwendung einen effektiven Beitrag zum militärischen Handeln leisten und deren teilweise oder komplette Zerstörung, Einnahme oder Neutralisierung unter den gegebenen Umständen des Zeitpunkts einen definitiven militärischen Vorteil bieten.

Von daher kann also kaum argumentiert werden, dass die IDF das Völkerrecht verletzte, indem sie ein Gebäude beschoss, aus dem die Menschen heraus waren und das mutmaßlich von der Hamas für ihren Aggressionskrieg gegen Israel eingesetzt wurde.

Dass einige Medien darüber hinaus vom israelischen Militär Beweise fordern, ist Messen mit zweierlei Maß, das nur in eine Richtung angewandt wird. Beispielsweise verbreiten Nachrichtenagenturen gewohnheitsmäßig Opferzahlen, die vom von der Hamas kontrollierten Gesundheitsministerium in Gaza zur Verfügung gestellt werden, ohne sie faktisch zu überprüfen und ohne anzugeben, dass dieses Gremium eine lange Geschichte der gewollt Irreführung der Öffentlichkeit hat.

Gleichermaßen aufschlussreich ist, dass Nachrichtenorgane, die anscheinend in Bezug auf die Einsatzregeln der IDF voreilige Schlüsse zogen, sich beschwert haben, sie wären hereingelegt worden zu berichten, dass das israelische Militär am letzten Freitag eine Bodenoffensive im Gazastreifen begonnen habe.

Die angebliche Irreführung, eine oft im Kampf verwendete Taktik, kam in Form eines Tweets der IDF nur Stunden, bevor rund 160 Kampfjets losgeschickt wurden, um aus der Luft ein als „Metro“ bezeichnetes, massives unterirdisches Tunnelnetzwerk im Gazastreifen anzugreifen, das voller Hamas-Terroristen war, die eine Bodenoffensive erwarteten, die nicht kam.

IDF Luft- und Bodentruppen greifen derzeit im Gazastreifen an.

AP muss man zugute halten, dass sie – anders als die New York Times und die Washington Post – keinen ungenauen Bericht über die nicht existente Mission brachten; und zwar nach Durchführung grundlegender journalistischer Verfahren. Eigentlich war jeder mit einer allgemeinen Einsicht in Jerusalems politische und militärische Politik und Strategie gegenüber der Hamas von Anfang an skeptisch, was grünes Licht der Regierung für eine voll entfaltete Bodenoffensive so früh in der laufenden Konfrontation angeht.

Dafür brauchte HonestReporting rund fünf Minuten Anfragen an aktuelle und ehemalige Regierungs- und Militärvertreter, um festzustellen, dass die Wahrscheinlichkeit eines solchen Ereignisses bei fast Null lag – und dass israelische Truppen, wären sie im Gazastreifen, den Auftrag gehabt hätten, eine präzise taktische Mission durchzuführen (d.h. mit einer begrenzten Zahl von Spezialkräften eingedrungen wären), wovon niemand – wenn überhaupt – bis zu ihrem Abschluss etwas gehört hätte.

Allerdings wird von vielen Auslandsjournalisten offenbar kein grundlegendes Verständnis der Dynamiken des Konflikts gefordert; stattdessen werden einige auf den letzten Drücker nach Israel eingeflogen, um über ein Aufflammen in einem Jahrzehnte alten Krieg zu berichten, von dem sie anscheinend nur in der oft voreingenommenen Medienindustrie lesen, in der sie arbeiten.

HonestReporting fühlt mit Journalisten, die in einem Kriegsgebiet arbeiten und verstehen, warum der Vorfall von Samstag einen Angst-Nerv getroffen haben kann. Aus diesem Grund betonen wir, dass die Verantwortung direkt auf die Schultern der Hamas gelegt werden sollte, einer Organisation mit wenig, wenn überhaupt Interesse für Menschenleben, wie ihre elende Geschichte der Installation von Militäreinrichtungen in zivilen Bereichen bestätigt.

Das wurde anscheinend leider heute einmal mehr bewiesen.

Unsichtbare Blockade: Medien schweigen zu Gaza-Sanktionen der PA

11. Februar 2021

Gidon Ben-Zvi, HonestReporting, 27. Januar 2021

Seit PA-Präsident Mahmud Abbas einen Erlass ausgab, dass zum ersten Mal seit 15 Jahren Parlaments- und Präsidentschaftswahlen stattfinden sollen, haben große Medien die Tatsache ignoriert, dass Ramallah schon vor langem lähmende Sanktionen gegen den Gazastreifen verhängte.

Und das zum gravierenden Nachteil seiner 1,8 Millionen Einwohner.

Stattdessen werden die heiklen Zustände in der palästinensischen Küstenenklave weiter reflexartig der gemeinsamen israelisch-ägyptischen Blockade der Enklave zugeschrieben. Die von Abbas veranlassten, Zwangskürzungen der Sozialleistungen und die Kürzung der Gelder für Strom sowie weitere Strafmaßnahmen im Gazastreifen sind von der gewaltigen Mehrheit der internationalen Medien überwiegend nicht berichtet worden.

Abbas: Auf die Hamas zielen, die Palästinenser bestrafen

Anders ist es für einige lokale Journalisten wie Khaled Abu Toameh, der diese Woche eine Erinnerung an den wahren Stand der Dinge twitterte:

(Palästinenservertreter: Präsident Mahmud Abbas überlegt die dem Gazastreifen von ihm auferlegten Wirtschaftssanktionen aufzuheben, um allgemeine Wahlen zu ermöglichen.)

Aber Abbas ist praktisch ein Freifahrtschein gegeben worden, obwohl fast zwei Millionen Palästinenser den Preis für die politische Rivalität zwischen seiner regierenden Fatah-Bewegung in der Westbank und der islamistischen Terrororganisation Hamas im Gazastreifen bezahlen. Seine Blutfehde geht auf 2006/2007 zurück, als Abbas in einem internen Krieg aus der Enklave vertrieben wurde.

In Reaktion darauf begann die palästinensische Autonomiebehörde den wirtschaftlichen Druck auf die Hamas zu verschärfen, indem den Gazanern das Leben schwieriger gemacht wurde; zum Beispiel wurde Banken in der Westbank verboten Geld an Einwohner des Streifens zu überweisen. Tatsächlich haben Menschenrechtsgruppen Verhaftungen wegen solch „illegaler“ Aktivitäten dokumentiert.

Genauso hat Abbas es abgelehnt für Gaza bestimmte internationale Hilfen auszuliefern.

Derweil bezahlte die PA weiter zehntausende ihrer Beschäftigten im Gazastreifen, obwohl die meisten davon keine Arbeit hatten, weil die Hamas 2007 die Kontrolle des Gebiets übernahm. Dann wurden diese Gehälter 2018 plötzlich gestrichen. Um dieselbe Zeit reduzierte Abbas auch die Gehälter tausender öffentlicher Angestellter im Gazastreifen und forderte viele weitere auf ihre Arbeit zu verlassen.

Das hat logischerweise zur astronomisch hohen Arbeitslosigkeit und Armutsrate im Gazastreifen beigetragen.

Nicht berichtet: Palästinensische Proteste gegen PA-Sanktionen

Im März 2018 organisierte der US-Sondergesandte Jason Greenblatt eine Konferenz im Weißen Haus, um mögliche Lösungen zur Entschärfung der Lage im Gazastreifen zu diskutieren. Aber Abbas ging der Initiative aus dem Weg und wies eine Anfrage des damaligen UNO-Sonderkoordinator für den Nahost-Friedensprozess Nikolai Mladenow nach einem Zwiegespräch ab.

Drei Monate später brach in Städten überall in der Westbank eine Reihe Demonstrationen aus, die ein Ende der Sanktionen der PA gegen den Gazastreifen forderten. Während das harte Vorgehen der PA gegen die Demonstranten in palästinensischen und arabischen Medien weithin verurteilt wurde, waren die internationalen Nachrichtenmedien wieder relativ still, insbesondere bezüglich der von den palästinensischen Truppen einsetzte Gewalt.

Das „Macht Israel verantwortlich“-Narrativ geht zu Lasten der Palästinenser des Gazastreifens

Mahmud Abbas‘ zynische Taktik besteht darin im Gazastreifen über wirtschaftliche Strangulation Unruhe zu schüren. Trotzdem ist in der aktuellen Berichterstattung zu in Aussicht stehenden palästinensischen Wahlen die fortgesetzte Politik der kollektiven Bestrafung durch die PA unter den Teppich gekehrt worden.

De facto stellen die internationalen Medien Abbas weiter als einen „Moderaten“ und damit Israels bestmöglichen potenziellen Friedenspartner dar. Das Gesamtbild ist aber, wie es allgemein der Fall ist, weit komplexer. Dass der PA-Präsident seinem eigenen Volk Schaden zugefügt hat, läuft dem anerkannten, allerdings höchst fehlerhaften Narrativ zuwider.

Indem einzig Israel für das Leid der Gazaner verantwortlich gemacht wird, ist eine wichtige Story über den Mann, der immer noch das palästinensische Volk führen will, begraben worden.

Video: Spannungen zwischen Israel und Gazastreifen steigen unter Brandstifter-Terror der Hamas

20. August 2020

Zina Rakhamilova, HonestReporting, 16. August 2020

IDF-Flugzeuge bombardierten die fünfte Nacht in Folge mehrere Stellen, die zur Terrororganisation Hamas im Gazastreifen gehörten; inmitten der verstärkten Spannungen entlang der gemeinsamen Grenze, die durch die erneuerten Flüge von Brandsatz-Ballons aus den Palästinenser-Enklave nach Israel ausgelöst wurden.

Die Brand-Vorrichtungen, hauptsächlich Ballons mit daran gebundenem entflammbarem oder explosivem Material, haben Dutzende Brände verursacht, die im Verlauf der vergangenen Woche israelisches Agrarland zerstörten.

Derweil scheint es so, dass die Hamas auch die wöchentlichen Proteste entlang der Grenze wieder eingeführt wurden, wobei die IDF bestätigt, dass Demonstranten am Samstagabend „Reifen verbrannten, Sprengsätze und Granaten auf den Sicherheitszaun warfen und versuchten sich diesem zu nähern.“

Der Coronavirus und 7 Gründe, warum es keine „Belagerung des Gazasreifens“ gibt

16. April 2020

Honest Reporting, 30. März 2020

Besonders in einer Zeit, in der der Coronavirus ein beträchtliches Verbreitungsrisiko für die palästinensische Bevölkerung des Gazastreifens darstellt, ist die von der Hamas kontrollierte Enklave erneut in den Nachrichten. Und damit liegt ein neuer Fokus auf den Problemen, denen sich Gazas unzureichend ausgestattetes Gesundheitssystem gegenüber sieht. Einige Medien machen dafür offen israelische Einschränkungen für den Gazastreifen verantwortlich, die es gibt, um den Hamas-Terrorismus gegen Israel zu entschärfen. Diese Einschränkungen werden oft als „Blockade“ bezeichnet. Manche gehen sogar noch weiter und reden von einer „Belagerung des Gazastreifens“.

Das Wort „Belagerung“ ist besonders gefühlsbeladen und wird von Israels Gegnern ständig verwendet, manchmal auch von Mainstream-Medien, z.B. dem Economist:

Die „Gaza wird belagert“-Mentalität der Medien

Wortwahl ist wichtig. Irreleitende Begrifflichkeiten ist eine unserer acht Kategorien von Medien-Einseitigkeit. Wir stellen fest, dass Wortwahl nur allzu oft zur Beförderung von Propaganda genutzt wird. Die Medien müssen Vorsicht walten lassen, wenn sie sich bewusst dafür entscheiden bestimmte Begriffe, passende Nomen oder fremde Worte zu übernehmen (oder zu vermeiden).

Die lexikalische Definition einer Belagerung lautet:

Umstellen einer Stadt oder Festung, um deren Bevölkerung durch Aushungern zur Aufgabe zu zwingen.

(englisch, übersetzt:) Die Handlung oder der Prozess einen befestigten Ort auf eine Weise zu umstellen und anzugreifen, dass er gegen Hilfe und Nachschub isoliert wird; Zweck des Tuns ist es den Widerstand der Verteidiger zu schwächen und damit die Einnahme möglich zu machen.

Hier finden Sie sieben Gründe, warum die Lage des Gazastreifens weit von dieser Definition entfernt ist.

  1. Israel will den Gazastreifen nicht besetzen. Israel zog seine Soldaten und seine Zivilbevölkerung mit der Abkoppelung von 2005 aus dem Gazastreifen ab. Wollte Israel den Gazastreifen wieder erobern, müsste es das Territorium belagern, und dann beträchtliche militärische Mittel einsetzen um ihn wieder einzunehmen.
  2. Eine Belagerung ist ein militärischer Akt. Aber wer greift hier eigentlich wen an? Alle israelischen Militäroperationen seit dem Abzug aus dem Gazastreifen waren eine Reaktion auf tausende Raketen, die von palästinensischen Terrororganisationen auf israelische Bevölkerungszentren geschossen wurden.
  3. Fakt ist, dass Israels Blockade eine Verteidigungsmaßnahme ist, mit der seine Bevölkerung vor Terroristen geschützt werden soll, indem diese Terroristen daran gehindert werden nach Israel hineinzukommen, Waffen in den Gazastreifen zu schmuggeln oder Material in die Hände zu bekommen, das zur Herstellung von Waffen genutzt werden kann. Tatsächlich ist der Hauptgrund für die Blockade des Gazastreifens sowohl durch Israel als auch durch Ägypten die Bedrohung durch den Waffenschmuggel der Hamas.
  4. Unter was für einer Art von „Belagerung“ kann der Gazastreifen stehen, wenn der „Belagerte“ seine Bevölkerung aufruft, nicht ins Ausland zu reisen? Das Hamas-Gesundheitsministerium hat im März 2020 tatsächlich angesichts des drohenden Coronavirus die Palästinenser im Gazastreifen gedrängt nicht ins Ausland zu reisen. „Wir rufen alle Bürger auf, den Gazastreifen nicht zu verlassen – außer es ist absolut notwendig – um ihr Wohlerlgehen zu wahren“, sagte das Ministerium in einer Erklärung. Weitere Beweise, dass Reisen von Menschen, wenn auch beschränkt auf diejenigen mit Genehmigungen israelischer Behörden und den paar hundert täglich zugelassenen über den ägyptischen Übergang Rafah, immer noch möglich sind.


Ein Gesundheitsmitarbeiter mit Schutzmaske geht durch eine Quarantänezone, die vom palästinensischen Gesundheitsministerium im Gazastreifen eingerichtet wurde, um Einreisende am Übergang Rafah zu Ägypten als Teil der Bemühungen gegen einen Ausbruch des Coronavirus zu testen – 16. Februar 2020 (Foto: Said Khatib/AFP via Getty Images)

  1. Ist es eine „Belagerung“, wenn Israel eine Verwaltungsorganisation hat, die der Arbeit mit der örtlichen palästinensischen Bevölkerung gewidmet ist? Die Coordination of Goverment Activities in the Territories (COGAT) hat eine Koordinations- und Verbindungsverwaltung (CLA) für den Gazastreifen, die daran arbeitet der örtlichen palästinensischen Bevölkerung bei einer großen Bandbreite von Bereichen zu helfen. Dazu gehören:
  • Import und Export von Waren.
  • Koordinierunbg der Passage von Palästinenser nach Israel und ins Ausland (hauptsächlich aus wirtschaftlichen und medizinischen Gründen)
  • Ermöglichung der Passage internationaler Delegationen und Entwicklungshelfer.
  • Förderung von Projekten unter der Leitung der internationalen Gemeinschaft (z.B. Bau von Schulen, medizinischen Zentren, Gemeindezentren, Wohnungsbau) und Hilfe in den Bereichen Landwirtschaft, Verkehrswesen, Industrie und Handel.
  1. Der effektivste Weg ein Territorium zu belagern bestünde darin die Strom- und Wasserversorgung zu kappen. Stattdessen liefert Israel jedes Jahr mehr als 125 Megawatt Strom in den Gazastreifen, was mehr als die Hälfte der Stromversorgung darstellt. Darüber hinaus liefert Israel jedes Jahr rund 10 Millionen Kubikmeter Wasser.
  2. Die Bevölkerung auszuhungern oder ihr grundlegende humanitäre Güter oder Medikamente vorzuenthalten würde ebenfalls eine effektive Belagerung darstellen. Dennoch hat es keine Blockierung von Grundnahrungsmitteln, Medikamenten und anderen humanitären Gütern in den Gazastreifen gegeben. Seit die Hamas an die Macht kam, passieren fast jeden Tag mit diesen Vorräten beladenen LKW die Grenze mit Israel. Es hat keine Berichte über Hunger oder Gesundheitsepidemien im Gazastreifen gegeben.

Hier ist ein Blick auf die Zahlen zu dem, was 147.540 LKW 2017 über COGAT in den Gazastreifen lieferten:

  • 383.440 Tonnen Baumaterial
  • 744 Tonnen Lebensmittel
  • 111 Tonnen (Koch-)Gas
  • 038 Liter Dieseltreibstoff
  • 696 Liter Benzin
  • 044 Tonnen medizinische Ausrüstung
  • 154 Fahrzeuge

Darüber hinaus sind seit dem Gazakrieg von 2014 mehr als 6,5 Millionen Tonnen Baumaterial in den Gazastreifen gebracht worden, um Häuser, Straßen, öffentliche Einrichtungen und andere Infrastruktur zu bauen.

Die Bewegungsfreiheit von Menschen und Material ist zwar, um Terrorismus zu verhindern, eingeschränkt, doch ist die israelisch-ägyptische Blockade des Gazastreifens letztendlich nicht als „Belagerung“ zu bezeichnen. Das Überleben der Hamas selbst hängt davon ab, das Leid der Gazaner Israel anzuhängen, um so vom eigenen Versagen abzulenken. Leider gibt es nur allzu viele, darunter einige Medien, die dieses Narrativ nur allzu bereit glauben.

Israel hat nicht den Wunsch die Menschen des Gazastreifens leiden zu sehen und tut alles, was ihm möglich ist, die eigenen Sicherheitsbedürfnisse mit den humanitären Anforderungen der Palästinenser auszugleichen. Der Gazastreifen wird nicht „belagert“.

Raketen aus dem Gazastrteifen: Mehr als eine „Unannehmlichkeit“

5. März 2020

Simon Plosker, HonestReporting, 26. Februar 2020

Eine israelische Mutter schützt während eines Raketenalarms im Kibbuz von Kfar Aza im südlichen Israel am 7. Januar 2009 ihre Kinder. (Foto: Jack Guez/AFP via Getty Images)

Stellen Sie sich vor Sie leben in New York City und  alle paar Wochen würden sprengstoffhaltige Projektive willkürlich aus New Jersey über den Hudson River geschossen. Wie würden Sie damit umgehen von solch einem Angriff im Freien überrascht zu werden? Was wäre mit Ihren Kindern? Würden Sie tief und fest schlafen, in dem Wissen, dass Sie mitten in der Nacht von einer Sirene aufgeweckt werden könnten, die Ihnen 15 Sekunden gibt, um  in den Schutzraum oder in einen Luftschutzbunker zu gelangen?

Seit 2001 haben Palästinenser tausende Raketen und Mörsergranaten aus dem Gazastreifen auf israelische Gemeinden im Süden des Landes und manchmal darüber hinaus geschossen. Die israelischen Opfer sind zwar im Verhältnis zur Zahl der geschossenen Raketen gering gewesen, das ist aber nicht fehlender Motivation seitens der palästinensischen Terroristen geschuldet, die versuchen so viel Tote und Verletzte wie möglich zu verursachen.

Aber die Wirkung solcher Angriffe geht über das Potenzial physischer Schäden hinaus. Die Störung des Lebens von Israelis unter der ständigen Bedrohung ist greifbar, ganz zu schweigen von den psychologischen Auswirkungen, insbesondere auf Kinder.

„Selbst gebastelte Raketen“?

Die Medien spielen die Bedrohung aufgrund der irreführenden Beschreibung der Gaza-Raketen als „selbst gebastelt“ herunter. Die bekannteste, die Qassam-Raketen, sind selbst gebaut, aber nur in dem Sinne, dass sie vor Ort unter Verwendung groben Materials und in die Gefechtsköpfe gepackten Sprengstoffs produziert werden. Das bedeutet jedoch nicht, dass sie weniger tödlich sind. Qassams, denen Genauigkeit und ein Leitsystem fehlen, können nur ungezielt auf Bevölkerungszentren gefeuert werden. Mit ihrer begrenzten Reichweite wurden und werden Qassams auf Städte und Gemeinden an der Grenze des Gazastreifens wie Sderot geschossen.

Terroristen des Islamischen Jihad tragen eine Qassam-Rakete; Gaza, 31. Mai 2006 (Foto: Said Khatib/AFP via Getty Images)

Im Verlauf der Jahre haben die palästinensischen Terrororganisationen aber ihr Arsenal mit anspruchsvolleren Raketen nachgerüstet, darunter Katjuschas, WS-1Bs, Grads, vor Ort gefertigten „M-75“ und iranischen Fjar-5-Raketen; damit brachten sie den größten Teil der Bevölkerung Israels in Reichweite.

Der Iran hat eine wichtige Rolle in der finanziellen Unterstützung von Hamas und Islamischem Jihad gespielt, genauso bei Versuchen Waffen, einschließlich verbesserter Raketen, in den Gazastreifen zu schmuggeln. Die Blockade des Gazastreifens durch die Israelis und die Ägypter besteht in erster Linie, um solchen Schmuggel zu verhindern.

Diese Raketen bedrohen den Großteil der Bevölkerung Israels.

Wirtschaftliche Auswirkungen und Störung des Lebens

Israels Süden wird als Teil seiner wirtschaftlichen Peripherie angesehen. Ein großer Teil der Bevölkerung, insbesondere in Städten wie Sderot, gehört zum Sektor des mittleren bis niedrigeren Einkommens der Gesellschaft. Selbst wenn Einwohner die Gegend verlassen wollten, wird ihre Möglichkeit das zu tun von den viel höheren Immobilienpreisen in den anderen Landesteilen erschwert. Die Sicherheitslage macht es beträchtlich schwieriger zu einem Preis zu verkaufen, der hoch genug ist, dass man es sich leisten kann irgendwo anders etwas zu kaufen.

Für die Kibbuzim und Moschawim in der Gegend hat Gemeinschaft Priorität. Aber die Möglichkeit diese Gemeinden wachsen oder zumindest sich erhalten zu sehen hängt davon ab, dass man entweder neue Mitglieder gewinnt oder die nächste Genration davon abhält in andere Teile des Landes wegzuziehen. Während dieses Gemeinschaftsgefühl und die unglaubliche Belastbarkeit der Einwohner weitgehend gehalten haben, setzt die Situation sie enormen Belastungen aus.

Unter der Raketenbedrohung zu leben hat starke Auswirkungen auf die lokale Wirtschaft. Während Industrie von billigerem Land angelockt werden kann, werden viele das Risiko für zu hoch halten. Ohne lokale Industrie gibt es weniger lokale Arbeitgeber. Wenn die lokale Bevölkerung mit niedrigem Einkommen leben muss oder sogar arbeitslos ist, sind die lokalen Kommunen nicht in der Lage ausreichend Steuern einzunehmen, um den Einwohnern qualitativ gute Dienste bieten zu können. Gleichermaßen sind die Kommunen für ihre Haushalte auf Steuern aus Geschäften angewiesen.

Im November 2019, während eines besonders intensiven Raketen-Trommelfeuers, traf eine Rakete ein Matratzenlager in der Hollandia-Fabrik in Sderot. Sie löste einen Großbrand aus. Mehrere Löschzüge wurden gerufen, um den Brand zu bekämpfen, aber ihre Bemühungen wurden durch ständige Raketenalarme behindert, die die Feuerwehrleute zwangen ihre Aktivitäten einzustellen und selbst Schutz zu suchen.

Israelische Feuerwehrfahrzeuge löschen am 12. November 2019 eine brennende Fabrik in Sderot, nachdem sie von Raketen getroffen wurde. (Foto: Ahmad Gharabli/AFP via Getty Images)

CEO Avi Barssessat sagte israelischen Medien, das 4000 Quadratmeter große, einsturzgefährdete Gebäude sei voller auslieferungsfertiger Produkte gewesen.

„Ich bin von dieser Situation schwer getroffen“, sagte Barssessat. „Es stimmt, dass ich nirgendwo blute, aber der Schaden ist riesig. Ich bin am Boden zerstört davon zu sehen, dass mein Lebenswerk in Flammen aufgeht.“

Obwohl Maßnahmen wie die Eiserne Kuppel, Warnsirenen, Schutzräume und Bunker den Schaden und Verlust an Leben minimiert haben, hat schon eine aus dem Gazastreifen abgefeuerte Rakete das Potenzial extreme Störungen des Alltags zu verursachen. Schon die Sirene selbst ist Auslöser dafür, dass Einwohner alles liegen und stehen lassen und Deckung suchen, manchmal mit lediglich 15 Sekunden Vorwarnzeit. Schulkinder verlassen ihren Unterricht; Bürokräfte rennen in den Schutzraum; Kunden liegen in Geschäften auf dem Boden und hoffen das Beste.

Jedes von Raketenfeuer verursachte Aufflammen von Gewalt kann noch weit größere Störungen auslösen. Im Februar 2020 wurden zum Beispiel innerhalb von zwei Tagen fast 100 Raketen aus dem Gazastreifen geschossen, was das IDF-Heimatfrontkommando veranlasste eine Reihe vorsorglicher Direktiven für das südliche Israel auszugeben: Schulen wurden geschlossen, große Versammlungen im Freien untersagt, landwirtschaftliche Arbeiten nahe der Grenze zum Gazastreifen eingeschränkt, Straßen gesperrt und Zugverkehr eingestellt. Als Resultat der vorsorglichen Schulschließungen bleiben 55.000 Schüler zuhause.

Psychologisches Trauma

Die Einwohner des Südens leben seit fast zwei Jahrzehnten mit der Bedrohung durch Raketen aus dem Gazastreifen. Die Zahl der Toten ist in dieser Periode zwar relativ niedrig gewesen (hauptsächlich dank der israelischen Maßnahmen zum Schutz seiner Bürger), aber die Auswirkungen auf die mentale Gesundheit der dort Lebenden ist fühlbar gewesen.

Yehudit Spanglet, Spezialistin für posttraumatische Erfahrungen sprach gegenüber der Jewish Press im Juni 2019 über die Situation in Sderot:

Es gibt fraglos hunderte Menschen in Sderot und Südisrael, die in einem Zustand ständigen Traumas leben. Nicht nur infolge der fallenden Raketen, sondern auch durch das Donnern des Verteidigungssystems Eiserne Kuppel, das Gott sei Dank die meisten einfliegenden Raketen abschießt. Die lauten Explosionen am Himmel können in den Ohren einer Person lange nach dem Angriff noch ein Echo klingen lassen.

Viele Traumaopfer leben in Angst, selbst während längerer Waffenstillstandsphasen. Als nach dem Angriff vom letzten Donnerstag verkündet wurde, niemand sei verletzt worden, habe ich gelacht. Jedes Mal, wenn die Sirenen heulen und Menschen in Deckung rennen müssen, wird der Traumaschaden der vorherigen Angriffe verstärkt.

Als ich einmal zu Besuch in Sderot war, wurde die Stadt angegriffen. Draußen auf der Straße, nicht weit entfernt vom Haus meiner Tochter, stand eine erstarrte Frau, starrte in den Himmel. Ihr Hals war in Angst „eingefroren“, als die Sirene Alarm gab. Bevor sie einen Bunker erreichen konnte, explodierte die Rakete, scheinbar über ihrem Kopf.

Ihr Ehemann wollte sie nicht nach Aschkelon ins Krankenhaus bringen. Langsam ging sie nach Hause, ihr Kopf immer noch starr nach oben gerichtet. Als sie wieder Zuhause war, nachdem ich eine halbe Stunde mit ihr gesprochen hatte, lösten sich ihre Halsmuskeln schließlich und ihr Körper entspannte sich.

Die Auswirkungen auf Kinder sind noch deutlicher ausgeprägt. 2015 stellte eine Studie fest, dass 40% der Kinder in Sderot Angstsymptome und posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS) haben, darunter Trennungsängste, Rückfälle in frühkindlicheres Verhalten, Schlafstörungen, die Entwicklung neuer Ängste und Wutausbrüche. Die Jerusalem Post berichtete:

Selbst in Kriegszeiten befindet sich das Niveau an PTBS bei Kindern landesweit zwischen 7 und 10 Prozent, erklärte Prof. Ruth Pat-Hrenczyk. „Die anhaltende Lage in Sderot verursacht PTBS in einer Rate, die drei- bis viermal höher liegt als im Rest des Landes“, sagte sie.

Ähnliche Studien haben im Verlauf der Jahre noch höhere Raten an Kindern mit PTBS festgestellt, die in Grenzgemeinden leben, die unter Raketenfeuer aus dem Gazastreifen und damit verbundener Gewalt litten. Dass die Rate etwas abgenommen hat belegt die Widerstandskraft dieser Gemeinden und die Tatsache, dass regelmäßige Ausbrüche von Gewalt normal geworden sind – eine Situation, die in jedem anderen Land der Welt mit Verantwortung für den Schutz seiner Bürger als inakzeptabel angesehen würde.

Leider werden sich die Einwohner des Südens Israels, da sich kaum so etwas wie eine Lösung am Horizont abzeichnet, in der Zukunft wahrscheinlich vieler Gaza-Raketen gegenüber sehen. Was den Gazastreifen angeht, so lautet die Frage nur, ob, nicht wann der nächste Ausbruch oder Krieg kommt.

Video: Israel unter Beschuss – mehr als 350 Raketen in 36 Stunden

13. November 2019

HonestReporting, 13. November 2019

In den letzten 36 Stunden sind mehr als 350 Raketen von palästinensisch-islamischen Terroristen auf Israel geschossen worden (und es geht noch weiter).

Nachdem ein führender Terrorist des Palästinensischen Islamischen Jihad durch einen gezielten Angriff der IDF früh Dienstagmorgen getötet wurde, hat der Palästinensische Islamische Jihad widerholt Raketensalven auf israelische Bevölkerungszentren gefeuert, wobei sie zahlreiche Treffer erzielten.

Israel hat mit der Zerstörung von Terrorzielen im gesamten Gazastreifen zurückgeschlagen und dreizehn Terroristen getötet, die meisten vom Palästinensischen Islamischen Jihad. Die Situation eskaliert weiter.

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Die Hamas, eine fundamentalistische politische Partei?

15. November 2016

Simon Plosker, HonestReporting, 13. November 2016

Der Londoner Evening Standard berichtet von einem Besuch eines rechten Aktivisten in Israel. Zu der Story gehört diese Beschreibung der Hamas:

Hamas ist eine palästinensische fundamentalistische Partei, die den Gazastreifen kontrolliert. Israel hat sie oft beschuldigt Extremismus fördern, was die Hamas bestreitet.

Eine fundamentale politische Partei, die von Israel beschuldigt wird „Extremismus zu fördern“?

Ernsthaft?

Was ist mit Selbstmord-Bombenanschlägen, Schüssen, Stichanschläge und tausenden Raketenangriffen auf israelische Zivilisten? Macht das die Hamas nicht zu einer Terrororganisation?

Gibt es derart viele Zweifel am Wesen der Hamas, dass der Evening Standard auf Mutmaßungen Zuflucht nehmen muss?

Dem Evening Standard wurde eine Beschwerde zugeschickt. Bleiben Sie dran.

Die New York Times gibt die Kontrolle über die Medien durch die Hamas zu

31. August 2014

Simon Plosker, HonestReporting 25. August 2014 (übersetzt von Cora)

In ihrem Bericht über die gezielte Tötung des offiziellen Hamas-Finanzverwalters und Terrorunterstützers Mohammed al-Ghoul findet sich in der New York Times ein kleines, aber wichtiges Zugeständnis zur die Kontrolle der Hamas über das, was die Medien berichten können.

„Die Zeugen, die den Ort einige Minuten nach dem Luftangriff erreichten, berichteten, dass Sicherheitsleute in Zivilkleidung Fotografen daran hinderten Bilder zu machen, Umherstehende wegschickten, das Geld einsammelten und die Überreste des Autos nach weiterem Geld durchsuchten. Der Zeuge wollte aus Angst vor Vergeltung anonym bleiben.“

Man kann mit Sicherheit davon ausgehen, dass die „Sicherheitsleute in Zivil“ Hamasmitglieder sind. Da sie wie Zivilisten gekleidet sind, stellt sich die Frage, wie viele Terroristen als Zivilisten klassifiziert werden, einfach deshalb, weil sie keine Militär-Uniformen tragen.

Dass Fotografen und Zuschauer davon abgehalten wurden, das Geschehene zu dokumentieren und ein Zeuge Vergeltung fürchten muss, spricht Bände über die tatsächliche Kontrolle der Hamas über Gaza und warum große Teile des Geschehens nicht in die internationalen Medien gelangen.

Es ist sicher nicht verwunderlich, dass die Leiterin des Jerusalemer Büros der NY Times diesen Artikel nicht geschrieben hat. Schließlich tat sie die Verurteilung der Einschüchterungen durch die Hamas durch die Foreign Press Association als „Blödsinn“ ab.

Ist das große Rauschen in den Medien zu Gaza ein Freifahrtschein für die Massaker im Kongo?

29. November 2012

HonestReporting Media BackSpin, 29. November 2012

Abbildung rechts: Vava Tampa

Bedeutet das lausige Rauschen der Massenmedien aus dem Gazastreifen einen Freifahrtschein für Grausamkeiten anderswo auf der Welt?

Der kongolesische Aktivist Vava Tampa wundert sich darüber, dass tagtäglich stattfindende Massaker in seinem Heimatland nicht das gleiche mediale Interesse auf sich ziehen wie die Krise im Gazastreifen. Tampa schreibt bei CNN:

Hier stellt sich nicht die Frage, ob das menschliche Leid im Kongo mehr Medienberichterstattung verdient, weil es größer ist als das in Syrien oder Gaza, sondern vielmehr, warum berichten die Medien so ausführlich über die Krisen in Syrien oder Gaza  und nicht über die Raub- und Mordindustrie im Kongo?

Ich bezweifle, dass dies so wäre wegen eines Mangels an Bildern aus den kongolesischen Killing Fields, oder weil es nicht genug Augenzeugenberichte von Überlebenden gibt oder mangelnden humanitär motivierten Berichten oder Bewertungen der Situation vor Ort.

Liegt es an der geographischen oder kulturellen Distanz zwischen Washington oder London zum Kongo? Oder verhalten sich die westlichen Medien nur deshalb so zögerlich, wenn nicht sogar uninteressiert, darüber zu berichten, weil keine westlichen Interessen oder Verbündeten dadurch gefährdet sind?

Ian Birrill vom Observer sprach einen ähnlichen Aspekt an, der in mir zynischerweise anfänglich die Reaktion aufkommen ließ, dass sich niemand um den Kongo scheren würde, solange es keinen israelischen Bezug zu dieser Tragödie gäbe.

Problematisch ist nicht nur die umfangreiche Berichterstattung aus Gaza, sondern die überproportionale Berichterstattung von dort.

Hier ein Beispiel: Washington Post-Reporter Scott Wilson hält es für eine lesenswerte Geschichte, dass gegenüber Gaza ausgesprochene Vorwarnungen [durch die IDF; bd] die Zivilbevölkerung nicht schützen würden. Man könnte angesichts dieser Schlagzeile annehmen, dass es ein unverzeihlicher Fehler beim Vorgehen der IDF sei, die Bewohner zum Verlassen jener Gebäude aufzufordern, die getroffen werden sollen. Stattdessen aber schreibt Wilson:

Familienangehörige gaben an, sie hätten nicht gewusst, dass die Azzams, eine andere Familie in der Nachbarschaft, ein Mitglied des Islamic Jihad aufgenommen hatten. Mohammed Qutati, Student der Ingenieurwissenschaften an der al-Azhar-Universität, dessen Onkel Ahad bei den Luftangriffen getötet worden war, sagte: „Wenn wir das gewusst hätten, wären wir aus dem Gebäude gegangen.“

Der Fairness halber muss gesagt werden, dass die Washington Post einige Kurzmeldungen aus dem Kongo aufgegriffen hatte. Aber Artikel von Korrespondenten des eigenen Blattes haben mehr Gewicht und erzeugen mehr Aufmerksamkeit.

Kann Tampas Frustration über die Nachrichtenindustrie also noch überraschen?

(Foto via YouTube/SavetheCongoChannel)

Gazaner geben Babys die Namen iranischer Raketen

26. November 2012

Pesach Benson, HonestReporting.com, 26. November 2012

YNet schrieb, die neueste Modewelle im Gazastreifen bestehe darin, Babys die Namen Fajr und Ahmed Jabari zu geben.

Es sagt nicht viel über die Chancen für Frieden aus, wenn man seine Kinder nach Raketen und Terrorkommandeuren benennt.

Wir werden wissen, dass wir über den Berg sind, wenn die Palästinenser anfangen, ihren Kindern Namen wie Menschlicher Schutzschild, Kanonenfutter und Gehirngewaschen zu geben.

Operation Säule der Verteidigung: Was Sie wissen sollten

15. November 2012

Simon Plosker, HonestReporting.com, 15. November 2012

Israel ist nicht daran interessiert, die Flammen zu schüren, aber seit fünf Tagen hat es ständiges Raketenfeuer auf Israel gegeben und Mütter und Kinder können nachts nicht schlafen… Es gibt eine Grenze dessen, was Israel ertragen kann.
Präsident Shimon Peres zu Präsident Barack Obama, 14. November 2012

Einmal mehr muss Israel sich mit einer Militäroperation zur Beendigung des Raketenfeuers aus dem Gazastreifen beschäftigen. Der vorhersehbare Medienwahn hat begonnen. In diesem Leitfaden werden wir Ihnen den Hintergrund und die Informationen geben, die Sie brauchen, um auf die Medieneinseitigkeit gegen Israel zu reagieren.

Hintergrund

Zum dritten Mal innerhalb eines Monats befinden sich die Zivilisten des südlichen Israel unter ständigem Raketenfeuer aus dem Gazastreifen.

Die derzeitigen Angriffe begannen Samstagabend (10. November), als palästinensische Terroristen eine Antipanzer-Rakete auf einen Armee-Jeep schossen, der auf der israelischen Seite des Grenzzaunes unterwegs war. Vier IDF-Soldaten wurden verletzt. Seitdem sind mehr als 120 Raketen auf israelische Zivilisten geschossen worden.

Das Leben von 1 Million israelischer Bürger ist bedroht und das Alltagsleben im südlichen Israel ist vollkommen zum Erliegen gebracht worden.

Die Einwohner der Gemeinden in der Nähe des Gazastreifens leiden ständig unter Angriffen mit Raketen und Mörsergranaten. Diese Angriffe finden auf fast regelmäßiger Basis statt, ebenso Eskalationen anderer Art von Terroraktivitäten, die von der Hamas und den übrigen Terrororganisationen ausgeführt werden, die unter dem Schutz der Hamas agieren.

Die Pausen zwischen den Wellen der Raketenangriffe werden immer kürzer. Im vergangenen Monat ist Israel drei getrennten Perioden der Eskalation ausgesetzt worden. Seit Jahresbeginn sind mehr als 800 Raketen und Mörsergranaten auf Israel geschossen worden, eine Rekordzahl seit dem Ende der Operation Gegossenes Blei (Januar 2009). Dieser Höchststand gleicht dem der Angriffe, die 2007/2008 erfolgten.

Wie antwortet man Israels Kritikern?

Behauptung: „Israel ist eher verantwortlich für diesen jüngsten Ausbruch der Gewalt als die Hamas.“

Antwort: Die Medien haben ein sehr kurzes Gedächtnis. Raketenangriffe sind für die Israelis im Süden seit vielen Jahren ein Teil des Alltagslebens gewesen, trotz der fehlenden Berichterstattung in den internationalen Medien. Israel hat mit enormer Zurückhaltung agiert, doch es gibt eine Grenze dessen, was ein Land zu tolerieren man erwarten kann.

Es sind die Hamas und andere Terrororganisationen im Gazastreifen, die sich entschieden haben, die Gewalt in den letzten Tagen zu eskalieren, angefangen mit dem Anschlag auf den Jeep und ganz zu schweigen von den vielen Vorfällen des vergangenen Monats, die von den Mainstream-Medien praktisch ignoriert wurden.

Unten folgt eine Zeitschienen-Zusammfassung der Vorfälle des vergangenen Monats, dank der  Jerusalem Post:

23. Oktober:
Ein IDF-Offizier wird durch einen Sprengsatz schwer verletzt, der sich auf Patrouille am Grenzzaun zum Gazastreifen befindet. Die PFLP reklamiert die Verantwortung.

6. November:
Eine Explosion entlang des Gaza-Grenzzauns verletzt drei Soldaten. Die Palästinenser feuern später eine Qassam-Rakete ins südliche Israel. Am selben Tag sprengen Palästinenser einen massiven Tunnel an der Grenze, was keine Verletzungen verursacht, aber einen IDF-Jeep umkippt.

8. November:
Bei einem Feuergefecht mit Palästinenser tötet offenbar IDF-Feuer einen 13-jährigen palästinensischen Jungen. Palästinensische Mörsergranaten verletzen später am Tag einen IDF-Soldaten an der Grenze.

9. November:
Palästinenser schießen eine Antipanzer-Rakete auf einen IDF-Jeep auf Patrouille entlang der Grenze zum Gazastreifen. Sie verletzen vier Soldaten. Unmittelbar danach schießen israelische Panzer zurück in den Gazastreifen, töten fünf Palästinenser und verwunden mindestens 25. Später feuern die Palästinenser eine Reihe Qassam-Raketen ins südliche Israel.

10.-12. November:
Palästinensische Terrorgruppen feuern mehr als 100 Raketen und Mörsergranaten ins südliche Israel. Der Islamische Jihad und eine Salafistengruppe reklamieren die Verantwortung für die Mehrheit der Raketen. Mindestens acht Israelis werden bei den Angriffen verletzt.

13. November:
Ein vermeintlicher Waffenstillstand wird zwischen Israel und der Hamas vermittelt, bei dem beide Seiten ihre Ruhe davon abhängig machen, dass die andere Seite die Angriffe einstellt. Premierminister Benjamin Netanyahu warnt vor zukünftigen Angriffen: „Ich bin verantwortlich dafür, den richtigen Zeitpunkt zu wählen, um den höchstmöglichen Preis abzuverlangen – und so wird es kommen.“

14. November:
Vier Raketen treffen am Morgen das südliche Israel; die IDF sagt, sie untersucht die Möglichkeit, dass die Raketen aus dem Sinai verschossen wurden.

Später am Mittwoch tötet im zentralen Gazastreifen die IDF Ahmed Jabari, den Chef des bewaffneten Arms der Hamas, den Izzedien al-Qassam-Brigaden. Die IDF trifft weitere 20 Ziele im gesamten Gazastreifen an, zumeist beschoss sie Lagerorte für Langstrecken-Raketen; auch ein regionaler Hamas-Kommandeur soll getötet worden sein.

Behauptung: „Israels Reaktion ist der Bedrohung nicht angemessen“

Antwort: Palästinensische Raketen sind keine „selbst gebauten“ Projektile – sie sind tödlich und bedrohen eine große Zahl israelischer Bevölkerungszentren. Der Status des Gazastreifens als Terrorbasis ist auch als Ergebnis der Quantität eingeschmuggelter Waffen aus dem Sudan, Libyen und dem Iran verstärkt worden, die eine noch größere Bedrohung der israelischen Zivilbevölkerung darstellt.

Behauptung: „Wird nicht die Eiserne Kuppel die einfliegenden Raketen abschießen, was sie ziemlich harmlos macht? Hat es nicht als Ergebnis der Gaza-Raketen relativ wenig israelische Opfer gegeben?“

Anwort: Das Raketenabwehrsytem Eiserne Kuppel hat sich als bemerkenswert effektiv erwiesen. Doch kein Raketenschild dieser Art bietet 100% Schutz. Es gibt außerdem eine begrenzte Zahl von Batterien, die die gesamte Region abdecken. Die israelischen Opferzahlen sind zwar im Verhältnis zur Zahl der geschossenen Raketen niedrig gewesen, was aber nicht an fehlender Motivation der palästinensischen Terroristen liegt, die versuchen so viele Tote und Verletzte wie möglich zu verursachen. Zur Zeit sind drei Israelis durch einen Raketenangriff auf die Stadt Kiryat Malachi im Süden getötet worden.

Behauptung: „Das ist kein fairer Kampf – es sterben mehr Palästinenser als Israelis“

Antwort: Die Opferzahlen allein erzählen keine genaue Geschichte. Israel schießt nicht absichtlich auf Zivilisten. Die IDF unternimmt außergewöhnliche Maßnahmen, um zivile palästinensische Tote zu vermeiden. In scharfem Gegensatz dazu beschießen die palästinensischen Terrororganisationen bewusst israelische Zivilisten und nutzen die Bevölkerung des Gazastreifens als menschliche Schutzschilde, lagern und schießen Raketen aus stark bevölkerten Gebieten heraus. Das ist ein zweifaches Kriegsverbrechen. Der einzige Grund, dass nicht mehr Israelis sterben, besteht in den verstärkten Schutzräumen, Bunkern, der Eisernen Kuppel und Frühwarnsystemen, auf die die Israelis sich zu ihrem Schutz verlassen.

Um das Risiko für die Zivilisten im Gazastreifen zu verringern, hat die IDF dort sogar Flugblätter abgeworfen, mit denen die Einwohner gewarnt werden sich von den Akteuren der Hamas und der anderen Terrororganisationen und ihren Einrichtungen fernzuhalten, die für sie ein Sicherheitsrisiko darstellen.

warnendes IDF-Flugblatt

Der Inhalt des Flugblatts:

Wichtige Ankündigung für die Einwohner des Gazatsreifens:

Übernehmen Sie die Verantwortung für Ihre eigene Sicherheit und vermeiden Sie es, sich im Umfeld der Hamas-Akteure und -Einrichtungen und der anderen Terrororganisationen aufzuhalten, die ein Risiko für Ihre Sicherheit darstellen.

Die Hamas zieht die Region wieder einmal in Gewalt und Blutvergießen. Die IDF ist entschlossen die Einwohner des Staates Israel zu verteidigen. Diese Ankündigung gilt, bis die Ruhe in der Region wieder hergestellt ist. Kommando der Israelischen Verteidigungskräfte.

Behauptung: „Israels hat die Absicht eine humanitäre Katastrophe im Gazastreifen zu schaffen.“

Antwort: Israels Ziele innerhalb des Gazastreifens sind militärisch und nicht zivil. Zusätzlich bleiben die Grenzübergänge offen, was die Routine-Einfuhr humanitärer Güter erlaubt.

Behauptung: „Israel hat ein Kriegsverbrechen begangen, indem es den Hamas-Militärkommandeur Ahmed Jabari gezielt tötete.“

Antwort: Der Einsatz gezielter Tötungen ist ein letztes Mittel, wenn es nicht möglich ist einen Terroristen zu fangen und ihn vor Gericht zu stellen, wie es im Gazastreifen der Fall ist. Die IDF hat es für notwendig befunden die Möglichkeit der Hamas zu operieren zu zerschlagen und hat den Kopf der Schnecke abgeschlagen; dazu hat sie Zielgenauigkeit genutzt, um das Risiko von Kollateralschäden zu reduzieren.

Ahmed Jabari hat persönlich zahlreiche tödliche Terroranschläge auf israelische Zivilisten geführt und war für die Entführung des Soldaten Gilad Shalit wie auch die gewaltsame Übernahme des Gazastreifens durch die Hamas verantwortlich.

Rafah: Das Gesetz der ungewollten Folgen beißt Ägypten

31. Mai 2011

Pesach Benson, HonestReporting Media Backspin, 31. Mai 2011

Nach der Wiederöffnung von Rafah wird Ägpyten vom Gesetz der ungewollten Folgen gebissen. Das Wall Street Journal (ein Klick via Google News) schreibt:

Eine volle Öffnung der ägyptischen Grenze in Rafah, sagen Analysten, könnte Israel erlauben, sich eindeutiger vom Gazastreifen zu trennen und die humanitäre und Sicherheits-Verantwortung für die Enklave auf Ägypten abzuwälzen…

Die Grenze für Handel und Waren geschlossen zu halten, hat Kairo davor bewahrt, stillschweigend die Verantwortung für die Ernährung der 1,5 Millionen Menschen der Enklave zu übernehmen und Lieferungen an Waffen und so genannten Dual Use-Gegenständen zu überwachen, die für Angriffe auf Israel genutzt werden könnten.

Die ägyptische Straße ist voll und ganz dafür, die Grenze völlig öffnen, aber nach Angaben des WSJ sind die herrschenden Militärführer nicht allzu begierig darauf,  so weit zu gehen. Wie es aussieht, befinden sich im Moment rund 400 Al-Qaida-Mitglieder im Sinai. Einige Vertreter Israels sagten gegenüber dem Magazin Time, die neue Wirklichkeit von Rafah habe einen Silberstreif am Horizont.

… zur Reaktion in offiziellen Kreisen Israels gehört mit Sicherheit „stille Genugtuung“. Denn in Jerusalem hat man das Gefühl: Wenn die Ägypter Verantwortung für die 1,5 Millionen Palästinenser im Gazastreifen übernehmen wollen, dann nur zu. Kairo hatte die Küstenenklave immerhin ab 1948 kontrolliert, bis 1967, als der Gazastreifen zu den riesigen Territorien gehörte, die Israel im Sechstagekrieg eroberte.

Was denken Sie zum Problem der Sicherheitsrisiken vs. politischen Möglichkeiten, die die Öffnung von Rafah für Israel darstellt?

Drei Gründe, warum Gaddafis neuestes Geschwätz so drollig ist

8. März 2011

HonestReporting Media BackSpin, 8. März 2011

Sie wissen, die Hölle gefriert, wenn Gaddafi sich mit Israel vergleicht:

Selbst die Israelis gingen in den Gazastreifen mit Panzern rein, um die Extremisten zu bekämpfen. Genauso ist es hier! Wir haben es hier mit kleinen bewaffnete Gruppen zu tun, die wir bekämpfen. Von Anfang an haben wir keine Gewalt ausgeübt. […]…Bewaffnete Einheiten der libyschen Armee mussten gegen kleine bewaffnete Al-Qaida-Banden kämpfen. Darum geht’s.“

Hier drei Gründe, die Gaddafis Geschwätz so surrealistisch erscheinen lassen.

1. Gaddafi gibt zu, dass Israel sich zu Recht gegen palästinensischen Terror verteidigt.

2. Gaddafi bezeichnet die Hamas als Terrororganisation. Wow!

3. Gaddafi stellt den Goldstone-Report in Frage. Übrigens befand sich Libyen an vorderster Front, als es darum ging, den Report über die UNO durchzuboxen.

Schön, wenn Gaddafi noch die Gelegenheit bekäme, HonestReportings Analyse zum Gaza-Krieg und die Zusammenfassung des Goldstone-Reports zu lesen.

Wahrscheinlicher ist aber, dass er schlicht und einfach nur einen an der Waffel hat.

Kinder feiern Massaker

1. September 2010

HonestReporting Media Backspin, 1. September 2010

Lob, wem Lob gebührt. AP und Reuters bekamen Fotos von palästinensischen Kindern, die den Terroranschlag an der Landstraße morbide feierten, bei dem Talya und Yitzhak Imes, Kochava Even-Haim und Avishai Shendler getötet wurden.

Palästinensische Kinder schwenkten die grüne islamische Flagge und zeigten das Victory-Zeichen, als sie an einer Kundgebung teilnahmen, um im Flüchtlingslager Jebaliya im Gazastreifen einen militanten Anschlag in der südlichen Westbank zu feiern. Dienstag, 31. August 2010. Ein palästinensischer Bewaffneter eröffnete das Feuer auf ein israelisches Fahrzeug, das Dienstag in der Westbank fuhr, sagten Behörden; er tötete vier Passagiere bei dem tödlichen Angriff, der einen langen Schatten über die Nahost-Friedensgespräche wird, die diese Woche beginnen sollen. (AP Photo/Hatem Moussa)

Ein palästinensischer Junge hält ein Spielzeuggewehr; er wird von seinem Vater getragen, als sie im Flüchtlingslager Jebaliya im nördlichen Gazastreifen den Schusswaffenanschlag in der Westbank feiern. 31. August 2010 Vier israelische Siedler wurden Dienstag, am Vorabend des von den USA protegierten Nahost-Friedensgipfels in Washington, in ihrem Auto in der besetzten Westbank im Vorbeifahren erschossen. Der bewaffnete Arm der islamistischen Hamas-Bewegung, der Islamistengruppe, die den Gazastreifen kontrolliert und gegen Friedensgespräche ist, beanspruchte in einer Erklärung die Verantwortung für die Schüsse. (REUTERS/Mohammed Salem)

Diese Bilder, plus Fotos wie diese, sind weit wichtiger für die Story als die erbärmlichen Bilder, die die AP-Fotoredakteure gestern Abend verschickten.

Amira Hass sieht es so wie ich

16. August 2010

HonestReporting Media Backspin, 16. August 2010

Vor ein paar Tagen bloggte ich 6 Gründe, warum Sie keine Fotos der Anti-Hamas-Strom-Demo sehen werden.

Ich stelle fest, dass die alt gediente Ha’aretz-Reporterin Amira Hass der gleichen Ansicht ist wie ich:

„Ich wünschte, diese Bilder erreichten die Linken im Ausland“, sagte eine Freundin Dienstag vor sich hin, als sie zusah, wie die Hamas-Polizei Gewehrkolben und Knüppel dazu nutzte ihre Freunde zu verprügeln – Aktivisten der PFLP. Obwohl meine Freundin nie ein Fan der Hamas-Regierung in der Westbank war, ist sie wegen der Romantisierung der Hamas-Herrschaft durch ausländische Aktivisten wütend.

Fotos der Proteste vom Dienstag werden kaum zu finden sein, da die Hamas-Polizei Fotojournalisten daran hinderte ihren Job zu tun. Irgendwann wurde in die Luft geschossen, um die PFLP-Demonstranten in Gaza Stadt zu zerstreuen – eine Demonstration, di die Hamas eine illegale Zusammenkunft nannte. Viele Protestierende wurden verletzt und benötigten medizinische Behandlung; andere wurden zeitweise inhaftiert.

Wir warte immer noch darauf Bilder davon zu sehen.

[Anmerkung heplev: Hass macht auch deutlich, wo sie selbst steht, wenn sie ihre Freundin von der PFLP reden lässt: auf Seiten der Terroristen!]

6 Gründe, warum Sie keine Fotos der Anti-Hamas-Strom-Demo sehen werden

11. August 2010

HonestReporting Media Backspin, 11. August 2010

AFP berichtet, dass Hamas-Polizei einen Protest gegen die Stromausfälle auflöste. Hier sind sechs Gründe, warum man keine Agenturfotos davon sehen wird:

1. Hamas erlaubt Journalisten nur über antiisraelische Mahnwachen zu berichten.

2. Die Fotografen-Angaben würden die Fotografen in Gefahr bringen und den Zugang ihrer Agentur vor Ort bedrohen.

3. Freischaffende Fotografen, denen die Unterstützung einer Nachrichtenagentur fehlt, werden ihre Karriere und ihre Freiheit nicht riskieren.

4. Jeder Fotograf, der vorher einen Tipp bekam, hätte riskiert, dass man ihn mit der PFLP in Verbindung bringt, die die Demonstration organisierte.

5. Archivfotos von antiisraelischen Elektrizitätsprotesten zu nutzen liegt dem Gruppendenken der Großen Medien näher, da Israel ohnehin alles schuld ist.

6. Die Berichterstattung zu vergraben beugt ohnehin der Notwendigkeit vor Bilder zu bringen.

Die Hamas: Der Grinch, der den Ramadan verdirbt

10. August 2010

HonestReporting Media Backspin, 10. August 2010

Im Gazastreifen sind die Ramadan-Einkäufe in vollem Gang. Das hier kommt von Reuters:

Farbenfrohe Reihen an Bonbons, Milchprodukte, saure Gurken, Datteln und Snacks überfüllen die Marktstände und die Regale in Geschäfte des Hauptmarktes in Gaza Stadt, die letztes Jahr spärlich ausgestattet waren…

Die Vor-Ramadan-Einkäufer wurden von exotischen Etiketten und Marken angezogen, die vor ein paar Jahren nicht zu sehen waren, einschließlich vieler in Israel hergestellter Waren.

Die Regale sind voll von unterschiedlichen Sorten Datteln, einer unerlässlichen Ramaldan-Delikatesse, die jetzt aus verschiedenen Ländern importiert wird.

Doch eine Hexenjagd der Hamas nach– echten und eingebildeten – Kollaborateuren könnte den Feiertagsjubel verderben. YNetNews gibt an:

Die Zeitungen im Gazastreifen veröffentlichen gelegentlich Nachrichten über auf See gefundenen Leichen. Die Zahl dieser Leichen ist nicht groß, doch nicht all diese Ertrunkenen sind freiwillig ertrunken. Zu den Gazanern, die den Tod im Meer fanden, gehören Beamte aus der mittleren Führungsebene sensibler Regierungsministerien, z.B. des Innenministeriums, wie auch der Polizei und Sicherheitsoffiziere.

Einigen von ihnen wurde in den Kopf geschossen, bevor sie schwimmen gingen.

Wenn Sie glauben, die Hamas führe keinen gewalttätigen Feldzug während des heiligen Monats der Muslime, der am Mittwoch beginnt, dann denken Sie nochmal nach. Der Yom Kippur-Krieg 1973 wird von den Arabern als der Ramadan-Krieg bezeichnet; das ist nur eine von vielen arabischen Schlachten, die während des Ramadan ausgetragen wurden.

Ich verstehe es so, dass der Ramadan – unter anderem – eine Zeit der Versöhnung unter Muslimen ist. Klingt nicht wie die Art von Feiertagsgeist, die alle mit der Hamas verbinden.