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Spotlight auf Jenin, Teil 6: Jenin in der israelischen und der palästinensischen Psyche

3. November 2022

Jenin, das von Beobachtern den Spitznamen „Terror-Hauptstadt“ bekommen hat, ist in den letzten Monaten in den Nachrichten gewesen, weil Israel weiter Terrorbekämpfungs-Operationen ausführt, um israelisches Leben zu  retten und dem Handeln derer vorzubeugen, die dem jüdischen Staat schaden wollen.

Aber während Jenin ständig in den Medien erwähnt wird, wie viel wissen wir wirklich über Jenin?

In dieser Reihe werden wir einen Blick auf andere mit Jenin verbundene Themen werfen und hoffentlich ein facettenreiches Verständnis der Stadt im Zentrum des aktuellen Anstiegs von Gewalt und Terror bieten.

Das ist „Spotlight auf Jenin“.

In diesem Text werden wir einen Blick auf die Rolle werfen, die Jenin in der israelischen wie auch in der palästinensischen Psyche spielt.

Gewalt, Selbstmord-Bombenanschläge, tödliche Überfälle und Medienlügen: Jenin in der israelischen Psyche

Während der ersten wie der zweiten Intifada war Jenin den Israelis als Zentrum der Gewalt und des antiisraelischen Terrorismus bekannt.

Zu Beginn der ersten Intifada (1987 bis 1993) schlug eine Reihe palästinensischer Terrororganisationen Wurzeln im Raum Jenin und nutzten das Gebiet als Ausgangsort für Anschläge auf israelische Soldaten und Zivilisten. Eine besonders bemerkenswerte Gruppe waren die Schwarzen Panther, die für Anschläge auf israelische Soldaten und jüdische Gemeinden in Judäa und Samaria sowie den Mord an Palästinenser verantwortlich war, die der „Kollaboration“ mit dem jüdischen Staat beschuldigt wurden.

Während der zweiten Intifada (2000 bis 2005) wurde Jenin einmal mehr zur Brutstätte palästinensischer Terror-Aktivitäten, wobei mehr als ein Drittel der Selbstmordbomber aus der Region stammten, während prominente palästinensische Terrorgruppen die Stadt und ihre Umgebung als Basis für gewalttätige Angriffe auf israelische Zivilisten und Soldaten nutzten.

In Reaktion auf die Gefahr, die die Terrorgruppen in Jenin und anderen Westbank-Städten darstellte, setzte Israel 2002 die Operation Schutzschild in Gang.

Während der Schlacht um Jenin, die vom 1. bis 11. April stattfand, drangen 1.000 israelische Soldaten in die Terror-Enklave ein und lieferten sich einen brutalen Häuserkampf mit schwer bewaffneten palästinensischen Kämpfern.

Ein besonders Narben hinterlassender Vorfall für die Israelis in dieser Zeit ereignete sich, als 13 IDF-Reservisten von palästinensischen Kämpfern in einen Hinterhalt gelockt und getötet wurden. Ein Beobachter bezeichnete das als den „größten Rückschläge während der gesamten Offensive von 2002“.

Als die Kämpfe sich dem Ende zuneigten, begannen einige internationalen Medien und Menschenrechtsorganisationen die falsche Behauptung zu berichten, Israel habe in Jenin ein „Massaker“ verübt. Diese Behauptungen erwiesen sich letztlich als unwahr, aber sie halfen dennoch die Idee zu lebendig zu erhalten, dass Israel Kriegsverbrechen beging und unschuldige Palästinenser tötete.

Damit existierte Jenin, noch bevor es während der letzten Jahre in den Medien aufzutauchen begann, in der israelischen Psyche als Symbol des Terrorismus, der dunkelsten Tage der zweiten Intifada und der wahrgenommenen Unzuverlässigkeit der internationalen Medien und Menschenrechtsgruppen, wenn es um Berichterstattung zu Israel geht.

Die hohen Kosten des „Widerstands“: Jenin in der palästinensischen Psyche

Für die Palästinenser repräsentiert Jenin eines der Hauptzentren des Widerstands gegen Israel und die IDF während der zweiten Intifada. Laut Analysten der Region hinterließ der Kampf um Jenin jedoch in der palästinensischen Psyche eine dunkle Wolke über der Stadt in der nördlichen Westbank.

Während es ein Gefühl des Stolzes wegen der Tatsache gab, dass Jenin eine der wenigen palästinensischen Städte war, die das israelische Militär effektiv bekämpfte, hinterließen der Tod und die Zerstörung, die nach der Schlacht um Jenin folgten, bei vielen Palästinensern einen bitteren Geschmack.

Für viele Palästinenser ist die Rückkehr zur Gewalt in Jenin und seiner Umgebung praktisch eine Wiedergewinnung des gewalttätigen Rufs Jenins durch die nächste Generation.

Abgesehen von seinem gewalttätigen Ruf repräsentiert Jenin für viele Palästinenser die Ohnmacht der palästinensischen Autonomiebehörde (PA) von heute.

Wegen der gängigen Wahrnehmung, dass die PA korrupt und gegenüber Israel untertänig ist, haben viele junge Palästinenser in Jenin sich mit radikalen palästinensischen Terrorgruppen wie der Hamas und dem Palästinensischen Islamischen Jihad verbündet, die für sie eine Alternative zur PA bieten.

Obwohl Jenin erst vor kurzem wieder in den Nachrichten wieder als Zentrum des jüngsten Anstiegs der Gewalt in der Westbank erschien, ragt die Stadt sowohl im Gedächtnis der Israelis als auch der Palästinenser heraus.

Für die Israelis symbolisiert Jenin den tödlichen Terror, der die Straßen des jüdischen Staates während der zweiten Intifada heimsuchte, einige der schwersten Kämpfe, die zwischen israelischen Soldaten und palästinensischen Kämpfern, die in demselben Zeitraum stattfanden, sowie die Versuche der internationalen Medien Israel zu dämonisiere, während seine Feinde verklärt werden.

Für die Palästinenser repräsentiert Jenin den Stolz effektiven „Widerstands“ gegen Israel, den hohen Preis, der für diesen Widerstand bezahlt wird, sowie als Symbol der Ineffektivität der palästinensischen Autonomiebehörde dabei die Westbank-Palästinenser mit den Alltagsnotwendigkeiten zu versorgen.

Spotlight auf Jenin – Teil 5: Die Drohung des Terrorismus für Jenins Wirtschaft

27. Oktober 2022

Chaim Lax, HonestReporting, 19. Oktober 2022

Jenin, das von Beobachtern den Spitznamen „Terror-Hauptstadt“ bekommen hat, ist in den letzten Monaten in den Nachrichten gewesen, weil Israel weiter Terrorbekämpfungs-Operationen ausführt, um israelisches Leben zu  retten und dem Handeln derer vorzubeugen, die dem jüdischen Staat schaden wollen.

Aber während Jenin ständig in den Medien erwähnt wird, wie viel wissen wir wirklich über Jenin?

In dieser Reihe werden wir einen Blick auf andere mit Jenin verbundene Themen werfen und hoffentlich ein facettenreiches Verständnis der Stadt im Zentrum des aktuellen Anstiegs von Gewalt und Terror bieten.

Das ist „Spotlight auf Jenin“.

In diesem Text werden wir einen Blick auf die Wirtschaft von Jenin werfen, ihr überdimensionales Wachstum in den 15 Jahren nach der zweiten Intifada und die Bedrohung, die der Terrorismus für ihr weiteres Wachstum darstellt.

Von traditionellen Märkten zu Masseninvestition: Jenins Wirtschaftsboom

Aufgrund des fruchtbaren Bodens der Region und des Zugangs zu natürlichen Wasserquellen basiert die Wirtschaft Jenins traditionell auf Landwirtschaft.

Die Stadt machte allerdings nach der zweiten Intifada eine Periode nie dagewesenen wirtschaftlichen Wachstums durch. Während der Terrorwelle war Jenin der Ort einiger der intensivsten Kämpfe zwischen der israelischen Armee und palästinensischen Terrorgruppen.

Das wirtschaftliche Wachstum war durch zunehmende arabisch-israelische Investitionen gekennzeichnet, die Eröffnung der Arabisch-Amerikanischen Universität (was die Geschäfte in der Gegend um den Universitäts-Campus und die Studentenwohnheime stärkte), zunehmende Bewegung von Menschen und Waren zwischen der Region und dem Israel von vor 1967 am nahegelegenen Übergang Gilboa/Jalameh (der 2009 öffnete), eine Zunahme der Zahl der Einwohner Jenins, die für israelische Firmen arbeiten und einen Boom im Immobiliensektor.

Eindrucksvoller Besuch heute am Campus von Jenin @aaup_edu, einem akademischen und wissenschaftlichen Leuchtturm im Nahen Osten, der palästinensischen und internationalen Studenten Qualitätsbildung bietet. Mabruk für eure Leistungen!

Zusätzlich begann die palästinensische Autonomiebehörde 2008 das Pilotprojekt Jenin. Dieser von Israel, den USA und anderen internationalen Investoren unterstützte Plan konzentrierte sich auf die Wiederbelebung Jenins. Dazu gehörte die Stärkung der PA-Kräfte in der Region, die Entwicklung eines Industriegebiets und die Verbesserung unverzichtbarer Infrastruktur wie Strom und Wasser.

Während Jenins Wirtschaft 15 Jahre Wachstum und Wohlstand durchmachte, entwickelte sich auch eine Art Schwarzmarkt, auf dem entrechtete Jugendliche und ehemalige Mitglieder von Terrororganisationen ihren Lebensunterhalt bestreiten, indem sie gestohlene Autoteile verkaufen, mit Waffen handeln und Mitglieder der allgemeinen Bevölkerung erpressen.

Das Wachstum dieser zwielichtigen Schattenseite in Jenin im Verlauf der letzten Jahre sowie ein wirtschaftlicher Niedergang infolge der COVID-19-Pandemie halfen zur anarchischen Atmosphäre beizutragen, die es Terrororganisationen wie der Hamas, den Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden und dem Palästinensischen Islamischen Jihad erlaubt haben ihre Vorherrschaft auf den Straßen Jenins durchzusetzen und den Sicherheitskräften der PA die Kontrolle über den Bereich zu entreißen.

Das hat im Gegenzug zur Wiederbelebung Jenins als Drehkreuz des palästinensischen Terrorismus geführt.

Wie der Terrorismus der Wirtschaft Jenins schadet

Seit dem Wiederaufleben des Terrorismus hat sich die wirtschaftliche Lage Jenins rapide verschlechtert.

Der Hauptgrund für diesen Niedergang ist, dass Terroranschläge, die von der Region Jenin ausgehen, verbunden mit israelischen Terrorbekämpfungsoperationen, zu einer Reduzierung der Zahl arabischer Israelis geführt hat, die bereit sind aus geschäftlichen Gründen und in der Freizeit nach Jenin zu reisen. Da Jenin stark von arabisch-israelischen Geschäften angewiesen ist, hat das schädliche Auswirkungen auf die Wirtschaft.

Auch für arabische Israelis, die sich noch nach Jenin wagen, ist der Zugang in Zeiten erhöhter Spannungen eingeschränkt. Im April 2022 riegelte Israel als Reaktion auf die von der Region ausgehenden Bedrohung den Zugang nach Jenin für arabische Israelis ab.

Genauso wurde im September 2022 der Übergang Gilboa/Jalama von Israel eine Reihe von Tagen geschlossen, nachdem ein IDF-Offizier bei einer Schießerei mit palästinensischen Bewaffneten aus der Gegend von Jenin getötet wurde. Laut einer Schätzung verlieren die Firmen in der Region Jenin mit jedem Tag, an dem der Übergang geschlossen ist, etwa $420.000.

Folglich muss die PA, damit Jenin und die Umgebung ein Wiederaufleben des Wirtschaftswachstums und Wohlstands erlebt, ihre Kontrolle über die Region Jenin wieder geltend machen, helfen den Einfluss der palästinensischen Terrororganisationen zu verringern und der Region ein Gefühl der Ruhe und Stabilität zurückbringen. Nur dann wird Jenin einige Vorteile ernten, für die es in den letzten 15 Jahren so hart gearbeitet hat.

Spotlight auf Jenin (Teil 4): Ein kurzer Blick auf Jenins moderne Geschichte

16. Oktober 2022

Chaim Lax, HonestReporting, 9. Oktober 2022

Jenin, das von Beobachtern den Spitznamen „Terror-Hauptstadt“ bekommen hat, ist in den letzten Monaten in den Nachrichten gewesen, weil Israel weiter Terrorbekämpfungs-Operationen ausführt, um israelisches Leben zu  retten und dem Handeln derer vorzubeugen, die dem jüdischen Staat schaden wollen.

Aber während Jenin ständig in den Medien erwähnt wird, wie viel wissen wir wirklich über Jenin?

In dieser Reihe werden wir einen Blick auf andere mit Jenin verbundene Themen werfen und hoffentlich ein facettenreiches Verständnis der Stadt im Zentrum des aktuellen Anstiegs von Gewalt und Terror bieten.

Das ist das „Spotlight auf Jenin“.

In diesem Text werden wir einen Blick auf die moderne Geschichte von Jenin werfen, von den blutgetränkten Tagen der zweiten Intifada über die ruhigen Jahre des wirtschaftlichen Wachstums und die Fortsetzung der gewalttätigen Atmosphäre, die in der Stadt heute existiert.

Von der Arabischen
Revolte zur zweiten Intifada: Jenin als Knotenpunkt palästinensischer Gewalt

Jenins Geschichte als Quelle von regionalem Terrorismus und Gewalt erstreckt sich bis vor die Gründung des Staates Israel zurück.

Während der Arabischen Revolte (1936 bis 1939) war Jenin Heimat für arabische Banditen, die jüdische
Gemeinden im Jesreel-Tal sowie auch britische Streitkräfte angriffen.

Während des israelischen Unabhängigkeitskriegs wurde Jenin als vorgeschobene Operationsbasis arabischer Armeen genutzt, die jüdische Gemeinden und Mitglieder der neu formierten IDF (Israelische Verteidigungskräfte) angriffen.

Nach dem Sechstage-Krieg vom Juni 1967 gewann Israel die Kontrolle über Jenin. 1996 kam Jenin als Teil der Oslo-Vereinbarungen unter die Kontrolle der palästinensischen Autonomiebehörde.

Während der zweiten Intifada, als Israel zahlreichen Terroranschlägen unterschiedlicher palästinensischer Terrorgruppen mit Massen an Opfern ausgesetzt war, gewann Jenin traurige Berühmtheit als „Märtyrer-Hauptstadt“ infolge der Tatsache, dass es ein Nest palästinensischer Terroraktivitäten war; ein Drittel der Selbstmord-Bomber stammten aus der Stadt.

Aufgrund ihres prominenten Status als eines der Schlüsselzentren palästinensischen Terrorismus war Jenin der Ort einer elftägigen Schlacht zwischen der IDF und palästinensischen Bewaffneten, was in 23 Todesopfern bei der IDF und 53 palästinensischen Toten (die Mehrheit davon Kombattanten) führte.

Wirtschaftswachstum und relative Ruhe: Jenins 15 Jahre Ruhe

Nach der zweiten Intifada trat Jenin in eine Periode der Ruhe ein, die von Wirtschaftswachstum und relativer Ruhe gekennzeichnet war (mit dem gelegentlichen Aufflackern von Gewaltv zwischen der IDF und bewaffneten Palästinensern).

Während diesem Zeitraum erlebte Jenin einen Zustrom an Kapital von arabisch-israelischen Investoren, dem Establishment der Arab American University und eine Zunahme des Handels zwischen Jenin und israelischen Gemeinden jenseits der Grünen Linie sowie einem Anstieg an israelischen Arbeitsgenehmigungen für Einwohner Jenins.

Jenins Rückkehr zur Gewalt: 2021 bis heute

Seit 2021 hat Jenin eine Rückkehr zur Gewalt als Variante international als Terrororganisationen eingestufter Gruppen erlebt, die den PA-Sicherheitskräften die Kontrolle über die Straßen der Stadt abgenommen haben.

Insbesondere der Palästinensische Islamische Jihad (PIJ), die Hamas und die Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden haben alle einen festen Halt in Jenin und seinem angrenzenden Flüchtlingslager.

Zusätzlich wurde 2021 das Jenin-Bataillon gebildet, als Gemisch palästinensischer Terrorgruppen zum effektiveren Widerstand gegen IDF-Terrorbekämpfungsaktionen und um jedem Versuch in der Region die Ruhe wiederherzustellen Widerstand zu leisten.

Mit der Zunahme von palästinensischem Terrorismus und Gewalt seit Anfang 2022 ist Jenin viel Aufmerksamkeit gewidmet worden, weil eine Reihe Terroranschläge mit großem Bekanntheitsgrad (wie die Schüsse in Bnei Brak und Tel Aviv) aus der Region ausgingen und folgende Terrorbekämpfungsoperationen haben zu in die Länge gezogenen Kämpfen zwischen israelischen Streitkräften und bewaffneten Palästinensern geführt.

Weil sich Jenin wieder unter der Kontrolle der palästinensischen Terrororganisationen befindet, scheint es so, als ob die Stadt wieder in die dunklen Tage der zweiten Intifada zurückfällt, als sie als Zentrum von Terroraktivitäten diente und seine Einwohner regelmäßig Gewalt und Not ausgesetzt waren.

Spotlight auf Jenin, Teil 3: Die 10 berüchtigtsten Terroristen aus Jenin

13. Oktober 2022

Chaim Lax, HonestReporting, 9. Oktober 2022

Jenin, das von Beobachtern den Spitznamen „Terror-Hauptstadt“ bekommen hat, ist in den letzten Monaten in den Nachrichten gewesen, weil Israel weiter Terrorbekämpfungs-Operationen ausführt, um israelisches Leben zu  retten und dem Handeln derer vorzubeugen, die dem jüdischen Staat schaden wollen.

Aber während Jenin ständig in den Medien erwähnt wird, wie viel wissen wir wirklich über Jenin?

In dieser Reihe werden wir einen Blick auf andere mit Jenin verbundene Themen werfen und hoffentlich ein facettenreiches Verständnis der Stadt im Zentrum des aktuellen Anstiegs von Gewalt und Terror bieten.

Das ist das „Spotlight auf Jenin“.

Als palästinensische Terrorhauptstadt ist Jenin Heimat zahlreicher Terroristen gewesen, die Anschläge auf israelische Zivilisten und Soldaten verübt haben. In diesem Text werfen wir einen Blick auf die 10 berüchtigtsten Terroristen, die im 21. Jahrhundert aus der Region Jenin kamen (in chronologischer Reihenfolge):

1. Shadi Tubasi

Alter: 18
Terroristische Zugehörigkeit: Hamas

Bekannt für: Ausführung für den Selbstmord-Bombenanschlag auf das Restaurant Matza in Haifa am 31. März 2002. 16 Menschen wurden getötet und mehr als 40 verletzt.

Das Neueste zum Terror des „Blutmarsches“ vom 31. März 2022, dem Selbstmord-Bombenanschlag im Rahmen im Restaurant „Matza“, bei dem 16 Menschen ermordet wurden. Gleichzeitig ein Selbstmordattentat in Efrat (zum Glück keine Opfer)

2. Mahmud Tawalbe

Alter: 22
Terroristische Zugehörigkeit: Palästinensischer Islamischer Jihad

Bekannt für: Führer des bewaffneten Zweigs des Islamischen Jihad in Jenin. Verantwortlich für eine Reihe von Anschlägen auf israelische Zivilisten. Tawalbe wurde im Kampf um Jenin 2002 getötet.

Zwei der drei Palästinenser, die heute bei Jenin in einer Terrorbekämpfungsaktion getötet wurden, waren Mitglieder des Palästinensischen Islamischen Jihad in der Westbank, wahrscheinlich Katibat Jein (Jenin-Arm des PIJ). Zwei der drei Mitglieder mit Postern von Mahmud Tawalbe, einem berühmten Mitglied des PIJ in der Westbank.

3. Hamza Samoudi

Alter: 18
Terrorzugehörigkeit: Palästinensischer Islamischer Jihad

Bekannt für: Ausführung des Selbstmord-Bombenanschlags auf den Bus 830 (von Tel Aviv nach Tiberias), als er sich der Megiddo-Kreuzung im nördlichen Israel näherte. Samoudi fuhr seinen mit Sprengstoff beladenen Wagen neben den Bus und sprenget ihn. 17 Menschen wurden getötet, 43 weitere verletzt.

4. Aschraf al-Asama und Mohammed al-Hasnin

Alter: 18 und 19
Terroristische Zugehörigkeit: Palästinensischer Islamischer Jihad

Bekannt für: Ausführung des Selbstmord-Bombenanschlags auf den Bus 841 (Kiryat Schmona nach Tel Aviv) an der Karkur-Kreuzung bei Hadera am 21. Oktober 2002. Al der Bus anhielt, um Fahrgäste aufzunehmen, zündeten die Terroristen ihren mit Sprengstoff beladenen Jeep neben dem Bus; sie töteten 14 Menschen und verletzten 50.

5. Hanadi Jaradat

Alter: 29
Terroristische Zugehörigkeit: Palästinensischer Islamischer Jihad

Bekannt für: Ausführung des Selbstmord-Bombenanschlags im Restaurant Maxim in Haifa am 4. Oktober 2003. 21 Menschen, darunter vier Kinder und vier arabische Angestellt, wurden getötet, 60 weitere verletzt.

Heute ist der 18. Jahrestag des Selbstmord-Bombenanschlags auf das Restaurant Maxim in Haifa, das in gemeinsamem jüdsch-arabichem Besitz war. 21 Menschen, darunter 3 Kinder und ein Baby, wurden von einem palästinensischen Terroristen ermordet, der sich sprengte. 60 weitere Menschen wurden verletzt. Möge die Erinnerung an sie sein Segen sein.

6. Sami Hammad

Alter: 21
Terroristische Zugehörigkeit: Palästinensischer Islamischer Jihad

Bekannt für: Ausführung des Selbstmord-Bombenanschlags auf das Schwarma-Restaurant Rosch Ha’ir in Tel Aviv am 17. April 2026. Der Anschlag tötete letztlich 11 Menschen – darunter einen amerikanischen Teenager – und verletzte mehr als 70 weitere.

7. Zakaria Zubeidi

Alter: 46 (1976 geboren)
Terroristische Zugehörigkeit: Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden

Bekannt für: Als Führer der der Fatah zugehörigen Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden war Zubeidi verantwortlich für eine Reihe Terroranschläge auf israelische Zivilisten während der zweiten Intifada.

Zubeidi wurde 2007 allgemeine Amnestie gewährt, aber diese wurde später widerrufen und er wurde 2019 wegen seines Anteils bei einer Reihe aktueller Terror-Schießereien verhaftet.

Zubeidi war einer der palästinensischen Terroristen, die im September 2021 aus dem Gilboa-Gefängnis entkamen. Er wurde von israelischen Sicherheitskräften fünf Tage nach seiner Flucht wieder eingefangen.

8. Diha Hamarscha

Alter: 27
terroristische Zugehörigkeit: Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden

Bekannt für: Ausführung eines Schieß-Terroranschlags in Bnei Brak, Vorort von Tel Aviv am 29. März 2022. Vier israelische Zivilisten und ein israelischer Polizist wurden getötet.

9. Ra’ad Hazem

Alter: 28
Terroristische Zugehörigkeit: Fatah

Bekannt für: Auführung eines Schieß-Terroranschlags auf eine Bar an der belebten Dizengoff-Straße in Tel Aviv am 7. April 2022. Drei Menschen wurden bei dem Anschlag getötet und 15 Menschen wurden verletzt. Nach einer Fahndung, die die ganze Nacht andauerte, starb Hazem bei einem Schusswechsel mit israelischen Sicherheitskräften an einer Moschee in Jaffa.

Einfach furchtbar: Szenen von Menschen, die während eines terroristischen Schießangriffs auf der Dizengoff-Straße in Tel Aviv um ihr Leben rennen.

10. Bassam al-Saadi

Alter: 61 (geboren 1961)
Terroristische Zugehörigkeit: Palästinensischer Islamischer Jihad

Bekannt für: Er ist der Leiter des Palästinensischen Islamischen Jihad in der Westbank und ist verantwortlich für eine Reihe Terroranschläge auf israelische Zivilisten. Seine Verhaftung im August 2021 durch Israel löste den dreitägigen Konflikt zwischen Israel und dem Palästinensischen Islamischen Jihad im Gazastreifen aus.

Spotlight auf Jenin, Teil 2: Die palästinensischen Terrorgruppen, die die Straßen Jenins kontrollieren

9. Oktober 2022

Chaim Lax, HonestReporting, 3. Oktober 2022

Jenin, das von Beobachtern den Spitznamen „Terror-Hauptstadt“ bekommen hat, ist in den letzten Monaten in den Nachrichten gewesen, weil Israel weiter Terrorbekämpfungs-Operationen ausführt, um israelisches Leben zu  retten und dem Handeln derer vorzubeugen, die dem jüdischen Staat schaden wollen.

Aber während Jenin ständig in den Medien erwähnt wird, wie viel wissen wir wirklich über Jenin?

In dieser Reihe werden wir einen Blick auf andere mit Jenin verbundene Themen werfen und hoffentlich ein facettenreiches Verständnis der Stadt im Zentrum des aktuellen Anstiegs von Gewalt und Terror bieten.

Das ist das Spotlight auf Jenin“.

In diesem Artikel werfen wir einen Blick auf die Terrororganisationen, die Jenin ihr Zuhause nennen und die Bedrohung, die sie für die weitere Region darstellen.

Wer sind die Top-Terrorgruppen in Jenin?

1. Palästinensischer Islamischer Jihad (PIJ)

Der PIJ ist eine vom Iran unterstützte Terrororganisation, die die Existenz des jüdischen Staates ablehnt und ihn durch einen islamischen Palästinenserstaat ersetzen will.

In den 40 Jahren seiner Existenz ist der PIJ für eine Reihe von Schieß- und Bombenanschlägen auf israelische Zivilisten verantwortlich gewesen, darunter für den Selbstmord-Bombenanschlag 2003 im Restaurant Maxim in Haifa (21 Tote), einen Selbstmord-Bombenanschlag  auf ein Restaurant in Tel Aviv 2006 (11 Tote) und einen Selbstmord-Bombenanschlag auf eine Bäckerei in Eilat 2007 (3 Tote).

2. Hamas

Die auch als Islamische Widerstandsbewegung bekannte Hamas erkennt Israels Exitenzrecht nicht an und will es durch einen islamischen Palästinenserstaat ersetzen.

IN den 35 Jahren ihres Bestehens hat die international als Terrororganisation eingestufte Hamas zahlreiche tödliche Anschläge auf israelische Zivilisten verübt.

Einige der bedeutendsten Anschläge sind der Selbstmord-Bombenanschlag 2001 auf das Pizza-Restaurant Sbarro in Jerusalem (15 Tote), der Selbstmord-Bombenanschlag auf ein Pessah-Seder in einem Hotel in Netanya 2002 (30 Tote) und die Bombe an der Hebräischen Universität in Jerusalem 2002 (9 Tote).

3. Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden

Die Brigaden wurden um die Jahrtausendwende als Netzwerk bewaffneter Fraktionen mit engen Verbindungen zu Yassir Arafats Fatah-Partei gegründet. Die Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden haben sich einer Ideologie des säkularen palästinensischen Nationalismus verschrieben.

Seit ihrer Gründung 2000 sind die Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden für Anschläge auf israelische Zivilisten verantwortlich gewesen, darunter einen Selbstmord-Bombenanschlag auf eine Bar Mitzwa in Jerusalem 2002 (9 Tote), einen Doppel-Selbstmord-Bombenanschlag im Zentralen Busbahnhof von Tel Aviv 2003 (23 Tote) und einen Schießanschlag in Bnei Brak 2022 (5 Tote).

4. Das Jenin-Bataillon:

Gegründet im Mai 2021 wurde diese dem PIJ angegliederte Organisation als Möglichkeit für bewaffnete Palästinensergruppen in Jenin und Umgebung gegründet – einschließlich der Hamas und der Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden – um Anschläge auf israelische Kräfte zu verstärken, die in dem Bereich agieren.

Unter Verwendung fortschrittlicher Kommunikationsmethoden zu Koordinierung von Anschlägen verwendet diese neue Gruppen Gewehrfeuer, improvisierte Sprengsätze und Molotowcocktails im Versuch die israelischen Terrorbekämpfungsoperationen aufzuhalten.

Welche Bedrohung stellen diese Terrorgruppen dar?

Mit ihrem radikalen Hass auf Israel und seine Bürger sind diese Terrorgruppen fest entschlossen den einzigen jüdischen Staat zu vernichten und durch einen monolithischen Palästinenserstaat zu ersetzen.

Unter Verwendung von Gewalt und Terror gegen Zivilisten, um diese Ziele zu erreichen, stellen diese Gruppen eine direkte Bedrohung von Millionen unschuldigen Israelis dar, der Juden, Muslime und Christen.

Dieser Einsatz von Gewalt durch die Terrorgruppen mit Sitz in Jenin bedroht auch das Wohlergehen lokaler Palästinenser, die sich der Möglichkeit wirtschaftlicher Verluste in Zeiten erhörter Spannungen sowie der Gefahr bei Terrorbekämpfungsmaßnahmen ins Kreuzfeuer zwischen den Israelischen Verteidigungskräften und palästinensischen Terrorgruppen zu geraten.


(Teil 1)

Hier ist das (englischsprachige) Video mit den entsprechenden Inhalten zu den beiden Texten:

Spotlight auf Jenin: Die Geografie Jenins und der Umgebung

6. Oktober 2022

Jenin, das von Beobachtern den Spitznamen „Terror-Hauptstadt“ bekommen hat, ist in den letzten Monaten in den Nachrichten gewesen, weil Israel weiter Terrorbekämpfungs-Operationen ausführt, um israelisches Leben zu retten und dem Handeln derer vorzubeugen, die dem jüdischen Staat schaden wollen.

Aber während Jenin ständig in den Medien erwähnt wird, wie viel wissen wir wirklich über Jenin?

In dieser Reihe werden wir einen Blick auf andere mit Jenin verbundene Themen werfen und hoffentlich ein facettenreiches Verständnis der Stadt im Zentrum des aktuellen Anstiegs von Gewalt und Terror bieten.

Das ist das „Spotlight auf Jenin“.

In diesem Artikel werden wir uns auf die Geografie Jenins, seine Nähe zu israelischen Städten und seinen Einfluss auf die umliegenden Palästinenserorte konzentrieren.

Wo liegt Jenin?

Jenin liegt in der nördlichen Westbank, relativ nahe an der Grünen Linie und vor 1967 gegründeten israelischen Gemeinden.

In Relation zu großen israelischen Städten ist Jenin 50km von Haifa, 65 von Tel Aviv und 77 km von Jerusalem entfernt.

Das bedeutet, sollten die Hamas oder der Islamische Jihad die Kontrolle über die Westbank gewinnen, lägen drei wichtige Bevölkerungszentren Israels innerhalb der Reichweite von 5 bis 10 der Raketen dieser von den USA offiziell als Terrororganisationen eingestuften Gruppen.

Für die Einwohner von Jenin ist der nächste Übergang zwischen dem Israel von vor 1967 und der Westbank der Übergang Jalama/Gilboa, etwa 7km nördlich von Jenin. Dieser Übergang wird von Fußgängen wie von Fahrzeugen genutzt, auch zum Warentransfer.

Einige Palästinenser begeben sich jedoch durch Löcher im Sicherheitszaun aus der Region Jenin ins Israel von vor 1967. Während der meisten dieser Querungen durch diese Lücken Tagelöhner sind, haben auch Terroristen sie genutzt, um der Entdeckung durch israelische Sicherheitskräfte zu entgehen.

Jenin und die umgebende Region

Als größte Stadt der Region hat das Terrorzentrum Jenin Auswirkungen auf die umgebenden Städte und Dörfer durch Radikalisierung der örtlichen Einwohner. Während der aktuellen Zunahme der Gewalt sind einige Reihe Anschläge von Einwohnern dieser benachbarten Orte verübt worden.

Am 29. März 2022 ermordete ein palästinensischer Terrorist aus Ya’bad (rund 20km westliche von Jenin) fünf Menschen in der zentralisraelischen Stadt Bnei Brak.

Am 5. Mai ermordeten zwei palästinensische Terroristen aus Rummanah (rund 17km nordwestlich von Jenin) drei Menschen und verwundeten vier weitere bei einem Anschlag in der zentralisraelischen Stadt Elad.

Am 13. September 2022 töteten zwei palästinensische Schützen aus Kafr Dan (rund 8 km nordwestlich von Jenin ) einen IDF-Offizier bei einem Feuergefecht nahe des Übergangs Jalama/Gilboa.

Historische Verzerrung: Axios-Artikel legt fälschlich nahe, die jährliche Ramadan-Gewalt stehe mit jüdischen und christlichen Feiertagen in Zusammenhang

31. März 2022

Gideon Ben-Zvi, HonestReporting, 24. März 2022

Tief versteckt in einem Artikel mit der Überschrift „Blinken besucht Israel, Westbank, Marokko und Algerien“ behauptet, Axios, eine beliebte Nachrichtenseite, die schnelle Einblicke in aktuelle Ereignisse bietet, behauptet, jeder Gewaltausbruch, der sich in Jerusalem im Verlauf der nächsten Tage ereignen könnte, lediglich wegen schlechtem Timing stattfindet:

Blinken wird vor einer ungewöhnlichen Situation in Israel und der PA ankommen, die sich alle 10 Jahre ereignet, wenn Pessah, Ramadan und Ostern gleichzeitig stattfinden – was das Potenzial für Gewalt in Jerusalem verstärkt.

In der von Axios vorgelegten alternativen Realität, haben die jährlichen Spasmen der Unruhen, die Israels Hauptstadt nach unaufhörlicher Hetze vor dem Ramadan in Aufruhr versetzen – ungeachtet der Termine von Pessah und Ostern –  anscheinend keinen Platz.

Vor Pessah und Ostern startet die Palästinenserführung eine Gewaltkampagne

Der muslimische heilige Monat Ramadan beginnt dieses Jahr am Abend des 2. April. In der Vorbereitung und von Axios nicht erwähnt, hat die Palästinenserführung bereits angefangen zu Gewalt gegen Israelis aufzustacheln, genauso, wie sie es vor dem Konflikt mit den Terrororganisationen des von der Hamas geführten Gazastreifens im letzten Mai gemacht hat.

Mahmud al-Habbasch, Berater für religiöse Angelegenheiten bei PA-Präsident Mahmud Abbas: „Israel bereit vor im Ramadan ein neues Verbrechen gegen die Al-Aqsa-Moschee zu begehen.“

Ein Hamas-Sprecher sagte am 17. März: „Das palästinensische Volk steht geeint hinter dem Gewehr“, und rief die Araber Jerusalems auf „alle Reibungsprunkte mit dem Feind [Israel] zu Orten von Zusammenstößen zu machen“.

Am 20. März wurde bei einem Vorfall, der von der Hamas als „heldenhaft“ bejubelt wurde, auf zwei israelische Polizisten eingestochen. Am Tag zuvor griff ein weiterer palästinensischer Terrorist einen im Zentrum von Jerusalem joggenden Israeli an. Das kam nach einem weiteren Messeranschlag, der von einem Hamas-Mitglied verübt wurde, der am Eingang zum Tempelberg israelische Sicherheitskräfte verletzte.

In der Woche davor wurden zwei Israelis in separaten Stichanschlägen in Hizme verletzt, einem arabischen Ort, der an Israels Hauptstadt grenzt.

Geschichte wiederholt sich: Die Rolle des Iran bei der Gewalt in Jerusalem

Die Hetze palästinensischer Politiker und religiöser Führer, die einen Anstieg des Terrorismus während des Ramadan zur Folge hatte, der von den Medien unkritisch vermittelt wird, ist alles andere als eine „ungewöhnliche Situation“. Letztes Jahr intensivierten sich die Spannungen ebenfalls um den Beginn des islamischen Fastenmonats. Am 15. April griff ein Palästinenser in der Jerusalemer Straßenbahn zwei ultraorthodoxe israelische Jungen an. Die Bilder des nicht provozierten Angriffs gingen auf der Video-App TikTok viral. In den folgenden Tagen begannen weitere Clips von Angriffen auf arglose israelische Zivilisten auf der Plattform zu erscheinen.

Dann schürte in den Tagen, die zum Ausbruch des von der Hamas initiierten Konflikts führten, ungezügelte palästinensische Hetze die Gewalt, die von Muslimen an der Al-Aqsa-Moschee in Jerusalem während eines Großteils des Ramadan verübt wurde. Während dieses Zeitraums schwenkten Palästinenser Hamas-Flaggen und riefen die Hamas auf „Tel Aviv zu bombardieren“. Palästinensische Randalierer bewarfen israelische Polizisten mit Feuerwerkskörpern, Steinen und Stühlen.

Wie in jedem Jahr eskalierte die Lage beträchtlich, als die Palästinenser den Quds-Tag [Quds ist Arabisch für Jerusalem] begingen, der am letzten Freitag des Ramadan begangen wird; er wurde 1979 von der Islamischen Republik Iran angestoßen; das heißt, von dem Land, dessen Führer regelmäßig zu Israels Vernichtung aufrufen.

Die Hetze hat sich als effektiv erwiesen: Historische Daten stellen während des Ramadan eine Zunahme der palästinensischen Gewalt um 200 Prozent fest.

Palästinenserführer stachelten zur Zweiten Intifada auf

In der Tat entwickelte sich die Zweite Intifada, eine fünfjährige Terrorkampagne, während der Palästinenser mit Selbstmord-Bombenanschlägen und Schüssen mehr als 1.000 Israelis töteten und mehr als 7.000 verletzten, in deiner „sensiblen Zeit während der hohen Feiertage und dem Ende des Ramadan“. Während die Palästinenserführer den Ausbruch der Gewalt dem Besuch des israelischen Oppositionsführers Ariel Sharon auf dem Tempelberg zuschrieben, hatte in Wirklichkeit Yassir Arafat die abgestimmten Anschläge auf israelische Bürger geplant, nachdem er ein weiteres Friedensangebot Israels in Camp David abgelehnt hatte.

Imad Falouji, der Kommunikationsdirektor der PA, hielt im Jahr 2000 eine Rede, in der er sagte, die Intifada

„… wurde seit Yassir Arafats Rückkehr von den Camp David-Verhandlungen, als er die US-Bedingungen ablehnte, sorgfältig geplant“

Mamduh Nofal – ehemaliger Militärkommandeur der Terrororganisation Demokratischen Front zur Befreiung Palästinas (DFLP) – offenbarte: Nach Camp David

sagte Arafat uns: „Jetzt werden wir kämpfen, also müssen wir bereit sein.“

Hamasführer Mahmud al-Zahar offenbarte im September 2010, dass Arafat im Sommer 2000, sobald er begriff, dass seine ganzen Maximalforderungen nicht erfüllt wurden, die Hamas, Fatah und die Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden anwies mit den Angriffen auf Israel zu beginnen.

Wenn es um komplizierte Themen wie den israelisch-palästinensischen Konflikt geht, sind Kontext und Hintergrund entscheidend, um den Lesern eine genaue Darstellung der sich entwickelnden Ereignisse zu bieten. Axios‘ Reinwaschen chronischer palästinensischer Hetze und Gewalt während des Ramadan stellt ein Versagen grundlegender journalistischer Sorgfaltspflicht dar.

Wir möchten unsere Leser ermutigen vom Redaktionsteam von Axios – höflich aber bestimmt – zu fordern zu erklären, wie dieser Artikel mit den hier vorgelegten unbestreitbaren Fakten in Einklang gebracht werden kann.

Gedenken des barbarischen Lynchmords von Ramallah

15. Oktober 2020

Emanuel Miller, HonestReporting, 12. Oktober 2020

Die Medien lieben ein starkes Bild, aber genau 20 Jahre nach dem brutalen, barbarischen Lynchmord an zwei israelischen Reservesoldaten wird dieses nicht wieder veröffentlicht. Das ist die wichtige Story, die die Medien heute nicht erneut erzählen.

Am 12. Oktober 2000 bogen zwei israelische Reservesoldaten, Vadim Nurzhitz und Yossi Avrahami falsch ab und landeten in Ramallah. Die zwei Reservisten wurden von PA-Polizisten festgenommen und in eine lokale Polizeiwache gebracht.

Schnell verbreiteten sich Gerüchte, dass israelische Undercover-Agenten in dem Gebäude waren und eine wütende Menge von mehr als 1.000 Palästinensern versammelte sich vor der Wache und forderten den Tod der Israelis. Binnen kurzer Zeit überwältigten erboste Randalierer die Polizei und stürmten das Gebäude.

Die Soldaten wurden geprügelt, auf sie wurde eingestochen, ihnen wurden die Augen ausgestochen und Gliedmaßen ausgerissen. Während das geschah, kam ein Mann ans Fenster und zeigte der Menge triumphierend seine blutgetränkten Hände; diese brach in Jubel aus.

Die Menge applaudierte und jubelte, als dann die Leichen der Soldaten aus dem Fenster geworfen und von der rasenden Menge auf ihr herumgetrampelt und geschlagen. Eine der Leichen wurde in Brand gesetzt.

Kurz darauf zog die Menge die beiden verstümmelten Leichen auf den Al-Manara-Platz im Stadtzentrum, wo die Masse eine spontane Siegesfeier begann.

Nur Monate zuvor hatten Israel und die Palästinenser in Camp David begonnen über ein Friedensabkommen zu verhandeln. Israel machte massive Zugeständnisse, bot den Palästinensern weit mehr Land an als jemals zuvor – doch das beispiellos großzügige Angebot wurde von Arafat abgelehnt, sehr zum Entsetzen der Vermittler.

Statt einen dauerhaften Frieden zu schmieden waren die nächsten Jahre von fürchterlicher Gewalt gekennzeichnet, in der Wellen palästinensischer Selbstmordbomber israelische Busse, Einkaufszentren, Universitäten, Restaurants und Clubs angriffen.

Der bösartige Lynchmord an zwei israelischen Soldaten in einer eher liberal gesonnenen palästinensischen Stadt zeigte den Israelis, dass Frieden zwar sicherlich ein Ziel ist, aber solcher Hass und Gewalt auf der palästinensischen Seite massive Friedenshindernisse bleiben.

Die tiefgehenden Folgen, die dieser barbarische Akt auf das israelische Bewusstsein hatten, können kaum überbewertet werden. Zwei Jahrzehnte später bleibt dieses Bild eines Palästinensers, der seine blutgetränkten Hände einem frohen Mob zeigt, ins israelische Bewusstsein eingebrannt.

Für viele ist dieses Bild das bekannteste der zweiten Intifada.

Es handelt sich um ein überzeugendes Foto und eine horrende Geschichte. Aber sie stimmt nicht mit dem Narrativ überein, dass Israels die hilflosen Palästinenser gnadenlos unterdrückt. Und sie ist von den Medien heute völlig übersehen worden.

Zwanzig Jahre später hat Israel es geschafft, dass die Wellen der Selbstmordbomber und Schüsse innerhalb Israels komplett eingestellt sind; die Hamas ist zurückgedrängt, so dass deren effektivste Angriffe heute in Form von unregelmäßigen, intensiven Raketenschüssen aus dem Gazastreifen nach Israel.

Derweil verherrlicht die Palästinenserführung weiter solch barbarischen Akte des Hasses, indem sie öffentliche Schulen und Straßen nach verurteilten Mördern benennt und Mörder sowie deren Familien großzügige Gehälter zahlt.

Es liegt an uns dieser Geschichten zu gedenken und sie ständig zu erzählen, damit Journalisten, einfache Leute und Politiker die Brutalität nicht vergessen, der Israel ausgesetzt ist.

Begann die arabische Gewalt mit der „Besatzung“?

29. August 2019

Dov Lipman, HonestReporting, 20. August 2019

Eine Gruppe bewaffneter Araber bei Haifa, 1937

Arabische Gewalt wird regelmäßig mit der „Naqba“ von 1948 und der „Besatzung“ von 1967 gerechtfertigt.

Immerhin, darauf bestehen sie, zwangen Juden Araber aus ihren Heimen und Dörfern, also haben die Araber ein Recht um die Rückkehr in ihr angestammtes Eigentum zu kämpfen.

Aber wenn dies das ist, wogegen die Palästinenser wirklich kämpfen, wie sollen wir die arabische Gewalt gegen Juden verstehen, bevor die Kriege von 1948 und 1967 stattfanden?

Wie sieht ihre Erklärung für die arabische Gewalt gegen Juden in den 1920-er Jahren aus?

Ja, in den 1920-er Jahren!

Der Mufti stachelt zu arabischer Gewalt auf

1919 begann Haddsch Amin al-Husseini, Führer eines der prominentesten arabischen Clans in Jerusalem, „Fedayyin“ (wörtlich: „einer, der sich selbst opfert“) zu organisieren – kleine Gruppen Terroristen, die bereit waren beim Töten von Juden zu sterben. Das erklärte Ziel war die Juden zur Flucht aus Palästina zu zwingen. Sie griffen im Januar zuerst Tel Hai an, ein jüdisches Wohnviertel im Norden, nahe der syrischen Grenze und dann erneut am 1. März. Diese Terroristen töteten acht Juden und verletzten 200.

Im März und April wurden mehr als ein Dutzend jüdische landwirtschaftliche Siedlungen im Galiläa von arabischen Terroristen angegriffen, darunter Kfar Tabor, Degania, Rosh Pina, Ayelet Haschahar, Mischmar HaYarden, Kfar Giladi und Metula. An Pessah in diesem Jahr hetzte der Mufti die Massen so auf, dass sie die jüdische Bevölkerung der Altstadt von Jerusalem angriffen; dabei töteten sie fünf Juden und verletzten mehr als 100.

Husseini begann 1921 größere Angriffe zu organisieren und der britische Hochkommissar für Palästina; in der Hoffnung, dass er ihn beeinflussen könnte die arabische Gewalt einzustellen, ernannte Herbert Samuel Husseini zum Mufti von Jerusalem. Die beiden trafen sich sogar am 11. April 1921 und Husseini versprach, er werde „die Eifrigen zur Ruhe bringen“.

Adolf Hitler empfing Großmufti Haddsch Amin al-Husseini 1941.

Doch nur drei Wochen später, am 1. Mai 1921, stachelte der Mufti die Araber auf sich zu bewaffnen und Juden in Jaffa anzugreifen. Terroristen kamen mit Messern, Pistolen und Gewehren bewaffnet in die Straßen von Jaffa und begannen Juden zu verprügeln und zu ermorden, während sie jüdische Geschäfte und Häuser plünderten; sie töteten 27 Juden und verletzten 150.

Die Anschläge breiteten sich auf die jüdischen Gemeinschaften in Petach Tikva, Rehovot, Hadera und Haifa aus.

Das Jahr 1924 führte zu einer neuen Welle arabischer Gewalt. Der Mufti verbreitete Gerüchte, die Juden würden planen die Kontrolle über die islamischen heiligen Stätten zu übernehmen. Das führte dazu, dass die Araber jüdischen Grundbesitz plünderten, die sie stark beschädigten und Juden überall in Palästina angriffen. Die sporadischen Angriffe wurden viel stärker organisiert und der Terror richtete sich gegen jüdische Gemeinschaften bei Jerusalem, Hebron, Safed und Kfar Darom. Insgesamt wurden 135 Juden getötet und mehr als 300 verletzt.

Die arabische Gewalt eskaliert

Die Araber lernten, dass diese Terroranschläge ein effektives Mittel waren. Dem war so, weil die britische Obrigkeit auf die Anschläge mit Appeasement der Araber reagierte – indem sie die Zahl der Juden einschränkte, denen erlaubt wurde nach Palästina zu immigrieren und indem sie Juden aus den angegriffenen Bereichen wegschafften, insbesondere aus Hebron, wo Juden seit Jahrhunderten gelebt hatten.

Der Mufti fand im September 1928 eine Basis die arabischen Massen weiter aufzustacheln. Eine kleine Gruppe Juden beschloss am Yom Kippur an der Westmauer zu beten und bauten eine kleine Abtrennung, um Männer und Frauen zu teilen, wie es während jüdischen Gebeten üblich ist. Die Briten waren gegen diesen Schritt und bauten die Abtrennung ab. Der Mufti deutete auf die jüdische „Baumaßnahme“ an der Westmauer als Zeichen, dass sie versuchen würden die Kontrolle der Al-Aqsa-Moschee auf dem Tempelberg direkt an der Westmauer an sich zu reißen. Er rief zum „Jihad“ – heiligem Krieg – auf, was zu Steinwürfen führte und dazu, dass Juden verprügelt wurden, die versuchten an der Westmauer zu beten.

Die arabische Gewalt verbreitete sich über die Westmauer hinaus und am 23. August 1929, griffen mehr 1.000 arabische Terroristen Juden überall in Jerusalem an; sie töteten 47 mit dem Schlachtruf „Verteidigt die heiligen Orte!“

Das Massaker von Hebron

Die Angriffe weiteten sich auf andere Städte aus. Der schlimmste fand in Hebron statt, wo Araber mit Äxten, Messern und Metallstangen in das Rabbiner-Seminar einbrachen, alle Schüler ermordeten und das Gebäude zerstörten. Der mörderische Mob massakrierte dann die Juden der Stadt, in der Juden und Araber seit Jahren Seite an Seite in Frieden lebten. Rabbi Yaakov Slonim, der Rabbiner der Stadt, rief die Juden auf in seinem Haus Sicherheit zu suchen. Weil der Rabbi gute Beziehungen zur örtlichen arabischen Geistlichkeit hatte, nahm er an, dass ihnen nichts zustoßen würde.

Rabbi Slonim irrte sich tragisch.

Die Araber stürmten sein Haus und töteten ihn, seine Familie und alle, die dort Zuflucht gesucht hatten. Insgesamt wurden in Hebron 67 Juden abgeschlachtet. Die jüdische Gemeinde, die dort seit Jahrhunderten existierte, wurde vernichtet.

Ein paar Tage nach dem Hebron-Massaker erlitten die Juden von Safed, wo Juden ebenfalls Jahrhunderte lang lebten, ein ähnliches Pogrom. Örtlichen Arabern schlossen sich solche aus Nachbardörfern an; sie ermordeten 18 Juden, verletzten 40 und brannten 200 Häuser nieder.

Insgesamt wurden bei Angriffen in anderen Städten innerhalb weniger Tage 133 Juden getötet und 339 verletzt.

Die Beerdigung eines der Juden, die beim Massaker in Hebron 1929 getötet wurden.

Die Terroranschläge gingen weiter und nahmen 1936 zu; die Araber töteten von April bis Juli mehr als 40 Juden, daneben brannten sie tausende Morgen jüdischer Felder und Ernten nieder. Die Gewalt ging weiter, führte am 2. Oktober 1938 zu einem Massaker in Tiberias, bei der Araber 21 Juden erschossen und verbrannten, darunter 10 Kinder im Alter von unter 12 Jahren.

Die New York Times beschrieb das vorsätzliche Massaker von Tiberias:

Seit den Krawallen von 1929, als Araber in den Städten Hebron und Safed über jüdische Männer, die meisten davon Rabbiner-Studenten, sowie Frauen und Kinder herfielen, hat es in Palästina solches Abschlachten gegeben, wie den Angriff von letzter Nacht. … Der Angriff war offenbar gut organisiert, da die arabische Bande, bevor sie über Tiberias herfiel, alle Telefonleitungen kappten. Sie kamen in zwei Gruppen aus unterschiedlichen Richtungen auf ein bestimmtes Signal hin; auf einen Pfiff aus den die Stadt umgebenden Hügeln hin begann gleichzeitig in allen Vierteln das Feuer… Die Banditen machten sich auf den Weg zum Haus von Joschua Ben Arieh, wo sie Joschua, seine Frau und einen Sohn erstachen und verbrannten und erschossen dann seinen kleinen Sohn im Babyalter. Im selben Haus wurden drei Kinder von Schlomo Leimer im Alter von 8, 10 und 12 Jahren erstochen und verbrannt. Im Weiteren brachen die Araber ins Haus von Schimon Mizrahi ein, wo sie seine Frau und fünf Kinder im Alter von 1 bis 12 Jahren töteten; dann setzten sie das Haus in Brand.

Warum die arabische Gewalt?

In den 1920-er und 1930-er Jahren hatten keine Araber die Notwendigkeit empfunden aus ihren Häusern zu fliehen. Es gab damals keinen jüdischen Staat und die Juden hatten keine Armee, um palästinensisches Land zu „besetzen“.

Warum also griffen die Araber in diesen Jahren an und massakrierten Juden?

Ist es möglich, dass die „Naqba“ und die „Besatzung“ Vorwände sind, einfach um arabische Gewalt zu rechtfertigen?

Ist es möglich, dass die Araber es einfach ablehnten, dass irgendein Jude im heiligen Land lebt?

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