Was die Tötung des Babys von Omar Mishawari betrifft: Die UNO spricht Israel frei, und sie sagt, dass das Kind von einer fehlgeleitenden palästinensischen Rakete getroffen worden ist.
Aber das hindert die BBC und ihren Gaza-Journalisten Jihad Mishawari nicht daran, zu behaupten, dass Israel das Kind getötet hätte. Was macht Mishawari so sicher?
Jehad Mashhrawi tat die UN-Ergebnisse als “Unsinn” ab.
Er sagte, dass niemand von den Vereinten Nationen mit ihm gesprochen hätte, und er fügte hinzu, dass palästinensische militante Gruppen sich normalerweise bei der Familie entschuldigen würden, wenn sie dafür verantwortlich gewesen wären.
Das habe ich auch noch nicht erlebt: Nachdem Omar Barghouti in der NY Daily News einen Gastbeitrag schreiben durfte, um darin die Ziele der BDS-Bewegung zu postulieren, stauchte das Blatt seinerseits Barghouti in einem Leitartikel zusammen.
Es ist eine Sache, duellierende Gastbeiträge zu präsentieren. Aber mit einem scharf formulierten Leitartikel zu antworten, der die offizielle Sichtweise des Blattes repräsentiert, eine wesentlich deftigere. Mir gefiel auch die Vorgehensweise der Zeitung. Blogger würden die Punkt für Punkt vorgebrachten Widerlegungen als Fisking** bezeichnen.
Die Daily News bezeichnet Barghouti sogar als “Agitator”.
Raffiniert wie ein Agitator häuft er eine Unwahrheit nach der anderen auf, um Israel so darzustellen, als würde es die Palästinenser gnadenlos unterdrücken, indem es die Menschlichkeit verletze, und er macht ausschließlich Israel für den ihnen zugefügten Schaden verantwortlich.
Und deshalb, so sagt er, müsse man Israel mit BDS treffen – Handelsboykott, Kapitalabzug und wirtschaftlichen Sanktionen.
Zählen wir mal seine Verfälschungen auf….
Gut, dass das Blatt selbst Barghouti mit seinen eigenen Worten veröffentlichte. Sonnenlicht ist in der Tat ein wirksames Desinfektionsmittel.
Er schreibt seit etlichen Jahren verzerrende Kommentare zu Nahost und Israel. Von ihm leitet sich auch das Verb „to fisk“ ab; also verzerren, falsch darstellen und antiisraelisch polemisieren.
Hier ein Link zu ihm auf Wikipedia, der allerdings sehr sorgfältig gelesen werden sollte, weil besonders Wikipedia nicht frei ist von redaktionellen Manipulationen, wenn es um Nahost geht.
Tweet-Text oben: Gerald Scarfe hat niemals die Meinung der Sunday Times widergegeben. Gleichwohl sind wir eine große Abbitte für eine groteske und beleidigende Karikatur schuldig.
Israelische Regierungsvertreter äußerten ihren Unmut über die Times, auch verbunden mit einem Hinweis auf Sanktionierungen, der meines Erachtens zu lasch ausfällt. Die Times of Israel schreibt:
Bereits am Montag äußerte Yuli Edelstein, Minister für Information und Diaspora-Angelegenheiten, dem Army Radio gegenüber, dass die Regierung wahrscheinlich darauf verzichten werde, bei der Londoner Zeitung einen offiziellen Protest einzureichen. Allerdings sagte er auch, dass “wir darüber nachdenken, wie wir gegen die Vertreter des Blattes hier in Israel vorgehen.”
Während die Geschichte durch die westlichen Zeitungen ging, zog auch die unverhältnismäßig hohe Reichweite konträrer Ansichten bei Haaretz unsere Aufmerksamkeit auf sich, wie bei der Berichterstattung von AFP, Al Arabiya und Sky News festzustellen ist: Letztere schrieb:
Allerdings kritisierte Anshel Pfeffer, Kommentator in der linksgerichteten Zeitung Haaretz*, die Verurteilung der Karikatur, von der er behauptete, dass sie ‘keinesfalls antisemitisch war.’
Er ging davon aus, dass die Karikatur keine jüdischen oder Holocaust-Bilder assoziierte, [also] eine normale Behandlung nicht-jüdischer Themen darstelle und nichts mit den überlieferten ’Ritualmordlegenden’ zu tun habe.
——– *Dazu kann man nur noch sarkastisch anmerken: Kein Wunder, dass Haaretz so gerne von westlichen und deutschen Antisemiten zitiert wird (bd).
Die Frau eines Hamas-Parlamentsabgeordneten erklärte den Zuschauern von Al-Aqsa TV (Im Gazastreifen [bd]) die Pflicht einer Mutter: sie will ihre Kinder zum Jihad und Selbstmordattentat erziehen. Ist es das, wofür Rachel Corrie* starb?
——– *Für diejenigen Leser, die den Hintergrund zur Geschichte um Rachel Corrie nicht kennen, da sie schon einige Zeit zurückliegt, hier ein paar Archivtexte aus den letzten Jahren: http://backsp.wordpress.com/?s=Rachel+Corrie
Hier die Übersetzung des MEMRI-Transkripts (Medien Backspin [bd]):
Die folgenden Auszüge stammen aus einem Interview mit Umm Osama, der Ehefrau des Hamas-Parlamentsabgeordneten Khalil Al-Haydi, das am 2. Dezember 2012 bei Al-Aqsa TV ausgestrahlt wurde.
Umm Osama: [Die]Frauen in Palästina spielen eine tragende Rolle, wenn es gilt, ihre Kinder in Allahs Namen zum Jihad zu erziehen. Das ist das Großartigste, was eine Frau tun kann. [Die] Frauen haben ihren Anteil und stehen den Männern in nichts nach. Wenn ein Mann sich für den Jihad entschließt, sagt seine Frau nicht „Lass’ es“, und sie versucht nicht, ihn aufzuhalten. Sie ermutigt und unterstützt ihn. Sie ist diejenige, die ihm bei seinen Vorbereitungen hilft, ihn verabschiedet und ihn [bei seinen Jihad] unterstützt.
Sie flößt ihren Kindern die Liebe zum Jihad und dem Märtyrertum in Allahs Namen ein. Wenn jede Mutter ihren Sohn daran hindern würde, dass ihr Sohn den Jihad für Allah führt, wer würde es denn sonst tun? Wer würde sich für Palästina einsetzen? Palästina liegt uns am Herzen, und der Preis wird mit unseren Körperteilen und unserem Blut entrichtet.
Ist Allahs Belohnung nicht kostbar? Denn Allahs Belohnung ist das Paradies. Das Paradies fordert unser Blut und unsere Körperteile und unseren Einsatz um [Allahs] Willen. [...]
Schwester, der Jihad ist unsere Bestimmung. Es ist unsere Pflicht, den Jihad zu führen; entweder führen wir den Jihad oder…
Interviewerin: …wir wollen als Märtyrer sterben.
Umm Osama: Ja, das tun wir. Ich bete immer wieder: “Allah, lass unsere Tage im Märtyrertum enden.” Ich bete dafür, auch für meinen Mann und meine Kinder. Keiner von uns will eines natürlichen Todes sterben. Wir beten, dass Allah uns das Paradies schenkt. [...]
Yasser Arafats Frau Suha ließ die Hosen runter und teilte Dubai-TV mit, dass ihr Ehemann unmittelbar nach den geplatzten Gesprächen von Camp David die Intifada geplant hatte.
Anders als Imad Faluji hörte sie das von Yasser höchstpersönlich. Der Besuch Ariel Scharons auf dem Tempelberg war nicht Auslöser für die Intifada.
Rechts: Verrazano-Narrows-Brücke während des Horrorsturms
Mir war klar, dass irgendwelche Verschwörungstheoretiker Israel für Hurrikan Sandy verantwortlich machen würden. Israel ist schuld an Tsunamis, Hai-Attacken im Roten Meer, der Vogelgrippe und etlichem mehr, sodass lächerliche Anschuldigungen mich nicht mehr überraschen.
Wider Erwarten kamen die Unterstützer der Achse des Bösen dieser Annahme zuvor, indem sie sich den Horrorsturm an ihre Fahnen hefteten. Dazu CNN:
Stunden, nachdem Supersturm Sandy sich heulend seinen Weg entlang der Ostküste diese Woche gebahnt hatte und eine Schneise tödlicher Verwüstung hinterlassen hatte, waren die Reaktionen weltweit von Mitgefühl und Hilfsmaßnahmen geprägt.
Aber nicht in Syrien, wo einige Regierungstreue den am Montag einsetzenden Supersturm begrüßten und behaupteten, dass die Naturkatastrophe das Ergebnis von geheimer und hochintelligenter Ingenieurskunst sei
…
“Quellen bestätigten uns, dass Hurrikan Sandy, der die USA heimsucht, in HighTech-Labors des heroischen iranischen Regimes entwickelt worden war, das den Widerstand zusammen mit unserem syrischen Regime koordiniert” behauptete ein regierungstreues Netzwerk der syrischen Streitkräfte in einem Facebook-Posting.
“Dies ist die Strafe für jeden, der es wagt, Syriens (Bashar) al-Assad anzugreifen und Frieden und Stabilität zu bedrohen.”
Barbara Walters gestand im Gespräch mit Daily Telegraph ein, dass ihr im vergangenen Dezember geführtes Interview mit Bashar Assad einem schmutzigen Interessenkonflikt diente.
Im Gegenzug dafür, dass Assads Medienberaterin Sheherazad Jaafari ihr ermöglichte, das begehrte Interview führen zu dürfen, warf die ABC-Reporterin ihre Prominenz in die Waagschale, um Jaafari ein Volontariat bei CNNund einen Studienplatz an der Columbia University zu beschaffen.
Als sie mit den E-Mails konfrontiert wurde, die einer syrischen Oppositionsgruppe zugänglich gemacht worden waren, sprach die 82-jährige ABC-Nachrichtenmoderatorin von einem Interessenkonflikt und äußerte “Bedauern” für ihr Vorgehen.
Bill Carter schreibt, dass Walters Protektion vergeblich gewesen sei – Jaafari schaffte es nicht an die Columbia University, und CNN nahm nicht einmal Kontakt mit ihr auf.
Jaafari hatte Walters Interview mit Assad nicht gerade leicht gemacht. Die von der Hacker-Gruppe Anonymous zugespielten E-Mails machen deutlich, dass Jaafari ihren Chef Assad so präparierte, dass er die von Walters zu erwarteten Fragen parieren konnte. Nicht zuletzt deshalb bezieht Walters in Foren wie Twitter eine Tracht Prügel:
Twitter-Text oben:
Barbara Wolters entschuldigt sich für einen Interesssenkonflikt. Äh, wie steht es mit der Entschuldigung wegen der Verkuppelung durch eine Beraterin mit einem Massenmörder?
Bevor sie in den inneren Kreis von Assads Spin-Doktoren aufgenommen wurde, arbeitete Jaafari für Brown Lloyd James. Kurz vor ihrer Beschäftigung dort hatte diese PR-Agentur zu Vogues geschmacklosen Portrait des Familienlebens beim syrischen Diktator beigetragen. Assads angeleierte Medienstrategie hatte sich jedoch als Rohrkrepierer erwiesen.
Sicher ist es nicht unanständig, Kontakte zu allen möglichen Wirtschaftsunternehmen aufzubauen und damit Gefälligkeiten auszutauschen. Aber Walters wusste, dass sie eine Grenze überschritten hatte. Der einzige Profiteur bei dieser Kontaktpflege war Baschar Assad. Dazu Carter:
Eine altgediente Führungskraft der TV-Nachrichtenbranche, die darauf bestand, ihren Standpunkt zu einer Kollegin eines konkurrierenden Senders inkognito abzugeben, sagte, dass die Begleitumstände alles andere als ungewöhnlich wären in einem Metier, wo im Zusammenhang mit Kontaktaufnahmen oft um Gefälligkeiten angefragt wird.
“Es hat einen hässlichen Beigeschmack, zu sehen, wie manche Dinge gedeichselt werden, um solch’ große Interviews zu bekommen”, so der Angestellte; und er fügte hinzu, dass die Gefälligkeiten das Resultat einer Absprache zu einem Interview zu sein schienen und nicht als quid pro quo gälten.
Im Umgang mit Tyrannen sollen Nachrichtenmedien immer ihren Preis für den Zugang zu Kontakten hinterfragen. CNNs Mea Culpa für dessen Beziehung zu Saddam Hussein ist eine Neubetrachtung wert.
Amir Mizroch, Herausgeber der englischen Ausgabe von Israel Hayom und Twitter-Koryphäe (@amirmizroch), mit einem investigativen Hinweis auf eine AP-Geschichte in der Daily Star of Lebanon.
Obwohl der Originalbericht von Associated Press (AP) zur nationalen Einheitsregierung Israels mit einem klaren Verweis auf Jerusalem aufwartete, schrieb die Daily Star dies dergestalt um, als handele es sich um ein besetztes Jerusalem.
So wird also eine Geschichte, die sich allein im westlichen Teil Jerusalems abspielt, in suggestivem Zusammenhang mit besetztem Gebiet abgefasst, beginnend mit der [scheinheiligen (bd)] Frage, falls dem nicht so wäre. Ein weiteres Thema wäre demnach, wie AP mit einer Zeitung verfährt, die Ortsbestimmungen ändert, und welche Maßnahmen sie dagegen vorzunehmen gedenkt.
• Die in Hungerstreik getretenen Palästinenser waren Thema des Tages, aufgegriffen von den meisten großen Medien. NY Times-Reporter Jodi Rudoren bezieht sich auf das gewaltfreie Element und darauf, wie wenig Resonanz es bei den Palästinensern vor Ort hatte.
Bisher fielen die Solidaritätsdemonstrationen klein aus. Etwa 30 Personen versammelten sich am Dienstag am Kontrollpunkt Beituniya außerhalb des Ofer-Gefängnisses; sie intonierten 15 Minuten lang Sprechchöre, bevor es zwei Stunden lang zu Zusammenstößen mit israelischen Soldaten und Grenzpolizisten kam, bei denen es mehrere Verletzte gab.
“Es ist offensichtlich, dass es den Leuten egal war”, sagte Rizek Fadayel, der am Dienstag im Zentrum von Ramallah demonstriert hatte – mit einer palästinensischen Flagge und einem gerahmten Foto seines im Hungerstreik befindlichen Sohnes Rami, begleitet von den schmetternden Klängen einer Band zum Maifeiertag.
• Ein Artikel von Associated Press kurz nach dem von Rudoren in der NYT spricht von etwa 500 Teilnehmern einer von der Hamas organisierten Demonstration für die Hungerstreikenden, dazu von weiteren 300 bei einer anderen Kundgebung, die vom Islamic Jihad organisiert worden war.
• Toronto Star-Kolumnist Haroon Siddiqui lobt den antiisraelischen Akademiker Ilan Pappe als “Dissident” und lässt ihn Israel beschuldigen, neben anderen Maßnahmen ethnische Säuberung zu betreiben.
Iran / Nukleare Aufrüstung
• Der Iran wird zum zentralen Thema der bevorstehenden Wahlen in Israel. David Frum geht davon aus, dass [die] Wahlen zu einem nicht geringen Teil von der Beeinflussung der Nuklear-Verhandlungen zwischen Iran und dem Westen bestimmt sind.
Da die Verhandlungen mit dem Iran in diesem Herbst an Intensität zunehmen werden, zielt Netanjahu auf ein starkes innenpolitisches Mandat ab, das von seiner Wiederwahl gestützt wirdund nicht von sich bedrohlich abzeichnenden Monaten vor ihm.
• Ein Gastbeitrag in Ynet zum Thema kommt zu dem gleichen Schluss wie oben, erwähnt jedoch auch den neuen Verzögerungstrick des Iran angesichts einer [drohenden] militärischen Konfrontation mit den USA.
Vorgezogene Wahlen werden dem Westen in seinen diplomatischen Verhandlungen mit dem Iran zugute kommen. Netanjahu verbirgt nicht seine Absicht, Teherans Atomanlagen anzugreifen, bevor sie immun gegen Angriffe sind. Daher seine Entscheidung für vorgezogene Wahlen, da seine Haltung zu diesem Problem eindeutig und konsequent ist und von der Zuversicht zeugt, dass die israelische Öffentlichkeit hinter ihm steht und er damit mehr Glaubwürdigkeit für die die israelische Abschreckung gewinnt.
Diese Androhung ist eine der wirksamsten Möglichkeiten, Washington und Europa zu drängen, in den Gesprächen mit dem Iran nicht auf “Wird schon irgendwie“ zu setzen. Es scheint so auszusehen, dass jetzt selbst der Iran beginnt, dies zu fürchten.
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*Den Israel Daily News Stream übersetze ich hin und wieder dann, wenn keine weiteren Übersetzungen für HonestReporting Media BackSpin anstehen (bd).
Weil sie von der White House Correspondents Association (WHCA) verschmäht wurde, erfährt Helen Thomas (Abb. rechts) weiterhin warme palästinensische Zuneigung.
Die Washingtoner PLO-Vertretung ehrte Thomas mit einem eigenen Journalistenpreis.
Wenn palästinensische Lügen und Falschinformationen ungeprüft Zustimmung finden, ist es unvermeidlich, dass gegen Israel eingesetzte verlogene Propagandataktik auch gegen andere eingesetzt wird.
Ein Lüge der Hamas, die Ägypten unter Druck setzen sollte, wurde aufgedeckt und die Glaubwürdigkeit der Islamisten, was deren Umgang mit den Medien betrifft, hat schweren Schaden genommen.
Gestern berichtete ein AP-Beitrag über den ersten palästinensischen Todesfall im Zusammenhang mit der Versorgungskrise in Gaza. Mohammed Helou, ein fünf Monate altes Baby, starb, als dem Generator für das Beatmungsgerät der Sprit ausging.
Wen würde eine solche Tragödie nicht berühren?
Nun stellt sich heraus, dass die Geschichte auf einer Lüge basiert. AP veröffentlichte diese Rücknahme (via unsere Kollegen von CAMERA):
Zeitpunkt und Todesursache wurden AP gegenüber von einem Mann bestätigt, der sich als Vater des Kindes und Mitarbeiter der Gesundheitsbehörde in Gaza herausstellte, aber die Angaben wurden in Frage gestellt, nachdem sich herausstellte, dass eine Lokalzeitung die Nachricht vom Tod des Babys am 4. März brachte.
In einem Folgebeitrag ging AP mit der Hamas streng ins Verhör:
Die Ölknappheit war auch Anfang März von Bedeutung, aber die Hamas verpasste offensichtlich den Bericht in Al-Quds – einer Zeitung, die gegenüber dem Rivalen Fatah als loyal gilt – und die Hamas versuchte nun, die Geschichte zu recyceln, um aus der Familientragödie Kapital zu schlagen.
Von AP mit der Zeitungsgeschichte konfrontiert, bestanden die Familie und Bassem al-Qadri, Gesundheitsbeamter der Hamas, wiederholt darauf, dass das Baby Freitagabend tot in einem Krankenhaus in Gaza-Stadt eingeliefert worden sei.
Das Timing würde unterstreichen, welchen humanitären Preis Gazas 1,6 Millionen Einwohner dafür zahlen, wenn 18 Stunden am Tag der Strom ausfällt, ausgelöst durch die Abschaltung der Energieversorgung aus Ägypten.
Palästinensische Gesundheitsbeamte und die Hamas sind berüchtigt wegen ihres Glaubwürdigkeitsproblems. Angeblich von der IDF getötete Kinder waren nicht tot. Angaben zur Zahl von Todesopfern wurden aufgeblasen. Jeder Hamas-Funktionär gesteht Israel nachträglich zu, dass die ursprünglich vorgebrachten Behauptungen nicht stimmten.
Auch die Helou-Familie beteiligte sich an einer Lüge. Im Wissen, dass sie AP gegenüber Falschinformationen abgab, trat sie in die Fußstapfen von Jamal Dura. Es ist erst einen Monat her, dass er vor einem französischen Gericht diskreditiert worden war, weil er Narben, die von einer Operation im Jahr 1994 herrührten, auf angeblich durch die IDF zugefügte Verwundungen schob. Das nahm etwas Glanz vom Ikonenstatus seines berühmten Sohnes Mohammed al-Dura.
Aber überrascht das wirklich angesichts einer Kultur, in der “mein Sohn, mein Märtyrer” als Hoffnung und nicht als Klage interpretiert wird?
Hätte sich die Hamas rechtzeitig auf den Original-Zeitungsartikel von Al-Quds bezogen, wäre ihr daraus ein Vorteil erwachsen. Und Ägypten hätte Kopfschmerzen bekommen.
Während Israel bei dieser ganz besonderen Geschichte ein Randthema ist, bleibt die Glaubwürdigkeitslücke der Hamas bestehen.
Ein Video-Blogger bearbeitete ein Interview mit Asma al-Assad, das sie CNN im Jahr 2009 gegeben hatte. Darin hatte Syriens First Lady (geborene Britin) die israelischen Bombardements auf Gaza angeprangert. Der Blogger schnitt das Video in der Weise, dass es so aussieht, als ob sie gegen die gewaltsame Unterdrückung der Opposition in Syrien protestiere.
Das auf YouTube gepostete Remix mischt empörte Kommentare von Assads Frau im Jahr 2009 (darunter Aussagen wie “Der barbarische Überfall auf unschuldige Zivilisten war grauenhaft” und “Wir befinden uns im 21. Jahrhundert. Wo in der Welt kann so etwas passieren?”) mit Videoaufnahmen aus der letzten Woche über die Bombardierung von Homs durch Regierungstruppen, also der Stadt, aus der ihre Familie ursprünglich stammt. (Warnung: der Clip enthält extreme Bilder wie zum Beispiel das eines toten Kindes mit einer klaffenden Kopfwunde.)
Während die syrische Todesmaschinerie weiterhin unerbittlich wütet, trifft Tariq Alhomayed den Nagel auf den Kopf, was arabische Heuchelei betrifft. Lasst uns Assad mit Israel vergleichen.
Lasst uns angesichts dieses Staates mit seiner brutalen Diktatur innehalten und einen Vergleich mit Israel ziehen und damit, was es uns in der letzten Zeit angetan hat – und ich meine mit ’letzter Zeit’ die vergangenen 5 Jahre, vor allem die Kriege im Libanon und in Gaza. Die ganze Welt drängte darauf, Israels Aggressionen gegen den Libanon im Jahr 2006 zu stoppen; und dieser Krieg endete nach etwa zwei Monaten, wobei 1.200 Libanesen getötet wurden. Das Gleiche gilt für den Gaza-Krieg, bei dem es etwa ebenso viele Todesopfer gegeben hatte. In beiden Kriegen drängte die öffentliche Meinung in der arabischen Welt darauf, Maßnahmen zu ergreifen, in deren Verlauf gefälschte Listen über “Freunde Israels” veröffentlicht wurden, und das unter das Federführung des Regimes von al-Assad; in der Tat hatte eine Reihe von arabischen Politikern versucht, diese Tragödie auszuschlachten, an vorderster Stelle das al-Assad-Regime. Allerdings haben wir niemanden fragen hören – auch jetzt nicht -, warum diese Kriege geführt worden waren. Wessen Interessen dienten diese Kriege und vieles mehr? Wer war verantwortlich dafür?
Im Fall Assad jetzt sehen wir, wie die syrischen Truppen seit einem Jahr – nicht zwei Monaten – (Anm: [bd]: der Libanon-Krieg ist hier gemeint) und vor laufenden Kameras ihr eigenes Volk umbringen, während die Zahl der Todesopfer mehr als 8.000 übersteigt und die Truppen des Tyrannen von Damaskus Moscheen zerstört haben, Kinder sowie Frauen und ältere Menschen gefoltert und ermordet; und das alles nur, um Assad an der Macht zu halten. Trotz alledem finden wir einige zaudernde Länder, Politiker, Medien und Persönlichkeiten. Es ist, als ob wir – die Araber – sagen würden, dass, wenn der Mörder auch ein Araber ist, wir das dann akzeptieren können. Aber wenn er ein Israeli ist, dann müssen wir dem gemeinsam ein Ende zu setzen! Dies ist ein trauriger und beschämender Zustand, insbesondere dann, wenn jemand wie Hassan Nasrallah sich schamlos vor al-Assad stellt!
Wenn wir also al-Assad mit Israel vergleichen, werden wir das Ausmaß der zunehmenden Heuchelei in unserer Region entdecken, und eine der wichtigsten Quellen dafür ist das al-Assad-Regime – sowohl das des Vaters als auch des Sohnes, die beide mit der Lüge des Widerstandes und anderem überlebten. Daher wird einer der Vorteile des Abgangs des Tyrannen dazu dienen, die Heuchelei in unserer Region auszurotten, deren prominentestes Symbol das al-Assad-Regime verkörpert.
Wir alle haben empörende Berichte über Israel aus arabischen Quellen gelesen. Die Lektüre der arabischen Presse könnte man vergessen, wenn man davon ausgeht, dass, wenn Israel keine vom Mossad gelenkten Haie in arabische Gewässer entsandt hätte, es sich verschwörerisch daran machte, ansteckende Krankheiten in arabischen Gesellschaften zu verbreiten.
Aber was passiert, wenn ein arabischer Schriftsteller sich für Israel einsetzt, oder sogar darauf hinweist, dass die arabische Welt vom jüdischen Staat lernen könne? Nun, Lee Habeeb, ein Schriftsteller libanesischer Abstammung, bringt’s auf den Punkt.
Zuerst gab es die Leserbriefe an die Redaktion, dann persönliche Beleidigungen. Es war so, als hätte ich einen Geheimcode verraten, von dessen Existenz ich nichts wusste, oder einen geheimen Blutschwur, der etwa so lautet: Araber sprechen in der Öffentlichkeit nicht negativ über andere Araber oder positiv über Israel.
Nachdem er über die erlebte Gegenreaktion sinniert hatte und einen Ausblick auf die Auswirkungen unternahm, die dieses arabische Gruppendenken im weiteren Sinne bedeutet, kam Habeeb zu sehr wichtigen Schlussfolgerungen.
Es geht um den arabischen Selbstzweifel. Und es hat zu tun mit einem eklatanten Mangel an kulturellem Selbstbewusstsein und einer tief sitzenden Angst, dass vielleicht - ja wahrscheinlich – die Araber nicht in der Lage sind, ihre Angelegenheiten selbst zu regeln. Dass die arabischen Nationen nicht fähig sein werden, den Aufbau demokratischer Kulturen zu leisten, die zur Entfaltung menschlicher Freiheit führen, und dass diese Nationen nicht die Fähigkeit besitzen, die von Gott gegebenen Talente ihrer Menschen so zu nutzen, wie es die Amerikaner und Israelis konnten.
Nur so vielleicht wird sich die arabische Welt mit Amerika oder Israel messen können.
Kein Wunder also, dass die arabische Welt schon damit zufrieden ist, Israel auf Schritt und Tritt zu verunglimpfen. Es ist viel einfacher, in der Region einen Sündenbock auszumachen, als sich den Kopf über die eigene Unzulänglichkeit zu zerbrechen.
Gilles Jacquier, ein preisgekrönter Kameramann, der für France 2 TV gearbeitet hatte, wurde in Homs getötet, als eine Pro-Assad-Demonstration mit Granaten beschossen wurde. Dabei gab es weitere 7 Todesopfer.
CNN berichtet, dass Damaskus “eine bewaffnete terroristische Gruppe” beschuldige, aber die LA Times zitiert syrische Aktivisten, die mit dem Finger auf das Regime deuten:
Sie machten die syrischen Behörden für die Todesfälle verantwortlich, denen sie vorwerfen, dass diese Journalisten einschüchtern aus der Stadt berichten wollen, die als Epizentrum der Unruhen gesehen wird.
Das France 2-Team befand sich – zusammen mit anderen Reportern – in Homs auf einer von der Regierung organisierten Medien-Tour. Weitere Details und Videos zum Vorfall von The Lede.
Ein weiterer großer Moment in der Geschichte palästinensischer Pressefreiheit: PA-Sicherheitskräfte verhören einen Journalisten, der geschrieben hatte, dass Ismail Hanija von der Hamas “legitimer palästinensischer Ministerpräsident“ sei.
Wesentlich interessanter ist jedoch, dass der vernommene Journalist selbst enge Verbindungen zur Hamas unterhält. Dazu die Jerusalem Post:
Khaled Amayreh, die für die ägyptische tageszeitung Al-Ahram Weekly schreibt und enge Beziehungen zur Hamas unterhält, erwähnte, dass er in den vergangenen Tagen zweimal auf die Kommandantur der palästinensischen Preventive Security Service* in Hebron bestellt worden sei.
Amayreh, 55, war verhört worden, weil er kürzlich Stellungnahmen abgegeben hatte, in denen er die PA-Führung kritisierte und Haniyeh als legitimen Premierminister bezeichnete.
Der palästinensische Journalistenverband verurteilte die Vorladung Amayrehs und sagte, dass dies im Zusammenhang mit der Unterdrückung der Meinungsfreiheit in der West Bank durch die PA stünde.
Die Gruppe erwähnte, dass die PA-Sicherheitskräfte dem Journalisten gesagt hätten, er würde wegen seiner Statements und Artikel jeden Tag zum Verhör vorgeladen werden.
Ich frage mich, ob Al-Ahram weitere Reporter in der Westbank oder im Gazastreifen beschäftigt, die enge Kontakte zu Hamas, Fatah, der Muslimbruderschaft, Salafi al-Nour, Islamic Jihad, His-bollah etc. unterhalten….
• Irish Times-Korrespondent Michael Jansen mit dem Blick für den großen Zusammenhang:
Statt sich zu einer Mehrparteiendemokratie zu entfalten, dürfte der Arabische Frühling nicht nur eine autoritäre sunnitische Fundamentalistenherrschaft gebären, sondern auch eine sunnitische Einheit von Marokko bis zum Golf begünstigen - mit Ägypten als Meinungsführer. Wenn dies einträfe könnten die Fundamentalisten eine Front zum Iran errichten – der schiitischen Großmacht in der Region und ihren Verbündeten im Irak -, und [gleichzeitig] massiv gegen Israel vorgehen statt mit ihm Frieden zu schließen. Israel wird von der überwältigenden Mehrheit der Fundamentalisten nicht nur als unrechtmäßiger Besatzer Palästinas gesehen, sondern auch als Usurpator heiligen muslimischen Bodens.
• Bemühungen um eine Zusammenführung der syrischen Oppositionsgruppen scheiterten. Außer, dass hier in kläglicher Weise ihre Unfähigkeit reflektiert wird, eine Regierung nach Assad zu stellen, beinhaltet dies auch, dass es keine einheitliche Stimme gibt, die als Ansprechpartner für den Westen in Frage käme. Mehr dazu in der Financial Times (via Google News). Aber der Syrische Nationalrat startete schon eine Website….
• CNN: Syrer verwarfen die schändliche Beobachtermission der Arabischen Liga.
• Der Washington Post zufolge ist ein Showdown zwischen der Muslimbruderschaft und Ägyptens Militär fait accompli [vollendete Tatsache; (bd)]:
Bisher war die relativ moderate [sic; (bd)] islamistische Gruppe ein Bündnis mit dem Militärrat eingegangen, der nach Mubaraks Sturz am 11. Februar letzten Jahres die Kontrolle über das Land übernommen hatte. Aber nachdem sich die militärische Führung entschlossen hatte, ihre politischen und wirtschaftlichen Interessen zu sichern, während Ägypten in Richtung Demokratie taumelte, sagen einige Analysten, dass ein Zusammenstoß zwischen den beiden Zentren der Macht unvermeidlich sei.
Die langfristigen Ziele von Militär und Bruderschaft “stimmen nicht miteinander überein”, so Shadi Hamid, ein Ägypten-Experte beim Brookings Doha Center. “Das Militär will gewissermaßen als Macht hinter den Kulissen bestehen bleiben. Das ist sicherlich nicht das, was die Bruderschaft will.”
• Tony Karon (Time) denkt über die israelisch-amerikanische Debatte nach, was eine Einbeziehung der Muslimbruderschaft beträfe.
• Es ist schon ein Jahr her, seit eine Bombe eine koptische Kirche in Alexandria verwüstete und viele christliche Opfer forderte – aber Ägypten stoppt seine Ermittlungen seit Monaten. AP(Associated Press) mit einer Rückschau auf die bekannten Fakten und einem Fazit:
Aber das Versagen einer Antwort betreffend, wer hinter dem Anschlag steckte, hat unter Ägyptens christlicher Minderheit Verbitterung darüber ausgelöst, weil der Staat zu wenig unternimmt, sie zu schützen.
Bedrohung durch das iranische Nuklearprogramm
• The Media Line sprach mit Eingeweihten über die Fähigkeit des Iran, die Straße von Hormuz zu blockieren:
“Marine und IRGC (Revolutionsgarden; [bd] können den Golf nicht für einen längeren Zeitraum absperren, aber sie besitzen die Fähigkeit, in einem Zeitraum von 5 bis 10 Tagen den Schiffsverkehr im Golf ernsthaft zu gefährden”, so Anthony Cordesman….
Koch vom Gulf Research Center geht davon aus, dass die größte Bedrohung durch den Iran von dessen asymmetrischer Kriegsführung ausgeht, die darin besteht, dass er angeworbene Truppen oder stellvertretende Kriegsparteien für Sabotageakte in Stellung bringt. Der Iran benötigt nicht die Blockade von Hormuz, um Unheil anzurichten; er könnte Ölfelder und Kraftwerke sowie andere kritische und anfällige technische Einrichtungen auf der arabischen Seite des Golfs ins Visier nehmen.
“Das ist ein viel gefährlicheres Szenario”, so Koch. “Die Iraner haben gezeigt, dass sie diesbezüglich eine sehr intelligente Macht sein können.”
Die Hamas gibt zu, dass Gaza nicht von Israel besetzt ist. YNet News zitiert Mahmoud Zahar (Abb. rechts):
“Volkswiderstand passt nicht zum Gazastreifen“, sagte al-Zahar. “Gegen wen genau würde sich ein Aufstand richten? Um solch einen Widerstand handelte es nur zu, wenn Gaza besetzt wäre”. Allerdings behauptete er, dass alle Formen von Widerstand – einschließlich des bewaffneten – für die West Bank angemessen sind, da sie “noch immer im Besatzungszustand ist”.
1. Das wussten wir die ganze Zeit.
2. Erzähl das mal der Flotilla-Bewegung.
3. Das beeinträchtigt den Propagandawert der Reise von Ismail Haniyeh in die Türkei, wo sich Haniyeh mit Ministerpräsident Erdogan traf und die Mavi Marmara besuchte.
4. Wenn Robert Fisk, der Pöbler von Comment is Free, und George Galloway palästinensischer sind als die Hamas, werden sie Zahar gegenüber nachsichtig sein, was seine Verwendung des Begriffes Besatzung betrifft. Letztlich war es ihre Reaktion auf die PaliLeaks.
5. Die Raketen werden sowieso weiterhin fliegen.
Eine in Verlegenheit geratene Arabische Liga erwägt, ihre Beobachter aus Syrien abzuziehen; Google investiert viel Geld in israelische Start-ups, aber das könnten auch schlechte Nachrichten bedeuten. Und Gaddafis Tochter verursacht Stirnrunzeln wegen Inanspruchnahme eines israelischen Anwalts.
Israel und die Palästinenser
• Zum Jahrestag der Operation Gegossenes Blei rückt ein ausgezeichneter Kommentar im New Statesman einiges zurecht:
[Colonel Richard] Kemp sagt, dass UN-Schätzungen zufolge die durchschnittliche Zahl von Todesopfern unter Zivilisten im Verhältnis zu der von Kombattanten weltweit gesehen 3:1 ist – also 3 Zivilisten auf einen Kämpfer. So ist das z.B. [auch] in Afghanistan. Aber im Irak und im Kosovo war es noch schlimmer: man veranschlagt die Relation auf 4:1. Einzelne Berichte gehen davon aus, dass die Quotienten in Tschetschenien und Serbien wesentlich höher waren. In Gaza betrug die Relation weniger als 1:1.
Während der 22-tägigen Operation in Gaza war Israel nachweislich darum bemüht, das Leben von Zivilisten zu schützen und gleichzeitig gezielt gegen Kombattanten vorzugehen. Der Israel-Korrespondent von ‘Jane Defence Weekly’ – verantwortlich für eine Erstellung zu Israels Statistik im abgelaufenen Jahr -, erklärte: “Die IDF hat im Jahr 2011 in Gaza 100 Menschen getötet. Neun davon waren Zivilisten. Das bedeutet eine Relation Zivilisten/ Kämpfern von fast 1:10.”
• Die PA plant, das Thema Siedlungen vor den UN-Sicherheitsrat zu bringen. Mehr dazu bei Haaretz.
• Ein Leitartikel in der Washington Post greift die ägyptischen Behörden scharf an wegen deren Razzien bei 17 NGO’s, die sich für Förderung der Demokratie und Menschenrechte einsetzen:
Die Razzien vom Donnerstag stellen somit eine frontale Provokation der Obama-Administration [die von Unterstützung eines Übergangs zu einer demokratischen Zivilregierung in Ägypten und Beschwichtigung der Generäle geschwafelt hatte], durch den herrschenden Militärrat dar. Das Militär versucht, die schwindende innenpolitische Unterstützung wiederzugewinnen, indem es das innenpolitische Chaos teuflischen “fremden Mächten” in die Schuhe schiebt; es versucht auch, liberale und pro-demokratische Gruppen zu zerschlagen, die seinem Unterfangen widerstanden haben, die eigene Macht auf unbestimmte Zeit zu zementieren.
“Ab dem Moment, wo israelisches Hightech in erster Linie auf die die Arbeit in Forschungszentren der großen Unternehmen basiert, wird sein Glück von dem dieser Firmen abhängen, was bedeutet, dass bei einem Personalabbau dort das auch auf den Arbeitsmarkt in Israel zurückwirkt”, so Doron A. Peled.
• Oberst Gaddafis Tochter Aisha hat den israelischen Anwalt Nick Kaufman engagiert, der die Familie in ihrem eigenen Bestreben nach Gerechtigkeit unterstützen soll: er soll Druck auf den Internationalen Strafgerichtshof (ICC) ausüben, was die Umstände des Todes ihres Vaters betrifft, weil sie davon ausgeht, dass Rebellen und NATO sich Kriegsverbrechen schuldig gemacht hätten. Kaufman gegenüber The Daily Beast:
“Es hat nichts mit der Tatsache zu tun, dass ich Israeli bin”, äußerte Kaufman in einem Telefoninterview. “Wenn es zu einer Verhandlung beim ICC kommt, bin ich einer der wenigen Anwälte mit reichlich Erfahrung auf diesem Gebiet.”
Den kompletten Medien-Spickzettel bitte hier lesen [In Englisch].
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