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News zu Israel und Nahost am 6. Juni 2013

6. Juni 2013

HonestReporting Media BackSpin, 6. Juni 2013

Alles, was Sie über die heutige Berichterstattung zu Israel und Nahost wissen sollten. Auch bei Facebook.

Die heutigen Top-Themen

1. Syrische Soldaten und Rebellen kämpfen um die Kontrolle beim israelischen Grenzübergang Kuneitra. Heute Morgen übernahmen die Rebellen die Kontrolle, aber die Armee eroberte den Grenzübergang zurück. Dort wurden die UN-Truppen abgezogen. Die Schlacht hielt während dieses Postings noch an. Kuneitra ist der einzige Grenzübergang zwischen Israel und Syrien.

2. Die IDF stellte eine neue Kompanie auf, die israelische Soldaten beim Kampfeinsatz filmen soll. Die Jerusalem Post zitierte IDF-Sprecher und Brigadegeneral Yoav Mordechai anlässlich einer Ansprache an die Soldaten bei einer Zeremonie, in der er das Ziel für die Bedeutung ihrer Arbeit herausstellte:

„Neben den militärischen Erfolgen spielt die Wahrnehmung eine entscheidende Rolle. Man kann den Kampf gewinnen, ihn aber auch [im Kampf um die öffentliche Wahrnehmung] verlieren.“

3. Präsident Obama ernannte Samantha Power zur Botschafterin bei den Vereinten Nationen. The Lede nimmt Bezug auf eine israelische Leiche in ihrem Keller, aber einige schwergewichtige Unterstützer Israels, darunter Senator John McCain, Joe Lieberman und Alan Dershowitz, gaben The Cable gegenüber an, dass sie sich [zum Positiven (bd)] gewandelt habe, und dass Powers Ansichten zu Menschenrechten und Interventionen eine sehr gute Chance bedeuteten, die UN wachzurütteln.

Israel und die Palästinenser

JTA: In der südfranzösischen Stadt Belfort soll ein Platz nach Yasser Arafat benannt werden:

Belforts Bürgermeister Etienne Butzbach bemerkte in einem am Montag in der Online-Ausgabe der Lokalzeitung L’alsace veröffentlichten Artikel, dass die Hommage an Arafat „im Zusammenhang mit dessen Unterzeichnung der Osloer Abkommen erfolgt.“

Butzbach, ein Sozialist, reagierte damit auf Proteste jüdischer Vertreter der Stadt, die anmerkten, dass die Ehrung Arafats einer Zustimmung für Terror gleichzusetzen wäre. Belfort hat bereits einen seiner öffentlichen Plätzen nach dem ermordeten israelischen Premierminister Yitzhak Rabin benannt.

• Lesenswert: Happy Israel: Warum die Zeit für den jüdischen Staat arbeitet.

• Kolumnistin Trudy Rubin im Philadelphia Inquirer mit Überlegungen zum Friedensprozess.

Arabischer Winter

• US-Geheimdienste gehen davon aus, dass nun drei russische Kriegschiffe im Mittelmeer mit Waffen für Syrien unterwegs sind, darunter wahrscheinlich S-300-Raketen. CNN mit Details.

Will sich die Hisbollah auf den syrischen Golanhöhen breitmachen?

Saudi Gazette mit einem demaskierenden Leitartikel zur Rolle der Hisbollah.

Die Hisbollah wird nicht mehr überzeugend als Verfechter der arabischen Sache darstellen können. Sie wird nicht mehr vorgeben können, dass ihre Leute für den Rest der arabischen Welt sterben.

Irland führt eine Gruppe von EU-Ländern an, die sich gegen eine Listung der Hisbollah als terroristische Vereinigung stellen.

• Weitere Kommentare und Analysen siehe NY Times, McClatchy News, Tablet und Daily Star.

Journalistische Fehlzündung der New York Times

25. März 2013

HonestReporting Media BackSpin, 25. März 2013

Die New York Times kann gleichzeitig sachlich und irreführend schreiben, wenn man sich den Artikel „Obama zeigt Führungseigenschaften bei Überredungskunst und weckt Hoffnungen auf Friedensbemühungen“ vornimmt.

Dort wird so argumentiert:

Als er sein Amt antrat, wollte Obama den eigenen Anspruch als Friedensstifter geltend machen. Aber dann ist seine Forderung nach einem Stopp des jüdischen Siedlungsbaues nach hinten losgegangen, und ein Versuch, direkte Gespräche zwischen Netanyahu und Abbas herzustellen, verlief im Sande.

Man kann in der Tat Gründe dafür finden, dass dies zutrifft. Die Forderung, Israel müsse einen Baustopp einlegen, ist [aber] nach hinten losgegangen, weil sie keinen Lösungsansatz nach Verhandlungen anbot. Eine simple Lektüre des Textes impliziert jedoch, dass die Forderung zurückgewiesen und ein „Fehlzünder“ gewesen sei.

Vielmehr ist die Wahrheit die, dass Präsident Obamas Forderung von Israel akzeptiert worden war. Zehn Monate lang stoppte Israels den Siedlungsbau. Dabei handelte es sich um ein Zugeständnis, wie es das vorher nie gegeben hatte. Als Fehlzündung stellte sich jedoch heraus, dass trotz des Baustopps die Palästinenser sich weigerten, Verhandlungen aufzunehmen – und das bis zum Ende des Einfrierens der Siedlungstätigkeiten. Schon damals waren sie lediglich bereit, über Verhandlungen zu verhandeln (was semantisch und inhaltlich gesehen schon absoluter Schwachsinn ist und von absolut destruktiver Haltung zeugt [bd]). Also weigerten sie sich auch nach Ablauf der 10 Monate des Siedlungsstopp-Abkommens, in Verhandlungen einzutreten.

Gleich, was der Artikel aussagt: es war weder Israels noch Obamas Schuld, dass die Gespräche nicht zustande kamen. Sie scheiterten aus einem Grund: palästinensischer Unnnachgiebigkeit.

Um ihrer Sorgfaltspflicht nachzukommen, sollte die New York Times dies bitte auch deutlich machen.

Kontakt zur Redaktion hier [In Englisch].

Wer braucht schon Friedensgespräche, wenn wir den Boston Globe haben?

30. Januar 2011

HonestReporting Media BackSpin, 30. Januar 2011

Während die Palästinenser nach einer UN-Verurteilung der Siedlungsaktivitäten rufen, denkt man im Leitartikel des Boston Globe darüber an, dass die die USA ihr Veto-Recht für israel wirksam einsetzen sollten:

Obama sollte die Drohung einer Resolution des Sicherheitsrates dazu nutzen, Netanyahu zu drängen, das zu tun, was er von Israel erwartet: durch Schaffung eines palästinensischen Staates neben Israel den demokratischen und jüdischen Charakter des Landes zu bewahren. Um die Parteien dazu zu bewegen, mit der endlosen Schacherei für ein abschließendes Friedensabkommen aufzuhören, muss Obama vorbereitet sein, mit fairen aber bestimmten US-Lösungen für die Schlüsselfragen heraus zu kommen, welche die beiden Seiten trennen.

Der Globe erteilt hier leider einen Persilschein für Mahmoud Abbas Do-Nothing-Strategi bei gleichzeitiger Nichtberücksichtigung der größten Lektion aus PaliLeaks, nämlich dass die Unfähigkeit der PA, ihr Volk zu einem Leben neben Israel zu erziehen, ein weit größeres Friedenshindernis darstellt als es Siedlungen sein könnten.

AP: Israel Frieden aufzwingen?

18. April 2010

HonestReporting Media BackSpin, 18. April 2010

Israel befürchtet, dass Obama einen Frieden aufzwingen will. Leider unterstreicht APs einleitender Absatz diese Zumutung:

Israels Hardliner-Regierung macht sich große Sorgen, dass die USA ein Friedensabkommen in Nahost erzwingen wollen….

Die israelische Regierung in unfairer Weise als „hardline“ abzustempeln, soll in der Tat die starke Zumutung rechtfertigen, die Israel verständlicherweise vermeiden möchte. Ich mache mir mehr Sorgen darüber, dass AP selbst versucht, an der Erzwingung eines Nahost-Abkommens mitzuwirken.

Lügen, große Lügen, Statistiken und Haaretz

22. März 2010

HonestReporting Media BackSpin, 22. März 2010

Haaretz wurde von einem ihrer eigenen Meinungsforscher scharf gerügt. Es sieht so aus, als  ob die allzu legere Übersetzung eines hebräischen Wortes den Redakteuren genügend Spielraum gab, um zu behaupten, dass die meisten Israelis hinter Präsident Obama stünden. Professor Camil Fuchs, Meinungsforscher bei Haaretz, kritisierte die Darstellung seiner Arbeit durch das Blatt als „irreführend“.

Er erklärte der Jerusalem Post:

Sowohl die englische als auch die hebräische Freitagausgabe von Haaretz machten mit der Schlagzeile Umfrage: Die meisten Israelis betrachten Obama als fair und freundschaftlich gegenüber Israel eingestellt.“

Die englische Ausgabe platzierte neben einer Abbildung Obamas, dass „69% sagen, Obama ist fair und freundschaftlich gesinnt.“

Die Geschichte selbst gibt keine Zahlen her, aber im Aufmacher heißt es, dass, „eine überwiegende Mehrheit der Israelis denkt, der Umgang mit ihrem Land ist fair und freundschaftlich.“

Die englische Ausgabe enthält keine grafische Aufbereitung der Zahlen, weder in der Online- noch in der Printausgabe.

Online- und Printausgabe der hebräischen Ausgabe führten eine Grafik auf, die darstellte, dass gerade einmal 18 Prozent der Antwortenden Obama als „freundschaftlich“ gesinnt gegenüber Israel einstuften, nur 3% weniger als die 21%, die dem Präsidenten eine „feindselige“ Haltung attestierten.

10 Prozent waren unentschieden und 51% definierten Obamas Haltung zu Israel unter Verwendung des hebräischen Wortes „inyani,“ das übersetzt werden kann als „nüchtern“ oder „geschäftsmäßig,“ aber nicht als fair.

Fuchs, der die Statistikabteilung der Tel Aviv-Universität leitet, sagte, dass er etliche Reaktionen von den Menschen aus aller Welt empfangen hatte, die von der Schlagzeile über die Abstimmung überrascht gewesen waren. Er distanzierte sich von der Headline und kritisierte die Weise, wie seine Umfrage dargestellt wurde.

„Was kann ich dagegen machen? Nur der Redakteur verfasst die Schlagzeilen“, so Fuchs.

„Wenn sie die Zahl 69 in Einem schreiben ist das zwar korrekt, führt aber in die Irre. Genauso gut hätten sie ’feindlich’ und ’inyani’ kombinieren können, um eine größere Zahl zu erhalten.

Ich überlasse es den Lesern zu kommentieren, warum Haaretz sich dafür entschied, happige 51 Prozent der Antwortenden mit „freundschaftlich“ in einen Topf zu werfen. Mein erster Gedanke galt Mark Twain. Von ihm stammt die Redensart:

„Es gibt drei Arten von Lügen: Lügen, große Lügen und Statistiken.“

HonestReportings Dubai-Mission ein Knüller

1. März 2010

HonestReporting Media BackSpin, 1. März 2010

Was die Medien über die neueste Dubai-Mission von HR nicht berichten:

1) HonestReporting’s Dubai Mission a Big Hit 😉

und

2) IDF Field Hospitals and Obama’s Health Care Plan 😉

Leseempfehlungen heute

4. Dezember 2009

HonestReporting Media BackSpin, 4. Dezember 2009

Mythos illegale Siedlungen
“Die schlussfolgernde Analyse, dass die Siedlungen Internationales Recht verletzen würden, beruht ausschließlich auf der bereitwilligen Akzeptanz palästinensischer Erzählungen.“

Wird der Libanon zum Terrorstaat?
Die Regierung billigt der Hisbollah zu, ihre Waffen weiterhin zu tragen und zu horten und unabhängig vom Einverständnis des Staates Krieg zu führen.

Palästinenserstaat ohne Obamas Einmischung errichten
Die Wirtschaft in der Westbank gedeiht, weil Israel diskret beim Nationbuilding hilft.

Warum Israel mit der Hamas nicht über Grenzen verhandelt
Mit ihr über einen Gefangenenaustausch zu verhandeln ist etwa anderes als formale Gespräche mit der Terrorgruppe.

Iranische Razzien jetzt weltweit
Das Regime drangsaliert Iraner im Ausland, die bei Facebook, Twitter, YouTube und auf Blogs zum Widerstand aufrufen.

Tom Friedmans Passivrauchen

17. November 2009

HonestReporting Media BackSpin, 17. November 2009

Sieht fast danach aus, als habe Roger Cohen den Qualm von Tom Friedmans angerauchter Zigarette abbekommen:

Obama, der den Nobelpreis schon erhalten hat, sollte die Erwartungen dämpfen. Hört endlich auf, über Frieden zu sprechen. Schlagt euch das Wort aus dem Kopf. Fangen wir an, über Détente zu reden. Das ist es, was Lieberman wünscht; das ist, was die Hamas über seine Vorstellungen sagt; hier ist Netanjah mit seinem Latein am Ende.

Es ist nicht das, was Abbas wünscht, weil er machtlos ist. Shlomo Avineri, ein Politikwissenschaftler, sagte mir, dass „ein gewaltloser Status Quo weit von einem zufriedenstellenden Ergebnis entfernt ist, aber er ist nicht schlecht. Zypern ist keine unbefriedigende Lösung.“

Leseempfehlungen

1. September 2009

HonestReporting Media BackSpin, 1. September 2009

Following Inflammatory Article, Sweden to Demand EU Condemn Anti-Semitism

What Obama Is Missing In His Policy On Israel

Israel Has Iran In Its Sights

Israel, Iran and Obama

Dichter Launches ‚National Conversation‘ on Arab Peace Plan – But Only on Facebook

UPDATE 1. September: Bildt: No Plan to Condemn Anti-Semitism