Posted tagged ‘Itamar-Massaker’

Al Jazeera America startet mit Judenhasser

23. August 2013

HonestReporting Media BackSpin, 232. August 2013

So viel zum ersten. Nach dem lange erwarteten Start war der Verschwörungstheoretiker Professor Stephen Walt allererster Gast bei Al Jazeera Amerika (AJA).

Er ist weithin bekannt durch seine Co-Autorenschaft bei The Israel Lobby, einem in Misskredit geratenen Buch, das Juden beschuldigt, die amerikanische Außenpolitik zu steuern. (Ohne Osama Bin Ladens Empfehlung wäre das Buch wohl nicht so populär diskutiert worden.) Walts Beobachtungen zum prä-arabischen Frühling gehören zu den drei doofsten Stücken, die intellektuelle Libyen-Besucher geschrieben haben. Und seine Reaktion auf das Itamar Massaker im Jahr 2011 war eiskalt und schockierend.

Walt fasste seine Überlegungen über die Unruhen in Ägypten so zusammen, dass er den AJA-Zusehern verklickerte, die US-Hilfe für Kairo sei nicht wirklich von bedeutendem strategischem Interesse für die USA, sondern solle Israel besänftigen. Hier das Video.

Ich kann’s kaum noch erwarten, wer sonst noch auf der Einlistungsliste der AJA-Experten erscheint. Henry Siegman? Abdel Bari Atwan? Geneive Abdo?

Wie wäre es mit Neve Gordon, dem israelischen Professor, der für Walt zu extrem ist?

Und was wird Al Jazeera Amerika als Draufgabe bringen?

(Hat tip: Washington Free Beacon)

Itamar-Massaker: BBC bessert nach

7. August 2011

HonestReporting Media BackSpin, 7. August 2011

Hakim Awad wurde wegen Mordes an Udi und Ruth Fogel und ihren drei Kinder beim Itamar-Massaker überführt.

Beinahe so beachtenswert ist die Tatsache, dass die BBC schnell darauf reagierte. Beeb-Angestellte räumten ein, dass sie an der Geschichte zum Massaker nachgebessert hatten, nachdem die Parlamentsabgeordnete Louise Bagshawe mit dem aus Steuermitteln finanzierten Nachrichtensender streng ins Verhör gegangen war.

Die Urteilssprechung wird im September erwartet. Hakims Bruder Amjad ist auch angeklagt.

BBC: Berichterstattung über Massaker an Fogel-Familie war ungenügend, aber….

3. April 2011

HonestReporting Media BackSpin, 3. April 2011

Die BBC räumte ein, dass ihre Berichterstattung zum Itamar-Massaker sehr schlecht war. Die Jewish Chronicle schreibt:

In ihrer Antwort sagte Frau Boaden: „Ich stimme mit Ihnen überein, dass der bedeutende Charakter dieses Mordes an einer ganzen Familie impliziert, dass er Bestandteil unserer Nachrichten hätte sein müssen.“

Allerdings bestritt sie, dass die BBC die Geschichte ignoriert habe, „sei es, weil es uns egal gewesen wäre oder weil wir eine antiisraelische Agenda verfolgen.“ Stattdessen beschwerte sie sich über „ein ziemlich arbeitsreiches Wochenende“ wegen der Katastrophe in Japan, den Ereignissen in Libyen und den Frühjahrstagungen der Liberaldemokraten, dazu über die SNP (Scottish National Party [bd]), über die berichtet werden sollte, dass „sie politische Unparteilichkeit gewährleisten“ solle.

[Dies] ließ angesichts einer Vielzahl konkurrierender Geschichten nur wenig Raum inmitten der wichtigsten TV-Nachrichten…

Frau Bagshawe sagte: „Ich bin nicht zufrieden mit der Antwort, die die Bedenklichkeit des Fehlens der Berichterstattung nicht in Betracht zieht.

Ich würde die Sache für erledigt betrachten, wenn die BBC eine Geste des Bedauerns wegen der Verletzungen äußerte, die sie die jüdische Gemeinde zugefügt hat.“

Boadens Ausreden könnten erklären, warum dem Massaker an der Fogel-Familie niedrige Priorität eingeräumt worden war. Aber sie erklären nicht, warum die brutalen Morde keine Berichterstattung des öffentlich finanzierten News-Service wert waren.

Trotz der Entwicklungen in Japan, Libyen und der innenpolitischen Situation in Großbritannien hatten mehr als 2.400 Menschen ein paar Sekunden Zeit, Bagshawes Kommentar zu lesen, in dem sie Beeb streng ins Verhör genommen hatte. Traurig, dass die BBC sich nicht wenigstens ein paar Sekunden für die Fogels nehmen konnte.

Ihre tägliche Dosis moralischer Gleichsetzung

15. März 2011

HonestReporting Media BackSpin, 15. März 2011

Diese Headline im Guardian unterstellt, dass echte Palästinenser bei einer Verurteilung Itamar-Massakers zitiert worden seien.


Doch hier das Ausmaß von „Schock“ und „Wut“ auf der palästinensischen Seite, wie Harriet Sherwood beschreibt:

Die Ermordung der Familie Fogel hinterlässt einen niederschmetternden Eindruck auf Israel und schockiert viele Palästinenser. Der palästinensische Präsident Mahmud Abbas bezeichnete die Morde als „unmenschlich und unmoralisch.“*

Wer denkt sich Schlagzeilen wie diese aus?

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*Ist ja interessant zu erfahren, dass es unmenschliche und unmoralische Morde gibt: heißt das im Umkehrschluss, dass es auch menschliche und moralische Morde gibt? Auch den sprachlichen Duktus hat Abbas von Arafat übernommen. So ähnlich hörten sich aber auch manche Kondolenzbotschaften westlicher Politiker in den letzten Tagen an…..[bd]

Itamar-Massaker: Die Blogger haben’s erfasst – die Mainstream-Medien nicht

14. März 2011

HonestReporting Media BackSpin, 14. März 2011

Eine relativ überschaubare Gruppe Blogger ordnet das Itamar-Massaker besser ein als Legionen ausländischer Pressekorps, die aus Israel berichten. Das beste Stück, das ich über die grausigen Morden gelesen habe, stammt von Claire Berlinski – sehr menschlich und intelligent geschrieben:

Ich möchte gleich darauf hinweisen, dass dies sicher nicht irgendeine Familie unter den „Siedlern“ war – einer seltenen Spezies, die nur als politische Verhandlungsmasse existierte -, sondern aus Menschen bestand. In der Wohnung nebenan, in der eingebrochen worden war, hing Kinderbekleidung auf der Leine neben einem Kinderfahrrad. Man kann sich das nicht einfach ansehen und dabei denken: „In dieser Geschichte geht es nur um Land und Politik.“ In dieser Geschichte geht es allein um Mord. Sie waren Kinder, und sie wurden umgebracht. Zwei weitere Kinder wurden zu Waisen. Die Kinder wurden vorsätzlich ermordet. Hier handelte es sich um geplanten Mord, kein Verbrechen aus dem Affekt, und es war eine raserisch-psychotisches Morden.

Jeder, der in irgendeiner Weise versucht, dies vernunftmäßig zu begründen bzw. zu diminuieren oder sogar unterschwellig zu argumentieren, es handle sich um eine angemessene Bestrafung für irgendetwas, sollte sich ein drei Monate altes Baby ansehen und sich die Frage stellen, was einen dazu bringt, einen Zaun zu übersteigen, in ein Fenster einzusteigen und diesem Kind die Kehle durchzuschneiden. Wenn diese Tat dann für ihn eine „verständliche“ Reaktion auf politische Missstände sein sollte, glaube ich nicht, dass man darüber groß diskutieren muss.

Leider betrachten die Mainstream-Medien (MSM) die Fogels lediglich als „Siedler“, Dieses „S“-Wort dominiert eine Headline nach der anderen, während die BBC politisches Taktieren höher gewichtet als Mord (Auch Sky News verschob völlig die Prioritäten). Die Fogels waren eine Familie!

Weitere positiv heraus zu hebende Blogger (neben vielen deutschen natürlich!): Act for Israel, Chuck DeVore, Tim Mak und Judith Levy. Mehr über ihren Besuch in Itamar bei YNet News.

Stephen Walts zynische Mitleidsbezeugung

14. März 2011

HonestReporting Media BackSpin, 14. März 2011

In der Tat: zynische Worte des Trostes von Professor Stephen Walt zum Itamar-Massaker.

Walt, berüchtigt als Co-Autor von Die Israel Lobby, hat noch mehr drauf. In einem 425 Wörter umfassenden Beitrag handeln 44 Prozent von der Verurteilung Israels, den Siedlern, christlichen Unterstützern und natürlich „US Politikern, deren Rücksicht auf die Israel-Lobby die Besatzung ermöglicht hat“.

Wenn jemals eine Wortwolke (Kategorienwolke) das Innenleben eines Gehirns ausleuchtete, dann diese von Pesach Benson angefertigte.* Drei Kinder und ihre Eltern sind Opfer eines beispiellosen Mordes, aber alles, was Walt unternimmt, ist, dass er seine Feindbilder pflegt.

Hier sein pathetisch geheucheltes Mitleid:

Zu sagen, dass ich über den brutalen Mord an einer israelischen Familie im Westjordanland in der West Bank-Siedlung Itamar (nahe Nablus) entsetzt bin, wäre eine Untertreibung.

(Via Elder of Ziyon)

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*Pesach Benson schreibt den englischsprachigen Blog BackSpin für HonestReporting Jerusalem [bd]