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BDS-Bewegung gegen Israel: Koexistenz schaden, Frieden verhindern

12. August 2021

Jerry Glazer, HonestReporting, 2. August 2021

Die Antwort-E-Mail kam vom Eigentümer des „Escape Room“-Lizenzgebers. Sein Unternehmen in Texas lief gut und er war begeistert von der Aussicht mir zu helfen ein ähnliches Projekt in Israel zu eröffnen. Das war Ende 2014 und der Escape Room-Trend war noch nicht ansatzweise an seinem Höhepunkt angekommen. Vielleicht gab es in Israel in der frühen Phase der Entwicklung zwei weitere Räume; nur drei Jahre später waren es 300 bis 400 Räume.

Ich hatte kurz zuvor aufgehört als Controller für eine Immobilien-Investment-Firma zu arbeiten. Nach siebeneinhalb Jahren in der Buchprüfung von KPMG in New York, gefolgt von siebeneinhalb Jahren als Leiter der Finanzabteilung eines renommierten orthopädischen Krankenhauses hatte ich beschlossen mit meiner Familie nach Israel zu ziehen, wo ich einen weiteren Posten als Controller erhielt, den ich knapp ein Jahrzehnt lang inne hatte. Unter anderem aus vorherrschenden Marktumständen schloss das Büro und ich befand mich an einem Scheideweg.

Wie Billy Joel einst sang: „all grown up and no place to go … Pressure!“ (ganz erwachsen und keinen Ort, wo ich hin kann … Druck!)

Ich beschloss mit zweien meiner Kinder Urlaub in Dallas (Texas) zu machen. Als eingefleischter Footballfan der Cowboys fand ich es einen guten Zeitpunkt dafür einen Punkt auf meiner Wunschliste abzuhaken und mir das Stadion anzusehen, in dem das NFL-Team spielt.

Weil ich die Stadt aber ansonsten nicht kannte, suchte ich im Internet nach weiteren Dingen, die man unternehmen kann. Ich bemerkte auf der Stelle Escape Room, etwas, von dem ich bis dahin nie gehört hatte, das meine Familie und ich zusammen genießen könnten. Da 12 Personen nötig waren, verschlug es dann Einzelne aus sehr unterschiedlichen Hintergründen und Kulturen als Teilnehmer der Aktivität.

Wir hatten alle Spaß.

Nach der Rückkehr nach Israel befand ich mich vor der beängstigenden Aufgabe eine neue Arbeit zu finden, obwohl ich nicht von der Idee loskam Unternehmer zu werden und von Grund auf mein eigenes Escape Room aufzubauen. Aber ein eigenes Unternehmen zu besitzen und zu betreiben war etwas, das ich nie gemacht hatte. Als Sohn zweier Lehrer und mit meinen Kenntnissen in Finanzen und Verwaltung war allein der Gedanke nervenraubend.

Wie sollte ich das machen?

Es erschien zwar eine großartige Gelegenheit der Welle einer Idee mit anscheinend immensem Potenzial vorauszugehen, aber da ich mir meiner Stärken und Schwächen bewusst war, wusste ich, dass es schwierig sein würde das allein zu machen.

Angesichts meiner Möglichkeiten erkannte ich, dass er beste Weg das anzustellen darin bestehen würde mit jemandem zu arbeiten, der mich durch den Prozess leiten konnte. Daher kontaktiere ich den Eigentümer des Escape Room in Texas, um ihn zu informieren, dass ich daran interessiert war ein Projekt in Israel anzuführen und hoffte, er könnte mir helfen es in Gang zu bringen. Ich wurde sofort gebeten ihn anzurufen und wir sprachen mehr als eine Stunde lang miteinander. Danach versprach er alles in seiner Macht stehende zu tun um meine Initiative zu unterstützen und sagte, er würde dafür sorgen, dass die Managerin seines Escape Room („Martha“) sich mit mir in Verbindung setzt.

Ich wartete geduldig eine Woche oder zwei und hörte nichts. Ich hakte kurz darauf nach und erhielt schließlich eine E-Mail von Martha. Sie sagte mir, dass ihr Chef sie angewiesen hatte sich mit mir in Verbindung zu setzen und fragte dann nach, welchen Markt ich mit dem Escape Room in Israel bedienen wollte. Weil die Aktivität über alle Rassen und Religionen hinausgeht, erklärte ich, dass ich als Markt unterschiedliche Familien und Arbeitsgruppen im Auge hatte, die Jungen und die Alten sowie vielleicht sogar die Israelischen Verteidigungskräfte.

Ich hörte nie wieder von ihr.

Nach einer weiteren Weile wandte ich mich an den Besitzer, der – etwas überraschend – ebenfalls nicht sofort antwortete. Als er sich endlich meldete, war seine Antwort auf den Punkt genau, auch wenn er höflich war. Martha hatte ihm klargemacht, dass sie, da ich den Escape Room möglicherweise auch gegenüber israelischen Soldaten vermarkten könnte, seine Firma verlassen würde, würde er auf der Zusammenarbeit bestehen. Er behauptete, er könne sich das nicht leisten und würde mir daher nicht helfen.

Derweil verhinderte diese Geschichte, dass ich mit Vorsprung in den Escape Room-Markt in Israel kam, der dort wuchs. Zu diesem Zeitpunkt gab es mehr als 10 Einrichtungen, die entweder schon in Betrieb oder in der Entwicklung waren.

Und dank Martha, einer Anhängerin der Boykottbewegung gegen Israel, die ihre Priorität darin sieht den jüdischen Staat herauszugreifen und zu dämonisieren, war ein Businessplan, der mir hätte helfen können für Kooperation und Koexistenz zwischen Menschen zu werben, schwieriger umzusetzen.

Diese Erfahrung wurde mir erneut bewusst gemacht, als Ben & Jerry’s ankündigten, sie würden ihre Eiskrem nicht länger in dem verkaufen, was die Firma als die „Besetzten Palästinensergebiete“ bezeichnet, vermutlich die Westbank. Mit anderen Worten: Verfechter der BDS-Bewegung greifen weiter allein den einzigen jüdischen Staat an, obwohl es weltweit mehr als 120 weitere territoriale Dispute gibt.

Diese Form der Wirtschaftskriegsführung, die oft in Gefühle von Menschenrechten gekleidet und im Namen der „sozialen Gerechtigkeit“ geführt wird, hat in Wirklichkeit das Gegenteil ihres beabsichtigten Effekts zur Folge: Es dient nämlich der Verewigung des simplifizierenden und falschen „Woke“-Narrativs, dass Israel ein „Unterdrücker“ ist und die Palästinenser die „Opfer“ sind, um die Wahrscheinlichkeit von Aussöhnung und Frieden zu verringern.

So wie mein Escape Room (der schließlich gebaut wurde) nicht nur Gelegenheit für Arbeit und Partnerschaft bot, sondern auch eine Chance, dass Juden, Christen und Muslime sich miteinander beschäftigen, so ist es auch mit Ben and Jerry’s. Ihr Produkt bringt auf seine eigene Weise Menschen zusammen.

Aber das haben offenbar diejenigen nicht bemerkt, die als selbsternannte Hohepriester der sozialen Gerechtigkeit verkleidet umherlaufen. Sie merken es nicht, wenn sie offensichtliches zweierlei Maß anwenden, verbreiten und verteidigen, sobald es um Israel geht; und das stellt gemäß der weithin akzeptierten Arbeitsdefinition der IHRA Antisemitismus dar.

Tatsächlich haben diese Leute wenig, wenn überhaupt etwas zur weit schlimmeren Menschenrechtslage in Ländern des Nahen Ostens wie Saudi-Arabien, Ägypten, Jordanien, dem Irak und Syrien zu sagen.

Als ich Anfang 2015 meinen Escape Room eröffnete, lief dieser zweieinhalb Jahre lang ohne dass es irgendeinen Vorfall von Voreingenommenheit, Rassismus oder anderen „-ismen“ gab. Entsprechend war das Einzige, was Martha erfolgreich tat, zu demonstrieren, dass die wahren Ziele der BDS-Bewegung darin bestehen Israels Existenzrecht zu bestreiten, selbst wenn das das Risiko birgt die Aussichten auf Frieden zu torpedieren.

Die Scheinheiligkeit ist offenkundig: Die Leute, die von BDS am stärksten beeinträchtigt sind, sind die, denen ihre Befürworter vorgeben helfen zu wollen. Ein typisches Beispiel: Allein den Palästinensern wird jetzt vorenthalten Ben and Jerry’s-Eiskrem zu essen, während die Israelis, wenn sie das wollen, weiterhin einen Becher Chocolate Fudge Brownie genießen können.

Hinter Schlagworten verstecken: Wie BDS seine israelfeindliche Agenda verbreitet

26. November 2020

Sara Goldstein, HonestReporting, 11. November 2020

Nach Angaben der Internetseite der Bewegung Boykott, De-Investition, Sanktionen besteht das Hauptziel der Initiative darin auf „ein Ende der internationalen Unterstützung für Israels Unterdrückung der Palästinenser“ hinzuarbeiten und „Israel unter Druck zu setzen das Völkerrecht zu befolgen“. Von daher will BDS das globale Ansehen des jüdischen Staates delegitimieren, indem es ihn als Paria unter den Staaten isoliert und den Mythos verewigt, dass sein Militär Menschenrechtsverletzungen begeht und Israel somit kein Existenzrecht hat.

Zunehmender Einfluss: Die Manipulation der Medien durch BDS

Der Einfluss von BDS hat sich auf viele Schauplätze ausgeweitet, wobei ihre Ideologie Regierungen, Großunternehmen, Kirchen, Gewerkschaften und – besonders – Universitäten infiltriert hat. Allerdings nutzt BDS falsche Behauptungen über Israel, die in heiße Themen wie „soziale Gerechtigkeit“ gehüllt sind, um junge Menschen anzusprechen, insbesondere zukünftige Führer, Wähler, Meinungsmache rund Trendsetter.

Auf diese Weise hofft die Bewegung ihr Ziel zu erreichen Israel praktisch international auf eine Prozessliste zu setzen.

Eine der bedeutendsten Strategien der BDS besteht darin verzerrte Medienberichterstattung des israelisch-palästinensischen Konflikts publik zu machen, um ungerechtfertigt Glaubwürdigkeit zu erlangen, Wut in der Öffentlichkeit anzustacheln und Nachrichten auszunutzen, um die Menschen glauben zu machen, die Argumente der Bewegung seien logisch und triftig.

Als Ergebnis hat BDS zur Förderung eines binären politisch-sozialen Umfeld beigetragen, in dem jeder Einzelne glaubt, er sei gezwungen eine Entscheidung zu treffen: Entweder gegen israelische Politik einzutreten und als Folge auf der „richtigen Seite der Geschichte“ zu stehen oder im Gegensatz dazu Israel zu verteidigen und es zu riskieren als „Unterdrücker“ betrachtet zu werden.

Das Werben der BDS-Bewegung für das „Rückkehrrecht“ des palästinensischen Volks ist ein Beispiel krassen Antisemitismus, weil seine Verwirklichung die Eliminierung des einzigen jüdischen Staates zum Ergebnis haben würde.

Aber die Wahrheit ist weit nuancierter.

BDS: Juden haben kein Recht an ihrer angestammten Heimat

Als Israel 1948 seine Unabhängigkeit erklärte, marschierten sofort arabische Staaten in den neugeborenen Staat ein. Während des Krieges wurden rund 750.000 Palästinenser heimatlos. Kurz darauf wurde eine UNO-Organisation gebildet, die sich ausschließlich um ihre Bedürfnisse kümmerte, während eine neue Definition von „Flüchtling“ angenommen wurde, damit die dazugehören, die heute rund 5 Millionen Nachkommen derer sind, die Israel verließen oder von dort flohen.

Sollten diesen Einzelpersonen erlaubt werden in Massen ins Land zurückzukehren, würde das der jüdischen Mehrheit Israels den Todesstoß versetzen. Im Wesentlichen versucht dann also BDS eine Situation herbeizuführen, in der das jüdische Volk kein Recht auf Selbstbestimmung in seiner angestammten Heimat hat.

BDS auf dem Campus: Israel Apartheid Week

An Universitäten ist Students for Justice in Palestine (SJP) wahrscheinlich die bekannteste Organisation, die die Rhetorik und die Positionen der BDS verbreitet. Mit rund 150 Ortsgruppen in Nordamerika dürfte SJPs „großartigster“ Beitrag zur höheren Bildung die „Israel Apartheid Week“ sein. Der antisemitische Charakter dieser Veranstaltung, bei der SJP alle „Menschen mit Bewusstsein“ aufruft sich an einem Boykott israelischer Produkte zu beteiligen, dazu an einer Reihe von Vorträgen teilzunehmen, die die falsche Analogie zwischen Israels Umgang mit den Palästinensern und dem ehemaligen Apartheid-Südafrika propagieren, ist offensichtlich.

Werbung für die Israel Apartheid Week, geschaffen von Studenten an der Columbia University in New York City.

BDS zur Rede stellen: Fakten zu arabischen Israelis und palästinensischer Verweigerung

Trotz der Behauptungen der BDS, werden arabische Israelis vor dem Gesetz genauso behandelt wie Juden. Sie nehmen am politischen Prozess teil und haben einen Repräsentanten am Obersten Gerichtshof. Arabische Israelis sind Ärzte, Akademiker und genießen dieselben Freiheiten wie alle anderen Bürger.

Und was die Palästinenser angeht, hat Israel in der Vergangenheit alles unternommen, um den Konflikt mit seinen Nachbarn zu beenden. Im Gegensatz dazu haben die Palästinenser im Verlauf der letzten 25 Jahre zahlreiche großzügige Friedensangebote abgelehnt.

Antizionistische Allianz: BDS und die Jüdische Stimme für Frieden

Um ihr Handeln zu rechtfertigen, arbeitet die BDS-Bewegung oft mit Gruppen zusammen, die von vielen als von Juden geleitete antiisraelische Gruppen betrachtet werden. Dieses Tun dient als „Versteck“ für ihr Handeln. Wie kann BDS antisemitisch sein, wenn sie z.B. Rückendeckung von der Jüdischen Stimme für Frieden hat (JVP – Jewish Voice for Peace)? Was nicht erwähnt wird: dass diese Organisationen allgemein nur einen Rand des amerikanischen Judentums repräsentieren und damit keinesfalls repräsentativ für die breitere Bevölkerung stehen, von denen die Mehrheit zumindest Israels Existenzrecht unterstützt.

Das wird kristallklar, wenn man kurz die Internetseite von JVP unter die Lupe nimmt; die Organisation „wird geleitet von einer Vision der Gerechtigkeit, Gleichheit und Freiheit für alle Menschen. Wir sind unmissverständlich gegen den Zionismus, weil er diesen Idealen widerspricht.“

Studenten nehmen an einem Protest von JVP teil, deren Ziel es ist zu beweisen, dass es Juden gibt, die die Delegitimierung Israels unterstützen.

Einseitigkeit kontern: Über Schlagworte hinaus zur Wahrheit

Dies ist einer der vielen Gründe, dass es bei der Bildung von Meinung zu jeglichem Thema entscheidend ist in die Fakten einzutauchen, während darauf bestanden wird, dass beide Seiten der Gleichung fair dargestellt werden. Um die wahren Vorzüge eines bestimmten Arguments beurteilen zu können, muss Einseitigkeit zuerst identifiziert und von der Wahrheit getrennt werden. Diesen Prozess zu erklären und anzuwenden, ist unerlässlich, um sicherzustellen, dass die nächste Generation in der Lage bleibt zu komplexen Fragen kritisch zu denken, die mit Schlagworten nicht angemessen zu verstehen sind.

Abschiebung von BDS-Aktivisten aus Israel – die wahre Geschichte

3. September 2016

Daniel Pomerantz, HonestReporting, 30. August 2016

Anfang des Monats kündigte Israel eine neue Politik an: dass BDS-Aktivisten, die sich derzeit im Land aufhalten oder versuchen einzureisen, abgeschoben werden.

BDS bedeutet „Boykott, De-Investition, Sanktionen“ und bezeichnet sich selbst als Menschenrechtsbewegung mit dem Ziel Israel in der internationalen Gemeinschaft zu isolieren. BDS-Aktivisten kritisieren die neue Politik Israels heftig als „antidemokratisch“, „irrational“ und „verstärkte Unterdrückung“.

Aber stimmt überhaupt irgendetwas davon?

HonestReportings Daniel Pomerantz diskutierte dieses Thema in der Sendung „Faceoff“ auf dem Nachrichtensender i24 News. (Für die BDS-Diskusison spulen Sie bitte auf 10:00 Minuten vor.)

Hier ein wenig von dem, was er in der Sendung zu sagen hatte:

Erst letztes Jahr schoben die Vereinigten Staaten 235.413 Personen ab, weniger als der übliche Durchschnitt, der näher an 400.000 liegt.

Das US-Recht bietet eine Reihe von Gründen für Abschiebung, darunter die Zugehörigkeit zu einer Organisation, die „… gegen die Regierung der Vereinigten Staaten ist oder versucht diese zu stürzen…“ sowie eine weitere Regel, die die Abschiebung eines jeden gestattet, von dem der Außenminister glaubt, er könnte „potenziell nachteilige außenpolitische Folgen für die Vereinigten Staaten“ haben.

Die Europäische Union und ihre Mitgliedsstaaten haben ähnliche Regeln und lehnen jedes Jahr die Einreise von Hunderttausenden Personen ab.

Warum sollte also für BDS-Mitglieder ein anderer Maßstab gelten?

Die Antwort ist offensichtlich, wenn man sich öffentliche Äußerungen von BDS-Aktivisten ansieht:

  • BDS-Gründer Omar Barghouti sagt: „Wir sind definitiv, absolut eindeutig gegen einen jüdischen Staat auf irgendeinem Teil Palästinas.“ (Er klärt im Kontext, dass er mit „Palästina“ ganz Israel meint und nicht nur ein bestimmte Territorium.)
  • Politik-Professor und BDS-Führer Assad Abu Khalil von der CalState sagt: „Das wirkliche Ziel von BDS ist es den Staat Israel zu Fall zu bringen“ und dass „dies als unmissverständliches Ziel formuliert werden sollte“.
  • Die BDS-Aktivistin Anna Baltzer formuliert es einfach: „Wir müssen Israel auslöschen.“

Man kann leicht eine große Anzahl gleichartiger Äußerungen von BDS-Führern und -Aktivisten finden.

Trotz der Behauptung BDS sei eine „Menschenrechtsbewegung“ machen ihre Führer also klar, dass BDS tatsächlich eine Bewegung zur Vernichtung Israels und seines Konzepts eines jüdischen Staates ist.

Man sollte festhalten, dass BDS nie gegen die Existenz der 57 muslimischen Staaten noch gegen die 24 christlichen Staaten, auch nicht gegen die sechs buddhistischen Staaten der Welt war. Sie ist nur gegen den einzigen jüdischen Staat, den BDS-Aktivisten sich für Sturz und Vernichtung herauspicken.

Hinterfragt man sie wegen ihre unbeirrbaren Besessenheit mit der Vernichtung des einzigen jüdischen Landes der Welt, dann behaupten BDS-Aktivisten, sie seien wegen der israelischen Besatzung palästinensischen Landes betroffen (erneut ein Hinweis auf ganz Israel statt irgendeines bestimmten Gebietes). Es gibt aber derzeit in der Welt 124 Regierungen, die in territoriale Dispute verwickelt sind und BDS-Aktivisten wenden sich gegen genau keine einzige davon. Außer bei Israel.

Schließlich greifen BDS-Unterstützer auf ungenaue Behauptungen der Apartheid zusammen mit falschen Analogien zu den dunkelsten Jahren Südafrikas zurück. HonestReporting hat diese Behauptungen in diesem Video gründlich widerlegt; wir haben es während der von BDS unterstützten „Israel Apartheid Week“ im März veröffentlicht.

Länder überall in der Welt vergeben Visa für Besuche, Arbeit und ähnliche Aktivitäten. Es gibt kein Land der Welt, das Leuten Visa erteilt, die für die Vernichtung des Gastgeberlandes eintreten; es gibt auch kein Land in dieser Welt, von dem man erwarten würde, dass es eine solche Person im Land bleiben lassen würde, wenn diese die Bedingungen für ihr Visum verletzt.

Ganz einfach: Israel sollte mit demselben Maß beurteilt werden wie jedes andere Land der Welt.

Ausspielen der Judenkarte für die Ziele der BDS

30. Juni 2016

Zahava Raymond, HonestReporting, 27. Juni 2016

Im Gegensatz zu ihrem unschuldig klingenden Namen nimmt Jewish Voice for Peace in Wirklichkeit die gefährlichsten und radikalsten Positionen der BDS-Bewegung ein; die Gruppe unterstützt den palästinensischen Anspruch auf ein „Rückkehrrecht“ für Flüchtlinge, was das Ende Israels als jüdischer Staat bedeuten würde; sie hat die Lüge verbreitet, die Al-Aqsa-Moschee würde bedroht, und pries die zunehmende palästinensische Gewalt während der letzten acht Monate als „Widerstand“. Ihr angepinnter Tweet vom Oktober 2015 lobt MSNBC für deren „Mut“, eine Nebeneinanderstellung von Karten zu senden, die angeblich palästinensische Landverluste zeigen — wofür sich MSNBC später entschuldigt hat und zugab, dass die Karten „komplett falsch“ sind.

JVP schlachtet ihren jüdischen Charakter absichtlich aus, um die BDS-Bewegung vor Anschuldigungen des Antisemitismus abzuschirmen, was die Schlagzeile von Direktorin Rebecca Vilkomersons Artikel für die Washington Post erklärt: „Ich bin jüdisch und ich will, dass die Menschen Israel boykottieren“.

Impliziert wird, dass alle, die sich bei dem Gedanken unwohl fühlten, den weltweit einzigen jüdischen Staat für Boykotte und Dämonisierung auszusondern, jetzt ausdrücklich hierzu ermuntert werden, weil sie Rebecca Vilkomersons jüdische Erlaubnis haben. Aber ein genauerer Blick auf ihren Artikel zeigt, dass ihre Argumente zur Unterstützung von BDS derart schwach sind, dass ihre Religion die einzige Karte sein könnte, die sie überhaupt ausspielen kann.

Die von der Hamas begonnenen Kriege stellt sie als israelische „Angriffe auf Gaza“ dar. Sie nennt die Zahl der getöteten Palästinenser, verschweigt aber, dass die Mehrheit Hamas-Terroristen waren und dass die Hamas alles in ihrer Macht Stehende tat, um maximalen Kollateralschaden unter palästinensischen Zivilisten sicherzustellen — oder dass Israels Verhältnis aus getöteten palästinensischen Kämpfern zu getöteten Zivilisten besser ist als das Verhältnis anderer westlicher Armeen. Sie beschreibt die getöteten Palästinenserkinder, als habe Israel sie absichtlich erschossen, und erwähnt die Hamas mit keinem Wort, so als ob Israel völlig ohne jeden Grund in den Krieg gezogen sei.

Vilkomerson war entsetzt über Israels Selbstverteidigung und dass es seine Zivilisten gegen Raketenangriffe geschützt hat, also schloss sie sich der BDS an, „um Palästinensern Frieden und volle Rechte zu bringen“. Sie verschweigt, dass BDS dies durch die Ablehnung von Israels Existenzrecht erwirken will und die Zerstörung Israels als jüdischem Staat zum Ziel hat.

Sie lügt: „Palästinenser mit israelischer Staatsangehörigkeit leben in einem System ungleicher Rechte und Gesetze“. In Wirklichkeit haben Israels arabische Bürger gleiche Rechte, während die Palästinenser von der Palästinensischen Autonomiebehörde verwaltet werden.

Nach all den Unwahrheiten sieht ihr kläglicher Versuch einer Ausgewogenheit wie folgt aus: „Natürlich gab es zu dieser Zeit auch Angriffe auf israelische Zivilisten“, aber dann beschuldigt sie ausdrücklich die Opfer, indem sie Terroranschläge „ein schreckliches Symptom der anhaltenden Besatzung und Unterdrückung“ nennt. Sie ignoriert die Geschichte der arabischen Terroranschläge auf israelische Juden vor 1967 und selbst bevor Israel zum Staat ausgerufen wurde, sie ignoriert die Aufwiegelung durch palästinensische Medien und wäscht die Palästinenser von jeder Verantwortlichkeit für Terrorismus frei, so als seien sie nicht imstanden, ihre eigenen Entscheidungen zu fällen oder ihre Handlungen zu kontrollieren.

Zum Anti-BDS-Gesetz des New Yorker Gouverneurs Andrew Cuomo sagt Vilkomerson: „Es ist keine Diskriminierung, einen Staat für seine Völkerrechtsverletzungen und seinen Missbrauch von Menschenrechten zur Verantwortung zu ziehen.“ Nur dass das vollkommen an dem vorbeigeht, was BDS macht. Ist es Zufall, dass die eine, einzige Nation, die BDS verleumdet und dämonisiert und für Boykotte freigibt, der einzige jüdische Staat ist? BDS nimmt sich nicht die israelische Regierung und ihre Politik vor, sondern BDS zielt auf israelische Juden und ihre Geschäfte und diskriminiert sie einfach nur wegen ihrer Identität.

Wie Alan Dershowitz betont, ist Israel eine Demokratie mit…

inneren Mechanismen für die Adressierung seiner Unvollkommenheiten. Es gibt keinen legitimen Grund, Israel für die Art von externer Diskriminierung auszusondern, für die BDS steht.

Vilkomerson denkt, BDS sei das beste Werkzeug, Israel zur Änderung seiner Politik zu zwingen. Sie irrt sich. BDS mag Israel dämonisieren und delegitimieren, aber die Wahrheit ist auf Israels Seite und Israel lässt seine nationalen Sicherheitsentscheidungen nicht auf Druck fußen, der von irregeleiteten Artikeln und BDS-Lügen herrührt.

Das B in BDS steht für Blacklisting, nicht für Boykott

29. Oktober 2014

Alex Margolin, HonestReporting, 28. Oktober 2014
(Übersetzung: Yvaine de Winter)

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Der Israelboykott der BDS-Bewegung ist praktisch gesehen eine „schwarze Liste“, um Israel von der Weltbühne zu fegen.

Es ist gut dokumentiert, dass die Bewegung vor allem dazu dient, antiisraelische Propaganda zu verbreiten. Es wird Zeit, Wörter zu gebrauchen, die die wahre Natur jener Bewegung wiedergeben.

Die wirtschaftlichen, kulturellen und akademischen Boykottaufrufe gegen Israel haben in jenen Bereichen praktisch keine anderen Auswirkungen, als dass sie Israels Namen schlechtmachen. Aber der Gebrauch des Begriffs „Boykott“ verleiht der Bewegung einen Anschein der Rechtmäßigkeit, den sie nicht verdient.

Wie formulierte es eine Studentengruppe, als herauskam, dass sie für ihre Boykottaufrufe gegen Israel israelische Webtechnologie benutzten? „BDS ist eine Taktik, kein Prinzip.“ Es ist eine Taktik für die Verbreitung von Hass, nicht für die Förderung von Frieden und Versöhnung.

Verträte die Bewegung tatsächlich ein Prinzip und würde für Menschenrechte oder für Gerechtigkeit eintreten, würden seine Unterstützer überall für diese Werte kämpfen. Doch nur Israel ist das Ziel der BDS-Kampagnen, was beweist, dass es sich tatsächlich um eine schwarze Liste handelt und nicht um einen Boykott im Namen irgendeiner Gerechtigkeit.

Die Bewegung behauptet, eines ihrer Kernziele sei der Kampf für die Rechte von Arabern, die in Israel leben. Aber ihre Liste von Erfolgen zeigt keinerlei Zusammenhang mit ihren angeblichen Zielen. Sie zeigen lediglich Erfolg beim Anschwärzen von Israel, aber den praktischen Interessen der Palästinenser wird in keiner Weise gedient.

Wie Langzeitaktivist Todd Gitlin diese Woche im Tablet-Magazin bemerkt:

Die Menschenrechte der Palästinenser in Israel müssen sicherlich verteidigt werden, und eine Kampagne zu diesem Zweck ist gerechtfertigt. Wie es möglich sein soll, dass ein Israel, welches mit der Abwehr von Sanktionen und Boykotten beschäftigt ist, palästinensische Rechte stärker achtet, erschließt sich mir nicht. Wo sind Beweise dafür, dass sich die israelische Behandlung seiner arabischen Minderheit verbesserte, jetzt nachdem die BDS-Bewegung Erfolge gefeiert hat?

Die Bemühungen, Israel durch das Blacklisting praktisch in die Nichtexistenz zu treiben, zeigt sich deutlich am akademischen Israelboykott der American Studies Association. Der Verband stellte klar, jeder Israeli könne an der kommenden Konferenz teilnehmen, sogar Benjamin Netanyahu, solange er oder sie als Einzelperson teilnimmt und nicht als Israeli. „Mit anderen Worten, Premierminister Netanyahu kann kommen, aber wir schreiben seinen Titel im Programm als Herr Netanyahu, und auf seinem Namensschild steht Benjamin Netanyahu“, sagte der verantwortliche Direktor der ASA, John Stephens, der Website Inside Higher Ed.

Die ASA nennt das einen Boykott, aber es ist in Wirklichkeit die Aussage, Israelis verdienten keinen Platz am Tisch, ähnlich wie eine schwarze Liste sagt, dass einige Leute in bestimmten Situationen als unerwünscht betrachtet werden.

Es ist Zeit, BDS mit einem Begriff zu beschreiben, der ihre Diskriminierung Israels, ihre Verletzung der akademischen Freiheit und ihre Dämonisierung eines jeden, der mit dem jüdischen Staat in Verbindung steht, angemessen wiedergibt.

Das B in BDS steht für Blacklisting, nicht für Boykott.

Erekats neueste faustdicke Lüge: 96% der Toten in Gaza waren Zivilisten

6. Oktober 2014

Alex Margolin, HonestReporting, 6. Oktober 2014
(Übs.: Yvaine de Winter)

Erekat

Man muss sich fragen, warum seriöse Medien den Palästinenserfunktionär Saeb Erekat, der es mit der Wahrheit nicht sehr genau nimmt, überhaupt einladen. Es muss wohl am Unterhaltungswert seiner wahnwitzigen Aussagen liegen.

Und auch sein kürzlicher Auftritt im Army Radio war in dieser Beziehung keine Enttäuschung.

Erekat offenbarte, ganze 96% aller getöteten Palästinenser seien Zivilisten gewesen. Die Zahl übersteigt bei weitem die von den Vereinten Nationen angeführten Zahlen, die sich um die 75% bewegen und hauptsächlich auf Angaben des von der Hamas geführten Gesundheitsministeriums in Gaza beruhen. Israelischen Angaben zufolge waren zirka die Hälfte der im Krieg getöteten Einwohner Gazas Mitglieder der Hamas oder anderer Terrorgruppierungen.

Der Opferzahlendisput wird wahrscheinlich noch monatelang weitergehen. Zumindest in der Wahrnehmung der Öffentlichkeit wird diejenige Seite tatsächlicher Gewinner des Gaza-Krieges sein, die die Welt davon überzeugen kann, mit größerer Moral und Sorgfalt gehandelt zu haben. Und Erekats große Lüge soll die Behauptung der Palästinenser untermauern, Israel habe in Gaza übermäßige Gewalt angewendet.

Erekat war natürlich auch der Palästinenserführer gewesen, der behauptet hatte, 2002 in Jenin seien 500 Palästinenser getötet worden. Die tatsächliche Zahl lag bei weit unter 100, und es gab auch beträchtliche israelische Opferzahlen. Laut Haviv Rettig Gur ist diese Art von Behauptung Teil einer umfassenderen Strategie, die auch von der BDS-Bewegung angewendet wird, um Israel international zu isolieren.

Die globale BDS-Kampagne, die von palästinensischen Zivilgruppen unter der Leitung der Fatah angezettelt wurde, sowie die Verbreitung völlig abwegiger Lügen bzw. Verzerrungen zum Leid der Palästinenser (vom „Jenin-Massaker“ 2002 bis zur Behauptung des obersten Friedensunterhändlers diese Woche, 96% der im Gaza-Krieg diesen Sommer getöteten Palästinenser seien Zivilisten gewesen) soll internationalen Druck auf Israel lenken. Dieser Druck wird Auswirkungen haben, die palästinensische Unterhändler nicht am Verhandlungstisch erreichen könnten.

Rettig Gur hat recht, dass das permanente Aufbauen internationalen Drucks auf Israel durch Methoden der Palästinenserführung eine Taktik ist, um bei den Verhandlungen in eine bessere Position zu kommen. Den Köpfen der BDS-Bewegung jedoch geht es nicht um Verhandlungen – sie wollen Israel isolieren, um seine Legitimität zu unterwandern und letztendlich seine jüdische Identität zu zerstören.

Bild: CC BY Münchner Sicherheitskonferenz/Tobias Kleinschmidt via Wikimedia Commons

Aktivist räumt ein, die Auswirkungen von BDS seien größtenteils psychologischer Natur

3. Oktober 2014

Alex Margolin, HonestReporting, 22.09.2014

PsychologicalPropagandaFighting

Obwohl die Strategie von Boykott, Deinvestition und Sanktionen (BDS) das Bild eines Wirtschaftskrieges gegen Israel heraufbeschwört, so ist der psychologische Effekt der BDS-Bewegung in Wirklichkeit noch weit heimtückischer.

Studien zeigen für gewöhnlich, dass Israels Wirtschaft robust genug ist, um den begrenzten Auswirkungen des BDS zu widerstehen. Doch jedes Mal wenn ein Boykott ausgerufen oder an einer Universität über eine Deinvestitionsmaßnahme befunden wird, bestärkt dies die psychologische Position, dass Israel keinen Platz unter den Nationen verdient.

In einer Haaretz-Kolumne diese Woche beschreibt BDS-Unterstützer Roy Isacowitz die psychologische Dimension des BDS als wichtigen Teil der Strategie.

Speziell hinsichtlich Sanktionen bemerkt Isacowitz:

Sanktionen sind auf vier Arten effektiv: Sie beeinträchtigen die Wirtschaft eines Landes; sie beeinträchtigen die persönliche Finanzlage spezifischer Einzelpersonen, und zwar oft derjenigen, die am meisten im System involviert sind; sie vermitteln die Botschaft, dass die Politik des betreffenden Landes für die Restwelt inakzeptabel ist; und sie beschädigen das Selbstwertgefühl der Boykottierten.

In seinen weiteren Ausführungen, wie der psychologische Effekt die Politik beeinflusst, betrachtet Isacowitz das Beispiel Südafrikas.

Die Auswirkung des Sportboykotts auf das sportverrückte Südafrika in den 1970ern und 1980ern war vernichtend. Für eines der beiden weltbesten Rugbyteams war es schmerzhaft und erniedrigend, nicht an internationalen Rugbyspielen teilnehmen zu können. Brachte dieser Boykott die Apartheid zu Fall? Nein. Aber er vermittelte sehr wohl die Botschaft, dass Apartheid völlig inakzeptabel ist, und er versprach eine traurige Zukunft. Solche Dinge findet man nicht auf Kalkulationsbögen, aber ihre praktische Bedeutung war enorm.

Isacowitz trifft einen wichtigen Punkt, der in jede BDS-Gegenmaßnahme integriert werden muss. Es genügt nicht, nur die wirtschaftlichen Auswirkungen eines Boykotts anzugehen; es ist wichtig – vielleicht sogar noch wichtiger –, sich auch der psychologischen Effekte anzunehmen.

Dies bedeutet, dass der Kauf israelischer Waren positiv gegen BDS wirkt – wenn man dies jedoch öffentlich tut und damit Israels Ansehen stärkt, ist dies noch besser. Die Teilnahme an Kundgebungen, die Organisation von Gegenprotesten und die öffentliche Verurteilung von BDS-Maßnahmen gegen Israel zeigen, dass Israel weltweit Unterstützung genießt, und unterlaufen die BDS-Botschaft, dass das israelische Volk allein in der Welt dasteht.

Bild: CC BY-NC-SA Jared Rodriguez/Truthout (via flickr)

Mit „BUYcott“ BDS bekämpfen

14. September 2014

Alex margolin, HonestReporting, 4. September 2014 (übersetzt von Cora)

Im Bemühen um eine erfolgreiche Strategie, die gegen den BDS angewandt werden könnte, hat HonestReporting Sara Saber-Freedman interviewt, Vizepräsidentin des Centre for Israel and Jewish Affairs und Mitbegründerin von BUYcott.

HonestReporting: Seit der BDS das Hauptwerkzeug dafür geworden ist, die Gefühle und Meinungen gegen Israel zu wenden, welche Rolle kann der strategische Plan des Buycotts (Kauf viel) dabei spielen, der Presse der BDS Bewegung entgegenzuwirken?

Sara Saber-Freedman: Ich stimme Ihnen vollständig zu, dass der BDS tatsächlich ein reines Propaganda-Werkzeug ist. Während die Situation in Europa anders ist, haben die meisten Menschen in Nordamerika noch nie vom BDS gehört, wenn sie nicht sehr stark am einen oder anderen Ende des Pro- oder Anti-Israel-Spektrums engagiert sind. Außerdem BRAUCHEN die BDS Leute uns, für eine Überreaktion, mit sie überhaupt erst mediale Aufmerksam bekommen. In den Anfängen des BDS war die Pro-Israel-Gemeinschaft so wütend, dass wir teilweise durch unsere Reaktionen die Arbeit des Gegners machten, indem wir ihnen eine Medienplattform besorgten. Wir wurden das Vehikel, durch das die wenigen BDS Befürworter eine Menge Leute erreichten, die vorher noch nie etwas vom BDS gehört hatten.

BUYcott dachte sich daher eine dreigeteilte Strategie aus. Erstens den Pro-Israel-Vertretern etwas Positives und Konstruktives an die Hand zu geben, mit dem sie dem BDS begegnen können, ohne weitere Medienaufmerksamkeit auszulösen. Zweitens den Boykottlern mitzuteilen, dass, wenn sie versuchen durch BDS Israel zu isolieren, die direkte Konsequenz ist: MEHR Käufe, MEHR Handel und MEHR Unterstützung für Israel. Und drittens den Gebrauch der sozialen Medien zur Unterstützung Israels voranzutreiben, indem wir für eine demokratische Plattform sorgen, auf der jeder Fürsprecher Israels nach Kräften zur Hilfe aufrufen kann und Kampagnen organisiert werden können. Es ist wie eine Art Judo, in dem die Energie unserer Gegner als Hebelkraft für den Sieg Israels verwendet wird.

Es gibt ein aktuelles Beispiel, das ich anführen möchte. Inmitten des Gaza-Krieges wurde eine App – passend Buycott genannt – bekannt. Diese App erlaubte es den Nutzern, Kampagnen zu den unterschiedlichsten Themen vom Stapel zu lassen, von Produkten aus genetisch veränderten Pflanzen bis zu „Made in Italy“. Indem man den Barcode Scanner der Handys benutzt, kann man die Produkte identifizieren, die man kaufen oder vermeiden möchte. Es ist wohl nicht nötig zu sagen, dass während des Gaza-Krieges, die Kampagne zum Boykott israelischer Waren sehr verbreitet war. Wir nahmen die Gelegenheit wahr, diese App für den genau entgegen gesetzten Grund zu nutzen; wir spornten die Leute an, die Anti-Israel Kampagne als Weg zu nutzen, die Firmen und Waren zu finden, die dadurch ausgeschlossen wurden und genau diese Dinge zu kaufen.

HonestReporting: Schon vor dem Gaza Krieg gab es Anzeichen, dass die BDS-Bewegung größere Auseinandersetzungen plant, vor allem an den Universitäten. Wie sieht die Auseinandersetzung mit dem BDS in den nächsten Jahren aus und wird die BUYcott-Strategie ein Teil davon sein?

Sara Saber-Freedman: Wir müssen festhalten, dass die studentischen Resolutionen auf den Campussen rein symbolischer Natur sind. Die Selbstverwaltungen der Studenten spielt in der Investitionspolitik der universitären Stiftungen oder der allgemeinen Politik der Partnerschaften, die von den Universitätsverwaltungen beschlossen werden, keine Rolle. Kanadische Universitäten, die ich am besten kenne, führen ihre Beziehungen mit Israel fort und erweitern sie sogar. Das liegt daran, dass der Großteil der Akademiker der Meinung ist, akademische Freiheit bedeute, dass Politik Menschen nicht daran hindern sollte, ihr intellektuelles Streben miteinander zu teilen; und weil Stiftungen und die Investmentpolitik der Pensionsfonds an Generieren von Geld interessiert sind, statt an politischen Aussagen. Die Befürworter der studentischen BDS-Resolutionen wissen sehr genau, dass diese nur leere Gesten sind; es ist Propaganda, wie ich vorhin schon sagte.

Eine der Sachen, die wir bei BUYcott sehr effektiv betreiben, ist die Forderungen der BDS Bewegung genau zu untersuchen. So wissen wir z.B., dass einige der BDS-Resolutionen auf den Campussen zurückgenommen wurden, weil diejenigen, die sie eingebracht hatten, die Regeln und Regularien, die es auf jedem einzelnen Campus gibt, nicht respektiert hatten. In einem anderen Fall, der schon einige Jahre zurückliegt, verkaufte eine Ivy League-Universität mit einem riesigen Stiftungsfond alle israelischen Anteile aus dem Portfolio der „Wirtschaftsentwicklung“. Von den BDSlern wurde das als Sieg verkündet, doch das Gegenteil war der Fall: Israels Wirtschaft ist so gut, dass es nicht länger für Wirtschaftshilfe aus diesem Fonds qualifiziert war.

BUYcott ist eine Plattform, die diese falschen Behauptungen entlarvt, entweder direkt oder durch unsere Kollegen weltweit; wir haben die Möglichkeiten ganz nach oben zu gehen, um genaue und sichere Informationen zu bekommen, die wir mit unseren Mitgliedern teilen können.

Israels Wirtschaft wächst kontinuierlich, der Tourismus nimmt ständig zu, abgesehen von diesem Sommer durch den Krieg (nicht durch BDS), Künstler kommen weiterhin, um in Israel aufzutreten (das jüngste Beispiele waren die Stones und in diesem Monat Lady Gaga). Kurz gefasst: Die BDS Propaganda bleibt was sie ist: Propaganda.

Wir von der Pro-Israel-Gemeinschaft sollten unseren Gegnern keinen unverdienten Sieg verschaffen, indem wir verkünden, die hohlen Bemühungen seien erfolgreich, wenn sie es in Wahrheit überhaupt nicht sind.

BDS-Knacker der Woche: die 14-jährige Shelly Dvir

8. September 2014

Alex Margolin, HonestReporting, 4. September 2014

Man sollte nie unterschätzen, was passieren kann, wenn man die Stimme gegen Israel-Hasser erhebt.

Das ist die Lektion, die wir diese Woche von Shelly Dvir lernten. Die 14-jährige aus Aschkelon ist Heavy-Metal-Fan; sie hielt eine Band, die sie liebt, davon ab ein anstehendes Konzert in Israel abzusagen – mit einem innigen Kommentar auf Facebook.

Nach Angaben von YNet hatte die BDS-Bewegung die irische Band Cruachan beinahe überzeugt ihre show nächste Woche in Tel Aviv abzusagen. Die Band entschied sich jedoch den Termin wie geplant einzuhalten, weil Dvir ihr schrieb.

Wir hatten ein paar Kommentare und E-Mails, die uns aufforderten Israel zu boykottieren“, sagte Sänger und Gitarrist Keith Fay. „Wir sind keine Band mit politischer Agenda. Wir sind Musiker. Als der Auftritt angekündigt wurde, bekam ich eine Nachricht eines 14-jährigen Fans, die uns sagte, wie glücklich sie war, dass sie uns in ihrer Heimatstadt sehen wird. Das ist der Grund, dass wir die Tour machen – für unsere Fans.“

Dvir sagte der Zeitung, dass sie zu ihrem Schritt bewegt wurde, nachdem sie Kommentare auf der Facebook-Seite der Band las:

Einer hatte dort einen ignoranten Kommentar gegen Israel abgegeben. Er fing an Dinge wie „Mord und Missbrauch von Kindern sind dort legal, das ist Teil ihrer Religion“ zu sagen.

„Ich war davon ziemlich irritiert. Also antwortete ich, dass Mord und Missbrauch hier nicht legal sind, so wie in jedem anderen Land; und dass Israel ein Land ist, das Terror bekämpft und so weit wie möglich zu vermeiden versucht unschuldige Menschen zu töten, anders als unsere Feinde, die Raketen auf unsere Häuser schießen.“

Für die Band-Mitglieder, denen sie jetzt seit 2 Jahren folgt, schrieb sie: „Ich bin sehr aufgeregt wegen eures Konzerts in Israel. Die Menschen in Israel lieben euch.“

Die BDS-Bewegung hat eine lange Erfolgsbilanz Künstler und Musiker zu belästigen, die vorhaben in Israel aufzutreten. Doch trotz des Mobbens planen Künstler weiter Termine im jüdischen Staat. Zusätzlich zu Cruachan haben so unterschiedliche Künstle wie Lady Gaga, Kiss und die Beach Boys Auftrittstermine angekündigt.

Und dank Dvir können wir auch sehen, dass es effektiv ist Schikanen und Gemobbe zu wiedesprechen – indem man Wertschätzung und Respekt zeigt.

(Bild: CC BY-NC-SA HonestReporting flickr/Mo)

Was BDS mit psychologischem Druck auf Israel meint

6. Juli 2014

Alex Margolin, HonestReporting.com, 20. Mai 2014

Würden mehr linke Zionisten anfangen “die BDS-Bewegung auf der einen oder anderen Ebene zu unterstützen”, würde der psychologische Effekt Israel zwingen seine Politik gegenüber den Palästinenser zu ändern, sagt Larry Derfner, nach eigenen Angaben ein linker Zionist, der an den politischen Lösungen für den Konflikt mit den Palästinensern verzweifelt ist.

Wenn eine beträchtliche Anzahl linker Zionisten, die über das entsetzt sind, was Israel den Palästinensern antut, den Versuch aufgeben würde Israel zu ändern und stattdessen anfangen würde, es für seine Ablehnung von Veränderung zur Verantwortung zu ziehen, dann, glaube ich, würde das einen heftigen psychologischen Einfluss auf dieses Land und seine Führer haben.

Ob das zu einer Änderung der Politik führen würde oder nicht, kann diskutiert werden. Aber Derfner hat zumindest in einer Sache recht: Der Effekt wäre psychologisch. Er hätte wenig mit der erklärten Absicht der BDS zu tun wirtschaftlichen und politischen Druck auszuüben.

Fakt ist, dass das wahre Endziel der BDS-Bewegung: die Welt dazu zu bringen, dass sie Israel derart hasst, dass das israelische Volk es nicht mehr erträgt und alles unternimmt, damit es aufhört. Das ist der psychologische Druck, den Derfner beschreibt.

Andere linke Zionisten haben natürlich feste Stellung gegen solch tiefgreifende Boykotte bezogen. Peter Beinart, ein führender links-zionistischer Denker, macht geltend, ein Siedlungsboykott müsse von gleich starker Bemühung begleitet werden die Bereiche innerhalb der Grünen Linie zu unterstützen. „Wir sollten Bemühungen zur De-Investition aus allen israelischen Firmen mit derselben Intensität ablehnen, mit der wir Bemühungen zum Investitionsabzug aus Firmen in den Siedlungen unterstützten“, schrieb er in der New York Times.

Derfner stellt keine solche Bedingung. Er drängt die Menschen einfach zum Boykott auf jeder Ebene.

BDS ist keine Taktik des Alles-oder-Nichts. Wenn jüdische Linke Israel nicht boykottieren wollen, dann lasst sie einfach nur die Siedlungen boykottieren. Wenn sie den Wirtschaftsboykott, aber nicht den kulturellen Boykott unterstützen wollen oder die kulturellen, aber nicht den akademischen Boykott, dann hilft auch das.

Wenn sie aber gar nichts boykottieren wollen, dann sollen sie einen besseren Vorschlag zur Veränderung des Status quo machen oder einfach überhaupt einen, der nicht bereits versagt hat.

Nun, hier ist ein Vorschlag, der Erfolg haben könnte – wie wäre es, wenn die Palästinenser für ihr Tun genauso zur Verantwortung gezogen würden wie Israel?

Und vielleicht besteht ja überhaupt kein Bedarf Israel unter Druck zu setzen. Vielleicht würden die Israelis, wenn es ein paar Schlüsselveränderungen auf der palästinensischen Seite gäbe, tun, von dem die Times of Israel, dass sie es unter den richtigen Bedingungen tun werden, selbst wenn es bedeutet einige schmerzhafte Zugeständnisse zu machen.

Was geschähe, wenn die Palästinenser zu der Erkenntnis kämen, dass Unterstützung nicht länger automatisch erfolgen würde, sondern durch Schritte hin zum Frieden verdient werden muss? Würde das irgendeinen Einfluss auf den Status quo haben?

Vielleicht, vielleicht auch nicht. Doch das ist ein „Vorschlag, der nicht bereits versagt hat“, weil er nie ernsthaft ausprobiert wurde.

——

Schließen Sie sich der Facebook-Seite Facebook (BDS bekämpfen) an und beziehen Sie Stellung gegen die Delegitimierung Israels.

Bild: CC BY-SA HonestReporting, flickr/Andrew Plumb

Ein zweifacher herber Medienschlag für die BDS

22. Juni 2014

Simon Plosker, HonestReporting.com, 10. Juni 2014

Nach dem erfolgreichen Rolling Stones Konzert in Tel Aviv war es nicht gerade eine tolle Woche für die BDS-Bewegung. Und jetzt wird es noch schlimmer, nachdem gleichzeitig in der New York Times und dem Daily Telegraph kritische Äußerungen gegen den BDS erschienen.

In der New York Times nennt Roger Cohen jene beim Namen, die gegen den Auftritt der Rolling Stones in Tel Aviv waren:

Roger Waters und Nick Mason, Gründungsmitglieder von Pink Floyd, waren lautstark dabei die Israelis der „Apartheid“ zu bezichtigen, als sie versuchten Mick Jagger, Keith Richards und die anderen davon abzuhalten, ihr Konzert am 4. Juni zu geben. „Jetzt in Israel zu spielen, ist das moralische Äquivalent zu einem Auftritt in Sun City während des Höhepunkts der Apartheid in Süd-Afrika“, schrieben sie.

Waters nennt Israel ein „rassistisches Apartheidssystem“ und hat mehr als einmal die Situation der Palästinenser mit der der Juden in Nazi-Deutschland gleichgesetzt. „Das ist kein neues Szenario“, teilte er dem Magazin Counterpunch im letzten Jahr mit und spielte auf das Berlin nach 1933 an, „mit dem Unterschied, dass diesmal das palästinensische Volk ermordet wird.“

Jagger hatte Recht in Tel Aviv aufzutreten und sei es nur als machtvoller Protest gegen die Vorwürfe der europäischen Gutmenschen. Juden erlitten eine systematische, industrialisierte Vernichtung durch die Nazis in jener Zeit, auf die Waters anspielt. Dazu gibt es in Israel keinerlei Parallele. Punkt!

Zu suggerieren, dass es sie gibt, ist wesentlich mehr als intellektuelle Schlampigkeit. Es ist eine Form moralischen Rufmords.

Derweil hebt Jake Wallis Simpson im Daily Telegraph Gegnerschaft zur BDS-Bewegung durch die palästinensische Führung hervor:

So stellt sich heraus, dass die Palästinenserführung die BDS-Aktivisten als wenig mehr denn peinliche Unruhestifter sieht, die sie am liebsten unterdrücken würde.

Omar Barghouti, eine der Führungsfiguren der BDS-Bewegung, antwortet darauf gereizt mit einem ulkigen Statement: „Wenn die vier Männer vor Gericht gestellt werden“, sagt er, „ dann sollten wir die palästinensische Autonomiebehörde dafür verfolgen, dass sie die israelische Besetzung unterstützt.“

In Wahrheit ist schon lange klar, dass viele palästinensische Offizielle nicht mehr daran glauben, dass die BDS-Bewegung den Interessen des palästinensischen Volkes dient.

Ganz offensichtlich wurde dies während des Begräbnisses von Nelson Mandela. Mahmoud Abbas, der palästinensische Präsident sagte gegenüber Reportern: „Nein, wir unterstützen den Boykott Israels nicht.“

Majdi Khaldi, einer der ältesten Ratgeber, wurde noch deutlicher: „Wir sind Israels Nachbarn, wir haben Abkommen mit Israel, wir nehmen Israel wahr und wir bitten niemanden darum, israelische Produkte zu boykottieren.“ (Obwohl die PA durchaus den Boykott von Produkten aus den „Siedlungen“ unterstützt)

Mehr von Jake Wallis Simpson hier und von Roger Cohen hier.

Verständnis für den BDS-Teufel

21. Juni 2014

Simon Plosker, HonestReporting.com, 5. Juni 2014 (übersetzt von Cora)

Kein Zweifel, das Rolling Stones Konzert gestern Abend [Mittwoch 4.06.2014] war historisch. (Der Autor war einer der etwa 50.000 Fans, die sich an einer phantastischen Schow erfreuten.) Aber umstritten? Nur in den Augen der Unterstützer der „Boykott, De-Investition und Sanktionen“-Kampagne, welche, ganz im bekannten Stil, erfolglos versucht hatte, die Stones derart einzuschüchtern, dass sie ihren Auftritt in Israel absagen. Tatsächlich ist ihre Versagensrate, bewiesen durch die Anzahl hochrangiger Perfomer in Israel in diesem Sommer, das einzige, mit dem der BDS in den Medien erscheint.

Warum gab dann Sky-News der BDS unberechtigterweise Publicity? In ihrem Bericht „Rolling Stones geben umstrittenes Israel-Konzert“ geht es weniger um das erfolgreiche Konzert, als vielmehr darum der BDS Bewegung neues Leben einzuhauchen.

Die Gruppe kam unter Druck von Pro-palästinensischen Aktivisten sowie anderen Rockstars, den Auftritt als einen Teil des Boykotts gegen Israel wegen angeblicher Menschenrechtsverletzungen abzusagen.

Das palästinensische „Boykott, De-Investitionen und Sanktionen“-Komitee drängte die Stones auf das Konzert zu verzichten mit der Anmerkung, sie seien einst lautstarke Gegner der Rassentrennung in Süd-Afrika gewesen, die der Apartheid der israelischen Politik gegenüber der Palästinenser gleiche.

„Palästinensische Organisationen drängen die Rolling Stones vom Auftritt im Apartheidstaat Israel abzusehen und die israelischen Verletzungen des internationalen Rechts und der Menschenrechte gegenüber dem palästinensischen Volk nicht zu übersehen“, sagte BDS, als das Konzert im März angekündigt wurde.

Anstatt Mick Jagger und die Band zu Wort kommen zu lassen, wurden wir mit Begriffen wie „Boykott“, „Menschenrechtsverletzungen“, „Rassentrennung“, „Arpartheid“ und „Verletzungen des internationalen Rechts und Menschenrechte gegen die Palästinenser“ versorgt. Und das ungeachtet der Tatsache, dass das Stones–Konzert ein weiteres Beispiel für das absolute Versagen der BDS ist, fährt Sky-News fort:

„Eine immer größer werdende Anzahl von Regierungen und internationalen Firmen sagten, sie wären nicht mehr dazu bereit mit israelischen Firmen zusammenzuarbeiten, wenn diese Verbindungen zu den jüdischen Siedlungen unterhielten; ein Höhepunkt des langwierigen Erfolges der von den Palästinensern geführten Boykott-Kampagne.“

So viel zu einer „von Palästinenser geführten Boykott–Kampagne“ – selbst die Autonomie Behörde betrachtet diese als marginale Unruhestifter! Der einzige „schleichende Erfolg“ für die BDS ist in diesem Fall, dass Sky-News unnötigerweise eine Debatte losgetreten hat, wo es keine gab und einer Kampagne eine mediale Aufmerksamkeit verschafft hat, die, wie die Rolling Stones gezeigt haben, gescheitert ist.

BDS und der Mythos des wirtschaftlichen Druckes

14. Juni 2014

Alex Margolin, HonestReporting.com, 2. Juni 2014 (übersetzt von Cora und heplev)

„Die BDS behauptet, sie wolle nur, was gut für die Palästinenser ist, egal wie vielen von ihnen sie dafür Schaden zufügen muss.“ Stu Bykofsky, Kolumnist der Philadelphia Daily News, 26. Jan. 2014

Die BDS-Bewegung basiert auf einem einzigen Übermythos: dass wirtschaftlicher und politischer Druck die Apartheid in Süd Afrika zu Fall gebracht habe und dass damit auch Israel zu Fall gebracht werden kann. Und wenn das Südafrika zu Fall bringen konnte, dann kann es auch Israel zu Fall bringen.

Das ist jedoch ein Mythos, denn es ist schlicht nicht wahr.

Nach von Ivo Welch durchgeführten Untersuchungen hatten Boykotte, De-Investition und Sanktionen praktisch keinerlei Einfluss auf Süd Afrika. „Persönliche De-Investitionen, ob als wirtschaftlicher Druck oder rein symbolisch, hatten niemals damit Erfolg die Haltung von Wirtschaftsunternehmen oder Regierungen zu ändern“ schrieb er in der New York Times.

Mit dem Verweis auf eine Initiative der Stanford University, die versuchte die US-Regierung zu zwingen ihre Investitionen in Firmen zu beenden, die Kohle abbauen, zeigt Welch auf, dass das Modell Süd-Afrika nicht als Beispiel für Erfolg herhalten kann.

Hat wirklich kein einziger Boykott es geschafft, Süd-Afrika dazu zu bringen in den 1980-er Jahren die Apartheid zu beenden?

Unglücklicherweise nicht. In meinen wissenschaftlichen Studien haben meine Co-Autoren und ich herausgefunden, dass die Ankündigung von De-Investitionen in Süd-Afrika, nicht nur durch Universitäten, sondern auch durch staatliche Fonds, keinerlei erkennbaren Effekt auf die Bewertung durch die davon betroffenen Unternehmen hatten, hatte – weder kurz- noch langfristig.

Und es gab keinerlei sichtbaren Effekt auf die Zusammensetzung der Aktionäre        zwischen institutionellen und nicht institutionellen Investoren. Wir suchten gründlich nach Beweisen für eine Wirkung von Sanktionen und Boykotten auf den Wert der südafrikanischen Währung, der Börsenkurse und der Wirtschaft: Nichts!

Mit anderen Worten; der einzige Effekt der BDS-Kampagne findet sich im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit. Und das ist der Grund dafür, dass BDS Aktivisten versuchen eine De-Investitionsmaßnahme nach der anderen gegen Israel durchzudrücken, auch nach einer langen Reihe von Misserfolgen. Jede Kampagne ist eine neue Chance, ihre Antiisrael-Geschichten weiter zu verbreiten und immer mehr Menschen mit ihrer giftigen Botschaft zu infizieren.

Welch vermerkte, dass die Ächtung, die Südafrika durchmachte, Südafrikas Präsidenten F. W. de Klerk mehr beeinflusste als der wirtschaftliche Druck.

Natürlich ist nicht alles Ökonomie. Die Moral ist wichtig. Hätte ich Investitionen aus Südafrika abgezogen? Ja, aber ich hätte keine Illusionen gehabt, dass das einen Unterschied gemacht hätte.

Moral ist wichtig und genau das ist der Grund, dass die BDS-Bewegung weiter scheitert. Israel ist nicht das Apartheid-Südafrika, egal was BDS-Unterstützer die Leute glauben machen wollen. Und die Ziele der BDS-Bewegung sind nicht ansatzweise so nobel wie die Ziele derer, die echte statt eingebildeter Apartheid bekämpfen.

Mitchell Bard stellte in der Bewertung des Zustands der BDS-Bewegung fest, dass das moralische Element massiv fehlt:

Ihre Argumente finden keinen Nachhall, besonders wenn sie als Israel-Leugner ohne Interesse am Wohlergehen der Palästinenser, an Frieden oder Menschenrechten außerhalb der Westbank entlarvt werden. Ihr Ziel ist schlicht Beseitigung Israels.

Das erklärt auch, warum die Strategie von Kooperation und Dialog für die BDS derart anstößig ist. Sie könnte die Lage verbessern, wird aber nicht das Ende Israels herbeiführen.

Ein Schlag für die BDS-Rabauken

9. Mai 2014

Alexander Margolin, HonestReporting.com, 7. Mai 2014

Eines der hinterhältigsten Elemente des BDS-Angriffs auf Israels Legitimität besteht im hoch öffentlichen Schießen auf Kulturschaffende, die in Israel auftreten wollen oder positiv über Israel reden.

Jedes Mal, wenn sie versuchen Prominente so zu tyrannisieren, dass sie auf den Besuch in Israel verzichten, erlangt die Gruppe unverdiente Schlagzeilen. In letzter Zeit hat die Gruppe allerdings Öffentlichkeit bekommen, die ihr wohl nicht gefallen wird – Kulturschaffende, die sich der Herausforderung stellen und ihre Unterstützung für Israel erklären.

Genau das passierte diese Woche, als der „Telegraph“-Journalist Jake Wallis Simons dafür, dass er seine Teilnahme an einer Literaturveranstaltung in Jerusalem zugesagt hatte, zum Ziel einer Verleumdungskampagne wurde.

Ende des Monats werde ich nach Israel reisen um am Jerusalemer Literatur-Festival teilzunehmen. Und so wie die Nacht dem Tag folgt, erhielt ich einen „offenen Brief“ von einer Gruppe von 71 Aktivisten, die sich British Writers in Support of Palestine (Englische Schriftsteller unterstützen Palästina – BWIP) nennen und die von einem Dichter und „professionellen Tarotleger“ angeführt wird. Sie waren, so teilten sie mir mit, extrem enttäuscht von meiner Entscheidung und forderten mich „respektvoll“ auf, dieser Veranstaltung fern zu bleiben.

Simons erklärte, warum er den Boykott ablehnt; er wies auf die vielen Widersprüche im Umgang mit Israel im Gegensatz zu anderen Ländern durch die Boykotteure hin.

Er zeigt zudem die Heuchelei auf, die diesen Boykott eigentlich ausmacht.

Sollten nach den Standards der Boykottaktivisten nicht auch die Palästinenser boykottiert werden? Ihre Gesellschaft ist Homosexuellen gegenüber massiv intolerant; viele leben lieber in Israel statt sich der Unterdrückung zu Hause auszusetzen. Die palästinensische Regierung hat eben einen Aussöhnungsvertrag mit einer Terrororganisation unterschrieben und in wenigen Wochen werden sie eine Einheitsregierung bilden. Wie ich letzte Woche im Telegraph berichtet habe, zahlt die palästinensische Führung große Summen finanzieller Belohnung an jene, die terroristische Anschläge verüben und kaltblütige Kindermörder werden als Helden gefeiert, wenn sie aus dem Gefängnis entlassen werden.

Und wo wir schon mal dabei sind, sollte die BWIP nicht heißen Britische Schriftsteller unterstützen Palästina und Israel heißen? Und wenn nicht – warum nicht?

Als Journalist, schreibt Simons, „steht Objektivität für mich über allem und ich habe kein Interesse daran, meine Ohren vor einer Seite irgendeiner Geschichte zu verschließen – vor allem nicht in einer so komplexen Sache wie dieser.

Wenn mehr Berühmtheiten dem BDS-Terror damit antworten würden, dass sie die Freiheit Israels loben, die Palästinenser für ihre Unterdrückung zur Verantwortung ziehen und auf die Scheinheiligkeit im Kern des BDS aufmerksam machen, dann würden sich diese Rabauken ihre Taktiken vielleicht zwei Mal überlegen.

Chomsky ist nicht sicher, dass es BDS gibt

30. April 2014

Alex Margolin, HonestReporting.com, 28. April 2014

Bring Noah Chomsky auf deinen Campus und du weißt, dass es nur eine Frage der Zeit ist, das die BDS-Frage aufkommt.

Und genau das geschah letzte Woche an der Brown University, wo Chomsky eine lebhafte Debatte über den Nahen Osten mit Dennis Ross führte, dessen Beteiligung an den Friedensgesprächen bis zu den Oslo-Vereinbarungen in den 1990er-Jahren zurückgeht.

Als sie zur Boykott-, De-Investitions- und Sanktions-Bewegung gefragt wurden, waren Ross und Chomsky von Anbeginn an unterschiedlicher Meinung zur Natur der Frage; sie übertönten sich gegenseitig und ließen den anderen kaum zu Wort kommen.

Ross sagte, er unterstütze die Bewegung allgemein nicht; sie fordere weltweite Wirtschaftsmaßnahmen gegen Israel, um das Land zu zwingen eine Menge palästinensischer Ziele zu akzeptieren. Dieses Herangehen ist falsch, denn es schafft eine Verbindung zu einer Einstaaten-Lösung, sagte er. Chomsky wich der Frage aus und sagte, die Bewegung existiert in der Praxis nicht, also sei darüber zu reden „totale Zeitveschwendung“.

Chomsky sagte aber, er unterstützt bestimmte Byokott-Bemühungen, darunter die, die Unternehmen ins Visier nehmen, die in der Westbank bauen.

Nach Chomsky gibt es also keine BDS-Bewegung, so wie es den Löffel im Film Matrix nicht gibt.

Was ist mit akademischen Boykotten?

Vor der Veranstaltung sagte Chomsky gegenüber The Herald, dass er die Boykottierung israelischer Universitäten nicht unterstützt. Er fügte hinzu, dass die USA auch an internationalen Verbrechen beteiligt sind und er würde nicht vorschlagen das MIT oder Harvard zu boykottieren.

Boykotte müssten „von Prinzipien geleitet“ und „zielgerichtet“ sein, um effektiv sein zu können, sagte er dem Herald.

Während Chomsky nicht ausdrücklich erklärte, dass er gegen die BDS ist, scheinen seine Worte „von Prinzipien geleitet“ und „zielgerichtet“ der BDS-Bewegung entgegenzustehen, die eine völlige wirtschaftliche, politische, kulturelle und sportliche Boykottierung Israels fordert. Sie hat außerdem kein Interesse an den internationalen Standards, die Israel das Existenzrecht einräumen. Sie ist also weder von Prinzipien geleitet noch zielgerichtet und damit ineffektiv.

Doch Chomskys Abneigung unverblümt seine Gegnerschaft zu BDS zu erklären, legt nahe, dass er versuchen könnte sich beiden Seiten anzudienen. Immerhin ist Chomsky für die Israel-Basher seit Jahren ein Held. Was würden die denken, würden sie erkennen, dass Chomsky er mit Israel nachsichtig ist?

Warum man der Brandstifter-Rhetorik gegen Israel noch entschiedener begegnen muss

11. März 2013

HonestReporting Media BackSpin, 11. März

Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan, der kürzlich Israel-Bashing zum Spektakel für Israel-Hasser erhoben hat, sorgte für Stirnrunzeln, als er Zionismus ungeniert als „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ bezeichnete. US-Außenminister John Kerry äußerte milden Protest mit der Bemerkung „Wir stimmen mit ihm nicht nur nicht überein. Wir fanden es anstößig“, und er fügte hinzu, dass dadurch die Friedensarbeit erschwert werden könnte.

Auch wenn Kerrys Kommentare schwach ausfielen waren sie lobenswert, wenn es nach dem Autoren und Kommentatoren Shmuley Boteach ginge, weil sie einen der wenigen Momente repräsentierten, in denen ein hochrangiger Politiker Anstrengungen unternommen hatte, Erdogans widerwärtiger Rhetorik überhaupt zu widersprechen.

Boteachs wichtigeres Anliegen jedoch verdient größere Aufmerksamkeit – die meist ausbleibende israelische Reaktion auf verbale Verletzungen über viele Jahre hinweg, die ihm von seinen Feinden und ihren Unterstützern zugefügt worden ist, spielt eine Schlüsselrolle dafür, dass Israel heute ein so schlechtes Standing hat.

Ich bin ganz entschieden der Meinung, dass das Hinwegsehen über antiisraelische Hassrhetorik genau das ist, was zu jener globalen Delegitimierung Israels, unter der wir heute so schwer leiden, geführt hat. Der jüdische Staat tappte nicht nur in eine Falle von Bomben- und Raketenkriegen, sondern in erster Linie in einen Krieg der Worte und ihrer Interpretationen. Seine wichtigsten Verteidigungsmaßnahmen können nicht mehr allein von Panzern und Kampfhubschraubern wahrgenommen werden, sondern müssen auch Eloquenz, klares Ausdrucksvermögen und faktische Sprachkompetenz beinhalten.

Wie konnte Israel, die einzige Demokratie in Nahost, die die Rechte der Frauen, Homosexuellen und aller anderen Gruppen respektiert,  zu einer der meist verleumdeten und verhassten Nationen der Erde werden? Wie kann es sein, dass Israel nach einer weltweiten Umfrage unter Bürgern von 22 Ländern (durchgeführt von Globescan), eine ebenso negative Bewertung erhält wie Nordkorea (50) und sogar negativer wahrgenommen wird als der Iran, wo Frauen zu Tode gesteinigt werden?

Die Antwort darauf ist, dass Israel dafür bezahlt, dass es seit Jahrzehnten gegen die verbalen Attacken auf seine Reputation stets kaum reagierte. Israelische Hasbarah* wurde nicht deshalb zum Flop, weil Israel nicht kommunizieren konnte, sondern weil es die Bedeutung von Begriffen/Worten falsch einschätzte. Während Israel sein hochentwickeltes Radar und den Raketenabwehrschirm “Iron Dome“ aufbaute, rekrutierten die Araber eine globale Armee sprachgewandter Aktivisten an den Universitäten, bei der BBC und CNN. Arabische Führer, die als vermeintliche Verbündete Israels angesehen wurden, diffamierten Israel tagtäglich bei der UNO. Und es dauerte nicht lange, bis Israel – gehetzt und sich zurückhaltend – eine der großen Paria-Nationen dieser Welt wurde.

Deshalb geht es jetzt haupotsächlich darum, die wachsende Delegitimierung [Israels] zu bekämpfen und zurückzuweisen und eine Armee der Krieger des Wortes aufzustellen, die sich für die Macht der gesprochenen Wahrheit und für Israels Sache einsetzt.

Im Kampf um die Herzen und Köpfe wird es niemals einen Waffenstillstand geben. Sehen Sie sich die Aktivitäten an, die an Universitäten im Namen der Israel Apartheid Woche stattfinden, oder die ständigen Attacken der BDS-Bewegung. Wir müssen für Israel mit der gleichen Hartnäckigkeit eintreten, wie es Israels Gegner tun, wenn sie es delegitimieren wollen.

———
*Israelische Aufklärungs- und Informationspolitik.

NY Daily News desinfiziert BDS*

26. Februar 2013

HonestReporting Media BackSpin, 26. Februar 2013

Abbildung: Omar Barghouti

Das habe ich auch noch nicht erlebt: Nachdem Omar Barghouti in der NY Daily News einen Gastbeitrag schreiben durfte, um darin die Ziele der BDS-Bewegung zu postulieren, stauchte das Blatt seinerseits Barghouti in einem Leitartikel zusammen.

Es ist eine Sache, duellierende Gastbeiträge zu präsentieren. Aber mit einem scharf formulierten Leitartikel zu antworten, der die offizielle Sichtweise des Blattes repräsentiert, eine wesentlich deftigere. Mir gefiel auch die Vorgehensweise der Zeitung. Blogger würden die Punkt für Punkt vorgebrachten Widerlegungen als Fisking** bezeichnen.

Die Daily News bezeichnet Barghouti sogar als „Agitator“.

Raffiniert wie ein Agitator häuft er eine Unwahrheit nach der anderen auf, um Israel so darzustellen, als würde es die Palästinenser gnadenlos unterdrücken, indem es die Menschlichkeit verletze, und er macht ausschließlich Israel für den ihnen zugefügten Schaden verantwortlich.

Und deshalb, so sagt er, müsse man Israel mit BDS treffen – Handelsboykott, Kapitalabzug und wirtschaftlichen Sanktionen.

Zählen wir mal seine Verfälschungen auf….

Gut, dass das Blatt selbst Barghouti mit seinen eigenen Worten veröffentlichte. Sonnenlicht ist in der Tat ein wirksames Desinfektionsmittel.

(Barghouti-Foto via YouTube/sternchenproductions)

———
* Boykott, Desinvestitionen, Sanktionen

** Anmerkung von mir [bd]:

Bezieht sich auf den Journalisten Robert Fisk.

Er schreibt seit etlichen Jahren verzerrende Kommentare zu Nahost und Israel. Von ihm leitet sich auch das Verb „to fisk“ ab; also verzerren, falsch darstellen und antiisraelisch polemisieren.

Hier ein Link zu ihm auf Wikipedia, der allerdings sehr sorgfältig gelesen werden sollte, weil besonders Wikipedia nicht frei ist von redaktionellen Manipulationen, wenn es um Nahost geht.

Leseempfehlungen heute

28. Februar 2011

HonestReporting Media BackSpin, 28. Februar 2011

Michael Coren wundert sich über das ohrenbetäubende Schweigen der BDS-Bewegung angesichts Gaddafis barbarischer Schlächterei. Wo bleibt die Empörung?

Wo bleiben die massiven Proteste in den großen Städten Europas? Wo bleiben die Boykottaufrufe? Wo sind die Gewerkschaften, die Maßnahmen fordern? Wo sind die Studentengruppen, die mit Worten wie „Apartheid“ und „Nazi“ auf die Straße gehen? Wo bleiben die moralischen Verurteilungen in den Leitartikeln zu arabischer Intoleranz, islamischer Barbarei und der Notwendigkeit, arabische Länder von internationalen sportlichen, kulturellen und literarischen Veranstaltungen auszuschließen?

All das wird Israel gegenüber formuliert, ob es in einen Konflikt verwickelt ist oder nicht. Wenn es auf die Tötung seiner Kinder reagiert, wird es als Terrorstaat bezeichnet, und wenn es seinem Volk erlaubt, auf Land zu siedeln, das historisch gesehen seit Urzeiten jüdisch ist, wird das Judentum als altertümlich abgetan. Pensionierten israelischen Generälen, die nach London oder Madrid reisen, um Geld für behinderte Kinder zu sammeln, wird gedroht, dass sie sofort nach Eintreffen verhaftet werden könnten. Israelische Sportler bekommen Todesdrohungen, wenn sie es wagen, zusammen mit „zivilisierten“ Rivalen zum Wettkampf zu erscheinen.

• Während uns der libyschen Volkssaufstand in seinen Bann zieht, winkt AP nicht nur mit einer, sondern gleich mit zwei roten Fahnen aus Hamastan:

Gazas islamistische Führe jagen Säkulare

Gaza: Bombenanschlag auf Fahrzeug eines Christen

Robin Shepherd weist darauf hin, dass die Abstimmung des Sicherheitsrats zu den Siedlungen tatsächlich Einfluss auf das Völkerrecht haben kann:

Für diejenigen, die den Sicherheitsrat als oberste legislative Bühne zur Formulierung des Völkerrechts betrachten, stellt sich die Frage, ob die israelischen Siedlungen nun als „illegal“ bezeichnet werden können [….]

Dies würde nahelegen, dass die Vereinten Nationen unfähig sind, in dieser Angelegenheit zu einem klaren Ergebnis zu kommen und dass sie es in ein legales Niemandsland verschöben.

Danny Ayalon begräbt mit dem Begriff „Verknüpfung“ die Vorstellung, der arabische Zorn stehe in irgendeinem Zusammenhang mit dem israelisch-palästinensischen Konflikt, und er [Ayalon] macht diese Haltung dafür verantwortlich, dass die Welt zu lange über Missbräuche in der arabischen Welt hinweggesehen hat:

Darüber hinaus hat das Verknüpfungsargument eine Missachtung der Verantwortung für alles erlaubt, was außerhalb weniger Quadratkilometer Israels passiert, einer Fläche, die weniger als sieben Hundertstel der arabischen Welt umfasst. Selbst der Terminus „Nahost-Konflikt“ ist insofern unzulässig, weil er die Einzigartigkeit und Einmaligkeit unseres Konflikts betont, eines der wohl weniger blutigen und zerstörerischen in einer Region, die Dutzende Konflikte in der jüngeren Vergangenheit und jetzt gesehen hat.

In Wirklichkeit wurden seit Mitte des vorigen Jahrhunderts nahezu 11 Millionen Muslime im Kampf gegeneinander getötet, als der Staat Israel gegründet wurde. Weniger als 0,1 Prozent der Muslime wurden bei israelisch-palästinensischen oder israelisch-arabischen Konflikten getötet. Jedoch wurden während des gleichen Zeitraums mehr als 90 Prozent aller Muslime wurden von ihren Glaubensbrüdern umgebracht .

• Walt und Mearsheimer knirschen ob dieser Umfrage wahrscheinlich mit den Zähnen (via Israel Matzav:

Die meisten Amerikaner befürworten Beendigung der US-Hilfe für Nahost, Israel ausgenommen