Archive for the ‘Palästinenser’ category

Die New York Times gibt die Kontrolle über die Medien durch die Hamas zu

31. August 2014

Simon Plosker, HonestReporting 25. August 2014 (übersetzt von Cora)

In ihrem Bericht über die gezielte Tötung des offiziellen Hamas-Finanzverwalters und Terrorunterstützers Mohammed al-Ghoul findet sich in der New York Times ein kleines, aber wichtiges Zugeständnis zur die Kontrolle der Hamas über das, was die Medien berichten können.

„Die Zeugen, die den Ort einige Minuten nach dem Luftangriff erreichten, berichteten, dass Sicherheitsleute in Zivilkleidung Fotografen daran hinderten Bilder zu machen, Umherstehende wegschickten, das Geld einsammelten und die Überreste des Autos nach weiterem Geld durchsuchten. Der Zeuge wollte aus Angst vor Vergeltung anonym bleiben.“

Man kann mit Sicherheit davon ausgehen, dass die „Sicherheitsleute in Zivil“ Hamasmitglieder sind. Da sie wie Zivilisten gekleidet sind, stellt sich die Frage, wie viele Terroristen als Zivilisten klassifiziert werden, einfach deshalb, weil sie keine Militär-Uniformen tragen.

Dass Fotografen und Zuschauer davon abgehalten wurden, das Geschehene zu dokumentieren und ein Zeuge Vergeltung fürchten muss, spricht Bände über die tatsächliche Kontrolle der Hamas über Gaza und warum große Teile des Geschehens nicht in die internationalen Medien gelangen.

Es ist sicher nicht verwunderlich, dass die Leiterin des Jerusalemer Büros der NY Times diesen Artikel nicht geschrieben hat. Schließlich tat sie die Verurteilung der Einschüchterungen durch die Hamas durch die Foreign Press Association als „Blödsinn“ ab.

Die Hamas gibt zu, dass sie ausländische Journalisten bedroht

22. August 2014

Simon Plosker, HonestReporting, 17. August 2014 (übersetzt von Cora)

Wir haben es von der Vereinigung der Auslandsjournalisten ebenso gehört wie aus israelischen Medien, die mit ihren Journalisten gesprochen haben. Es wurde von Pal T. Jorgensen von Norwegens TV2 bestätigt. Und jetzt hat ein Hamas Sprecher in einem Interview am 14.08. in Libanons al-Mayadeen zugegeben, dass Journalisten in Gaza bedroht und jene, die Orte, von denen aus Raketen abgeschossen wurden, filmten oder fotografierten, ausgewiesen wurden.

Hier ist ein Video, veröffentlicht und übersetzt von MEMRI:

Einige Auszüge:

Interviewer: Wie haben Sie den Kontakt zu den ausländischen Journalisten aufrecht erhalten und wie übermittelten Sie ihnen Ihre Sicht der Dinge?

Al-Mudallal: Seit dem Beginn der Aggressionen gegen den Gaza-Streifen wurde an den Grenzübergängen der Ausnahmezustand ausgerufen, besonders am Übergang Beit Hanoun, auch als Erez-Übergang bekannt; den Journalisten wurde ohne große Bürokratie erlaubt, einzureisen. Sie mussten sich nur zu ihrer eigenen Sicherheit registrieren lassen.

Unser Problem war, (dass wir nicht wussten), wer in den Gaza-Streifen einreiste. Wer waren sie? Die meisten waren Freiberufler, andere kamen von Nachrichtenagenturen.

In diesem Krieg kamen weniger Journalisten in den Gaza-Streifen als während der letzten Runden, 2008 und 2012. Deshalb ähnelte die Berichterstattung durch die ausländischen Journalisten viel stärker der der israelischen Okkupanten (Israel). Zudem waren die Journalisten, die nach Gaza kamen, ganz auf Friedensvorstellungen und das israelische Narrativ fixiert.

Wenn sie also Interviews durchführten oder an Orte gingen, um von dort zu berichten, wollten sie vor allem Plätze filmen, von denen aus Raketen abgeschossen wurden. Weil sie mit den Besetzern kollaborierten.

Diese Journalisten wurden aus dem Gaza-Streifen ausgewiesen. Unser Sicherheitsdienst ging zu ihnen und hatte mit diesen Leuten ein Gespräch. Sie gaben ihnen etwas Zeit ihre Nachrichten zu ändern, auf die eine oder andere Weise.

Die israelischen Raketen unterscheiden nicht zwischen Kämpfern, Zivilisten oder Kindern.

Einige Journalisten, die in den Gaza-Streifen kamen, standen unter Sicherheitsüberwachung. Selbst unter schwierigsten Bedingungen schafften wir es, sie zu erreichen und ihnen zu erklären, dass das, was sie da machen, nichts mit professionellem Journalismus zu tun habe und unmoralisch sei.

Jonathan Tobin bemerkt dazu dies im Commentary Magazin:

Das Frustrierendste an der ganzen Sache war nicht nur, dass die Presse gezwungen wurde, nur einen Teil dessen zu berichten, was in Gaza geschehen ist. Es scheint, als würden die meisten glauben, an ihrer Berichterstattung sei nichts falsch. Tatsächlich schienen die meisten kein Gespräch mit einem Hamasverbrecher zu brauchen, um mit al-Mudallal übereinzustimmen, dass es für einen Journalisten in Gaza nur eine angemessene Tätigkeit gibt – so viele Fotos von verletzten palästinensischen Zivilisten zu machen wie möglich. Dabei ignorieren sie die Tatsache, dass diese durch die Terroristen in Gefahr gebracht wurden, die aus ihrer Mitte heraus schießen und Tunnel graben, vor allem in der Nähe von Schulen, Krankenhäusern und Moscheen.

Diese offensichtliche Einseitigkeit der Medien stört die Israelis nicht, sie haben es längst aufgegeben, eine faire Berichterstattung durch jene ausländischen Medien zu erwarten, die ja oft in Gegenden reisen, in denen tiefe Vorurteile gegenüber dem Zionismus vorherrschen und die entschlossen sind, nur Geschichten zu finden, die zu ihrem vorgefassten Urteil über die Palästinenser passen. Wir haben in den letzten Wochen viel davon gehört, wie Israel und seine Freunde die richtigen Schlüsse aus diesem Krieg gezogen haben, ebenso haben Experten immer wieder davor gewarnt, dass die Berichte über palästinensische Opfer, sie die öffentlichen Meinung kosten würden. Aber wir haben so gut wie keine Gewissensprüfung von Journalisten über die Krise ihres Berufes und die Fehler jener, die mitten aus Gaza berichteten, gehört.

Als Antwort auf Al Mudallas Enthüllungen stellte der CEO von HonestReporting, Joe Hyams fest:

Wenn die Journalisten unter Bedrohung aus Gaza berichten, haben sie die als Profis die Pflicht, das zu diesem Zeitpunkt deutlich zu machen. Dass sich so viele Journalisten hinter Anonymität verstecken, wenn es darum geht Wahrheiten aufzugedecken, zeigt, dass ihnen der Zugang nach Gaza wichtiger ist, als die Wahrheit.

Während die Hamas für ihren Umgang mit den ausländischen Medien verurteilt werden sollte, sind die Medien, die es dulden, indem sie Bilder von Raketenabschüssen aus zivilen Gegenden und von dort operierenden Hamasterroristen zurückhalten Komplizen bei der Dämonisierung Israels. Ihr Mangel an Professionalität und Transparenz zeigt, dass sich darin, dass die Hamas-Agenden fördern, indem sie einseitig nur Bilder von toten und verletzten Kindern zeigen, was Israel und den jüdischen Gemeinden der Welt unermesslichen Schaden zufügt.

Dafür sollten sie schamerfüllt die Köpfe senken!

Komplette Familie toter Palästinenser lebend gefunden

14. August 2014

Simon Plosker, HonestReporting, 14. August 2014

Der von Donald Macintyre geschriebene, fast 4000 Worte lange Bericht des New Statesman aus dem Gazastreifen illustriert die Unzuverlässigkeit der palästinensischen Opfermeldungen. Der Bericht enthält diesen Absatz:

Zumindest erlitt Yassir Arafat nicht das Schicksal eines anderen einzelnen Überlebenden, der ins al-Shifa-Krankenhaus gebracht wurde, des zehnjährigen Mohammed Badran. Er erblindete durch einen israelischen Luftangriff, aber im Krankenhaus schien er sich nicht bewusst zu sein, dass seine gesamte Familie getötet worden war, als ein Flugkörper hr Haus im Flüchtlingslager Nuseirat zerstörte. Die Natur seiner Verletzungen verstand er nicht und fragte wiederholt die Belegschaft: „Warum habt ihr das Licht ausgemacht?“

Allerdings befindet sich ganz am Ende von Macintyres Text ein Update, das uns sagt, dass Badrans „gesamte Familie“ in Wirklichkeit bei diesem Luftangriff nicht getötet wurde:

Update, 12. August: Es stellte sich heraus, dass Mohammed Badrans Familie bei dem Angriff auf sein Haus nicht, wie hier berichtet wurde, getötet worden war. In dem Durcheinander eines brechend vollen Shifa-Krankenhauses dachten die seine Verbrennungen behandelnden Ärzte, er habe seine Eltern und alle Geschwister verloren. In Wirklichkeit wurden zwar sieben der neun Kinder der Badrans bei dem Angriff verletzt, darunter auch ihre 17-jährige Tochter Eman, die jetzt mit schweren Beinwunden ebenfalls im Shifa liegt, aber Mohammeds Eltern Tagorid und Nidal Badran überlebten beide, um sich um ihn zu kümmern. Das heißt, bis Nidal (44, Polizist) bei einem weiteren Luftangriff getötet wurde, diesmal dem auf die Qassam-Moschee im Flüchtlingslager Nusseirat früh am Samstag, 9. August, als er sich zur Teilnahme an den Morgengebeten bereit machte. Am 12. August wurde mir gesagt, dass Mohammed zur Behandlung in ein spanisches Krankenhaus überwiesen wurde.

Kann man zwischen dem Nebel des Kriegs und der gezielten Verzerrung der Opferzahlen irgendeinem dieser Berichte über angebliche Tote angeblicher palästinensischer Zivilisten trauen?

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Oberst Richard Kemp: Israelischer Pilot hat Angriff in Gaza 17 Mal abgebrochen um Zivilisten zu schützen – Das jüdische Volk sollte stolz sein auf den Staat Israel (INTERVIEW)

13. August 2014

Deborah Danan, The Algemeiner vom 30. Juli 2014

Grade zurück von einer weiteren Reise nach Sderot und mit Diskussionen mit israelischen Soldaten in der Aufmarschzone in der Nähe von Gaza, ist Oberst (a.D.) Richard Kemp, der frühere Kommandant der britischen Streitkräfte in Afghanistan, mit The Algemeiner zu einem Interview zusammengesessen.

Deborah Danan: Was denken Sie warum die internationale Gemeinschaft derart lautstarken Widerstand gegen die Aktionen der IDF in Gaza ausdrückt?

Oberst Richard Kemp: Nun, der Startpunkt für so viele Weltmedien, Meinungsmacher, politische Führer, NGOs, Menschenrechtsgruppen, wird immer der sein, dass was immer Israel auch tut, es ist falsch. Es wird als der Unterdrücker der Palästinenser angesehen, illegaler Besetzer – sogar von Gaza trotz dem Rückzug vor 9 Jahren – und dann hast du von Anfang an einen Nachteil. Dann fügen wir die Tatsache hinzu, dass die israelischen Militäroperationen gegen die Hamas unvermeidbar zivile Opfer verursacht. Der Grund dafür ist, dass die Hamas sie als Schlüsselelement einsetzt – wahrscheinlich DAS Schlüsselelement ihrer Strategie – Menschliche Schutzschilde. Sie wollen Israel ködern und dazu zwingen, Zivilisten zu töten. Und deshalb sieht man Bilder toter Babies, toter Jungs am Strand, von Frauen, die um ihre Kinder schreien, und keine Realität kann diese Bilder überwinden. Es ist auf eine Weise verständlich, weil es herzzerreissend ist, ich habe aus erster Hand gesehen, was Schrapnell einem Baby antun kann, und es ist entsetzlich, und das Problem ist, dass es keine Referenz gibt, kein Verständnis für die Tatsache, dass der einzige Grund, weshalb diese Kinder getötet wurden, die Aggression der Hamas gegen Israel ist.

DD: Haben Sie irgendwelche Empfehlungen, was Israel tun könnte, um diese Sichtweise zu verändern?

RK: Israel tut sehr viel von dem, was es tun kann; offensichtlich benötigt es effiziente und gewiefte Medienkenner, um die Verzerrungen, die in den internationalen Medien so verbreitet sind, zu kontern. Aber natürlich ist Israel da ebenfalls im Hintertreffen, weil, während Israel vielleicht das Bedürfnis versteht, mit einer raschen Widerlegung oder einer Botschaft der Wahrheit über das, was tatsächlich im Konflikt passiert ist, muss es immer noch zutiefst wahrhaftig sein den Fakten gegenüber und kann sich keine Fehler und keine Übertreibung erlauben. Die Hamas auf der anderen Seite kann sagen was immer sie will, und keiner fordert sie heraus, oder wenn doch, dann spielt es keine Rolle für sie weil sie niemandem Rechenschaft schuldig sind.

Für mich liegt das wichtigste, was Israel tun kann, nicht bei den Massen, sondern bei den Entscheidungsträgern, bei den Führern dieser Welt; letztendlich ist es deren Einstellung und ihr Verständnis, das die Art formt, wie der Westen nach Israel blickt.

DD: Welche spezifischen Schritte unternehmen die USA und Grossbritannien, um zivile Opfer zu vermeiden?

RK: Sie haben restriktive Angriffsregeln in Konflikten, wo es ein erhebliches Risiko gibt, dass Zivilisten getötet werden könnten, beispielsweise in Irak, Afghanistan und Nordirland. Sie treiben einen grossen Aufwand, um das Minimum an Verlust von Menschenleben bei der zivilen Bevölkerung sicherzustellen, einschliesslich Überwachungen, um die An- oder Abwesenheit von Zivilisten sicherzustellen, angemessene Munition einzusetzen – beispielsweise keine massiven Bomben fallen zu lassen, wenn es ein Risiko gibt, nebenan Zivilisten zu töten, und manchmal entscheidet sich die Armee dafür, mit Bodentruppen einzugreifen, um den Kollateralschaden von Luftangriffen zu vermeiden. Oder zum Beispiel, wenn man ein Objekt aus allen Rohren schiessend angreifen möchte, aber man denkt, dass noch Zivilisten in der Nähe sind, dann schiesst man nicht bis man ganz genau weiss, dass man ein definitiv feindliches Ziel vor sich hat, was natürlich die eigenen Truppen in den Nachteil versetzt, aber es ist ein Risiko, das man eingeht, um Menschenleben zu schützen.

Vor drei Tagen habe ich mit einem israelischen Piloten geredet, der mir erzählt hat, dass er am selben Morgen ein feindliches Ziel insgesamt 17 Mal abgebrochen hat, weil Zivilisten in der Zielzone waren, und letztendlich hat er die ganze Operation abgebrochen. Ich fragte ihn, ob das nicht frustrierend gewesen sei? Sein Antwort war einfach nein. Und das ist, für mich, eines der besten Dinge an den IDF – dass das letzte, was sie tun wollen, ist, eine Bombe ins Ziel zu werfen und das dann auf ihrem Gewissen lasten zu haben für den Rest ihres Lebens. Und es war dasselbe mit Kindersoldaten. Ich sprach mit Soldaten, die in Gaza kämpften, und mehrere von ihnen sagten mir: ‘Wir kennen die Einsatzregeln, aber selbst ohne sie ist es immer in unserem Hinterkopf, dass wir keine Zivilisten töten können.’ Sehen Sie, für sie hat das nichts mit Befehlen zu tun, es ist einfach immer da im Vordergrund. Wer reden über [Reservisten, die] einfache Künstler, Metallarbeiter, Musiker, sie sind keine Killer. Sie haben absolut kein Bedürfnis danach, Zivilisten zu töten. In der Tat, in Sachen verletzte Zivilisten ist die Einstellung der IDF-Soldaten das genaue Gegenteil des Images, mit denen sie vor der Welt porträtiert werden.

DD: Erzählen Sie uns mehr über das Verhältnis von Zivilen zu Kämpfern in Konflikten seit dem zweiten Weltkrieg.

RK: Seit dem 2. WK war der Durchschnitt 3 zivile Tote für jeden getöteten Kämpfer. In manchen Konflikten war die Zahl höher, 4 oder 5 tote Zivilisten für jeden Kämpfer. Bei der Operation ‘gegossenes Blei’ und ‘Säule der Verteidigung’ war es 1-zu-1 — und diese Zahl wurde auch von den Palästinensern bestätigt. Natürlich kann ich das Verhältnis dieser Operation nicht sagen, weil sie noch nicht zuende ist. Was aber entmutigend ist, ist die Bereitschaft der Medien, ganz einfach die Anzahl getöteter Zivilisten in Gaza zu berichten, sowie die Anzahl getöteter Kinder – Zahlen die nur von palästinensischen medizinischen Autoritäten stammen, die von der Hamas kontrolliert werden. Ich weiss nicht, ob sie stimmen oder nicht, aber man muss Annahmen machen, in Anbetracht der in der Vergangenheit nachgewiesenen Fälschungen von Opferzahlen. Es ist aber sehr gut möglich, dass wir am Ende dieses Konfliktes ein Verhältnis sehen, das höher ist als 1-zu-1, und wenn dies der Fall ist, dann dürfte das auf zwei Gründe zurückzuführen sein: Der eine ist dass die Hamas aus ‘Säule der Verteidigung’ und ‘gegossenes Blei’ gelernt hat, ihre Kämpfer und Waffen besser vor israelischen Luftangriffen zu schützen, einschliesslich in Untergrund-Tunnels, und zum Zweiten wissen sie von ‘Säule der Verteidigung’, wie viel Zugkraft man kriegt, wenn man Zivilisten tötet — und natürlich wollen sie daraus profit schlagen.

DD: Nach Ihrer Schätzung, wie viel Schaden hat die Hamas verursacht durch Raketen, die zu kurz flogen und innerhalb der Grenzen von Gaza niedergegangen sind?

RK: Das weiss ich nicht — ich könnte auf keinen Fall schätzen, wie hoch das insgesamt läuft. Jedoch offensichtlich haben wir grade erst gesehen, dass eine Hamas-Rakete auf dem Al Shifa Spital und dem Al Shati Flüchtlingslager gelandet ist. Es gibt keinen Zweifel dass ihre zu kurz gelandete Munition ernsthafte zivile Schäden anrichtet.

DD: Welches ist die britische Einstellung zum Krieg in Gaza, und denken Sie, dass sich diese in den letzten paar Operationen verändert hat?

RK: I denke, dass die Menschen in Grossbritannien schwer beeinflusst wurden von den Fotos von toten Kindern, von Hamas-Propaganda, die, natürlich, gefälschte Fotos von toten Kindern beinhaltet — einschliesslich Fotos von toten israelischen Kindern, die als tote palästinensische Kinder dargestellt werden. Die Familie Fogel wurde als palästinensische Familie dargestellt. Um Ihnen die Dummheit der Leute, die sowas tun, zu zeigen: Auf dem Bild kann man sogar eine Menorah sehen. Diese Art Zeugs beeinflusst die britischen Menschen, plus die schrillen Stimmen vieler aus der muslimischen Bevölkerung in England, die aufgebracht sind über die Anzahl ihrer getöteten Brüder in Gaza — die aber anscheinend keinerlei Empörung zeigen gegenüber den 190’000 in Syrien getöteten. Keine Proteste, keine Empörung dort, nichts. Die Einstellung der britischen Öffentlichkeit insgesamt ist negativ. Jedoch war die Einstellung des Premierministers [David Cameron] viel unterstützender, als wir in den anderen beiden Gaza-Konflikten gesehen haben. Trotzdem denke ich, dass die britische Enthaltung bei der Abstimmung über die Resolution der UNHRC mit der Verurteilung Israels und einer Untersuchung von Kriegsverbrechen ein Akt moralischer Feigheit Grossbritanniens ist, und einer, der die ansonsten starke Unterstützung von Israel durch die Regierung unterminiert hat. Wenn politische Führer Israel sagen, es müsse mehr Anstrengungen unternehmen, um zivile Opfer zu vermeiden — und damit insinuieren, dass Israel nicht genug tut und irgendwie glücklich ist damit, zivile Opfer zu verursachen — diese Art Botschaft ermutigt die Hamas, mit ihrer Strategie der menschlichen Schutzschilde weiterzufahren und ausserdem ermutigt sie weitere Extremistengruppen rund um die Welt, es ihnen mit derselben Strategie gleichzutun. Und das führt zum Tod von unschuldigen Menschen. Ban Ki Moon ist dessen schuldig, David Cameron ist dessen schuldig, Barack Obama ist dessen schuldig.

DD: Wie hat die britische Armee in Afghanistan von der Expertise der israelischen Armee profitiert?

RK: Es gibt viele Elemente, die die Briten von der israelischen Armee übernommen haben. Eines davon sind Methoden, zivile Opfer zu reduzieren, die wir in Afghanistan gesehen haben, wo Briten die Taktik übernommen haben, Flugblätter über Zielen abzuwerfen mit potentiellen Zivilisten in Reichweite. Britische Soldatenleben wurden auch dadurch gerettet, dass israelische Schlachtfeld-Medizintechnik zum Einsatz kam, und ebenfalls durch israelische Anti-Bomben-Technologie, das heisst, technologische Ausrüstung, die improvisierte Sprengfallen wie Strassenrandbomben stoppt oder entdeckt. Britische Soldatenleben wurden und werden in Afghanistan durch diese Technologie gerettet. Darüber hinaus ist die Kooperation zwischen britischen und israelischen Nachrichtenoperationen sehr hoch und das hat nicht nur das Leben von Soldaten sondern auch von britischen Zivilpersonen gerettet. Nebenbei unterstützen britische Soldaten und Ex-Soldaten Israel und die IDF sehr stark weil, im Gegensatz zu vielen Zivilpersonen verstehen sie die Bedrohung, der Israel gegenübersteht und die Taktiken, die von der Hamas eingesetzt werden, weil dieselben Taktiken auch von den Taliban benutzt werden und, als Reaktion darauf müssen britische Soldaten die Taktiken der IDF benutzen, um sie zu bekämpfen.

DD: Haben Sie zum Schluss eine Botschaft an das jüdische Volk?

RK: Ich würde sagen, das jüdische Volk sollte sehr stolz sein auf den Staat Israel,d sie sollten ihr bestes Versuchen, die schreckliche Anti-Israel-Propaganda zu ignorieren, die es nur darauf angelegt hat, der Verschwörung zur Vernichtung des Staates Israel beizutragen. Ich selber bin persönlich empört über die schockierende antisemitische Gewalt und Verbalattacken, die durch diesen Konflikt gegen Juden ausgelöst worden sind, speziell in Paris und Deutschland, aber auch in Grossbritannien und anderen Ländern — es absolut niederträchtig und sollte von den Autoritäten auf das Energischste bekämpft werden.

Israel ist das einzige Land in der westlichen Welt heute, das für seine Moral und für seine Werte aufsteht gegen den Ansturm des internationalen Jihad.

Gaza Konflikt Tag 6. Hat die Hamas bewusst Ramallah angegriffen?

14. Juli 2014

Pesach Benson, HonestReporing, 13.07.14 (übersetzt von Cora)

Nachdem eine Rakete letzte Nach in Ramallah einschlug, vermutete Patrick Martin vom Globe & Mail, dass die Hamas bewusst auf die PA gefeuert hat.

Der Gedanke, dass militante Palästinenser aus Gaza auf die palästinensischen Behörden in Ramallah feuert, ist sicher eine neue Wendung in dem 6 tägigen Raketenkrieg zwischen Israel und den militanten von der Hamas angeführten Gruppen im Gazastreifen.

Aber es ist nicht unwahrscheinlich. Palästinenserpräsident Abbas hat die Hamas-Führung in dieser Woche zweimal wegen ihrer unverantwortlichen Raketenangriffe auf Israel heftig attackiert.

Der palästinensische Vertreter im UN-Menschenrechtsrat sagte, es gäbe keine Chance für die PLO, erfolgreich irgendwelche Anklagen wegen Kriegsverbrechen gegen Israel vor dem internationalen Gerichtshof vorzubringen. Der Grund dafür sei, dass der Raketenbeschuss der Hamas viel schlimmer sei. Laurie Blank argumentierte in The Hill genauso, aber es ist wirkungsvoller, wenn es Ibrahim Khreishah feststellt. Hier ist großartige Hingucker von MEMRI.

Nach Angaben eines UN Berichts (pdf–Format) über den Gaza–Konflikt, sind 77% der palästinensischen Opfer Zivilisten. Was die Berichterstattung von AFP, BBC und The Independent aber nicht erzählt: Dieses Dokument stellt deutlich fest, dass die meisten der Opfer aus Gaza hätten zuvor eine Warnung erhielten.

In den meisten Fällen wurden die Einwohner von den Israelis entweder durch Anrufe oder durch Warnschüsse kurz vor den Angriffen gewarnt.

Flächenbombardement auf Gaza. Wenn man France24-Korrespondenten glauben würde, müsste die Anzahl an palästinensischen Opfer wesentlich höher sein.

Israel ist nicht schuld! Falsche Fotobechreibung wurde korrigiert. HonestReporting sorgte für die Korrektur.

Punkt für die päpstliche palästinensische Propagandamaschine

26. Mai 2014

Pesach Benson, HonestReporting.com, 25. Mai 2014

Punkt für die palästinensische Propagandamaschine: Die Messes des Papstes auf dem Krippenplatz in Bethlehem wurde vor dem Hintergrund eines Wandbildes gehalten, das ein Jesus-Baby zeigt, das in das traditionelle Keffiyeh-Muster gewickelt ist. Das Bild ist vom Livestream der Jerusalem Post abfotografiert.

Wieder einmal behauptet die PLO, dass Jesus einer der ihren ist.

Papst Franziskus auf dem Krippenplatz in Bethlehem

Übrigens würde das den Behauptungen seiner Unheiligkeit Saeb Erekat widersprechen, dass die Palästinenser von den Kanaanitern abstammen.

Ich frage mich, ob Papst Franz die Luft reinigen wird…

Video: Palästinensische Christin offenbart die Realität hinter der Propaganda

6. Mai 2014

Simon Plosker, HonestReporting.com, 27. April 2014 (Beitrag von Cora)

Im April 2012 verbreitete CBS eine der einseitigsten Reportagen dieses Jahres (und Anwärter auf den „Dishonest Reporter“-Preis) zum Status der Christen im Heiligen Land. Bob Simon präsentierte ein unausgewogenes Bild, indem er Israel die Schuld für nahezu alle Schwierigkeiten gab, die palästinensische Christen erleiden müssen.

Der Ausschnitt beinhaltete ein Interview mit Christy, einer jungen Palästinenserin aus Bethlehem, deren Zuhause von drei Seiten von der israelischen Sicherheitsmauer eingeschlossen ist. Christy war gezwungen nach England zu fliehen um der Verfolgung durch jene Palästinenser zu entgehen, die mit ihren Ansichten und ihrer Sympathie für Israel nicht einverstanden waren. Bei einem Treffen in London 2013 erklärte mir Christy, wie Bob Simon, durch selektive Textbearbeitung, ihre Ansichten über die Sicherheitsmauer und die Situation der Christen in Bethlehem verfälscht hatte.

Christy hat mich tief beeindruckt, sowohl mit ihrer couragierten Haltung als auch durch ihre intelligente Art, wie sie ihre Seite des palästinensischen Falls im starken Kontrast zu der Anti-Israel Propaganda, der sonst den Diskurs beherrscht, darstellt.

Leider konnten wir zu jener Zeit den Fall auf Grund der gefährlichen Situation, in der sich Christy und ihre Familie zu jener Zeit befand, nicht auf HonestReporting veröffentlichen.

Jetzt hat Christy, trotz aller Todesdrohungen aus Bethlehem und England, mutig ihre Geschichte auf Youtube veröffentlicht; in Form einer Vorlesung, die sie an einer schwedischen Universität gegeben hat, und als persönlichen Appell an den Unterhändler Saeb Erekat, das Versprechen, das er ihr einst gab, dass ein palästinensischer Staat die fundamentalen Menschenrechte respektieren und demokratisch würde, endlich einzulösen.

Christy gibt uns einen Einblick in das Leben unter der palästinensischen Autonomiebehörde, den Mangel an Freiheiten und die internen Gewalttätigkeiten in der palästinensischen Gesellschaft, der selten gezeigt wird und von den Medien allzu oft heruntergespielt oder komplett ausgeblendet wird.

(Es gilt immer das gesprochene Wort)
VIDEO Teil 1: (Zusammenfassung)

Saeb Erekat Christy in Oxford, bei einer Diskussion, veranstaltet vom Sender Al Djaseera, das Versprechen, dass es in einem palästinensischen Staat frei Rede, Transparenz und Frauenrechte geben würde. Aufgrund dieses Versprechens begann Christiy ihre Meinung öffentlich mit zu teilen. Ihre Rede, gehalten an der schwedischen Universität zu Uppsala wurde von ihr in Youtube veröffentlicht. Als Ergebnis erlebt ihre Familie in Bethlehem nun Bedrohungen, Verleumdungen und ist jede Menge Druck ausgeliefert. Von wem diese Bedrohungen ausgehen, weiß sie nicht, aber sie ruft Saeb Erekat als Ehrenmann auf, ihre Familie zu schützen und sein Wort zu halten.

Als Palästinenserin, die selbst von der Besatzung betroffen ist, Freunde verloren hat und deren Haus von der israelischen Schutzmauer von drei Seiten eingeschlossen ist, weiß sie um die Gefühle, die einen bewegen. Sie fragt Erekat, ob er als Unterhändler in der Lage ist, sich nicht von diesen Gefühlen überwältigen zu lassen.

Erekat ist gerührt, vergleicht sie mit seinen Töchtern und erzählt, dass er Klassenkameraden hat, die im Gefängnis sitzen oder gestorben sind und er verhandelt mit Schmerz und Frust im Herzen. Aber es sei besser mit Schmerz und Frust zu verhandeln, als das, was vorher gewesen sei. Die Palästinenser seien Menschen des Friedens und so brächte man Palästina wieder auf die Landkarte zurück. Palästina müsste die Brücke zur Zivilisation und für den Frieden zwischen den Religionen stehen. Es gäbe keine andere Möglichkeit außer für ein Palästina, das für Demokratie, Menschenrechte und freie Meinungsäußerung steht. Das verspricht er öffentlich.
VIDEO Teil 2 (Youtube):

Die 2. Intifada begann und die Palästinenser griffen von unserem Haus aus, das in der Nähe eines jüdischen Heiligtums liegt, die Israelis an. Tags warfen sie Steine und Molotowcocktails und nachts schossen sie, obwohl sie wussten, das in diesem Haus auch Palästinenser lebten. Auch Kinder warfen Steine – Kinder wurden als Kämpfer benutzt. Diese Kinder waren indoktriniert.

Es war furchtbar zu sehen, wie diese Kinder angeschossen und erschossen wurden. Doch diese Kinder glaubten, sie kämpften für die Ehre und ihre Eltern bekamen finanzielle Zuwendungen nach ihrem Tod. Saddam Hussein, als er noch an der Regierung im Irak war, gab jeder Märtyrerfamilie $ 10.000 und für Selbstmordattentäter gab er $ 20.000. Und bis heute zahlte die palästinensische Regierung $ 74 Mill. an die Familien der Märtyrer. Wird damit nicht die Gewalt gefördert?

Ist das nicht ein Grund dafür, dass sich Menschen, dass sich diese Kinder in Gefahr begeben?

Ein weiterer Grund sind die 72 Jungfrauen, die sie nach ihrem Tod treffen. …

Das Ergebnis war, dass die israelischen Soldaten auf die Kinder schossen, und die palästinensische Regierung, die – laut dem Oslo-Abkommen – diese Kinder zu schützen und von der Gewalt abhalten sollte, tat nichts dergleichen. …

Es wurde immer schlimmer. … Meine Freundin Christine Saadeh wurde 2002 irrtümlich von israelischen Soldaten erschossen. Sie war zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort und im falschen Auto.

Eine Gruppe Soldaten wartete auf ein Auto in dem sich gesuchte Terroristen befanden. Christines Familie fuhr direkt vor diesem gesuchten Auto. Und ihr Auto sah genauso aus, es hatte die selbe Farbe, es war die gleiche Automarke und es hatte das gleiche Nummernschild. Die Soldaten waren verwirrt und schossen auf beide Autos – und erschossen Christine. Diese Geschichte wurde weit verbreitet, auch meine Kirche machte sie öffentlich. Aber in der gleichen Zeit passierte noch etwas anderes. Mein Onkel, der wie alle Christen im Palästinensergebiet die „Jiziya“ bezahlte, eine Steuer, die alle Nicht-Muslime zu ihrem Schutz bezahlen müssen, sah, dass eben diese Leute, die regelmäßig bei ihm diese Steuer eintrieben, sie nennen sich „Freiheitskämpfer“, ich nenne sie „Mafia“, ihre Raketen grundsätzlich von oder neben christlichen Häusern abschossen. Wohl wissend, dass die Antwort eben diese Christen treffen würden. Also entschied er sich, diese „Schutzsteuer“ nicht weiter zu bezahlen. So wurde er beschuldigt, ein Verräter zu sein, sie steckten ihn ins Gefängnis und folterten ihn. Doch sie hatten nichts gegen ihn in der Hand. So schossen sie ihm direkt vor seinem Haus in den Kopf. Palästinenser töten Palästinenser. Sein Freund, der das bei der Beerdigung laut aussprach, wurde ebenfalls angeschossen. Israelische Ärzte retteten sein Leben, aber er ist jetzt blind.

Keine dieser Geschichten wird von ihnen der Welt erzählt.

Während und nach der Intifada sank die Zahl der Christen im palästinensischen Gebiet. Alle behaupten, das läge an der Besatzung. Ich glaube an Fakten und Statistiken. Bethlehem hatte ursprünglich eine christliche Bevölkerung von 82%, nach der Besetzung sogar 85%. Sie wuchs also. Nach den beiden Intifadas und der Machtübernahme der PLO und der Hamas fiel die Bevölkerungsanzahl. Wenn es tatsächlich an der israelischen Besatzung liegt, warum betrifft es nur die Christen? Die palästinensische Bevölkerung wächst jedes Jahr um 2.2%.

Ramallah war ursprünglich 90% christlich, heute ist es 95% muslimisch. Bethlehem, der Geburtsort Jesu, war 85 – 89% christlich, heute sind es nur noch 7%, mit sinkender Tendenz.

Alles wurde schlechter durch die Intifada.

Die zunehmenden Selbstmordattentate, die traurig erweise von meinen Landsleuten ausgeführt wurden und Israelis töteten, israelische Zivilisten, töteten auch Palästinenser. Jene Menschen, die sich die Bombengürtel umschnallten und sich und andere umbrachten. Es war schrecklich. Und was geschah?

Nach dem Attentat in einem Hotel in Netanjah 2002, bei dem viele Menschen starben – ich weiß nicht mehr, wie viele, entschied sich Israel eine Mauer zu errichten.

Ich war damals sehr jung und ich erinnere mich, als ich von der Schule heim kam, dass innerhalb eines Tages die Mauer unser Haus von drei Seiten umschloss. Das machte unser Haus in der ganzen Westbank und in Gazah einzigartig.

Wir verloren unsere Geschäfte unser Leben; von allen Seiten hatten wir die Mauer vor Augen und vier Kameras filmten uns 24 Stunden sieben Tage die Woche …

(Zeigt Bilder vom Haus mit der Mauer)

Die Mauer stand zu 8,5% auf palästinensischem Land, vor allem rund um Bethlehem und sie nahm vor allem den Christen ihr Land.

Aber, wenn Sie mir die einfache Frage stellen: Wenn du der Premierminister des Landes Israel wärst, würdest du die Mauer errichten? Dann wäre meine Antwort: Ja.

Auch wenn ich zu jenen gehöre, die von der Mauer am meisten betroffen sind. Denn sie hält meine Leute davon ab, sich selber zu töten.

Ich sorge mich um Menschen und nicht um Länder.

Danach endete die 2. Intifada und ich entschied mich, Jura zu studieren. Ich war zuhause Jurastudentin und ich lernte Internationales Recht, hörte von Redefreiheit und Menschenrechte. Und zur gleichen Zeit lernte ich unser Rechtssystem kennen, das eine interessante Mischung ist. Es basiert hauptsächlich auf dem, was wir „Al´a Urf“ nennen, ein Mischung von Sharia (islamisches Recht) und Stammesrecht. Und dieses Stammesrecht basiert vor allem auf dem, was man eine `Aggressionskultur` nennen kann. Es wurzelt in den drei „W´s“: Frauen (woman); Reichtum (wealth) und Krieg (war).

Als ich davon erfuhr, trat ich einen Schritt zurück um das große Ganze als Araberin zu erkennen. Traurigerweise folgen meine Leute, ich bin entsetzt das sagen zu müssen, diesem Recht, wenn wir nur auf das Regime und das Wort „Frau“ schauen.

Männer können bis zu vier Frauen heiraten.

Reichtum: Ich habe eine korrupte Regierung, die alle finanzielle Zuwendungen in die eigenen Taschen steckt. Sie ertrinken im Geld. Mit all den Zuwendungen, von denen ich gehört habe, müsste ich reich sein, müsste jeder Palästinenser reich sein.

Krieg: Wenn wir keinen Feind zu bekämpfen haben, so wie im israelisch-palästinensischen Konflikt, dann töten wir uns gegenseitig, wie 2006 in Gaza die Hamas gegen die Fatah. Palästinenser ermorden Palästinenser.

Tunesien, Algerien, Libyen, Irak, Libanon, Syrien, Ägypten – überall finden sich die Werte meiner Leute, sie wurden erweitert und es wird darauf aufgebaut.

Wir haben eine Verfassung, eine sehr gute Verfassung, doch sie wird nicht angewandt, denn wir haben eine korrupte Regierung.

Saeb Erekat, unser Unterhändler, sagt, dass Palästinenser starben für die Regierung, für die Waffe, für einen kleines bisschen Boden. Wir haben Zeit und Kraft dafür gegeben.

Ja, haben sie – vor allem um Palästinenser zu töten, unsere Leute. Es ist widerlich. Traurigerweise ist es mein Regime: es gibt keine Ordnung, kein Gesetz.

Eines der größten Probleme, das wir haben, sind die Ehrenmorde. Frauen haben dort überhaupt keine Rechte.

Auf einem Marktplatz wurde vor 10 Jahren eine junge Frau von ihrem Mann zusammengeschlagen. Nach 10 Jahren fand sie den Mut zu Gericht zu gehen, und die Scheidung einzureichen. Kaum hatte sie das gemacht, folgte ihr ihr Mann und schnitt ihr auf demselben Marktplatz die Kehle durch.

Frauen werden dort wie Besitz behandelt. Frauen, wie ihr, werden dort nicht als Menschen gesehen, denn du hast dort kein Recht auf eine Meinungsäußerung oder irgendein Recht.

Ich könnte so viele Geschichten von Frauen erzählen, die von ihrer eigenen Familie ermordet wurden. Allein im Jahr 2013 haben die Ehrenmorde um 300% zugenommen. 300% in einem Jahr!

Frauen werden auf den Straßen sexuell belästigt. Auch ich wurde auf dem Weg zur Universität mehrfach sexuell belästigt. Es war ekelhaft. Ich fühlte mich wie in einem Zoo, zwischen lauter wilden Tieren. Manchmal drehte ich um und ging nach Hause. In einem Minibus erlebte ich, wie ich angegrabscht wurde. Das sind die Rechte, die wir Frauen dort haben.

Das andere Problem, dem wir uns gegenüber sehen, ist der Landraub. Seitdem die Mauer errichtet wurde, die so viel Land genommen hatte, stehlen Palästinenser anderen Palästinensern Land, vor allem christliches Land.

Ich habe vier Onkel, die die Hälfte ihres Landes an Leute aus Hebron verloren. Einfach so. Sie gingen vor Gericht um ihr Recht einzuklagen. Dummerweise war der Richter auch aus Hebron und er sagte ihnen: Ich kann es gar nicht erwarten, euch tot zu sehen.

Übrigens, unsere Richter arbeiten an fünf Tagen in der Woche von 10 bis 13 Uhr.

Sie haben ein gutes Leben, drei Stunden Arbeit am Tag.

Doch wie kam ich nach England?

Auch wenn ich in eine christliche Familie hineingeboren wurde, war ich nie sehr religiös.

Was geschah, war, dass ich über einen Vers stolperte – als Christin, die aber nicht genau wusste, was in der Bibel stand – und dieser Vers erschütterte mich bis ins Mark. Und ich fand heraus, dass eben dieser Vers auch im Koran steht. Das ist nun wirklich seltsam, dachte ich. Wenn es einen G´tt gibt und dieser Vers wahr ist, dann muss es einen Beweis geben – ich habe ein juristisches Denken.

Also begann ich die Kriege gegen Israel und alle Kriege in die Israel verwickelt war zu erforschen. Mein „Lieblingskrieg“ ist der Yom Kippur Krieg. Aus militärischer Sicht ist jeder Krieg, der mehr als eine Front hat, verloren.

Israel wurde im Norden vom Libanon und Syrien angegriffen, vom Osten von Jordanien und vom Süden von Ägypten. Der Libanon hatte kaum Panzer, Israel hatte 150 Panzer und Syrien 1400 Panzer; im Süden hatte Israel 500 Soldaten kampfbereit, Ägypten dagegen 80.000. Israel gewann und eroberte mehr Land. Das war keine Schlacht mit einem Superhelden, das war G´ttes Hand für mich. Das war der Beweis.

Nachdem ich das begriffen hatte, entschied ich mich dafür, meine Gedanken laut zu äußern. Wir haben ja Meinungsfreiheit und Menschenrechte, dachte ich.

Was geschah, war folgendes:

Als ich anfing in einer kleinen Gruppe Gleichaltriger meine Gedanken zu äußern, einfach sagte, dass ich glaube, dass G´tt den Juden als ewiges Versprechen dieses Land gegeben habe, als ich sagte, dass wir hier sind und sie dort, lasst uns zwei Staaten haben und endlich leben, und wenn ihr meine Meinung nicht teilt, dann seht mal, wie viel christliche Staaten es gibt und wie viel muslimische. Warum dürfen die Juden nicht ein einziges Land haben. Es waren einfache Gedanken.

Nach dem ersten Treffen mit Menschen in eurem Alter bekam ich 24 Stunden später einen Anruf von einem Familienmitglied, der mich treffen wollte. Das erste, was er sagte, als wir uns sahen, war: „Ich habe Kugeln, ich habe ein Gewehr. Es braucht nur eine einzige Kugel in deinem Kopf, um dein Leben zu beenden. Du spielst mit dem Feuer und es wird erst deine Familie und dann dich verbrennen. Ich wurde geschickt, dich aufzuhalten.“

Danach wurde ich, weil ich meine Meinung öffentlich äußerte, weiter bedroht. Israel verfolgt und bedroht uns nicht, wenn wir unsere Meinung äußern, Palästinenser tun das!

Ich war schockiert, verängstigt, wütend. Aber ich konnte nicht aufhören, meine Meinung laut zu sagen, ich bin ein Mensch. Ich ging sogar nach Yad Va Shem, dem Holocaustmuseum, um besser zu verstehen was die Israelis bewegt. Und als ich mich hineinversetzte, war ich in der Lage zu verstehen, nicht beurteilen, nur zu verstehen, warum sie so aggressiv sind, warum sie so handeln. Es gibt immer einen Grund. Noch einmal, ich beurteile nicht, ich verstehe es.

Sie sind Sicherheitsfanatiker, warum? Jetzt verstand ich, warum.

Danach wurde ich verfolgt, angeklagt eine Verräterin zu sein und es wurde für mich zu gefährlich, zu bleiben. Ich musste meine Heimat verlassen und floh nach England – wo ich genau drei Tage politisch stumm blieb.

Das ist meine Geschichte.
VIDEO Teil 3:

Nachdem Sie das gesehen haben, beide Videos, und meinen Standpunkt über die derzeitige Situation in den palästinensischen Gebieten gehört haben, wird es sich sicher interessieren, dass ich auch hier in England Todesdrohungen erhalte.


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