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Die Fatah reißt sich einen peinlichen Cartoon des Sydney Morning Herald unter den Nagel

9. November 2016

Pesach Benson, HonestReporting, 23.09.2016  (übersetzt von Cora)

Soweit ist die palästinensische Hetze inzwischen gekommen: Die Fatah, regierende Partei der Palästinensischen Autonomiebehörde und Israels Friedenspartner, postete einen weiteren hetzerischen Cartoon. (Danke an Palestinian Media Watch).

Es zeigt viele der klassischen antisemitischen Stereotypen: Ein langnasiger Jude mit Käppchen, eine Fernbedienung haltend, beobachtet eine massive Explosion, die Gaza zerreißt, während er in einem bequemen Sessel sitzt, der mit einem Davidsstern verziert ist.

Man kann sogar ein leichtes Grinsen auf dem Gesicht des Mannes erkennen.

Was diesen Cartoon bersonders interessant macht, ist, dass dieses Bild ursprünglich im Sydney Morning Herald während des Gaza-Krieges 2014 veröffentlicht wurde, um eine gleichermaßen giftige Kolumne von Mike Carlton zu illustrieren. (Der SMH entließ wenig später Carlton aufgrund seiner beleidigenden Kommentare gegenüber jenen Lesern, die darauf reagierten.)

Der Cartoonist Glen LeLievre versuchte den Antisemitismus seiner Illustration wegzuerklären:

„Das Bild ist ein Kommentar zu jenen, die das Leid anderer in einen Spaß für Gaffer machen. Ganz so, als wenn sie im Wohnzimmer einer Schow zuschauen.“

Doch der Sydney Morning Herald entschuldigte sich, entfernte den Cartoon und erklärte:

„Der Herald bedauert zutiefst die Verärgerung, die dieses Bild ausgelöst hat. Wir waren der Ansicht, dass keinerlei rassistische Verunglimpfung vorläge, nicht zuletzt deshalb, weil der Zeichner keinerlei Absicht dahingehend hatte und aktuelle Fotos die Umgebung und physische Darstellung des Charakters im Cartoon ihn beinflußt hätten.

Allerdings akzeptiert die Zeitung, dass diese Ansicht zu einfach war und dass sie die Nutzung religiöser Symbole übersehen hat.

Der Herald versteht nun, dass durch die Nutzung des Davidssterns und der Kippah im Cartoon die Zeitung in unangemessener Weise ein Element einer Religion beziehungsweise eines Staates benutzt wurde und damit ein großer Fehler in der Beurteilung gemacht wurde.

Es war falsch, dieses Bild in dieser Art und Weise zu veröffentlichen.

Die Fatah scheint LeLievres Erklärung vorzuziehen.

Antisemitische Bilder wie dieses haben im Internet ein langes Leben, normalerweise in den dunklen Ecken des weltweiten Netzes. Daher haben die Herausgeber der allgemeinen Presse eine besondere Verantwortung solchen antisemitischen Bildern nicht auch noch zur Legitimierung und Verbreitung zu verhelfen.

LeLievre und der Sydney Morning Herald haben sie während der Operation `Protecting Edge´in die Welt gesetzt. Die Fatah benutzte sie nur als probates Mittel.

Ausspielen der Judenkarte für die Ziele der BDS

30. Juni 2016

Zahava Raymond, HonestReporting, 27. Juni 2016

Im Gegensatz zu ihrem unschuldig klingenden Namen nimmt Jewish Voice for Peace in Wirklichkeit die gefährlichsten und radikalsten Positionen der BDS-Bewegung ein; die Gruppe unterstützt den palästinensischen Anspruch auf ein „Rückkehrrecht“ für Flüchtlinge, was das Ende Israels als jüdischer Staat bedeuten würde; sie hat die Lüge verbreitet, die Al-Aqsa-Moschee würde bedroht, und pries die zunehmende palästinensische Gewalt während der letzten acht Monate als „Widerstand“. Ihr angepinnter Tweet vom Oktober 2015 lobt MSNBC für deren „Mut“, eine Nebeneinanderstellung von Karten zu senden, die angeblich palästinensische Landverluste zeigen — wofür sich MSNBC später entschuldigt hat und zugab, dass die Karten „komplett falsch“ sind.

JVP schlachtet ihren jüdischen Charakter absichtlich aus, um die BDS-Bewegung vor Anschuldigungen des Antisemitismus abzuschirmen, was die Schlagzeile von Direktorin Rebecca Vilkomersons Artikel für die Washington Post erklärt: „Ich bin jüdisch und ich will, dass die Menschen Israel boykottieren“.

Impliziert wird, dass alle, die sich bei dem Gedanken unwohl fühlten, den weltweit einzigen jüdischen Staat für Boykotte und Dämonisierung auszusondern, jetzt ausdrücklich hierzu ermuntert werden, weil sie Rebecca Vilkomersons jüdische Erlaubnis haben. Aber ein genauerer Blick auf ihren Artikel zeigt, dass ihre Argumente zur Unterstützung von BDS derart schwach sind, dass ihre Religion die einzige Karte sein könnte, die sie überhaupt ausspielen kann.

Die von der Hamas begonnenen Kriege stellt sie als israelische „Angriffe auf Gaza“ dar. Sie nennt die Zahl der getöteten Palästinenser, verschweigt aber, dass die Mehrheit Hamas-Terroristen waren und dass die Hamas alles in ihrer Macht Stehende tat, um maximalen Kollateralschaden unter palästinensischen Zivilisten sicherzustellen — oder dass Israels Verhältnis aus getöteten palästinensischen Kämpfern zu getöteten Zivilisten besser ist als das Verhältnis anderer westlicher Armeen. Sie beschreibt die getöteten Palästinenserkinder, als habe Israel sie absichtlich erschossen, und erwähnt die Hamas mit keinem Wort, so als ob Israel völlig ohne jeden Grund in den Krieg gezogen sei.

Vilkomerson war entsetzt über Israels Selbstverteidigung und dass es seine Zivilisten gegen Raketenangriffe geschützt hat, also schloss sie sich der BDS an, „um Palästinensern Frieden und volle Rechte zu bringen“. Sie verschweigt, dass BDS dies durch die Ablehnung von Israels Existenzrecht erwirken will und die Zerstörung Israels als jüdischem Staat zum Ziel hat.

Sie lügt: „Palästinenser mit israelischer Staatsangehörigkeit leben in einem System ungleicher Rechte und Gesetze“. In Wirklichkeit haben Israels arabische Bürger gleiche Rechte, während die Palästinenser von der Palästinensischen Autonomiebehörde verwaltet werden.

Nach all den Unwahrheiten sieht ihr kläglicher Versuch einer Ausgewogenheit wie folgt aus: „Natürlich gab es zu dieser Zeit auch Angriffe auf israelische Zivilisten“, aber dann beschuldigt sie ausdrücklich die Opfer, indem sie Terroranschläge „ein schreckliches Symptom der anhaltenden Besatzung und Unterdrückung“ nennt. Sie ignoriert die Geschichte der arabischen Terroranschläge auf israelische Juden vor 1967 und selbst bevor Israel zum Staat ausgerufen wurde, sie ignoriert die Aufwiegelung durch palästinensische Medien und wäscht die Palästinenser von jeder Verantwortlichkeit für Terrorismus frei, so als seien sie nicht imstanden, ihre eigenen Entscheidungen zu fällen oder ihre Handlungen zu kontrollieren.

Zum Anti-BDS-Gesetz des New Yorker Gouverneurs Andrew Cuomo sagt Vilkomerson: „Es ist keine Diskriminierung, einen Staat für seine Völkerrechtsverletzungen und seinen Missbrauch von Menschenrechten zur Verantwortung zu ziehen.“ Nur dass das vollkommen an dem vorbeigeht, was BDS macht. Ist es Zufall, dass die eine, einzige Nation, die BDS verleumdet und dämonisiert und für Boykotte freigibt, der einzige jüdische Staat ist? BDS nimmt sich nicht die israelische Regierung und ihre Politik vor, sondern BDS zielt auf israelische Juden und ihre Geschäfte und diskriminiert sie einfach nur wegen ihrer Identität.

Wie Alan Dershowitz betont, ist Israel eine Demokratie mit…

inneren Mechanismen für die Adressierung seiner Unvollkommenheiten. Es gibt keinen legitimen Grund, Israel für die Art von externer Diskriminierung auszusondern, für die BDS steht.

Vilkomerson denkt, BDS sei das beste Werkzeug, Israel zur Änderung seiner Politik zu zwingen. Sie irrt sich. BDS mag Israel dämonisieren und delegitimieren, aber die Wahrheit ist auf Israels Seite und Israel lässt seine nationalen Sicherheitsentscheidungen nicht auf Druck fußen, der von irregeleiteten Artikeln und BDS-Lügen herrührt.

„Hätte besser formuliert werden können“

4. Mai 2015

Yarden Frankl, HonestReporting, 4. Mai 2015

Während des Gaza-Konflikts im letzten Sommer reichte Orla Guerin von der BBC einen Video-Bericht aus dem Gazastreifen ein. Wir waren davon schockiert, dass sie in diesem auf BBC Ones „News at Ten“ und auf der BBC-Internetseite ausgestrahlten Bericht erklärte, trotz israelischer Vorwürfe, dass die Hamas menschliche Schutzschilde nutzte, habe es „keine Belege“ für ein solches Tun gegeben.

Wir veröffentlichten unsere eigenes Video („Shocking Claim by Biased and Clueless BBC Journalist“), das zeigt, dass es in der Tat massive Belege dafür gibt, dass die Hamas diese Taktik nutzte. Wir drängten Zuschauer, sie sollten formelle Beschwerden bei der BBC einreichen, dass Guerin die Zuschauer durch ihre Äußerung getäuscht hatte.

Nun, der BBC Trust hat die Beschwerden geprüft. Dort stimmte man zu, dass ihre Äußerung über „keine Beweise für menschliche Schutzschilde“ unrichtig war. Hier ist das, was man dort sagte:

Auf die „Beweise“ zu verweisen, die eine Seite vorlegte, hätte nicht notwendigerweise deren Version der Ereignisse bestätigt und insofern würde ich zustimmen, dass dies hätte besser formuliert werden können.

So weit würden sie gehen. Der BBC Trust behauptet, dass sie in dem Bericht auf das Abschießen von Raketen sehr nahe an Wohnvierteln Bezug nahm. Sie behaupten, dass Zuschauer in der Lage hätten sein müssen herauszufinden, dass die Hamas in der Tat menschliche Schutzschilde nutzte.

Sorry, aber „hätte besser formuliert werden können“ reicht einfach nicht.

Wenn eine Korrespondentin in die Kamera schaut und die Vorwurf „menschliche Schutzschilde“ als einen „israelischen Vorwurf“ bezeichnet und dann noch sagt, es habe „keine Beweise“ gegeben, die das untermauern, dann täuscht sie die Zuschauer vollkommen. Hätte sie auch Bilder gezeigt, die das zu widerlegen schienen, was sie sagte, hätte das nur verwirrt, statt etwas zu klären.

Warum erlaubt die BBC überhaupt einer Reporterin weiter falsche Äußerungen abzugeben? Es ist nicht so, als wäre das das erste Mal gewesen, dass Guerin dabei erwischt wurde, wie sie falsche Äußerungen abgab (s. hier, hier und hier), die sich letztlich als unwahr erwiesen.

Wir loben alle, die der BBC schrieben und Beschwerden einreichten; und obwohl der Petitionsausschuss sie diesmal abgewiesen hat, ist es wichtig den Druck aufrecht zu erhalten. Nachrichtenorganisationen sollten sich nie mit Berichten zufrieden geben, die „hätten besser formuliert werden können“, die von Millionen gesehen werden.

Und Sie sollten das auch nicht.

Wie wäre es damit, Israels Sicht eine Chance zu geben?

5. Februar 2015

Alex Margolin, HonestReporting, 5. Februar 2015

In einem der empörendsten Intereview-Sendungen der jüngeren Erinnerung unterbrach ein britischer Reporter, der über die Antiterror-Demonstration in Paris berichtete, seinen Gast, eine in Paris lebende Israelin, mit der Behauptung, Palästinenser hätten durch die Hände der Juden enormes Leid erfahren. Als die Frau gegen die Verschmelzung des Terrors in Paris mit den Leid der Palästinenser protestiert, diente der BBC-Reporter Tim Willcox diese herablassen Antwort an: „Sie werden verstehen, dass jeder aus unterschiedlichen Perspektiven gesehen wird.“

Es schockiert, einen scheinbar glaubwürdigen Reporter zu hören, wie er folgert, dass die Terrortaten in Paris irgendwie ihre Wurzel in Israel haben und dass er damit sagt, das sei eine legitime „Perspektive“. Was noch mehr schockiert: Das beschränkt sich nicht nur auf einen der Reporter.

„Willcox ist kein isolierter und abirrender Rassist; seine Sichtweisen sind die Standardmeinung der linken europäischen Mittelklasse“, schrieb Nick Cohen in The Spectator nach dem Interview. „Ich taf sie Tag für Tag in meinem politischen Viertel.“

Lesen Sie mehr in der New York Jewish Week (in Englisch)

Bild: CC BY-SA opensourceway via flickr mit Ergänzungen durch HonestReporting.

Die Irish Times macht aus der Hamas unschuldige Opfer israelischer Aggressionen

4. Januar 2015

Simon Plosker HonestReporting, 28. Dezember 2014 (Übersetzung von Cora)

Nach einer ganzen Reihe antiisraelischer Artikel im September, darunter einem, in dem sie Israel beschuldigte im Gazastreifen geheime Waffen einzusetzen und der Rezension eines der giftigsten antiisraelischen Bücher, die derzeit veröffentlicht wurden nun ihre Angriffe auf Israel in der Irish Times fort.

Diesmal werden wir mit einer Breitseite über Israels Umgang mit dem Gazastreifen belästigt. Marlowes Hauptquelle für die israelische Seite ist der revisionistische Historiker Avi Shlaim, ein ständiger Kritiker Israels. Dementsprechend behauptet er Dinge wie: „Es (der Gazakonflikt) war ein einseitiges Massaker“ und „All diese Kriege wurden von Israel angezetteltAlle waren gegen Zivilisten gerichtet und alle führten zu Kriegsverbrechen. Sie sind direkte Produkte des israelischen Kolonialismus, der am anhaltendsten und brutalsten militärischen Okkupation in moderner Zeit.

Dieser Artikel ist durch fehlenden Kontext und Ungenauigkeiten geprägt. So schreibt Marlowe:

Amnesty International schreibt, dass 2.192 Palästinenser getötet wurden, mehr als zwei Drittel davon waren Zivilisten.“

Mit keinem Wort wird erwähnt woher Amnesty International die Anzahl der Opfer hat – vom Gesundheitsministerium Gazas, das von der Hamas kontrolliert wird. Dessen Statistiken sind in Israel umstritten, vor allem die Anzahl der Zivilisten.

Die siebenjährige Blockade Gazas durch Israel verhindert, dass eine ausreichende Menge an Zement und Baumaterial die Enklave erreicht.

Lara Marlowe

Keine Erwähnung findet, dass die Restriktionen für Zement und Baumaterialien nichts mit dem Umfang an sich, aber alles damit zu tun haben, die Hamas daran zu hindern, ihre Tunnel und terroristische Infrastruktur wieder aufzubauen. Obendrein hat selbst The Guardian gerade erst darüber berichtet, dass vor allem die Korruption und die unerfüllten Versprechen der internationalen Gemeinschaft die Einfuhr von Baumaterial nach Gaza verhindert haben, ebenso wie die innerpalästinensischen Kämpfe zwischen der Hamas und der PA, wie sie von Politico aufgezeigt werden.

Aber warum Informationen weitergeben, die Zweifel an dem „Israel ist an allem Schuld“-Gerüst einer Geschichte säen könnten?

Israel ist sogar daran schuld, dass „Gazaner zum ersten Mal seit 1948 Bootsflüchtlinge wurden“.

Die meisten der 500 Migranten, die mit dem Boot, das Anfang September Damietta verlassen hatte und kurz vor Malta sank, ertrunken sind, sollen aus dem Gazastreifen kommen.

Alles ist darauf abgestimmt, Israel in einem schlechtestmöglichen Licht darzustellen. Bezüglich der Entführung und Ermordung der drei israelischen Jugendlichen in diesem Sommer behauptet Marlowe, die Täter seien „einzelgängerische Militante der Hamas“ gewesen und das, obwohl die Hamas offiziell die Verantwortung für die Entführung übernommen hatte und der der Hamasführer Khaled Meschaal die Entführer pries. Marlowe behauptet zudem, dass die israelische Entscheidung 400 Hektar Land im Gush Etzion-Gebiet zu „Staatsland“ zu erklären, „ein Teil der Kollektivstrafe an den Palästinensern für die Tötung der Jugendlichen“ sei.

Natürlich ist es Marlowes Ziel den Gazakonflikt 2014 so darzustellen, als wäre er einzig und allein Israels Schuld, ausgelöst durch Rassismus und Blutgier. Und damit kommen wir zum Kernpunkt ihrer hinterhältigen Hypothesen:

Israelische Streitkräfte attackierten Gaza als Teil der Vergeltung für den Tod der Jugendlichen. Die Hamas hielt 19 Monate den Waffenstillstand ein, erst als sechs ihrer Mitglieder bei der Bombardierung eines Tunnels am 17. Juli getötet wurden, rächte sich die islamistische Gruppe mit Raketenbeschuss. Israel lancierte am folgenden Tag die Operation Fels in der Brandung.

Die israelische Armee griff Gaza nicht als Vergeltungsmaßnahme an, sondern um den permanenten Raketenbeschuss zu beenden. Entgegen Marlowes Versuch die Situation vor dem 17. Juli als harmlos darzustellen, wurden im Juni über 62 Raketen und in der ersten Juliwoche fast 100 auf Israel abgeschossen.

Was die Bombardierung des Tunnels angeht, will Marlowe nichts ihrer Art der Darstellung der Hamas als Opfer israelischer Aggression in die Quere kommen lassen. Tatsache ist aber, dass der fragliche Tunnel im Verdacht stand für einen groß angelegten terroristischen Anschlag bestimmt zu sein; daher war die IDF zu einer entsprechenden Aktion gezwungen. In Folge dessen entfesselte die Hamas einen unablässigen Beschuss von über 80 Raketen allein am 7.Juli.

Dieses Fehlen von Kontext und faktische Ungenauigkeiten setzen sich fort, wenn Marlowe von einem „Katalog der Grausamkeiten“ berichtet, mit der Schlussfolgerung, dass Israel absichtlich auf palästinensische Zivilisten zielt. Sie fährt fort:

Um die 10 Israelis und genauso viele Palästinenser wurden in diesem Herbst in und um Jerusalem während Gerede über eine 3. Intifada getötet.

Um noch mehr moralische Gleichheit darzustellen, macht Marlowe keinerlei Unterschied zwischen jenen Israelis, die bei einer Terrorattacke umkamen und jenen Palästinensern, die bei der Durchführung dieser Attacke starben. Und dann setzt sie noch hinzu:

Am 16. November wurde ein palästinensischer Fahrer aufgehängt in seinem Bus gefunden.

Dieser Zwischenfall war kein Akt der Gewalt, sondern ein Selbstmord.

Aber warum sollte man damit die Darstellung eines weiteren palästinensischen Opfers durch israelische Gewalt zerstören?

Letztendlich ist Lara Marlowes Geschreibsel ein entsetzlich einseitiger Angriff auf Israel, was eine vollständige Beschönigung der Verantwortung der Hamas für den Gazakonflikt in diesem Sommer zur Folge hat. Marlowes Story ist ein atemberaubendes Beispiel dafür, wie Meinungen als Nachrichten verschleiert werden, denn ihr Artikel erschien im Nachrichtenteil der Irish Times. Und damit ist er ein Affront gegen jeden anständigen Journalismus.

Der Guardian beschuldigt Israel mit dem Krieg begonnen zu haben

2. Oktober 2014

Simon Plosker, HonestReporting, 26. September 2014 (übersetzt von Cora)

In einem Editorial „Der Blick des Guardian auf die menschlichen, ökonomischen und die wirtschaftlichen Kosten des Gaza-Krieges“, stellt die Zeitung die Richtigkeit der israelischen Betrachtungsweise der Geschehnisse in Frage, die zu dem Tod der zwei Palästinenser geführt hat, die für die Entführung und Ermordung der drei israelischen Jugendlichen anfang des Sommers verantwortliche waren.

„In der folgenden Schießerei wurden die zwei Männer in dem Haus getötet. Das haben sie verdient, könnte man sagen, wenn man annimmt, dass die beiden schuldig waren und die Polizei keine Alternative hatte, als zurückzuschießen als sie unter Feuer kamen.“

Das Editorial fährt fort:

„Den vollständigen Hintergrund des Verbrechens werden wir nie erfahren, weil die angeblichen Täter jetzt tot sind. Doch die Beweise lassen stark vermuten, dass die Behauptung der israelischen Regierung, sie hätte „eindeutige Nachweise“, dass die Hamas als Organisatoren dafür verantwortlich ist, unberechtigt sind.“

Welche Beweise besitzt der Guardian genau, die die Hamas von der Verantwortung für die Entführung und Ermordung der drei israelischen Jugendlichen frei spricht? Kein einziger wird genannt. Stattdessen verbreitet der Guardian seine Interpretation der Geschehnisse, wobei er sicher stellt, dass die Beweislast für die Verantwortung des Konflikts nicht bei der Hamas, sondern bei der Regierung Benjamin Netanyahus liegt.

„Durch den Beschluss die Hamas zu beschuldigen scheint Benjamin Netanyahu, der Premierminister Israels, eine Möglichkeit gesehen zu haben, die gerade geschaffene Einheitsregierung der Palästinenser, die Hamas und Fatah zusammen gebracht hatte, zu destabilisieren und M. Abbas, den Präsidenten der palästinensischen Selbsverwaltung zugrunde zu richten. Die Israelis stürmten durch die Westbank und verhafteten hunderte Mitglieder der Hamas.

Provoziert und darin eine Möglichkeit sehend, die schwindenden Sympathien zurück zu holen, antwortete die Hamas in Gaza mit Raketen. Erzürnt verlangte die israelische Öffentlichkeit, in Unkenntnis aller Fakten, nach Taten gegen Raketen und die neu entdeckten Tunnel. In die Enge getrieben, schickte Netanyahu Truppen los.“

In den Augen des Guardian war die Operation Protective Edge also nicht dazu da, Israelis vor den Hamas Raketen zu beschützen, sondern ein zynisches Manöver Israels.

So ist es kein Wunder beim Guardian, dass er wie üblich die Schuld bei Israel statt bei den Terroristen sieht.

Hiroshima, Dresden und … Gaza Stadt?????

10. August 2014

Yarden Frankl, HonestReporting, 10. August 2014

Wir haben einige übertriebene Berichterstattung zum Konflikt im Gazastreifen gesehen. Wir haben ungenaue und einseitige Berichterstattung erlebt, während Israel versucht sich vor einem fortgesetzten Ansturm aus Raketenfeuer und versuchten terroristischem Eindringen zu verteidigen.

Wenn es aber eine Auszeichnung für Übertreibung und ekelhafte Ungenauigkeit gäbe, würde meine Stimme an Herrn Sam Kiley gehen, den außenpolitischen Redakteur von SkyNews. In The Battle to Win the War and Keep the Peace (Die Schlacht um den Gewinn des Kriegs und den Erhalt des Friedens) schreibt er:

Die Bombardierung Dresdens mit Feuersturm und die Atombombenangriffe auf Hiroshima und Nagasaki zielten auf Frauen und Kinder, die Unschuldigen, ihre Häuser, Parks und Haustiere – gewollt.

Die Alliierten wollten den Willen der Achsenmächte vollkommen brechen.

Und genau diese Absicht haben die Israelis im Gazastreifen.

Moment mal. Verglich er gerade die Angriffe auf Gaza mit den auf Japan abgeworfenen Atombomben und dem Feuersturm-Bombardement von Dresden?

Das ist nicht The Onion, das ist SkyNews. Es stammt vom Redakteur für Außenpolitik.

Er macht sich über die vielen Waffenruhen lustig, ohne zu erwähnen, dass es jedes einzelne Mal die Hamas gewesen ist, die sie beendete. Er verhöhnt die Angabe der IDF die „moralischste Armee der Welt“ zu sein.

Aber nichts ist so empörend, wie der Vergleich zu Dresden, Hiroshima und Nagasaki, wo Hunderttausende getötet wurden. Der Artikel wird sogar von Bildern der zerstörten Städte begleitet.

Doch trotz der schieren Idiotie eines solchen Vergleichs gibt es Leute, die mehr als bereit sind die obszönsten Geschichten zu glauben, wenn es um Israel geht. In der Sektion „Comment is Free“ des Guardian beschreibt Eylon Aslan-Levy, Vorsitzender des britischen National Council of the Unions of Jewish Students, den Einfluss, den solche Vergleiche haben:

Israels Beteuerungen, dass es mehr als jede andere Armee tut, um zivile Opfer zu vermeiden, einfach ausgelacht werden. Israel wird als unrettbar böse dargestellt; seine Freunde – Mittäter beim Verbrechen. Ich kann schon nicht mehr zählen, wie oft mir erzählt wurde, wenn ich Zionist bin – was nicht mehr bedeutet, als dass ich glaube, dass Israel das Recht hat zu existieren – dann heißt das, ich müsse die Ermordung von Kindern unterstützen.

Sky News schreibt Folgendes auf Kiley Profilseite:

Er (Kiley) hat umfangreiche Kontakte innerhalb der Geheimdienste und liefert die Art Eilmeldungen, auf denen Sky News seinen Ruf aufgebaut hat. Sam hat eine der bedeutendsten Nachrichten-Zusammenfassungen des anstehenden Jahrzehnts.

Das ist keine Frage möglicher Einseitigkeit. Das ist eine Frage widerlicher Ungenauigkeit und Verleumdung. Bitte schreiben Sie an Sky News und fordern Sie sofortige eine Rücknahme und Entschuldigung für diese perverse Absurdität. Und sagen Sie ihnen, dass sie sich einen Bärendienst erweisen, wenn sie prahlen Sky News habe sich mit der Art Berichterstattung „einen Namen gemacht“, die Hiroshima, Dresen und … und Gaza Stadt vergleicht.