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Irischer Diplomat: Nur die Siedlungen sind das Problem

28. Oktober 2014

Simon Plosker, HonestReporting, 27. Oktober 2014
(Übersetzung: Yvaine de Winter)

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In der Irish Times formulierte der ehemalige irische UN-Botschafter Richard Ryan seine Meinung darüber, wie man Israels Sicherheit am besten garantieren könne. Aber was ist seiner Ansicht nach das größte Hindernis bei der Erreichung dieser Sicherheit und einer Zweistaatenlösung?

Aber hinter dem schrecklichen Szenario, das sich erneut vor unseren Augen aufgetan hat, entwickelt sich im Hintergrund weiterhin die vielleicht größte Bedrohung für echten und dauerhaften Frieden. Die israelische Siedlungspolitik – und sie ist nichts weniger als eine absichtliche, beständig fortgesetzte Politik – zerstört systematisch die Machbarkeit dieses einzigen übriggebliebenen Lösungsszenarios. Dieses in offizieller israelischer Politik begründete langsame Dahinkriechen über die Westbank erodiert jeden Tag die lebenswichtige Kartographie und Überlebensfähigkeit des entstehenden palästinensischen Staates, von dem die abschließende Lösung und auch Israels Sicherheit abhängen.

Die Jerusalem-Komponente (einschließlich Ostjerusalem) dieses Problems wird besondere und angemessen feinfühlige Aufmerksamkeit erfordern und auch erhalten. Doch jetzt ist es absolute Priorität, dass diese Westbank-Siedlungspolitik gestoppt und rückgängig gemacht werden muss. Ein israelisch-palästinensischer Staatsmann wüsste das, aber wo sind solche Staatsmänner?

Es ist völlig legitim, Israels Siedlungspolitik zu hinterfragen. Aber die Behauptung, sie sei „die größte Bedrohung für echten und dauerhaften Frieden“, entbehrt jeder Realität.

Nirgendwo in Ryans Artikel werden irgendwelche palästinensischen Verantwortlichkeiten für den Mangel an Frieden in der Region erwähnt. Nichts über Terrorismus, nichts über Aufwiegelung, nichts über interne palästinensische Konflikte.

Und letztlich kommt nichts von Ryan über die notorische Ablehnungshaltung der Palästinenser und das wahre Friedenshindernis – die Weigerung der Palästinenser, die Rechtmäßigkeit eines jüdischen Staates im Nahen Osten zu akzeptieren.

Für Richard Ryan sind nur die Siedlungen das Problem.

Der „Economist“ hat es nicht mit „Siedlern“ – aber er gesteht Fehler ein

23. April 2014

Der Economist macht Fehler bei seinen „Siedlern“

Simon Plosker, HonestReporting.com, 22./23. April 2014

Ein Artikel des Economist berichtet über den Zusammenbruch der Friedensgespräche und verweist auf den Mord an Baruch Mizrahi, der von einem palästinensischen Terroristen getötet wurde, als er zu einem Familien-Seder fuhr.

Am nächsten Tag schoss ein palästinensischer Bewaffneter auf Autos auf einer nahe gelegenen Straße, die nur Siedler benutzen dürfen und tötete einen von ihnen.

Der Economist muss seine Fakten prüfen.

1. Die Schnellstraße 35, auf der der Terroranschlag stattfand, dürfen nicht „nur Siedler benutzen“. Palästinensischen Fahrzeugen ist die Nutzung dieser Schnellstraße innerhalb der Westbank gestattet.

2. Baruch Mizrahi wohnte in Modi’in, einer israelischen Stadt innerhalb der Grünen Linie und er war damit kein „Siedler“, wie der Economist behauptete.

Dem Economist wurde eine Aufforderung zur Korrektur geschickt.

Erfolg: Der Economist korrigiert „nur für Siedler“-Fehler

Simon Plosker, HonestReporting.com, 23. April 2014

Nach unserer E-Mail veröffentlichte der Economist das Folgende unter dem Artikel:

Korrektur: Eine frühere Version dieses Artikels besagte irrtümlicherweise, die Straße in Hebron sei nur Siedlern vorbehalten und dass das Opfer des Anschlags ein Siedler war. Dies wurde am 22. April 2014 berichtigt.

Viele Faktenfehler und Unwahrheiten haben im Lauf der Zeit zu falschen Vorstellungen rund um Israels Aktivitäten in der Westbank beigetragen – das Straßennetz gehört dazu. Es ist daher wichtig, dass Fehler wie diese korrigiert werden.

Anmerkung: Ulrich Sahm macht darauf aufmerksam, dass die Korrektur wieder einen Fehler enthält – Baruch Mizrahi wurde nicht „in Hebron“, sondern einige Kilometer außerhalb der Stadt erschossen.

Palästinensische Verbrechen gegen arabische Christen

7. September 2008

honestreporting.com Media BackSpin, 7. September 2008

Justus Reid Weiner diskutierte mit der JCPA über die Menschenrechtsverletzungen, denen sich palästinensische Christen ausgesetzt sehen.

Als Dhimmis werden in den palästinensisch kontrollierten Gebieten lebende Christen nicht als den Muslimen gleich behandelt. Sie werden Kräfte zehrenden rechtlichen, politischen, kulturellen und religiösen Beschränkungen unterworfen. Das ist für die palästinensischen Christen in der Westbank und dem Gazastreifen zu einem kritischen Problem geworden. Muslimische Gruppen wie die Hamas und der Palästinensische Islamische Jihad haben auf den uralten Grundlagen der islamischen Gesellschaft eine Kultur des Hasses aufgebaut. Darüber hinaus hat die PA das islamische Gesetz in ihren Verfassungsentwurf übernommen.

Zu den wenig berichteten Punkten, die Weiner aufwirft, gehört:

  • Die PA-Sicherheitsorgane beteiligen sich an der Verfolgung (sogar der Ermordung) von Muslimen, die zum Christentum konvertieren.
  • Fälle von muslimischen Männern, die christliche Frauen verführen und entführen, sind ein zunehmender Trend.
  • Kriminelle Banden, die mit PA-Beamten zusammenarbeiten, stehlen christliches Land.
  • Kommunale Führer auf Hamas-Linie treten offen für eine diskriminierende Steuer für nicht muslimische Einwohner ein, die man als Jizya kennt.
  • Weder die PA noch die Hamas bieten Christen unter ihrer Herrschaft irgendeine Möglichkeit eines Anspruchs auf Gerechtigkeit.
  • Die Christen machen inzwischen gerade noch 15 Prozent der Bevölkerung Bethlehems aus; 1950 stellten sie noch 80 Prozent.
  • Taybeh ist das einzig verbleibende christliche Dorf in der PA; seien Bevölkerung ist auf 1.300 Menschen geschrumpft.
  • Viele christliche Führungspersönlichkeiten sind zu sehr von den PA- und Hamas-Führern eingeschüchtert, um sich gegen die Belästigungen auszusprechen.

Wiener fügt noch hinzu:

Viele in den internationalen christlichen Führungsetagen bleiben wissentlich stumm, was das Leid der palästinensischen Christen angeht. Andere nehmen den politisch korrekten Weg und machen Israel verantwortlich, statt die wahren palästinensischen Täter der Verbrechen gegen ihr Volk zu nennen. Alle Unruhe und alles Leid in der Region wird routinemäßig den Handlungen oder dem Nichthandeln Israels angelastet, ohne muslimische Gewalt zuzugeben oder zu verurteilen.

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