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Warum weigert sich Saeb Erekat jetzt zu verhandeln?

25. Januar 2012
Saeb Erekat

Saeb Erekat

Pesach Benson, HonestReporting.com. 25. Januar 2012

Die palästinensischen Verzögerungstaktiken vernichten die Sondierungs-Friedensgespräche in Jordanien. Con Coughlin vom Daily Telegraph erklärt wie und warum:

Die meisten Menschen im Westen glauben, der Hauptgrund dafür, dass die Gespräche nicht voran kommen, sei Israels Verweigerung von Kompromissen bei seinem Siedlungsbauprogramm.

Dass die Regierung Netanyahu darauf besteht, Siedlungen zu bauen, ist sicherlich ein Hindernis, doch eng an zwischen den beiden Seiten stattfindenden Sondierungsgesprächen in Jordanien befindliche westliche Diplomaten sagen mir, der wahre Grund für die Schwierigkeiten bestehe darin, dass die palästinensische Delegation – angeführt vom palästinensischen Verhandlungsveteran Saeb Erekat – es ablehnt, die Gespräche ernst zu nehmen.

Mir sagte z.B. ein westlicher Diplomat, der für das Quartett arbeitet, dass, als die israelische Delegation letzte Woche zu einem Treffen in der jordanischen Hauptstadt Amman ankam, um ihre neuesten Sicherheitsvorschläge zu unterbreiten, Herr Erekat es schlicht abgelehnt habe, den Raum zu betreten.

Und was bedeutet das?

Herrn Erekats Weiterung, den Verhandlungsraum zu betreten und zu hören, was die Israelis zu sagen hatten, verheißt für die Bemühungen des Quartetts, die beiden Seiten zur Wiederaufnahme voller Verhandlungen zu bewegen, nichts Gutes. Es wirft Fragen darüber auf, wie ernst genau es den Palästinensern mit dem Erreichen eines Friedensabkommens ist. Während Israel sich zunehmend isoliert fühlt, weil die Aufmerksamkeit der Welt sich auf den Fallout der jüngsten Revolten in Libyen, Ägypten und Syrien konzentriert, gibt es unter westlichen Diplomaten den wachsenden Verdacht, dass die Palästinenser auf der Grundlage vorgehen, dass sie, wenn sie den Prozess hinziehen, in der Lage sein werden, eine bessere Vereinbarung mit Israel zu erzielen.

Wenn das der Fall ist, dann liegen sie heftig falsch. Der wahre Feind im Nahen Osten ist heute der Iran, nicht Israel; und indem sie den islamistischen Militanten in die Hände spielen, die Israels Vernichtung anstreben, könnten die Palästinenser erleben, dass ihre Sache von einem weit größeren regionalen Konflikt überholt wird.

Niedrig angesetzte Sondierungsgespräche sind eine Gelegenheit für Mahmud Abbas von einem hohen Baum herunterzuklettern, nachdem er auf einem totalen Siedlungsbaustopp als Vorbedingung bestand. Doch stattdessen entscheiden sich die Palästinenser dafür die Israelis, Jordanien und das Quartett anzufurzen.

Vor zwei Jahren entdeckte David Ignatius, dass Mahmud Abbas‘ Strategie darin besteht nichts zu tun. Er hält sich nach wie vor daran.

Wer braucht schon Friedensgespräche, wenn wir den Boston Globe haben?

30. Januar 2011

HonestReporting Media BackSpin, 30. Januar 2011

Während die Palästinenser nach einer UN-Verurteilung der Siedlungsaktivitäten rufen, denkt man im Leitartikel des Boston Globe darüber an, dass die die USA ihr Veto-Recht für israel wirksam einsetzen sollten:

Obama sollte die Drohung einer Resolution des Sicherheitsrates dazu nutzen, Netanyahu zu drängen, das zu tun, was er von Israel erwartet: durch Schaffung eines palästinensischen Staates neben Israel den demokratischen und jüdischen Charakter des Landes zu bewahren. Um die Parteien dazu zu bewegen, mit der endlosen Schacherei für ein abschließendes Friedensabkommen aufzuhören, muss Obama vorbereitet sein, mit fairen aber bestimmten US-Lösungen für die Schlüsselfragen heraus zu kommen, welche die beiden Seiten trennen.

Der Globe erteilt hier leider einen Persilschein für Mahmoud Abbas Do-Nothing-Strategi bei gleichzeitiger Nichtberücksichtigung der größten Lektion aus PaliLeaks, nämlich dass die Unfähigkeit der PA, ihr Volk zu einem Leben neben Israel zu erziehen, ein weit größeres Friedenshindernis darstellt als es Siedlungen sein könnten.

Diesen Siedlungen die Schuld geben

9. November 2010

HonestReporting Media BackSpin, 9. November 2010

Während des 10 Monate andauernden Siedlungsstopps taten die Palästinenser absolut nichts, um die Friedensgespräche voranzubringen.

Niemand scheint das Dave Granlund, der diese Karikatur im Christian Science Monitor angefertigt hatte, verklickert zu haben.

Die Palästinenser und Israel: Sag einfach Nein

27. Oktober 2010

HonestReporting Media BackSpin, 27. Oktober 2010

Sehen sie sich dazu das neueste Video vom Z-Word-Blog des AJC (American Jewish Committee) an, das exakt aufzeigt, warum Friedensgespräche keinerlei Ergebnisse brachten.

Bitte hier oder auf die Abbildung klicken und dann den Link direkt aufrufen oder die URL kopieren.

Vorwegnahme der Schuldzuweisung

25. Oktober 2010

HonestReporting Media BackSpin, 25. Oktober 2010

AP (Associated Press) nimmt den Abbruch der Friedensgespräche vorweg und wagt einen Ausblick auf „die Zeit danach“, und wem man die Schuld geben wird:

Man geht davon aus, dass nur wenige Menschen an ein umfassendes Friedensabkommen innerhalb eines Jahres glauben. Und die Sackgasse, in der man sich wegen des Siedlungsbaues befindet, hat schwierige Fragen an die Oberfläche gebracht: Wenn die Vereinigten Staaten Israel nicht zwingen können, das Einfrieren des Siedlungsbaues um wenige Monate zu verlängern, wie können dann die USA Israel dazu bringen, schmerzhafte Entscheidungen bezüglich der Kontrolle über Jerusalem zu treffen?

Frage: Was unternahm die palästinensische Führung während des vorangegangenen zehnmonatigen Siedlungsstopps?

Nichts.

Und noch erschreckender: Wo stehen die Palästinenser jetzt?

Eine neue Umfrage des Palestinian Center for Policy and Survey Research (via Daled Amos) ergibt, dass die Hälfte aller Palästinenser bewaffnete Angriffe gegen israelische Zivilisten unterstützt. Die PLO sendet Signale aus, dass sie ihre früheren Vereinbarungen mit Israel brechen überdenken will.

Leseempfehlungen, 23. August 2010

23. August 2010

HonestReporting Media BackSpin, 22. August 2010

Was Israelis und Palästinenser dazu brachte, direkten Gesprächen zuzustimmen.
Washington und die EU sprachen unterschiedliche Einladungen aus – basierend auf unterschiedlichen Richtlinien. Nun hoffen sie, das alles gut geht.

In Gaza ist es nicht leicht, grün zu sein
„Die Hamas unterdrückt Initiativen, die der Botschaft widersprechen könnten, dass die Palästinenser wegen einer israelischen Blockade leiden würden.“

Griechenland umwirbt Israel nach dessen Fallout mit der Türkei
Wie füreinander bestimmt: Griechenland braucht Geld, Israel braucht Freunde.

Britische Juden üben scharfe Kritik an Lesereise eines Haaretz-Kolumnisten
Promotet Gideon Levy sein neues Buch über die Scottish Palestinian Solidarity Campaign?

Gaza-Einkaufszentrum will Entschlossenheit demonstrieren
Die Blogger sprachen sich für und gegen Ethan Bronners neuesten Beitrag aus. Solider Journalismus, mehr nicht.

Implikationen bei IDF-Rückzug aus der West Bank
Oberst Richard Kemp mit wichtigen Fragen zu möglichen NATO-Friedenstruppen in der West Bank.