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Warum ignorieren die Medien erneute palästinensische Rufe zu den Waffen gegen Israel?

10. Juni 2021

Akiva Van Koningsveld, HonestReporting, 6. Juni 2021

Trotz der aktuellen Waffenstillstandsvereinbarung zwischen den Terrororganisationen im Gazastreifen und Israel setzen Hamas und Fatah ihre Hetze fort die Palästinenser sollen die Waffen gegen den jüdischen Staat aufnehmen. Diese Aufrufe zur Gewalt schüren die Flammen des Konflikts in der Region.

Am 31. Mai drang ein Terrorist aus dem Gazastreifen nach Israel ein. Einmal auf israelischen Territorium, stach er auf einen Wachmann ein. Am selben Tag löste ein aus dem Gazastreifen gestarteter Brandballon ein Feuer aus. Nur Tage später forderte die Hamas zu einem „Tag des Zorns“ auf. Palästinenser in der Westbank folgen dem Aufruf am Freitag, an mehreren Orten gab es gewalttätige Zusammenstöße.

Dennoch erhalten diese beunruhigenden Entwicklungen reichlich wenig Berichterstattung seitens der Mainstream-Medien. Stattdessen legen die weltweit führenden Nachrichtenorgane den Schwerpunkt weiter auf Israel, es müssen die Waffenruhe mit den Terrorgruppen einhalten, die für die Vernichtung des jüdischen Staates eintreten. Derweil werden palästinensische Provokationen, die darauf abzielen die Spannungen zu verschärfen und zu Gewalt aufzustacheln, schlichtweg ignoriert.

Medien-Fehlschüsse zum Zusammenbruch des Gaza-Waffenstillstands

26. August 2014

Simon Plosker, HonestReporting, 20. August 2014 (übersetzt von Cora)

Zum elften Mal hat die Hamas im derzeitigen Konflikt das Waffenstillstandsabkommen gebrochen, diesmal indem sie am Dienstagnachmittag Raketensalven in den Süden Israels schossen. Es ist klar, wer für den Ausbruch der Gewalt verantwortlich ist und die Verhandlungen versenkte, die zu diesem Zeitpunkt noch im Gange waren. Aber die Medien haben es wieder einmal geschafft, es falsch darzustellen.

Als die Nachricht kam, konnte The Guardian nicht anders, als Israel als Aggressor darzustellen

Israel beginnt mit neuen Luftangriffen auf Gaza

Die Überschrift des Daily Telegraph lässt Zweifel an der Schuld der Hamas zu, indem sie Anführungszeichen setzen, die völlig unangebracht sind

Israel schlägt gegen Gaza los, nachdem die Hamas „den Waffenstillstand gebrochen hat“

Der Untertitel vom The Independent sagt, dass „Israel behauptet, Hamas Terroristen brachen die Waffenruhe, indem sie Raketen aus Gaza abschossen“. Dem folgte ein Verweis auf „einen vermeintlichen Angriff am Dienstag“, was die Glaubwürdigkeit Israels ebenso in Frage stellt wie den Status der Hamas Terroristen.

Andere Medienorganisationen zeigen durch eine moralische Gleichsetzung Nachsicht und weisen Israel die gleiche Schuld zu, ungeachtet der Aggressionen durch die Hamas. Als Beispiel dafür der Aufmacher der LA TimesL

Israelische und Gazaner Militante gehe noch vor dem Ende der Waffenruhe erneut aufeinander los

Und Kanadas Globe and Mail:

Der Krieg in Gaza geht mit tödlichen Angriffen und Raketenbeschuss weiter

Oder The Scotsman, der ebenfalls Israelis und Hamas die gleiche Verantwortung für das Scheitern des Waffenstillstands in Rechnung stellt, indem er das Geschehen mit einem „Austausch der Raketen“ beschreibt:

Gaza: Der Austausch von Raketen Ruiniert die Gespräche in Ägypten

Für einige Medien wurden die Raketenangriffe, die den Waffenstillstand brachen, ohnehin aus den Geschichtsbüchern radiert, womit Israel fälschlich als der Hauptverantwortlicher dargestellt wird.

Die BBC, schon länger ein Experte darin, wichtige Zusammenhänge zu verschweigen, fokussiert sich ganz auf die Verfolgung des Anführers der Hamas-Terroristen Mohammed Deif, vergisst aber den Bruch der Waffenruhe durch die Hamas zu erwähnen. Durch den Bericht der BBC kann der Leser nur davon ausgehen, dass Israel der Hauptschuldige für die Gewalt ist.

Ebenso fokussiert sich The Times of London ganz auf Mohammed Deif und stellt fest: „Nachdem die Waffenruhe gebrochen wurde, fahren Israel und die Hamas fort, sich zu bekämpfen.“ Gefolgt von: „24-stündige Pause, die bis Mitternacht anhalten sollte, brach gestern Nachmittag zusammen, wofür man sich gegenseitig beschuldigt.

Einmal mehr werden den Lesern nicht alle Fakten und Zusammenhänge geliefert.

Wie die Reaktion auf Raketenbeschuss einen Waffenstillstand bricht

26. Juni 2012

HonestReporting Media BackSpin, 26. Juni 2012

Man fragt sich schon ernsthaft, was in den Köpfen derjenigen vorgeht, die die Schlagzeilen schreiben. Als Israel auf palästinensischen Raketenbeschuss ANTWORTETE, wartete Reuters mit der Schlagzeile „Israelischer Luftangriff tötet Militante in Gaza und bricht damit den Waffenstillstand“ auf.

Wie kann man von einem „Waffenstillstand“ sprechen, wenn Israel unter Raketenbeschuss steht?