Israel-“Apartheid”: Ein Eigentor

HonestReporting Media BackSpin, 27. März 2011

Beram Kayal (links)

Gestern Abend sah sich HonestReporting-Chefredakteur Simon Plosker Israels Qualifikationsspiel gegen Lettland zur Fußballeuropameisterschaft an. 11.000 Fans im Bloomfield Stadion von Tel Aviv brachen in Jubel aus, als Beram Kayal in der 81. Minute den Siegtreffer zum 2:1 erzielte. Niemand interessierte, dass Kayal arabischstämmiger Israeli ist. Und niemand kümmerte sich darum, weil dies völlig normal ist in einem Land, in dem arabischstämmige Israelis stolz darauf sind, für die israelische Nationalmannschaft und in der höchsten israelischen Liga zu spielen.

Kayal, der bei Celtic Glasgow in der schottischen Premier League unter Vertrag steht, wurde kürzlich im Guardian portraitiert:

“Beram Kayal ist muslimischer Araber, aber ’ich wuchs in Israel auf’”, erklärt er. ’Ich spiele für die Nationalmannschaft. Manche Leute sagen, ich sei Jude. Nein – ich bin Araber. Manchmal können außenstehende Menschen den größeren Zusammenhang nicht erkennen. Sie fragen sich, wie jüdische und arabische Menschen zusammenleben können. Aber es ist in Ordnung so, ich lebte dort [in Israel] und ich habe es genossen, und komme mit den Menschen dort gut aus.

Ich habe jüdische Freunde, und da ich mich nicht zu sehr mit Politik beschäftigen möchte, spielt es für mich beim Sport keine Rolle, ob ich Jude oder Araber bin. Wenn jemand sagt: ’Beram Kayal ist ein israelischer Spieler’, dann reicht das.“

“Jeder in Israel freut sich für mich. Ich bin ein Araber, der unter den Juden in Israel eine Minderheit darstellt. Die Araber und Juden freuen sich, und die meisten meiner Freunde sind Juden. Ich lebe zusammen mit Juden und ich spiele in der israelischen Mannschaft, die aus Juden besteht.”

Beram Kayal ist auch in Zukunft eine Antwort auf diejenigen, die versuchen, Israel mit einem Apartheidstempel zu versehen.

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2 Kommentare - “Israel-“Apartheid”: Ein Eigentor”

  1. karl Says:

    schalom ,dieser bericht zeigt das israel ein rein<<demokratischer staat ist,der leider von seinen feinden umzingelt ist.
    jeder menssch der guten willen ist
    und die
    gesetze israels achtet,kann in israel leben.<<das sollten sich die antisemitisten mal merken.wie brutal es
    bei den muslimen zugeht ist ja bekannt.
    B"tt schütze israel und sein volk.


  2. [...] 2) Und noch eine Anmerkung zum einem journalistischen Eigentor der Mainstream-Medien, was den Apartheid-Vorwurf gegen Israel im Fußballsport betrifft. Lesen Sie dazu bitte diesen Beitrag. [...]


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