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Hoch das Eiserne Kreuz von Human Rights Watch!

13. September 2009

HonestReporting Media BackSpin, 13. September 2009

Die Geschichte um Human Rights Watch-Mitarbeiter Garlasco nimmt groteske Züge an. Harry’s Place beleuchtet das, was bei Blogs, die sich kritisch ihrem Kollegen gegenüber äußern, wie ein HRW-Schmierentheater ankommt:

Ich hätte gerne gewusst, ob Human Rights Watch-Mitarbeiter einen Fake-„Aktivisten“ mit südländisch klingenden Namen erfanden, um ihre Aussagen zu untermauern, Argumente von HRW-Offiziellen zu stützen und Kritiker anzuschwärzen. Ich kann Ihnen nicht mehr sagen als dies, aber ich denke, dass jemand bei Human Rights Watch der Sache nachgehen sollte.

Käme heraus, dass Human Rights Watch in  solch unmoralisches und unethischen Verhalten involviert war, würde es ihre Eignung als Kontrollinstanz in Menschenrechtsfragen weltweit in Frage stellen. Die Art Schmierentheater, die meiner Meinung nach bei Human Rights Watch stattgefunden hat, kommt der Verbreitung einer Fiktion gleich.

Nicht jeder, der mit HRW assoziiert ist, zeigt Begeisterung für die von Garlasco verteidigte Nazi-Devotionaliensammlung. Das Sammeln von Abzeichen und Orden aus dem Zweiten Weltkrieg ist im angelsächsischen Raum nicht strafbar, aber  Helena Cobban ist ziemlich angefressen. Die Journalistin mit Beziehungen zu HRW schreibt:

Aber ihn tagsüber mit Menschenrechtsfragen zu betrauen, während er abends und in seiner Freizeit fortfährt, sich leidenschaftlich seinem Hobby zu widmen? Bizarr und verstörend.

Umso mehr, wenn man feststellt, dass viel von seiner geleisteten Arbeit mit israelischen Offiziellen und Bürgern zu tun hatte, sowie der Analyse von IDF-Operationen….

Wie Sie alle zweifellos wissen, bin ich Mitglied in der HRW-Gutachterkommission für Nahost. Und ich bin in der Tat sehr verstört wegen der Angriffe der jungen und aggressiv-rechtslastigen* israelischen Organisation NGO Monitor auf  HRW wegen ihrer Untersuchungen, die sie zum Kampfverhalten der IDF anstellte.

Aber im Augenblick bin ich auf dieser Seite von NGO Monitor und kann vielem zustimmen, was dort thematisiert wird.

Mark Gardner von CST blog artikuliert am treffendsten, warum Garlascos Hobby problematisch für HRW ist:

Wenn aber Garlasco seine Tochter (und alle unsere Kinder) gegen Nazismus immunisieren will, dann sind Nazi-Orden für den allgemeinen Gebrauch eine ziemlich dämliche Methode, dieses Ziel zu erreichen. Man bekämpft Nazismus nicht, wenn man mithilft, den Markt für Nazimedaillen und -trödel zu fördern. Man bekämpft Nazismus nicht, wenn man dessen Soldaten als tapfere, gut aussehende und unverbrauchte junge Männer darstellt – und man bekämpft Nazismus ganz sicher nicht, wenn man das Tragen von Sweatshirts mit Nazisymbolen als normal betrachtet, wie Marc Garlasco in dieser Abbildung:

Trägt er dieses Sweatshirt vor seinen Töchtern? Wünscht er, dass andere Leute auch so herumlaufen? Denken er – oder seine HRW-Kollegen – dass es für einen Mann in seiner Funktion angemessen ist, sich so zu verhalten? Trägt er das Sweatshirt, wenn er Offizielle der israelischen Armee trifft?

Am schlimmsten jedoch ist nicht Garlascos Verhalten in all diesen Dingen. Am schlimmsten ist die Reaktion von Human Rights Watch. Keine der der von mir oben angesprochenen Bedenken schien HRW zu interessieren. Ihre Verteidigungshaltung ist allumfassend, und der Verdammung ihrer Kritiker mangelt es an der leisesten Empathie dafür, warum Juden – oder alle möglichen anderen Menschen – Sorge über Garlascos Verhalten äußern angesichts seiner Funktion als führender (Anti-) Israel-Experte.

Statt sich um die Angelegenheit zu kümmern greift HRW auf das öffentlich bewährte Mittel zurück, den Juden den Stinkefinger zu zeigen.

Zum vollständigen Beitrag Gardners [In Englisch]

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*Amüsant, dass Helena Cobban NGO Monitor als rechtslastig einstuft. Mich würde interessieren, wo sie das herauslesen will. Weil NGO Monitor unhaltbare Beschuldigungen gegen die IDF als das bezeichnet, was sie sind – eine Verleumdung der IDF und Israels?