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Charlie Hebdo und der bizarre antiisraelische Twitter-Ausbruch eines CNN-Moderators

8. Januar 2015

Simon Plosker, HonestReporting, 8. Januar 2015

Jim Clancy ist für CNN-Zuschauer ein bekanntes Gesicht. Aber war hat er sich nur gedacht, als er sich zu einem bizarren antiisraelischen Twitter-Ausbruch aufmachte?

Es begann damit, dass Clancy in Bezug auf den entsetzlichen Terroranschlag in Paris auf das Büro des Satiremagazins Charlie Hebdo twitterte.

HR_CNNClancy1Die Karikaturen machten sich NIE über den Propheten lustig. Sie machten sich darüber lustig, wie die FEIGLING versuchten sein Wort zu verdrehen. Passt auf.

Als Clancy von Oren Kessler deswegen zur Rede gestellt wurde, war seine Antwort unangemessen zu implizieren, Kesser mache das aus Gründen der „Hasbara“.

HR_CNNClancy2Oren Kessler: Absolut unwahr. Das Magazin wurde in der Vergangenheit schon wegen einer Ausgabe angegriffen, in der Mohammed als Gastautor zitiert wurde.
Clancy: Hasbara?

Von da an ging es rasch bergab, weil Clancy jegliche legitime Kritik als Teil eines organisierten proisraelischen Angriffs auf sich auffasste, besonders als der respektierte Blogger Elder of Ziyon Fakten als Belege vorlegte, die Clancys ursprünglichen Tweet anfochten.

HR_CNNClancy3_EOZMan sollte sich die Karikaturen ansehen, bevor man darüber twittert. Ich habe eine Sammlung: http://t.co/QSvVFHKqwM

Das Team Hasbara (israelische Erklärung der Widersprüche der Menschenrechte) hat den Sieg über @ClancyCNN erklärt – als nächstes kommt der #ICC – Jim Clancy (@clancycnn) 8. Januar 2015

Der offen antisemitische Twitter-Account „Jews Making News“ (Juden machen Nachrichten) schaltete sich dann mit einem Angriff auf Elder ein, was Clancy veranlasste mit der bizarren Behauptung zu antworten, dass sowohl Elder als auch die antisemitische Jews Making News Teil einer antimuslimsichen und proisraelischen PR-Kampagne seien.

Inzwischen hat Clancy die folgenden zwei Tweets von seinem Account gelöscht – ich habe Screenshots gemacht – vermutlich, nachdem er erkannte, wie schädlich sie für seine Glaubwürdigkeit sind.

HR_CNNClancy4Jews Making News: Schaut mal, wer von Rassismus und Antisemitismus redet. Werde vor LACHEN über dich platzen. Der war gut, ZioNazi.
Jim Clancy: Hier liegt der Hase im Pfeffer: Jews Making News, Elder of Ziyon sind Konten mit rund 50 Folgenden… die auch Teil einer PR-Kampagne sind, die antimuslimisch ist.

HR_CNNClancy5Jews Making News: Schaut mal, wer von Rassismus und Antisemitismus redet. Werde vor LACHEN über dich platzen. Der war gut, ZioNazi.
Jim Clancy: Diese Konten sind Teil einer Kampagne für #Israel @JewsMakingNews @elderofziyon Nichts Illegales – aber PR, nicht HR: Menschenrechte

Was sagte es über Clancys Geisteszustand, dass er nicht zwischen einer authentischen, pro-israelischen Blogseite und einer anderen unterscheiden kann, die ausdrücklich für antisemitische Verschwörungstheorien wirbt? Als er mit seinen erlogenen Behauptungen konfrontiert wurde, diejenigen, die ihn auf Twitter kritisierten, seien Teil einer antimuslimischen Kampagne zugunsten Israels, hatte Clancy noch die Zeit seine bizarre Neurose mit einem Verweis auf ein „Team Hasbara“ zu demonstrieren.

HR_CNNClancy6Human Rights New: Äh, Jim Clancy, keine “pro-israelische Stimme” sagte das oder impliziert es auch nur. Haben Sie Leseverständnisprobleme?
Jim Clancy: Reiß dich am Riemen, Kleiner. Es ist mein Freitagabend. Du und das Team Hasbara müsst sich schon auf einem Krüppel am Rande der Herde herumhacken.

Eine detailliertere Zusammenstellung von Clancys Tweets und der verschiedenen Antworten sind auf der Internetseite Twitchy zu finden. Das Fazit ist jedoch, dass Jim Clancy sich nicht einfach selbst eine Grube grub. Er grub weiter, indem er ein eingebildetes Team proisraelischer Aktivisten hervorzauberte, die per Definition antimuslimische Fanatiker sind, um alternative Sichtweisen zu seinem ursprünglichen Tweet wegzuerklären, die überhaupt nichts mit Israel zu tun hatten. Verschlimmert wurde das noch durch die Werbung für ein antisemitisches Twitterkonto als Beweis für seine alberne Theorie.

Twitter entlarvt oft die wahren Gedanken prominenter User, einschließlich Persönlichkeiten der Medien. Jim Clancy hat uns ein Fenster in seine Weltsicht geboten und die ist nicht angenehm. Genauso wenig angemessen ist sie für einen Moderator von CNN.

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Nachtrag von heplev: Elder of Ziyon schreibt, dass Clancy wohl erkannt hat, dass ihm seine Hasstiraden zu viel Ärger einhandeln und hat viel Tweets gelöscht. Außerdem blockiert er alle, die ihn auf seine Tweets ansprechen. Das veranlasst Elder ein kleines Poster zu erstellen (hier eingedeutscht):

ClancyCNN

Medienberater gesucht

21. November 2011

HonestReporting Media BackSpin, 21. November 2011

Staatschef eines islamischen Schurkenstaates sucht Medienberater. Bewerber sollten ein gutes Gespür für islamisches Benehmen und gesunden Menschenverstand haben, um in Interviews mit Zeitungen von Reformern nicht zu verstehen zu geben, dass der Tschador im Paris des 19. Jahrhunderts etabliert wurde.

Der erfolgreiche Bewerber besitzt Kenntnisse in Themen wie Zionistische Verschwörung, „ziviler“ Atomtechnologie, kreativer Schreibweise, Wissen über den Mahdi und die Bereitschaft, diverse Konten bei der Markazi-Bank einzurichten. Gute Zusammenarbeit mit linken westlichen Medien-Apologeten ist Voraussetzung.

Bitte senden Sie Bewerbungen an:

Büro des iranischen Präsidenten
c / o M. Ahmadinejad
Pasteur Avenue
13168-43311 Teheran
Islamische Republik Iran

Bitte [logischerweise (bd)] keine direkten E-Mail-Anfragen!

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