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Stimme gegen linken Antisemitismus erheben

4. Februar 2009

HonestReporting Media BackSpin, 4. Februar 2009

Dankenswerterweise brandmarkt Jonathan Freedland den Antisemitismus, der sich während der Proteste die Operation „Gegossenes Blei“ in Europa manifestierte. Der Guardian-Kolumnist weist darauf hin, dass bei 9/11 und 7/7 die gleichen Leute die Welt beschwörten, doch bitte bei den Muslimen nicht in dieser Weise zu verallgemeinern:

Darüber hinaus hat diese Masche der Unterscheidung zwischen guten und schlechten Juden eine lange Tradition. Anthony Julius, Autor einer maßgeblichen Studie zum englischen Antisemitismus, sagt, dass mit Ausnahme der Nazis Judenhasser immer Unterscheidungen vorgenommen haben. Christliche Antisemiten akzeptierten Juden, die bereit waren, zu konvertieren und lehnten jene ab, die ihren Glauben behielten. Vor einem Jahrhundert zog Winston Churchill eine klare Linie zwischen in Großbritannien geborenen und aufgewachsenen Juden und jenen, die den Bolschewismus verbreiteten. Nun wird die Trennungslinie bei der Affinität zu Israel gezogen.

Aber die logische Folge davon ist, dass Juden, die es ablehnen, sich von Israel zu distanzieren, Zielscheibe von Schmähungen und Angriffen werden, bis sie öffentlich widerrufen. Liberale [Briten; (bd)] lehnen es völlig zu Recht ab, permanent Druck auf Moslems in der Form auszuüben, dass diese sich rechtfertigen sollten und den Jihadismus oder Islamismus anprangern. Doch stellen sie implizit die gleiche Forderung auf, wenn sie den Juden nahelegen, dass sie OKAY wären, wenn sie nur keine Zionisten sind. Dies hat zur Folge, dass die Stellung der Juden in der britischen Gesellschaft davon abhängig gemacht wird, welche Distanz sie zu ihren Glaubensbrüdern haben – in diesem Fall den Israelis.

Den vollständigen Artikel [In Englisch] bitte weiterlesen.

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