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Harriet Sherwood in Jerusalem: Eine Bewertung der letzten 6 Monate

30. November 2010

HonestReporting Media BackSpin, 30. November 2010

CiFWatch mit einer Bewertung von Harriet Sherwoods 6 Monaten in Israel für den Guardian. Spoiler Alert:

Zusammenfassend kann man sagen, dass Sherwood nicht den Ansprüchen genügt, die sie an sich selbst stellt. Sie „berichtet definitiv so wie alle anderen….“

Hier eine visuelle Aufschlüsselung zu Sherwoods Berichterstattung:

Blau: Beiträge, die Israel in ausgewogener, realistischer und objektiver Weise darstellen.

Lila: Beiträge, die ausnahmslos positiv über Themen aus palästinensischem Blickwinkel berichten.

Grün: Berichte, die beide Seiten gleichermaßen berücksichtigen.

Rot: Artikel, die Israel in einer unausgewogenen, herabsetzenden und subjektiven Weise darstellen.

„Kein Wort, das ich in meiner Berichterstattung schreibe, überzeugt mich“

11. Februar 2010

HonestReporting Media BackSpin, 11. Februar 2010

Das Problem: Du und deine Hamas-Kollegen sind de facto Herrscher in Gaza, nachdem ihr euch den Gazastreifen vor zwei Jahren in einem blutigen Coup einverleibt habt. Aber ihr fühlt euch delegitimiert durch die Nachrichtenmedien, die weiterhin von der Hamas als „abgesetzter Regierung“ sprechen, weil Mahmoud Abbas die nationale Einheitsregierung auflöste und anstelle Ismail Haniyehs seinen Gefolgsmann Salam Fayyad zum Premier ernannte.

Die Lösung: Verbietet ausdrücklich Medienverweise auf die Hamas als „abgesetzte Regierung“.

Okay, genau das hat die Hamas ja auch gemacht – mit den palästinensischen Journalisten mittendrin. Fares Akram von Xinhua beschreibt die Situation in einem bemerkenswert offenen Beitrag:

Weil es wegen dieser Umschreibung die Nase voll hatte, gab das abgesetzte Informationsministerium der Hamas letzten Monat eine Erklärung heraus, die darauf abzielte, dass man „die  exakten Redewendungen definiert und die Irritationen bei der Verwendung mancher Begriffe auflöst.“

„Von einer abgesetzten Regierung zu reden, wenn man sich auf die palästinensische Regierung in Gaza bezieht, ist beabsichtigter politischer Sprachgebrauch, voreingenommen, unrechtmäßig und eine Verzerrung der Wahrheit“, so die Erklärung der Hamas.

Sie [die Erklärung; bd] bot den Journalisten Umschreibungen für die Nennung der Hamas-Regierung an. „Wir legen Wert darauf, dass Sie alternative Begriffe verwenden, die irgendwie fairer klingen – so wie ‚Palästinensische Regierung’ in Gaza, die ‚Palästinensische Regierung’ von Ismail Haniyeh oder die ‚Regierung in Gaza’.

Raed Lafi zufolge sind einigen Journalisten bei ihrer Wortwahl die Hände gebunden durch Richtlinien, die ihnen von den Nachrichtenagenturen oder Zeitungen vorgegeben werden. „Bei jedem Begriff, den ich in meiner Reportage verwende, bin ich verunsichert“, sagte er.

Die Hamas und ihre Apologeten stützen einen Großteil ihrer Legitimität auf Wahlen für ein Parlament, dessen Legislaturperiode vor kurzem auslief. Abbas genießt dank der Zustimmung des (demokratischen) Zentralrats der PLO eine Präsidentschaft ohne Ablaufdatum. In anderen Worten: die palästinensische Demokratie ist ein Riesendurcheinander.

Die Erwägung, wer – wenn überhaupt jemand –  ein Mandat dafür besitzt, das palästinensische Volk in Friedensgesprächen mit Israel zu vertreten, kann nur zu unangenehmen Fragen führen, die besser unter den Teppich gekehrt werden. Am besten ist wohl, die palästinensischen Journalisten in Gaza zerbrechen sich über diese Frage selbst den Kopf, oder nicht?

“Definitiver Beweis für Voreingenommenheit der Medien“

21. Januar 2010

HonestReporting Media BackSpin, 21. Januar 2010

Beim Vergleich der Satzkonstruktionen in den Verweisen auf Israels bzw. Ägyptens Rolle bei der Abriegelung des Gazas kritisiert Jeffrey Goldberg scharf die Reuters-Berichterstattung aus dem Gazastreifen.

Und wenn er darüber hinaus Israels Rückzug betrachtet, die gigantische Unterstützung aus dem Ausland für die Palästinenser und deren Verschwendung, die Raketenangriffe, unter denen israelische Familien litten und die menschlichen Schutzschilde der Hamas, bezeichnet Goldberg diese Form der Berichterstattung als „Wohl definitiven Beweis für Voreingenommenheit der Medien.“

Bitte den vollständigen Artikel lesen [In Englisch].