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Aufgebaute Projekte stützen und fortführen

13. Januar 2010

HonestReporting Media BackSpin, 13. Januar 2010

Alex Margolin, Redakteur für Soziale Medien bei HonestReporting, trägt gelegentlich mit Postings zum Thema bei. Er betreut HonestReporting bei Facebook.

AP machte diese Woche Schlagzeilen, weil sie einen Redakteur für Soziale Netzwerke eingestellt hatte, der die Kanäle für Soziale Medien nach News abgrasen soll. Offensichtlich hat AP erkannt, dass, neben anderen Seiten, Facebook, Twitter und YouTube bei der Verbreitung von Nachrichten nicht mehr ignoriert werden können. Es gibt einfach zu viele vitale Informationen, die durch diese Netze rauschen.

AP folgt damit dem Beispiel der New York Times, die ihren eigenen Redakteur für Soziale Medien im Mai 2009 eingestellt hatte. Aber News mitten aus der, Konversation’ rauszufischen bedeutet nur den Anfang. CNN und Huffington Post haben das Konzept schon weiterentwickelt, indem sie Lesern die Möglichkeit einräumen, eigene Beiträge direkt auf der Nachrichtenseite zu posten. Das ist okay – die Leser können Originalvideos in der Internetreporter-Rubrik meistens ohne Filter einstellen.

So, wie Zeitungen immer mehr Ressourcen ins Internet auslagern, schaffen andere Mainstream-Vertriebswege mehr Raum für zusätzliches Leserengagement. Der Grund dafür ist simpel: Die Menschen  unterstützen die Dinge, die sie mit aufgebaut haben. Wenn ein Leser seinen eigenen Artikel oder Video auf einer Webseite sieht, hat er Anteil am Erfolg der Seite. Wenn er in der Lage ist, seinen Standpunkt mit dem anderer zu koordinieren, hat er Grund, Leute zum Besuch der Webseite anzuregen.

Diese Form des Engagements beinhaltet ein weiteres wichtiges Element: Dank der Web 2.0-Technologie können sich Menschen zu einem gemeinsamen Zweck zusammenschließen, was in früheren Zeiten so nicht möglich war*. HonestReporting erfuhr dies aus erster Hand mit unserer erfolgreichen Facebook Group zugunsten der Golan-Bewohner.

Während die Gruppe immer mehr Zulauf bekam, wurde sie zum Zentrum der Aktivitäten rund um das Golan-Thema. Teilnehmer steuerten Fotos und Videos aus dem Golan bei, führten etliche Diskussionen über die Region und teilten ihre persönlichen Ansichten und Erfahrungen mit. Selbst wenn Facebook seine Politik den Golan-Bewohnern gegenüber nicht positiv verändert hätte, die Gruppe wäre ein pulsierender Treffpunkt für Leute mit einem Interesse am Golan geblieben.

Die Menschen, die am Aufbau der Gruppe mitgewirkt und sie zur Community ausgebaut hatten, besaßen mehr als ein vorübergehendes Interesse am Thema. Sie haben persönlichen Anteil am Erfolg der Gruppe.

Dank der Sozialen Medien können sich die Menschen vernehmbar machen wie niemals vorher. Und ihre Stimmen werden gehört – nicht nur von Millionen Usern dieser Quellen, sondern auch zunehmend von Konsumenten der Mainstream-Medien.

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*Sieht man einmal von Usenet ab, das aber auch nur relativ wenigen Teilnehmern zugänglich war und sich hauptsächlich auf den Wissenschaftsbetrieb konzentrierte [bd].