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Warum machen drusische Dorfbewohner im Libanon den Job der UNO?

13. August 2021

Emanuel Miller, HonestReporting, 9. August 2021

Zum ersten Mal seit dem Zweiten Libanon-Krieg (2006) hat die Hisbollah die Verantwortung für auf Israel geschossene Raketen übernommen. Am Freitag wurden 19 Raketen von vom Iran unterstützten Terrororganisationen geschossen.

Die Zahl hatte problemlos höher sein können.

Als drusische Bürger eines Dorfes im südlichen Libanon Hisbollah-Kämpfer ausmachten, umzingelten sie die Terroristen und vertrieben sie, wobei sie sie wütend beschuldigten aus einem zivilen Bereich heraus geschossen zu haben.

Der Libanon, der seit Jahren unter einer Wirtschaftskrise aufgrund von Korruption und iranischer Einmischung leidet, steht am Rande des Zusammenbruchs. Weit verbreitete Stromknappheit ist alltäglich und die Währung hat im Lauf des letzten Jahres beträchtlich an Wert verloren.

Das Letzte, was der Libanon braucht, ist ein Krieg mit Israel, aber die Hisbollah hat ein Arsenal von tausenden Raketen und hat gezeigt, dass er Israel angreifen kann.

UNIFIL, die UNO-Friedensschützer-Truppe in der Region, muss ihren Job tun und die Hisbollah davon abhalten den völligen Zusammenbruch des Landes herbeizuführen.

Weitere Informationen zu den Vereinten Nationen und warum ihnen nicht getraut werden kann den Frieden zu erhalten, finden Sie in den folgenden Quellen (auf Englisch):

UNIFIL: Nach 32 Jahren immer noch „interim“

31. August 2010

HonestReporting Media BackSpin, 31. August 2010

Der UN-Sicherheitsrat hat das UNIFIL-Mandat um ein weiteres Jahr verlängert.

Wie kann sich eine seit 32 Jahren bestehende Friedenstruppe als Interimslösung bezeichnen?

Geheimdiensteinschätzung zur libanesischen Flottille

23. Juni 2010

HonestReporting Media BackSpin, 23. Juni 2010

Das Intelligence and Terrorism Information Center (Malam) nahm eine Bewertung der beiden libanesischen Schiffe vor, die die nächste Gaza-Flottille bilden. Drei von Malams Schlüsselfunden sagen einiges aus über die Verstrickung der Hisbollah, die „Aktivisten“ an Bord und die unverantwortliche Haltung der libanesischen Regierung.

• Verantwortlich für die Verschickung der Schiffe sind libanesische Aktivisten niederen Ranges, die in der libanesischen Innenpolitik keine besondere Rolle spielen. Einige von ihnen gehören der (pro-syrischen) March 8 Alliance an, die Syrien und die Hisbollah unterstützt. Die beiden Gruppen hinter der Operation sind einzelne nicht organisierte Journalisten und Free Palestine Movement – zwei eher kleine Organisationen. Nach unserer Einschätzung wurden der Kauf der Schiffe und die Organisation der Flotte mit Unterstützung Syriens und der Hisbollah durchgeführt. Keiner will seine wahre Identität preisgeben.

Iman Tawil Sa’ad – ägyptischer Abstammung und verheiratet mit einem Libanesen, der die linksextreme und stark antisemitische Nasseristen-Organisation [benannt nach Nasser (bd)] in Sidon anführt. In einem Interview mit Al-Jazeera TV sagte sie: „wir gehen (nach Gaza) und ehrlich gesagt haben wir drei Optionen… […] entweder Märtyrertod, Inhaftierung, oder so Allah will, werden wir siegen und in Gaza eintreffen.“

Zum Abspielen des Videos bitte einfach nur auf die Abbildung klicken.

• Die libanesische Regierung möchte wegen der auslaufenen Schiffe keine Konfrontation riskieren und versucht deshalb, das Problem auf Zypern abzuwälzen (UNIFIL-Kräfte warnten die Regierung, dass die Erteilung einer Erlaubnis für die Schiffe die UNO-Resolution 1710 des Sicherheitsrates verletze). Die libanesische Regierung lehnte unter Verwendung verschiedener Ausreden das Ansinnen der Schiffe ab, in Tripolis vor Anker zu gehen (im nördlichen Libanon). Allein am 21. Juni gab der libanesische Transportminister Ghazi Al-Aridi seine Erlaubnis für die Abfahrt der beiden Schiffe von Tripolis nach Zypern. (Al-Nahar, 21. Juni 2010). Er sagte, dass die Fortsetzung der Fahrt von nun an von Zyperns Okay abhängig wäre. (Al-Nishra, 20. Juni 2010) zu lassen.

Lesen Sie bitte den vollständigen Malam-Report.

Al-Manar-Berichterstattung dient der Grenzausspähung durch die Hisbollah

7. Dezember 2009

HonestReporting Media BackSpin, 7. Dezember 2009

Die Hisbollah verwischte letztes Wochenende wieder einmal die Grenze zwischen ihrem so genannten „militärischen“ und dem „Medienflügel“ und setzte damit vermutlich westliche Korrespondenten vermehrtem Risiko aus.

Mehdi Kanso, Geheimdienstchef der Gruppe, der 2006 an der Verschleppung der IDF-Reservisten Ehud Goldwasser und Eldad Regev beteiligt gewesen war, wurde kürzlich dabei erwischt, wie er die israelisch-libanesische Grenze ausspionierte. Man geht allgemein nicht davon aus, dass die Hisbollah unmittelbar an der Grenze operiert – was also erzählte Kanso der UNIFIL-Patrouille? Dazu die Jerusalem Post:

Offensichtlich wurde Kanso gestattet, mit seinem Filmequipment  ins Grenzgebiet einzureisen, nachdem er der UNIFIL erzählt hatte, dass er für Al-Manar erbiete, den TV-Sender der Hisbollah.

Diese Tatsache konfrontiert das Committee to Protect Journalists (CPI) neuerlich mit einer Tatsache:  Es ist angemessen, vom CPJ zu erwarten, dass es Kanso zurechtweist, weil dessen Stunts andere Journalisten in Gefahr bringen. Aber 2006 prangerte die Gruppe idiotischerweise israelische Luftangriffe auf den Sendergebäudekomplex von Al-Manar an, als sie schrieb:

Auch wenn Al-Manar als  Propagandaplattform für die Hisbollah dienen dürfte, sieht es nach Beobachtung und Analyse seiner Berichterstattung durch das CPJ heute nicht danach aus, dass es irgendwie erkennbar einer militärischen Funktion dient.

Ein Kommentar in der Washington Times, auf den ich mehrmals verwiesen hatte, veranschaulicht die Fehler in der CPJ-Logik:

Wie aber das Finanzministerium klarstellte, geht es nicht um Al-Manars Rolle als Fernsehsender, sondern um seine unterstützende Rolle bei den Aktivitäten der Hisbollah, einer Organisation, die mehr Amerikaner ermordet hat als jede andere Terrorgruppe, Al Qaida ausgenommen.

„Jede Organisation, die von einer Terrorgruppe geführt wird – ob sie sich als Wohltätigkeitseinrichtung, Wirtschafts- oder Medienunternehmen tarnt – ist ebenso schuldig wie die Terrorgruppe selbst“, sagte Stuart Levey, Unterstaatssekretär im Finanzministerium und zuständig für die Verfolgung der Geldwäsche von Terrororganisationen.

Dazu passend: Terrorist Television