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Australischer Redakteur entschuldigt sich für Apartheid-Headline

13. Mai 2012

HonestReporting Media BackSpin, 13. Mai 2012

HonestReporting kritisierte ein besonders fieses Stück Journalismus der Wochenendausgabe des The Australian. Auch wenn das Blatt den einseitigen Inhalt des Artikels selbst nicht thematisierte hat sich der Redakteur wenigstens für die ursprünglich von ihm verfasste und ekelhafte Schlagzeile entschuldigt.

Dazu JTA:

Der Redakteur der australischen Wochenendausgabe des Australian entschuldigte sich bei der jüdischen Gemeinde für eine Schlagzeile, die Israel einer „grausamen Apartheid“ bezichtigt hatte.

Nick Cater, verantwortlicher Redakteur der Wochenendausgabe des großformatigen australischen Blattes, erklärte diese Woche, dass die Überschrift zu einem Artikel in der Ausgabe vom 5. Mai mit dem Titel „Leben unter der Wolke der grausamen Apartheid Israels“ so nicht veröffentlicht hätte werden dürfen.

Cater sagte gegenüber den ’Australian Jewish News’, dass der Vorfall wegen der „beleidigenden Natur“ der in der Überschrift verwendeten Worte „zutiefst peinlich“ sei.

Eine subtile und eine weniger subtile Botschaft

21. Juli 2009

HonestReporting Media BackSpin, 21. Juli 2009

Kürzlich demonstrierten Angehörige der Jerusalemer Charedim gegen eine umstrittene Entscheidung, während des jüdischen Sabbats einen Parkplatz in Betrieb zu halten und dagegen, wie die Polizei im Fall einer Frau der Glaubensgemeinschaft vorging, die beschuldigt wurde, ihren Sohn beinahe verhungern haben zu lassen.

Am Donnerstag schoss AFP-Fotograf Ahmad Gharabli dieses Foto eines Protestierenden.

Sein Untertitel ist deutlich genug:

Ein ultraorthodoxer Jude mit einer symbolischen Geste während Zusammenstößen mit israelischen Sicherheitskräften nach Demonstrationen gegen die Festnahme einer Frau, die wegen Kindesmissbrauchs festgenommen worden war (16. Juli 2009. Hunderte ultraorthodoxer Juden lieferten sich schwere Auseinandersetzungen mit der Polizei am dritten Protesttag gegen die ‚ungerechtfertigte’ Festnahme einer streng religiösen Frau und der Eröffnung eines Parkplatzes am Samstag, dem heiligen Ruhetag der Juden. AHMAD GHARABLI/AFP/Getty Images.

Schnell zum heutigen Tag, in dem das gleiche Foto in einem Bericht der Australian über die Meinungsverschiedenheiten zwischen den USA und Israel bezüglich Ostjerusalem erschien. Die Bildunterschrift sagt nicht einmal, um was es bei der Demonstration ging.

Ein ultraorthodoxer Jude mit eindeutiger Geste während Zusammenstößen mit israelischen Sicherheitskräften nach Demonstrationen in Jerusalem.

Australische Leser könnten also annehmen, dass dies ein Beispiel für israelischen Widerstand gegen die USA symbolisiert.

Dies ist nicht das erste Mal, dass wir Fotos registrieren, die keinerlei Bezug zur Geschichte haben. Letztes Jahr z.B. entfernte Sky News eine Fotomontage mit der Entschuldigung, dass sie automatisch eingefügt worden sei.

Warum also würde ein Redakteur eine Geschichte über jüdisches Leben in Ostjerusalem neben das Bild eines Charedim stellen, der den Stinkefinger zeigt? Welche subtile Botschaft übermittelt The Australian hier?

Australische Entschuldigung

20. Januar 2009

HonestReporting Media BackSpin, 20. Januar 2009

Melbournes Tageszeitung The Age hat sich dafür entschuldigt, Mchael Backmans Kommentar, Israel würde in Saus und Braus auf Kosten der USA leben, zu veröffentlichen.

Die Entschuldigung war online nicht auffindbar, aber Caroline Overington zitiert aus der Printausgabe:

Die Kolumne Michael Backmans mit der Überschrift Israel lebt in Saus und Braus auf Kosten der USA wurde irrtümlich veröffentlicht.

The Age billigt keinesfalls die Ansichten des Kolumnisten, entschuldigt sich für den Schmerz, den der Artikel vielen Lesern, besonders in der jüdischen Gemeinde, zugefügt hat, und bedauert die Veröffentlichung der Kolumne.

Unterdessen berichtet The Australian, dass die jüdische Gemeinde rechtliche Schritte gegen The Age erwägt.

Vic Alhadeff, Vorsitzender des jüdischen Abgeordnetenausschusses, sagte, dass legitime Kritik an Israel annehmbar sei, der Artikel aber „den fanatisch widerlichen Antisemitismus’“ widerspiegele und erschreckende Stereotypen fördere.

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Nur noch Heuchelei: Zur Lage der Menschenrechte

10. Dezember 2008

HonestReporting Media BackSpin, 10. Dezember 2008

Heute wird der 60. Jahrestag der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte gefeiert.

Ich war erleichtert, The Australian in beinahe jeder Hinsicht genauso desillusioniert zu sehen wie mich, was die Lage der Menschenrechte betrifft, die „ sich in leeren Worten und Heuchelei erschöpft“.

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