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The Age stellt israelische „Apartheid“ als Fakt hin

24. Juli 2012

HonestReporting Media BackSpin, 24. Juli 2012

Achten Sie einmal darauf, wie in einem Bericht der australischen Tageszeitung The Age der Terminus „Israelische Apartheid“ als selbstverständliche Tatsache eingebracht wird, ohne dass er in An- und Abführungszeichen verwendet wird:

Gegen 16 Protestler, die im Rahmen des CBD (Campaign of Boycotts, Divestment and Sanctions) gegen die israelische Apartheid in einem Melbourner Geschäftsviertel demonstrierten, wurde ein Großteil der Anklagen fallen gelassen….

Herr Garnett sagte, dass die Proteste von den Mitgliedern einer Koalition gegen die israelische Apartheid als Teil einer Kampagne von Boykott, Investitionsstopp und Sanktionen organisiert wurden, an denen Mitglieder einer sozialistischen Allianz beteiligt waren.

Dieses schäbige Stück „Journalismus“ trägt zur arglistigen Darstellung Israels als Apartheid-Staat bei. Es bräuchte nur ein paar An- und Abführungszeichen, um den Bericht richtig zu stellen….außer The Age sieht das anders.

The Age recycelt inszeniertes Foto

20. Juli 2011

HonestReporting Media BackSpin, 20. Juli 2011

Beiträge aus unserer Reihe „Zerschmetterte Fotolinsen“ zu tendenziösen Bildern konzentrieren sich darauf, wie die Nachrichtenagenturen Gitterstäbe in ihren Bildern benutzen, um das palästinensische Leidens-Narrativ und die Vorstellung davon zu befördern, dass die Palästinenser „Gefangene“ israelischer Brutalität seien.

Das beigestellte AFP/Getty Foto in einem Gastbeitrag der australischen Tageszeitung The Age kam uns sehr bekannt vor:

In der Tat war es exakt dieses Foto, das als Illustration dafür diente, wie Fotografen von Nachrichtenagenturen auf Kameraeinstellungen und Inszenierungstechniken zurückgreifen, um ein verzerrtes (und schlimmeres) Bild einer vorgefundenen Situation zeichnen. Indem wir eine Sequenz von Fotos aus der Szene zeigten, deckten wir auf, wie palästinensische Kinder in einem gestellten Fotoshooting hinter einem Eingangstor in Gaza positioniert worden waren, um den Eindruck eines Gefängnisses zu vermitteln.

Das Foto wurde inszeniert: Lesen Sie dazu Shattered Lens: Putting Palestinians Behind Bars, um die Entstehungsgeschichte zu verstehen.

Im Gastbeitrag bei The Age greift der Autor auf das Mittel zurück, Israel und den Konflikt mit den Palästinensern in rassischen Termini zu präsentieren, indem er auf Israel als „Staat, beruhend auf dem Prinzip der Rassenreinheit“ verweist sowie auf Gesetze, Wehrhaftigkeit und Propaganda, die darauf abzielen, die ’Reinheit’ eines rein jüdischen Staates“ zu schützen.

Israels jüdischer Charakter gilt als „Modell der Rassentrennung“, da die „Straßennutzung rassisch definiert ist“. Und dies trotz der Tatsache, dass israelische Araber in der Westbank die gleichen Straßennutzungsrechte haben wie jüdische Israelis.

Nun haben wir ein inszeniertes Foto und einen Rassismusvorwurf – dazu gedacht, die Apartheid-Analogie fortzuführen. The Age ist ziemlich tief gesunken.

Unantastbare Kolonialherren

30. Mai 2011

HonestReporting Media BackSpin, 30. Mai 2011

Der australische Karikaturist Bruce Petty, für The Age zeichnerisch tätig, denkt, dass es israelische Kolonialherren gäbe, die nur an billigen palästinensischen Arbeitskräften interessiert seien.


Memo an Petty: Warum Israel nicht auch des Organhandels bezichtigen?

P.S.: Auch die 67er Grenzen sind nicht so unantastbar.

Al-Manar, Australien und die „Flügel“-Idiotie

5. August 2009

HonestReporting Media BackSpin, 5. August 2009

Hisbollahs Fernsehsender Al-Manar bekam die Erlaubnis, in Australien zu senden. Wie The Age berichtet, ist dies ein besonders deutliches Beispiel für die wahnwitzige Unterscheidung zwischen so genannten militärischen und politischen Flügeln in der Terrororganisation.

Die Hisbollah, ein militante libanesische Moslempartei, wird in den Vereinigten Staaten als Terrororganisation verboten, aber nur ihr bewaffneter Flügel wird in Australien geächtet. Ihre Fernsehprogramme befürworten Selbstmordanschläge, fordern Israels Vernichtung und bezeichnen Juden als Abkommen von Affen und Schweinen.

Warum darf ein derart ekelerregendes Programm in Down Under gesendet werden? Weil die australische Kommunikations- und Medienaufsichtsbehörde (ACMA) Al-Manar nur bei Verstößen gegen die eng gesteckten Antiterrorgesetze beobachtet. ACMA in einem Statement: 

Der Standard in der Terrorbekämpfung verbietet die Ausstrahlung von Programmen, die halbwegs dazu dienen, Personen zu rekrutieren und zum Beitritt zu veranlassen, sich an Aktivitäten von Terrororganisationen zu beteiligen oder für sie neue Mitglieder anzuwerben. 

Während die ACMA in manchen Programminhalten Hinweise auf eine ausgewiesene Terrororganisation (Hisbollah) fand, gab es keinen Inhalt, der halbwegs dazu diente, auf direktem Weg Mitglieder anzuwerben sie zu Aktivitäten bei der Hisbollah aufzufordern oder Geld für sie zu beschaffen (oder dabei behilflich zu sein). Als Folge davon wurde kein Bruch des Antiterror-Standards festgestellt.

Was die australischen Unterscheidungen noch idiotischer macht ist der Umstand, dass die Hisbollah selbst nicht zwischen zwei „Flügeln“ unterscheidet. Naim Qassem, die Nr. 2 hinter Nasrallah, freimütig gegenüber der LA Times

„Alle politische, soziale und Jihad-Aktivität ist an die Entscheidung der Führung gebunden“, so Qassem. “Dieselbe Führung, die die parlamentarische und regierungsamtliche Arbeit führt, leitet auch die Jihad-Aktionen im Kampf gegen Israel.“

Die Wahrheit kommt ans Licht: Hamas-Verbrechen

2. Februar 2009

HonestReporting Media BackSpin, 2. Februar 2009

Palästinensische Gefangene berichteten israelischen Verhörbeamten von schweren Misshandlungen der Hamas. Unter den Bekräftigungen, die von der Jerusalem Post aufgeführt wurden:

• Schulen als Abschusseinrichtungen benutzt

• Missbrauch von Lebensmittelkarten, um Menschen zu ködern und Ausschluss für die, die sich weigerten.

• Humanitäre Hilfe gewaltsam in Besitz gebracht und gewinnbringend verkauft.

• Zivilsten erschossen, die als Ziel wegen ihrer Hauslage dienten und sich dagegen wehrten.

• Kinder benutzten, um Waffen in ihren Häusern zu lagern und IDF-Aktivitäten in der Kampfzone auszuspähen.

• Politische Gegner foltern.

Die Lügen und falschen Darstellungen wurden vorhergesagt; aber die Berichterstattung von Globe & Mail, BBC, dem Spiegel und The Age sagen letztendlich alles über die Wahrheit in Gaza aus.

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Postskriptum zum Melbourne-Kuddelmuddel

25. Januar 2009

HonestReporting Media BackSpin, 25. Januar 2009

Via Caroline Overington entschuldigte sich Michael Backman bei den australischen Juden für seine letzten Tiraden in The Age.

Unterdessen erklärt Crikey die Panne, die zu diesem peinlichen Aussetzer führte, der im Wirtschaftsteil des Melbourner Blattes veröffentlicht worden war.

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Australische Entschuldigung

20. Januar 2009

HonestReporting Media BackSpin, 20. Januar 2009

Melbournes Tageszeitung The Age hat sich dafür entschuldigt, Mchael Backmans Kommentar, Israel würde in Saus und Braus auf Kosten der USA leben, zu veröffentlichen.

Die Entschuldigung war online nicht auffindbar, aber Caroline Overington zitiert aus der Printausgabe:

Die Kolumne Michael Backmans mit der Überschrift Israel lebt in Saus und Braus auf Kosten der USA wurde irrtümlich veröffentlicht.

The Age billigt keinesfalls die Ansichten des Kolumnisten, entschuldigt sich für den Schmerz, den der Artikel vielen Lesern, besonders in der jüdischen Gemeinde, zugefügt hat, und bedauert die Veröffentlichung der Kolumne.

Unterdessen berichtet The Australian, dass die jüdische Gemeinde rechtliche Schritte gegen The Age erwägt.

Vic Alhadeff, Vorsitzender des jüdischen Abgeordnetenausschusses, sagte, dass legitime Kritik an Israel annehmbar sei, der Artikel aber „den fanatisch widerlichen Antisemitismus’“ widerspiegele und erschreckende Stereotypen fördere.

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Verleumdungen okay im „Kontext zionistischer Verbrechen“

25. August 2008

honestreporting Media BackSpin, 25. August 2008

Roland Jabbour, der Vorsitzende des Australian Arabic Council, trat ins Fettnäpfchen, als er Al-Manar-Ausstrahlungen in Down Under rechtfertigte. Jabbour im Gespräch mit The Age:

Er sagte, dass er die Juden nicht als Abkömmlinge von Affen und Schweinen bezeichnen würde, aber im Kontext „der Verbrechen des Staates Israel“ war es angemessen von Al-Manar, so zu agieren und israelische Rabbis als Mörder christlicher Kinder zu porträtieren, die deren Blut für das Passah-Mahl verwenden.

Der Hisbollah-Sender Al-Manar hat kürzlich einen indonesischen Satelliten gemietet, um in Australien, China und Südostasien senden zu können. Australien will diese Aktivitäten verhindern.

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Australien will Al-Manar blockieren

21. August 2008

honestreporting Media BackSpin, 21. August 2008

Australien versucht, Al-Manar-Ausstrahlungen aus Indonesien zu blockieren. Exzellente und abgerundete Berichterstattung in The Age. Empfehlenswert auch Andrew Bolts Beitrag, der einige der gewalttätigen Videos aus dem Kinderprogramm (!) von Al-Manar postete.

Die Washington Times erklärt, warum hartes Durchgreifen gegen Al-Manar nicht dem Recht auf freie Meinungsäußerung widerspricht:

…es geht nicht um Al-Manars Rolle als Fernsehsender sondern um seine unterstützende Rolle bei den Aktivitäten der Hisbollah, einer Organisation, die mehr Amerikaner ermordet hat als jede andere Terrorgruppe, Al Qaida ausgenommen.

„Jede Organisation, die von einer Terrorgruppe geführt wird – ob sie sich als Wohltätigkeitseinrichtung, Wirtschafts- oder Medienunternehmen ausgibt – ist ebenso schuldig wie die Terrorgruppe selbst“, sagte Stuart Levey, Unterstaatssekretär im Finanzministerium und zuständig für die Verfolgung der Geldwäsche von Terrororganisationen.

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