Posted tagged ‘Terroristen’

CNN hat Schwierigkeiten mit „Mörder“ und „Terrorist“

15. März 2016

Zahava Raymond, HonestReporting, 9. März 2016

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Vor einer Woche gab es eine Häufung palästinensischer Terroranschläge im ganzen Land, bei denen ein amerikanischer Tourist ermordet und rund 15 Menschen verletzt wurden, einige davon schwer. Drei palästinensische Terroristen wurden getötet, bevor sie Unschuldigen weiteren Schaden zufügen konnten.

Dies führte zu einigen irreführenden Schlagzeilen, über die wir berichtet haben.

CNN wollte sich nicht ausstechen lassen und spielte seine Rolle mit diesem Beitrag:

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Warum die Anführungszeichen? Was ist daran denn derart zweifelhaft, dass CNN einen Terroristen nicht Terrorist nennen kann? Warum das Zögern, wenn es darum geht, palästinensischen Terroristen die Verantwortung zu geben? Wenn so etwas in einem beliebigen anderen Land passiert, wird nicht gezögert, Terroristen und Terroranschläge als das zu bezeichnen, was sie sind. Aber wenn die Opfer israelische Juden sind, dann scheinen diese „geringere“ Opfer zu sein als die Bürger anderer Länder.

Die unpassenden Anführungszeichen sah man aber nicht nur in der Schlagzeile. Im Artikel selbst steht:

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CNN war also in der Lage, über die Tatsache zu berichten, dass zehn Menschen zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht wurden, aber das Wort „ermordet“ schien ihnen anscheinend zu stark oder subjektiv, so dass sie auf Anführungszeichen zurückgriffen. Warum war es nötig, Maßnahmen zu ergreifen, damit man nicht die unverleugbare Tatsache erwähnen musste, dass der amerikanische Tourist Taylor Force von einem palästinensischen Terroristen ermordet wurde?

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Erst später brachte CNN Rosenfelds Tweet in ganzer Länge und entfernte die Anführungszeichen aus der Schlagzeile — obwohl dort „israelischer Terroranschlag“ steht. Palästinensischer Terroranschlag wäre zutreffender.

Tränen vor Terror

13. Juli 2015

Yarden Frankl, HonestReporting, 6. Juli 2015

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Welche Worte oder Emotionen kommen einem bei folgendem Bild in den Sinn?

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Das ist das Begleitbild, welches die New York Times für eine Story über den Tod von Muhammad Hani al-Kasba verwendete, einem palästinensischen Teenager, der Steinbrocken auf ein IDF-Fahrzeug schleuderte. Er ignorierte Warnschüsse und machte weiter, und dann wurde er von den Soldaten in jenem Fahrzeug erschossen. Im Artikel wird er einfach als „Teenager“ beschrieben. Wir haben schon vorher darüber berichtet, wie die New York Times durch ihre Schlagzeile dem Vorfall allen bedeutsamen Inhalts beraubte („Israelische Streitkräfte töten palästinensischen Teenager im Westjordanland“).

Jeder, der den Artikel über einen palästinensischen „Teenager“ liest, der von israelischen Soldaten erschossen wurde, und dann ein Bild von dessen Familie sieht, die bei seinem Begräbnis weint, wird ein gewisses Maß an Sympathie empfinden.

Seht euch jetzt das folgende Bild an:

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Dieses Bild und weitere Bilder sind ans Tageslicht gekommen und zeigen, dass al-Kasba nicht einfach ein unschuldiger Teenager war. Laut Israellycool wurden diese Bilder von seinen Freunden gepostet und sind im Internet weithin verfügbar. Mit anderen Worten: Es wäre der New York Times bestimmt nicht schwergefallen, ein Bild zu finden, das die wahre Natur dieses Mannes zeigt, selbst wenn sie ein solches Bild nicht abgedruckt hätte. Die Leser hätten auf jeden Fall einen ganz anderen Eindruck von dem Vorfall gehabt, hätten sie dieses Bild gesehen.

Statt dessen druckt die New York Times ein Bild seiner Familie. Zusammen mit der Schlagzeile ist der Artikel insgesamt irreführender, als dass er die Wahrheit berichtet.

Terroristen als Redakteure

15. Januar 2015

Yarden Frankl, HonestReporting, 15. Januar 2014 / Übs.: YdW

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Gab es bei der New York Times die Entscheidung, Terroristen zu Redakteuren zu erheben?

Laut Margaret Sullivan, ihres Zeichens Public Editor der Times, sah das Blatt aufgrund der Gewaltandrohungen von der Veröffentlichung des aktuellen Charlie-Hebdo-Titelbilds ab, auf dem ein Bild des Propheten Mohammed zu sehen ist, der den jüngsten Terroranschlag beweint.

Einige der älteren Hebdo-Cartoons sind tatsächlich geschmacklos und beleidigend, und man könnte zu Recht sagen, sie abzudrucken hätte keinen „Nachrichten“-Wert. Aber die „Überlebenden“-Ausgabe, die in nur einer Woche von der kleinen Gruppe überlebender Hebdo-Macher produziert wurde, verkaufte sich weltweit millionenfach. Einige Länder haben sie verboten und versucht, alle im jeweiligen Land befindlichen Exemplare zu lokalisieren und aus dem Verkehr zu ziehen.

Das macht es nachrichtenwürdig. Man kann sich nicht mehr hinter der Ansicht verstecken, dieses Titelblatt diene keinem anderen Zweck außer zu beleidigen und ins Lächerliche zu ziehen.

Viele andere Nachrichtenorganisationen haben es veröffentlicht.

Nicht aber die Times.

Sullivan schreibt:

Herr Baquet (Chefredakteur der Times) traf eine schwere Entscheidung, die auch die Sicherheit der Times-Mitarbeiter betrifft, einschließlich derjenigen im internationalen Einsatz. (Diese Bedenken sind nicht von der Hand zu weisen; erst vor einigen Tagen wurde das Büro einer deutschen Zeitung mit einem Brandsatz beworfen, nachdem diese nach dem Anschlag die Cartoons druckte, und jetzt gibt es neuerliche Bedenken über weitere Vergeltungsschläge.)

In Ordnung. Nach dem Pariser Massaker müssen Medienorganisationen an die Sicherheit ihrer Mitarbeiter denken. Aber das sollte bedeuten, dass sie Wege ersinnen, wie sie ihre Mitarbeiter schützen können. Einfach nur einige Nachrichten wegen Gewaltandrohungen wegzulassen unterläuft ihre Glaubwürdigkeit.

Sagt die Times, dass sie einfach von der Veröffentlichung bestimmter Nachrichten Abstand nimmt, sobald jemand mit Gewalt droht? Wo ist hier die Grenze? Ist das der Grund für die durchgängig antiisralische Haltung der Times? Denn würde sie Ausgewogenheit zeigen, würde das die andere Seite, die zu Gewalt greifen könnte, in Rage bringen?

Die Times zählt zu den einflussreichsten Nachrichtenorganisationen der Welt. Aber jetzt ist klar geworden, dass man ihr nicht trauen kann, dass sie die Nachrichten fair und objektiv darstellt – denn sie hat Terroristen gestattet, ihr den Inhalt ihrer Seiten zu diktieren.

Und sie steht da nicht allein da. Schauen Sie, wie ängstlich diese Sky-News-Moderatorin wird, als ein überlebendes Charlie-Hebdo-Redaktionsmitglied bei einem Interview das Titelblatt ins Bild zu halten versucht. Sie hat Angst, Zuschauer zu beleidigen. Ich finde jedoch kein einziges Beispiel dafür, dass sie bei Inhalten zum Thema Israel je in Panik geraten wäre, weil proisraelische Zuschauer vielleicht beleidigt sein könnten.

Wenn Medien Terroristen zum Redakteur erheben, kann man sich nicht mehr auf ihre Worte verlassen.

„Smoking Gun“-Fotos von der Mavi Marmara?

2. Juni 2011

Peach Benson, HonestReporting Media Backspin, 2. Juni 2011

Hier finden wir eine neue Bedeutung für „Smoking Gun“-Fotos. Die israelische Marine hat Fotos in die Hand bekommen, die auf der Mavi Marmara von IHH-„Menschenrechtsaktivisten“ mit Waffen in den Händen gemacht wurden. YNetNews berichtet:

Kürzlich von der Marine erworbene Fotos zeigen eine Waffe, die von der Schulter eines der IHH-Mitglieder hängt. Ein weiteres Foto zeigt eine Schusswaffe. Es ist bisher nicht klar, wer die Fotos machte. Eines der Bilder soll die Knesset-Abgeordnete Hanin Zoabi zeigen, die an der Flottille teilnahm, wie sie direkt neben einem bewaffneten Aktivisten steht…

Quellen bei der Marine konnten nicht erklären, warum man die Fotos erst vor kurzem erhielt.

„Ein Foto von Schusswaffen tragenden Aktivisten ist hundert Zeugenaussagen von Kombattanten wert“, sagte ein Militär. „Das ist ein PR-Aktivposten von höchstem Wert.“

Es ist kein Geheimnis, dass diese Leute auf Waffen und Kameras stehen. Letztes Jahr trugen Türken eines anderen Free Gaza-Konvois, der den Strip auf dem Landweg erreichte, zusammen mit ihren Kumpeln vom Islamischen Jihad dick auf. Souvenirfotos wie dieses waren ziemlich peinlich.

Ich würde diese neuen Mavi Marmara-Fotos wirklich gerne sehen und herausfinden, woher sie kommen. Wenn sie echt sind, dann würde ihre Veröffentlichung ein Loch in die Glaubwürdigkeit der IHH schlagen, zu einem Thema der Wahlen am 12. Juni in der Türkei werden und hoffentlich Israel helfen, die nächste Flottille zu abzuwenden.

Sonderbericht: Flotillengefecht entfacht antiisraelische Welle

31. Mai 2010

HonestReporting Media BackSpin, 31. Mai 2010

Werden die Medien sorgfältig und fair berichten, wenn antiisraelische Aktivisten gewaltsam eine Marineaktion der IDF mit tragischem Ergebnis herbeiführen?

Dazu der neue Sonderbericht von HonestReporting (mit Videoaufnahmen; in Englisch): Flotilla Battle Unleashes Anti-Israel Wave

Verpfuschte Schlagzeile des Tages

28. Dezember 2009

HonestReporting Media BackSpin, 28. Dezember 2009

Diese AP-Schlagzeile verkündet Folgendes:

3 Fatah-Aktivisten bei israelischer Razzia getötet

Man muss den Artikel schon lesen, um mehr zu erfahren:

Die drei am Samstag getöteten Männer wurden als Mitglieder der Al Aqsa Martyrer-Brigaden identifiziert, dem militärischen Flügel der Fatah, einer Gruppe, die während des zweiten palästinensischen Aufstandes, der 2000 ausbrach, für viele Erschießungen verantwortlich war. Anan Attireh, stellvertretender Verwaltungschef von Nablus, sagte, dass einer der Männer – Anan Subeh – in Israels Amnestieprogramm für Fatah-Bewaffnete aufgenommen worden sei, während zwei andere, Ghassan Abu Sharah und Raed Suragji, noch immer auf Israels Fahndungsliste stehen.

Die meisten Fatah-Bewaffneten sind tot, sitzen im Gefängnis oder haben sich von der Gruppe gelöst, aber diejenigen, die aktiv bleiben, haben Rache geschworen.

Sie waren lediglich „Aktivisten“ in dem Sinne, dass sie immer noch aktiv dabei waren, Anschläge auf Israelis auszuführen, bevor die Armee sie schnappte.

Gedanken zu Israels Luftangriffen

28. Dezember 2008

honestreporting.com Media BackSpin, 28. Dezember 2008

Seit Monaten hat Israel Informationen zu den wichtigen Stellen der Hamas im Gazastreifen gesammelt, um größtmögliche Punktgenauigkeit zu schaffen. In der ersten Welle warf die Luftwaffe mehr als 100 t Bomben auf eine der am dichtesten besiedelte Gegenden der Welt – und die Angriffe sind weitgehend präzise gewesen. AFP schreibt:

Sanitäter sagen, dass Zivilisten getroffen wurden, aber die Mehrzahl der Opfer scheinen Mitglieder der Hamas zu sein, die von Israel und dem Westen als Terror-Organisation gebrandmarkt wurde.

So bedauerlich Kollateralschäden sind, scheinen zivile Verluste doch minimal zu sein. Dieser Auszug aus der TIMES of London fasst die Lage zusammen:

Eine perfekt gezielte Rakete vernichtete die von der Hamas kontrollierte Polizeistation in Rafah. Aber das Gebäude nebenan war eine Schule und einige Schüler waren auf der Straße, als eine riesige Explosion Munitionssplitter und Betonbrocken in alle Richtungen fliegen ließ.

Quintessenz: Die Hamas und ihre Terror-Helfer müssen die Verantwortung für die Stationierung der Raketenwerfer, Trainingszentren usw. in und um zivile Bereiche übernehmen.