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Die Kamera lügt nicht, aber wie sieht es mit der Bildunterschrift aus?

11. Februar 2010

HonestReporting Media BackSpin, 11. Februar 2010

Ein Israeli und ein Palästinenser im Handgemenge bei Ausschreitungen – direkt vor den Objektiven von AP– und Reuters-Fotografen. Wie aber Elder of Ziyon herausstellt, unterscheiden sich die Bildunterschriften erheblich. Der Israeli hat den Palästinenser im Schwitzkasten.

Reuters:


Ein israelischer Undercover-Polizist (rechts) ringt mit einem palästinensischen Jugendlichen, der des Steinewerfens verdächtigt wird; er versucht, ihn während der Unruhen am 9. Februar 2010 im Flüchtlingslager Shuafat nahe Jerusalem festzunehmen. Zwischen palästinensischen Steinewerfern und der israelischen Polizei kam es zu Zusammenstößen, als diese ins Flüchtlingslager eindrang, wie ein Reuters-Mitarbeiter am Dienstag angab. (REUTERS/Ammar Awad)

Und hier AP:


Ein palästinensischer Aufrührer versucht, bei Unruhen im Flüchtlingslager Shuafat am 9. Februar 2010 in Ostjerusalem, einem israelischen Polizeibeamten in Zivil die Waffe zu entwenden.
Zwischen Palästinensern und israelischen Sicherheitskräften war es zu Zusammenstößen gekommen, nachdem eine Festnahmeaktion am Tag zuvor Unruhen ausgelöst hatte. (AP-Foto/Bernat Armangue)

Die Bildunterschriften bei Daylife enthielten keine Fotografennamen. Ich nahm sie von Yahoo-Links (1 und 2).

Genau genommen widersprechen sich die beiden Untertitel nicht. Kompliment diesmal aber an Bernat Armangue, der sich die Mühe machte, den Kontext näher zu beschreiben.

Elder of Ziyon zeigt mit seinen Bildern aus Shuafat, warum Steinewerfen alles andere als harmlos ist.

Palästinenser stimmen mit ihren Füßen ab

11. Dezember 2008

HonestReporting Media BackSpin, 11. Dezember 2008

Die Washington Post stellt fest, dass die Palästinenser aus Ostjerusalem in jüdische Viertel ziehen, die es gewohnt sind, als „Siedlungen“ abgestempelt zu werden.

Viele der 250.000 Palästinenser, die Einwohner Ostjerusalems, aber nicht israelische Staatsbürger sind, machen sich Sorgen, dass sie sowohl den Zugang zu israelischen Services wie medizinische Versorgung als auch zu sozialen Diensten verlieren , wenn ihre Viertel Teil eines Palästinenserstaates werden sollten. Eine wachsende Zahl zieht in überwiegend jüdische Stadtteile wie French Hill (Giv’at Shapira) oder Pisgat Zeev um – Bezirke, die palästinensische Offizielle als illegale israelische Siedlungen bezeichnen….

Natshe sagte, dass viele dieser Familien es vorziehen würden, in überwiegend arabische Stadtteile wie Beit Hanina (26.000 Einwohner) oder Shuafat (36.000) umzuziehen, die sich beide auf israelischer Seite der Absperrung befinden – ein Teil von Shuafat ausgenommen. Aber auf diesen Arealen ist praktisch kein Wohnungsbau finanzierbar. Die Preise sind so angestiegen, dass es preiswerter ist, im benachbartem Pisgat Zeev zur Miete zu wohnen oder eine Wohnung zu kaufen, wo ein Dreizimmerapartment für 1000 Dollar monatlich zu haben ist. Eine entsprechende Wohnung in Beit Hanina käme auf mindestens 1.400 Dollar.

Und The Media Line berichtete kürzlich, dass Scheich Muhammad Hussein, Großmufti der PA, eine religiöse Anordnung erließ, die Ankauf oder Miete in jüdischen Stadtteilen untersagt.

Wenn Sie also immer noch manchen Medienberichten Glauben schenken, die auf das Gespenst „Israelische Diskriminierung“ abheben, bedenken Sie bitte Folgendes:

• Die Palästinenser würden sich keinen Umzugsstress zumuten, wenn israelische Gesundheits-, Arbeits-, Ausbildungs- und Sozialleistungen nicht so wichtig für sie wären.

• Hätten die Palästinenser ihr Stimmrecht bei den Kommunalwahlen genutzt, wäre in den arabischen Vierteln sicher mehr Wohnungsbau realisierbar.

• Palästinenser, die in überwiegend jüdische Viertel umziehen, unterstützen das Argument, dass Juden und Araber überall in Jerusalem wohnen können. Was sagt dies über andere kommunale Initiativen zu Wohnungsbau und Verkehrwesen aus?

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