Posted tagged ‘Rotes Kreuz’

Medien-Spickzettel für die letzten beiden Tage

27. Oktober 2011

HonestReporting Media BackSpin, 27. Oktober 2011

Friedensprozess

• Botschafter Michael Oren diskutiert neueste Themen bei Christian Science Monitor. Sehen Sie seine Einschätzung zum Gilad Shalit-Gefangenenaustausch, dem Arabischen Frühling und einer palästinensischen Eigenstaatlichkeit. Letzteres Thema im Video unten.

• Abbas fordert eine groß angelegte Freilassungsaktion von Gefangenen als Voraussetzung für Friedensgespräche. The Daily Telegraph erklärt:

Zum Äußersten entschlossen, sich Zugeständnisse abzuringen, hat Abbas Israel an ein Versprechen des ehemaligen Premierministers Ehud Olmert erinnert, damit jedem Gefangenenaustausch mit der Hamas eine ähnliche Vereinbarung mit der Fatah folgen solle. Ahmad Tibi, arabischstämmiges Mitglied der Knesset mit engen Verbindungen zu palästinensischen Offiziellen, sagte, dass Abbas nun keine andere Wahl habe als die Erfüllung der Vereinbarung mit Olmert als Bedingung für neue Verhandlungen zu machen.

Offenbar scheint die israelische Regierung anzudeuten, dass sie gegen jegliche Zugeständnisse an Abbas sei – in der Absicht, ihn wegen seines Antrags auf palästinensische Eigenstaatlichkeit in der UNO zu bestrafen.

• Die israelische Polizei schließt Büros der Hamas und PFLP in Ostjerusalem. Vielleicht werden diese dann das Büro des Roten Kreuzes in Beschlag nehmen.

• Einige J-Street-Aktivisten konnten im Delaware News-Journal einen Gastbeitrag einstellen, in dem sie israelische Bauvorhaben im Jerusalemer Viertel Givat HaMatos scharf verurteilen. Über die politische Klugheit der Entscheidung zu diskutieren, ist eine Sache, aber speziell ein Satz klingt besonders hohl:

….wenn gebaut werden würde, dürfte dies den Entwurf von angrenzenden und somit realisierbaren Grenzen des palästinensischen Staates sehr schwierig gestalten.

Es handelt sich hier um eine hochgespielte Schlagzeile, wie man sie schon im Zusammenhang mit anderen Stadtteilen Jerusalems beobachten konnte, vor allem einem als E-1 bekannten 272-Hektar großen Areal. Gibt es ein Viertel, das nicht Dreh- und Angelpunkt für territoriale Ansprüche der Palästinenser ist?

Arabischer Frühling

• John Spooners Karikatur in The Age (Melbourne) ist sicher satirisch gemeint – die Araber geben Israel die Schuld für alles. Trotz der Ausgefallenheit glauben einige Idioten leider tatsächlich diesen Quatsch. Tumbs up für Spooner.


Man kann allerdings auch auf die zionistische Verschwörungstheorie verzichten. Der Gaddafi-Clan will juristisch gegen die NATO vorgehen.

Weitere Beiträge hier und hier [In Englisch].

Stellen Sie sich die Schlagzeilen vor, wenn Israel beteiligt wäre

7. März 2010

HonestReporting Media BackSpin, 7. März 2010

Schnipsel aus Maan News:

Quellen in Gaza berichteten über die Beschlagnahme von Rotkreuz-Akten, Computern und anderen Ausrüstungsgegenständen, als die de facto-Regierungsangestellten am Donnerstag in das Hauptquartier der Organisation in Gaza Stadt eindrangen.

Die Welt verurteilt Israelis selbst dann schon, wenn ein IDF-Soldat in Richtung einer palästinensischen medizinischen Einrichtung niest. Nun, da die Hamas das Hauptquartier des Roten Kreuzes überfallen und alles weggekarrt hat, würde ich gerne ein Zeichen der Empörung von NGO’s wie Rotes Kreuz, Ärzte ohne Grenzen und einem ihrer internationaler Geldgeber vernehmen.

Es ist genau das Gleiche wie bei der schlimmen Situation, in der sich Paul Martin befindet. Der britische Journalist wird noch immer von der Hamas gefangen gehalten, aber die Nachrichtenmedien und Journalistenorganisationen, die sich eigentlich lautstark für einen der ihren einsetzten sollten, bleiben merkwürdig ruhig.

Warum diese beängstigende Stille, wenn die Hamas einen Journalist gefangenen hält und das Rote Kreuz buchstäblich komplett ausraubt? Können Sie sich die Schlagzeilen vorstellen, wenn Israel dies täte?

1.089 Tage danach….

18. Juni 2009

HonestReporting Media BackSpin, 18. Juni 2009

Ich kann mir schlecht vorstellen, dass Gilad Shalits Leid angesichts der Umwälzungen im Iran viel Beachtung findet – Dank aber an das Rote Kreuz, weil es sich darum kümmerte, dass Shalits schlimme Situation nicht übersehen wird.

Nach Jimmy Carters Treffen mit Hamas-Führern in Gaza bekräftigt diese Stellungnahme des Roten Kreuzes die Tatsache, dass der Hilfsorganisation und Familie Shalit weiterhin jeder Kontakt mit dem Gefangenen untersagt worden ist – eine Verletzung des Internationalen Humanitären Rechts.

Bis zum heutigen Tag sind 1.089 Tage vergangen, seit Shalit entführt wurde.

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