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Landverkauf an Araber und Juden

14. Dezember 2014

Yarden Frankl, HonestReporting, 8. Dezember 2014

Reuters schreibt darüber, wie viele Araber in hauptsächlich jüdischen Vierteln in Jerusalem leben. Natürlich beschreiben sie die Orte nicht einfach so. Stattdessen nennt Reuters sie „Jüdische Siedlungen im besetzten Ost-Jerusalem“. Der Artikel erwähnt auch, dass letztens einige Araber diese Viertel wegen der „Welle der Gewalt“ verlassen haben, gerade so, als seien die derzeitigen terroristischen Attacken gegen Araber und nicht gegen Juden gerichtet.

Aber der vielleicht schlimmste Teil des Artikels handelt von einer jüdischen Hausbesitzerin, die sich weigerte, ihr Land an einen Araber zu verkaufen. Später war der Araber in der Lage das Land zu kaufen, indem er einfach einen jüdischen Vermittler beauftragte.

Nicht angesprochen wurde, dass es unter der Herrschaft der palästinensischen Verwaltung illegal ist und mit Schwerstarbeit oder sogar dem Tod bestraft wird, wenn ein Araber einem Juden Land verkauft. Nach einem Bericht der Times of Israel:

„Als Reaktion auf die bekannt gewordenen Verkäufe palästinensischer Häuser an jüdische Organisationen in Ost-Jerusalem hat der Präsident der palästinensischen Selbstverwaltung, Mahmoud Abbas, das Strafmaß für die Bürger verschärft, die Land an Israelis verkaufen.

Laut der offiziellen palästinensischen Nachrichtenagentur Wafa, ordnete Abbas am Montag die Strafe der lebenslänglichen Schwerarbeit für „jeden, der Teile des Landes an einen feindlichen Staat oder einem seiner Subjekte vermietet oder verkauft.“

„Jene, deren kranke Seele es erlaubt ihr Land zu verkaufen oder die einen solchen Verkauf an den Feind des palästinensischen Volkes ermöglichen, sind eine Bande von Verrätern an ihrer Nation und Religion“, sagte Fatah-Sprecher Osama al-Qawasmi in seiner Stellungnahme, die von Wafa veröffentlicht wurde. „Sie haben Schande und Verachtung über sich in dieser und in der jenseitigen Welt gebracht.“

Man sollte eher sterben als seine Ehre zu verkaufen und die heiligste Erde der Welt, die durch die Geschichte vom Blut der Propheten und Märtyrer getränkt wurde, zu verraten“, fügte er hinzu. „Diese Verräter sind dazu bestimmt einen schmachvollen Tod zu sterben.“

Statt seinen Lesern von diesem extremen und rassistischen Gesetz zu berichten, malt Reuters ein Bild jüdischen Rassismus auf Grund einer Anekdote.

Jede Gesellschaft hat ihre unschöne rassistische Seite. Aber die Medien ignorieren den institutionalisierten Rassismus der palästinensischen Selbstverwaltung und benutzen stattdessen ein einziges Beispiel, um eine ganze Gesellschaft als fehlgeleitet darzustellen. Vor allem wenn der Artikel feststellt, dass viele Araber in diesen Vierteln leben.

Wenn der jüdische Rassismus so verbreitet ist, warum kaufen die arabischen Hausbesitzer vor allem dort Land?

Diktiert die PLO Reuters die Informationen?

30. November 2014

Pesach Benson, HonestReporting, 12. November 2014

Vor einigen Tagen warnte die PLO Auslands-Reporter davor den Begriff „Tempelberg“ zu benutzen, wenn sie über Jerusalems Heiligtum berichteten.

Der Hintergrund für diese Aussage ist, dass der Tempelberg im besetzten Gebiet liegt und jeder andere Hinweis auf den Ort der anders lautet als „Edles Heiligtum“ (Haram al-Sharif auf Arabisch) würde den palästinensisch/muslimischen Anspruch darauf verletzen.

Der Ort wird Tempelberg (Hebräisch: Har ha Bayit) genannt, weil dort der Tempel Salomons und der des Herodes stand. Juden (und Christen) kannten den Ort unter diesem Namen tausende Jahre bevor eine grüne Linie durch die heilige Stadt gezogen wurde.

Doch jetzt sagt die PLO, dass „Tempelberg“ ein ungenauer und politisierter Name sei.

So frage ich mich, ob dieser von Reuters Korrespondent Jeffrey Heller geschriebene Schnipsel die Sicht der Palästinenser übernimmt oder ob es lediglich schlampig geschrieben wurde.

Angesichts der Warnung der PLO an die Journalisten fangen meine Antennen an zucken.

Das neuerliche Blutvergießen wurde durch die Spannungen über den Zugang zum israelisch kontrollierten heiligsten Ort Jerusalems, von den Muslimen Edles Heiligtum genannt, wo die Al Aqsa Moschee steht und von den Juden als der Berg bezeichnet, auf dem einst die biblischen Tempel standen, ausgelöst.

Wenn die Auslandspresse nun beginnt, den Ort mit der englischen Bezeichnung des arabischen Namens zu nennen, sollten sie auch die englische Übersetzung des hebräischen Namens benutzen. Kein Name sollte über dem anderen stehen. Den Ort stets nur beim arabischen Namen zu nennen, wie es die PLO verlangt, sorgt für einen ständigen, Tropfen für Tropfen voranschreitenden Verlust der jüdischen Verbindung zu diesem heiligen Ort im Gedächtnis der uninformierten Leser.

Und warum wird der Berg nur als heiligster Ort Jerusalems genannt? Es ist der heiligste Ort des Judentums.

Abgesehen von der Tatsache einer Fehlinformation stellt sich die Frage nach der Transparenz: Hat Heller die Entscheidung getroffen, der Warnung der PLO nachzukommen getroffen? War dieser Schnipsel der Versuch diesen Erlass zu verfeinern?

Wir sprechen von Reuters, dessen oberster Vertreter Stephen Jukes nach 9/11 den unglücklichen Ausdruck prägte: „Die Terroristen des einen sind die Freiheitskämpfer des anderen!“ Und es ist der gleiche Nachrichtendienst der 2004 einen Wutausbruch über CanWest hatte, als der kanadische Nachrichtenableger den Begriff Terror einer Abschrift Reuters hinzufügte. Reuters behauptete, die Benutzung des T-Wortes würde die Reporter gefährden. Endergebnis: Reuters gab zu, die Terroristen zu beschwichtigen.

Allerdings ist Reuters nicht der einzige Nachrichtenservice, der sich durch unheiliges Knien vor der PLO bei Berichten zum Thema Tempelberg auszeichnet. Als Antwort auf eine AFP-Depesche, twitterte Matthew Kalman ironisch:

Lob an AFP dafür, dass sie dem Rat der PLO an die Medien folgten und den korrekten Begriff „Al Aqsa Moscheehof“ benutzten, statt „Tempelberg“

Also, Jeffrey Heller, war das schlampig geschrieben? Oder erlauben Sie der PLO, ihnen ihre Arbeit für Reuters diktieren?

Terroranschlag in der Synagoge: die missglücktesten Schlagzeilen

18. November 2014

Simon Plosker, HonestReporting, 18. November 2014
(Übersetzung: Yvaine de Winter)

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Zwei palästinensische Terroristen betraten am frühen Dienstagmorgen mit Äxten und Pistolen bewaffnet eine Synagoge in Jerusalems Stadtteil Har Nof, brachten vier Israelis um und verletzten sechs weitere. Was waren die anfänglichen Reaktionen einiger internationaler Medien? Für Kanadas CBC News drehte sich alles um die Täter:

Jerusalemer Polizei erschießt 2 nach mutmaßlichem Synagogenanschlag

Jerusalemer Polizei erschießt 2 nach mutmaßlichem Synagogenanschlag

Für die BBC waren nicht zwei palästinensische Terroristen für den Anschlag verantwortlich, sondern die „Jerusalemer Synagoge“:

Anschlag von Jerusalemer Synagoge tötet vier Israelis

Anschlag von Jerusalemer Synagoge tötet vier Israelis

In der Story selbst bezweifelt die BBC, ob die Tat zweier palästinensischer Mörder, die Juden in einer Synagoge ermorden, überhaupt als Terroranschlag bezeichnet werden kann:

Bei einem Vorfall in einer Jerusalemer Synagoge, den die Polizei einen „Terroranschlag“ nennt, wurden mindestens vier Israelis getötet und sieben verletzt.

Bei einem Vorfall in einer Jerusalemer Synagoge, den die Polizei einen „Terroranschlag“ nennt, wurden mindestens vier Israelis getötet und sieben verletzt.

Auch CNNs erste Schlagzeile ging daneben und erweckte im Leser den Eindruck, dass auch zwei Palästinenser Opfer des Terroranschlags wurden, was die Terroristen und die Opfer auf moralische Augenhöhe stellt:

4 Israelis, 2 Palästinenser bei Synagogenanschlag getötet, so die israelische Polizei

4 Israelis, 2 Palästinenser laut israelischer Polizei bei Synagogenanschlag getötet

Dieser Stil übertrug sich auch auf CNNs Fernsehberichterstattung, wie man hier sieht:

4 Israelis, 2 Palästinenser tot in Jerusalem

4 Israelis, 2 Palästinenser tot in Jerusalem

Während viele Medien ihre mangelhaften Schlagzeilen überarbeiteten, sobald weitere Informationen verfügbar waren, sprach Reuters auch Stunden nach dem Vorfall noch immer von einem „mutmaßlichen palästinensischen Anschlag“:

Vier Tote bei mutmaßlichem palästinensischem Anschlag auf Jerusalemer Synagoge

Vier Tote bei mutmaßlichem palästinensischem Anschlag auf Jerusalemer Synagoge

Diktiert die PLO die Terminologie von Reuters?

14. November 2014

Pesach Benson, HonestReporting, 12. November 2014
(Übersetzung: Yvaine de Winter)

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Vor einigen Tagen warnte die PLO ausländische Reporter vor der Verwendung des Begriffs „Tempelberg“ in Berichten über die heilige Stätte in Jerusalem.

Die Begründung ist, der Tempelberg liege auf besetztem Gebiet, und jede Bezeichnung dieser Stätte außer „edles Heiligtum“ (Haram al-Sharif auf Arabisch) schmälere palästinensische bzw. muslimische Ansprüche.

Die Seite heißt Tempelberg (Har HaBayit auf Hebräisch), weil dort die Tempel von Salomon und Herodes standen. Juden (und Christen) kannten den Ort für Tausende von Jahren unter diesem Namen, bevor eine Demarkationslinie durch die heilige Stadt gezogen wurde.

Aber jetzt sagt die PLO, „Tempelberg“ sei ein unzutreffender und politisierender Name.

Also frage ich mich, ob dieser Ausschnitt aus einem Text des Reuters-Korrespondenten Jeffrey Heller sich den Palästinensern anbiedert oder einfach nur schlampig geschrieben ist.

Anbetrachts der PLO-Warnungen an Journalisten schrillen meine Alarmglocken.

Das neue Blutvergießen wurde durch Spannungen über israelischen Zugang zur heiligsten Stätte Jerusalems befeuert, die von Muslimen als edles Heiligtum verehrt wird, auf dem die al-Aqsa-Moschee steht, und von Juden als der Berg, wo einst die biblischen Tempel standen.

Benennt die ausländische Presse die Stätte mit der englischen Übersetzung ihres arabischen Namens, dann sollte sie auch die englische Übersetzung ihres hebräischen Namens erwähnen und nicht einen Namen über den anderen stellen. Erwähnt man ausschließlich den arabischen Namen, wie es die PLO haben will, dann führt das zu einem schleichenden Aushöhlungseffekt, der die jüdische Bindung zu der heiligen Stätte in den Köpfen der uninformierten Leserschaft immer weiter abschwächt.

Und warum bezeichnet man den Berg nur als Jerusalems heiligste Stätte? Es ist die heiligste Stätte des Judentums.

Neben der Sache mit der irreführenden Terminologie gibt es auch die Frage der Transparenz: Fügte sich Heller der PLO-Warnung?

Wir reden hier über Reuters, deren Spitzenmann Stephen Jukes nach dem 11. September das missliche Klischee formulierte: „Der Terrorist der einen ist der Freiheitskämpfer der anderen.“ Es war auch Reuters, die 2004 einen Wutanfall gegenüber CanWest bekamen, als die kanadische Nachrichtenkette dem Reuters-Text das Wort „Terror“ beifügte. Reuters widersprach und sagte, das T-Wort gefährde seine Reporter. Fazit: Reuters gab zu, Zugeständnisse zu machen, um mit Terroristen den ‘Frieden’ zu wahren.

Doch Reuters ist nicht der einzige Nachrichtendienst, der Fragen aufwirft, indem er sich beim Thema Tempelberg der PLO gegenüber unterwürfig zeigt. Als Antwort auf eine Meldung der AFP tweetete Matthew Kalman scherzhaft:

Gratulation an AFP für die Beachtung des PLO-Medienhinweises und die Verwendung der korrekten „Al-Aqsa-Moscheegelände“-Terminologie statt „Tempelberg“

Gratulation an AFP für die Beachtung des PLO-Medienhinweises und die Verwendung der korrekten Terminologie „Al-Aqsa-Moscheegelände“ statt „Tempelberg“

Also, Jeffrey Heller, war es schlampige Arbeit? Oder erlauben Sie der PLO, Ihnen vorzuschreiben, wie Sie Ihre Arbeit für Reuters zu machen haben?

Bild: CC BY-SA Wikimedia Commons/Andrew Shiva; Reuters Egg-sposed CC BY/SA HonestReporting.com

Reuters schießt der Wahrheit ins Knie

1. Juni 2014

Pesach Benson, HonestReporting.com, 29. Mai 2014

Die IDF suspendierte eine Soldaten, weil er seine Waffe beim Zusammenstoß während des Nakba-Tags auf nicht genehmigte Weise abfeuerte. So heißt es in israelischen Medienberichten z.B. bei der Jerusalem Post, Ha’aretz, YNet und der Times of Israel.

Die Berichte stellen klar, dass dieser Soldat NICHT die Schüsse abgab, die die palästinensischen Teenager Nadim Nuwara und Mohammed Salameh töteten. Als Mitglied einer nicht kämpfenden Kommunikationseinheit war der fragliche Soldat nicht autorisiert seine Waffe zu benutzen, außer er wird beschossen oder befindet sich in einer lebensbedrohlichen Lage; dennoch feuerte er mehrere Gummigeschosse auf eine Mauer, in der Hoffnung palästinensische Steinewerfer zu verscheuchen.

Jetzt stellen Sie sich vor, was ein fahrlässiger oder verwirrter Reporter mit dieser Information anfangen könnte. Dann sehen Sie sich genau an, wie Reuters Ihre Vorstellung erfüllt:

Berichte: Israelischer Soldat nach tödlichen Schüssen in Westbank suspendiert

Das Problem ist mehr als eine Schlagzeile, der Nuancen völlig fehlen. Der Vorspann ist sogar noch schlimmer:

Israel suspendierte einen Soldaten wegen der tödlichen Schüsse auf zwei palästinensische Teenager bei einem Protest am 15. Mai in der besetzten Westbank, berichteten israelische Medien am Mittwoch.

Die meisten Menschen sehen Schlagzeilen in sozialen Medien und auf Internetseiten, ohne auf die Artikel zu klicken. Die wenigsten, die die Story anklicken, tendieren dazu die ersten zwei oder drei Absätze zu lesen. Nur eine Minderheit der Leser die bis zum siebten Absatz bei dem Bericht blieben, erfuhren – Überraschung! – dass die Suspendierung nichts mit den Toten zu tun hatte.

Es gibt aber keine Beweise, die den Soldaten mit einem der Todesfälle vor dem Ofer-Gefängnis nahe der Westbank-Stadt Ramallah verbindet. Der Soldat wurde suspendiert, weil er Gummigeschosse verschoss, keine scharfe Munition, heißt es in den Berichten.

UPDATE:

Die New York Times hat denselben Fehler gemacht. Ihr Bericht beginnt:

Das israelische Militär suspendierte einen Soldaten, der diesen Monat auf Video festgehalten wurde, wie er sein Gewehr auf Protestierende in der besetzten Westbank abfeuerte. Videobeweise zeigten, dass der Soldat mit seiner Waffe innerhalb von Sekunden schoss, in denen ein palästinensischer Junge kollabiert und zu Boden fiel; es erwies sich, dass er eine tödliche Schusswunde erlitt.

Reuters killt Nahost-Dominotheorie

5. August 2013

Peach Benson, HonestReporting.com, 5. August 2013

Reuters brach mit dem benebelten Mantra der großen Medien, dass der israelisch-palästinensische Konflikt der „Kernkonflikt“ der Region ist.

Mehr als 100.000 Menschen sind im syrischen Konflikt gestorben und Gewalt ist im Irak wieder aufgeflammt, wo allein seit Juli mehr als 1.000 Menschen getötet wurden, viele durch die Hand der Al-Qaida. Auch sind wegen des umstrittenen Atomprogramms des Iran Spannungen aufgekommen, während sich auf den Straßen des vorwiegend sunnitischen Ägypten zwischen Islamisten und dem Militär ein Machtkampf abspielt.

Man kann wohl sagen, dass keine dieser Krisen einer Lösung näher kommen wird, sollten durch irgendein Wunder Israel und die Palästinenser sich endlich auf eine Teilung des Landes zu einigen, in dem sie leben …

In der Öffentlichkeit haben muslimische Führer traditionell gegen Israel geflucht – glücklich, die aufrichtige Wut der gewöhnlichen Araber wegen des Leides der Palästinenser zu schüren – und vielleicht von Kritik an ihrem eigenen Versagen bei dringend benötigten Reformen abzulenken.

Die arabischen Führer können damit nicht länger davon kommen.

Diese Idee des „Kernkonflikts“ verhalf also der Nahost-„Dominotheorie“ (auch als „Verkettung“ bekannt) zum Aufstieg. Nach der Logik der Verkettung würde auch, wenn Israel und die Palästinenser Frieden schließen, der Rest der Konflikte der Region rasch in Ordnung kommen. Egal, dass der brodelnde Kessel der ethnischen Feindschaften – äh – Jahrhunderte älter ist als der moderne Staat Israel.

Dank der Domino-Theorie konnte Israel für Probleme verantwortlich gemacht werden, die weit jenseits seiner Grenzen liegen. Ein hysterisches Beispiel erschien vor ein paar Jahren im Christian Science Monitor. Das hier war der Untertitel:

Globale Stabilität darf nicht länger Geisel der israelischen Siedler sein.

Die dubiose Domino-Theorie ist tot und die Nachrichtenagentur hat es endlich eingeräumt.

Eine weitere Ausgabe von “Alles begann, als Israel zurückfeuerte”

4. April 2013

HonestReporting Media BackSpin, 4. April 2013

Eine weitere Ausgabe von ins Gegenteil verdrehter Chronologie seitens der Nachrichtenmedien. Reuters ist ein Paradebeispiel dafür, was wir als das Phänomen “Alles begann, als Israel zurückfeuerte” bezeichnen.

So, als bestünde kein Zweifel, wer Schuld am letzten Gewaltausbruch trage, schreibt Reuters:

Die Luftschläge drohten eine von Ägypten  vermittelte Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas zu beenden, eine Waffenruhe, die an der Grenze seit November für relative Ruhe gesorgt hatte….

Aber wenn man weiterliest, erfährt man, dass die Schläge der IDF eine Reaktion auf palästinensischen Raketenbeschuss waren.

Nun, ist das etwas, das eine Waffenruhe bedroht?

Update, Mittwoch, 12:30: Associated Press zeigt, wie es man es richtig macht.


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