Posted tagged ‘Reporter ohne Grenzen’

Pressefreiheit auf Libanesisch

21. Januar 2010

HonestReporting Media BackSpin, 21. Januar 2010

Memri berichtet:

Libanons staatlicher Sicherheitsapparat verhinderte am 17. Januar landesweit die Auslieferung der kuwaitischen Tageszeitung Al-Siyassa.

Die Ausgabe jenes Tages enthielt einen Artikel mit dem Titel „Von Beirut bis Jemen und Gaza: Das Terrorbündnis der Teufel“, in dem Ahmad Al-Jarallah, der Herausgeber des Blattes, Hisbollah und Hamas angriff.

In seinem Beitrag nannte Al-Jarallah den Hisbollah-Führer Hassan Nasrallah „ein ferngesteuertes Werkzeug, geleitet von iranisches Machtinteressen.“

Die Libanesen hatten sich wohl nicht mehr einbremsen können, nachdem Reporter ohne Grenzen die Pressefreiheit des Landes weit vor der Israels eingestuft hatte.

Medienschikane einmal anders

1. Juli 2009

HonestReporting Media BackSpin, 1. Juli 2009

Der palästinensische Journalist Khaled Abu Toameh fragt sich, warum die Mainstream-Medien nicht daran interessiert sind, über Unterdrückung und Folter von Kollegen zu berichten, wenn die Täter Funktionäre der Palästinensischen Autonomiebehörde sind.

Im Juni wurde ein Team von Al-Jazeera, das über Tod eines Palästinensers berichten wollte, der augenscheinlich gefoltert worden war, an einem PA-Checkpoint aufgehalten, das Videoband wurde konfisziert und gelöscht. Toameh sagt, warum Sie davon keine Kenntnis erhielten:

Man kann sich gut vorstellen, wie die Reaktion der internationalen Medien ausgefallen wäre, wenn die TV-Crew von israelischen Sicherheitskräften festgehalten worden wäre. Antiisraelische Gruppen und Personen hätten den Vorfall als weiteren Beleg für die „brutalen Methoden der Besatzer“ gegen die Freiheit der Medien gewertet….

Doch ziehen es Journalisten und Menschenrechtsaktivisten, die in Israel und in den PA-Gebieten arbeiten, entweder vor, die Geschichte zu ignorieren oder sie haben nie davon gehört, weil sie keinen antiisraelischen Bezug aufweist.

Man kann sich auch gut vorstellen, wie die Medien und Menschenrechtsorganisationen reagiert hätten, wenn ein Palästinenser in einem israelischen Gefängnis nach angeblicher Folter gestorben wäre.

Wenigstens verurteilten Reporter ohne Grenzen den Vorfall.

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Weltgrößtes Gefängnis

23. Juni 2009

HonestReporting Media BackSpin, 23. Juni 2009

Reporter ohne Grenzen (via Harry’s Place) nennt Iran das „weltgrößte Gefängnis für Journalisten.“

Der Iran ist das gleiche Land, das Lauren Booth auf seiner Gehaltsliste hat, eine Journalistin, die weiterhin behauptet, dass Gaza das weltgrößte  Gefängnis sei. Zweifelhaften Ruhm erlangte Booth, als sie im letzten Jahr zum Gazastreifen segelte und in eitler Manier ihre Anschuldigungen zu beweisen versuchte. Dieser so genannte „Journalismus“ brachte ihr durch HonestReporting eine Auszeichnung als unehrlichste Reporterin 2008 ein.

Mir ist noch nicht aufgefallen, dass sie die Freiheitsbewegung im Iran anführt oder unterstützt.

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In der Schusslinie

16. März 2008

honestreporting Media BackSpin, 16. März 2008

AFP-Fotograf Abbas Momani begibt sich offensichtlich in Gefahr, um diese Aufnahme zu machen. Stellen Sie sich das Gebrüll von Reporter ohne Grenzen vor, wenn er von einem IDF-Geschoss getroffen worden wäre.

Frage: Wieso hören wir nie von Fotoreportern, die versehentlich von palästinensischen Raketen getroffen wurden?

Ein palästinensischer Demonstrant schleudert am 7. März nahe der Stadt Ramallah im Westjordanland Steine auf israelische Soldaten während einer Protestkundgebung gegen Israels Trennbarriere und die Razzien im Gazastreifen, die mehr als 120 palästinensische Tote forderten. US-Vizepräsident Dick Cheney reist aus dem Nahen Osten ab mit der Hoffnung, den ramponierten Friedenprozess wiederzubeleben und Saudi-Arabien dazu zu bringen, den Einfluss des Iran im Irak einzudämmen. (AFP/File/ Abbas Momani)