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Fotojournalist inszeniert Nachrichten für Profit und Ideologie

1. August 2013

Pesach Benson, HonestReporting.com, 31. Juli 2013

Fadi Arouri ist einer der größten Gegner der Normalisierung der israelisch-palästinensischen Beziehungen. Er ist außerdem ein Fotograf, der nicht an der Trennung seines professionellen Journalismus und politischen Aktivismus interessiert ist.

Das wirft Fragen zu seiner Verbindung mit der Nachrichtenagentur Reuters und der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua auf. HonestReporting hat erfahren, dass Reuters Arour feuerte, offenbar wegen seiner außerberuflichen Aktivitäten, aber die Agentur nutzt seine Arbeit weiterhin als Freiberufler.

Antinormalisierung infiziert die palästinensischen Medien

Die Antinormalisierungskampagne verurteilt israelisch-palästinensische Veranstaltungen, seine diese nun politischer, geschäftlicher oder akademischer Art. Selbst Sportveranstaltungen für Kinder sind tabu. Alle diese Art von Aktivitäten, heißt es, „legitimieren die israelische Besatzung“.

Auch im Palestinian Journalists Syndicate (PJS) hat diese Verweigerung die das Ruder übernommen. Deshalb haben sich in den letzten Wochen in der Westbank arbeitende israelische Reporter und Beschäftigte israelischer Nachrichtenmedien zunehmender Feindseligkeit ausgesetzt gesehen. Das PJS behauptet, es kämpfe für Reisefreiheit in Israel.

Reisefreiheit rür Journalisten ist gewiss vernünftig – aber wenn die Forderung von dieser Truppe kommt, dann ist es ein Argument, dem man nur schwer zuhören mag. Genau die Journalisten, die gegen Normalisierung sind, fordern israelische Reisegenehmigungen und israelische Presseausweise, damit sie innerhalb Israels arbeiten und genau die Israelis interviewen können, denen sie sogar das Fußball spielen mit ihren Kindern verweigern.

Fadi Arouri überschritt die Grenze

Fadi Arouri

HonestReporting hat erfahren, dass Fadi Arouris Aktivitäten bei der Antinormalisierungskampagne über legitimen Aktivismus hinausgehen und in seine professionelle Arbeit Eingang gefunden haben. Er arbeitet für Xinhua und hat eine freiberufliche Beziehung zu Reuters. Seine Fotos sind bei AP, Apollo Images, Ma’an News und Al-Ayyam erschienen.

Ein palästinensischer Journalist sprach unter der Bedingung anonym zu bleiben mit HonestReporting über Arouri; er wollte nicht, dass seine Kritik als persönlich ausgelegt wird. Er beschrieb mehrere beunruhigende Vorfälle, in die der Fotograf direkt involviert war:

1. Am 17. Juli „organisierten Arouri und seine Freunde einen Marsch palästinensischer Journalisten zum Checkpoint Qalandiya, wo sie eine Konfrontation mit israelischen Soldaten inszenierten“, wurde HonestReporting gesagt. „Sie brüllten die Soldaten an, damit sie die Fotos verkaufen konnten. Wenn man sich die Fotos ansieht, dann scheint es, als hätten Arouri und seine Freunde sich dabei abgewechselt die Soldaten zu konfrontieren, damit sie einander fotografieren konnten. Das ist kein echter Protest. Das ist Zirkus.

Die Nachrichtenagentur Ma’an aus Bethlehem veröffentlichte etwas, das so etwas wie ein Foto-Essay ergab.

Und der internationale Journalisten-Verband (IFJ) verurteilte die IDF wegen ihrer „harschen Einschränkungen“ und ihres „brutalen Verhaltens“. Nach Angaben des IFJ wurden sieben Journalisten verletzt. Hier das Beispiel eines von Arouri geschossenen und auf Facebook eingestellten Fotos:

#IOF Soldiers Attacks Dozens of #Palestinian Journalists As they attempt to cross to #Jerusalem #Right_of_Movement #ifj @IFJGlobal #Qalandiya Checkpoint

2. Im Mai 2012 “organisierte das US-Konsulat eine Veranstaltung zum Internationale Tag der Pressefreiheit in Ramallah und Arouri führte die Kampagne gegen die Amerikaner an“, wurde HonestReporting erzählt. „Er wollte nicht, dass Palästinenser an der Veranstaltung teilnahmen, weil diese von den Amerikanern organisiert wurde. Arouris betrachtete Amerika als den Feind. Das hat nichts mit Israel zu tun. Über die Veranstaltung wurde von den internationalen Medien berichtet. Es war ein Fall dafür, dass ein Journalist ein Ereignis inszenierte und dann darüber berichtete.“

In der Tat zitierte die mit der Fatah verbundene Al-Aqsa Press Arouri als einen der Organisatoren des Protests:

Fadi Arouei, einer der palästinensischen Journalisten, sagte, die Journalisten hätten vereinbart einen Sit-in-Protest gegen die vom US-Konsulat organisiert Veranstaltung zu inszenieren. Er merkte an, dass das Palästinian Journalists Syndicate, das alle Journalisten verschiedener Hintergründe repräsentiert, zum Boykott der Veranstaltung aus Solidarität mit den palästinensischen Häftlingen aufgerufen hatte.

Trotz dieses Hasses auf die USA bekam Arouri später einen Traumauftrag. Im März 2013 wählte das von der PA betriebene Palestinian Press Office Arouri als Pool-Fotograf für den Besuch von Außenminister John Kerry in Ramallah aus. (Um sperrige Horden Fotografen bei herausgehobenen Ereignissen zu vermeiden, wird gewöhnlich reihum ein Poo-Fotograf ausgesucht, der über das Ereignis berichtet und seine Bilder weltweit ohne Exklusivrechte verteilt.)

Mohammed Najib
3. Letzten Sonntag arbeitete Mohammed Najib, ein altgedienter palästinensischer Journalist, der für den israelischen Fernsehsender I24 News arbeitet, „interviewte in der Innenstadt von Ramallah Menschen auf der Straße, als Arouri auftauchte und begann die Leute gegen ihn aufzuhetzen. Arouri sagte den Leuten, sie sollten nicht mit Najib reden, weil er für eine israelische Propagandaorganisation arbeiten würde. Die Menschen scharten sich um ihn und er konnte nicht weiterarbeiten ohne um sein Leben fürchten zu müssen.“

HonestReporting hörte, dass Najib vor hat eine offizielle Beschwerde bei den palästinensischen Sicherheitskräften und dem PJS einzureichen. Er kann nur auf „traditionelle Stammesjustiz“ zurückgreifen und selbst das dürfte keinen großen Unterschied machen, hieß es gegenüber HonestReporting. „Sie kommen aus dem Dorf Aroura, also müssen die Dorfältesten um Vermittlung gebeten werden. Doch eine Entschuldigung wird nichts bewirken, denn der Schaden ist bereits angerichtet. Und eine Entschuldigung wird dem nächsten in der Westbank angegriffenen israelischen Journalisten nicht helfen.“

4. Der israelische Journalist Yoram Cohen war in Ramallah bei einer Pressekonferenz, als palästinensische Journalisten gegen seine Anwesenheit protestierten. Damals schrieb die Jerusalem Post:

Cohens Versuch zu erklären, dass er die Genehmigung des stellvertretenden Informationsministers der PA hatte über die Pressekonferenz zu berichten, überzeugte die Journalisten nicht; sie verlangen, dass er auf der Stelle geht. Der PA-Vertreter hat Cohen seitdem eine Genehmigung verweigert.

HonestReporting wurde gesagt, „Arouri war einer der Initiatoren“.

5. Arouri ist vor kurzem gegen die Eröffnung eines israelischen Bekleidungs-geschäfts in Ramallah zu Felde gezogen. Die Jerusalem Post berichtete:

Fadi al-Arouri, ein an der Antinormalisierungskampagne beteiligter palästinensischer Journalist, sagte, die Eröffnung eines Ladens von Fox in Ramallah sei ein „Schandfleck angesichts der Forderung nach Boykottierung des Besatzerstaates und seiner Produkte“.

Arouri beschuldigte das PA-Wirtschaftsministerium den Einzug israelischer Produkte auf den palästinensischen Markt zu ermöglichen, indem israelischen Firmen und Händlern Genehmigungen zur Arbeit in den Palästinensergebieten gegeben wird.

Gegenüber HonestReporting hieß es: „Arouri hat ein Recht auf seine Ansichten, aber sobald er ein echter Aktivist wird, wird für Xinhua und Reuters oder jede andere Medienorganisation sehr unmoralisch sich auf ihn zu verlassen. Wenn er in politische Aktivitäten involviert ist, handelt es sich um ein ethisches Problem. Würde Reuters jemals einen Siedler als Jerusalem-Korrespondenten beschäftigen?“

Ethische Fragen

Arouri hat die Grenze zwischen Journalismus und Aktivismus unverantwortlich verwischt, was wichtige Fragen für die das Gemeinwesen der Journalisten aufwirft.

Warum setzten Xinhua und Reuters ihre Verbindung mit ihm fort?

Was ist der wahre Grund, dass palästinensische Journalisten gegen die Normalisierung in Israel arbeiten wollen?

Wer waren die anderen Fotografen, die auf den Checkpoint Qalandiya marschierten? Und von welchen Nachrichtenagenturen wurden sie beschäftigt?

Ist der Internationale Journalisten-Verband bereit Arouri und die anderen Fotografen so rasch zu verurteilen, wie er Israel verurteilt?

Ist die Journalistengemeinschaft bereit ihre Stimme gegen Arouri zu erheben?

Wie sollten israelische Journalisten auf die Einschüchterung durch ihre palästinensischen Kollegen reagieren?

Wie verlässlich sind palästinensische Pool-Fotografen? Können US-Vertreter gegen die Auswahl der Palästinenser Einspruch einlegen?

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Vier Gründe, warum die Silwan-Fotos nach abgekartetem Spiel riechen

10. Oktober 2010

HonestReporting.com Media BackSpin, 10. Oktober 2010

Um eine professionellere Bewertung des Fotos von Steinewerfern in Silwan zu bekommen, die von einem israelischen Auto überfahren wurden, sprach ich mit dem altgedienten Fotografen und Bildberater David Katz. Er bietet vier Gründe dafür, dass der Vorfall nach abgekartetem Spiel riecht:
(Das Video, auf das Katz sich bezieht, ist hier zu sehen.)

1. Der Ort

Silwan ist nicht wirklich der Ort mit den meisten Spannungen. Fotografen, die auf Steinwürfe warten, würde man viel eher an Orten wie Bilin oder Hebron finden. Du hängst nicht in Silwan rum, außer du weißt vorher schon, dass etwas passieren wird.

Außerdem sind die einzigen Fotografen, die in Silwan sicher arbeiten können, diejenigen, die den Leuten dort bereits bekannt sind. Neulingen würde nicht erlaubt werden, dort zu agieren, und sie befänden sich in physischer Gefahr. Das habe ich gesehen.

2. Die Position des Fotografen

Wenn Fotografen sich auf etwas vorbereiten, aber nicht sicher sind, wie lange das dauern wird, tendieren sie dazu,  sich nahe bei einander zu positionieren. Hier haben sich die Fotografen auf unterschiedliche Stellen der Szenerie verteilt. Es scheint, dass jeder seine eigene, einzigartige Position beziehen wollte.

Rund um Silwan hat Israel Überwachungskameras installiert; also könnte es von dem Geschehen dort Videobilder geben – vor, während und nach den Steinwürfen. Falls ja, gibt es einige Dinge, nach man bedenken müsste. An welchem Punkt nahmen die Fotografen ihre Positionen ein? Die dort geparkten anderen Autos: Wurden sie gezielt dort abgestellt? An welchem Punkt wurde das Heckfenster getroffen? Wenn andere Autos vor den Steinwürfen sichere Durchfahrt gehabt hätten, würde das ein Licht darauf werfen, ob sie den Fahrer erwischen wollten [der Fahrer war David Be’eri, der Direktor von Elad, die dafür werben, dass jüdische Familien in Ostjerusalem wohnen] oder ob sie ihn zufällig erwischten.

Wenn die Steinwürfe wirklich spontan waren, hätten die Kids von oben werfen sollen. Das ist für sie sicherer und sie könnten genauso viel Schaden, wenn nicht mehr anrichten. Aber das ist weniger fotogen.

3. Reaktionen zur Fahrerflucht

Wenn ein Auto auf dich zufährt und ein Kind trifft, dann dreht sich dein erster Gedanke um die persönliche Sicherheit und was dem Jungen passiert. Aber wenn man sich das Video ansieht, dann sieht niemand verängstigt aus, niemand schreit entsetzt. Die Kinder werfen einfach weiter Steine und die Fotografen fotografieren weiter.

Ich muss mich fragen, was die Fotografen erwarteten. Was hätten sie gemacht, wenn das Auto angehalten hätte? Jeder dort weiß, dass, wenn ein Auto mit Steinen beworfen wird, der Fahrer sich in großer Gefahr befindet, wenn er einfach anhält. Haben die Fotografen gedacht, das würde passieren?

Als Menschen hätten die Fotografen die Polizei benachrichtigen sollen. Aber die heutigen Nahost-Fotografen sind anders. Warum sollte man wegen der Natur des Geschäfts – es ist ein Goldesel – ein gutes Bild versauen?

4. Die Dynamik der inszenierten Steinwurf-Vorfälle

Erwachsene, vielleicht einer der örtlichen Ortsältesten, werden den Kids gesagt haben, dass sie die Steine werfen sollen. Ein weiterer Erwachsener, der Verbindungen zu und Freunde bei den Fotografen hat, wird denen einen Tipp gegeben haben.

Es ist die totale Absprache. Warum? Es geht entweder um Geld, um Politik oder beides. Die Nachrichtenagenturen wollen diese Bilder, weil sie sich verkaufen; und sie passen in ihre Weltsicht. Die Fotografen wissen, dass diese Art Bilder bewegen werden. Am wichtigsten ist: Wenn es dort keine Fotografen gegeben hätte, hätte es keinen Vorfall gegeben.

Zugehöriger Lesestoff: Border Clash: A Case Study in Reuters Photography

Die neue Bedeutung von Überfall-Journalismus

10. Oktober 2010

HonestReporting.com Media BackSpin, 9. Oktober 2010

Sehen Sie sich den Sch… dieses Foto-Tipps an, den der Guardian zuammen mit diesem AFP/Getty-Bild zu bieten hat:


Der Fotograf, Ilya Yefimovich, befindet sich zur rechten Zeit am rechten Ort und fängt diese dramatische Szene unter Nutzung einer großen Feldtiefe und hoher Verschlussgeschwindigkeit ein.

Hier ist der genauere „Foto-Tipp“ von HonestReporting:

Der Fotograf wusste vorher schon, dass ein Auto gesteinigt werden sollte und positionierte sich oberhalb des Geschehens, anders als EPA und Al-Jazira. Der Fotograf erwartete nicht, dass der Fahrer die Geistesgegenwart haben würde, den Fuß aufs Gaspedal zu drücken und davon zu fahren, statt umzingelt und gelyncht zu werden, was geschehen wäre, hätte er nicht Gas gegeben.

Übrigens war auch Moammar Awwad von der AP „rein zufällig“ zur rechten Zeit am rechten Ort, an einer ähnlichen Stelle iwe Yefimovich.

Wenn wir das alles zusammenzählen, dann sind Kids, die Israelis Ärger bereiten und ein Trupp Fotografen eine Garantie für gute Bilder. Ich würde sagen, die Kids und die Fotografen haben zusammengearbeitet. Das gibt dem Begriff Überfall-Journalismus eine ganz neue Bedeutung.

3 Gründe dafür, warum Sie keine Fotos der jüngsten Baumbeseitigung an der Blauen Linie sehen werden

18. August 2010

HonestReporting Media Backspin, 18. August 2010

Nach Angaben des Beiruter Daily Star reißen sich Israel, der Libanon und UNIFIL am Riemen und erledigen still einige landschaftsgärtnerische Arbeiten entlang der Grenze und entfernen fünf Bäume. Wir werden wohl keine Fotos der Arbeiten zu sehen bekommen, weil:

1. Jeder weiß, dass Routinewartungsarbeiten an der Grenze keine Nachrichten sind.

2. Reuters‘ Anwesenheits-Overkill bei der letzten Operation Gartenarbeit ließ zu viele Verdachtsmomente aufkommen.

3. Der „In-Ort“ für nicht berichtenswerte Fotos ist im Moment der Flughafen von Gaza. Die gestrigen AP-Bilder 1, 2, 3, 4, 5 und 6 versuchen mit Agenturbildern 7, 8, 3, 9, 10, 11, 12, 13 mitzuhalten.

Die Arm-Umdreher der Hamas haben vermutlich das Gefühl, dass die Fotos 14, 15, 16, 17 und 18 (und andere) entweder zu alt waren oder nicht die gewünschte Wirkung auf das westliche Mitgefühl haben.

Palästinenser graben sich durch die ehemalige Startbahn des zerbombten Flughafens von Gaza, um für Bautätigkeiten im vom Krieg verwüsteten Territorium in den Außenbezirken von Rafah im südlichen Gazastreifen den benötigten Kies zu sammeln. (Montag, 16. August 2010) Die Plünderung dessen, was einst ein nationaler Schatz war, spiegelt, wie schlimm die Lage im Gazastreifen geworden ist. Eine israelisch-ägyptische Blockade hat seit fast drei Jahren die Einfuhr fast allen Baumaterials verhindert, was die Gazaner dazu zwang, ihren Schutt in Zement zu verwandeln. (AP Photo/Khalil Hamra

Ganz am Rande: Die folgende Anmerkung des Daily Star könnte Licht auf die wütende Reaktion des Iran auf den Grenzzwischenfall werfen:

Die Bäume wurden als Teil eines vom Iran finanzierten Projekts zur Verschönerung der Landschaft an der Südgrenze gepflanzt.

Enderlin erhält höchsten französischen Orden

2. September 2009

HonestReporting Media BackSpin, 2. September 2009

Charles Enderlin, der mit seinem Begleittext zum Al-Dura-Video das Pallywood-Konzept aus der Taufe gehoben hatte, wurde mit Frankreichs höchster Auszeichnung geehrt, dem Légion d’honneur.

Die Umstände der Auszeichnung für den altgedienten Journalisten waren weit weniger ehrenwert, weil unter den französischen Juden wieder alte Wunden aufgerissen wurden. Dazu Tom Gross:

Die Nachricht hat unter den französischen Juden Protest hervorgerufen; sie sagen, dass Enderlin mit dazu beigetragen hat, eine neue Welle des Antisemitismus zu erzeugen, die zu brutalen Anschlägen und Morden auf Juden in den vergangenen Jahren geführt hat. Enderlin ist seit langem in Israel als Korrespondent für den staatlichen Sender France 2 im Einsatz. Dafür erhielt er den Orden.

Seltsamerweise wurde die Auszeichnung unter Federführung des Außenministeriums vorgenommen und nicht, wie bei Journalisten sonst üblich, im Kulturministerium.

Französische Adressaten meiner Mailingliste teilten mir mit, dass es völlig ungewöhnlich sei, den Orden Mitte August zu verleihen, wenn viele Menschen im Urlaub sind; dazu noch in einem Auslandskonsulat statt in Paris. Sie vermuten, dass dies absichtlich so gehandhabt wurde, um Proteste zu vermeiden. Es gab auch keine vorherige Ankündigung, dass Enderlin die Auszeichnung erhalten würde. Auch das ist ungewöhnlich.

Ein französisches Gericht verwarf das Al-Dura Video.

Stellen Sie sich die Empörung vor, wenn Dan Rather die Medal of Honor des amerikanischen Kongresses bekommen hätte. Über Paris ziehen wieder Gewitterwolken auf.

No Business Like Show Business

18. Mai 2009

HonestReporting Media BackSpin, 18. Mai 2009

Mehr noch als der Broadway ist Bilin in der West Bank Schauplatz eines Theaterstücks manipulierter Kontroversen und Posen für die Kameras.

Keine Überraschung also, wenn Associated Press uns glauben machen will, dass dieser Mann, der mit ausgestrecktem Arm einen Schlüssel direkt vor Bernat Armangues Kamera hält, so mir nichts dir nichts „in Ohnmacht fiel“, weil bei der Nakba-Demonstration letzte Woche Tränengas eingesetzt worden war.

Zum Vergrößern bitte aufs Bild klicken*.

Eine denkwürdiger Zusammenstoß im Jahr 2006 sorgte jedoch für öffentliches Aufsehen –  Reuters-Fotograf Imad Muhammad Intisar Boghnat war festgenommen worden, nachdem er dabei gefilmt worden war, wie er Krawallmacher aufforderte, große Felsbrocken auf israelische Fahrzeuge zu werfen.

(Hat tip: IsraellyCool)

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*Der Bildtext dürfte leicht zu verstehen sein. “passed out from tear gas“ bedeutet so viel wie „durch Tränengaseinsatz Bewusstsein verloren (oder ohnmächtig geworden)“.

Verleumdungen 2.0

27. März 2008

honestreporting Media BackSpin, 27. März 2008

Nettes Frage-und-Antwort-Spielchen in der Jerusalem Post mit Professor Richard Landes (Abbildung) über Pallywood, Hasbara und Verleumdungen in der Welt des Web 2.0.

Video: Islamischer Dschihad ermöglicht Einblick in Pallywood

17. März 2008

honestreporting.com Communiqué (1), 17. März 2007

Wie Terrorgruppen voneinander für gefälschtes Videomaterial abkupfern

Pallywood hat über Jahre hinweg viele gestellte Szenen produziert und Filmmaterial gefälscht. Aber verlassen Sie sich nicht darauf – die Terroristen selbst geben bereits zu, es ebenso zu handhaben. Der folgende kurze Videoclip führt vor, wie palästinensische Terrororganisationen Technologie einsetzen, um Videoaufnahmen für Propagandazwecke zu fälschen und zu manipulieren.

Klicken Sie auf das Bild, um zu erfahren, wie der Islamische Jihad eine gegnerische Terrorgruppe beschuldigt, fälschlicherweise Aufmerksamkeit für einen Terroranschlag zu beanspruchen, wenn sie gefälschtes Videomaterial verwendet.