Posted tagged ‘Öffentlichkeitsarbeit’

HonestReporting mit drei Medienauftritten in der letzten Woche

21. Januar 2013

HonestReporting Media BackSpin, 21. Januar 2013

Die vergangene Woche war ein Publicity-Ereignis für HonestReporting (HR) in den Medien – mit nicht weniger zwei Gastbeiträgen allein am Donnerstag von HR-Chefredakteur Simon Plosker. Kurz danach hob die Jerusalem Post die NGO HonestReporting lobend hervor wegen ihrer Arbeit und ihrem Ansehen im Ausland.

Ploskers Gastbeitrag in der Times of Israel thematisierte das anfängliche Schweigen der Medien zu antisemitischen Kommentaren von Ägyptens Präsident Mohammed Morsi, bevor er zum Staatspräsidenten gewählt worden war.

Wie können die Medien und letztlich die Öffentlichkeit Meinungsströmungen innerhalb der arabischen Welt richtig einordnen, wenn lediglich über Statements arabischer Politiker berichtet wird, die in englischer Sprache an ein internationales Publikum gerichtet werden? Nur zu oft steht das, was in Arabisch geschrieben oder ausgestrahlt wird, in keinem Verhältnis zu den Verlautbarungen, die speziell für die westlichen Medien gedacht sind.

Ein weiterer Beitrag Ploskers im Commentator enthüllte Trends in der Berichterstattung über Israel als Folge der von den Palästinensern verfolgten Strategie der Low-Level-Gewalt gegen israelische Soldaten und Bewohner in der West Bank.

Schließlich schrieb Jerusalem Post-Kolumnist Barry Shaw über Misserfolge der israelischen Regierung im Bereich Öffentlichkeitsarbeit, und er folgerte, dass unabhängige Organisationen wie HonestReporting dort wesentlich erfolgreicher sind.

Man sehe sich stattdessen private NGO’s an, die gegen die antiisraelischen Delegitimierungs- und Dämonisierungskampagnen kämpfen.

All diese bedeutenden Aktionsgruppen mit ihren jeweiligen Schwerpunkten wurden von Israelis mit englischsprachigem Hintergrund gegründet, weiterentwickelt und extern finanziert.

Darunter befinden sich herausragende Beispiele wie NGO Monitor von Gerald Steinberg, Palestinian Media Watch von Itamar Marcus und HonestReporting von Joe Hyam.

Wir freuen uns auf weitere Medienauftritte in den kommenden Wochen.

Israelische Steuerzahler haben eine bessere zionistische Medienverschwörung verdient

3. August 2011

HonestReporting Media BackSpin, 3. August 2011

Die Daily Telegraph hatte ein ulkiges Foto des Ministerpräsidenten mit ausgestrecktem Arm gebracht, das irgendwie an einen Hitlergruß erinnern soll.


Als ich das Foto bei Getty Images aufgestöbert hatte, wurde es als Info-Papier des Presseamtes der israelischen Regierung bezeichnet. In Wirklichkeit aber stammt es aus dem Flickr-Stream des Ministerpräsidenten.

Möglicherweise wäre das Foto justiziabel, wenn es von jemandem aufgenommen worden wäre, der auf der Gehaltsliste der großen Medien steht. Oder vielleicht ist es keine große Geschichte.

Gestern war ich optimistisch, was die Außenwirkung von Danny Ayalons Video betrifft. Nun verteilt das Presseamt so* ein Foto an die Presse.

Israelische Steuerzahler haben eine bessere zionistische Medienverschwörung verdient.

Oder was meinen Sie?

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*Abgesehen davon, dass es ungeschickt ist, auf diese Weise mediale Außendarstellung zu betreiben: Jeder eingermaßen klar denkende Mensch müsste eigentlich erkennen, dass es sich hier um Handbewegung handelt, die eine bestimmte Formulierung unterstreichen oder erklären soll [bd].

Drei Lektionen für Israel von Jacko, den Lakers und dem Iran

8. Juli 2009

HonestReporting Media BackSpin, 8. Juli 2009

Wegen Michael Jackson, den Lakers* und dem Iran investiert die LA Times viel qualifiziertes Personal in den Web-Traffic zu entsprechenden Artikeln und Blogs und erhält so die Aufmerksamkeit einer beträchtlicher Anzahl von Nutzern sozialer Medien wie Twitter, Facebook und YouTube.

Einige der Statistiken aus diesem internen Memo sind wirklich beeindruckend. Und drei wichtige Schlüsse kann man daraus ziehen:

• Multimedia-, Echtzeit- und interaktiver Journalismus sind offensichtlich das was die Leute wünschen. Ein Video von Jacksons Fans, die ihre Gedanken auf dem Youtube-Channel des Blattes äußern, hat schon jetzt 634.000+ Aufrufe und saftige 1.400 Kommentare. So viele Jackson-Fans können sich nicht irren: Angebot und Nachfrage steigen….

• Kleinere Zeitungen könnten ihre Lokalstories national verbreiten, aber nur, wenn sie bereits die notwendige Infrastruktur von Web 2.0 besitzen und sie effektiv anwenden. Während alles und jeder die landesweit bekannten Stories von Sarah Palin und Steve McNair bringt, arbeiten Anchorage Daily News und Nashville Tennessean mit dem Heimvorteil im Rücken. Ziehen sie daraus irgendeinen Vorteil?

• Jeder, der sich für Israel einsetzt, sollte bei Facebook, Twitter, YouTube etc. „am Ball bleiben“. Das setzt Eigeninitiative voraus. Oder wie Alex Margolin schon im Januar schrieb:

Wegen des „sozialen Charakters“ des Internets von heute, in dem der Inhalt immer häufiger von Nutzern statt von Webseitenbetreibern generiert wird, reicht Qualität alleine nicht aus. Es wird also zunehmend wichtiger, die Anzahl der Menschen zu steigern, die Israels Standpunkt verbreiten.

In anderen Worten: staatliche Einrichtungen können Videomaterial, Fotos und Informationen bereitstellen und die Aktivisten können das Material sichten und ordnen sowie Verbreitungswege für die öffentliche Partizipation einrichten, aber der Erfolg in den Medien wird in großem Maße davon abhängen, was die Massen der Unterstützer mit den Informationen zustande bringen.

Wenn Sie sich aktiv einbringen wollen vergessen Sie bitte nicht, sich bei unseren Facebook– und Twitter-Gruppen anzumelden.

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*Los Angeles Lakers