Posted tagged ‘Mohammed al-Dura’

Eilmeldung: Kein eindeutiger Urteilsspruch im Fall „Al-Dura“

28. Februar 2012

HonestReporting Media BackSpin, 28. Februar 2012

Ein französisches Berufungsgericht hat eben Philippe Karsentys Freispruch, was den Vorwurf der Verleumdung des französischen Moderators und Korrespondenten Charles Enderlin betrifft, für null und nichtig erklärt.

Zur Erinnerung: Karsenty kämpft seit vielen Jahren unermüdlich um den Beweis, dass der TV-Sender France 2 und Enderlins Video zum „Tod“ von Mohammad al-Dura nicht das wiedergaben, was beide glauben machen wollten und vermutlich von den Palästinensern in Szene gesetzt worden war.

Im Vorfeld hatte Karsenty France 2 der Lächerlichkeit preisgegeben, als seine Beweise einem französischen Gerichtssaal vorgelegt worden waren und eine Richterin entschieden hatte, dass Karsenty keiner Verleumdung bezichtigt werden dürfe.

Mit diesem neuerlichen Urteil ist die Geschichte aber [noch] nicht abgeschlossen. Der Fall wird an das Berufungsgericht zurückverwiesen, damit sich damit Richter beschäftigen, die bisher darin nicht involviert waren. Auch wenn France 2 jetzt für sich einen Erfolg reklamieren wird, dürfte das nur von vorübergehender Dauer sein.

Heute also leider nicht solche Nachrichten wie die zu Dr. Yehuda David, der kürzlich die Genugtuung erfahren hatte, dass seiner Verurteilung wegen Verleumdung gegen Mohammed al-Duras Vater nicht statt gegeben worden war (auch an einem französischen Gericht).

Mehr Informationen, sobald wir sie erhalten haben.

(H / T: Nidra Poller)

Al-Dura: Hört auf uns mit Fakten zu belästigen

20. Februar 2012

HonestReporting Media BackSpin, 20. Februar 2012

Letzte Woche wies ein französisches Gericht eine Verleumdungsklage gegen Dr. David Yehuda ab, der eine weitere faustdicke Lüge zur ewigen Mär von Mohammed al-Dura entlarvt hatte. Dr. Yehuda ertappte Al-Duras Vater bei der unwahren Behauptung, er sei bei dem Vorfall verletzt worden; tatsächlich aber hatte Dr. Yehuda ihn schon Jahre zuvor wegen Verletzungen behandelt, die ihm [Al-Duras Vater] damals [von Palästinensern?] zugefügt worden waren.

Ist das eine Schlagzeile wert oder nicht? Denn immerhin geht ein weiterer Teil des Mythos in Flammen auf. Aber selbst die Mainstream-Medien, die vor 12 Jahren ausführlich über Al-Dura berichtet hatten, wollen das nicht wahrhaben.

Lilac Sigan schreibt in der Huffington Post:

In einer Welt der Literatur und Unterhaltung berührt eine fiktive Geschichte immer die Emotionen der Öffentlichkeit. Das ist ziemlich einfach nachzuvollziehen: Erfundene Geschichten erlauben dem Autor, seine wirrsten Phantasien auszuleben und einen perfekten Helden sowie eine perfekte Geschichte zu erfinden. In der realen Welt jedoch lautet die Regel, dass man sich an die Wahrheit halten muss. Aber ist dem wirklich so? Augenscheinlich sind wir so hingerissen von erfundenen Geschichten, dass wir sie nicht nur in den Nachrichten bringen, und wenn die Wahrheit schlägt, ignorieren wir sie lieber….

….Welches Motiv steckt hinter dem Schweigen der westlichen Welt zur Wahrheit und ihrer fortgesetzten Vorliebe für Mythen? Leider sind dies die Regeln unserer angeblich wahrheitsliebenden Gesellschaft. Der Mythos wurde in der ganzen Welt ausgestrahlt und brannte sich in das kollektive Gedächtnis. Es wird ewig leben, und wer weiß, wie viele Menschen sich deshalb noch von Hass „inspirieren“ lassen. Und was ist mit der realen Geschichte? Aus irgendeinem verrückten Grund ist niemand daran interessiert, darüber zu berichten*. Keiner der großen Nachrichtensender, die über den Vorfall vor 12 Jahren berichtet hatten, hielt es für nötig, über das Urteil des Obersten Gerichtshofs Frankreichs einen Beitrag zu bringen. Ich vermute, das wird ein kleines Geheimnis bleiben. Was nachdenklich stimmt: Wollen wir nicht alle eine gute Geschichte mit einem Helden? Und wenn wir sie schon haben, dann belästigt uns bitte nicht mit Fakten.

Lesen Sie den vollständigen Kommentar hier [in Englisch]

Al-Dura: Was geschah wirklich?

Sehen Sie unser Video an, um die wahre Geschichte zu erfahren.

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*Kleine Berichtigung – siehe diese ARD-Dokumentation von Esther Schapira aus dem Jahr 2009.

Dazu auch ein Interview mit ihr vom 4. März dessselben Jahres in der FAZ.

Mohammed-al-Dura-Message fällt auf Übeltäter zurück

23. Juli 2010

HonestReporting Media BackSpin, 23. Juli 2010

Ein arabischer Artikel verweist darauf, dass etliche medizinische Unterstützung aus dem Ausland unbrauchbar ist – das betrifft vor allem abgelaufene Haltbarkeitsdaten bei Medikamenten oder defekte Ausrüstung.

„Sie richten mehr Schaden als sie Gutes tun“, so der Tenor, der sich auf unbrauchbare Medikamente und mangelhafte Logistik/Ausrüstung bezieht, die von verschiedenen Organisationen und Ländern stammt.

Mounir el-Barash, Leiter der Spendenverwaltung in Gazas Gesundheitsministerium, erklärte gegenüber Al-Jazeera, dass nur 30% des Hilfsgüter, die in den Gazastreifen geschickt wurden, verwendbar sind.*

Gaza-Funktionäre bekundeten auch ihren Ärger darüber, dass sie aus arabischen Ländern Leichenhemden für Kinder** geliefert bekamen.

Was machten arabische Länder falsch, wenn sie Leichenhemden für Kinder verschickten? Die Hamas setzte Gehirnwäsche bei Kindern ein, um sie zu Märtyrern zu machen. Und Märchen über Zionisten, die Kinder schlachten, gehören zu den frühabendlichen Hauptattraktionen in staatlich(!) gelenkten arabischen Soap-Operas. Die palästinensische „Message“ von Mohammed al-Dura fällt auf ihre üblen Urheber zurück.

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Zwei Anmerkungen von Medien Backspin [bd]:

*Kann jemand, der ethisch so schlampig und verantwortungslos arbeitet und nicht einmal die Mindeststandards befolgt, wenn es um medizinische Versorgung geht, wirklich ein ehrliches Interesse am Wohlergehen der Menschen in Gaza haben? Die Antwort dürfte nicht schwerfallen: Es geht ihm um seine PR und seine politische Message, sonst nichts. Und dies ist das primär Schäbige an diesem Verhalten.

**Wenn ich jetzt zynisch wäre, würde ich dazu auch eine passende Bemerkung loswerden. Ich denke jedoch, dass jeder halbwegs informierte Leser sich einen Reim auf die bizarre Zusammenarbeit zwischen Hamas-Regierung und deren arabischen Freunden machen kann. Dass Letztere Leichenhemden für Kinder schicken, kommt auch nicht von ungefähr, wenn man die gemeinsame Weltanschauung der Israelhasser bedenkt.

Fazit: Lügen können sich nicht lange halten, weil deren Verbreiter sich durch ihre Sprache bzw. ihre Aktionen früher oder später selbst entlarven. Gut so….

Wird France 2 sich wirklich für das Al-Dura-Video entschuldigen?

14. Juli 2010

HonestReporting Media BackSpin, 14. Juli 2010

Das Mohammed-al-Dura-Video kam beim Zusammentreffen mit dem neuen France 2 TV-Chef Remy Pflimlin wieder zur Sprache. Man kann nicht sagen, ob nach 10 Jahren der Wechsel bei France 2 zu einer Entschuldigung führen wird, aber Senator Jean-Pierre Plancade, der den Sender nicht so einfach davonkommen lässt, gehört unser Respekt.

Bezeichnend, dass das Thema noch nicht vom Tisch ist. Pajamas Media zitiert Senator Plancades Frage und Pflimlin kurze Antwort:

Plancade:

Herr Präsident, Sie sprachen über Vertrauen, Unabhängigkeit, Strenge und Sorgfalt. Mir bedeuten diese Begriffe wirklich sehr viel. Ihre Ernennung kommt zu einem Zeitpunkt, wo jede einzelne Berufsgruppe ihre Pflichtauffassungen und ethischen Prinzipien, die grundlegende Werte darstellen und stark bleiben müssen, unter Beweis stellen sollten. Die öffentlichen französischen Fernsehsender sollten untadelig und vorbildhaft sein.

Deshalb möchte ich mit Ihnen über eine Angelegenheit sprechen, die mir sehr wichtig ist, viel zu lange andauert und France 2 betrifft.

Ich möchte mit Ihnen über den so genannten Tod von Mohamed Al-Dura sprechen, der diesem Nachrichtenbericht zufolge durch eine israelische Gewehrkugel getötet wurde.

Nach Ausstrahlung des France 2-Berichtes kam der Verdacht auf, dass der staatliche Sender gefälschtes Material verwendet hatte – ein Verdacht, der die Tatsache bestätigt, dass France 2 einen Prozess verlor, den er gegen einen unserer Mitbürger geführt hatte, der France 2 beschuldigt hatte, dass er eine – lassen Sie mich zitieren – „schlicht und einfach gestellte Szene“ ausgestrahlt hätte.

Vor kurzem sah ich mir die deutsche Dokumentation „das Kind, der Tod und die Wahrheit“ auf dem deutschen Sender ARD an, der auch von einer Fälschung des Al-Dura-Videos ausgeht.

Lassen Sie mich daran erinnern, dass dieser Nachrichtenbericht die zweite Intifada auslöste und Moslems weltweit aufhetzte, dass öffentliche Plätze nach Al-Dura benannt wurden und Briefmarken mit dessen Konterfei herauskamen. Der amerikanische Journalist Daniel Pearl wurde wegen Mohammed Al-Duras Tod enthauptet.

Vor kurzem ist von einem renommierten Verlag ein Buch des französischen Philosophen Pierre-André Taguieff veröffentlicht worden, in dem auch geltend gemacht wird, dass der France 2-Bericht als Hoax einzustufen ist und der Sender dafür verklagt wurde.

Ich denke, es ist höchste Zeit, diesen Verdacht bezüglich France 2, der offenbar den Ethik-Kodex des öffentlich-rechtlichen französischen Fernsehens beschädigt hat, offen anzusprechen.

Deshalb, Herr Präsident, würde ich gerne wissen, welche Schritte Sie unternehmen, um Vertrauen wiederzugewinnen und zur Aufklärung dieses Falles beizutragen? Ich nutze die Gelegenheit unseres Zusammentreffens, Ihnen Taguieffs Buch und die DVD mit dem deutschen Video zu geben.

Remy Pflimlins unglückliche Antwort kam nicht überraschend:

Selbstverständlich werde ich mir diese Geschichte ansehen.

Ist es vorstellbar, dass France 2 sich für das Dura-Video tatsächlich noch entschuldigt?

Und selbst wenn, welchen Wert hat das noch 10 Jahre danach?

Israel-Basher dreschen auf Beeb ein

15. Juni 2010

HonestReporting Media BackSpin, 15. Juni 2010

Dazu die neuen Kommuniqués von HonestReporting Großbritannien:

• Wohl nur die extremsten Israel-Hasser könnten die BBC beschuldigen, „nichts anderes als der verlängerte Arm der israelischen Propaganda“ zu sein: Israel-Basher dreschen auf Beeb ein

• Ein HonestReporting-Leser stellt unter Beweis, dass man sich erfolgreich mit der BBC anlegen kann und von ihr eine Entschuldigung dafür zu erzwingen, dass die Behauptung, Mohammed al-Dura wäre von der IDF erschossen worden, nicht zutrifft: Erfolg: BBC-Entschuldigung für unsaubere Berichterstattung im Fall al-Dura

• Der BBC-Chefredakteur für Nahost erhält einen Journalismuspreis und behauptet, er sei das Opfer von „Lobbyisten“: Jeremy Bowen: Meine Kritiker sind „Feinde der Unparteilichkeit“

Mullahs fürchten den Dura-Effekt

10. Januar 2010

HonestReporting Media BackSpin, 10. Januar 2010

Die iranischen Mullahs fürchten offenbar Neda Soltans Status ähnlich wie im Fall Mohammed Al-Dura. Statt jemanden mit der Aufgabe der Denunzierung zu beauftragen, das weltweit verbreitete Video als Fälschung hinzustellen, ließen sie ihren eigenen staatlich kontrollierten englischsprachigen Sender Press TV die Drecksarbeit machen.

Neda wurde in der Tat eine Ikone im Westen, und die Iraner können ein Lied davon singen, wie man Leuten ein Denkmal setzt, die in gezinkten Videos getötet worden waren.

Mohammed al-Dura und Neda kann man natürlich nicht miteinander vergleichen. Das France 2-Video über Dura war spätestens dann diskreditiert, als der Sender das Videorohmaterial rausrücken musste.

Hintergrund und Links in der LA Times.

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Crossposting mit Free Iran Now!

Nachtrag zum Fall al-Dura

12. Februar 2009

HonestReporting Media BackSpin, 12. Februar 2009

FrontPageMagazine hat Rehov Pierre wieder aufgetrieben. Der französische Filmemacher war einer von dreien, die von France 2 wegen ihrer Kritik am Video zu Mohammed al-Dura verklagt worden waren.

Er ging in die USA, weil er von den französischen Behörden bedrängt worden war, startete dann einen YouTube Channel, in dem er deutlich die palästinensische Propaganda ansprach.

Ironischerweise ist sein neuestes Video – ein unkonventioneller Blick auf die Hamas – das bei weitem populärste.

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Unabhängige Experten sollen al-Dura-Video untersuchen

21. September 2008

honestreporting.com Media BackSpin, 21. September 2008

Die European Jewish Press berichtet, dass der Fernsehkanal France 2 zugestimmt hat, dass eine unabhängige Gruppe Experten die Videoaufnahmen von Mohammed al-Dura untersucht.

Die Arbeitsgruppe unabhängiger Experten, die vermutlich im November zusammengestellt wird, soll von Patrick Gaubert, dem Vorsitzenden von Licra, der International League Against Racism and Anti-Semitism, geleitet werden; dieser ist außerdem Mitglied des Europaparlaments.

Die inzwischen diskreditierten Aufnahmen der France 2 von al-Duras Tod im September 2000 machten aus dem 12-jährigen Jungen eine Ikone und halfen, die Intifada anzuheizen.

Den ganzen Hintergrund zur al-Dura-Kontroverse können Sie hier sehen (in Englisch).

“Eine schlüssige Masse an Beweisen”

28. Mai 2008

honestreporting.com Media BackSpin, 28. Mai 2008

Ein Editorial der Mitarbeiter des Wall Street Journal schlägt den richtigen Ton zur Dura-Gerichtsverhandlung an:

Richterin Laurence Trébucq tat mehr als Mr. Karsentys Recht auf freie Meinungsäußerung zu verteidigen. Dadurch, dass sie die Entscheidung einer niedrigeren Instanz kippte. sagte sie, dass die Fragen, die er zum Originalbericht von France 2 aufwarf, legitim waren. Mr. Karsenty konnte zwar keinen absoluten Beweis für seine Behauptungen liefern, aber das Gericht entschied, dass er eine „schlüssige Masse an Beweisen“ zusammenstellte und „in gutem Glauben sein Reicht auf offene Kritik ausübte“. Das Gericht befand ebenfalls, dass Talal Abu Rahma, der palästinensische Kameramann für France 2, der als einziger Journalist die Szene aufnahm und in diesem Fall der Kronzeuge des Senders war, nicht als „perfekt glaubwürdig“ angesehen werden kann.

Das Urteil macht zumindest den Weg zu ehrlicher Diskussion des Falls al-Dura und der Berichterstattung über den israelisch-palästinensischen Konflikt im Allgemeinen frei. Die französischen Medien könnten etwas Selbstprüfung unterzogen werden. Das Gleiche gilt für Journalisten andernorts…

Wir wissen nicht genau, was Mohammed al-Dura passierte. Vielleicht werden wir es nie wissen. Aber das Urteil von Paris zeigt, dass France 2 nicht völlig offen sagte, was es über diesen Tag weiß. Es gibt zu verstehen, dass vielleicht die Israelis die Verantwortung dafür zu tragen haben. Es macht plausibel deutlich – ohne als verrückter Verschwörungstheoretiker abgetan zu werden – die Möglichkeit in Betracht zu ziehen, dass die al-Dura-Story eine Täuschung war.

Lesen Sie den ganzen Text (in Englisch).

Drei Fragen zu Al-Dura

19. Mai 2008

honestreporting Media BackSpin, 19. Mai 2008

Glauben Sie, dass Mohammed Al-Dura noch am Leben ist?

Ich will nicht spekulieren, aber wenn al-Dura lebt, hoffe ich, dass Charles Enderlin von dem Knüller erfährt.

Welche Bedeutung wird der Urteilsspruch am Donnerstag haben?

Er ist nun in hohem Maße belanglos. Richterin Trebucqs Entscheid würde bei den Arabern, die Al-Dura in den Heiligenstand versetzt haben, nichts bewirken. Auch erwarte ich nicht, dass sie jenen von uns zustimmen, die das Filmrohmaterial angesehen haben und wissen, dass es ein Witz ist. Die bemerkenswerteste Entwicklung nach allen gerichtlichen Instanzen ist, dass die Videoausschnitte (18 von ursprünglich 27 Minuten) freigegeben und dann gleich für unglaubwürdig befunden wurden.

Wenn der Urteilsspruch gegen France 2 hart ausfällt, wer wird dann die Konsequenzen tragen?

Schwer zu sagen, aber Kameramann Talal Abu Rama und palästinensische Freelancer wie er werden sich eher als Enderlin oder France2 größeren und unbequemeren Untersuchungen stellen müssen.

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Jamal al-Duras Narben aus der Vergangenheit

26. März 2008

honestreporting Media BackSpin, 26. März 2008

Die Narben, die Mohammed al-Dura’s Vater auf Beschuss durch die IDF zurückführen will, stammen von einer mehrere Jahre zuvor durchgeführten Operation. So lautet die Auskunft von Dr. Yehuda David, der Jamal Al-Dura 1994 im Krankenhaus Tel-HaShomer in Tel Aviv operiert hat.

Unabhängiger Ballistik-Experte: IDF hat al-Dura nicht getötet

2. März 2008

honestreporting.com Media BackSpin, 2. März 2008

Ha’aretz zitiert den Bericht des unabhängigen Ballistikexperten Jean-Claude Schlinger. Letzte Woche legte Philippe Karsenty den Bericht einem französischen Gericht vor, der das Videomaterial von France 2 zu Mohammed al-Dura untersuchte:

In seinem Bericht schrieb Schlinger: „Wenn Jamal [der Vater des Jungen] und Mohammed al-Dura tatsächlich von Schüssen getroffen wurden, dann können technisch gesehen diese nicht aus dem israelischen Posten gekommen sein, sondern nur aus der Richtung der palästinensischen Position.“

Er schrieb ebenfalls: „Unter Berücksichtigung des allgemeinen Zusammenhangs und angesichts der vielen Gelegenheiten, bei denen Vorfälle gestellt wurden, gibt es keine objektiven Beweise, dass das Kind getötet und sein Vater verwundet wurde. Es ist daher sehr wohl möglich, dass dies ein Fall ist, wo der Vorfall gestellt wurde.“…

Das ist das erste Mal, dass ein unabhängiger Ballistik-Experte, der nicht den Staat Israel vertritt, die Behauptungen Karsentys untersuchte.