Posted tagged ‘Medienkritik’

Ex-AP Korrespondent entlarvt die Israel Besessenheit der Medien

3. September 2014

Simon Plosker, HonestReporting, 26. August 2014 (übersetzt von Cora)

Der ehemalige Korrespondent der Associated Press Matti Friedmann erklärt in einem verurteilenden und aufdeckenden Bericht im Magazin Tablet, wie und warum die Reporter so falsch über Israel berichten und was dies bedeutet.

Wenn die Hysterie abebbt, wird – glaube ich – das Geschehen in Gaza von der Welt als nicht sehr wichtig erachtet werden. Menschen wurden getötet, meistens Palästinenser, darunter viele unbewaffnete Zivilisten. Ich wünschte, ich könnte sagen, die Tragödie um ihr Sterben oder der Tod israelischer Soldaten würde irgendetwas ändern, dass dies einen Wendepunkt markieren würde. Aber dem ist nicht so. Diese Runde war nicht die erste in den arabischen Kriegen mit Israel, noch wird es die letzte sein. Die israelische Kriegsführung unterschied sich in ihrer Ausführung kaum von jeder anderen, wie sie westliche Armeen gegen einen ähnlichen Gegner in den letzten Jahren geführt hatten, mit Ausnahme der direkteren Natur einer Gefahr für die Bevölkerung eines Landes und der größeren Anstrengungen tote Zivilisten zu vermeiden.

Was an diesem Sommerkrieg wichtig bleibt, liegt – so glaube ich – nicht im Krieg selbst. Es liegt vielmehr darin, auf welche Art und Weise dieser Krieg beschrieben und wie darauf im Ausland reagiert wurde. Auf diesem Weg wird die Wiederbelebung eines alten, verdrehten Denkens offenbar und seine Wanderung von den Rändern in die Mitte der westlichen Diskussion deutlich – nämlich die einer feindliche Obsession gegenüber den Juden. Der Schüssel zu dieser Wiederbelebung findet sich nicht bei den Jihad–Webmastern, den Verschwörungstheoretikern im Keller oder radikalen Aktivisten. Er liegt stattdessen vor allem bei den gebildeten und respektablen Menschen, welche die internationale Nachrichtenindustrie bevölkern, viele davon anständige Menschen, und manche sind meine ehemaligen Kollegen.

Während man die globale Manie über israelische Handlungen inzwischen als gegeben erachtet, ist es tatsächlich das Ergebnis von Entscheidungen, die von einzelnen Menschen in verantwortlichen Positionen getroffen wurden – in diesem Fall von Journalisten und Herausgebern. Die Welt reagiert nicht auf die Geschehnisse in diesem Land, sondern auf die Beschreibung der Geschehnisse durch die Medien. Die Lösung zum Verständnis der seltsamen Art von Reaktionen liegt darin, wie der Journalismus praktiziert wird, speziell in der massiven Fehlfunktion, die sich in diesem Beruf – meinem Beruf – hier in Israel breit gemacht hat.

Matti Friedman

Friedmann macht öffentlich, wie überproportional hoch im Vergleich mit anderen Orten das Personal von AP sowie der übrigen Medien in Israel und den Palästinensergebieten ist.

Er beschuldigt die Medien, die Palästinenser nur als passive Opfer eines Israel darzustellen, das so behandelt wird, als müsse es allein genauestens beobachtet werden und dass sich die Medien nie die Mühe machen, zu berichten, wofür die Hamas tatsächlich steht.

Er bringt Beispiele von Geschichten, die in der Schublade verschwanden weil sie nicht zum allgemein akzeptierten Bild passten, Israel als Zentrum des implodierenden Mittleren Ostens dar zu stellen.

Matti Friedmanns Schluss ist beunruhigend:

Israel ist keine Idee, kein Symbol für Gut oder Böse oder gar der Lackmustest linker Gesinnung bei Abendgesellschaften. Es ist ein kleines Land in einem beängstigenden Teil der Welt, der immer schrecklicher wird. Es sollte darüber so kritisch berichtet werden, wie über jedes andere Land und in seinem Kontext und seinen Proportionen gesehen werden. Israel hat nicht die wichtigsten Geschichten in der Welt, nicht mal im Nahen Osten; wie immer sich dieses Gebiet in den nächsten Dekaden entwickeln wird, es wird mit Israel so viel zu tun haben, wie Spanien mit dem zweiten Weltkrieg. Israel ist ein Fleck auf der Landkarte, eine Nebendarstellung, die aufgeführt wird, weil es emotional ungewöhnlich aufgeladen ist.

Viele im Westen bevorzugen offensichtlich die alte Bequemlichkeit die moralischen Fehler der Juden aufzugliedern, was ihnen das bekannte Gefühl der Überlegenheit gibt, anstatt sich mit der unschönen und verwirrenden Realität zu beschäftigen. Sie mögen davon überzeugt sein, dass alles das Problem der Juden und natürlich auch die Schuld der Juden sein. Aber Journalisten, die diese Fantasien pflegen, tun dies auf Kosten ihrer Glaubwürdigkeit und ihres Berufes. Und, wie Orwell uns sagen würde, die Welt genießt ihre Fantasien auf eigene Gefahr.

Matti Friedmanns Geschichte, von einem Insider geschrieben, verdient es komplett gelesen zu werden.

Zersplitterte Objektive – Fotofälschung bei Nachrichtenagenturen

3. Dezember 2010

HonestReporting Media BackSpin, 3. Dezember 2010

Bilder besitzen eine noch nie dagewesene Macht, was das Zustandekommen der „öffentlichen“ Meinung betrifft. Und die drei internationalen Nachrichtenagenturen AP, Reuters sowie AFP/ Getty Images nehmen bei der Berichterstattung aus Israel und den Gebieten der Palästinensischen Autonomiebehörde eine zentrale Rolle ein.

Bis heute jedoch hat aber niemand eine Studie in Auftrag gegeben, die Fotos von Nachrichtenagenturen dahingehend untersucht, ob sie nachweisbare Tendenzen entstellender und verfälschender Art beinhalten.

Um herauszufinden, ob und wie Israel von den Wire-Services fair oder unfair behandelt wird, hat HonestReporting nun mit einer Studie begonnen, die die Berichterstattung der oben genannten Nachrichtenagenturen genauer unter die Lupe nimmt.

Lesen Sie im ersten Teil, wie das am Beispiel der Gaza-Flotille geschah [In Englisch]*.

Shattered Lens – Photo Bias Exposed in the Wire Services

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P.S.: Hinweis für Skype-User:

Für die meisten Übersetzungen der HR-Dispatches reicht meine Zeit leider oft nicht. Deshalb biete ich hier an, dass man mich über Skype kontaktiert:

User: bernd.dahlenburg

Also nur Anfrage einreichen [muss ich natürlich freischalten!]. Ich bin meistens abends ab 18.00 Uhr erreichbar, manchmal auch eher, wie jetzt im Winter am Wochenende.

Rakete aus Gaza traf – britische Presse nicht

2. August 2010

HonestReporting Media BackSpin, 2. August 2010

Wie berichtete die britische Presse über einen palästinensischen Raketenangriff auf Ashkelon und die israelische Antwort? Wer lag richtig und wer daneben?

Lesen sie HonestReportings neue Medienkritik: Gaza Missile Hits, UK Press Misses

Special: Gaza-Krieg im Rückblick

8. Februar 2009

HonestReporting Media BackSpin, 8. Februar 2009

HonestReporting mit einer ausführlichen Rückschau auf einige der übelsten Fälle antiisraelischen Berichterstattung in den Medien: The Gaza War in Review

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Palästinensische Journalisten: Zahl der Toten weit übertrieben

22. Januar 2009

HonestReporting Media BackSpin, 22. Januar 2009

Während die meisten Medien über eine abschließende Totenliste des Gaza-Krieges berichteten, sagte ein italienischer Reporter, der viele Krankenhäuser im Gazastreifen besucht hatte, dass die Verlustrate weit niedriger war und die palästinensischen Journalisten das wüssten. Die Jerusalem Post führt aus:

Die Zahl der in der ‚Operation Bleigießen‘ getöteten Palästinenser überstieg nicht fünf- bis sechshundert, so Lorenzo Cremonesi, Korrespondent für die italienische Tageszeitung Corriere Della Sera am heutigen Donnerstag.

Cremonesi begründete seinen Bericht mit Besuchen von Krankenhäusern im Gazastreifen und Interviews mit Familienangehörigen der Toten. Er setzte auch die Zahl der Verletzten weit niedriger als 5.000 an – also im Widerspruch zu den Angaben der Hamas, die von der UNO sowie dem Internationalen Roten Kreuz in Gaza [unhinterfragt (bd)] übernommen worden waren.

„Es reicht völlig aus, einige Krankenhäuser [im Gazastreifen] zu besuchen, um festzustellen, dass die angegebenen Zahlen nicht stimmen“, schrieb er.

Im Europäischen Krankenhaus von Rafah, einer Einrichtung, die mit Verletzten wegen des „Tunnelkrieges“ überbelegt hätte sein müssen, waren viele Betten frei, wie Cremonesi berichtet. Ähnlich verhielt es sich im Nasser-Krankenhaus in Khan Younis, und aus dem privat geführten Amal-Krankenhaus berichtete Cremonesi, dass nur fünf von 150 Betten belegt waren.

YNet News merkt an, dass die palästinensischen Reporter von den aufgeblähten Zahlen wussten und dies Cremonesi gegenüber bestätigten:

Der Reporter des italienischen Blattes zitierte auch Reporter aus dem Gazastreifen, die die Hamas-Zahlen als völlig überzogen bezeichneten. „Wir haben es den Hamas-Kommandanten bereits gesagt: ’Warum besteht ihr darauf, die Opferzahlen nach oben zu schrauben?

Dieselben Reporter erwähnten, dass die Wahrheit, die letztendlich ans Tageslicht kommt, ähnlich der sein wird, die nach der Operation Defensive Shield in Jenin zu erkennen war. „Damals sprach man zuerst von 1.500 Toten. Doch dann stellte sich heraus, dass es 54 waren, davon 45 Bewaffnete“, erklärten die palästinensischen Reporter der italienischen Zeitung gegenüber.

Die IDF gibt an, dass während der Kampfhandlungen 500 Hamas-Kämpfer getötet worden seien. Dagegen behauptet die Hamas, „nur“ 48 Leute verloren zu haben.

Wie kommt es, dass dieselben palästinensischen Reporter, die der Welt 1.330 Tote präsentieren, eine andere Realität anerkennen und dann darauf warten, dass die Wahrheit „ans Licht kommt“ wie in Jenin?

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Der Staub legt sich: Bekanntgabe der Todesopfer

20. Januar 2009

HonestReporting Media BackSpin, 20. Januar 2009

Die Hamas behauptet, dass nur 48 ihrer Bewaffneten umgekommen seien. Die IDF stellt klar, warum diese niedrige Zahl lachhaft ist. Dazu YNet News:

Israel schätzt, dass 500 Hamas-Kämpfer während der Kampfhandlungen getötet wurden; es berücksichtigt auch, dass in etlichen Fällen schwer zwischen Bewaffneten und Zivilisten zu unterscheiden war, da viele Terroristen Zivilkleidung trugen, so, als ob sie generell unbewaffnet wären. Angaben der Armee zufolge konnten die Milizen sich [kurzfristig] unbewaffnet im Gazastreifen bewegen, da zahlreiche Gebäude als Waffendepots dienten. Folglich, so die IDF, wurden viele von ihnen als zivile Todesopfer gerechnet, obwohl etliche in Wirklichkeit Bewaffnete waren.

Das Herunterspielen eigener Verluste ist für die Hamas von großer Bedeutung. Indem die Zahl der Todesopfer, die als „Zivilisten“ definiert wird, nach oben getrieben wird, kann auf Israel größerer moralischer und juristischer Druck ausgeübt werden.

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Medien-„Kriegsverbrechen“

16. Januar 2009

HonestReporting Media BackSpin, 16. Januar 2009

Die neueste Entwicklung in den Medien, während Israels Kampagne gegen die Hamas andauert.

Lesen sie den neusten Beitrag von HonestReporting [In Englisch]: Medien-„Kriegsverbrechen“‘

Übertragung ins Deutsche auf Castollux unter dem Zitel „Phosphorisierende Vorwürfe“.

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Israel im Krieg – Tag 6

1. Januar 2009

HonestReporting Media BackSpin, 1. Januar 2009

underattackmap1Abbildung links: Der rot gekennzeichnete Bereich zeigt, wie groß die Reichweite der Kassam-Raketen mittlerweile ist.

Mit zunehmendem Raketenbeschuss aus Gaza wird Israel aber auch von den Medien angegriffen.

Lesen Sie bitte HonestReportings neue Sonderausgabe: Israel im Krieg – Tag 6

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Gehirnwäsche für palästinensische Kinder

23. Dezember 2008

HonestReporting Media BackSpin, 23. Dezember 2008

Manfred Gerstenfeld interviewt Dr. Daphna Burdman zu den Bestrebungen von Hamas und Fatah, den Kindern mittels Gehirnwäsche Hass auf Juden einzuimpfen – bis hin zur Gewaltanwendung gegen sie:

Die massenhafte Indoktrination der Kinder basiert auf einem ausgeklügelten System, das auf streng praktiziertem Glauben und tief verwurzelte psychologische Mechanismen baut. Dabei bedient man sich einer multimodalen Methodik, der Predigt des palästinensischen Nationalismus, Märtyrerbiografien und -geschichten und, speziell bei der Hamas, der starken Betonung auf den hegemonialen Anspruch der Scharia. Die Kampagne bedient sich der Medien, Schulen und der Straße ebenso wie religiöser Figuren.

Indoktrination in den PA-Gebieten ist weit mehr als das, was in Lehrbüchern steht oder über das Fernsehen vermittelt wird. Sie umspannt allgemeingesellschaftliche Faktoren wie den Zeitungsdruck, Eltern, Lehrer und Unterrichtsmethoden, die mit Ermutigung und Lob für Folgsamkeit sowie großer Missbilligung für weniger angepasste Schüler oder Studenten arbeiten. Die Imame sind extrem einflussreich, wenn sie erfolgreich die Ziele von Jihad und Martyrium hervorheben. Sommerlager und die Benennung von Straßen, Spielplätzen und Fußballmannschaften nach Märtyrern helfen, diese Stimmung in der Gesellschaft aufrechtzuerhalten.

Burdman, die als Psychiaterin, Pathologin und Oberstleutnant in der US-Armee dient, kann mit weiteren hochinteressanten Einblicken aufwarten. Lesen Sie bitte den vollständigen Artikel [In Englisch].

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Abbas: Ein „Gemäßigter“, der Terroristen stützt

17. April 2008

honestreporting Media BackSpin, 16. April 2008

Warum bezeichnen die Medien die palästinensische Führung unaufhörlich als „moderat“? Lesen Sie im neuen Communiqué von HonestReporting mehr darüber:  Abbas: Ein „Gemäßigter“, der Terroristen stützt. [In Englisch]

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Welche Treibstoffkrise?

14. April 2008

honestreporting Media BackSpin, 14. April 2008

Reuters:

Westliche Offizielle bestätigten Israels Stellungnahme, dass etwa zwei Tagesrationen Benzin und Diesel unangezapft in Gazas’ Tankbehältern lagern.

Genug gesagt…

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Red Ronnie schlägt wieder zu

11. April 2008

honestreporting Media BackSpin, 11. April 2008

Ronnie Kasrils wirbelt in Südafrika wieder viel Staub auf. Der Chef der südafrikanischen Geheimdienste nagelte in der Johannesburg Star einen Kommentar an die Wand, in dem er Verunglimpfungen israelischer „Massaker“ in Deir Yassin, Sabra and Shatila und Jenin wiederkäute.

Der Artikel wurde natürlich in Cape Argus abgedruckt. Beide Blätter betrachten Kasrils‘ Propaganda als „premium content“ für Abonnenten, was bedeutet, dass man dafür zahlen muss, um das Privileg zu haben, es zu lesen.

Dank an Almost Supernatural, Kasril zu fisken* und nachzulegen.

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*to fisk: Nach den journalistischen Methoden von Robert Fisk benannt.

Hinweis: Die Beschreibung von Wikipedia deckt sich nicht zwangsläufig mit der von HonestReporting Media BackSpin

Wie bitte?

10. April 2008

honestreporting Media BackSpin, 10. April 2008

Kann irgendjemand diesen verschwurbelten AFP-Satz aufdröseln?

Die Hamas hatte für den Anschlag auf den Grenzposten nicht die Verantwortung übernommen, aber ihr bewaffneter Flügel sagte, dass er nach dem Kampf drei selbst gefertigte Raketen auf den Grenzübergang abfeuerte – das erste Mal seit Anfang März, dass er für einen Anschlag auf Israel die Verantwortung übernommen hat.

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Nahal Oz: Fallbeispiel für fehlerhafte Berichterstattung

10. April 2008

honestreporting Media BackSpin, 10. April 2008

Eine Untersuchung der britischen Berichterstattung offenbart eklatante Unzulänglichkeiten.

Ausführliche Erläuterung dazu im neuen Communiqué von HonestReporting Großbritannien [In Englisch]: Nahal Oz: Fallbeispiel für fehlerhafte Berichterstattung.

(Übersetzung auf Anfrage)

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Anonyme Kommentare, anonyme Quellen

9. April 2008

honestreporting Media BackSpin, 9. April 2008

AP befragte Redakteure und Leser zur Glaubwürdigkeit von Online-Medien.

Der entscheidende Unterschied zwischen beiden Gruppen: Redakteure denken in der überwiegenden Mehrheit, das erfordert, dass ihr Wunsch, die Leser mögen ihre Identitäten aufdecken, bevor sie Kommentare schreiben, guten Journalismus fördert. Die Leser waren in dieser Frage nicht gemeinsamer Meinung.

Was ich damit sagen wollte: Die Vertrauenswürdigkeit der Medien könnte auch gestärkt werden, wenn auf anonyme Quellen weitestgehend verzichtet wird.

(Hat tip: Romenesko)

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AFP-Quellen berichten, Teil 2

9. April 2008

honestreporting Media BackSpin, 9. April 2008

Das palästinensische Zentrum für Menschenrechte bestätigte, dass ein palästinensischer Junge durch eine fehlgeleitete palästinensische Granate getötet worden war, und nicht durch einen IDF-Panzer.

Wenn Sie genau hinhören, können Sie heraushören, wie sich AFP beeilt, ihre Berichterstattung zu korrigieren….

Dazu passend: Was Quellen sagen…

Hat tip: (Elder of Ziyon)

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Die Welt nach Zeitungsberichten dargestellt

7. April 2008

honestreporting Media BackSpin, 6. April 2008

Gibt es so etwas wie über Beichterstattung berichten? In der Vergangenheit wurden wir auf Webseiten aufmerksam, die quantifizieren, wie viel Berichterstattung die verschiedenen Länder erfahren.

Jetzt stellten Nicolas Kayser-Bril und Gilles Bruno die Länder grafisch dar, über die 2007 in Zeitungen berichtet worden war. Wie sie auf ihrem Online-Journalismusblog darlegen, stechen die Länder auf den angefertigten Karten hervor, über die am häufigsten berichtet wird. In der Studie geht es nicht speziell um Israel sondern um die Vorlieben der Mainstream-Medien. Wenn Sie auf die darunter stehenden Namen der Zeitungen klicken können Sie einen Vergleich zwischen den Auslandsmedien ziehen und feststellen, wie stark Israel jedes Mal hervorsticht.

Daraus zieht Kayser-Bril zwei Schlüsse:

Zum einen sind namhafte Blätter in der Auswahl ihrer Berichterstattung zu Weltnachrichten sehr wählerisch. . . .

Zweitens stellen wir fest, dass Medien, die nur über das Web berichten, keinen so differenzierten Blick auf die Welt bieten. Das leuchtet ein, wenn man die Verengung bedenkt, wie sie in Project for Excellence-Bericht bei Online Journalism Blog beschrieben wird. Der Mangel an Quellen zwingt sie dazu, ihren Blickwinkel zu verengen. Kleine Themen werden von der Blogosphäre besser abgedeckt, die bei der Verbreitung von Nischennachrichten unschlagbar zu sein scheint.

Was bedeutet dies für Israel? Die westlichen Zeitungen haben ihre Auslandsbüro geschlossen, sowie die internationale Berichterstattung und Beiträge, die ursprünglich in einer kleinen Auflage großer Tageszeitungen erschienen, die es sich leisten können, ein Büro in Israel aufrechtzuerhalten, vorwiegend den Nachrichtenagenturen überlassen.

Trotz des Personalabbaus bleibt die schiere Zahl der Berichterstattung auf einem hohen Niveau. Bedeutet dies, dass ein kleiner Journalistenzirkel unangemessen viel Einfluss auf die Art und Weise erhält, wie die Welt den israelisch-arabischen Konflikt wahrnimmt?

Was Quellen sagen…

6. April 2008

honestreporting Media BackSpin, 6. April 2008

Welcher Schlagzeile sollte man Glauben schenken?

Israelischer Beschuss tötet Bauer in Gaza

oder…

Fehlgesteuerte palästinensische Rakete tötet Bauer in Gaza

Erfolg: Reuters entfernt antiisraelischen Blogbeitrag

27. März 2008

honestreporting.com Communiqué, 27. März 2007

Reuters reagiert auf Beschwerden der Leser von HonestReporting. Mehr dazu im neuen Communiqué von HonestReporting: Erfolg: Reuters entfernt antiisraelischen Blogbeitrag*
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* Es handelt sich hier um etwas ausführlichere Versionen der Beiträge Reuters entfernt anstößigen Blogbeitrag und Bericht kritisiert BBC hart wegen Unterstützung von Iran und Hisbollah.

Eine Übersetzung ist daher nicht notwendig.

Bericht kritisiert BBC hart wegen Unterstützung von Iran und Hisbollah

25. März 2008

honestreporting Media BackSpin, 25. März 2008

Ein bald erscheinender Bericht Trevor Assersons kritisiert hart das arabischsprachige BBC-Programm wegen voreingenommener Kommentierung während des zweiten Libanonkrieges. YNet News erläutert:

Das Forscherteam untersuchte „Hadith al-sa’a“ (Talk of the Hour), das Hauptkommentarprogramm der Station während des zweiten Libanonkrieges, und kam zu dem Ergebnis, dass diejenigen Kommentatoren bevorzugt wurden, die den Iran und seinen Standpunkt unterstützten.

Die Kommentatoren des Senders, so die Untersuchung, hatten nicht einmal versucht, ihre offene Sympathie für die libanesische Seite und die Hisbollah-Kämpfer zu verbergen.

Assersons vorangegangene Untersuchungen sind von beeindruckender Gründlichkeit und online auf seiner Webseite BBCWatch nachzulesen.