Posted tagged ‘Medienkrieg’

Leseempfehlungen vom 12. Oktober 2010

13. Oktober 2010

HonestReporting Media BackSpin, 13. Oktober 2010


Haniyah Stresses Importance of Victory in Media War Against West

Israel’s Border With Iran

PA Submits Request For New Airport

Lattes, Beach Barbecues (and Dodging Missiles) In the World’s Biggest Prison Camp

International Recognition of a Unilaterally Declared Palestinian State: Legal and Policy Dilemmas

Censors Pull Plug on Screenings of Iranian Protest Film during Ahmadinejad Visit

Die Top 5-Beiträge 2009

10. Dezember 2009

HonestReporting Media BackSpin, 10. Dezember 2009

Ein Blick auf Google Analytics und der kurze Versuch, die Rangliste der 5 meist gelesenen Blogbeiträge dieses Jahres zu interpretieren.

1. Goldstone Report Online
Ich [Anm.: gemeint ist Pesach Benson, bd] postete lediglich einen Link zum UN-Report (in pdf). Ich vermute, die Leser begrüßten es, dass sie direkt dorthin geführt wurden. Die meisten Klicks kamen über Google, also schreibe ich es der Schlagzeile zu.

2. Evolution einer Empörung
Ein Beitrag aus dem Jahr 2003, angelehnt an Goyas Gemälde „Saturn verschlingt eines seiner Kinder“. Eine schmutzige Karikatur, die Sharon dabei zeigt, wie er ein Palästinenserkind verspeist. Beinahe alle Zugriffe erfolgten über Google Images. Bis ich eine bessere Erklärung dafür habe, hake ich es unter „zufällige SEO“ ab. [Anm.: SEO = Search Engine Optimization; bd]

3. Idiotensichere Navigation auf der Beschwerdeseite der BBC
War auch  im letzten Jahr unter den Top 5. Sagt einiges über Beep aus, nicht wahr?

4. Liveblogging zum Medienkrieg, 8. Januar
Es freut mich, dass dieser Eintrag in die Top 5 kam, obwohl der meiste Traffic sich auf diesen  einen Tag beschränkte (Anm.: Ins Deutsche haben wir damals nicht übersetzt bzw. nur Ausschnitte daraus, weil es sehr viel war und sich die Nachrichten überschlugen. Liveblogging war sehr intensiv und ich bedauere, dass ich nicht schon am 27. Dezember damit begonnen hatte.

5. Palästinensische Journalisten: Zahl der Toten weit übertrieben
Die Abweichung zwischen den israelischen und palästinensischen Zahlenangaben bezüglich der Getöteten ist einer der wichtigsten Beiträge im Jahr 2009. Schön, dass die Leser die Botschaft verstanden haben. Es war das erste Posting zu einem Thema, das in diesem Jahr mehrmals angesprochen wurde.

Live-Blogging, 8. Januar

8. Januar 2009

HonestReporting Media BackSpin, 8. Januar 2009

Bitte wieder auf das englischsprachige Original von Pesach Benson (HonestReporting) klicken, das ständig erneuert wird.

Solange die Kampfhandlungen andauern und die Beiträge sehr umfangreich sind werden wir so verfahren. Danach wird wieder wie gewohnt übersetzt – zwischendurch natürlich auch die anderen kleineren Beiträge.

Danke.

Die Medienschlacht gewinnen, aber den Medienkrieg verlieren

25. August 2008

honestreporting Media BackSpin, 25. August 2008

Abbildung: Lauren Booth im Gespräch mit Ismail Haniyeh. Dazwischen ein Dolmetscher.

Herb Keinon erörtert, wie Israel die Medienschlacht gegen Free Gaza Movement gewonnen hat, möglicherweise aber den Krieg verloren:

Jerusalem braucht sich nicht zu viele Sorgen darüber zu machen, dass durch sein Okay für die Passage der Schiffe ein Präzedenzfall geschaffen worden ist, weil es deutlich erklärte, dass es sich um einen einmaligen Deal handelte und es sich das Recht vorbehalten hat, weitere Boote an der Fahrt nach Gaza zu hindern.

Vielmehr sollte sich Israel darum sorgen, wenn seine Feinde erkennen, dass es Angst vor schlechter Presse hat und an seinen Prinzipien festhält, um ein negatives Medienereignis zu vermeiden.

Die Gefahr besteht nicht darin, dass den zwei Schiffen von Free Gaza eine Flottille weiterer folgt, die humanitärere Hilfe für die Gazaner bringen, sondern eher darin, dass die Methode, die diese Demonstranten angewandt haben – Einsatz der Medien als Instrument, Israel zur Resignation zu bringen – für eine zukünftig effektivere Aktion verfeinert wird.

Unzutreffend ist, dass „Journalisten“ wie Lauren Booth und Yvonne Ridley sich mit „Journalismus“ beschäftigen. Fakt ist, dass sie es zu weit trieben, wenn sie von Berichterstattern selbst zum Gegenstand der Berichterstattung mutierten. Booth bekannte zumindest so viel:

„In diesem Medienkrieg war es unmöglich für sie [Israel] zu gewinnen, weil sie keine schlüssigen Argumente dafür haben, was sie mit Ihrem Hafen und Ihren Grenzen machen sollen“, so Booth.

ShareThis