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Mahmud Zahar: Widersprüchliche Botschaften oder gezielte Fehlinformation?

8. März 2012

HonestReporting Media BackSpin, 8. März 2012

Entweder verkündet Mahmoud Zahar widersprüchliche Botschaften oder jemand verbreitet Fehlinformationen, was eine mögliche Beteiligung der Hamas am Schlachtgetümmel eines israelisch-iranischen Krieges betrifft.

Dazu die BBC:

Aber Mahmoud Zahar, hochrangiger Führer der Hamas in Gaza, verneinte eine Beteiligung der Gruppe, und er sagte gegenüber der BBC: Wir sind nicht Teil irgendeiner politischen Achse“

„Wenn Israel uns angreift, werden wir reagieren. Falls nicht, werden wir uns nicht in irgendeinen anderen regionalen Konflikt einmischen“, fügte er hinzu.

Zahar bezweifelte die Fähigkeit der Hamas, von den palästinensischen Gebieten aus den Süden Israel anzugreifen, selbst wenn sie es wollte.

Aber AP schreibt:

Am Mittwoch zitierte die halbamtliche iranische Nachrichtenagentur Fars Mahmoud Zahar, ein weiteres hochrangiges Hamas-Mitglied in Gaza, mit den Worten „Die Position der Hamas im Hinblick auf einen zionistischen Krieg gegen den Iran ist ultimative Vergeltung.“ Mittwochabend war Zahar für einen Kommentar nicht erreichbar.

AFP und Guardian haben bereits offiziell ihre eigenen Hamas-Quellen zitiert, was eine Nichtbeteiligung am Konflikt beträfe.

(Bild via YouTube/Emirabdlkdr)

Hamas: Israel besetzt Gaza nicht

3. Januar 2012

HonestReporting Media BackSpin, 3. Januar 2012

Die Hamas gibt zu, dass Gaza nicht von Israel besetzt ist. YNet News zitiert Mahmoud Zahar (Abb. rechts):

„Volkswiderstand passt nicht zum Gazastreifen“, sagte al-Zahar. „Gegen wen genau würde sich ein Aufstand richten? Um solch einen Widerstand handelte es nur zu, wenn Gaza besetzt wäre“. Allerdings behauptete er, dass alle Formen von Widerstand – einschließlich des bewaffneten – für die West Bank angemessen sind, da sie „noch immer im Besatzungszustand ist“.

1. Das wussten wir die ganze Zeit.
2. Erzähl das mal der Flotilla-Bewegung.
3. Das beeinträchtigt den Propagandawert der Reise von Ismail Haniyeh in die Türkei, wo sich Haniyeh mit Ministerpräsident Erdogan traf und die Mavi Marmara besuchte.
4. Wenn Robert Fisk, der Pöbler von Comment is Free, und George Galloway palästinensischer sind als die Hamas, werden sie Zahar gegenüber nachsichtig sein, was seine Verwendung des Begriffes Besatzung betrifft. Letztlich war es ihre Reaktion auf die PaliLeaks.
5. Die Raketen werden sowieso weiterhin fliegen.

(Bild von Zahar via YouTube/alljie)

Nachtrag zu Carter, Hamas und Washington Post

27. April 2008

honestreporting Media BackSpin, 27. April 2008

Letzte Woche durfte Mahmoud Zahar, starker Mann der Hamas, in der Washington Post einen Gastkommentar schreiben. Dem Blatt muss man zugute halten, dass ein hauseigener Kommentar vermerkte, man hätte sich dort die Nase zugehalten.

Aber so einfach geht es auch wieder nicht. Wenn das Blatt Zahar für den Kommentar ein Honorar gegeben haben sollte, befände sich die Post möglicherweise auf Kollisionskurs mit Bundesgesetzen, die finanzielle Transaktionen an Terrororganisationen unter Strafe stellt, so Steve Emerson (via LGF). Die Washington Post zahlt an Gastkommentatoren ein Mindesthonorar in Höhe von 200 Dollar; unter Umständen fällt mehr an. Emerson zufolge weigert sich die Post anzugeben, ob und wie viel sie für den Kommentar bezahlt hat.

Ich hatte gehofft, dass die für Beschwerden zuständige Ombudsfrau Deborah Howell sich zunehmend an der Diskussion beteiligen würde. Stattdessen beschäftigte sie sich in ihrer Kolumne letzte Woche mit Fragen, die ohne Bezug zur Israel-Berichterstattung unserer Kollegen von CAMERA stehen. In der heutigen Ausgabe geht’s um Bloggen zum Thema „Sport“.

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