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Werden die Mainstream-Medien eine Richtigstellung zu „Vergewaltigung mittels Täuschung“ bringen?

8. September 2010

HonestReporting Media BackSpin, 8. September 2010

Nach der Verurteilung eines Arabers wegen  „Vergewaltigung mittels Täuschung“ im Juli putzen linke Kommentatoren Israel herunter.

Besonders Andrew Sullivan hob hervor, beim Richterspruch handle es sich um „Rassismus, religiöse Motivlage und Rassenvermischung.“ Leserkommentare bei The Lede und Daily Kos versuchten darüber hinaus, Israel in die Defensive zu drängen, während der Guardian Saber Kushour ein Forum gab, in dem er der Welt mitteilen konnte, wie sehr das Urteil „sein Leben ruiniert“ habe.

Aber neu veröffentlichte Prozessakten stellen alle Vorwürfe auf den Kopf. Ich lasse Maan News die neuesten Enthüllung aufzählen:

Die israelische Wochenzeitschrift HaIr* veröffentlichte am Freitag die Zeugenaussage, die bei Gericht vom Kläger eingegeben worden war.

Kushur wurde ursprünglich wegen gewaltsam erzwungenen Geschlechtsverkehrs angeklagt, und der RichterspruchVergewaltigung mittels Täuschung“ war ein außergerichtlicher Handel zwischen Staatsanwalt und Verteidigung. HaIr zufolge forcierten Kushurs Anwälte die Version „Vergewaltigung mittels Täuschung“.

Nach dem Richterspruch wurden israelische Pressemeldungen zum Gerichtsurteil schnell von den internationalen Medien aufgegriffen, die die Entscheidung des Gerichts als exemplarisches Beispiel für die Diskriminierung arabischer Israelis zitierten….

Dem Bericht zufolge wurde die ursprüngliche Anklage wegen Vergewaltigung auf „Vergewaltigung mittels Täuschung“ abgeändert, um die traumatisierte Frau zu schonen, die sich aggressiven Fragen durch erlittenen sexuellen Missbrauch und ihre Vergangenheit als Prostituierte ausgesetzt sah.

Anders als bei JTA , Maan News und einem Haaretz Kommentar habe ich bis heute kein englischsprachiges Mainstream-Printmedium [MSM (bd)] entdeckt, das die Geschichte aufgegriffen hat. Die MSM sollten ihre Dateien auffrischen. Wenn nicht, wären sie Beteiligte an einer Täuschung, die es zulassen würde, dass Israel im Gerichtshof der Öffentlichen Meinung vergewaltigt werden würde.

(Hattip: Victor Shikhman)

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*hebr. für „The City“.

Wird die PA palästinensische Wikipedia-Redakteure finanziell unterstützen?

30. August 2010

HonestReporting Media BackSpin, 29. August 2010

Als Antwort auf die Kontroverse um zionistische Wikipedia-Redakteure plant der palästinensische Journalistenverband „Gruppen für eine Gegenredaktion“ aufzubauen.

Abdul Nasser An-Najar, Vorsitzender des Verbandes, teilte Maan News gegenüber mit, dass er die PA um finanzielle Unterstützung bitten werde.

Das würde Wikipedia definitiv politisieren. Ich frage mich, ob die Eskalation in den Wiki-Kriegen die gleiche Medienresonanz erzeugen wird.

Stellen Sie sich die Schlagzeilen vor….

15. Juli 2010

HonestReporting Media BackSpin, 15. Juli 2010

Maan News berichtet, dass nicht identifizierte Angreifer Gazas YMCA-Center mit einer Granate angriffen. Einen nahe gelegener Spielplatz wurde von Splittern getroffen, verletzte zum Glück aber niemanden.

Mit Ausnahme einer kaum wahrnehmbaren Fußnote bei einem sowieso fälligen Update von  AP habe ich bei keiner westlichen Nachrichtenagentur etwas gelesen.

Stellen Sie sich die Schlagzeilen vor (und Prozesslawinen), wenn Israel beteiligt gewesen wäre.

Stellen Sie sich die Schlagzeilen vor, wenn Israel beteiligt wäre

7. März 2010

HonestReporting Media BackSpin, 7. März 2010

Schnipsel aus Maan News:

Quellen in Gaza berichteten über die Beschlagnahme von Rotkreuz-Akten, Computern und anderen Ausrüstungsgegenständen, als die de facto-Regierungsangestellten am Donnerstag in das Hauptquartier der Organisation in Gaza Stadt eindrangen.

Die Welt verurteilt Israelis selbst dann schon, wenn ein IDF-Soldat in Richtung einer palästinensischen medizinischen Einrichtung niest. Nun, da die Hamas das Hauptquartier des Roten Kreuzes überfallen und alles weggekarrt hat, würde ich gerne ein Zeichen der Empörung von NGO’s wie Rotes Kreuz, Ärzte ohne Grenzen und einem ihrer internationaler Geldgeber vernehmen.

Es ist genau das Gleiche wie bei der schlimmen Situation, in der sich Paul Martin befindet. Der britische Journalist wird noch immer von der Hamas gefangen gehalten, aber die Nachrichtenmedien und Journalistenorganisationen, die sich eigentlich lautstark für einen der ihren einsetzten sollten, bleiben merkwürdig ruhig.

Warum diese beängstigende Stille, wenn die Hamas einen Journalist gefangenen hält und das Rote Kreuz buchstäblich komplett ausraubt? Können Sie sich die Schlagzeilen vorstellen, wenn Israel dies täte?

IFJ verurteilt restriktive Pressepolitik der Hamas – und die Mainstream-Medien gähnen

25. Januar 2009

HonestReporting Media BackSpin, 25. Januar 2009

Die International Federation of Journalists (IFJ) verurteilte die Medienpolitik der Hamas, und die Mainstream-Medien nahmen davon keinerlei Notiz. Dazu eine Stellungnahme vo IFJ-Mitglied Aiden White:

„In Gaza registrierten wir Einschüchterungsmaßnahmen der Hamas. Das ist überhaupt nicht hinnehmbar. Wir wissen, dass humanitäre Hilfe für die Medien – darunter Sicherheitswesten für gefährdete Journalisten, entwendet und beschlagnahmt worden sind. Dies ist nicht tolerierbar,“ so White.

Eine weitere IFJ-Pressemitteilung:

„Der letzte Monat war für die in Gaza arbeitenden Journalisten die Hölle“, sagte Aiden White. Es ist unmöglich, die Situation der Medien angemessen zu untersuchen, ohne die Schwierigkeiten zu berücksichtigen, mit denen die Journalisten konfrontiert sind – besonders wegen des Hamas-Regimes. Jeder weiß, dass die Hamas keine Freunde von freier Berichterstattung sind und gnadenlos die Medien einschüchtern und manipulieren. Die Lage der Journalisten in Gaza war schon vor der militärischen Auseinandersetzung unerträglich und der letzte Konflikt hat die Situation in keiner Weise verbessert. Die IFJ ist besonders besorgt wegen der Versuche der Hamas, sich in die Arbeit der palästinensischen Journalisten einzumischen. Nun, da die Gewalt beendet wurde, ist es an der Zeit, dass alle Seiten, auch die Hamas, die Journalisten ungehindert arbeiten lassen.“

Maan News veröffentlichte eine Antwort der „de-fakto-Regierung“, in der die IFJ-Vorwürfe zurückgewiesen wurden. In der Zwischenzeit wundert sich Elder of Ziyon (der uns davon unterrichtete) über das ohrenbetäubende Schweigen der Mainstream-Medien:

Wenn die Journalisten sich so viel Sorgen über Meinungsfreiheit und Objektivität machten, warum hatten sie dann alle diese Geschichte einer Organisation ignoriert, die dazu da ist, sie zu schützen?

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