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Arabischer Knesset-Abgeordneter ruft im Guardian zu Sanktionen auf

5. November 2012

HonestReporting Media BackSpin, 5. November 2012

(Abbildung rechts: Jamal Zahalka)

Geht man nach der Überschrift eines Artikels beim Guardian-Blog Comment is FreeEs ist Zeit für Sanktionen gegen Israel – wird die Fusion der rechtskonservativen Parteien Extremismus und Rassismus gegen die Palästinenser befördern. Sanktionen sind die einzige Antwort.“

Der Autor behauptet:

Da die Gefahr des Rassismus nicht allein auf seiner Gefühlskälte, sondern auf seiner Macht und seinem Einfluss beruht, deutet diese Koalition inmitten der Regierung auf einen starken Anstieg von Rassismus und einen dramatischen  Demokratieverlust hin.

Und:

Wer auch immer einen gerechten Frieden will, um sich anbahnende Kriege zu verhindern, wer immer den durch die Besatzung begangenen Verbrechen ein Ende setzen will, wer immer Rassismus bekämpfen will, muss die Verhängung von Sanktionen unterstützen.

Bemerkenswert an diesem Gastbeitrag sind nicht allein die Rassismus-Vorwürfe gegen Israel, die so etwas wie ein Grundnahrungsmittel für den Guardian sind, sondern die blanke Heuchelei hinter dem Boykott-Aufruf des Autors.

Der Autor ist nichts weniger als ein Knesset-Abgeordneter für die Balad-Partei. Jamal Zahalka scheint, obwohl gewählter Vertreter der Araber im israelischen Parlament, die Wahlergebnisse am 22. Januar 2013 nicht abwarten zu können. Allein der Zusammenschluss der Parteien Likud und Yisrael Beitenu ist für ihn schon Anlass genug,  etwa übers Knie zu brechen und prohibitive Maßnahmen gegen Israel zu fordern.

Als ob er eine Ausrede nötig gehabt hätte.

Globe & Mails zersplitterte spiegelbildliche Darstellung

27. Mai 2011

HonestReporting Media BackSpin, 27. Mai 2011

Doug Saunders, Leiter des Redaktionsbüros von Globe & Mail in Europa, geht davon aus, dass es zwischen der Hamas und den israelischen Parteien, die Premierminister Netanjahus Regierungskoalition stützen, keinen Unterschied gäbe.

Er läge dann richtig, wenn Likud, Yisrael Beiteinu, Shas, Vereinigtes Thora-Judentum und Haatzmaut eigene bewaffneten Gruppen unterhielten, Raketen auf Nachbarn abfeuerten, die Medienfreiheit massiv einschränkten, Kinder einer Gehirnwäsche unterzögen und sich gegenseitig von Hausdächern werfen würden.

Was die Regierungslegitimität betrifft möchte ich Khaled Abu Toameh zitieren, der letztes Jahr argumentierte, dass es die Illegitimität der PA ist, die jegliche Friedensbemühungen behindert:

Ein Präsident, dessen Amtszeit schon lange abgelaufen war, und ein Ministerpräsident, der etwa 2% der Stimmen hatte, wurden nun von einer US-Regierung eingeladen, direkte Friedensgespräche zwischen Israel und den Palästinensern zu führen….

Das 18-köpfige Exekutivkomitee der PLO, das vergangene Woche in Ramallah zusammentraf, um direkten Gesprächen mit Israel zuzustimmen, wird von nicht gewählten hohen Offiziellen dominiert….

Abbas und Fayyad sind dennoch nicht auf den Kopf gefallen. Beide wissen ganz genau, dass sie nicht berechtigt sind, ein Abkommen mit Israel zu unterzeichen. Deshalb suchen sie nach allen möglichen Auflüchten, sich aus direkten Verhandlungen herauszuhalten und beschuldigen deshalb Israel, den Friedensprozess scheitern zu lassen.

Saunders spiegelbildliche Darstellung ist zersplittert.

(Hat tip: HonestReporting Canada)