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Wie Dankbarkeit gegenüber Israel aussieht*

19. Juli 2010

HonestReporting Media BackSpin, 19. Juli 2010

Israel hob eine Terrorzelle der Hamas aus, die verantwortlich ist für den Mord am israelischen Polizeibeamten Yehoshua Sofer im Juni.

Wie die Jerusalem Post schreibt, hatte zwei Wochen vor dem Anschlag einer der Anführer seine 6-jährige Tochter ins Hadassah Krankenhaus gebracht, wo Ärzte einen Tumor im Auge des Mädchens entfernten. Die Operation wurde durch eine nicht näher bezeichnete israelische Organisation finanziert.

Mit einer ähnlichen Situation war ein altgedienter israelischer Journalist vor zwei Jahren konfrontiert. Bei der Erstellung eines Dokumentarfilms über den vier Monate alten Mohamed Abu-Mustafa sorgte die Mutter – milde formuliert – für schlechte Stimmung, als sie Shlomi Eldar erzählte, dass sie hoffe, ihr Sohn würde aufwachsen, um ein Shahid zu werden. Haaretz schreibt über diesen Hammer:

Von einer harmlosen Konversation über religiöse Feiertage wechselte Raida Abu Mustafa in einen unerträglichen Monolog über die Kultur der Shahids (Märtyrer), und während des ganzen Transplantationsprozesses bekräftigte sie wieder und wieder, dass sie sich wünsche, ihr Sohn möge einmal einen Selbstmordanschlag in Jerusalem verüben….

Und Eldar war aufgebracht: „Warum aber kämpfen Sie dann um das Leben Ihres Sohnes, wenn Sie sagen, dass der Tod für ihr Volk erstrebenswert ist?“ bricht es aus ihm in einem der dramatischsten Momente des Films heraus .

„Er ist eine normale Angelegenheit“, lächelt sie ihn an. „Das Leben ist nicht wertvoll. Das Leben mag einen Wert haben, aber nicht für uns. Für uns ist das Leben nichts wert, überhaupt nichts. Deshalb gibt es bei uns so viele Selbstmordbomber. Sie haben keine Angst vor dem Tod. Niemand unter uns, auch nicht die Kinder, hat Angst vor dem Tod. Er ist für uns normal. Wenn Mohamed sich gut erholt hat, wird er sicher ein Shahid werden wollen. Wenn es für Jerusalem ist, gibt es überhaupt kein Problem. Für Sie ist es hart, ich weiß. Bei uns wird es Freudenschreie des Glücks geben, wenn jemand als Shahid fällt. Shahid sein ist für uns eine gewaltige Sache.“

Ich erinnere mich an Golda Meirs Prophezeiung:

Wir werden erst dann Frieden mit den Arabern haben, wenn sie ihre Kinder mehr lieben als sie uns hassen.

Israel wird dennoch weiterhin palästinensische Kinder medizinisch versorgen, weil sie menschliche Wesen sind wie wir selbst und das der richtige Weg ist.

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* Dazu auch dieser Beitrag bei Letters von Rungholt.