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Press TV: Iranischer Propagandasender Off the Air – wo er hingehört

23. Januar 2012

HonestReporting Media BackSpin, 23. Januar 2012

Das staatlich gelenkte iranische Propagandaorgan Press TV hatte Ende des Jahres 2008 eine Lizenz erworben, um via Satellit aus seinen Londoner Studios seine ganz speziellen „News“ in die Wohnzimmer von Millionen Briten auszustrahlen.

Wie ein Fernsehsender, der die Holocaustleugnung gefördert hatte und via seine iranischen Hintermänner eine bösartige Agenda gegen Israel betrieben hatte, eine britische Lizenz für Berichterstattung in der ersten Reihe bekommen konnte, ist ein Rätsel.

Aber seitdem sah sich Press TV mehrmals Ermittlungen von Ofcom, der britischen Regulierungsbehörde für Medien, ausgesetzt. Darunter fielen auch Berichterstattung und Kommentierung zu Israel durch die Star-Moderatoren Lauren Booth und George Galloway.

Darüber hinaus zog Press TV die Aufmerksamkeit von Ofcom auf sich wegen einer Beschwerde, dass er bei seiner Berichterstattung über die Versuche des iranischen Regimes im Anschluss an die Wahlen von 2009, die Dissidenten niederzuknüppeln, seine Verpflichtung zur Unparteilichkeit und sorgfältigen Berichterstattung verletzt hatte; und in jüngster Vergangenheit wurde der Sender wegen der Ausstrahlung dieses Interviews mit Newsweek-Journalist Maziar Bahari bestraft, weil es durch Folter zustande gekommen war. Bahari war wegen seiner Berichterstattung über die Demonstrationen nach den iranischen Präsidentschaftswahlen im Jahr 2009 inhaftiert worden. Der Sender zeigte auch einen Hang für Fortsetzungsgeschichten, die keine seriösen Medien bringen würden.

All dies gipfelte im Entzug der Sendelizenz für Press TV in Großbritannien durch Ofcom; augenscheinlich wegen Verletzung der britischen Rundfunkvorschriften bei der Berichterstattung aus Teheran. Der Guardian berichtet:

„Ofcom hat beschlossen, Press TV Limited mit sofortiger Wirkung die Lizenz zu entziehen“, so der Regulierungsbeauftragte in einer Erklärung. 

Ofcom schrieb Press TV in November einen Brief, in dem das Problem angesprochen und die Wahl aus zwei Rechtsmitteln angeboten wurde. 

Zum einen sollte die redaktionelle Aufsicht für das Programm von Press TV auf Großbritannien übertragen werden, oder aber an den Iran. 

„Die Rundfunkvorschriften setzen voraus, dass die Lizenz von der Person gehalten wird, die in der Regel die Kontrolle über die TV-Ausstrahlung besitzt, das heißt, die Person, die für die Programmauswahl des Senders zuständig ist und den Programmablauf organisiert“, so Ofcom. 

„Ofcom räumte Press TV die Möglichkeit ein, einen korrekt lizenzierten Antrag auf Ausübung seiner Tätigkeit in Teheran zu stellen und dabei behilflich zu sein“, sagte der Regulierungsbeauftragte. 

Ofcom sagte, dass Press TV auf keine der beiden Optionen reagierte bzw. keine davon implementierte. 

„Press TV hatte die Möglichkeit, seine Sicht der Dinge zu Ofcoms ’beabsichtigtem Lizenzentzug’ darzustellen“, so der Offizielle.

„Press TV versäumte, den notwendigen Antrag zu stellen, und Ofcom entzog deshalb Press TV die Lizenz für Ausstrahlungen in Großbritannien.“

Auch wenn Press TV online  immer noch abrufbar ist, bedeutet dies zweifellos einen schweren Schlag für den Sender. Statt gemeinsam eine Rundfunkplattform mit Sky News, CNN und BBC zu teilen, ist Press TV nun wieder an den Rand gedrängt worden – wo er hingehört.

5 Gründe dafür, warum die Gaza-Flottille trotz Öffnung des Grenzüberganges durch Ägypten in See stechen wird

27. Mai 2011

HonestReporting Media BackSpin, 27. Mai 2011

Nach der Ankündigung Ägyptens, ab diesem Wochenende den Grenzübergang bei Rafah permanent zu öffnen, sollte man eigentlich meinen, dass die in der Türkei organisierte Gaza-Flottille überflüssig geworden wäre, weil die Palästinenser dann in der Lage sein werden, ungehindert aus- und ein zu reisen und genug Waren einzukaufen.

Falsch gedacht.

Hier 5 Gründe dafür, warum die Flottille dennoch starten wird.

5.  Zu viele frauenfeindliche arabische Männer und naive weibliche Teilnehmerinnen aus dem Ausland haben sich mit Anzahlungen für den Trip im Singles-Boot  eingeschrieben.

4.  Junge Aktivisten, die humanitäre Hilfskonvois nach Syrien, Kuba und Nordkorea planen, „brauchen praktische Erfahrungen, und Palästina klingt cool und gefährlich, weil es als Kriegsgebiet bezeichnet werden kann, auch wenn es in Wirklichkeit sicher ist und all den Komfort bietet, den die internationalen Besucher benötigen.

3.  Shopping!

2. Als Ergebnis des Übereinkommens zwischen Hamas und Fatah wird gemäßigt-technokratischen Flottillen-Teilnehmern mit palästinensischer Ehrenbürgerschaft die Mitgliedschaft im Kabinett der nationalen palästinensischen Einheit in Aussicht gestellt; sie werden von mildtätiger UNRWA-Unterstützung leben und ein persönliches „Recht“ auf Rückkehr beanspruchen können.

1.  Nach Bankrotterklärung und Übertritt zum Islam kann Lauren Booth sich nicht mehr neu erfinden.

Leseempfehlungen, 27. Oktober 2010

27. Oktober 2010

HonestReporting Media BackSpin, 27. Oktober 2010

Arme Lauren Booth – sie würde alles tun, um in Gesellschaft harter Jungs zu sein
„Und nun ihre Anbiederung an Mohammed.“

Warum Israel in seiner Antwort auf die WikiLeak-Veröffentlichungen zum Irak eine Doppelmoral sieht
Die Welt zuckt mit den Achseln angesichts der letzten Anschuldigungen. Warum?

Im Nahost-Kartenhaus betrachtet die USA den Libanon als Wackelkandidaten
Das Weiße Haus sorgt sich mehr um ein Abdriften des Libanon als um das Vorankommen der israelisch-palästinensischen Gespräche.

Falls der Iran die Bombe bekommt*
Die Doppeldeutigkeit des Iran bezüglich der Nuklearfrage würde angesichts der iranischen Herausforderung der USA im Persischen Golf Jerusalem für Israel strategisch in den Vordergrund rücken.

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*Ich will sonst eigentlich keinen Beitrag besonders hervorheben, aber dieser von Michael Totten ist besonders empfehlenswert (bd)

Lauren Booth konvertiert zum Islam

24. Oktober 2010

HonestReporting Media BackSpin, 24. Oktober 2010

Lauren Booth, die 2008 von HonestReporting mit der Auszeichnung für die unehrlichste Berichterstattung bedacht wurde, ist zum Islam konvertiert.

Sie folgt damit Yvonne Ridley, die konvertiert war, nachdem sie von den Taliban während ihrer Berichterstattung über den Afghanistan-Krieg entführt wurde.

Beide sind lautstarke Kritikerinnen Israels und beteiligten sich an Gaza-Flotillen; und beide stehen auf der Gehaltsliste von Press TV, dem englischsprachigen Sender des iranischen Regimes.

Fazit: Nichts wird sich ändern.

Ofcom rügt Lauren Booth von Press TV wegen Flottillen-Bericht

3. August 2010

HonestReporting Media BackSpin, 3. August 2010

Die britische Medienaufsichtsbehörde Ofcom rügte Press TV und Lauren Booths Berichterstattung zur Mavi Marmara.

In der Sondersendung „Remember Palestine“ vom 5. Juni ist Press TV nicht unparteiisch vorgegangen, befand nun Ofcom. Die Ergebnisse (pdf-Datei, ab Seite 25) betrafen auch folgende Punkte:

• Der Beitrag begann mit einem pro-palästinensischen Lied, das sich anti-israelischer bzw. pro-palästinensischer Metaphorik bedient.

• Der Beitrag enthielt eine Reihe von Erklärungen, darunter folgende, die entweder vom Berichterstatter oder den interviewten Menschen stammen und als überaus kritisch gegen die Entscheidungen der israelischen Regierung und seiner Militärs in diesem fall aufgefasst werden.

• Lauren Booth: „Israelische Kommandoeinheiten….richteten unter unschuldigen Zivilisten, die mit Hilfsschiffen zum Gazastreifen unterwegs waren, ein Blutbad an.“

• Yousef Al-Helou (Press TV-Reporter: „Israels Piraterie im Mittelmeer endete mit einem Massaker“.

• Lauren Booth: „Dies war offensichtlich ein barbarischer Angriff auf Zivilisten.“

Die Ofcom-Untersuchung zeigt Berichte zweier Press TV-Reporter in Gaza, Interviews mit Repräsentanten von Viva Palestine und der Palestinian Independent Commission for Human Rights, International Solidarity Movement (ISM), Hamas, IHH und dem Verwandten eines Flottilla-Teilnehmers. Ofcom unterstrich, dass alle Äußerungen pro-palästinensisch waren.

Booth gewann 2008 unsere Auszeichnung für die unehrlichste Reporterin des Jahres wegen ihres Segeltörns nach Gaza – nicht, weil sie eine Story  bringen wollte, sondern um selbst die Story zu sein. Besagter Press TV-Bericht ist auf YouTube zu finden.

Fünf mögliche empörende Bemerkungen Ahmadinejads bei den NPT-Verhandlungen

3. Mai 2010

HonestReporting Media BackSpin, 3. Mai 2010

Unsere Leser sind die Ersten, die Ahmadinejads fünf skandalöse Statements mitbekommen, die er bei den Gesprächen für die Nichtverbreitung von Atomwaffen (NPT) in New York rauslassen wird:

1. „Die Zionisten bauen Gaszentrifugen in Ramat Shlomo.“

2. „Die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko ist Gottes Strafe für amerikanische Arroganz.

3. „Lauren Booths Anschleime bezüglich meiner Bilanz in Sachen  Frauenrechte macht meine Gemahlin eifersüchtig.“

4. „Israel ist wie Fußpilz; ich werde ihn austilgen.“

5. „Aber Obama verneigte sich vor König Abdullah!“

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Crossposting mit Free Iran Now!

Free Gazas permanentes Déjà Vu

8. Juli 2009

HonestReporting Media BackSpin, 8. Juli 2009

Lauren Booth war nicht die einzige Free Gaza-Aktivistin, die nach dem Törn letzten August in Gaza Wurzeln schlug.

Nun stellt sich heraus, dass Booths Schiffskameradin Jenny Linnell, die bei International Solidarity Movement zugange ist, nicht über Israel oder Ägypten ausreisen kann. Die Herald Express mit einer Erklärung:

Linnell fügte hinzu: „Die ägyptischen Grenzbeamten wollten wissen, wie wir in den Gazastreifen gelangt seien, und wir gaben an, dass wir mit dem Boot von Free Gaza Movement angekommen waren.

Sie erklärten uns: ‚Sie wissen schon warum Ihnen die Ausreise verweigert wird?’

Dies legt nahe, dass wir quasi in Form einer inoffiziellen Bestrafung wegen unseres humanitären Engagements in Gaza eingesperrt wurden.“

Aus Sicherheitsgründen verbietet das israelische Gesetz Ausländern, die illegal nach Gaza eingereist sind, über Israel wieder auszureisen. Ägypten hat Linnell gegenüber die Gründe für die Abweisung nicht mitgeteilt und auch niemals die Verzögerung für die Erlaubnis begründet, dass Booth im September gehen konnte, also nach gut einem Monat Aufenthalt in Gaza.

Oder wie Yogi Berra sagen würde: „Wie ein permanentes Déjà Vu.“

Schlechte Nachrichten für Press TV

1. Juli 2009

HonestReporting Media BackSpin, 1. Juli 2009

Die Times of London berichtet, dass Moderator Nick Ferrari seinen Job bei Press TV gekündigt hat, um gegen die verfälschte Berichterstattung des im Iran ansässigen Senders über die Ausschreitungen nach der Wahl zu protestieren:

Ferrari, Gastgeber beim täglichen Frühstücksfernsehen von LBC, erklärte der Times gegenüber, dass die Berichterstattung von Press TV bis vor der Wahl „halbwegs fair“ gewesen sei, aber danach nicht mehr. „Ich gehe davon aus, dass ihnen gesagt worden ist, was sie zu tun haben, und ich kann das mit meiner Arbeit dort nicht vereinbaren“, so Ferrari.

Die Times berichtet auch, dass Ofcom Nachforschungen zu Press TV anstellt:

Die Medienaufsichtsbehörde Ofcom geht einer Beschwerde nach, dass Press TV seine Sorgfalts- und Unabhängigkeitspflicht verletzt habe, und viele Iraner, die in Großbritannien leben, seien entsetzt darüber, dass der Sender ungehindert operieren kann.

Auch wenn Reporter ohne Grenzen den Iran als „weltgrößte Gefängnis für Journalisten“ bezeichnet, rechtfertigt sich Lauren Booth dafür, dass sie bei Press TV auf der Gehaltsliste steht (Zum Vergrößern der Abbildung bitte draufklicken):

Booth erklärte der Times gegenüber, dass ihr allwöchentlich ausgestrahltes Programm Remember the Children of Palestine „zu wichtig für mich war, um es nicht zu machen“.

George Galloway, Yvonne Ridley und Andrew Gilligan – auch sie bei Press TV beschäftigt – bestanden darauf, dass ihre Sendungen keinerlei Beeinflussung ausgesetzt seien. Klar, wenn man sowieso die Parteilinie nachplappert, ist das auch nicht mehr nötig.

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Weltgrößtes Gefängnis

23. Juni 2009

HonestReporting Media BackSpin, 23. Juni 2009

Reporter ohne Grenzen (via Harry’s Place) nennt Iran das „weltgrößte Gefängnis für Journalisten.“

Der Iran ist das gleiche Land, das Lauren Booth auf seiner Gehaltsliste hat, eine Journalistin, die weiterhin behauptet, dass Gaza das weltgrößte  Gefängnis sei. Zweifelhaften Ruhm erlangte Booth, als sie im letzten Jahr zum Gazastreifen segelte und in eitler Manier ihre Anschuldigungen zu beweisen versuchte. Dieser so genannte „Journalismus“ brachte ihr durch HonestReporting eine Auszeichnung als unehrlichste Reporterin 2008 ein.

Mir ist noch nicht aufgefallen, dass sie die Freiheitsbewegung im Iran anführt oder unterstützt.

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Idiotischste Schlagzeile des Tages

5. März 2009

HonestReporting Media BackSpin, 5. März 2009

Diese Schlagzeile ist ein sehr beredtes Beispiel dafür, warum ich die iranische Agentur Press TV nicht ernstnehme.

Weise von Zion wollen Muslime “unter ihrer Fuchtel” halten

Es bestätigt überdies, dass HonestReportings Entscheidung, Press TVs Anfrage für eine Fernsehsendung im letzen Jahr abzulehnen, richtig war.

War Lauren Booth wieder einmal kreativ zugange?

(Hattip: Soccer Dad)

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Müssen Blogger zukünftig ihre Finanzen offenlegen?*

25. November 2008

HonestReporting Media BackSpin, 25. November 2008

…wenn politischer Online-Aktivismus eine Form der Lobbyarbeit ist? Wenn ja, könnten Washingtons Regulierungsbehörden manche Blogger dazu zwingen, ihre Finanzen offenzulegen. AP schreibt:

Im Zusammenstoß zwischen Medien des 21. Jahrhunderts und den politischen Reformen der 1979er-Jahre verweist die Anfrage auf einen Showdown für Blogs – jene selbst erstellten Journals, die sich zwischen Nachricht, Kommentar und politischer Kampagne sowie Fundraising bewegen.

Staatsbeamte spielen etwaige Konflikte mit dem Medienrecht herunter, wenn sie herausstellen, dass die Regulierungsbehörden schon vorher das journalistische Bloggen von Bestimmungen für Marketingkampagnen befreit haben.

Aus dem hohlen Bauch heraus einige Gründe für und gegen solche Offenlegungen:

Dagegen: Blogger wie unkontrollierte Kritiker und Journalisten bieten Meinungen zu allen möglichen Themen.

Dafür: Ich wage zu sagen: Kritiker (wie Henry Siegman, der Geld von Saudi-Arabien, Yasser Arafats Freunden etc. erhielt) und Journalisten (wie Lauren Booth, nun auf der Gehaltsliste des Iran steht) verdienen einen prüfenden Blick.

Dagegen: Pure Aktivistengruppen mit steuerfreiem Status berichten ihre Finanzierung bereits den Bundessteuerbehörden der Vereinigten Staaten oder relevanten Regierungsbehörden in anderen Ländern. Und die Mehrheit der seriösen Blogger postet zum Hobby oder aus beruflichen Gründen, die rechtlich irrelevant sind.

Dafür: Manche Blogs sind in Wirklichkeit Ausleger verschiedener Organisationen oder ihnen lose angeschlossen.

Dafür: Was ist falsch daran, wenn man Blogger ebenso genau unter die Lupe wie nimmt wie sie selbst das bei Anderen praktizieren?

Dagegen: Eine Regulierung führt zwangsläufig zu der unerfreulichen Erkenntnis, dass andere Medien wie Bücher und Filme manchmal auch aus dubiosen Quellen finanziert werden.

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*Bezieht sich (vorerst) auf die USA

Lauren Booth auf iranischer Gehaltsliste

24. November 2008

HonestReporting Media BackSpin, 24. November 2008

Bestens bekannt wegen ihres Aufenthaltes in Gaza, nachdem sie dorthin segelte, um ihre Solidarität mit den Palästinensern zu bezeugen, kreuzt Lauren Booth wieder auf. Sie sammelt Geld, um ein noch größeres Boot für einen weiteren Trip zu kaufen – das Projekt Aloha Palestine.

Ihre biografischen Daten auf der Webseite der Initiatoren enthalten interessante Hinweise über die Kolumnistin der Daily Mail, die mir bisher nicht bekannt waren:

Lauren schreibt in den Rubriken „In Focus“ bei Islam Channel und „Between The Headlines“ bei Press TV

Press TV ist ein iranischer Nachrichtenkanal, und wie Sie vielleicht schon mitbekommen haben, lehnt HonestReporting eine Zusammenarbeit mit ihm ab. Grund unter anderem: Booth steht auf der Gehaltsliste der Iraner.

(Hat tip: Elder of Ziyon)

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Postkarte aus Gaza

23. November 2008

HonestReporting Media BackSpin, 23. November 2008

Elder of Ziyon fand dieses großartige Foto.

Lauren Booth hat mir keins geschickt….

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Internationaler Aktivist entschuldigt sich

19. November 2008

HonestReporting Media BackSpin, 19. November 2008

1978 waren Gunnar Bergstrom und seine Freunde von der schwedisch-kambodschanischen Freundschaftsverbindung Gäste von Pol Pots Khmer Rouges.

Die Reise geriet zum Propagandacoup für das Regime, dessen Genozid noch immer dokumentiert wird. Aber Bergstrom kehrt zurück nach Kambodscha – diesmal, um sich zu entschuldigen. Er sagte der Phnom Penh Post:

„Wir sahen, was sie uns zu sehen gestatteten, aber wir sahen auch, was wir gerne glauben wollten.“

Sollten wir eines Tages einen ähnlich tapferen Akt der Reue bei Lauren Booth feststellen? Glauben Sie, dass die Kolumnistin der Daily Mail den Schmerz des Bedauerns verspürt, zugelassen zu haben, dass sie von der Hamas benutzt worden war? Neeee.

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Lauren Booth verlässt Gaza

21. September 2008

honestreporting.com Media BackSpin, 21. September 2008

Lauren Booth verließ am Samstag den Gaza nach Ägypten über den Rafah-Übergang. AFP schreibt:

Der Übergang – einziges Tor nach Gaza, das nicht von Israel kontrolliert wird – wurde am Samstag geöffnet, um 1.500 Gazanern, zumeist muslimischen Pilgern auf dem Weg nach Mekka, zu erlauben das verarmte Gebiet mit 1,5 Millionen Einwohnern zu verlassen.

Booth, die für die Mail on Sunday schreibt, hatte Ende August die Möglichkeit den Streifen mit den anderen Demonstranten zu verlassen. Ihr einmonatiger Aufenthalt enthielt nicht eine einzige öffentliche Geste oder irgendwelche Unterstützung für Gaza anderen berühmten Ausländer, Gilad Shalit.

In diesem Zusammenhang lesen: „Humanitäre“ Leichtmatrosen.

Szenen aus „Das größte Konzentrationslager der Welt“

15. September 2008

honestreporting.com Media BackSpin, 15. September 2008

In einem vor kurzem geführten Interview mit YNet News beschreibt Lauren Booth den Gazastreifen als „das größte Konzentrationslager der heutigen Welt“ und eine „humanitäre Krise des Ausmaßes von Darfur“.

Etwas später wurde Booth in einem anscheinend gut ausgestatteten Lebensmittelladen im „Konzentrationslager“ fotografiert. Genug gesagt.

Eine alternative Sicht bringt die arabische Tageszeitung Asharq al-Awsat, die berichtet, dass die Hamas 18.000 Militanten monatlich schätzungsweise 16 Millionen Dollar zahlt.

Kolumnist Tariq Alhomayed fragt:

Wie kann man also davon reden, die Belagerung des Gazastreifens aufzuheben und die Not seine Bewohner zu erleichtern, während die Hamas all ihre Kraft darauf konzentriert, Tausende Kämpfer zu rekrutieren und sie zu versorgen? Es ist klar, dass für die Hamas die Priorität darin liegt, für ihre Militanten zu sorgen, zum Nachteil der Menschen im Gazastreifen und zu ihrem Leid! Ist das nicht eine bewusste Ausnutzung ihres humanitären Leidens, ihrer Armut und Bedürftigkeit?

Lesen Sie den ganzen Artikel (in Englisch).

Und lesen Sie in diesem Zusammenhang: Sailing Into a Publicity Stunt (in Englisch)

Theaterschiff erreicht Gaza. Was nun?

25. August 2008

honestreporting Media BackSpin, 25. August 2008

Das Hochgefühl der internationalen „Aktivisten“, die nun in Gaza angekommen sind, wird sich als flüchtig erweisen, wenn ihnen bewusst wird, dass die Rückkehr aus dem Gazastreifen schwieriger wird als die Anreise.

Die zwei Schiffe von International Solidarity Movement (ISM) erreichten Gaza am Samstag, nachdem Israel die Anreise genehmigt hatte, um einen Medienzirkus auf hoher See zu vermeiden.

Jerusalem Post zufolge wird man ISM nicht so selbstverständlich erlauben, über Israel auszureisen:

Nun, da sich die Gruppe in Gaza aufhält, geht man in Jerusalem davon aus, dass sie irgendwann Israel ersuchen werden, sie ins Land zu lassen, damit sie zurückfliegen können, da es unwahrscheinlich scheint, dass sie auf dem demselben Weg wieder zurückkehren, den sie gekommen sind. Bis jetzt ist aber noch keine Entscheidung darüber gefallen, ob sie nach Israel einreisen dürfen.

Haaretz ergänzt, dass eine Rückreise übers Meer andere Kopfschmerzen bereitet:

In den nächsten Tagen wird man darüber diskutieren, ob die Schiffe nach dem Ablegen vor Gaza gestoppt und gefilzt werden. Israelische Offizielle sind besorgt, dass die Schiffe dazu benutzt werden könnten, gesuchte Palästinenser aus dem Küstenstreifen zu schmuggeln. „Sie stehen im Ruf, Terroristen zu schützen und als menschliche Schutzschilde zu agieren“, so die politische Quelle.

Ein echtes Zeichen von Solidarität wäre es, wenn die schippernden Wichtigtuer – darunter Reporterin Lauren Booth, Yvonne Ridley von Iranian Press TV und Ayash Daraj von Al-Jazeera – in Gaza geblieben wären. Solch‘ mutiger Schritt bedeutete nicht nur Gefahr sondern würde auch das Ego herunterfahren. YNet News traf viele Palästinenser, die nach der Ankunft von ISM enttäuscht waren:

„Nachdem sich aber herausgestellt hatte, dass die Schiffe zu wenig Lebensmittel brachten und zu viele Aktivisten….verließen etliche Menschen enttäuscht den Strand.

Bleiben Sie dran. Das könnte noch wesentlich interessanter werden.

Dazu passend: In einen Werbegag hineinschippern.

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