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Brennender Koran: aufhetzerisches Foto gießt Benzin ins Feuer

13. November 2014

Simon Plosker, HonestReporting, 13.11.2014
(Übersetzung: Yvaine de Winter)

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(Bildüberschrift: Dorfbewohner beschuldigen jüdische Extremisten der Brandstiftung in Moschee)

Nichts garantiert eine überreizte Reaktion von Palästinensern und ihren Unterstützern mehr als eine angebliche jüdische Bedrohung muslimischer heiliger Stätten und religiöser Objekte. Die Spannungen konzentrieren sich aktuell auf den Tempelberg, während Palästinenser ihrem Zorn über stark übertriebene Berichte Luft machen, Juden würden durchsetzen wollen, an der heiligsten Stätte des Judentums wieder beten zu dürfen.

Dienstagnachts brannte eine Moschee in der Westbank, und die Palästinenser behaupten, jüdische Siedler hätten sie in Brand gesteckt. Das ist zwar durchaus möglich, aber die israelische Polizei ist noch zu keinem endgültigen Schluss gekommen. Die Irish Times veröffentlichte in ihrem Bericht über die Moschee jedoch obiges Foto von dem Fotografen Atef Safadi aus Ramallah, der der European Press Photo Agency angehört.

Aber warum würde ein palästinensischer Muslim es erlauben, dass sein heiligstes Buch weiterbrennt? Es sei denn, er wollte dem Fotografen die Gelegenheit geben, absichtlich konstruierte Propaganda fotografisch festzuhalten. Die natürlichste Reaktion auf brennende Objekte in der Moschee sollte sein, die Flammen zu löschen. Aber dieser Koran ist nicht nur verbrannt und verkohlt, sondern er steht noch immer in Flammen.

Das Foto bietet keine akkurate Beschreibung der Szene, da der Fotograf kein passiver Beobachter mehr ist. Wir beschuldigen keine Palästinenser, nach dem anfänglichen Feuer einen Koran angezündet zu haben. Aber entweder hat ein palästinensischer Dorfbewohner dem Fotografen den bereits brennenden Koran gebracht, oder der Fotograf hat die aktive Kooperation der in der Moschee Anwesenden gefordert, um das gefühlsgeladenste Foto, das möglich war, zu machen.

In diesem Fall bedeutet gefühlsgeladen (buchstäblich) aufhetzerisch. Zählt das hier zu den Fällen, wo ein palästinensischer Fotograf absichtlich ein Foto für Propagandazwecke herstellt? Falls dem so ist, sollte die Irish Times ihre Fotowahl nochmals überdenken.

Und hat die EPA eine Richtlinie, die ihre Fotografen dazu ermuntert, die aufwieglerischsten Fotos zu machen? Erst vor wenigen Tagen berichtete HonestReporting über ein anderes EPA-Foto, das durch einen Kameratrick so aussah, als wehe eine israelische Flagge zuoberst des Felsendoms auf dem Tempelberg, was mit Sicherheit ebenfalls muslimischen Zorn erregt hat.

Jerusalems politisch motivierte Heiligkeit

15. September 2008

honestreporting.com Media BackSpin, 15. September 2008

Dr. Mordechai Kedar verfolgt den Umgang des Islam mit Jerusalem, der immer auf Politik und nicht auf Heiligkeit gründete:

Da die Heiligkeit Jerusalems für den Islam immer nichts anderes als eine politisch motivierte Heiligkeit war und immer noch ist, legt jeder muslimische Staatsmann oder Herrscher seinen politischen Kopf auf den Henkerblock, sollte er die Stadt aufgeben… Aber soll Israel seine Hauptstadt nur aufgeben, weil ein paar Muslime sich entschieden haben das politische Problem der Omajjaden von vor 1250 Jahren zu recyceln, nachdem der Mantel der Geschichte über deren Rolle in der Geschichte gedeckt wurde?

Sehen Sie sich an, wie Dr. Kedar für Aufregung sorgte, als er einen Moderator von Al-Jazira erwischte, wie dieser im Juni versuchte den Koran zum Status von Jerusalem umzuschreiben.