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60 Minutes und die Dreistaatenlösung

26. Januar 2009

HonestReporting Media BackSpin, 26. Januar 2009

Ich weiß nicht, ob Yaakov Kirschen an 60 Minutes dachte, als er seinen Dry Bones-Cartoon entwarf. Er darf es ruhig zugeben.

60 Minuten-Notiz: Wenn die Zweistaatenlösung scheitert, dann daran, dass die palästinensische Führung hoffnungslos zerstritten ist – und nicht wegen der Siedlungen. Israels Rückzug aus Gaza hätte nicht einen palästinensischen Staat zur Folge – parallel auch nicht „Hamastan“ oder „Fatahstan.“

Sehen Sie sich diesen verlockenden Fall einer Dreistaatenlösung an, der nach der gewalttätigen Machtergreifung der Hamas im Gazastreifen formuliert wurde. Wenn israelische Entscheidungsträger an einer Zweistaatenlösung verzweifeln würden, könnten sie versuchen, ihre Verluste in Grenzen zu halten und einen Separatfrieden mit Ramallah anstreben.

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Übersetzung der Sprechblasen von links oben bis rechts unten:

„Ein anderes Wort für illegale Siedlungen in der Westbank?“

„Das hängt davon ab“….

….“ob Araber drin wohnen; von mir aus in Städten oder Dörfern“

„Korrekt“.

„Und wenn dort Juden wohnen“?

„Wird es als Friedenshindernis bezeichnet“

„Genau!“

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„Eine ähnliche Umkehrung der Geschichte“

26. März 2008

honestreporting Media BackSpin, 26. März 2008

Ein Grund, sich Sorgen über Medienvoreingenommenheit zu machen: Nachrichtenmedien, die verzerrend über Israel berichten, sind ebenso auch in der Lage, die Berichterstattung von anderen Orten der Welt zu vermasseln. Wie aus Tibet, so Ira Rifkin:

Es hat die Juden fast zwei Jahrtausende gekostet, einen unabhängigen Staat in ihrer Heimstätte wiederzuerrichten. Während jener Zeit besiedelten später ankommende Araber das Land und beanspruchten es für sich. Trotz der zahlreichen rituellen Erinnerungen des Judentums an die zentrale Bedeutung Zions wurden die historischen jüdischen Bindungen  zum Land von nahezu der ganzen Welt vergessen, die zu der Ansicht gelangte, moderne Juden hätten keine Verbindung zu den alten Israeliten, die einmal dasselbe Land bevölkerten. Demzufolge wurden die Juden als kolonialistische Eindringlinge betrachtet und die Araber als indigene Unschuldige, die durch jüdische Prätendenten* litten.

Die Tibeter sind nun mit einer ähnlichen Umkehrung der Geschichte konfrontiert.

Dazu passend: „Nichtereignis, was Fernsehnachrichten betrifft“

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*Prätendent: Erklärung

Das „Stammpublikum“

17. März 2008

honestreporting Media BackSpin, 17. März 2008

Eine gefühlsduselige Botschaft der BBC-Produzentin Hilary Salmon in Bezug auf eine bevorstehende Passions-Miniserie, die gemeinsam von BBC und HBO* präsentiert werden wird. Salmon gegenüber dem Guardian (Bitte zum zweiten Beitrag von oben scrollen):

[HBO ] hat mehr Gespür für die jüdische Betrachtungsweise als wir. Viele Zuseher seines Stammpublikums sind jüdische Liberale, die die kulturelle Agenda viel mehr als hier bestimmen; so hatten wir einen jüdischen Berater ebenso wie Experten für die Evangelien. Man musste sehr vorsichtig sein, um sich nicht zu verheddern.

Winston Pickett wundert sich darüber:

[Es] erschreckt wegen seiner darin enthaltenen ethnisch durchtränkten Stereotypen und weil es eine augenzwinkernde Zustimmung für den Inhalt der Veröffentlichung bei der Leserschaft voraussetzt….

(Hat tip: Stephen Pollard)

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*HBO